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Abschied ist ein scharfes Hinterherwinken hinter sinkenden Schiffchen

Die Saison ist nun schon wieder eine reichliche Woche Geschichte. Seitdem ist RB Leipzig zu einem Europa-League-Quali-Team geschrumpft, das einen Trainer sucht. Vielerlei Themen entsprechend, die es zu bearbeiten gilt. Deswegen versammelten sich Dirk, Ulli, Kai und meine bloggende Wenigkeit rund um den wie üblich prall gefüllten Tisch.

Dabei diskutieren wir natürlich intensiv den aktuellen Stand der Dinge bei RB Leipzig rund um die Fragen nach der Spielidee und den Ideen bei der Personalführung. Wir fragen uns, ob Ralf Rangnick wirklich zurück will zur RB-DNA. Wir fragen uns, welcher Trainer wohl in die Gesamtsituation bei RB passt und inwieweit sich das Gefüge zwischen Rangnick und Mintzlaff verändert hat. Wir fragen uns, wer letzte Saison die besten Spieler bei RB waren. Und wir fragen uns noch viel mehr, ohne darauf immer die passenden Antworten zu finden.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2018/2019

Die Saison ist gerade mal eine Woche Geschichte (und diverse Saisonrückblicke stehen noch aus) und natürlich dreht sich rund um RB Leipzig bereits relativ viel um mögliche Neuzugänge und um mögliche Abgänge.

Auf die Verantwortlichen bei RB Leipzig kommt viel Arbeit zu. Das liegt an gleich neun Leihspielern, die von ihren jeweiligen Vereinen zurück nach Leipzig kommen und von denen maximal zwei bis drei (eigentlich faktisch nur einer) eine kurzfristige Zukunft bei RB haben. Für einige Spieler werden endgültige Lösungen fällig, weil sie nur noch ein Jahr Vertrag in Leipzig haben und entsprechend nicht noch einmal verliehen werden können (außer man verlängert ihre Verträge zuvor).

Erschwerend kommt bei der Kaderplanung für die kommende Spielzeit hinzu, dass RB Leipzig nun in die Europa-Legue-Qualifikation muss. Mal abgesehen davon, dass das für potenzielle Neuzugänge jetzt nicht wirklich das ultimative Wechselargument ist, stellt sich aus Sicht der Kaderplanung vor allem die Frage, wie man mit einem Wettbewerb umgeht, bei dem man nicht weiß, wie viel Aufwand er bedeuten wird.

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Bundesliga: Hertha BSC vs. RB Leipzig 2:6

Letzter Spieltag der Saison. Für RB Leipzig ging es beim Gastspiel bei Hertha BSC noch mal um alles. Für die Gastgeber ging es um nichts mehr. Das 6:2 für RB spiegelte dieses Verhältnis zwischen den beiden Teams gut wieder. Es war auch das Ergebnis einer effizienten Vorstellung von RB.

Ralph Hasenhüttl wechselte sein Team auf zwei Positionen. Konrad Laimer und Naby Keita kamen nach Verletzung bzw. Sperre zurück in die Mannschaft. Bernardo und Dominik Kaiser rückten dafür auf die Bank, wo sie auch Kapitän Willi Orban Gesellschaft leisteten, der nach Sperre keinen Einsatz mehr bekam. Organisiert war man in einem 4-2-2-2.

Hertha auf der anderen Seite wechselte auch zweimal. Der verletzte Valentino Lazaro fehlte komplett. Per Skjelbred saß nur auf der Bank. Vedad Ibisevic und der zuletzt in Ungnade gefallene Jordan Torunarigha kamen dafür in die Partie. Auch hier war man in einem 4-2-2-2 organisiert, nachdem sich Pal Dardai für das letzte Saisonspiel für eine Doppelspitze entschieden hatte.

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Gezielte Tritte

Wir können ihm nur gut zu reden oder in den Hintern treten. Von mir kriegt er im Moment noch eher das zweitere. Wenn er wirklich ein Spitzenspieler werden will, müssen solche Leistungen wie gegen Wolfsburg Normalität sein. (Ralf Rangnick über Jean-Kevin Augustin nach dem Wolfsburg-Spiel, rblive.de)

Antizyklisch denken ist ja auch immer wichtiger Bestandteil des rhetorischen Alltags, egal ob als Sportdirektor oder in anderen Lebensbereichen. Nach dem Wolfsburg-Spiel, in dem Augustin mit einem Tor und zwei Torvorlagen plus einem weiteren Tor aus leichter Abseitsposition glänzte und in seinen 67 Minuten Einsatzzeit der sprintstärkste Spieler auf dem Feld war, wollte der Sportdirektor Rangnick jedenfalls erstmal den Finger in die Wunde legen und nicht per se in die Lobeshymnen auf den Spieler des Spiels (Kicker) einstimmen. Ist ja aber auch nicht das erste Mal in dieser Saison, dass die sportliche Führung des Vereins dem Stürmer in Bezug auf seinen professionellen Zugang zum Spiel eine öffentliche Schelle mitgibt.

Augustin steht vielleicht sinnbildlich für die Veränderungen im Kader von RB Leipzig in den letzten Jahren, bei der es zugespitzt immer stärker darum geht, primär gute Fußballer zu sammeln, um das Trainingsniveau und damit die Leistungsstärke zu erhöhen, anstatt allergrößter Wert auf so etwas wie Bodenständigkeit (nein, es geht hier nicht darum das als Tugend abzufeiern) oder Demut zu achten, auch wenn man immer wieder betont, dass bei Neuverpflichtungen natürlich auch Charakter und Mentalität der Kandidaten eine Rolle spielt.

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Bundesliga: Hannover 96 vs. RB Leipzig 2:3

28. Spieltag in der Bundesliga. So langsam geht es um die finalen Entscheidungen. Für RB Leipzig geht es in den verbleibenden Spielen darum, ob man nächstes Jahr Champions League oder Europa League oder ausschließlich Bundesliga spielt. Viele Punktverluste liegen nicht mehr drin, wenn man am Ende mindestens Vierter werden will. So kam auch dem Spiel in Hannover bereits eine richtungsweisende Bedeutung für die kommenden Wochen zu. Mit lange viel Klasse und am Ende viel Glück sicherte man sich die drei Punkte beim erstmaligen Auftritt bei der Männermannschaft von Hannover 96.

Bei RB Leipzig fehlte verletzungsbedingt Stefan Ilsanker. Gegenüber dem Spiel gegen die Bayern saßen zudem Upamecano, Kampl, Sabitzer und Poulsen nur auf der Bank. Orban, Bernardo, Werner, Forsberg und Augustin standen dafür in der Startelf. Nicht überraschend agierte man diesmal nicht mit einer Dreierkette, sondern im gewohnten 4-2-2-2, in dem auch Klostermann nach zwei Einsätzen bei der deutschen U21 fehlte.

Auf Seiten von Hannover 96 gab es nur einen Wechsel gegenüber dem Spiel in Dortmund. Martin Harnik kam für Niklas Füllkrug in die Partie. Mehr Fokus auf das Umkehrspiel als auf physische Strafraumpräsenz. Auch auf der Bank blieb Bebou, der unter der Woche leicht erkrankt war und mit seinen Qualitäten in der Offensive in einem Spiel gegen RB auch von Anfang an gut getan hätte, wie er dann in der zweiten Halbzeit zeigte. Organisiert war Hannover in einer Art 5-3-2 mit einem Sechser Schwegler und unterschiedlich offensiven Achtern Bakalorz und Klaus davor. Manche sprachen auch von einer Dreierkette, aber in dem Fall war es wegen der absoluten Defensivfokussierung tatsächlich eine Fünferkette.

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Road to Lyon

Kurz vor Ostern, die letzte Phase der Saison steht vor der Tür und auch Champagner statt Bier ist wieder da, nachdem die letzte Folge doch schon arg weit zurück lag. Dirk, Frank und Sebastian meine bloggende Wenigkeit trafen sich zu einem Rundumschlag um all die Themen, die rund um RB Leipzig gerade so diskutiert werden.

Dabei geht es natürlich auch um die Road to Lyon, die mit unterschiedlichem Optimismus beschritten wurde. Es ging um den Kampf um die Champions League, um die Kaderplanung und (große Überraschung) auch um Fanthemen und den Fanverband. Wie immer in epischer Länge, vielleicht auch in einer epischen Länge wie nie zuvor.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. FC Bayern München 2:1

27. Spieltag der Bundesliga. RB Leipzig in der Bundesliga schon ein wenig unter Ergebnisdruck, nachdem man in den letzten Wochen ein paar unnötige Punkte liegengelassen hat. Ausgerechnet der FC Bayern war zu diesem Zeitpunkt zu Gast. Eigentlich ein Spiel, in dem man nicht unbedingt mit Punkten rechnet. Doch RB Leipzig spielte 60 überragende und 30 kämpferisch sehr gute Minuten und holte sich einen verdienten ersten Sieg gegen den alten und demnächst auch neuen Meister.

Auf Seiten von RB Leipzig gab es gegenüber dem Spiel in St. Petersburg diverse Wechel. Bernardo, Orban, Forsberg, Augustin und Werner saßen nur auf der Bank. Klostermann blieb gleich ganz draußen. Laimer, Konaté, Ilsanker, Kampl, Poulsen und Sabitzer kamen in die Partie und sollten Frische in die Mannschaft bringen. Ganz schön viele Wechsel in der Formation für ein Spiel gegen die Bayern. Orban, Forsberg und Werner nur auf der Bank. Das war mutig.

Genauso mutig war der Wechsel in der Formation. Denn Hasenhüttl entschied sich kurzfristig zu einem 3-4-3-System bzw. eigentlich eher ein 3-4-1-2-System mit einer Dreierkette Konate, Ilsanker, Upamecano, zwei ‚Außenverteidigern‘ Laimer und Bruma und einem Zehner Keita. Tatsächlich war es vornehmlich eine Dreier- und keine Fünferkette, weil Laimer und Bruma vor allem nach vorn verteidigten und sich nicht primär zurück in die Defensivkette fallen ließen.

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Europa League: Zenit St. Petersburg vs. RB Leipzig 1:1

Rückspiel im Achtelfinale der Europa League. Für RB Leipzig galt es bei Zenit St. Petersburg eine 2:1-Führung zu verteidigen. Das machte man über große Teile der 90 Minuten auch gut, verpasste es aber offensiv frühzeitig eine Entscheidung herauszuschießen. So musste man bis zum Schlusspfiff zittern, bis man den völlig verdienten Einzug in das Viertelfinale der Europa League feiern konnte.

Ralph Hasenhüttl veränderte sein Team gegenüber dem Stuttgart-Spiel auf vier Positionen und setzte in Abwesenheit des verletzten Sabitzer auf seine bestmögliche Formation. Neben Sabitzer fehlten auch Konaté und Poulsen, die auf der Bank saßen und Lookman, der in Europa nicht spielberechtigt ist. Upamecano, Forsberg, Bruma und Augustin rückten wieder in die Mannschaft.

Auch Zenit-Coach Roberto Mancini setzte erwartungsgemäß auf seine beste Elf. Paredes kam nach seiner Gelbsperre vor einer Woche wieder in die Mannschaft und war im zentralen Mittelfeld gleich eine wichtige Stütze. Erokhin rutschte dafür auf die Bank. Mammana riss sich am Wochenende das Kreuzband und wurde von Smolnikov ersetzt. Im Angriff spielte Driussi statt Zabolotny. Und den angeschlagene Kuzyaev vertrat Zhirkov. Pech für Zenit, dass sich kurz nach Spielbeginn bereits Goalgetter Kokorin bei einem Zweikampf mit Orban verletzte und gegen Zabolotny ausgetauscht werden musste. Das war nach dem Ausfall von Mammana der zweite schwere Schlag für das Mancini-Team, das vor allem in der Breite nicht sonderlich gut besetzt ist.

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Wegweisendes Duell

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig beim VfB Stuttgart (11.03.2018, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Timo Werner.]

Mitten zwischen die beiden Achtelfinalspiele im Europapokal hat der Spielplanansetzer für RB Leipzig die Partie beim VfB Stuttgart auf den Ansetzungszettel gesetzt. Eine Partie, für die sich vor allem Timo Werner viel vorgenommen zu haben scheint. Bei der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte will er offenbar allen beweisen, dass seine Entwicklung in den letzten eineinhalb Jahren in Leipzig überragend war. Abgesehen von dieser Geschichte und der Frage danach, wie Timo Werner in Stuttgart wohl empfangen werden wird, ist Stuttgart gegen Leipzig aber vor allem erstmal ein interessantes Fußballspiel, in dem viel Intensität zu erwarten ist.

Seit fünf Spielen ist beim VfB Tayfun Korkut im Amt. Eine Verpflichtung, die anfangs vielerorts belächelt und mit einem ‚Jetzt ist der Reschke endgültig verrückt geworden‘ kommentiert wurde. Fünf Spiele später weiß man natürlich immer noch nichts über die Halbwertzeit von Korkut in Stuttgart, aber der Spott ist nach vier Siegen und einem Unentschieden erstmal komplett verstummt.

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Europa League: RB Leipzig vs. Zenit St. Petersburg 2:1

Hinspiel im Achtelfinale der Europa League. RB Leipzig empfing den russischen Vertreter Zenit St. Petersburg, der in den letzten Jahren international ein durchaus erfolgreicher (wenn man das Überwintern als Erfolg wahrnimmt) Dauergast war. Nach schwierigen 15 Minuten zu Beginn war RB für den Rest des Spiels das deutlich dominantere Team, das verdient gewann, sich aber eine bessere Ausgangsposition für das Rückspiel durch einen Gegentreffer kurz vor Schluss verbaute.

In das Spiel gegangen war RB Leipzig mit der sportlich bestmöglichen Elf. Der angeschlagene Kevin Kampl rutschte komplett aus dem Kader. Der zuletzt etwas überspielt wirkende Marcel Sabitzer saß nur auf der Bank. Dafür rückten erwartungsgemäß Diego Demme und Bruma in die Startelf. Organisiert war man dabei im gewohnten 4-2-2-2. Yussuf Poulsen blieb derweil hinter Jean-Kevin Augustin nur die Bank.

Zenit St. Petersburg startete auf der anderen Seite in Abwesenheit des gesperrten Leandro Paredes mit der bestmöglichen Elf. Sprich, gegenüber dem Ligaspiel gegen Perm rutschten Smolnikov, Ozdoev und Driussi neben Paredes aus der Startelf. Mevlja kam in die Innenverteidigung zurück. Kranevitter spielte in der Mittelfeldzentrale. Der technisch starke Rigoni spielte rechts. Und Zabolotny begann im Sturm neben Goalgetter Kokorin. Auch hier war es irgendwas bei einem 4-2-2-2, wobei es stärker als 4-4-2 interpretiert wurde als auf RB-Seite.

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Treffen darf nur einer, Augustin und sonst keiner

Gerade mal drei Tore schoss RB Leipzig in den letzten vier Pflichtspielen. Die ganz großen kognitiven Fähigkeiten brauchte man als RB-Anhänger also schon aufgrund der Anzahl der Tore nicht, um sich die Torschützen zu merken. Dass es mit Jean-Kevin Augustin nur einen Torschützen gab, machte sogar noch einfacher.

Drei von drei RB-Toren erzielte der französische Neuzugang also. Alle drei Treffer waren Tore zum 1:0. Muss aber auch ein bisschen depremierend sein, wenn man dreimal das 1:0 schießt und am Ende nur ein einziger Punkt aus den Spielen rauskommt.

Mit seinen drei 1:0-Treffern war Augustin voll im Trend seiner bisherigen Saison. Vier von sechs Toren waren Treffer zum 1:0 (gegen Frankfurt sprang dabei in der Hinrunde sogar ein Sieg heraus), ein weiteres war ein Führungstreffer und nur ein Tor schoss der Franzose, wenn RB bereits in Führung lag. Augustin schoss also wenn dann wichtige Tore. Fünf von den zwölf RB-Führungstoren, die fielen, wenn er auf dem Platz stand, schoss er selbt.

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Europa League: SSC Neapel vs. RB Leipzig 1:3

Erstes Europa-League-Spiel von RB Leipzig überhaupt. Und dann gleich beim SSC Neapel, gleichermaßen ein guter Name in Europa und als Tabellenführer Italiens und vor allem dank seiner ball- und passorientierten Spielweise in dieser Saison im Klubfußball ganz heißer Scheiß. Doch gegen RB Leipzig lief man vor allem in der letzten halben Stunde mehrmals in die Falle und verlor verdient mit 1:3.

Ralph Hasenhüttl hatte seine Mannschaft im Vergleich zum Spiel gegen Augsburg nur auf einer Position verändert. Der gesperrte Stefan Ilsanker rutschte aus der Mannschaft, der wiedergenesene Marcel Sabitzer kam in das Team. Bedeutete auch, dass ausgerechnet Diego Demme bei seinem Gastspiel in ’seinem‘ Neapel (lange) nur auf der Bank saß. Organisiert blieb RB dabei im 4-2-2-2.

Maurizio Sarri kremplete seinen SSC erwartungsgemäß auf mehreren Positionen um, blieb aber seinem 4-3-3 treu. Mertens fehlte gesperrt, dazu fehlten von den Meisterschaftsstammspielern gegenüber dem letzten Spiel auch Rui, Allan, Jorginho und Insignie. Auch Albiol saß nach leichten Muskelproblemen erneut nur auf der Bank. Mit Maggio, Rog, Ounas, Diawara und Zielinski durften sich gleich mehrere Spieler probieren, die in der Meisterschaft sonst kaum Chancen bekommen.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2018 – Update 1

Die Winter-Transferperiode der Saison 2017/2018 ist jetzt schon ein paar Tage Geschichte. Wie in den letzten beiden Transferperioden im Winter ging es bei RB Leipzig auch diesmal eher ruhig zu. Auf Abgangsseite hat man den Kader an den einsatzzeitlosen Rändern ausgedünnt und Marvin Compper und Federico Palacios abgegeben (wer will, kann auch Nachwuchsmann Nicolas Kühn dazuzählen, der ja am Anfang der Saison noch zum Anschlusskader gehörete). Geholt wurde mit Ademola Lookman auf den allerallerletzten Drücker noch einer, der in der Offensive den Ausfall von Emil Forsberg abfangen soll.

Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren sorgte die Ruhe in der Transferperiode aber diesmal weniger für Zufriedenheit sondern vielmehr für eine emotionale Eruption beim Sportdirektor und eine klare Ansage beim Trainer. Man werde nie wieder in eine Situation kommen, so die Ansage, dass man auf Ausfälle und Lücken nicht adäquat reagieren kann. Schon im Sommer werde man sehen, dass man in Sachen Scouting und Neuverpflichtungen sehr viel mehr RB-like unterwegs ist als jetzt im Winter. Was auch immer das bedeutet und ob man das nicht auch als Ansage an Spieler wie Marcel Sabitzer interpretieren kann, dass eine Transferperiode mit einer untypischen Verpflichtung einens Leihspielers ohne Kaufoption nicht wieder vorkommen wird.

Sabitzer hatte ja kürzlich im Zuge einer möglichen Verlängerung seines Vertrags auch Klärungsbedarf geäußert, wo die Reise des Vereins hingeht. Er wolle regelmäßig Champions League spielen und wolle wissen, ob die (personellen) Planungen von RB Leipzig in eine ähnliche Richtung gehen. Ja, gehen sie, so nun die öffentliche Aussagenfaust von Rangnick. Das was diesen Winter passierte, war nur eine Ausnahme, weil das Scouting noch nicht reif für einen Topklub ist, aber schon ganz bald auf diesem Level sein wird. Untypisch die Emotionalität des Sportdirektors bei seiner Ansage. Typisch dagegen seine Getriebenheit und auf einen als solchen erkannten Missstand mit aller Energie reagieren zu wollen.

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Bundesliga: SC Freiburg vs. RB Leipzig 2:1

Mal wieder ein Ausflug nach Freiburg für RB Leipzig. An den letzten hatte man dank eines 4:1-Sieges sehr gute Erinnerungen. Gegen ersatzgeschwächte Gastgeber galt es diesmal den Sieg gegen Schalke zu veredeln. Das missglückte allerdings gründlich. Denn RB holte sich eine unnötige, aber auch nicht völlig unverdiente 1:2-Niederlage ab.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit nur einer Veränderung gegenüber dem Schalke-Spiel. Timo Werner kehrte in die Startelf zurück und ersetzte den gesperrten Naby Keita. Da das kein positionsgetreuer Wechsel war, hatte das zur Folge, dass Marcel Sabitzer eine neue Position kriegte.  Im erneut gespielten 4-1-2-2-1 spielte er statt auf der offensiven Außenbahn diesmal von Beginn an auf der Acht, wo er gegen Schalke schon am Ende gelandet war. Eine Position, die Sabitzer ein wenig die Stärken als Anspielstation zwischen den gegnerischen Defensivketten nimmt und eher Schwächen in der Ballzirkulation offenbarte.

Freiburg auf der anderen Seite nahm zwei Änderungen vor. Kübler und Kapustka fielen aus der Mannschaft. Dafür kamen Stenzel und Kempf rein. Organisiert war das Freiburger Team in einem 5-2-2-1 aka 3-4-3. Da die Formation eher defensiv orientiert war, trifft es die Notation mit der Fünferkette aber besser.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2017 – Teil 2

Heute dann also Teil 2 der Betrachtungen rund um die Leistungsdaten der Spieler von RB Leipzig. Wer noch mal nachlesen möchte, was es so alles zu Einsatzzeiten, Torbeteiligungen und Zweikampfgeschichten zu erzählen gab, der blättere einfach zurück.

Dauerläufer im Team von RB Leipzig ist mal wieder Diego Demme. Mit 12.35 km pro 90 Minuten liegt er schon wieder fast auf Topniveau aus dem Zweitligajahr unter Rangnick.

Auch Yussuf Poulsen hat läuferisch noch mal deutlich angezogen. Was aber (wie generell bei vielen anderen Spielern auch) unter anderem daran liegt, dass da auch einige Einsätze mit deutlich weniger als 90 Minuten dabei waren. Poulsen bekommt im Schnitt nur noch 67 Minuten pro Einsatz. In dieser Zeit kann er sich natürlich deutlich schneller auspowern und mehr rennen als wenn er 90 Minuten spielen würde. Rechnet man dann einen 20-Minuten-Einsatz auf 90 Minuten hoch, dann sind die Laufwerte entsprechend deutlich höher, als wenn man komplette 90-Minuten-Einsätze hätte.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2017 – Teil 1

Die Rückrunde ist zwar schon wieder losgegangen, aber es fehlen noch ein paar Worte zur Hinrunde. Und zwar vor allem in Zahlenform rund um die eingesetzten Spieler von RB Leipzig. Betrachtet werden nur die 17 Bundesligaspiele bis zur Winterpause. Teil 2 folgt dann demnächst.

Schon 22 Spieler hat Ralph Hasenhüttl in der Bundesliga auf das Feld geschickt. Das klingt erstmal viel. Allerdings kamen Kaiser, Compper, Mvogo und Schmitz in zusammen gerade mal reichlich knapp 400 Spielminuten zum Einsatz, sodass nur noch 18 Spieler übrig bleiben, davon 17 Feldspieler.

Federico Palacios, Fabio Coltorti und Philipp Köhn waren die drei Spieler, die gar nicht zum Einsatz kamen. Köhn und Coltorti schafften es in der Bundesliga noch nicht mal in den Spieltagskader. Auch die Nachwuchskräfte Nicolas Kühn und Elias Abouchabaka kamen nicht zum Einsatz oder zu einer Kadernominierung, waren im Hinrundenverlauf aber sowieso auch aus dem Profitraining genommen worden.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie Bundesliga 2017/2018 – Teil II

Weiter geht es mit der Saisonaufarbeitung. Diesmal mit Teil II der Betrachtungen zu den einzelnen Spielern des RB-Kaders. Nach den Torhütern und Verteidigern sind heute die Mittelfeldspieler und die Stürmer dran. Geordnet ist die Übersicht nach Positionen (Mittelfeld, Sturm) und innerhalb der Positionen nach Einsatzzeit. Die Nachwuchsakteure Nicolas Kühn und Elias Abouchabaka fehlen in der Auflistung, weil sie im Laufe der Hinrunde auch aus dem Training der Profis genommen und wieder komplett in den Nachwuchs eingegliedert wurden. Oliver Burke fehlt, weil er nach nur einem Spiel noch im Sommer in die Premier League wechselte.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2018

Es ist Winterpause. Demnächst öffnet dann auch wieder die winterliche Transferperiode. Den ganzen Januar hindurch dürfen Spieler noch mal verpflichtet werden. Abgeben darf man Spieler in Abhängigkeit der geöffneten Transferfenster in anderen Ländern auch noch länger.

Wie immer gilt auch in diesem Jahr, dass man nicht jedem Gerücht hinterherhecheln sollte. Rund um die Bundesliga und vor allem auch RB werden immer wieder Namen gehandelt, die dann am Ende doch keine Rolle spielen. Immer ein bisschen schwer, relevante von irrelevanten Gerüchten zu unterscheiden. Weswegen man wie immer besser fährt, wenn man gesunden Menschenverstand walten lässt und mit den Fakten und Lücken und Möglichkeiten im realen Kader argumentiert.

Rund um RB Leipzig ist das Transfergebrabbel bereits im vollen Gange. Dazu trug auch Ralf Rangnick bei, der mit zwei entscheidenden Aussagen an die Presse ging. Einerseits, dass man neben Marvin Compper, dessen Wechsel nach Schottland zu Celtic Glasgow schon fix ist, auch Dominik Kaiser, Benno Schmitz und Federico Palacios keine Steine in den Weg legen würde, wenn sie denn wechseln wollen würden. Und dass man auch bei Abgängen nicht zwangsläufig neue Spieler als Ersatz holen will, weil man ja keine Stammspieler abgibt.

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Champions League: AS Monaco vs. RB Leipzig 1:4

Fünfter Spieltag in der Gruppenphase der Champions League bereits. RB Leipzig reiste zum AS Monaco und brauchte dringend einen Sieg. Dank einer ersten Hälfte, in der alles für RB lief, gewann man schließlich mit 4:1 und tritt nach der Winterpause mindestens in der Europa League an. Für das Erreichen des Achtelfinales in der Champions League ist allerdings ein Patzer des FC Porto am letzten Spieltag nötig.

Hasenhüttl hatte sein Elf für das Spiel beim AS Monaco auf drei Positionen verändert nach dem 2:2 in Leverkusen. Der etwas enttäuschende Bernardo musste Lukas Klostermann weichen. Der wieder genesene Dayot Upamecano verdrängte erwartungsgemäß Ibrahima Konaté. Und Yussuf Poulsen kehrte in den Sturm zurück, sodass Sabitzer zurück auf die Zehn, Kampl zurück auf die Sechs und Geburtstagskind Demme auf die Bank gingen. Mit Poulsen und Kampl statt Augustin und Demme war auch der Fokus auf Geschwindigkeit und Spiel in die Tiefe statt Fokus auf Ballkontrolle klar.

Leonardo Jardim entschied sich auf der anderen Seite gegen das 4-4-2 und bot eher ein 4-2-3-1 mit Moutinho als (vom Spielertyp her) Zehner hinter Falcao auf. Wobei das gegen den Ball dann ja auch meist eher ein 4-4-2 ist, wenn der Zehner auf Höhe des Stürmers agiert.

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Logikfehler in der Nachwuchsmatrix

Als es bei „Champagner statt Bier“ das letzte Mal rund ging, war es draußen noch warm und die Spiele in Europa lagen noch in der Zukunft. Viel ist seitdem rund um RB Leipzig passiert. Dirk, Crank und meine bloggende Wenigkeit trafen sich deshalb zu einem echten Podcast-Massaker mit Hin- und Rückspiel und Verlängerung. Besprochen haben wir trotzdem nur die Hälfte dessen, was auf dem Zettel stand.

Dabei hangeln wir uns anhand von Kaffee wie Emil Forsberg von Schweden nach Russland. Wir gehen so ziemlich alle Personalien im RB-Kader durch und sind auch in Sachen Führerscheine aller Art kompetente Ansprechpartner. Schließlich reden wir uns noch hinsichtlich des Nachwuchses bei RB Leipzig die Köpfe heiß, lauschen dem hip-hoppenden Tim Thoelke und werfen die eine oder andere Bemerkung dazu ein.

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