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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2018 – Teil 2

Heute dann also Teil 2 der Betrachtungen rund um die Leistungsdaten der Spieler von RB Leipzig in der Bundesliga. Wer noch mal nachlesen möchte, was es so alles zu Einsatzzeiten, Torbeteiligungen und Zweikampfgeschichten zu erzählen gab, der blättere einfach zurück.

Dauerläufer im Team von RB Leipzig ist mal wieder Diego Demme. Mit 12,55 km pro 90 Minuten ist er mit Abstand der laufstärkste RB-Spieler. Umso erstaunlicher, dass Demme in der Bundesliga kaum fehlte und entsprechend auch der Spieler mit den meisten Kilometern in der ganzen Liga ist.

Bruma, der meist mehr läuferischen Aufwand betreibt, als man gemeinhin wahrnimmt. folgt direkt hinter Demme. Was aber (wie generell bei vielen anderen Spielern auch) unter anderem daran liegt, dass da auch einige Einsätze mit deutlich weniger als 90 Minuten dabei waren. Nur 40 Minuten absolvierte Bruma pro Spiel. Bei kürzeren Einsätzen kann man vergleichsweise viel laufen, weil man nicht 90 Minuten durchhalten muss. Wenn man die Strecke dann auf 90 Minuten hochrechnet, wird der Wert automatisch höher. Die Bereitschaft, in kurzer Zeit überdurchschnittlich viel Laufstrecke zu absolvieren, braucht man aber trotzdem erstmal.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2018 – Teil 1

So, weiter geht es mit den Hinrundenbetrachtungen. In Zahlenform rund um die eingesetzten Spieler von RB Leipzig. Betrachtet werden aus Gründen der Vergleichbarkeit der Daten nur die 17 Bundesligaspiele bis zur Winterpause. Teil 2 folgt dann demnächst.

Ralf Rangnick hat bisher in der Bundesliga 19 Spieler eingesetzt, davon 18 Feldspieler. Das sind mal eben zwei Feldspieler weniger als Ralph Hasenhüttl in der Hinrunde der Vorsaison.  Drei der damaligen Feldspieler kamen aber auf maximal 130 Minuten, sodass es im Kern diese Saison ein Feldspieler mehr war, den Rangnick einsetzte. Matheus Cunha verzeichnete als am wenigsten eingesetzter Feldspieler bereits 275 Spielminuten in der Bundesliga.

Nicht zum Einsatz kamen ausschließlich Torhüter. Yvon Mvogo, der Europa-League-Keeper und Marius Müller sahen die Bundesliga nur von der Bank aus. Auf einen Einsatz eines RB-Nachwuchsakteurs wartet man weiter vergebens. Erik Majetschak (dreimal) und Niklas Stierlin (einmal) schafften es immerhin jeweils auf die Bank in der Bundesliga. So richtig zeichnet sich aber weiter kein Einsatz eines Nachwuchsspielers ab. Zumal der Kader jetzt im Winter noch mal durch Neuzugänge vergrößert wird.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. 1. FSV Mainz 05 4:1

15. Spieltag in der Bundesliga. RB Leipzig empfing den 1. FSV Mainz 05. Ein Spiel, das nach den Auftritten in Freiburg und gegen Trondheim schon deswegen spannend war, weil es zeigen sollte, wie die Reaktion auf die Enttäuschungen aussieht. Und weil mit Mainz eine junge Mannschaft nach Leipzig kam, die in dieser Saison über eine interessante Mischung aus Intensität und fußballerischen Qualitäten verfügt. Gegen RB zahlte die Mannschaft damit ein wenig Lehrgeld, lief einige Male in das Leipziger Umschaltspiel und verlor deswegen schließlich mit 1:4.

RB Leipzig mit der erwarteten Komplett-Rotation zurück auf Bundesliga-Modus. Auch die unter der Woche noch angeschlagenen Upamecano und Demme standen wieder zur Verfügung. Überraschend lediglich, dass sich Ralf Rangnick für eine Dreier- aka Fünferkette entschied und damit einen deutlichen Fokus auf Stabilität und Spiel gegen den Ball legte. Denn das entstehende 5-3-2 bis 3-3-2-2 wurde vor allem zur Balljagd und fast gar nicht zur (auch gut möglichen) Ballzirkulation genutzt.

Mainz wechselte auf der anderen Seite zweimal. Die Sommer-Neuzugänge Kunde und Boetius verschlug es etwas überraschend auf die Bank. Öztunali und Onisiwo kamen dafür in die Mannschaft. Von der Formation her änderte Sandro Schwarz aber nichts und blieb beim 4-3-3 aka 4-1-2-1-2 mit Quaison auf der Zehn und dem (bis auf einen Pass vor dem 3:1) starken Gbamin auf der Sechs.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. Borussia Mönchengladbach 2:0

13. Spieltag der Bundesliga. Die spannende Frage war, wie RB Leipzig im Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach nach zwei 0:1-Niederlagen am Stück wohl auftreten würde. Die Antwort durfte den Fans der Gastgeber durchaus gefallen. Denn die Leipziger gewannen die Partie absolut verdient mit 2:0.

RB Leipzig im Spiel gegen Mönchengladbach wieder mit der Bestbesetzung (abgesehen von Emil Forsberg, der ja nun schon eine gefühlte Ewigkeit fehlt). Also wieder mit Demme, Kampl und Sabitzer. Und auch ansonsten wurde nach dem Spiel in Salzburg wieder komplett Richtung Bundesliga-Modus zurückrotiert. Von der Formation her ging man auch (zumindest zu Beginn) zurück zum 4-3-3 aka 4-1-2-1-2 mit Bruma auf der Zehn und dem bewährten Mittelfeld mit Demme auf der Sechs und Kampl und Sabitzer davor.

Dieter Hecking musste auf der anderen Seite zweimal verletzungsbedingt tauschen. Ginter und Hofmann fehlten. Dafür kamen erwartungsgemäß Jantschke und Zakaria in die Partie. Mönchengladbach in einer (gegen den Ball) sehr defensiven Formation. 4-5-1 hieß es, in dem Plea und Hazard neben der Mittelfelddreierkette agierten und Stindl davor allein auf weiter Flur stand.

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Bundesliga: Hertha BSC vs. RB Leipzig 0:3

Zehnter Spieltag der Bundesliga. Direktes Duell zwischen zwei Teams, die im oberen Tabellendrittel mitspielen. Ein Duell, das zumindest chancentechnisch 45 Minuten lang ausgeglichen war, am Ende aber verdientermaßen und deutlich an RB Leipzig ging, weil Hertha BSC keinen guten Tag erwischte und kaum ein Mittel gegen die aggressiven Gäste fand.

Ralf Rangnick auf Leipziger Seite mit überraschend viel Rotation. Sechsmal wechselte er gegenüber dem DFB-Pokalspiel gegen Hoffenheim. Was vor allem dafür sorgte, dass Bruma und Cunha beide in der Startelf standen. Für Cunha war es der erste Einsatz in der Bundesliga. Bisher war der Brasilianer ja vornehmlich der Europa-League-Dauerbrenner.

Organisiert war RB Leipzig im 4-3-3. Bruma spielte quasi den Zehner zwischen den Spitzen und hatte einen relativ großen Aktionsradius. Gegen den Ball engte er die Kreise von Maier ein und kontrollierte den Hertha-Sechserraum. Mit dem Ball war er mal sehr tief als Ballschlepper zu finden, dann wieder auf der Außenbahn und dann wieder als Anspielstation in der Tiefe. Sehr auffällige, nicht immer glückliche Partie des Portugiesen in Sachen Entscheidungsfindung beim Passspiel, aber auch gespickt mit ein paar Highlights.

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DFB-Pokal: RB Leipzig vs. TSG 1899 Hoffenheim 2:0

Zweite Runde im DFB-Pokal. Jene Runde, in der RB Leipzig in der Vergangenheit am liebsten ausschied. Nicht so diese Saison, denn gegen die TSG Hoffenheim setzte man sich völlig verdient mit 2:0 durch.

Wie erwartet und wie schon im Bundesligaspiel in Hoffenheim hatte Ralf Rangnick auf eine Dreier- bzw. Fünferkette in der Abwehr gesetzt. Mit vier neuen Spielern in der Startelf (Konaté, Kampl, Klostermann und Augustin) spielte RB ein vergleichsweise tiefes 5-3-2. Klar konnte man das auch, wie es manch einer tat, als 3-5-2 (aka 3-3-2-2) interpretieren, aber faktisch war das gegen den Ball eine klare Fünferkette, mit der man die Stärken der Hoffenheimer auf den Außenbahnen aus dem Spiel nehmen wollte und erfolgreich aus dem Spiel nahm.

Die TSG auf der anderen Seite spielte ebenfalls in einem 5-3-2, das sogar noch tiefer und in der ersten Linie weniger aggressiv angelegt war als das 5-3-2 von RB. Nagelsmann hatte gleich sechs neue Spieler in die Startelf gesteckt (Kobel, Adams, Demirbay, Schulz, Bittencourt und Szalai) und darauf gesetzt, dass man nicht in Konter der Gastgeber läuft.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. 1. FC Nürnberg 6:0

[Aus Zeitgründen nur ein paar Gedankennotizen zum Spiel gegen Nürnberg.]

RB Leipzig wieder zurückrotiert zur derzeitigen Bestbesetzung und in einem 4-3-3 mit Forsberg in zentraler Position (je nach Spielsituation war das dann auch eher eine Raute im Mittelfeld). Auf den defensiven Außenbahnen entschied sich Rangnick für Halstenberg und Mukiele statt Laimer/Klostermann und Saracchi. Den zuletzt starken Laimer auf der Bank zu lassen/ lassen zu müssen, ist mal wirklich ein Luxusproblem.

Nürnberg anfangs auch in einem 4-3-3 mit einem Löwen in Forsberg-Rolle. Eine Formation, die in diesem Spiel viel zu anfällig und zu instabil war, um RB etwas entgegenzusetzen. Dazu kamen viele Fehler im Spiel mit dem Ball, die zu RB-Balleroberungen in der Spielfeldmitte noch in der gegnerischen Hälfte führten (beispielhaft der katastrophale Fehlpass von Leibold vor dem 4:0). Auch sonst Riesenlücken zwischen den FCN-Mannschaftsteilen, wenn vorn angelaufen wurde, aber der Rest nicht nachschob. Wie sich Forsberg oder Sabitzer teilweise unbedrängt in der Nürnberger Hälfte austoben konnten, ging eigentlich gar nicht. Später wurde es mit einem 4-4-2 besser und kompakter, aber auch nicht komplett gut. Aber da spielte dann auch der Spielstand seine demoralisierende Rolle. Dass Nürnberg nach dem BVB-Spiel noch mal in einem Auswärtsspiel so naiv auftreten würde, hätte man eigentlich nicht ahnen können.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. Hannover 96 3:2

Dritter Spieltag der Bundesliga. Schon ein bisschen Druck für RB Leipzig nach nur einem Punkt aus zwei Spielen. Gegen Hannover 96 sprangen schließlich drei Punkte heraus, weil man sich durch extremen Fokus auf das Umschalten und das schnelle Spiel in die Spitze schlicht die größere Zahl an Großchancen herausspielte als fußballerisch überzeugende Hannoveraner.

Im Vergleich zum Spiel gegen Düsseldorf gab es bei RB Leipzig drei Änderungen. Orban und Konaté kamen in die Mannschaft. Upamecano und Bruma gingen dafür auf die Bank. Zudem musste Augustin (siehe Randbemerkung 2) auf die Tribüne und Yussuf Poulsen durfte in der Startelf auflaufen. Organisiert das ganze zu Beginn in einem 4-3-3 bzw. in einem rautenförmigen 4-1-2-1-2. Ilsanker der Sechser hinter Demme und Kampl. Forsberg der Zehner, der gegen den Ball aber zwischen Poulsen und Werner agierte.

Hannover ersetzte gegenüber dem 0:0 gegen Dortmund lediglich Fossum im zentralen Mittelfeld durch den wieder zur Verfügung stehenden Schwegler und probierte es in einem 3-4-3. Wobei Maina und Albornoz auf den Außenbahnen die Dreierkette in eine Fünferkette verwandeln konnten, wenn denn RB im Ballbesitz war. Aber das kam über 90 Minuten vergleichsweise selten vor, dass RB im Ballbesitz (zumindest was strukturierten Spielaufbau von hinten heraus und Spieldominanz über Ballkontrolle anging).

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Überraschend viele Baustellen

Wie weit RB Leipzig mit dem Spiel gegen den Ball kommt und wo dann die Sollbruchstellen sind, wird man sehen. Aber Platz 4 ist auch damit eine absolut realistische Zielvorstellung, auch wenn die Frage bleibt, wie schwer man sich mit der Underdog-gegen-den-Ball-Taktik gegen wirkliche Underdogs, die den Ball nicht haben wollen, tut. Wenn man an die zweite Liga zurückdenkt, dann gab es da einige harzige Spiele. Auch wenn diese Spielzeit die erste ist, in der RB Leipzig in der Liga auf keinen neuen Verein, sondern nur auf alte Bekannte trifft, bleibt es eine interessante Saison. Weil hinter dem klareren Fokus auf das Spiel gegen den Ball Fragezeichen stehen. Weil unklar ist, wie groß die Lücke, die Naby Keita hinerlässt, wirklich sein wird. Weil man auch nicht weiß, wie man mit dem Fokus auf das Spiel gegen den Ball über eine Saison mit vielleicht über 50 Pflichtspielen kommt. (RB Leipzig vor der Hinrunde in der Saison 2018/2019)

Neun Pflichtspiele hat RB Leipzig schon absolviert in dieser Saison. Vier sind seit deroben zitierten Vorschau auf die Bundesliga-Saison hinzugekommen. Die Bilanz ist durchwachsen. In der Europa-League-Qualifikation hat man sich letztlich in sechs Spielen durchgesetzt. Im DFB-Pokal ist man eine Runde weitergekommen. In der Liga hat man (bei schwerer Auftaktpartie in Dortmund) nach zwei Spielen zwei Punkte zu wenig. Das hätte rein von den Ergebnissen in der Liga besser laufen können. In den Pokalwettbewerben ist man derweil nicht gestolpert, was mehr ist als andere Teams da (europäisch) in den letzten Jahren und (national) in diesem Jahr so hingekriegt haben.

Problematisch ist halt, dass Analysen meist vom Hier und Jetzt aus geführt werden. Entsprechend wird die Europa-League-Qualifikation inzwischen im Rückblick meist eher negativ interpretiert, weil man sich ja schließlich gegen Luhansk erst in letzter Minute per Elfmeter durchgesetzt und vorher gegen Häcken und Craiova in den Rückspielen schon nur jeweils Unentschieden gespielt und gegen Köln zur Pause sogar zurückgelegen hatte.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2018/2019 – Update 2

Oder auch: Gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen.^^

Zwei weitere Neuzugänge hatte Ralf Rangnick bei RB Leipzig als Ziel bzw. als Wunsch für die Sommertransferperiode seit Wochen ausgegeben. Am Ende kam gar keiner mehr. Vielmehr verließ mit Massimo Bruno noch ein Profi den Verein (was aber nicht überraschen konnte, weil man sportlich nicht mehr mit ihm plante). Zudem ließ man mit Elias Abouchabaka einen möglichen Anschlussspieler (sogar ein Local Player) aus dem Nachwuchs leihweise gen Fürth ziehen.

„Relativ viel hängt noch am wichtigen Puzzlestück im zentralen Mittelfeld, das die ganze Statik und taktische Flexibilität des Kaders entscheidend mitbestimmen wird“, hieß es hier im Blog in einer Kaderzwischenanalyse Anfang Juli (die sich inzwischen quasi schon als finale Analyse erwies) und wenn man dieses Kriterium als Maßstab nimmt, dann hat RB Leipzig in einer zentralen Frage, nämlich in der Nachfolge von Naby Keita im zentralen Mittelfeld noch mal einen anderen Spielertyp als jene, die man hat, hinzuzuaddieren, versagt.

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