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Europa League: Rosenborg BK vs. RB Leipzig 1:3

Zweites Spiel für RB Leipzig in der Gruppenphase der Europa League. Auswärtsspiel beim Rosenborg Ballklub. Für RB nach der Niederlage gegen Salzburg schon ein bisschen Ergebnisdruck. Den man mit einer überzeugenden Partie beeindruckend zerschmetterte und völlig verdient mit 3:1 gewann.

Ralf Rangnick mit der erwarteten Komplettrotation. Sieben neue Spieler auf dem Feld. Mit Laimer, Ilsanker, Konaté und Demme lediglich vier Spieler aus der Startelf gegen Hoffenheim am Anfang in der Partie. Mit Klostermann nur einer auf der Bank, der nach Verletzung nicht reinrotiert wurde, aber später reinkam. Organisiert das ganze in einem 4-2-2-2 mit Laimer auf der rechten, offensiven Seite, von wo aus er viel in die Mitte zog. Starke Partie des Österreichers in ungewohnter Rolle, in der er viel zur Stabilität auch in der Balleroberung beitrug.

Rosenborg BK ungefähr mit der zu erwartenden Formation. Jebali hätte man vielleicht noch im Team erwartet, der saß aber nur auf der Bank. Organisiert die Norweger im üblichen 4-3-3, das aber so starr nicht gespielt wird, sondern immer wieder auch zum 4-5-1 wurde, wenn die Außenspieler tiefer standen und die zentralen Spieler (Jensen) teilweise sogar höher anliefen.

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Überraschend viele Baustellen

Wie weit RB Leipzig mit dem Spiel gegen den Ball kommt und wo dann die Sollbruchstellen sind, wird man sehen. Aber Platz 4 ist auch damit eine absolut realistische Zielvorstellung, auch wenn die Frage bleibt, wie schwer man sich mit der Underdog-gegen-den-Ball-Taktik gegen wirkliche Underdogs, die den Ball nicht haben wollen, tut. Wenn man an die zweite Liga zurückdenkt, dann gab es da einige harzige Spiele. Auch wenn diese Spielzeit die erste ist, in der RB Leipzig in der Liga auf keinen neuen Verein, sondern nur auf alte Bekannte trifft, bleibt es eine interessante Saison. Weil hinter dem klareren Fokus auf das Spiel gegen den Ball Fragezeichen stehen. Weil unklar ist, wie groß die Lücke, die Naby Keita hinerlässt, wirklich sein wird. Weil man auch nicht weiß, wie man mit dem Fokus auf das Spiel gegen den Ball über eine Saison mit vielleicht über 50 Pflichtspielen kommt. (RB Leipzig vor der Hinrunde in der Saison 2018/2019)

Neun Pflichtspiele hat RB Leipzig schon absolviert in dieser Saison. Vier sind seit deroben zitierten Vorschau auf die Bundesliga-Saison hinzugekommen. Die Bilanz ist durchwachsen. In der Europa-League-Qualifikation hat man sich letztlich in sechs Spielen durchgesetzt. Im DFB-Pokal ist man eine Runde weitergekommen. In der Liga hat man (bei schwerer Auftaktpartie in Dortmund) nach zwei Spielen zwei Punkte zu wenig. Das hätte rein von den Ergebnissen in der Liga besser laufen können. In den Pokalwettbewerben ist man derweil nicht gestolpert, was mehr ist als andere Teams da (europäisch) in den letzten Jahren und (national) in diesem Jahr so hingekriegt haben.

Problematisch ist halt, dass Analysen meist vom Hier und Jetzt aus geführt werden. Entsprechend wird die Europa-League-Qualifikation inzwischen im Rückblick meist eher negativ interpretiert, weil man sich ja schließlich gegen Luhansk erst in letzter Minute per Elfmeter durchgesetzt und vorher gegen Häcken und Craiova in den Rückspielen schon nur jeweils Unentschieden gespielt und gegen Köln zur Pause sogar zurückgelegen hatte.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2018/2019 – Update 2

Oder auch: Gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen.^^

Zwei weitere Neuzugänge hatte Ralf Rangnick bei RB Leipzig als Ziel bzw. als Wunsch für die Sommertransferperiode seit Wochen ausgegeben. Am Ende kam gar keiner mehr. Vielmehr verließ mit Massimo Bruno noch ein Profi den Verein (was aber nicht überraschen konnte, weil man sportlich nicht mehr mit ihm plante). Zudem ließ man mit Elias Abouchabaka einen möglichen Anschlussspieler (sogar ein Local Player) aus dem Nachwuchs leihweise gen Fürth ziehen.

„Relativ viel hängt noch am wichtigen Puzzlestück im zentralen Mittelfeld, das die ganze Statik und taktische Flexibilität des Kaders entscheidend mitbestimmen wird“, hieß es hier im Blog in einer Kaderzwischenanalyse Anfang Juli (die sich inzwischen quasi schon als finale Analyse erwies) und wenn man dieses Kriterium als Maßstab nimmt, dann hat RB Leipzig in einer zentralen Frage, nämlich in der Nachfolge von Naby Keita im zentralen Mittelfeld noch mal einen anderen Spielertyp als jene, die man hat, hinzuzuaddieren, versagt.

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DFB-Pokal: Viktoria Köln vs. RB Leipzig 1:3

Erste Runde im DFB-Pokal. Viel zu gewinnen, gibt es da im Normalfall nicht als Bundesligist. Zumal wenn du gegen einen Viertligisten antrittst. Kommst du weiter, ist alles normal. Kommst du nicht weiter, erntest du Häme (hallo Frankfurt..). Vorteil für RB diesmal, dass man vor dem Spiel in Köln schon vier Pflichtspiele bestritten hatte, statt einen Kaltstart hinlegen zu müssen.

In die Partie ging man mit den zu erwartenden Veränderungen. Lediglich Werner musste auch diesmal wieder passen. Die Vorbereitung auf die neue Saison läuft für den Stürmer eher suboptimal. Ansonsten waren vom Spiel in Craiova nur noch Demme, Mukiele, Forsberg und Poulsen übrig. Bei ohne Werner derzeit nur 16 Feldspielern (wenn man Bruno nicht mitzählt) klar, dass vier Spieler erneut von Beginn an ran mussten.

Organisiert das ganze in der ersten Halbzeit in einem 4-2-2-2, in dem Mukiele diesmal Innenverteidiger spielen durfte. Köln hielt mit einem 4-1-4-1 dagegen. Und sich in dieser Formation sehr zurück. Denn man beschränkte sich komplett aufs Verteidigen und darauf auf einen Konter zu lauern. Sprich, erst an der Mittellinie erwartete man die RasenBallsportler, um dann umso engmaschiger und energischer zu Werke zu gehen.

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Europa League: RB Leipzig vs. Universitatea Craiova 3:1

Drittes Pflichtspiel der Saison für RB Leipzig. Hinspiel in der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation. Universitatea Craiova zu Besuch in Leipzig. Ein über weite Strecken des Spiels überforderter Gegner, der sich am Ende trotzdem beim 3:1 für RB eine zumindest akzeptable Ausgangsposition für das Rückspiel erspielen konnte.

Bei RB Leipzig ging die erwartete Formation aus dem Hinspiel gegen BK Häcken an den Start. Die WM-Fahrer plus Sabitzer nahmen genauso wie der zuletzt kurzzeitig verletzte Mukiele auf der Bank Platz. Aus dem Nachwuchs gesellte sich, auch wie erwartet, Niclas Stierlin dazu. Einzige Überraschung war, dass Yvon Mvogo statt Peter Gulacsi in der Startelf stand. Der Ungar stand nicht mal im Kader, weil auf der Bank Marius Müller sitzen durfte. Spricht dafür, dass es Rangnick ernst meint damit, auch Mvogo seine Chancen geben zu wollen.

RB Leipzig trat im gewohnten 4-2-2-2 an, wobei gerade die Zehner sehr flexible Rollen spielen dürfen und immer wieder mal die Seiten tauschen oder sich fallen lassen (Kampl). Auch Cunha war in seiner Positionierung relativ flexibel und ließ sich schon mal in den zentralen Zehnerraum fallen.

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Europa League: BK Häcken vs. RB Leipzig 1:1

Rückspiel in der zweiten Runde der Europa-League-Qualifikation. RB Leipzig musste zum schwedischen Vertreter BK Häcken und dort einen 4:0-Vorsprung über die Runden bringen. Die sehr geringen Restzweifel dürften zur Halbzeit beim Stand von 0:0 bereits zerstreut gewesen sein. Nach 90 Minuten trennten sich die beiden Mannschaften nach einer Partie, die für neutrale Beobachter eher schwere Kost gewesen sein dürfte, insgesamt verdient mit 1:1.

In die Partie gegangen war RB Leipzig wie erwartet mit einer deutlich erneuerten Mannschaft. Jeder, der nur halbwegs verzichtbar oder angeschlagen schien, blieb gleich im Trainingslager in Seefeld, sodass RB mit sieben Nachwuchskickern zum Betriebsausflug nach Göteborg flog. Auf dem Platz standen dann zu Beginn aber neun Profis plus Massimo Bruno (bei dem man immer nicht so richtig weiß, ob man ihn nun wirklich zu den Profis zählen soll oder ob er nur übergangsweise bis zu einem Wechsel zu den Profis gehört). Ergänzt wurde das dann doch ganz namhafte Team durch Niclas Stierlin, der im zentralen Mittelfeld Stefan Ilsanker ersetzte.

Im Tor startete Marius Müller statt Peter Gulacsi, bei dem man ähnlich wie bei Bruno nie so recht weiß, ob er auch nach Schließen des Transferfensters noch in Leipzig sein wird (wobei es aktuell so aussieht als ob). Bruno hatte die Rolle von Kevin Kampl auf der rechten Zehn eingenommen, während Emil Forsberg auf der linken Zehn Bruma ersetzte. Ansonsten spielte die Elf des Hinspiels, sodass Ralf Rangnick für die Partie vor allem auf ein Gerüst setzte, durch das man auf relativ einfachem Wege in die nächste Runde wollte.

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Europa League: RB Leipzig vs BK Häcken 4:0

Früher Pflichtspielstart in dieser Saison für RB Leipzig. Zum Auftakt der Europa-League-Qualifikation ging es gegen den schwedischen Vertreter BK Häcken. Ein bisschen war es aufgrund des frühen Zeitpunkts in der Vorbereitung und einiger guter Offensivspieler bei den Schweden eine Reise ins Ungewisse. Nach 90 Hinspiel-Minuten stand aber ein klares und verdientes 4:0 auf der Anzeigetafel, nach dem RB Leipzig beruhigt zum Rückspiel in einer Woche fahren kann.

Die RasenBallsportler starteten in erwarteter Formation. Angesichts von nur elf einsatzfähigen Feldspielern aus dem Profikader stellte sich die Mannschaft quasi von alleine auf. Lediglich rechts hinten war noch offen, ob Klostermann oder Neuzugang Mukiele in der Startformation stehen würden. Letztlich entschied sich Ralf Rangnick für Klostermann. Auch auf Seiten der Schweden stand die erwartete Formation auf dem Platz.

Gespielt wurde von RB Leipzig gegen den Ball in einem eher gewohnten 4-2-2-2 mit Kampl und Bruma auf den Außenpositionen und Demme und Ilsanker in der Spielfeldmitte. Im Ballbesitz wurde das eher zu einem 4-3-3, denn dann rückte Bruma stärker auf eine Linie mit Augustin und Cunha, während Kampl eine tiefere Rolle spielte. Generell ließ das Spielsystem aber Bruma und Kampl viele Bewegungsmöglichkeiten, sodass beide immer mal wieder an verschiedenen Orten auftauchten. Auch Cunha ließ sich dann immer mal wieder etwas tiefer und in den Zehnerraum fallen, um dort Bälle zu verarbeiten.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2018/2019 – Update 1

Der Trainingsauftakt bei RB Leipzig steht dann in einer knappen Woche auch vor der Tür. Erstaunlicherweise fängt kein Bundesligist in diesem Jahr später an als RB. Die meisten beginnen bzw. begannen bereits diese Woche. Angesichts der Tatsache, dass Leipzig als erstes Team der Bundesliga mit der Europa-League-Quali in den Pflichtspielbetrieb einsteigt, bleibt das eine erstaunliche Entscheidung in Sachen Trainingssteuerung, dass man die Vorbereitung (rein von der Zeit her) komplett auf den ersten Bundesligaspieltag ausrichtet.

Abgesehen davon ist man kurz vor Trainingsbeginn kadertechnisch ungefähr auf halber Strecke in Sachen Neuverpflichtungen. Wenn man denn keine relevanten Abgänge mehr hat, dann ist man mit drei Neuen ungefähr zwei bis drei Neue vom kompletten Kader entfernt. Das ist für den aktuellen Zeitpunkt der Sommerpause ok. Klar hätte man immer bereits zum Trainings- oder spätestens zum Trainingslagerstart alle beisammen, aber so funktionieren ja Transferperioden schon lange nicht mehr.

Durch die WM kommen diese Saison sicherlich einige Dinge noch später in Bewegung als in Spielzeiten ohne WM. Positiv ist, dass in England das Transferfenster schon am 09.08. schließt. Auch Italien ist mit dem 18.08. schon relativ früh dran, während in Deutschland weiter bis zum 31.08. Spieler verpflichtet werden können. Sprich, zwei der großen Ligen können nur bis Anfang oder Mitte August Spieler holen, man kann aber in Deutschland noch bis Ende August (unzufriedene) Spieler von dort kaufen. Gerade bei einem Ademola Lookman ist es sicher nicht undenkbar, dass die Hängepartie bis in den August hinein dauert und man dann relativ spät im August noch mal die Chance kriegt, während auf der anderen Seite nicht mehr die Gefahr besteht, dass ein Phantasie-Trillionen-Angebot aus England für wen auch immer reinrauscht.

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Spieler der Rückrunde: Diego Demme

War schon mal einfacher, den Spieler einer Hin- und Rückrunde bei RB Leipzig zu bestimmen. Dreimal war es bisher hier im Blog Dominik Kaiser, zweimal Marcel Sabitzer und je einmal Timo Röttger, Daniel Frahn, Fabian Franke, Bastian Schulz, Tim Sebastian, Diego Demme, Emil Forsberg und Timo Werner. Eine bunte Mischung aus defensiven und offensiven Spielern.

Nach dieser Rückrunde darf man ein bisschen ratlos sein. Durch das Grundkriterium (mindestens die Hälfte der Zeit gespielt) fallen schon mal Spieler wie Halstenberg, Forsberg (!), Poulsen oder Lookman raus.

Bernardo knackte die Zeitmarke knapp, spielte aber vor allem eine ergänzende Rolle im Kader. Bruma war zu ineffizient, Augustin nur phasenweise genial. Sabitzer spielte eine prima Hin- und eine leistungstechnisch spiegelverkehrte Rückrunde. Willi Orban war in vielen Phasen der Unordnung auch unauffällig. Lukas Klostermann ist immer noch in einem Modus, in dem er mit seinem Körper die letzten zwei Prozent Risiko zu scheuen scheint. Timo Werner hat in der Rückrunde wenig getroffen und viel gehadert.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Bundesliga 2017/2018 – Teil II

Weiter geht es mit der Saisonaufarbeitung. Diesmal mit Teil II der Betrachtungen zu den einzelnen Spielern des RB-Kaders. Nach den Torhütern und Verteidigern sind heute die Mittelfeldspieler und die Stürmer dran. Geordnet ist die Übersicht nach Positionen (Mittelfeld, Sturm) und innerhalb der Positionen nach Einsatzzeit.

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