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Spieler der Rückrunde: Diego Demme

War schon mal einfacher, den Spieler einer Hin- und Rückrunde bei RB Leipzig zu bestimmen. Dreimal war es bisher hier im Blog Dominik Kaiser, zweimal Marcel Sabitzer und je einmal Timo Röttger, Daniel Frahn, Fabian Franke, Bastian Schulz, Tim Sebastian, Diego Demme, Emil Forsberg und Timo Werner. Eine bunte Mischung aus defensiven und offensiven Spielern.

Nach dieser Rückrunde darf man ein bisschen ratlos sein. Durch das Grundkriterium (mindestens die Hälfte der Zeit gespielt) fallen schon mal Spieler wie Halstenberg, Forsberg (!), Poulsen oder Lookman raus.

Bernardo knackte die Zeitmarke knapp, spielte aber vor allem eine ergänzende Rolle im Kader. Bruma war zu ineffizient, Augustin nur phasenweise genial. Sabitzer spielte eine prima Hin- und eine leistungstechnisch spiegelverkehrte Rückrunde. Willi Orban war in vielen Phasen der Unordnung auch unauffällig. Lukas Klostermann ist immer noch in einem Modus, in dem er mit seinem Körper die letzten zwei Prozent Risiko zu scheuen scheint. Timo Werner hat in der Rückrunde wenig getroffen und viel gehadert.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Bundesliga 2017/2018 – Teil II

Weiter geht es mit der Saisonaufarbeitung. Diesmal mit Teil II der Betrachtungen zu den einzelnen Spielern des RB-Kaders. Nach den Torhütern und Verteidigern sind heute die Mittelfeldspieler und die Stürmer dran. Geordnet ist die Übersicht nach Positionen (Mittelfeld, Sturm) und innerhalb der Positionen nach Einsatzzeit.

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Konstantes Trio wird gesprengt

Zuletzt wurde hier im Rahmen der zahlenmäßigen Auswertung der letzten Saison die Plus-Minus-Statistik präsentiert, die für jeden Spieler ausweist, wie das Torverhältnis nur in der Zeit war, in der er auf dem Platz stand. Die entsprechenden Abweichungen zum Durchschnittswert von RB Leipzig über die Saison könnten Auskunft darüber geben, welcher Spieler einen besonders positiven Einfluss auf das RB-Spiel hatte und welcher nicht.

Die Statistik ist nur eine grobe Annäherung. Genaugenommen müsste man noch einige Sachen gewichten. Es macht beispielsweise einen Unterschied, ob ich zu zehnt gegen Bayern München ein 0:0 halte oder zu elft. Auch der Spielstand macht einen Unterschied. Wenn man bei einer 3:0-Führung eingewechselt wird, dann ist es wahrscheinlicher, dass man nicht mehr viele Tore für sich verbuchen kann oder vielleicht sogar als Einwechsler mit einem negativen Torverhältnis verbucht wird. Nicht zwangsläufig, weil man so schlecht gespielt hat, sondern weil bei den Mitspielern die Luft schon raus war und es nur noch um Ergebnisabsicherung ging.

Auch wenig Spielzeit erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass man kurzfristig eher zufällige Effekte misst, die beispielsweise aus dem Spielplan oder aus unterschiedlichen Saisonphasen resultieren. Entsprechend sind die positiven Zahlen für Ademola Lookman auch noch mit Vorsicht zu genießen.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2017/2018 – Teil 2

Heute dann also Teil 2 der Betrachtungen rund um die Leistungsdaten der Spieler von RB Leipzig. Wer noch mal nachlesen möchte, was es so alles zu Einsatzzeiten, Torbeteiligungen und Zweikampfgeschichten zu erzählen gab, der blättere einfach zurück.

Dauerläufer im Team war diese Saison mal wieder Diego Demme, der deutlich über 12 km abspulte. Insgesamt hat sich die Laufleistung bei RB Leipzig im Vergleich zur Vorsaison (auch bei Diego Demme) trotz Mehrfachbelastung noch mal erhöht, ist aber gleichzeitig nicht so stark angestiegen wie der Ligaschnitt, sodass man inzwischen nur noch ein leicht unterdurchschnittliches Laufteam ist.

Interessant vielleicht, dass in der Rückrunde die Laufleistungen insgesamt deutlich geringer wurden als noch in der Hinrunde. Das kann man auf hohe Belastungen schieben (dann müsste man da in der Trainingssteuerung noch mal ran), es könnte aber auch einfach an veränderten Herangehensweisen bei der Spielgestaltung liegen oder ein Effekt sein, der aus mannschaftsinternen Dynamiken (sprich Missstimmungen in der Gruppenstruktur) entstand.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2017/2018 – Teil 1

So, Rückblickzeit ist wieder mal angesagt. Ist ja bisher in dieser Sommerpause noch gar nicht so richtig viel Zeit für gewesen. Wenn man wollte, könnte man auch den ganzen Tag nur Gerüchtenamen hinterhergoogeln. Aber das ist auch ein relativ witzloses Spiel..

Zu Beginn der Rückblicke geht es erstmal mit den Zahlen rund um die Saison von RB Leipzig los. Im ersten Teil geht es um Einsatzzeiten, Torbeteiligungen, Zweikämpfe und Co. Betrachtet wird aus Gründen der Vergleichbarkeit nur die Bundesliga mit ihren insgesamt 34 Spielen. Teil 2 folgt dann demnächst.

Insgesamt 23 Spieler hat Ralph Hasenhüttl in dieser Saison eingesetzt, wenn man Oliver Burke mal weglässt, der ja schon sehr früh in der Saison den Verein verließ. Das ist im Vergleich zur Hinrunde mit Ademola Lookman einer mehr. Im Vergleich zur Vorsaison kamen zwei Spieler mehr zum Einsatz. Im Kern setzte Hasenhüttl allerdings auf 18 Spieler. Wenn man Lookman mit seinen fast 600 Minuten in der Rückrunde dazunimmt, dann kommt man auf 19. Dominik Kaiser, Marvin Compper, Benno Schmitz und Yvon Mvogo spielten in unterschiedlichem Ausmaß nur Randrollen.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2018/2019

Die Saison ist gerade mal eine Woche Geschichte (und diverse Saisonrückblicke stehen noch aus) und natürlich dreht sich rund um RB Leipzig bereits relativ viel um mögliche Neuzugänge und um mögliche Abgänge.

Auf die Verantwortlichen bei RB Leipzig kommt viel Arbeit zu. Das liegt an gleich neun Leihspielern, die von ihren jeweiligen Vereinen zurück nach Leipzig kommen und von denen maximal zwei bis drei (eigentlich faktisch nur einer) eine kurzfristige Zukunft bei RB haben. Für einige Spieler werden endgültige Lösungen fällig, weil sie nur noch ein Jahr Vertrag in Leipzig haben und entsprechend nicht noch einmal verliehen werden können (außer man verlängert ihre Verträge zuvor).

Erschwerend kommt bei der Kaderplanung für die kommende Spielzeit hinzu, dass RB Leipzig nun in die Europa-Legue-Qualifikation muss. Mal abgesehen davon, dass das für potenzielle Neuzugänge jetzt nicht wirklich das ultimative Wechselargument ist, stellt sich aus Sicht der Kaderplanung vor allem die Frage, wie man mit einem Wettbewerb umgeht, bei dem man nicht weiß, wie viel Aufwand er bedeuten wird.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. TSG 1899 Hoffenheim 2:5

31. Spieltag der Bundesliga. Für RB Leipzig das erste und wichtigste Endspiel im Kampf um einen Platz in Europa. Richtung Champions League sowieso, aber auch Richtung Gruppenphase der Europa League. Es wurde (mal wieder) eine herbe Klatsche, weil RB Leipzig naiv verteidigte und ein Spiel, in dem man 30 Minuten lang gut auftrat, wegen defensiver Aussetzer mit 2:5 verlor.

Ralph Hasenhüttl veränderte seine Mannschaft gegenüber dem Bremen-Spiel auf drei Positionen. Der in Bremen nach Einwechslung starke Lookman wurde zurecht mit einem Platz in der Startelf belohnt. Auch Klostermann und Bruma rückten ins Team. Kampl, Kaiser und Poulsen saßen nur auf der Bank. Organisiert war die Mannschaft überraschend in einem ungewohnten 4-2-3-1.

Julian Nagelsmann änderte seine Mannschaft auf der anderen Seite auf zwei Positionen. Akpoguma rückte für Nodtveit in die Dreierkette. Uth spielte für Szalai in vorderster Linie. Organisiert war Hoffenheim irgendwo zwischen 5-3-2 und 3-3-2-2. Lange meist mit einem defensiven 5-3-2-Fokus. Aber in Hoffenheim wird da sowieso meist situativ und flexibel gut verschoben.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. FC Bayern München 2:1

27. Spieltag der Bundesliga. RB Leipzig in der Bundesliga schon ein wenig unter Ergebnisdruck, nachdem man in den letzten Wochen ein paar unnötige Punkte liegengelassen hat. Ausgerechnet der FC Bayern war zu diesem Zeitpunkt zu Gast. Eigentlich ein Spiel, in dem man nicht unbedingt mit Punkten rechnet. Doch RB Leipzig spielte 60 überragende und 30 kämpferisch sehr gute Minuten und holte sich einen verdienten ersten Sieg gegen den alten und demnächst auch neuen Meister.

Auf Seiten von RB Leipzig gab es gegenüber dem Spiel in St. Petersburg diverse Wechel. Bernardo, Orban, Forsberg, Augustin und Werner saßen nur auf der Bank. Klostermann blieb gleich ganz draußen. Laimer, Konaté, Ilsanker, Kampl, Poulsen und Sabitzer kamen in die Partie und sollten Frische in die Mannschaft bringen. Ganz schön viele Wechsel in der Formation für ein Spiel gegen die Bayern. Orban, Forsberg und Werner nur auf der Bank. Das war mutig.

Genauso mutig war der Wechsel in der Formation. Denn Hasenhüttl entschied sich kurzfristig zu einem 3-4-3-System bzw. eigentlich eher ein 3-4-1-2-System mit einer Dreierkette Konate, Ilsanker, Upamecano, zwei ‚Außenverteidigern‘ Laimer und Bruma und einem Zehner Keita. Tatsächlich war es vornehmlich eine Dreier- und keine Fünferkette, weil Laimer und Bruma vor allem nach vorn verteidigten und sich nicht primär zurück in die Defensivkette fallen ließen.

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Keine entspannte Reise

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig bei Zenit St. Petersburg (15.03.2018, 19.00 Uhr) befindet sich kein Ticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Die Aussagen von Ralph Hasenhüttl und Diego Demme gibt es im Anschluss an die PK unter dem Vorbericht.]

Rückspiel im Achtelfinale der Europa League. RB Leipzig tritt bei Zenit St. Petersburg an. Es hätte eine entspannte Reise werden können, wenn denn der Anschlusstreffer der Russen im Hinspiel kurz vor Schluss durch einen direkt verwandelten Freistoß nicht gewesen wäre und Timo Werner seine zweite Großchance noch verwandelt hätte. Mit einem 2:1 statt einem 2:0 oder 3:0 nach St. Petersburg zu fahren, ist dagegen nicht wirklich ein Polster, sondern eher so, als würde man bei Null starten. Denn die Gastgeber wären bereits mit einem 1:0 weiter. Nicht unwahrscheinlich, dass RB mindestens einen eigenen Treffer braucht, um weiterzukommen. Was, wenn man Ralph Hasenhüttl glauben darf, auch weiterhin das erklärte Ziel ist.

Ziemlich sicher ist, dass RB Leipzig beim Auswärtsspiel in St. Petersburg auch seine Chancen kriegen wird, um mindestens ein Tor zu schießen. Denn so extrem sattelfest, dass sie alles verhindern könnte, ist die Defensive von Zenit nicht. Das sah man schon im Hinspiel. Und das wird sich bis zum Rückspiel nicht ändern. Zumal man mit Emanuel Mammana im Auswärtsspiel in Rostov am Wochenende einen Stamminnenverteidiger mit Kreuzbandriss verloren hat.

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Bundesliga: VfB Stuttgart vs. RB Leipzig 0:0

26. Spieltag in der Bundesliga. RB Leipzig reiste erstmals in der Vereinsgeschichte zum VfB Stuttgart. Es wurde das erwartet schwere Spiel gegen defensivstarke Stuttgarter aka eine kostenlose Trainingseinheit in Sachen Verteidigen von zweiten Bällen. Das Aufenandertreffen endete in einem logischen 0:0, weil beide Teams die wenigen, aber ordentlichen Chancen nicht verwerten konnten.

Wie erwartet tauschte Ralph Hasenhüttl sein Team gleich auf mehreren Positionen aus. Neben dem verletzten Laimer blieben auch Upamecano, Forsberg, Bruma und Augustin auf der Bank. Dafür bekamen Konaté, Bernardo, Lookman, Sabitzer und Poulsen wieder ihre Spielzeit. Keine ganz extreme Rotation, eher die logischen Belastungssteuerungswechsel innerhalb des Kernkaders. Organisiert war man im klassischen 4-2-2-2.

Der VfB Stuttgart seinerseits musste kurzfristig auf Baumgartl verzichten, für den Aogo ins Team kam. Ob es an Baumgartls Gehirnerschütterung lag oder an grundsätzlichen, taktischen Erwägungen, bleibt ungeklärt, aber Korkut setzte gegen RB auf ein 4-4-2, in dem Aogo auf der Doppelsechs und Badstuber zusammen mit Pavard in der Innenverteidigung spielte.

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