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Kaderschmiede RB Leipzig 2018/2019

Die Saison ist gerade mal eine Woche Geschichte (und diverse Saisonrückblicke stehen noch aus) und natürlich dreht sich rund um RB Leipzig bereits relativ viel um mögliche Neuzugänge und um mögliche Abgänge.

Auf die Verantwortlichen bei RB Leipzig kommt viel Arbeit zu. Das liegt an gleich neun Leihspielern, die von ihren jeweiligen Vereinen zurück nach Leipzig kommen und von denen maximal zwei bis drei (eigentlich faktisch nur einer) eine kurzfristige Zukunft bei RB haben. Für einige Spieler werden endgültige Lösungen fällig, weil sie nur noch ein Jahr Vertrag in Leipzig haben und entsprechend nicht noch einmal verliehen werden können (außer man verlängert ihre Verträge zuvor).

Erschwerend kommt bei der Kaderplanung für die kommende Spielzeit hinzu, dass RB Leipzig nun in die Europa-Legue-Qualifikation muss. Mal abgesehen davon, dass das für potenzielle Neuzugänge jetzt nicht wirklich das ultimative Wechselargument ist, stellt sich aus Sicht der Kaderplanung vor allem die Frage, wie man mit einem Wettbewerb umgeht, bei dem man nicht weiß, wie viel Aufwand er bedeuten wird.

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Transfers: Augustin, Nukan, Jung, Müller, Ernst

Weiter ging es in den letzten Wochen für RB Leipzig auf dem Transfermarkt. Mit der Verpflichtung von Jean-Kevin Augustin sei man auf Zugangsseite durch, so ließen die Verantwortlichen zuletzt immer wieder verlauten.

Das ist für den jetzigen Stand der Kaderplanung sicherlich richtig. Allerdings ist bis zum Schließen der Transferliste noch mehr als ein Monat Zeit. Da kann noch allerhand an Dingen passieren. Muss es nicht, aber auch ein Oliver Burke tauchte letztes Jahr erst kurz vor Toresschluss als Verpflichtungsmöglichkeit auf. Und die Lücken in der Kaderplanung entdeckte man in der Vorsaison auch erst spät in der Vorbereitung. Von daher ist es grundsätzlich gut, wenn man früh meint, den Kader komplett zu haben, weil man dann entspannter in die Welt schauen kann, aber man sollte auch niemals nie sagen. Dazu ist noch viel zu viel Zeit bis Anfang September.

Und dazu ist der Kader auch nicht unbedingt so breit besetzt, wie man es vielleicht denken würde. 20 + 4 ist die Zauberformel. Also 20 Profis plus 4 Nachwuchsspieler als Feldspielerkader. 24 Feldspieler ist ok (wenn man denn die vier Nachwuchsspieler mal komplett hat). Wie die vier Nachwuchsspieler im Fall der Fälle, dass sie gebraucht werden, reagieren und agieren, weiß man dabei aber nicht. Und auch bei den 20 Profis ist es nun nicht so, dass das 20 Spieler sind, die man ohne Reibungs- und Qualitätsverlust zu beliebigen Formationen zusammenwürfeln könnte. Sprich, 24 Feldspieler sind für drei Wettbewerbe sowieso kein extremer Riesenkader. Und was die Qualität in der Breite angesichts des Ziels, sich wieder für Europa zu qualifizieren, angeht, bleiben auch noch einige Fragezeichen.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018

So, die Saison ist in vielerlei Hinsicht für RB Leipzig schon vor dem letzten Spieltag gelaufen. Entsprechend kann man sich ja schon mit der Kaderplanung für die kommende Saison beschäftigen. Ralf Rangnick hat zuletzt auch angemerkt, dass man schon mittendrin sei und den Kontakt zu interessanten Spielern intensiviert hat.

Wobei man aus der Erfahrung der letzten Spielzeit auch lernen könnte, dass in der Praxis manche Dinge dann doch wieder erst relativ spät in Angriff genommen werden. Vielleicht ist dem ja diese Saison aber nicht so.

Zu tun gibt es allerdings reichlich für die Kaderplaner. Das hat nicht nur mit den potenziellen Neuzugängen zu tun, sondern auch damit, dass man einige Altlasten, Abgangswillige und Nachwuchsspieler versorgen muss. Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 weiterlesen

Worst-Case-Szenario

Vor gar nicht allzu langer Zeit wurde hier im Blog diskutiert, inwieweit man angesichts einer überschaubar besetzten Defensive schon den Panikbutton drücken sollte. Sowohl hinter der Innenverteidigung als auch hinter der Außenverteidigung standen diverse Fragezeichen hinsichtlich Form, Klasse und Verletzungsanfälligkeit.

Getan hatte sich kadertechnisch danach gar nicht mehr viel. Atinc Nukan wurde noch durch Kyriakos Papadopoulos ersetzt, sodass die Innenverteidigung mit drei Spielern auf Augenhöhe besetzt ist. Dazu drei Außenverteidiger und das zu Null gegen den BVB und man war so ein bisschen beruhigt. Vorerst.

Bis sich dann Lukas Klostermann gestern das Knie verdrehte und am Nachmittag die niederschmetternde Diagnose eines Kreuzbandrisses ins Haus flatterte. Selbst positive Heilungsverläufe annehmend wird Klostermann damit große Teile der Saison verpassen und bestenfalls in der Endphase der Spielzeit noch mal zurückkehren. Und da weiß man noch nicht mal, in welcher Spielstärke Klostermann dann zurückkehren würde. Worst-Case-Szenario weiterlesen

Transferperiode mit Abzügen in der B-Note

Die Transferperiode ist seit letzte Woche Geschichte. Aus Sicht von RB Leipzig durchaus eine seltsame und denkwürdige Zeit. Anfangs passierte wenig, dann kamen vier Neuzugänge (Schmitz, Müller, Keita, Werner) in relativ kurzer Zeit, mit denen erstmal die Basics abgedeckt waren. Dann passierte wieder sehr lange nichts, weil man große Teile der sowieso spät begonnenen Vorbereitung verstreichen ließ, um den Kader unter die Lupe zu nehmen. Und dann kam am Ende noch mal die Ketchup-Flasche mit zwei spektakulüren (Papadopoulos und Burke) und einem ergänzenden (Bernardo) Transfer.

Eine der Erkenntnisse der Transferperiode besteht darin, dass RB Leipzig kein großer Fisch in seiner Liga mehr ist, sondern in Konkurrenz zu Teams wie Dortmund, Leverkusen oder Schalke steht, die auf ein ähnliches Segment an Spielern (jung und talentiert genug, auch kurzfristig in der Bundesliga zu bestehen) schielen und man entsprechend als Bundesliga-Neuling nicht immer die besten Argumente hat, um am Ende auch den Zuschlag zu bekommen.

Oder anders gesagt. Wenn Schalke für einen Spieler noch einen Euro mehr an Ablöse oder Gehalt bietet, die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb in petto hat und sowieso auch zu den perspektivreichen Spitzenteams der Liga gehört, dann ist man als RB Leipzig (noch?) relativ schnell raus, wie man bei Breel Embolo gesehen hat. Oder zieht sich auch dem Bieterwettbewerb zurück, wenn man die RB-Vereinsversion der Geschichte erzählen will.

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Transfers: Burke, Bernardo, Papadopoulos, Bruno, Nukan

Erst passierte lange nichts in Sachen Transfers bei RB Leipzig. Trainingslager und Vorbereitung vergingen, die Kaderlücken wurden deutlicher und die Unruhe im Umfeld größer. Und dann kamen die letzten vier Tage der Transferperiode und das Karussell drehte sich plötzlich noch mal ganz schnell. Drei Zugänge, darunter zwei ziemliche Kracherverpflichtungen und zwei Abgänge, mit denen mal eben mehr als 10 Millionen Euro an Ablöse abgeschoben wurden. Durchaus eine imposante Bilanz.

Rohdiamanten hörte man als Beschreibung rund um einige Neuzugänge immer wieder mal.  Ob die entsprechenden Spieler nun jetzt eher roh oder eher Diamanten sind, wird man sehen. Fakt ist, dass man der Linie treu geblieben ist, nur für Spieler bis 23 Jahre Ablösesummen zu zahlen. Wobei Leihspieler Papadopoulos schon 24 ist und bei Ziehen seiner Kaufoption im kommenden Jahr richtig ins Geld gehen würde.

Oliver Burke

Der wohl spektakulärste der jüngsten Transfers war jener von Oliver Burke, dessen Namen nicht viele auf dem Schirm hatten. Einer dieser Rangnick-Spieler, der in einer zweiten Liga ausgegraben wird, diesmal in der englischen, und dann von den RB-Perspektiven überzeugt und verpflichtet wird. Was schon erstaunlich genug ist, dass ein Talent von der Insel sich für den Weg zu RB Leipzig und nicht zu einem der interessierten Klubs aus der Premier League entscheidet.

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RB Leipzig vor der Hinrunde in der Bundesliga 2016/2017

Ja, schon klar. Die Überschrift ist genaugenommen etwas irreführend, weil vor der Bundesliga noch der DFB-Pokal liegt. Aber erstens gehört auch dieses Pflichtspiel schon zur Saison und zweitens dürfte das Spiel vom Schwierigkeitsgrad her in mancher Hinsicht auf Bundesliganiveau liegen.

Bundesliga. Die erste Saison in der höchsten Spielklasse für RB Leipzig. Klar, dass da bei allen Dingen, in denen der Verein gut aufgestellt sein mag, nach drei Aufstiegen in vier Jahren auch einige Fragezeichen bleiben. Sportlicherseits sowieso, aber auch in Sachen Vereinsorganisation ist der Schritt in die Bundesliga ein anspruchsvoller und die Bundesliga für viele Beteiligte Neuland.

Fakt ist, dass RB Leipzig erstmals in einer Liga angekommen ist, in der man nicht mehr per se das wirtschaftlich überlegene U-Boot ist. In der Bundesliga gibt es schlicht locker sechs Clubs, die wirtschaftlich in anderen Dimensionen schweben und ein paar mehr, mit denen man maximal auf Augenhöhe agiert. Wenn man jetzt mal nur die Aufwendungen nimmt, die in der Profimannschaft im Tagesbetrieb drinstecken. Wenn man das Komplettprogramm eines Vereins inklusive Nachwuchs und Ablösesummen mitrechnen würde, sähe die Rechnung vermutlich etwas anders aus.

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Pushing the defensive Panikbutton

Neun Tage noch bis zum ersten Pflichtspiel der Saison. Eigentlich nach drei Monaten Sommerpause langsam der Zeitpunkt in der Vorbereitung, zu dem man positiv nach vorn schauen und an Details arbeiten sollte. Vielleicht war es deswegen so erstaunlich, dass Ralf Rangnick am Ende des Trainingslagers davon sprach, dass man nur auf „13, 14, 15 Positionen gut besetzt“ sei.

Wobei das Wörtchen ’nur‘ nicht Teil von Rangnicks Text war, aber man dieses als Leser still mit einbaute, weil man schon ein wenig überrascht sein durfte, dass der Sportdirektor seinen Nummern 16 bis 24 (vom Nachwuchs- und U23-Rest ganz zu schweigen) die Bundesligatauglichkeit absprach. Für den Moment zumindest.

Diese Aussage passt ganz gut damit zusammen, dass nach sechs Gegentoren in den letzten Pflichtspielen im Umfeld von RB Leipzig bezüglich der Defensive und insbesondere wegen der Abwehrkette ein wenig auf den Panikbutton gedrückt wurde.

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RB Leipzig rumpelt sich auf Platz 9

Lang ist sie nicht mehr die Sommerpause im Fußball, die sich in diesem Jahr so endlos lang dahinzieht. Da schon in dieser Woche Olympia beginnt und entscheidende Teile des „Champagner statt Bier“-Podcasts sich erst mal diesem Teil des Sportangebots widmen werden, haben wir schon mal auf den Stand der Dinge bei RB Leipzig geschaut, uns durch Kader und Perspektiven gewühlt und festgestellt, dass nicht alles sicher, aber alles gut ist.

Passend zur Sommerpause ist das ganze wohl noch mehr Plauderei als sonst, dafür aber auch nicht kürzer geworden. Leider hat der Ton etwas dadurch gelitten, dass der Aufnahmepegel zu leise eingestellt war (Tipp: mit Kopfhörern hört es sich ganz vernünftig). In Wirklichkeit haben Dirk, André, Crank und meine Wenigkeit natürlich stimmlich so charmant gesprochen wie immer

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Kaderschmiede RB Leipzig 2016/2017 – Update 1

Mit Naby Keita, Timo Werner, Benno Schmitz und Marius Müller wurden bisher vier Neuzugänge verkündet. Zeit, sich nach den ersten Kadereinschätzungen mal wieder einen kleinen Überblick über den aktuellen Kader von RB Leipzig und seine sehr viel kleiner gewordenen Baustellen zu verschaffen. Dabei werden alle Spieler einbezogen, die derzeit über einen Vertrag in Leipzig verfügen, also auch zurückkehrende Leihspieler.

Tor: Peter Gulacsi (26), Fabio Coltorti (35), Marius Müller (22), (Benjamin Bellot, 25)

Die Planungen für die Torwartposition sind zumindest vorerst abgeschlossen. Peter Gulacsi und Fabio Coltorti haben sich medial schon positioniert, dass sie den Kampf um die Nummer 1 annehmen werden, sodass man derzeit davon ausgehen kann und ausgehen muss, dass man zusammen mit Neuzugang Marius Müller mit einem Dreikampf in die Saison geht.

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