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Bundesliga: SV Werder Bremen vs. RB Leipzig 2:1

Letzter Spieltag der Bundesliga. Für Werder ging es noch um Platz 7. Für RB ging es um nichts mehr. Irgendwann früh in der ersten Hälfte war klar, dass es auch für Werder um nichts mehr gehen würde. Eine Zeitlang waren die Zwischenstände im Meisterkampf dann das, was am emotionalsten verfolgt wurde.

Ralf Rangnick hatte schon vor der Partie die Frage nach einer Rotation nicht vehement verneit wie noch vor den letzten Spielen, sodass man von einigen Wechseln ausgehen konnte. Dass er sein Team gleich mal komplett durchrotieren würde, hätte man aber so auch nicht geahnt. Da blieb in der Startformation kein Stein auf dem anderen. Zehn neue Spieler, aber „keine B-Elf“, wie Rangnick selbst erklärte. Naja. Da standen einige Kandidaten in der Startelf, die in der Rückrunde gar nicht oder nur extrem sporadisch auf dem Platz standen. Schön, dass Adams und Upamecano nach langen Verletzungen dabei waren. Dass hatte Rangnick ja als Voraussetzung bezeichnet, dass sie überhaupt eine Option für den Kader fürs Pokalfinale sind. Organisiert war RB in einem 4-2-2-2 Mit Adams und Laimer als Doppelsechs und Ilsanker und Upamecano als Innenverteidigung.

Werder Bremen wechselte auf der anderen Seite zweimal. Der verletzte Gebre Selassie wurde durch Friedl ersetzt. Der von einer Gelbsperre zurückkehrende Klaassen ersetzte Johannes Eggestein.  Es war eine sehr zurückhaltende Formation, die Kohfeldt da auf den Platz stellte und in der sich mit Osako und Rashica nur zwei echte Offensivspieler fanden. Sahin fiel immer wieder zwischen die Innenverteidiger. Maxi Eggestein, Klaassen und Möhwald bildeten ein sehr dichtes Zentrum.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2019/2020

Ich weiß, dass es da draußen jene gibt, die sich permanent vorrechnen, wie diese Saison noch die Bayern abgefangen werden können (wenn man wie die Bayern rechnen würde, wären es ja auch nur noch vier Punkte Rückstand), aber da lasse ich mich noch nicht von verrückt machen, sondern blicke drei Spiele vor dem Ende der Bundesliga, in der es für RB Leipzig um nichts mehr geht, lieber auf die Planungen für die kommende Saison, die ja sowieso schon im vollen Gange sind.

Wie immer geht es hier bei allen potenziellen Namen und Leerstellen weniger um Wahrscheinlichkeit oder eine Prüfung des Realitätsgrades entsprechender Gerüchte. Wenn hier Namen eingebunden werden, dann nur um eine bestimmte Art Spieler für die Position zu kennzeichnen, also nachzuzeichnen, was in Sachen Kaderplanung rein von den Typen und Ideen her plausibel wäre.

Etwas erschwert wird so ein Blick auf die Kaderplanung dadurch, dass im Sommer mit Julian Nagelsmann ein neuer Trainer kommt, der noch mal im Detail eigene Vorstellungen mitbringen wird. In Hoffenheim hat Nagelsmann meist mit Dreierkette gespielt, was noch mal ganz andere Anforderungen an den Kader und die Typen auf den jeweiligen Positionen mitbringt als das in einem 4-3-3 oder 4-2-2-2 der Fall wäre.

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Bundesliga: FC Schalke 04 vs. RB Leipzig 0:1

26. Spieltag der Bundesliga bereits. Auch diese Saison geht langsam schon wieder ihrem Ende entgegen. Eine Saison, die noch einige Highlights bereithalten könnte. Zu den Highlights gehörte das 1:0 von RB Leipzig bei Schalke 04 nicht, wenn man mal von den drei wichtigen Punkten absieht.

Ralf Rangnick hatte zweimal gewechselt gegenüber dem Augsburg-Spiel. Poulsen kehrte nach Wadenproblemen ins Team zurück und verdrängte Cunha auf die Bank. Dazu stand überraschend Emil Forsberg statt Konrad Laimer in der Startelf. Idee dahinter sicherlich, mehr Kreativität in die Partie zu bekommen. Ausgerechnet auf Schalke auf die Intensität eines Laimer zu verzichten, überraschte trotzdem ein wenig.

Organisiert war RB am Anfang in einem 4-3-3 mit Forsberg in seiner Idealposition als zentraler Anläufer zwischen Poulsen und Werner in der Spitze und einem Dreiermittelfeld Sabitzer, Adams, Kampl. Diese Formation hielt aber nicht lange und wurde sehr schnell auf ein bekanntes 4-2-2-2 umgestellt.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2019

So, dann werfen wir doch (gibt es rund um RB grad wichtigere Themen?) auch noch mal einen Blick auf den Kader, der da so für die Rückrunde bei RB Leipzig zusammengestellt wurde. Trotz ernsthaftem Interesse des FC Barcelona hat es RB Leipzig geschafft, Jean-Kevin Augustin zu halten. Äh Moment, ich komme noch mal rein..

Auf Abgangsseite gab es keine Bewegungen bei RB Leipzig. Letztlich hätte da nur was bei Atinc Nukan oder bei einem der Torhüter passieren können. Nukan hatte keine vernünftigen Angebote und wollte, so schien es in seinen Äußerungen, trotz aussichtsloser Lage in Sachen Einsätzen, auch nicht so richtig weg. Bei den Torhütern schob Ralf Rangnick relativ schnell einen Riegel vor und machte deutlich, dass er mit allen drei Keepern in die Rückrunde gehen will.

Auf Zugangsseite schlug man mit Tyler Adams, Amadou Haidara und Emile Smith Rowe gleich dreimal zu. Für RB-Verhältnisse im Winter eine sehr hohe Zahl. Da zwei der Transfers ja letztlich nur nachgeholte Transfers sind, die man im Sommer nicht realisieren konnte und damals für die Kaderplanung eigentlich schon benötigt hätte, relativiert sich die Zahl aber auch sehr. Irgendwas um die 20 Millionen Euro investierte man in die Spieler. Auch eine hübsche Summe. Auch die relativiert sich dadurch, dass man im Sommer den einen oder anderen Euro gespart hatte. (Und nebenbei Keita für viel Geld verkaufte.)

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Transfers: Amadou Haidara

Transfer Nummer 2 verkündete RB Leipzig noch vor Weihnachten direkt nach dem Spiel gegen Werder Bremen. Ein ganz gut gewählter Zeitpunkt, um die ‚Schon wieder ein Spieler aus Salzburg‘-Texte ein wenig zu vermeiden. Auch wenn die entsprechenden Reaktionen nicht komplett ausblieben.

Haidara ist der dritte Neuzugang aus Salzburg in Richtung Leipzig in fünf Transferperioden, nachdem nach dem Aufstieg in die zweite Liga bis zum Aufstieg in die Bundesliga eine ganze Armada an Salzburger Spielern nach Leipzig gekommen war. Upamecano, Laimer, Haidara waren die ausgewählten letzten drei. Die Liste macht schon deutlich, dass inzwischen nur noch die allerherausragendsten Talente des Salzburger Rasenballsports (Laimer war seinerzeit Spieler des Jahres in der österreichsichen Bundesliga) überhaupt für einen Verein in Frage kommen, der in der Bundesliga konstant im vordersten Drittel und um einen Champions-League-Platz mitspielen will.

Willkommen geheißen wurde Amadou Haidara dann in Leipzig gleich mal mit dem ganz großen Vergleich. Über die offiziellen Vereinskanäle ließ Ralf Rangnick verlauten, dass der 20-Jährige das Zeug habe, zum Keita-Nachfolger zu werden. Um sich dann eine halbe Stunde später in der Pressekonferenz nach dem Bremen-Spiel zu bemühen, genau dieser Intepretation den Wind aus den Segeln zu nehmen.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2018/2019 – Update 2

Oder auch: Gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen.^^

Zwei weitere Neuzugänge hatte Ralf Rangnick bei RB Leipzig als Ziel bzw. als Wunsch für die Sommertransferperiode seit Wochen ausgegeben. Am Ende kam gar keiner mehr. Vielmehr verließ mit Massimo Bruno noch ein Profi den Verein (was aber nicht überraschen konnte, weil man sportlich nicht mehr mit ihm plante). Zudem ließ man mit Elias Abouchabaka einen möglichen Anschlussspieler (sogar ein Local Player) aus dem Nachwuchs leihweise gen Fürth ziehen.

„Relativ viel hängt noch am wichtigen Puzzlestück im zentralen Mittelfeld, das die ganze Statik und taktische Flexibilität des Kaders entscheidend mitbestimmen wird“, hieß es hier im Blog in einer Kaderzwischenanalyse Anfang Juli (die sich inzwischen quasi schon als finale Analyse erwies) und wenn man dieses Kriterium als Maßstab nimmt, dann hat RB Leipzig in einer zentralen Frage, nämlich in der Nachfolge von Naby Keita im zentralen Mittelfeld noch mal einen anderen Spielertyp als jene, die man hat, hinzuzuaddieren, versagt.

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