Schlagwort-Archive: FSV Mainz 05

Noch mal verbesserte Statik

Es gab in der Hinrunde dieser Saison schon mal eine Phase, in der RB Leipzig sehr gut verteidigte. Fünf Spiele am Stück blieb man da in der Bundesliga gegen Nürnberg, Augsburg, Schalke, Hertha und Leverkusen ohne Gegentor. In acht Spielen am Stück zwischen 4. und 11. Spieltag wurde man nur einmal aus dem Spiel heraus geschlagen und kassierte nur zwei Gegentore. 17:2 Tore schoss man in dieser Phase.

Die Serie gerade fühlt sich so ähnlich an. Neun Spiele in der Bundesliga mit insgesamt drei Gegentoren, davon nur einem aus dem Spiel heraus. In dieser Phase jeweils drei Spiele hintereinander ohne Gegentor geblieben. 13:3 Tore geschossen. Die Parallelen sind durchaus erstaunlich.

Über die gesamte Hinrunde gesehen waren die Statistiken aber (und nicht nur wegen der sieben Gegentreffer gegen Dortmund und Freiburg schon etwas normaler). 4,1 Schüsse auf das RB-Tor pro Spiel und 1,8 zugelassene Großchancen waren irgendwo bei Platz 4 in der Liga. 17 Gegentore waren dagegen der Bestwert. Auch in der Hinrunde war also ein Peter Gulacsi schon ein wesentlicher Faktor, weil er mehr Großchancen parierte als andere Keeper.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. 1. FSV Mainz 05 4:1

15. Spieltag in der Bundesliga. RB Leipzig empfing den 1. FSV Mainz 05. Ein Spiel, das nach den Auftritten in Freiburg und gegen Trondheim schon deswegen spannend war, weil es zeigen sollte, wie die Reaktion auf die Enttäuschungen aussieht. Und weil mit Mainz eine junge Mannschaft nach Leipzig kam, die in dieser Saison über eine interessante Mischung aus Intensität und fußballerischen Qualitäten verfügt. Gegen RB zahlte die Mannschaft damit ein wenig Lehrgeld, lief einige Male in das Leipziger Umschaltspiel und verlor deswegen schließlich mit 1:4.

RB Leipzig mit der erwarteten Komplett-Rotation zurück auf Bundesliga-Modus. Auch die unter der Woche noch angeschlagenen Upamecano und Demme standen wieder zur Verfügung. Überraschend lediglich, dass sich Ralf Rangnick für eine Dreier- aka Fünferkette entschied und damit einen deutlichen Fokus auf Stabilität und Spiel gegen den Ball legte. Denn das entstehende 5-3-2 bis 3-3-2-2 wurde vor allem zur Balljagd und fast gar nicht zur (auch gut möglichen) Ballzirkulation genutzt.

Mainz wechselte auf der anderen Seite zweimal. Die Sommer-Neuzugänge Kunde und Boetius verschlug es etwas überraschend auf die Bank. Öztunali und Onisiwo kamen dafür in die Mannschaft. Von der Formation her änderte Sandro Schwarz aber nichts und blieb beim 4-3-3 aka 4-1-2-1-2 mit Quaison auf der Zehn und dem (bis auf einen Pass vor dem 3:1) starken Gbamin auf der Sechs.

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Hohe Intensität mit Salzburg-Anleihen

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den 1.FSV Mainz 05 (16.12.2018, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick.]

Letzte Runde des Jahres 2018. Die Bundesliga geht noch mal in eine englische Woche. Zum Auftakt empfängt RB Leipzig den 1. FSV Mainz 05. Für die RasenBallsportler eine sehr wichtige Partie nach einer Woche, die mit viel Unfrieden wegen einer schlechten Partie in Freiburg begann und mit dem bitteren Ausscheiden in der Europa League und vielen Rotations- und Einstellungsdebatten fortgeführt wurde. Gerade vor der Fahrt nach München wäre ein wenig Punktekontopflege durchaus angebracht. Zumal Ralf Ralf Rangnick bis zur Winterpause gern noch auf 31 Punkte käme, also gern in drei Spielen zwei Siege einfahren würde.

Mainz 05 ist eine Mannschaft, die in dieser Saison in mancher Hinsicht zu überraschen weiß. In der letzten Spielzeit bog man erst spät aus dem Abstiegskampf zum Klassenerhalt ab. In dieser Spielzeit ist man mit fünf Siegen, vier Unentschieden und fünf Niederlagen perfekt im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt. Keine Sorgen nach unten. (Noch) keine Ambitionen nach oben. Für einen Verein wie Mainz 05 eine sehr gute Saison.

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Bilanzen vom Rande des Spielfelds aus der Bundesliga 2017/2018

Der Rückblick auf die Zuschauerzahlen in der vergangenen Saison steht noch aus. Auch diesmal geht es weniger um einen Schwanzvergleich, sondern eher um eine nüchterne Bestandsaufnahme zu den Tendenzen, die man aus der abgelaufenen Spielzeit herauslesen kann. Sowohl in Bezug auf RB Leipzig, aber auch in Bezug auf die Bundesliga generell, in der ja zwischenzeitlich der wahrnehmbare Zuschauerrückgang an verschiedenen Stellen durchaus deutlich diskutiert und hinterfragt wurde.

Erstmals in der Vereinsgeschichte schloss RB Leipzig in der letzten Saison schlechter ab als in der Vorsaison. Das galt nicht nur in der sportlichen Endtabelle, sondern auch für den Zuschauerschnitt im Ligabetrieb. Immerhin rund 2.000 Zuschauer spuckten die offiziellen Statistiken am Ende im Schnitt weniger pro Leipziger Spiel aus. Wenn man dazu rechnet, dass dem Verein da vor allem teure Tagestickets durch die Lappen gingen, summiert sich der Verlust über die Saison gesehen dann schnell mal auf einen niedrigen siebenstelligen Betrag.

Schon vor einem Jahr konnte man mutmaßen, ob die erstmalige Teilnahme an der Champions League (und später Europa League) nicht genau einen solchen Effekt hervorrufen würde. Dazu war es die zweite Bundesligasaison und der sportliche Durchmarsch der Vorsaison natürlich nicht zu wiederholen. Vielmehr gab es auch einige Heimspiele, die nicht wirklich als Festtage in Erinnerung blieben, sondern im besten Fall nüchtern gespielter Ergebnisfußball waren.

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Lernpotenziale

Unwort des letzten Jahres war sicherlich die „Dreifachbelastung“ aka „Doppelbelastung“ aka „Mehrfachbelastung“ und alle Variationen davon, die sich um Belastungssteuerung, mentale und physische Ausgelaugtheiten und Frische drehten.

Wobei das Verrrückte dabei ist, dass das Einbeziehen dieser Dinge tatsächlich von Relevanz für die Interpretation der Saison ist. Aber das vor allem vor der Winterpause, aber auch in der Schlussphase der Saison vorauseilende Argumentieren mit der Belastung war doch einigermaßen nervtötend. Zumal sich bspw. ein Ralph Hasenhüttl in der Vorsaison gegenüber dem Weinzierl-Schalke nach deren Europa-League-Schlacht gegen Ajax noch mit einem leicht despektierlichen ‚wir werden die Doppelbelastung nächstes Jahr nicht als Ausrede nehmen, wenn es nicht läuft‘ geäußert hatte, weil S04 nach dem 1:1 gegen Leipzig auch auf das Spiel unter der Woche verwiesen hatte.

Egal wie, es lässt sich schwerlich wegdiskutieren, dass es einen Unterschied macht, ob du weit über 40 Pflichtspiele in der Saison bestreitest oder nur 35 oder 36. Angesichts dessen, dass jedes Spiel mit einem hohen physischen und psychischen Aufwand verbunden ist, wird es halt irgendwann auch mal schwer, zu 100% fokussiert und fit in ein Spiel zu gehen. Man kann das auch gern mal mit sich als Zuschauer vergleichen, mit welcher Energie man am Ende von drei englischen Wochen ein Auswärtsspiel sagen wir in Mainz angeht und was der Unterschied zu einem sagen wir ersten Heimspiel der Saison ist. Diesbezüglich sind dann alle auch nur Menschen.

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RB Leipzig in der Bundesliga 2018/2019

Fast ging es ein bisschen unter zwischen Hasenhüttl-Abgang, Europa-League-Quali-‚Absturz‘, Pfingsten und Trainerroulette. Nämlich, dass seit Dienstag die Zusammensetzung der Bundesliga für die kommende Saison feststeht.

Aus RB-Sicht wird es historisch. Nachdem man diese Saison erstmals in der Vereinsgeschichte schlechter abschnitt als im Vorjahr, tritt man nun 2018/2019 erstmals in einer Liga an, in der man keinerlei neue Gegner kennenlernen darf. Denn mit Nürnberg und Düsseldorf steigen zwei Teams auf, die RB bereits aus Duellen in der zweiten Liga kennt. Wäre Kiel aufgestiegen, hätte man gegen die Norddeutschen sogar bereits die Spiele 7 und 8 austragen müssen, so viel wie gegen keine andere Mannschaft.

Die Fahrt ganz in den Norden in einen der bescheideren Gästeblöcke diesen Landes erspart sicht RB Leipzig nun. Dafür geht es ins recht nahe Nürnberg und zu DJ Opa nach Düsseldorf, der vermutlich schon mal seine Plattentasche für das RB-Spiel im Geist durchgeht, während die Social-Media-Abteilung sich ganz in der Tradition eines Zweitligisten im klassischen RB-Logoverzicht übt.

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Bundesliga: 1. FSV Mainz 05 vs. RB Leipzig 3:0

32. Spieltag der Bundesliga. Für RB Leipzig einer, an dem man nicht rechnen, sondern einfach nur gewinnen musste, um im Kampf um einen Platz in Europa die eigene Position zu verbessern (und vielleicht sogar noch eine kleine Chance auf die Champions League zu haben). Nach 90 Minuten stand aber eine 0:3-Niederlage beim FSV Mainz 05, die sich in den ersten 25 Minuten überhaupt nicht andeutete und am Ende aber völlig verdient war.

Ralph Hasenhüttl hatte seine Mannschaft gegenüber dem Hoffenheim-Debakel auf vier Positionen verändert. Keita, Upamecano, Kampl und Poulsen kamen ins Team. Konate, Bernardo, Bruma und der gesperrte Forsberg blieben dafür draußen.

In Sachen Formation hatte sich Hasenhüttl mal wieder für was Neues entschieden und ein 4-4-2 mit einer Mittelfeldraute aufgeboten.  Lookman durfte den Zehner geben. Kampl spielte teilweise extrem weit rechts draußen, während Keita zentraler aufgestellt war und Demme den Sechser spielte. Aus der 4-4-2-Raute wurde aber auch schnell mal ein 4-3-3, wenn Lookman im Spiel gegen den Ball mit in die vorderste Reihe rückte. Erstaunliches Experiment, in diesem nicht unwichtigen Spiel erstmals auf eine Raute zu setzen. Vielleicht folgte es der vor dem Spiel geäußerten Hasenhüttl-Wahrnehmung, dass Lookman im 4-2-2-2 die Abläufe noch nicht so gut drauf hat und entsprechend in einer freieren Zehnerrolle besser aufgehoben ist.

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Auf der Suche nach dem Flow

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim 1.FSV Mainz 05 (29.04.2018, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl. Ab 13.30 Uhr.]

Drei Spiele noch in der Bundesliga. In der Hinrunde waren das für RB die enttäuschenden Spiele, die aus einer sehr guten Runde eine nur noch gute machten und mit denen man eine sehr gute Ausgangsposition verspielte. Zwei Punkte holte RB Leipzig damals gegen Mainz, Wolfsburg und Hertha.

Zwei Punkte wären im Endspurt der Saison für RB Leipzig nun deutlich zu wenig. Man will in jedem Fall noch einen europäischen Wettbewerb erreichen. Die Champions League ist im Normalfall weg. Um sich sicher für die Gruppenpase der Europa League zu qualifizieren und nicht noch über die Quali-Runden nachdenken zu müssen, müsste man aber auch noch Hoffenheim oder Leverkusen überholen oder hoffen, dass Frankfurt im Pokalfinale gegen Bayern verliert.

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Abwärtstrend oder Konsolidierung?

Ralph Hasenhüttl meinte letztens, dass es keinen Sinn machen würde, die Saison immer wieder willkürlich in Phasen zu unterteilen und dann zu gucken, wie viel Punkte man geholt hat, um dann entsprechend in der einen oder anderen Richtung zu argumentieren, dass es schlecht oder nicht so schlecht läuft.

Tatsächlich kann man sich da Zahlen auch immer mal wieder schön zurechtlegen, also beschönigen oder verschlechtern, je nachdem, wie man es braucht. Gern genommen dabei in den letzten Wochen beispielsweise, die Punkte zu zählen, die RB Leipzig ab dem 14. Spieltag zu zählen. Das war ein Spiel nach dem Heimsieg gegen Bremen und einem Punkt in Leverkusen. Sinn davon, dass es besonders extrem klingt, wenn man sagt, dass RB zwischen dem 14. und 26. Spieltag nur 14 Punkte holte und nicht noch vier Punkte aus zwei Spielen davor dazuzählt.

Trotzdem macht es natürlich auch Sinn, die Saison in Phasen zu unterteilen, wenn man die entsprechenden Abschnitte nicht dem beabsichtigten Ergebnis entsprechend setzt. Zu Saisonbeginn sagt man ja auch, dass die Tabelle nach zehn Spielen aussagekräftig wird. Entsprechend müssten auch andere Abschnitte von mehr als zehn Spieltagen durchaus ihre ganz eigene Aussagekraft haben. Wenn man dann noch die Grenzen anhand der von der Saison vorgegebenen Länderspielpausen zieht., dann ergibt sich dann eben doch ein ganz gutes Bild.

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