Kaderschmiede RB Leipzig 2019/2020

Ich weiß, dass es da draußen jene gibt, die sich permanent vorrechnen, wie diese Saison noch die Bayern abgefangen werden können (wenn man wie die Bayern rechnen würde, wären es ja auch nur noch vier Punkte Rückstand), aber da lasse ich mich noch nicht von verrückt machen, sondern blicke drei Spiele vor dem Ende der Bundesliga, in der es für RB Leipzig um nichts mehr geht, lieber auf die Planungen für die kommende Saison, die ja sowieso schon im vollen Gange sind.

Wie immer geht es hier bei allen potenziellen Namen und Leerstellen weniger um Wahrscheinlichkeit oder eine Prüfung des Realitätsgrades entsprechender Gerüchte. Wenn hier Namen eingebunden werden, dann nur um eine bestimmte Art Spieler für die Position zu kennzeichnen, also nachzuzeichnen, was in Sachen Kaderplanung rein von den Typen und Ideen her plausibel wäre.

Etwas erschwert wird so ein Blick auf die Kaderplanung dadurch, dass im Sommer mit Julian Nagelsmann ein neuer Trainer kommt, der noch mal im Detail eigene Vorstellungen mitbringen wird. In Hoffenheim hat Nagelsmann meist mit Dreierkette gespielt, was noch mal ganz andere Anforderungen an den Kader und die Typen auf den jeweiligen Positionen mitbringt als das in einem 4-3-3 oder 4-2-2-2 der Fall wäre.

Fakt ist bereits, dass man den Kader für drei Wettbewerbe aufstellen muss. Ralf Rangnick hat irgendwann mal von einem Kader mit 20 Feldspielern gesprochen, den er bauen will. Dahinter soll dann der Nachwuchs Druck auf die Etablierten machen bzw. mögliche Lücken füllen. Wenn man Nagelsmann in Hoffenheim gesehen hat, dann hat da zumindest immer mal ein Nachwuchsspieler seine Chance gekriegt. Allerdings war da das Niveau des Profikaders auch nicht ganz so hoch, sodass es im Fall der Fälle vielleicht auch einfacher zu verargumentieren war, einen Profi zugunsten eines Nachwuchsspielers draußen zu lassen.

Leihspieler

Zum ersten Mal seit gefühlt einer halben Ewigkeit kommen im Sommer keine Leihspieler zu RB Leipzig zurück, die Ralf Rangnick mit einem neuen Verein versorgen muss. Der einzige Leihspieler ist derzeit Elias Abouchabaka, der in Fürth aber keine Einsatzzeiten bekommt und dort noch bis 2020 unter Vertrag steht.

Nachwuchs

Dass Teile des 20er-Kernkaders mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs belegt werden, scheint ausgeschlossen. Aus der aktuellen U19 scheiden acht Spieler aus Altersgründen aus. Bei keinem der Akteure deutet irgendwas darauf hin, dass mit ihnen nächste Saison bei den Profis geplant wird. Niclas Stierlin hat noch bis 2020 einen Profivertrag, hat aber in den letzten Monaten auch nicht jenen Sprung gemacht, der ihn plötzlich in einen Champions-League-Kader katapultieren würde.

Stierlin, Majetschak und Torhüter Krahl (mit größeren Abstrichen vielleicht auch Krüger und Mekonnen) wären vielleicht Spieler, die sich für einen Vertragsabschluss (bzw. verlängerung) und eine anschließende Leihe anbieten würden, aber das müssten dann sowohl RB als auch die Spieler wollen. Dass die Spieler in den letzten Monaten in Leipzig das überragende Gefühl gewonnen haben, dass man sie hier unbedingt haben und zu Profis machen will, dürfte eher unwahrscheinlich sein. Wenn dein Nachwuchschef öffentlich deinen Jahrgang abschreibt, dann dürfte das in Sachen Motivation bzw. Willen zu Leihgeschäften keinen besonders positiven Einfluss gehabt haben.

Wie jedes Jahr stecken im jüngeren U19-Jahrgang mit Krauß, Talabidi, Bidstrup, Hartmann, Holm, Jäkel und ein, zwei anderen die scheinbar größeren Talente (die den Druck auf die Top20 erhöhen sollen). Mal sehen, wie man dann über diesen Jahrgang in einem Jahr redet..

Abgangskandidaten

Auf Abgangsseite gibt es bei RB Leipzig auch ein paar Kandidaten, bei denen die Frage ist, wie viel Sinn eine weitere Zusammenarbeit für beide Seiten machen würde. Ganz vorn steht da natürlich der obligatorische Atinc Nukan, der einfach mal einen neuen Verein braucht, bei dem man sich aber vorstellen könnte, dass er auch kommende Saison noch, in den Zeiten, in denen er nicht verletzt ist, bei RB Leipzig mittrainiert.

Abgesehen davon gibt es fünf Feldspieler, von denen man (in unterschiedlichem Ausmaß) realistisch annehmen kann, dass sie in der kommenden Saison einen neuen Verein haben werden. Die Fraktion der Unzufriedenen bilden dabei Marcelo Saracchi, Bruma und Jean-Kevin Augustin. Bei allen drei Spielern wäre die Frage, wie sie Julian Nagelsmann sieht. Bei allen drei Spielern wäre angesichts der praktisch nicht vorhandenen Rückrundeneinsätze ein Wechsel (bei Saracchi zumindest leihweise) eher angeraten. Vielleicht wäre Saracchi als Linksfuß in einem 3-4-3, als ein die Linie hoch und runter wirbelnder Spieler aber auch gar nicht ganz schlecht besetzt. Wie gesagt, je nachdem wie Nagelsmann plant.

Bei Stefan Ilsanker geht man allgemein auch davon aus, dass er im Sommer nach vier Jahren in Leipzig einen neuen Schritt gehen wird. Im Mai wird er 30. Sein Traum war, in seiner Karriere noch mal in England zu spielen. Sein Vertrag in Leipzig läuft 2020 aus. Bei RB hat er in der Rückrunde nicht mehr viel gespielt und bekommt er immer mehr Konkurrenz, hinter der er auf der Bank verschwindet. Einzige Chance ist, dass Julian Nagelsmann in Ilsanker einen unverzichtbaren Mittelmann für eine Dreierkette sieht.

Genauso (nur aus anderen Gründen) scheint ein Abgang von Timo Werner praktisch gesichert. Seit Monaten nun schon schweigt Werner, während RB Leipzig mit einer Mischung aus öffentlichen Drohungen, Streicheleinheiten und Moralappellen agiert und damit den Höhepunkt einer seit mehr als eineinhalb Jahren laufenden ‚Sind guter Dinge, dass Werner bald verlängert‘-Kampagne bietet. Eine Kampagne, die eigentlich nie einen sonderlich realen Hintergrund hatte zu und der inzwischen die Hoffnung auf eine Vertragsverlängerung abhanden gekommen ist.

Abgesehen von möglichen Feldspieler-Abgängen könnte es auch auf der Torwart-Position bunt werden. Denn mit Mvogo und Müller gibt es gleich zwei Kandidaten, denen der Sinn eigentlich nach Spielpraxis und zumindest einer Leihe steht. Und auch Nummer 4 Julian Krahl sollte sich eigentlich besser einen Klub suchen, bei dem er Einsatzzeit kriegen kann, statt ein Jahr mit reinem Profi-Training zu verbringen.

Kaderplanung

Zwei Spieler hat RB Leipzig schon verpflichtet. Hannes Wolf und Luis Candido kommen aus Salzburg bzw. Brasilien. Wenn man mal alle Abgangskandidaten abzieht, dann hat RB Leipzig bereits 17 Feldspieler unter Vertrag. Und da ist Emile Smith Rowe, den RB Leipzig bisher ja immer gern als Kandidaten für eine Verlängerung der Leihe gesehen hatte, noch gar nicht mitgerechnet. Auf der Torwartposition ist man dagegen mit nur einem Spieler eher dünn besetzt. Da muss man also noch viel zusammenpuzzeln.

Wie hoch der Rahmen für Transferausgaben ist, ist schwer abzuschätzen. Candido und Wolf kosten ja schon ein paar Euro. Problem ist auch, dass Transferausgaben sich für die jährliche Gewinn- und Verlustrechnung über die Vertragslaufzeit ziehen. Sprich, hohe Ausgaben in diesem Sommer hat man als Posten auch noch im kommenden Sommer am Hals, aber dann eventuell keine Champions-League-Einnahmen zur Gegenfinanzierung mehr.

Zudem werden immer größere Teile des Etats zur Finanzierung der Gehaltskosten gebraucht. Mit Champions-League-Einnahmen wird RB Leipzig in der kommenden Saison einen Top4-Etat in der Bundesliga haben. Deutlich hinter Bayern und Dortmund, aber dann wohl sicher auch schon vor dem ganzen Rest. Dieser steigende Umsatz wird sich auch in einem immer weiter steigenden Gehaltsetat niederschlagen.

Was die Investitionssumme für den kommenden Sommer angeht, wird das auch davon abhängen, inwieweit man noch Geld für Augustin und Bruma bekommt. Wenn die beiden zusammen mit Werner aus den Transferabschreibungen verschwinden, wäre wieder etwas Luft. Zusätzlich dazu, dass man mit Champions-League-Einnahmen rechnen kann. Wenn ich schätzen müsste, dann würde ich sagen, dass RB für den Sommer einen Rahmen von (zusätzlich zu Candido und Wolf) 60 bis eher 80 Millionen Euro hat, die man in Transferausgaben stecken kann.

Das Tor

  • Peter Gulacsi – (Yvon Mvogo?, Marius Müller?, Julian Krahl?, Tim Schreiber?)

Eine Position, auf der es vermutlich viel Bewegung geben wird. Im Extremfall braucht man  zwei neue Keeper. Vielleicht ließe sich Marius Müller aber auch zu einem weiteren Jahr RB überreden, wenn man ihm verspricht, dass er alleinige Nummer 2 sein kann und die Einsätze kriegt, die Gulacsi nicht machen kann. Wäre halt die Frage, wie sehr RB ihm diese Rolle zutraut. Die andere Frage wäre, inwiefern man in einem Sommer gleich zwei Torhüter finden könnte, die sich hinter Peter Gulacsi klaglos auf die Bank setzen und gleichzeitig aber die Qualität haben, ihn im Fall der Fälle zu ersetzen.

Theoretisch natürlich denkbar, dass man Julian Krahl immerhin zur Nummer 3 macht und dann nur noch eine Nummer 2 braucht. Aber wie schon geschrieben, eigentlich braucht Krahl Spielpraxis und die kriegt er in Leipzig nach Ausscheiden aus dem U19-Bereich wegen fehlender U23 nicht. Um die Nummer 4 bei RB dürften sich die Nachwuchskeeper streiten. Mit Tim Schreiber kommt aus der U17 in diesem Sommer ein Nationalspieler in die U19.

Die Innenverteidigung

  • Dayot Upamecano, Ibrahima Konaté, Willi Orban, Nordi Mukiele  – (Marcel Halstenberg?, Stefan Ilsanker?)

Gehen wir mal von einer Dreierkette aus, dann braucht es auf dieser Position sechs Feldspieler. Mit Orban, Mukiele, Konaté und Upamecano hat man schon vier. Problem daran ist, dass alle vier eigentlich Rechtsfüße sind. Genaugenommen braucht man noch einen echten Linksfuß und einen Mittelmann für die Dreierkette. Letzeres hat Konaté zuletzt gespielt, was ok, aber nicht ideal ist. Orban könnte dort mit seinem Passspiel auch agieren, ist aber auch nicht ideal. Ilsanker sah auf der Position immer ganz gut aus, ist aber im Sommer wohl weg.

Bei Marcel Halstenberg hatte Ralf Rangnick schon mal angedeutet, dass der unter Nagelsmann auch linken Innenverteidiger spielen könnte. Wäre sicher eine Möglichkeit, aber angesichts dessen, wie gut sich Halstenberg in dieser Saison in Offensivabläufe eingefügt hat, wäre es auch ein bisschen Perlen vor die Säue, ihn ganz hinten einzubauen. Andererseits hätte Nagelsmann dann einen offensivstarken, linken Innenverteidiger im Team.

Naheliegender wäre allerdings nach Verstärkungen Ausschau zu halten. Jordan Torunarigha, der schon mal gerüchtelt wurde, wäre ein sehr guter und perspektivreicher Linksfuß für die Dreierkette. Niklas Stark wäre als früherer Sechser mit seiner Mischung aus gutem Passspiel, Schnelligkeit und Zweikampfstärke eine perfekte Besetzung für die mittlere Position.

Besonders viel darf man kommende Saison von Nordi Mukiele erwarten. Er ist von seiner ganzen Art her die perfekte Besetzung für die Position des rechten Innenverteidigers. Bleibt Nagelsmann bei seinen Hoffenheimer Prinzipien kann das für Mukiele richtig gut werden.

Die Außenverteidigung

  • Lukas Klostermann, Konrad Laimer, Luan Candido, Marcel Halstenberg – (Marcelo Saracchi?)

Lukas Klostermann ist natürlich mit seiner Geschwindigkeit und Dynamik auf der rechten Seite absolut gesetzt (kann aber auch in der Dreierkette spielen). Daneben würde ich am ehesten Konrad Laimer dort sehen. Also auf einer Position, auf der auch unter Rangnick schon spielte und auf die er mit seinem aggressiven, auf Sprints setzenden Spiel, das im Passspiel nicht immer so genau ist, perfekt passt.

Auf der linken Seite ist Luan Candido die sehr offensive Besetzung. Eigentlich ein Offensivspieler, der in der brasliianischen Nachwuchsnationalmannschaft zum Verteidiger umgeschult wurde. Daneben könnte man weiter Marcel Halstenberg sehen, der die etwas undynamischere und dafür spielstärkere Version von Hoffenheims Nico Schulz wäre.

Zentrales Mittelfeld

  • Diego Demme, Tyler Adams, Kevin Kampl, Amadou Haidara, Marcel Sabitzer, Emil Forsberg – (Emile Smith Rowe?, Stefan Ilsanker?)

Mit den Zugängen von Tyler Adams und Amadou Haidara ist RB Leipzig im zentralen Mittelfeld eigentlich dicht. Forsberg und Sabitzer wären dabei die offensiven Varianten, die je nach Formation auch eine Position nach vorn Rücken könnten.

Der Sturm

  • Yussuf Poulsen, Matheus Cunha, Hannes Wolf (Jean-Kevin Augustin?, Bruma?, Timo Werner?)

Im Angriff (auch wenn die Positionen unter Nagelsmann teilweise sehr fluide besetzt werden) ist man mit drei Spielern für zwei Positionen (wenn es ein Dreierangriff wird, kämen dann noch Sabitzer und Forsberg dazu) bei einem Werner-Abgang noch nicht perfekt besetzt. Man könnte die Position weiter mit Jean-Kevin Augustin besetzen, wenn Nagelsmann an ihn glaubt. Sinniger wäre es aber vermutlich, jemanden dem Kader hinzufügen, der die Geschwindigkeit von Werner ersetzen kann, um Lücken zu reißen, die für andere dann nutzbar werden (Werner ist nicht umsonst im Vergleich mit allen anderen Spielern an den meisten Torschüssen von RB beteiligt).

Wenn man unter der Prämisse sucht, wird ein Gerücht wie Edin Dzeko (mal von allem anderen Kram abgesehen) schon mal unsinnig. Ein Dodi Lukebakio ist da schon ein plausiblerer Name. Tammy Abraham wäre als klassischer Abschlussstürmer eigentlich einer, der rein von der Kaderplanung jetzt nicht zwangsläufig der gesuchte Typ wäre. Ein Ademola Lookman wäre das schon eher (wenn auch nicht ganz perfekt vom Typ her).

Kader insgesamt

Fehlt eigentlich bei einem ersten Drüberschauen über die Positionen nicht so viel. Wie fast immer wird dann im Sommer doch mehr Bewegung drin sein als angenommen. Und solche Zielzahlen wie 20 plus Nachwuchsspieler wurden in der Vergangenheit auch gern mal übertroffen, allerdings nicht mehr unbedingt in der Bundesliga (aktuell sind es 21 Feldspieler plus Nukan).

Wie gesagt, letztlich auch eine Frage, was Nagelsmann so rein von Formation und Besetzung her plant. Einer wie Halstenberg wäre da auch noch Verschiebemasse, der an der einen Stelle eine Lücke schließen und an der anderen öffnen würde. Das Mittelfeld wurde hier sehr grob abgehandelt, weil es da vor einer Dreierkette auch immer sehr unterschiedliche Möglichkeiten gibt, die Positionen und Räume zu besetzen und es dann von den Ideen abhängt, wer da wie spielt.

Klar sollte aber geworden sein, dass es so viele Baustellen im Kader eigentlich gar nicht mehr gibt. Mit 17 Feldspielern (plus Smith Rowe) sollte man schon jetzt rechnen können. Lücken bestehen vor allem im Defensivbereich  (zumindest wenn man mit einer Dreierkette rechnet). Und ein Nachfolger für Timo Werner wird gesucht. Das wird bestimmt eine lustige Suche..

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Der aktuelle Kader für die kommende Saison. (Die Zuordnung ist eher der Übersichtlichkeit geschuldet und nicht strikt zu verstehen. Spieler in Klammern sind jene, die für einen Abgang in Frage kommen bzw. wahrscheinlich sind.)

  • Tor: Peter Gulacsi, (Yvon Mvogo, Marius Müller, Julian Krahl)
  • Außenverteidiger: Marcel Halstenberg, Lukas Klostermann, Konrad Laimer, Luan Candido, (Marcelo Saracchi)
  • Innenverteidigung: Willi Orban, Ibrahima Konaté, Dayot Upamecano, Nordi Mukiele, (Stefan Ilsanker)
  • Mittelfeld: Diego Demme, Kevin Kampl, Emil Forsberg, Marcel Sabitzer, Tyler Adams, Amadou Haidara
  • Stürmer: Yussuf Poulsen, Matheus Cunha, Hannes Wolf, (Timo Werner, Jean-Kevin Augustin, Bruma)

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Local Player und Co

Wie immer gilt auch dieses Jahr, dass verschiedene Regeln erfüllt werden müssen. Die Local-Player-Regel besagt, dass man vier Spieler als Profis beschäftigen muss, die zwischen 15 und 21 für mindestens drei Jahre im eigenen Verein ausgebildet wurden (plus weitere vier Spieler, die auch irgendwo anders in Deutschland ausgebildet worden sein können). Mit Frederik Jäkel hat man einem solchen Spieler schon mal einen Profivertrag gegeben. In der U19 gibt es noch einige Spieler, die man mit Pro-Forma-Verträgen ausstatten kann, um die Regel für die im eignen Verein ausgebildeten Spieler zu erfüllen. Mit Demme, Orban, Klostermann und Halstenberg hätte man vier weitere Spieler, um auf die geforderten acht Local Player zu kommen.

Schwieriger wird schon die Regel zu erfüllen, dass man zwölf deutsche Lizenzspieler im Kader braucht. Wenn Müller, Krahl und Werner gehen, fallen da drei weitere Spieler weg. Niklas Stark und Jordan Torunariga wären auch unter diesen Gesichtspunkten gute Gerüchte, weil sie die Plätze reduzieren würden, die man mit Pro-Forma-Verträgen für Nachwuchsspieler besetzen müsste. Wenn man da acht deutsche Spieler (als Ergänzung für Demme, Orban, Halstenberg und Klostermann) finden muss, die schon 18 sind und bereit einen RB-Vertrag zu unterschreiben, wird es dann langsam dünn (wenngleich auch machbar).

Dass aus dem eigenen Nachwuchsbereich keine Spieler zu den Profis nachkommen oder zumindest in der U23 weitergetestet werden, erschwert insbesondere die Erfüllung der Local-Player-Regel und die Erfüllung der Forderung nach zwölf deutschen Lizenzspielern. Aber irgendwie wird man es auch diesmal wieder zurechtbiegen. In den kommenden Transferperioden sollte man aber so ein bisschen darauf achten, dass man sich so verstärkt, dass die Erfüllung der Regularien einfacher ist bzw. automatisch passiert.

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Auch in diesem Jahr muss Ralf Rangnick wieder den Kader von RB Leipzig planen. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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