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Korkut-Team mit untypischen Problemen

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen den VfB Stuttgart (26.09.2018, 20.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick.]

Englische Woche in der Bundesliga. Die erste derer zwei bis zur Winterpause. Angesichts dessen, dass RB Leipzig nach vier Spieltagen dem avisierten Punkteschnitt von auf jeden Fall mehr als in der Vorsaisno (also mehr als 1,56) noch hinterherhinkt, keine unwichtige Woche. Der Punkt in Frankfurt war ok, wenn man denn gegen den VfB Stuttgart einen Dreier folgen lässt.

Die Stuttgarter sind eines der Teams, die ihren eigenen Ansprüchen ebenfalls noch hinterhinken. Nach vier Spielen ist man noch sieglos und ist bereits aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Die Niederlage gegen Bayern war normal. Aus den Spielen gegen Mainz, Freiburg und Düsseldorf wollte man sicherlich mehr als nur zwei Punkte mitnehmen.

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Presse 25.09.2018

RB Leipzig mit einem 1:1 bei Eintracht Frankfurt. Nach einem Spiel, das allgemein (und ja auch von mir) als Schritt nach vorn interpretiert wurde. Aber durchaus erstaunlich, dass es diese Interpretation gibt. Das zeigt eigentlich nur sehr deutlich, das es ein paar ordentliche Kratzer im sportlichen (Selbst)Verständnis von RB gibt. Gelson Fernandes mit dem Eintracht-Tor in der ersten Halbzeit. Emil Forsberg mit dem Ausgleich nach der Pause per Elfmeter.

Nordi Mukiele und Jean-Kevin Augustin wie bekannt beim Spiel nicht dabei. Ich finde die öffentliche Verhandlung der Geschichten immer noch seltsam. Ralf Rangnick lässt durchblicken, dass es noch mehr Sachen gab, als bekannt wurden (in einer BILD-Auflistung gibt es aber keine neuen aktuellen Sachen). Andere Spieler lassen durchblicken, dass es eher um Kleinigkeiten geht. Fakt ist, dass Führungsspieler wie Orban den Rangnick-Kurs offenbar mittragen und solange das für die große Mehrheit der Mannschaft gilt, dann funktioniert die Geschichte vielleicht sogar. Wird sich dann halt in den nächsten Wochen zeigen. Mukiele und Augustin seit gestern wieder im Training dabei. Mal sehen, ob sie schon eine Option für Mittwoch sind.

Passend zur öffentlichen Soap um die beiden auch das (vorläufige) Ende. Augustin und Mukiele sollen laut BILD und LVZ (viele) Tickets für sozial benachteiligte Kinder kaufen. Schade, dass es als Abschluss nicht noch kleine Engel gibt, die um die Situation herumfliegen und in ihrer reinweißen Unschuldigkeit das glückliche Ende der Story verkünden. Denn sehet, sie wurden wieder gut und von uns auf den Weg der Tugend zurückgeführt. Als Film-Drehbuch wäre es eine ganz schöne Schmonzette..

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Bundesliga: Eintracht Frankfurt vs. RB Leipzg 1:1

Vierter Spieltag in der Bundesliga. Bei RB Leipzig nach der Niederlage gegen Salzburg und den Suspendierungen von Augustin und Mukiele schon ordentlich Feuer unter dem Vereinsdach. Durchaus undankbar dann nach Frankfurt zu fahren, wo die Eintracht einen sehr intensiven Spielstil auf den Rasen bringt. Zurück fuhr RB Leipzig schließlich mit einem dem Spielverlauf entsprechenden 1:1, das nach dem Salzburg-Debakel ein Schritt nach vorn war.

Back to the roots hieß es bei RB Leipzig für das Spiel in Frankfurt. Acht Spieler, die schon in der ersten Bundesliga-Saison dabei waren, standen in der Startelf. Bis auf Saracchi waren alle schon letzte Saison da. Klares Setzen auf eine alte, gewachsene Mannschaftshierarchie. Und auch von der Formation her machte man den Schritt zurück zu einem 4-2-2-2, das nach dem Bundesliga-Aufstieg das System der Erfolgswahl war. Kompakte Arbeit gegen den Ball stand dabei im Mittelpunkt.

Frankfurt auf der anderen Seite auch mit einer Art back to  the Kovac-roots und mit einer Dreierkette in der Abwehr, in der Hasebe als eine Art spielmachender, zentraler Innenverteidiger aufgestellt war. So wie man es halt unter Kovac meist gespielt hatte, aber unter Hütter nicht mehr so richtig spielen wollte. Insgesamt war man im 3-4-3 recht offensiv aufgestellt. Haller und Jovic durften mal zusammen auf dem Platz stehen. Gacinovic und auf den Außenbahnen Kostic und da Costa durften die Bemühungen unterstützen. Die Kernbemühungen der Franfurter galten aber wie bei RB dem Spiel gegen den Ball.

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Auch ohne Tennisbälle eine harte Aufgabe

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig bei Eintracht Frankfurt (23.02.2018, 18.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick.]

Zeit zum großen Luftholen bleibt nicht in diesen Tagen nach der leicht desaströsen 2:3-Schlappe gegen den FC Salzburg nicht. Der nächste Bundesliga-Spieltag steht schon wieder an. Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt.

In Vorbereitung dieses Spiels ist Ralf Rangnick erstmal in den Rage-Modus gewechselt und hat öffentlich das undisziplinierte Verhalten nicht näher genannter und doch irgendwie genannter Spieler angeprangert. Quasi als Negativ-Beispiele, um den Rest der Reihen zu schließen und die lockereren Typen in der Mannschaft dann über Mehrheitsverhältnisse und sozialen Druck. zu reintegrieren. So zumindest die Außenwirkung. Inwieweit diese Pädagogik aufgeht, wird man sehen.

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Europa League: RB Leipzig vs. FC Salzburg 2:3

Das durchaus mit Spannung erwartete erste Pflichtspielduell zwischen RB Leipzig und Red Bull aka FC Salzburg. Mit allerlei Geschichten im Drumherum und Vorlauf. Und dann ein Spiel, in dem sich der ‚kleine‘ Bruder aus Österreich als reifere, besser aufgestellte Mannschaft erwies und völlig verdient, wenn auch angesichts des späten Siegtreffers glücklich mit 3:2 gewann.

RB Leipzig wieder mit der gewohnten Maximal-Rotation. Gulacsi, Orban, Demme, Forsberg, Poulsen, Werner, Saracchi raus. Mvogo, Laimer, Upamecano, Sabitzer, Cunha, Augustin und Bruma rein. Lediglich Halstenberg wurde nach langer Verletzung noch nicht in die Startelf rotiert.

Organisiert war man in einem 4-3-3. Mukiele spielte überraschend links hinten, wo er mit seinem rechten Fuß ein paar Probleme hatte. Ilsanker spielte alleinigen Sechser, während Kampl und Sabitzer sehr weit außen spielten. Cunha spielte eine Art Zehner oder hängende Spitze in der Mitte (weswegen man das System auch als 4-4-2 mit Raute beschreiben könnte).

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Presse 21.09.2018

2:3 gegen Salzburg. Das war insbesondere in der ersten Halbzeit in allen Belangen des Fußballspiels von Taktik über individuelle Leistungen bis hin zu Intensität nichts, was RB Leipzig am ersten Spieltag der Europa-League-Phase auf den Platz brachte. Dass man hinterher praktisch ausschließlich über Einstellungsfragen diskutiert, ist eine etwas eindimensionale Betrachtung der Geschehnisse.

Munas Dabbur und Amadou Haidara brachten die Gäste in der ersten Halbzeit in Front. Konrad Laimer und Yussuf Poulsen konnten in der etwas besseren zweiten Hälfte mit viel Glück ausgleichen. Fredrik Gulbrandsen schoss passend zum gebrauchten Tag kurz vor Schluss nach einem Konter dann doch noch den verdienten Siegtreffer für Salzburg.

Ralf Rangnick nach der Partie mit derselben Bemerkung wie vor der Partie. Dass Salzburg ja in der Liga den Vorteil habe, sich quasi ohne große sportliche Konkurrenz für die Europa League einspielen zu können. Da ist gleichermaßen vielleicht ein wenig was dran, wie es ein wenig respektlos dem Gegner gegenüber wirkt. Marco Rose zwischen ‚kein Kommentar‘ zu dem Thema und süffisantem ‚werden auch am Sonntag wieder mit 100% und nicht mit 80% spielen‘. Die Genugtuung über den Sieg sprang den Salzburger Beteiligten jedenfalls ganz gut aus jeder Pore des Gesichts.

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Presse 20.09.2018

Spiel RB Leipzig gegen Red Bull aka FC Salzburg. Europa League. Viel Brimborium natürlich um eine sportlich interessante Partie aka Pressingmassaker mit vielen Untertönen aus dem nichtsportlichen Bereich.

Auf Seiten von RB Leipzig fallen Timo Werner, Marcelo Saracchi und Lukas Klostermann aus. Gerade die Klostermann-Verletzung tut weh, weil sie nicht eingeplant war und zusammen mit Saracchi eine Lücke auf den Außenbahnen reißt. Dass die Reizung des Knies, in dem vor zwei Jahren das Kreuzband gerissen war, nicht strukturell ist (also nicht wieder was gerissen ist), ist die gute Nachricht. Dass das Knie anschwillt und punktiert werden muss, darf trotzdem Anlass zur Sorge sein. Auch am Wochenende ist Klostermann kein Thema. Werner und Saracchi könnten für das Frankfurt-Spiel dagegen wieder fit werden (Betonung liegt auf ‚könnten‘ nicht auf ‚fit‘). Schon arg dünn der Kader, wenn drei Spieler ausfallen. Bleiben nur noch 15 Feldspieler übrig..

Auf Salzburger Seite ist Zlatko Junuzovic wieder fit. Ex-RBL-Talent Smail Prevljak fällt dagegen verletzt aus.

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‚Wir gegen uns‘-Derby

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Red Bull Salzburg (20.09.2018, 21.00 Uhr) befindet sich ein Ticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick. und Marcel Sabitzer.]

Irgendwann musste es ja soweit sein, dass die beiden RasenBallsport-Vereine, von denen der eine so heißt und der andere im nationalen und internationalen Rahmen unterschiedliche Namen trägt, auch in einem Pflichtspiel aufeinandertreffen. Im Frühjahr war es bereits vergleichsweise knapp, als die beiden Klubs gleichzeitig unter den letzten acht Mannschaften der Europa League waren. In dieser Saison ist es nun in der Gruppenphase des Wettbewerbs soweit.

Dass es überhaupt dazu kam, lag am gleichermaßen traditionellen wie tragischen Ausscheiden der Salzburger in der Champions-League-Quali. Elfmal in Folge hat man es nicht geschafft, in die Gruppenphase der Champions League einzuziehen. Elfmal scheiterte man in allen erdenklichen Formen von Düdelingen bis Belgrad. Es ist ja nicht so, dass der österreichische Meister per se ein großer Favorit ist, sich mal eben durch die CL-Quali zu spielen. Aber in der Masse und der Vielfalt des Scheiterns ist das eine der unglaublichsten Serien, die es im Fußball wohl so gibt.

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Sichtbarkeit in der Stadtgesellschaft

In den letzten Wochen gab es mal wieder Umfragen rund um die Bundesliga und entsprechend auch rund um RB Leipzig. So etwas war ja in der Vergangenheit schon immer mal Thema hier im Blog (hier oder hier zum Beispiel). Meist mit eher kritischem Unterton hinsichtlich Methodik, Forschungslogik und Ergebnissen.

Von diesem Einstieg ist es nicht mal mehr einen Ameisensprung weit bis zur Studie der TU Braunschweig, die sich groß jährlich als Fußballstudie verkauft, die die Markenlandschaft der Bundesliga untersucht, aber de facto letztlich (in ihrem präsentierten Part) nur eine recht oberflächliche Einstellungsmessung ist und letztlich die Positionierung von Fußballfans zu Vereinen auf den Dimensionen „sympatisch“, „sehr gut“, „attraktiv“ misst.

Wenn man etwas aus den Ergebnissen herauslesen will, dass die Sympathiewerte von RB Leipzig (auf niedrigem Niveau) von Jahr zu Jahr steigen und dass der Verein vor allem für seine sportlichen Qualitäten geschätzt wird. Aber bei einer Studie, die RB Leipzig als viertunbekanntesten Verein aller 36 Erst- und Zweitligisten und Freiburg, Kiel und Sandhausen als sympathischste Vereine des Profifußballs auswirft, scheint es so viele forschungslogische Fragezeichen zu geben, dass es sich auch eigentlich nicht lohnt, sich länger damit zu beschäftigen..

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Presse 18.09.2018

Gegen Hannover hat RB Leipzig am Wochenende mit der Underdog-Taktik drei Punkte gewonnen. Verdient wegen der größeren Chancen. Etwas glücklich, weil man gerade hinten raus auch hätte noch den Ausgleich kassieren können. Zweimal Timo Werner und einmal Yussuf Poulsen sorgten für den Sieg. Dazu war Emil Forsberg bei insgesamt nur neun Pässen im ganzen Spiel an allen drei Toren beteiligt.

Der Nichteinsatz von Jean-Kevin Augustin und das (von vielen RB-Fangruppen teils recht deutlich kritisierte) Zone147-Banner gegen den neuen Fanbetreuer Timm Merten waren noch Thema des Spieltags, aber das wurde ja bereits im entsprechenden Blogbeitrag zum Spiel besprochen.

Wieder eher deutlich unter 40.000 Zuschauer beim zweiten Bundesliga-Heimspiel. Im Heimbereich blieben rund 2.000 Plätze frei (mal von der No-Show-Rate völlig abgesehen). Bei Sky bekam das Spiel mit 80.000 Zuschauern für die Einzeloption eine nicht überragende, aber ordentliche Quote. Zumal parallel die Bayern spielten, was im Normalfall einige Zuschauer klaut.

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