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DFB-Pokal: RB Leipzig vs. FC Bayern München 0:3

Kein wirklicher Spielbericht heute. Es ist jetzt halb eins und es warten noch ein paar Randbemerkungen, die geschrieben werden wollen bzw. geschrieben werden sollen..

In der Kurzform war RB Leipzig 60 Minuten lang mindestens auf Augenhöhe. Nach dem 0:1 war es bis zur Pause schwierig, da merkte man den RB-Spielern den Wirkungstreffer an. In der Viertelstunde nach der Pause knüpfte man an die ersten 20 bis 25 Minuten an. Letzlich war der Unterschied, dass Lewandowski aus wenig ein sehr schönes Tor macht und Poulsen, Forsberg und Werner an Latte, Neuer und Süles Bein scheitern. Die Phase nach dem 0:2 ist mangels Aussagekraft geschenkt. DFB-Pokal: RB Leipzig vs. FC Bayern München 0:3 weiterlesen

Doppeltes Finale

[Besondere Wochenenden erforden besondere Maßnahmen. Zu diesem Spiel kein PK-Ticker von mir. Pressekonferenz ist am Freitag, um 16 Uhr in Berlin und wird auf verschiedensten Kanälen live übertragen. Ich für meinen Teil gönne mir da schon ein pures Pokalwochenende, ohne mich (hoffentlich) sonderlich um das verbale Drumherum zu scheren. Ob, wann und in welcher Form es nach der Partie einen Spielbericht geben wird, ist noch unklar und hängt ein bisschen vom Verlauf des Pokalabends ab..]

Das im wahrsten Sinne große Finale der Saison steht an. Und das gleich in doppelter Form. Denn bevor am Samstag die Profis im Pokalfinale gegen Bayern München antreten, sind am Freitag in Babelsberg schon die U19-Teams von RB Leipzig und dem VfB Stuttgart damit beschäftigt, den DFB-Pokal untereinander auszuspielen.

Zum U19-Spiel bleibt hier wenig zu sagen, dafür habe ich sie in dieser Saison viel, viel zu wenig gesehen. Aus der Ferne betrachtet, würde ich RB Leipzig in diesem Spiel als knappen Außenseiter ansehen. Dass der ältere RB-U19-Jahrgang von Frieder Schrof persönlich schon vor geraumer Zeit abgeschrieben wurde, dürfte an der Motivation von Spielern und Mannschaft nichts ändern. Hier geht es schließlich um einen Titel im für einige Spieler letzten Spiel ihrer Nachwuchszeit.

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Bilanzen vom Rande des Spielfelds aus der Bundesliga 2018/2019

Die Bundesligasaison ist ja bereits Geschichte. Kann man also schon mal mit dem Bilanzieren anfangen. Und da es mit dem RasenBallsport für diese Saison noch nicht ganz vorbei ist (#irgendwasmitfinale), bietet es sich an, sich nicht dem sportlichen Teil zuzuwenden, sondern dem Geschehen auf den Zuschauerrängen in der Bundesliga und natürlich insbesondere bei RB Leipzig.

25 Pflichtspiele hat RB Leipzig in dieser Saison zu Hause absolviert. Das war dank der Europa-League-Qualifikation noch mal eins mehr als in der Vorsaison und gleich acht mehr als in der ersten Bundesligasaison, als in der Red Bull Arena nur Ligaspiele zu sehen waren.

Vom Zuschauerzuspruch her war es für RB Leipzig eine durchwachsene Saison mit Höhen und Tiefen. Gerade Spiele unter der Woche in einem Nicht-Bundesliga-Wettbewerb waren eher zähe Geschichten (selbst wenn die Preise teilweise sehr niedrig waren). Die gerade mal 21.000 in einem Achtelfinale des DFB-Pokal gegen Wolfsburg im Februar waren da sicherlich der Tiefpunkt.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. FC Bayern München 0:0

33. Spieltag der Bundesliga. RB Leipzig empfängt den FC Bayern München. Für die einen geht es um die Meisterschaft, für die anderen nur darum, vor dem DFB-Pokalfinale ein gutes Gefühl und ein paar Erkenntnisse mitzunehmen. Vielleicht ganz folgerichtig, dass die Partie, in der die Gäste insgesamt etwas im Vorteil sind, 0:0 ausgeht.

Ralf Rangnick stellte für die Partie gegen Bayern auf zwei Positionen um. Nordi Mukiele und Kevin Kampl (gesperrt) blieben draußen. Dafür standen Diego Demme und Marcel Sabitzer in der Startelf. Organisiert war RB wieder mal in einem 4-3-3 alias 4-4-2 mit Raute statt mit einer Dreierkette. Besetzt war die Mannschaft in letzter Konsequenz mit den Spielern, die die größte taktische Disziplin versprachen. Entsprechend saßen Spieler wie Haidara und Mukiele auch erstmal auf der Bank.

Der FC Bayern wechselte durchaus erwartungsgemäß genau einmal. Mats Hummels durfte mitmachen. Jerome Boateng saß dafür draußen. Taktisch änderte sich bei den Bayern nichts, sodass es irgendwas bei einem 4-2-3-1 blieb, wobei gerade Müller da ein freies Radikal spielt.

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Pokalvorspiel in Topspiel-Form

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den FC Bayern München (11.05.2019, 15.30 Uhr) befindet sich der Ticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick.]

Am 33. Spieltag der Bundesliga den FC Bayern zu Hause empfangen, der noch nicht deutscher Meister ist. Das ist auch nicht ganz alltäglich in der Liga in den letzten Jahren. Hat aber auch den Nebeneffekt, dass der FC Bayern mit einem Sieg in Leipzig Meister werden könnte. Bei Meister- und Aufstiegsfeiern war Leipzig ni der Vergangenheit schon einige Male zu Gast. Zu Hause konnte man dem bisher ganz gut aus dem Weg gehen. Diesmal hängt die fremde Party im eigenen Haus nicht nur von der eigenen Leistung ab, denn selbst bei einem RB-Sieg wäre der FCB Meister, wenn Dortmund zeitgleich gegen Düsseldorf verliert. Oder anders gesagt: Bei allen Resultaten, bei denen Dortmund nicht mehr Punkte holt als die Bayern, ist der FCB auch rechnerisch Meister.

Während es für den FC Bayern München noch um was geht, geht es für RB Leipzig nicht mehr um viel. Klar könnte man sich noch theoretisch mit dem Kampf um Platz 2 motivieren, wofür es eines Sieges bedarf, aber das ist auch schon arg theoretisch und nichts, was man als intrinsische Motivation bezeichnen könnte. Motivierender da schon, dass es einfach gegen den FC Bayern geht, gegen den jeder RB-Spieler an jedem Spieltag immer gut aussehen will. Zumal wenn man die RB-FCB-Historie so anschaut. Das waren gerade in der Red Bull Arena bisher immer irgendwie aufregende Spiele. Zweimal gewannen die Bayern knapp. Einmal hatte RB das bessere Ende.

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Noch mal verbesserte Statik

Es gab in der Hinrunde dieser Saison schon mal eine Phase, in der RB Leipzig sehr gut verteidigte. Fünf Spiele am Stück blieb man da in der Bundesliga gegen Nürnberg, Augsburg, Schalke, Hertha und Leverkusen ohne Gegentor. In acht Spielen am Stück zwischen 4. und 11. Spieltag wurde man nur einmal aus dem Spiel heraus geschlagen und kassierte nur zwei Gegentore. 17:2 Tore schoss man in dieser Phase.

Die Serie gerade fühlt sich so ähnlich an. Neun Spiele in der Bundesliga mit insgesamt drei Gegentoren, davon nur einem aus dem Spiel heraus. In dieser Phase jeweils drei Spiele hintereinander ohne Gegentor geblieben. 13:3 Tore geschossen. Die Parallelen sind durchaus erstaunlich.

Über die gesamte Hinrunde gesehen waren die Statistiken aber (und nicht nur wegen der sieben Gegentreffer gegen Dortmund und Freiburg schon etwas normaler). 4,1 Schüsse auf das RB-Tor pro Spiel und 1,8 zugelassene Großchancen waren irgendwo bei Platz 4 in der Liga. 17 Gegentore waren dagegen der Bestwert. Auch in der Hinrunde war also ein Peter Gulacsi schon ein wesentlicher Faktor, weil er mehr Großchancen parierte als andere Keeper.

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Bundesliga: FC Bayern München vs. RB Leipzig 1:0

16. Spieltag in der Bundesliga. Mal wieder die Fahrt nach München. Mal wieder ein Platzverweis für RB Leipzig, wenn auch diesmal sehr spät. Mal wieder eine (insgesamt verdiente) Niederlage trotz guter Defensivleistung. Nichts neues im Süden..

Ralf Rangnick schickte in Abwesenheit von Marcel Sabitzer die erwartete Elf ins Rennen. Seine Top-Elf. Orban musste deshalb auf die Bank, weil in einer Viererkette für ihn derzeit bei Bestbesetzung kein Platz ist. Bruma und Laimer rückten in die Mannschaft. Gespielt wurde ein 4-2-2-2, mit dem man defensiv auch in der Breite des Spielfelds gut aufgestellt sein wollte (ewas was im 4-3-3 nicht ganz so gut möglich ist).

Bayern spielte auf der anderen Seite zu Beginn erwartungsgemäß mit der Elf, die in Hannover bei 33 Torschüssen einen neuen Bundesliga-Saisonrekord aufgestellt hatte. Allerdings musste man nach einer knappen halben Stunde den bis dahin starken Serge Gnabry verletzungsbedingt ersetzen. Franck Ribery kam dadurch dann doch noch zu einem längeren Einsaatz.

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Wieder zur falschen Zeit am falschen Ort?

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim FC Bayern München (19.12.2018, 20.30 Uhr) befindet sich der Ticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. PK mit Ralf Rangnick.]

Ist das noch Bayern gegen Leipzig oder schon Stirb langsam Teil 3 (nur dass bisher im Fußball im Gegensatz zum Film immer die Bösen gewannen)? Mal wieder kurz vor Weihnachten zu den Bayern (na gut, letzte Saison war es nicht kurz vor Weihnachten, aber stört hier die Geschichte nicht mit Details), wo man bisher zweimal mit der Hoffnung auf Punkte antrat und beide Male chancenlos und früh in Unterzahl war und man sich spätestens zur Pause gemütlich zurücklehnen und den Rest der Spielzeit ohne Hoffnung herunterticken lassen konnte.

Diese Saison standen die Vorzeichen lange gut, dass es mal anders werden könnte. Vier Heimspiele am Stück konnte der FC Bayern zwischenzeitlich nicht gewinnen. Darunter die Spiele gegen Augsburg(!), Freiburg(!) und Düsseldorf(!). War halt nur dummerweise noch nicht ganz Weihnachten..

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RB Leipzig läuft allen davon

Letztes irgendwo gelesen, dass Diego Demme die meisten Pflichtspielminuten aller Bundesligaspieler in den Beinen hat. Was noch zusätzlich ein bemerkenswerter Fakt wäre, da Demme ja bei RB Leipzig derjenige ist, der die meisten Kilometer abreißt. 12,5 Kilometer läuft er diese Saison bisher auf 90 Minuten gerechnet in der Bundesliga. Ein irre hoher Wert. Selbst für einen Sechser, also für eine Position, auf der tendenziell sehr viel, wenn auch nicht immer im höchsten Tempo gelaufen wird. Mit 14 Sprints pro 90 Minuten hat Demme gleichzeitig den niedrigsten Wert aller RB-Spieler, wenn es um das ganz schnelle Fortbewegen auf dem Platz geht.

Die Demme-Werte sind auch deswegen noch mal bemerkenswert, da RB Leipzig nun schon 27 Pflichtspiele bestritten und damit das höchste Pensum aller Bundesligisten zu bewältigen hat. Die gepflegte Rotation ist da fast alternativlos. Die Frage, die sich stellt, ist, wie sich die zusätzlichen Europa-League-Quali-Spiele eigentlich auf die Einsatzzeiten bei RB Leipzig und die Laufleistungen auswirken.

Gerade vor dem kürzlich schon dargelegten Hintergrund, dass die Bundesliga noch mal ein ganzes Stück physischer geworden ist und die Teams da in den letzten zwei, drei Jahren in Sachen Laufaufwand noch mal Grenzen neu ausgelotet haben. Wenn du nicht zusätzlich zu fußballerischen Qualitäten auch viel Physis, Intensität und Laufaufwand mitbringst, hast du kaum noch eine Chance. Selbst die Bayern laufen inzwischen Strecken auf normalem Bundesliganiveau, wo sie in den letzten Jahren oft einfach nur den Gegner laufen ließen (wobei das auch eher ein alarmierendes Signal sein könnte, dass sie ihr Basisqualitäten im Ballbesitz verloren haben).

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