Archiv der Kategorie: In eigener Sache

All good things come to an Ende

Machen wir es kurz (na mal sehen, wie kurz es wirklich wird) und undramatisch.  Die Reise hier im Blog geht langsam zu Ende. Schon seit einiger Zeit wird ja die Zukunft des rotebrauseblogs immer wieder hinterfragt und geguckt, ob es noch mit persönlichen und familiären Plänen zusammenpasst. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem es heißt, Abschied zu nehmen.

Das anstehende Pokalfinale macht die Sache gewissermaßen rund und ist ein schöner Abschluss. Es wird dann noch ein bisschen Saisonnachbetrachtung geben und dann schleichen die Dinge hier im Juni ohne großes Drama aus (mit den Presseupdates ist schon vorher irgendwann rund um das Pokalfinale, vermutlich eher vorher Schluss). Danach bin ich ein ganz normaler Fußball- und RB-Fan, der die Dinge um den RasenBallsport drüben bei Twitter mit der dort gebotenen Mischung aus Ironie und Zynismus verfolgt (bei Twitter ändert sich also nichts^^) und seine Dauerkarte plattsitzt.

Reichlich neun Jahre läuft dieser Blog nun hier. Über 3.700 Artikel sind es bisher geworden. Angefangen aus einer Laune und einem dank längerer Elternzeit und pflegeleichter Tochter verfügbaren Zeitbudget ging es irgendwann  fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit los. All good things come to an Ende weiterlesen

Frohe Weihnachten

Schon das neunte Weihnachtsfest steht an, seitdem es diesen Blog gibt. Das dritte in der Bundesliga. Die deutsche Topliga wird langsam zum gewohnten Umfeld. Mit allen Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringt. Man kennt Klubs, Stadien und auch ein bisschen so die jeweilige Vereinskultur und kann Zusammenhänge herstellen und Entwicklungen besser bestimmen. Aber die erste Aufregung und Euphorie ist auch ein wenig gewichen, was sich an den Zuschauerzahlen oder der Bereitschaft, für deutlich mehr als 17 Pflichtheimspiele Geld auszugeben, bemerkbar macht.

Es war ein sehr vielschichtiges Jahr mit dem Europa-League-Viertelfinale und dem Scheitern in Marseille. Danach das Scheitern im Kampf um einen Champions-League-Platz und die Freude in Berlin über einen Platz in der Europa League (dass daraus die Quali würde und man bei RB den Wettbewerb zwar professionell angeht, aber in der Prioritätenliste nicht ganz oben einsortiert, konnte man da ja noch nicht ahnen).

Es folgte der Stimmungskiller der Trennung von Ralph Hasenhüttl zu einem Zeitpunkt, an dem es erst richtig interessant geworden wäre, ob der dazu in der Lage ist, seine Ideen, die eher Richtung Sarri und Nagelsmann gingen statt Richtung purem Umschaltfußball, umzusetzen. (Dass Hasenhüttl in seinem neuen Job in Southampton sehr gut gestartet ist und nach bereits drei Spielen sein eigenes Fanlied gekriegt hat, freut mich sehr für ihn.)

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Frohe Weihnachten

Schon das achte Weihnachtsfest steht an, seitdem es diesen Blog gibt. Das zweite in der Bundesliga. In der tabellarisch und sportlich für RB Leipzig so ein bisschen ein Ansatz von Normalität eingesetzt hat. Wobei das bei Platz 5 und Überwintern in Europa auch irgendwie komisch klingt. Aber die Besucherzahlen bei den letzten RB-Spielen verwiesen ja auch in die Richtung, dass man langsam in der Normalität ankommt und der erste Hype erstmal durch ist.

Es war ein aufregendes RB-Jahr mit der Vizemeisterschaft und der erstmaligen Teilnahme an der Champions League. Es war aber vor allem in den letzten vier Monaten auch ein extrem anstrengendes Jahr. Auch für mich als Blogger. Die permanenten englischen Wochen (wie kriegen das eigentlich Bayern-Fans Jahr für Jahr für Jahr hin?) gingen durchaus an den Rand dessen, was zeitlich überhaupt noch machbar ist.

Vor allem die Reisen unter der Woche sind dabei zu nennen. Nicht nur, aber besonders in der Champions League, wo der Reiseaufwand noch mal deutlich zunimmt. Nach Porto oder Monaco zu reisen, in der Nacht am Flughafen dann den Spielbericht und die Spielanalyse abreißen, um dann am Morgen um Sechs in den Flieger zurückzusteigen und nach der Ankunft gleich wieder mit dem Vorbericht auf das nächste Spiel und RBlive und nicht zu vergessen den Familiengeschichten weiterzumachen, das war durchaus ein ordentliches Pensum, bei dem man manchmal nicht mehr wusste, welcher Wochentag denn nun eigentlich auf dem Programm steht.

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Der rotebrauseblog in der Saison 2017/2018

Eine neue Saison hat sich schon letzte Woche auf den Weg gemacht. Die zweite für den RasenBallsport in der Bundesliga. Und die erste Saison in Europa. Viele Abenteuer warten auf alle Beteiligten. Wie viel Happy End die Geschichte haben wird, weiß man vorher nie. Auf jeden Fall warten diverse aufregende Fußballtage.

Auch für diesen Blog geht es damit in eine neue Saison. Mittlerweile die achte Spielzeit mit (stetig wachsender) Komplettbegleitung. Wobei das Nachvollziehen aller Dinge, die rund um den RasenBallsport passieren, in den vergangenen Jahren und vor allem in den letzten 12 Monaten immer schwieriger wurde.

Das Rad, mit dem Neuigkeiten oder weniger neue Igkeiten publiziert werden, dreht sich immer schneller. Sich davon frei zu machen und das ganze auf seinen relevanten Kern zu reduzieren, ist durchaus eine Herausforderung, die ich immer noch nicht komplett gemeistert habe.

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How to survive Bundesliga – kein Guide

Das erste Jahr Bundesliga. Für RB Leipzig, aber irgendwie auch für mich. Zumindest, wenn es um tatsächliche Nähe zum Gegenstand geht. Denn die letzten Versuche mit der höchsten Liga des Landes lagen schon 20 Jahre zurück und waren als lockere Liebelei mit dem BVB eher fernnah als nahnah. Falls das irgendwie selbsterklärend genug ist.

Zuletzt fragte mich jemand, ob ich die Saison nicht noch mal aus persönlicher Sicht Revue passieren lassen will. So vor dem Hintergrund, dass ich einmal durch alle Bundesligastadien reisen durfte. Um dann einen Eindruck von der Liga und ihren Facetten zu geben.

Tatsächlich bin ich mir nach dem Jahr noch nicht mal so richtig sicher, ob es schon so etwas wie einen Gesamteindruck jenseits von ‚irgendwie seltsam‘ gibt. Das Jahr schoss so dahin. Der sportliche Erfolg war in vielerlei Hinsicht unerwartet und fühlte sich entsprechend surreal an.

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Pickepackevolles Jahr

Nein, die Auszeit letzte Woche war kein Versuch, den Bloggeburtstag möglichst zu vermeiden. Dafür ist der Blog hier noch zu jung. Es war aber auch kein Versuch, die Feierlichkeiten ganz extrem werden zu lassen. Dafür ist der Blog hier zu, äh irgendwas.

Wie auch immer, am 24.02.2017 jährte sich die Geburt dieser kleinen Online-Präsenz bereits zum siebten Mal. Grundschulalter sozusagen. Sieben Jahre mit vielen Geschichten und Fakten rund um den einzig wahren RasenBallsport.

448 Beiträge sind im siebten Blogjahr entstanden. 1.191 Kommentare fanden sich darunter insgesamt ein. Ein paar Beiträge weniger als im Jahr zuvor. Dafür ein paar Kommentare mehr. Eine Entwicklung, die vielleicht auch durch die Bundesliga und den gesteigerten Diskussionsbedarf begünstigt wurde.

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Frohe Weihnachten

Das siebte Weihnachtsfest, seitdem es diesen Blog gibt, steht an. Ein Traditionsfest sozusagen. Gefeiert wird erstmals in der Erstklassigkeit. Die Erstklassigkeit zu prognostizieren, war vor einem Jahr nicht ganz so gewagt. Platz 2 in der Bundesliga zum Jahreswechsel 2016/2017 vorhersehen? Nun ja, jeder hat mal verrückte Ideen.

Entsprechend muss das Fußballjahr rein sportlich außergewöhnlich gewesen sein. Die manchmal und vor allem in den Auswärtsspielen etwas mühselige Rückrunde 2015/2016, die dann doch noch nach einem kleinen Schneckenrennen am Ende im Aufstieg mündete. Der Trainerwechsel hin zu Ralph Hasenhüttel, der sich in vielerlei Hinsicht als Volltreffer erwiesen hat. Und zwischenzeitlich acht (8!) Siege in der Bundesliga am Stück. Unglaubliche Zeit.

Mal sehen, wie unglaublich das Jahr 2017 sein wird. Mitschreiben werde ich die Geschichten auch dann wieder. Bis zum Sommer geht es hier im Blog in jedem Fall weiter in gewohntem Rahmen und Umfang. Zusätzlich laufen die Dinge ja auch drüben bei rblive.de, wo ich die Woche über zu Teilen mitschreibe. Und wo der Fokus manchmal noch ein wenig ein anderer ist als hier im Blog. Wie es dann nächste Saison weitergeht, wird man sehen. Im Moment spricht nichts dagegen, dass dieser Blog auch nach dem Sommer derselbe sein wird wie jetzt.

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Zwischen Nürnberg, Bremen und Felsenkeller

Knapp vier Monate ist es nun her, dass ich eine Nachricht der Deutschen Akademie für Fußballkultur erhielt. Die Akademie vergibt jährlich einen Fanpreis. Vom Fangesang über das Fanzine und die Choreo bis hin zu Comics oder Hörspielen wurden in den letzten Jahren schon einige Preise vergeben. Diesmal entschied man sich dafür, den besten deutschsprachigen Fußballblog zu prämieren.

Dafür nominierte man [broken Link] eine bunte Mischung aus 24 Blogs, zu denen ich, so sagte es mir die Nachricht der Akademie, dank Klaas Resse, der einen Hälfte von Collinas Erben, als Juror, der mich nominierte, gehören durfte. Aus den 24 nominierten Blogs wurden später noch mal elf ausgewählt, die in die (zahlentechnisch fußballtypische) Endrunde einzogen.

Auch hier durfte ich zum ziemlich illustren, aber auch bunten Kreis an Kandidaten zählen. Eine Bauchstreicheleinheit der besonderen Sorte. Wobei solche Auswahlen natürlich auch immer hochgradig subjektiv sind. Sodass solch tolle Orte im Internet wie der von Heinz Kamke rund um den VfB Stuttgart oder dem Königsblog rund um Schalke 04 oder dem Übersteiger rund um St. Pauli noch nicht mal vertreten sind.

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Support-your-local-rotebrauseblogger-Schallplatte

Seit 2010 gibt es diese kleine Blogpräsenz nun schon. Mit der Spielzeit 2016/2017 geht es in das siebte Jahr, in dem ich den RasenBallsport in all seinen Facetten und diskursiven Wirren verfolge und nach bestem Wissen und Gewissen mit Empathie aufarbeite und analysiere. Ab und zu versucht mich mal jemand zu fragen, ob das nach so einer langen Zeit nicht langweilig werden würde. Eine Frage, auf die ich zu leicht verrücktem Kichern eine gleichbleibend abschlägige Antwort formuliere.

Langweilig ist es tatsächlich nie geworden, was nicht nur an den fußballerischen Dingen liegt, sondern auch daran, dass rund um den Verein immer irgendwas los ist, zu dem man sich in einer bunten Mischung aus Beschreibung, (statistischer und nicht-statistischer) Analyse und Meinung äußern kann. Vorberichte und Spielberichte sind der Kernbereich des Bloggens, zu dem Dinge der Tagesaktualität hinzukommen. Spielerstatistiken, Äußerungen von Verantwortlichen von RB oder anderen Vereinen, allgemeine Fragen der Entwicklung des Fußballs, Beobachtungen aller Art und vieles mehr.

Dazu kommen die unter der Woche täglichen Presseupdates, die im Schnelldurchlauf die Dinge der letzten 24 Stunden rund um RB Leipzig aufgreifen und an vielen Stellen auch einordnend kommentieren. Angenehme Nebenprojekte (zumindest in Bezug auf ihre Häufigkeit) bleiben der Podcast Champagner statt Bier und das (etwas eingeschlafene) Videoprojekt Bis Dose leer.

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La Bundesliga et moi

Die Bundesliga, dieses ferne Wesen. Handgeschätzte 60 Minuten habe ich in der abgelaufenen Saison aus der obersten deutschen Spielklasse in Form von Zorniger-Fußball in bewegten Bildern gesehen. Und in den Jahren davor waren es nicht wesentlich mehr. Mag also nicht sehr verwundern, dass sich diese neue Liga aus meiner Sicht immer noch seltsam fern anfühlt.

Letztmalig persönlich in Kontakt war ich mit einer ersten Liga in den späten 80ern bis ins Jahr 1991 hinein. Damals noch mit Energie Cottbus in der DDR-Oberliga. Es folgte der Absturz in die Drittklassigkeit und das Beobachten vieler spannender Spiele gegen den SC Gatow, Hertha Zehlendorf, Union und ähnliche Berliner Stadtteilvereine.

Irgendwann Mitte bis Ende der 90er verlor sich die Fußballbegeisterung ein wenig in den Irrungen und Wirrungen persönlicher Lebensentwürfe. Der Aufstieg von Energie Cottbus in die 2. Bundesliga 1997 stellte so etwas wie den vorläufigen Endpunkt dar, während es in der Bundesliga (der Erinnerung nach) schon ein Jahr früher mit der live beim Auswärtsspiel bei 1860 verfolgten Meisterschaft von Borussia Dortmund ein Ende hatte. Zu einer Zeit, als man für ein solches Spiel im Vorfeld noch ohne größere Mühen an Karten kommen konnte.

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