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Bundesliga: RB Leipzig vs. VfL Wolfsburg 4:1

Vorletzter Spieltag in der Bundesliga. Das 47. Pflichtspiel in dieser Saison. Eine lange Reise, die zuletzt ordentlich an Fahrt verloren hatte. Gegen Wolfsburg kam RB Leipzig auch dank tatkräftiger Unterstützung der Gäste wieder zurück in die Spur und gewann verdient mit 4:1, nachdem man sich in den ersten 20 Minuten noch ziemlich schwer getan hatte.

Ralph Hasenhüttl änderte seine Formation gleich auf vier Positionen. Orban und Keita saßen gesperrt nur auf der Tribüne. Poulsen und etwas überraschend auch Ilsanker gingen auf die Bank. Bernardo, Konaté, Augustin und Kaiser rückten dafür in die Startformation. Organisiert war das RB-Spiel wieder mal im bewährten 4-2-2-2 mit viel Fokus auf Kompaktheit, Arbeit gegen den Ball und Balleroberungen.

Bruno Labbadia versuchte es auf Wolfsburger Seite nach dreitägigem Trainingslager in Thüringen mit drei Wechseln. Verhaeg war gesperrt, Tisserand verletzt und Blaszczykowski nur auf der Bank. Didavi, Brekalo und Bruma kamen dafür in die Mannschaft. Organisiert war man in einem 3-3-2-2 und mit Steffen und William als Unterstützung auf den Außenbahnen auch sehr offenisv aufgestellt. Im Gegensatz zu letzte Woche, als man gegen den HSV doch sehr passiv und einigermaßen defensiv angetreten war.

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Seltsames Team

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor dem Bundesliga-Spiel von RB Leipzig gegen den VfL Wolfsburg (05.05.2018, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Dominik Kaiser.]

Zielgerade. Vorletzter Spieltag in der Bundesliga. Für RB Leipzig geht es darum, mindestens Platz 6 zu verteidigen, um sich die Chance zu wahren, in die Gruppenphase der Europa League einzuziehen. Von hinten muss man noch Teams wie Frankfurt, Mönchengladbach, Stuttgart oder Hertha fürchten. Nach vorn geht Richtung Hoffenheim und Leverkusen nicht mehr viel.

Theoretisch ist noch ein Saisonergebnis zwischen Platz 4 und 11 drin. Praktisch wird es am Ende vermutlich irgendwas zwischen Platz 6 und 8. Für Platz sechs dürfte man wohl noch mindestens vier Punkte brauchen. Ein Sieg gegen Wolfsburg wäre da sehr hilfreich. Da Hertha gegen Leipzig am kommenden Wochenende das einzige noch übrig gebliebene Duell zwischen Mannschaften auf den aktuellen Plätzen 6 bis 11 (also die Europa-League-Kandidaten) in dieser Saison ist, kann es bei null Punkten aus zwei Spielen für RB tatsächlich auch noch sehr weit runter gehen, weil sich die Konkurrenz nicht gegenseitig die Punkte klaut.

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Abwärtstrend oder Konsolidierung?

Ralph Hasenhüttl meinte letztens, dass es keinen Sinn machen würde, die Saison immer wieder willkürlich in Phasen zu unterteilen und dann zu gucken, wie viel Punkte man geholt hat, um dann entsprechend in der einen oder anderen Richtung zu argumentieren, dass es schlecht oder nicht so schlecht läuft.

Tatsächlich kann man sich da Zahlen auch immer mal wieder schön zurechtlegen, also beschönigen oder verschlechtern, je nachdem, wie man es braucht. Gern genommen dabei in den letzten Wochen beispielsweise, die Punkte zu zählen, die RB Leipzig ab dem 14. Spieltag zu zählen. Das war ein Spiel nach dem Heimsieg gegen Bremen und einem Punkt in Leverkusen. Sinn davon, dass es besonders extrem klingt, wenn man sagt, dass RB zwischen dem 14. und 26. Spieltag nur 14 Punkte holte und nicht noch vier Punkte aus zwei Spielen davor dazuzählt.

Trotzdem macht es natürlich auch Sinn, die Saison in Phasen zu unterteilen, wenn man die entsprechenden Abschnitte nicht dem beabsichtigten Ergebnis entsprechend setzt. Zu Saisonbeginn sagt man ja auch, dass die Tabelle nach zehn Spielen aussagekräftig wird. Entsprechend müssten auch andere Abschnitte von mehr als zehn Spieltagen durchaus ihre ganz eigene Aussagekraft haben. Wenn man dann noch die Grenzen anhand der von der Saison vorgegebenen Länderspielpausen zieht., dann ergibt sich dann eben doch ein ganz gutes Bild.

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Zwischenbilanz: RB Leipzig in der Saison 2017/2018

Insgesamt wartet auf den Verein eine sehr wichtige Saison für die Weiterentwicklung und Konsolidierung auf hohem Niveau. Fernsehgeldtechnisch hinkt man noch enorm hinterher, was gegenüber den Topklubs ein Minus von mal eben rund 70 Millionen Euro macht. Diese Differenz muss man zumindest in Teilen in den nächsten zwei, drei Jahren wettmachen, um den Prozess des wirtschaftlichen Wachstums weiterzugehen. Dazu braucht es aber entsprechende sportliche Leistungen und regelmäßige Teilnahmen in Europa (auch um interessant zu bleiben für die eigenen und für neue Spieler). Was die neue Erwartungshaltung rund um den Verein vorgeben dürfte. Eine Erwartungshaltung, mit der auch Enttäuschungen verbunden sein können. Letzte Saison konnte man diesbezüglich noch jugendlich-befreit aufspielen. Diese Saison muss man erwachsen werden. Und das bei einem ganz engen Spielkalender und wenig Möglichkeiten an grundsätzlichen Dingen zu arbeiten. Wird eine sehr interessante Saison mit vielen Stolperfallen, Fragezeichen, Herausforderungen und Highlights. Hübsches Abenteuer. (RB Leipzig vor der Hinrunde in der Bundesliga 2017/2018)

25 Pflichtspiele hat RB Leipzig nun in dieser Saison hinter sich gebracht. Mit englischen Wochen, bei denen man irgendwann aufgehört hat zu zählen und sich irgendwann fragte, welcher Wochentag eigentlich gerade ist. Tatsächlich war es ein hübsches Abenteuer unter der Herausforderung der Dreifachbelastung und mit einer deutlich gestiegenen Erwartungshaltung. Ein Abenteuer, das die RasenBallsportler ordentlich gemeistert haben, bei dem sich aber auch zeigte, dass in den entscheidenden Momenten gerade im Vergleich mit abgezockten Teams, aber hinten raus auch in der Bundesliga noch ein bisschen was fehlt, um ein konstantes Topteam zu sein.

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Bundesliga: VfL Wolfsburg vs. RB Leipzig 1:1

Vorletzter Spieltag in der Hinrunde der Bundesliga. RB Leipzig zu Besuch beim VfL Wolfsburg, die der guten Besetzung ihres Kaders tabellarisch wieder mal deutlich hinterher hinken. Eigentlich war das Endergebnis ein sicherer Tipp, denn erst dreimal hat Wolfsburg in dieser Saison verloren und das 1:1 gegen Leipzig war bereits das zehnte Unentschieden. Es war diesmal ein Remis mit sehr unterschiedlichen Spielphasen.

In die Partie gegangen war RB Leipzig mit gleich fünf Veränderungen. Die zuletzt angeschlagenen Upamecano und Keita standen genauso in der Startelf wie Konaté, Halstenberg und Bruma. Orban, Demme, Kaiser und Laimer rutschten dafür auf die Bank. Der erkrankte Bernardo stand gar nicht im Kader. Organisiert war man im 4-2-2-2.

Wolfsburg wechselte auf der anderen Seite nur einmal. Divock Origi saß nur auf der Bank. Yannick Gerhardt übernahm seine Position, sodass die Formation etwas defensiver besetzt war. Der VfL probierte es in einem 4-2-3-1, wobei Didavi im Spiel gegen den Ball meist ein 4-4-2- daraus machte.

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Schwer zu fassendes Team

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor dem Bundesliga-Spiel von RB Leipzig beim VfL Wolfsburg (12.12.2017, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Vorletzter Spieltag der Hinrunde bereits. Bisher führt RB Leipzig das Schneckenrennen hinter den Bayern immer noch an. Trotzdem man zuletzt in der Bundesliga in vier Spielen bei einem Sieg, zwei, Unentschieden, einer Niederlage und 6:8 Toren eher durchwachsen unterwegs war.

In der letzten englischen Woche dieses Jahres steht für RB das Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg an. Dienstag, um 18.30 Uhr. Nicht das ganz allergrößte Vergnügen. Was man auch daran sieht, dass der Gästeblock im Gegensatz zur letzten Saison mit reichlich 1.100 Fans bei weitem nicht ausverkauft sein wird.

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Weniger Rotation als gedacht

Rotation und Belastungssteuerung sind in der bisherigen Saison Wörter gewesen, die rund um RB Leipzig im Dauerfeuer verwendet wurden. Tatsächlich lassen sich diesbezüglich schon deutliche Effekte zeigen.

Denn bereits nach 20 Pflichtspielen hat RB Leipzig fast so viele Feldspieler eingesetzt wie in der letzten Saison in 35 Pflichtspielen während der gesamten Spielzeit. 21 sind es bisher, 22 waren es in der ersten Bundesligasaison.

Noch interessanter, dass 2016/2017 gerade mal 14 Feldspieler mindestens 20% der Spielzeit absolvierten. In dieser Saison sind das aktuell 17 Feldspieler, die zumindest halbwegs verlässlich auf Spielzeit kommen.

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Jugendliche Leichtigkeit

Nachwuchsarbeit. Hier im Blog immer mal an verschiedenen Stellen ein Thema. Und immer auch eins, was sich Vereinsverantwortliche gern stolz an die Brust heften, weil sportliche Elitenförderung bei Minderjährigen offenbar immer noch als ein Bereich mit besonderer, positiver gesellschaftlicher Relevanz gilt. Warum auch immer.

Manchmal führt das auch zu leichten Stilblüten. So wie letztens, als sich Ralf Rangnick über die Nachwuchsarbeit in England ausließ. Da bestaunte er die aktuellen Erfolge der englischen Nachwuchsnationalmannschaften, um gleichzeitig die Politik der englischen Klubs zu kritisieren. „Aber keiner dieser jungen Spieler hat eine echte Chance, für die erste Mannschaft zu spielen. Wenn Spieler mit 16 Jahren Verträge in diesen Akademien abschließen, sollten sie sich im Klaren darüber sein, dass sie wahrscheinlich nie das Trikot der ersten Mannschaft tragen werden.“ Was ein bisschen lustig ist, wenn das der Sportdirektor eines Klubs sagt, der noch nie ein Talent an die Männermannschaft herangeführt und gerade erst mit der Auflösung der U23 diverse Nachwuchsjahrgänge bis auf die verliehenen Agyemang Diawusie und Felix Beiersdorf (beides 1998er-Jahrgänge) komplett entsorgt hat.

Davon abgesehen, ob die Rangnick-Behauptung in dem Text stimmt, dass über 80% der Spieler des letztjährigen Champions-League-Viertelfinales schon mit 17 im Männerbereich gespielt haben (ein kurzer Test mit ein paar Spielern aus Madrid und Leicester ergab eine deutlich geringere Quote, das mag aber Zufall sein), bleibt doch wohl der von Rangnick benannte Fakt, „dass Spieler schon früh beginnen müssen, aufs Erwachsenen-Level zu kommen“, so wie man das beim Youth-League-Sieger Red Bull Salzburg gesehen habe, wo die Akteure regelmäßig in der zweiten österreichischen Liga beim FC Liefering spielen. Was auch wieder witzig ist, hat man doch bei RB Leipzig genau jene Mannschaft (die U23) abgeschafft, die Spielern in der Breite früh die Chance auf Erfahrungen im Männerbereich hätte geben können.

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Vom Durchschnittsklub zum Hype in einer Saison

Die Saison 1995/1996 brachte insgesamt viel, viel Eindrücke, die weit über den Cottbuser Tellerrand hinausgingen und einen neuen Zugang zum vereinigten Deutschland. Es war nicht immer ein gutes Jahr in München, dazu blieb Stadt und Leben dort in vielerlei Hinsicht zu verschlossen, aber es war ein Jahr mit viel Input und viel Hineinschauen in ein Leben, das es in einer schrumpfenden, vor allem im kulturellen Alltag noch meist depressiven, ostdeutschen Kleinstadt so gar nicht gab.
In Bezug auf den Fußball war es ein seltsames Jahr. Nach mehr als zehn Jahren war 1995/1996 die erste Saison, in der Energie Cottbus nicht zweiwöchentlich das Ziel des Pilgerns wurde. Die Saison, mit der die großen Taten der kommenden Jahre vorbereitet wurden, ging ziemlich an mir (aber wie gewohnt auch an den großen Teilen des restlichen Cottbus) vorbei, ohne dass ich mich vom Club emotional bereits entfernt hätte. (Neue Wege nach der Saison 19995/1996)

München war Mitte der Neunziger ein Zwischenschritt gewesen. Die Spielzeit 1996/1997 (wenn man Lebensabschnitte mal in Fußballspielzeiten denkt) war dann vielleicht die erste, die wirklich heraus aus einer Nachwende-Verwaltungshaltung führte, hin zu einem Leben, in dem man langsam ankommt in der neuen Welt und anfängt eigene Ideen zu leben und Möglichkeiten zu entwickeln und zu verwirklichen.

Gewissermaßen ist die Generation, die rund um die Wende begann, erwachsen zu werden, also noch vom Sozialismus erzogen und sozialisiert und dann pünktlich zum Start ins Erwachsensein in den Kapitalismus geschleudert wurde, eine Generation, deren Lebensläufe auch ein Stück weit brüchig wurden. Einmal war ich bei einem Klassentreffen der Klasse, mit der ich 1990 die zehnte Klasse absolviert hatte und aus der Schule ausgeschieden war. Geradlinige Lebensläufe waren kaum zu finden. Jeder ging seine Wege und suchte nach seinem Platz. Und fand ihn auf die eine odere andere Art und Weise bunt verstreut quer durch die Republik.

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Rotation als neue Herausforderung

Die große Veränderung im Vergleich zur Vorsaison wird die steigende Belastung für die Profis von RB Leipzig. Gerade mal 35 Pflichtspiele absolvierte man in der Vorsaison. Abgesehen von Werder Bremen musste kein Bundesliga-Team so selten ran. Im Vergleich dazu warten 2017/2018 allein bis zur Winterpause schon mindestens 24 Pflichtspiele. Wenn man von einem Weiterkommen im DFB-Pokal in der ersten Runde ausgeht, dann sogar 25.

Bei RB Leipzig hat man darauf mit einer Verbreiterung des Kaders bzw. eine Verbesserung der Qualität in der Breite reagiert. 20 Feldspieler plus 4 Nachwuchsfeldspieler hat man als Kaderplanungsparole ausgegeben. Nominell wäre man damit aktuell abgesehen von noch einem noch nicht benannten, vierten Nachwuchsakteur, der regelmäßig bei den Profis mittrainiert, durch.

Ob man damit breit genug aufgestellt ist, wird die kommende Saison zeigen. Letztlich ist es vor allem eine Frage von Qualität und nicht Quantität, denn wenn du im Saisonverlauf durchrotieren musst, brauchst du auch bis runter zur Nummer 18 bis 20 verlässliche Qualität im Kader.

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Bilanzen vom Rande des Spielfelds aus der Bundesliga 2016/2017

Wagen wir uns auch noch mal an einen Überblick über die Zuschauerzahlen der letzten Saison. Meist als eine Art Schwanzvergleich benutzt, soll es hier eher um einen nüchternen Blick auf den Stand der Dinge, auf Interesse und Desinteresse gehen.

Bei RB Leipzig waren zum siebten Mal in Folge steigende Zuschauerzahlen zu beobachten. Das konnte nicht wirklich überraschen nach dem Bundesligaaufstieg. Es könnte allerdings vor dem Ausbau des Stadions auch das letzte Mal gewesen sein, dass man einen Anstieg im Zuschauerinteresse verzeichnen kann.

Wobei die Entwicklung in der kommenden Saison interessant bleibt. Der sportliche Erfolg diese Saison war überwältigend und dürfte in der Form nicht zu wiederholen sein. Entsprechend stellt sich die Frage, ob sich der Zuschauerschnitt trotzdem auf hohem Niveau konsolidiert, wie er das bisher stets bei Verbleib in einer Liga getan hatte, oder ob man da Verluste hinnehmen muss. Diesbezüglich auch nicht uninteressant, ob manch ein Besucher nicht auch mal ein Bundesliga-Heimspiel auslässt, wenn es unter der Woche ein Champions-League-Heimspiel gibt. Bilanzen vom Rande des Spielfelds aus der Bundesliga 2016/2017 weiterlesen

RB Leipzig in der Bundesliga 2017/2018

Seit vorgestern und dem Sieg des VfL Wolfsburg in der Relegation gegen Braunschweig. steht die Besetzung der neuen Bundesliga-Saison fest. Für RB Leipzig gibt es dabei zwei neue Teams, mit denen man sich messen kann. Bisher trat man in Pflichtspielen nur gegen die zweiten Mannschaften von Hannover 96 und dem VfB Stuttgart an. Nun also die Premieren gegen deren Profimannschaften.

Für die Bundesliga sind die beiden Neulinge alte Bekannte. Weswegen diesmal kein Bundesliganeuling wie in den Vorjahren mit Paderborn, Ingolstadt oder Leipzig ins Haus geschneit kommt. Hannover war bis 2016 14 Spielzeiten lang Teil des Oberhauses. Für Stuttgart war die vergangene Saison sogar der erste Zweitligaausflug seit den 70ern.

Mit dem Aufstieg der beiden Teams wird auch noch mal deutlich, dass die Schere zwischen erster und zweiter Liga deutlicher auseinandergeht. Dass sie nach einem Jahr bei allen hausgemachten Problemen recht souverän wieder aufgestiegen sind und sich Wolfsburg trotz schwacher Leistung gegen Braunschweig durchsetzen konnte, zeigt den Vorsprung der alteingesessenen Bundesligisten gegenüber Zweitligaherausforderern. Ein Abstand, der durch die neue Fernsehgeldverteilung, die Erstligaabsteiger und Teams mit längerer Historie im Profifußball bevorteilt, noch größer werden dürfte.

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Bilanz: RB Leipzig in der Saison 2016/2017

Aktuell geht es eher darum, die Welle auch über den Winter weiterzureiten. Die Diskussionen, dass Leipzig in einen europäischen Wettbewerb einziehen muss, werden weitergehen. Von RB-Seite hält man sich diesbezüglich weiter bedeckt und stellt lieber die Entwicklung der Mannschaft in den Mittelpunkt. Fakt ist, dass man an den Europa-Debatten als Zweiter und bei elf Punkten Vorsprung auf Platz 7 nicht vorbeikommt. Fakt ist auch, dass Rangnick und Hasenhüttl irgendwas zwischen Platz 1 und 6 sicherlich sehr gern mitnehmen würden. Und die sportlichen Leistungen der Hinrunde haben entsprechende Ansprüche durchaus untermauert. Wird halt spannend, ob man nach der Winterpause den nächsten sportlichen Schritt in Sachen Konstanz gehen kann. (Zwischenbilanz: B Leipzig in der Saison 2016/2017)

Das was RB Leipzig vor der Winterpause auf den Rasen brachte, war überragend. Dass man dieses Niveau über die ganze Saison würde tragen können, war mehr als unwahrscheinlich. Entsprechend waren die 18 Spiele nach der Winterpause auch im Vergleich zu den ersten 16 Spielen geprägt von einigen Wellen in der Tagesform.

Der von vielen erwartete oder prognostizierte Einbruch blieb allerdings aus. Vielmehr stand eine Konsolidierung auf sehr hohem Niveau an. Anpassungen im Team betrafen sowohl die personelle Zusammensetzung als auch taktische Fragen. Notgedrungen oder freiwillig war gerade der erste Teil der Zeit nach der Winterpause auch geprägt von Versuchen, den Kader breiter einzusetzen. Dazu wich man auch zeitweise vom 4-2-2-2 ab und probierte es mit einer Dreierkette in der Abwehr oder mit Hasenhüttls Ingolstädter 4-3-3.

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Unterschiedliche Sorten Pausentee

Es war am Wochenende erst das zweite Mal der Fall, dass RB Leipzig am Ende des Spiels weniger Punkte hatte als zur Halbzeit. In beiden Fällen (in Mönchengladbach und auf Schalke) kassierte man noch den 1:1-Ausgleichstreffer. Damit bleibt RB weiterhin die einzige Mannschaft neben den Bayern, die noch nicht verloren hat, wenn man zur Halbzeit nicht schon zurücklag. Sprich, man muss Leipzig vor der Pause schlagen, wenn man gegen sie gewinnen will.

Dabei ist RB auch das Team, das zwischen Halbzeitpause und Abpfiff den größten Punktezuwachs verzeichnet. Im Schnitt gewinnt man pro Spiel noch mal 0,57 Punkte zu dem dazu, was man sich schon bis zur Pause erkämpfte. Bis zum Halbzeitpfiff kommt man in 30 Spielen auf 45 Punkte. Was deutlich weniger sind als Dortmund oder Hoffenheim bis dahin holen. 17 Punkte packt man aber in den folgenden 45 Minuten noch mal drauf, während beim BVB nur noch ein Pünktchen dazukommt und bei Hoffenheim sechs.

Auffällig auch die Bilanzen von Augsburg und mit Abstrichen Hamburg, die in der ersten Hälfte die wenigsten Punkte aller Bundesligisten holen, aber nach der Pause im Gegensatz zu den anderen Abstiegskandidatn noch mal Punkte gewinnen statt welche zu verlieren. Auch Freiburg sehr weit oben in dieser Statisik. Denn nach der Pause packt man im Schnitt noch mal 0,4 Punkte pro Spiel auf die 32 Pausenpunkte drauf. Und steht damit auf einem Europa-League-Platz. Unterschiedliche Sorten Pausentee weiterlesen

Überraschend wichtiges Ausbildungsteam

Gestern ging es im „Champagner statt Bier“-Podcast auch um die Ausbildung in U23-Mannschaften und dass diese eine immer kleinere Rolle für Bundesligisten spielen würden, weil daraus kaum Spieler hervorgehen. Sprich Aufwand und Ertrag würden in keinem sinnvollen Verhältnis stehen. Sodass die U23-Teams langsam überflüssig werden. So die These, die ja so ähnlich auch von RB Leipzig bei der Abmeldung der U23 vom Spielbetrieb zum Sommer vertreten wurde.

Wie immer bei solchen Sachen hilft es, wenn man sich die Dinge anhand der Empirie versucht ein bisschen zu verdeutlichen. Wenn man mal die 18 aktuellen Bundesligisten heranzieht und sich von denen die elf meisteingesetzten Spieler hinsichtlich ihrer Einsätze in U23-Teams in der Vergangenheit anschaut, dann bekommt man schon mal einen ersten Eindruck.

Erstaunlicherweise (zumindest für mich war das erstaunlich) sind es pro Bundesligist rund fünf Spieler (insgesamt 92), die in ihrer Karriere mindestens zehnmal in einem U23-Team aufliefen. Sprich, fast die Hälfte der meisteingesetzten Spieler eines Vereins (also der tragenden Säulen eines Klubs) genossen eine Ausbildung im Nachwuchsbereich deutlich über die U19 hinaus. Damit ist das die größte Gruppe vor den Spielern, die aus dem Ausland nach Deutschland kamen oder sich (in kleiner Zahl) jenseits der U23 in Deutschland durch die Karriere bissen.

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Eher nüchtern, denn spektakulär

Seit letzte Woche sind auch die letzten Spiele in der Bundesliga terminiert. Wie schon für die Zeit bis zum 20. Spieltag mal gemacht, hier ein Überblick zu den Terminen, zu denen die Bundesligisten über die Saison gesehen antreten durften. Auch vor dem Hintergrund, dass an mancher Stelle in den weiten Welten der individuellen Online-Kommunikation gern mal eine Bevorteilung von RB Leipzig bei der Vergabe von exklusiven Spielterminen gewittert wurde.

Exklusive Spieltermine sind all jene, zu denen kein Parallelspiel in der Bundesliga stattfindet. Darf man zu so einem Zeitpunkt antreten, sichert das gute Medienzahlen, weil dann natürlich wesentlich mehr Zuschauer auch am TV dabei sind, als wenn man am Samstagnachmittag und da vielleicht noch parallel zu den Quotenkönigen aus München oder Dortmund spielt. Und dann aufmerksamkeitstechnisch ein wenig untergeht.

Absoluter König des exklusiven Spieltermins ist der FC Schalke 04. Ein Verein, der in Deutschland gut ein paar Anhänger hat (neben Bayern und Dortmund der dritte bundesweit funktionierende Klub) und für Sky deswegen sowieso schon von Interesse ist. Dazu hat der Klub Europa League gespielt (bzw. spielt noch), was ihm gleich 14 Sonntagsspiele eingebracht hat. Bei lediglich 29 Spieltagen, an denen es überhaupt Sonntagsspiele gab und noch gibt. Entsprechend logisch, dass man mit nur zehn Spielen am ‚regulären‘ Samstagnachmittagtermin dort deutliches Schlusslicht ist. Gleich 21mal trat man zu einem exklusiven Spieltermin an. Falls man in das Halbfinale der Europa League einzieht, kommt man sogar noch auf ein 22. Mal, weil man dann am vorletzten Spieltag statt am traditionellen Samstag ausnahmsweise Sonntag spielen würde.

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Keine Welle ohne Delle

Die letzte Länderspielpause der Saison. Manch einer wird sagen, dass sie nach drei Spielen ohne Sieg für RB Leipzig zum richtigen Zeitpunkt kommt. Weil man vor den letzten neun Spielen dieser Spielzeit, die ab dem 01.04.2017 innerhalb von sieben Wochen ausgetragen werden, noch mal durchschnaufen und feinjustieren kann.

Seit Spieltag acht ist RB Leipzig nun schon Zweiter oder besser. Nur fünfmal stand man überhaupt auf einem Platz, der nicht zur Teilnahme an der Champions League berechtigen würde. Klar hat man bisher im Saisonverlauf schon viel erreicht und deutlich über den Erwartungen gepunktet. Trotzdem oder deswegen wäre ein Herausrutschen aus den Top3 oder gar Top4 inzwischen durchaus eine Enttäuschung. Sprich, man hat nicht mehr nur etwas zu gewinnen, sondern auch zu verlieren. Auch deshalb vielleicht ganz gut, dass man jetzt mal ein paar Tage zum Durchschnaufen und Ablenken vor dem Saisonfinale kriegt.

Wenn man die bisher neun Spiele seit der Winterpause nimmt, dann war das aus Sicht von RB Leipzig schon auch ein wenig eine Berg- und Talfahrt. Vier Siege, vier Niederlagen und ein Unentschieden stehen im Jahr 2017 bisher zu Buche. Damit erreichte man 13 Punkte. Was im Vergleich der Bundesliga mittleres Niveau bedeutet. Interessant, dass man auf die Topteams Bayern, Dortmund und Hoffenheim seit der Winterpause zwischen vier und zehn Punkten verlor, während man auf die potenzielle Europa League Konkurrenz (Hertha, Köln, Frankfurt) sogar noch Punkte (zwischen einem und sechs) gutmachte.

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Mia san entschlüsselt

„Ohne uns wäre die Bundesliga im März schon entschieden“, erklärte Ralph Hasenhüttl noch Anfang Februar vor dem Spiel von RB Leipzig in Dortmund. Drei Niederlagen später ist es Mitte März und die Bundesliga zumindest in Sachen Meisterschaft entschieden. „Mia san mia“ heißt es bei den Bayern auch in dieser Saison. „Mia san entschlüsselt“, so könnte man nach der Niederlage gegen Wolfsburg mit Blick auf allerlei Berichte von der Partie meinen, heißt es nun statt des Bayernjägers in Leipzig. Wobei die Rolle des Bayernjägers genauso wie die Interpretation, entschlüsselt worden zu sein, ja eine Zuschreibung von außen ist.

Letztlich tritt in Leipzig vor allem erstmal Normalität ein. Man gewinnt Spiele und verliert Spiele. Man spielt teilweise gut und teilweise nicht so gut. Auf keinen Fall spielt man seit der Winterpause völlig abseits des möglichen in einer Bundesliga, die in der Rückrunde sehr viel ausgeglichener ist als in der Hinrunde.

Elf Punkte trennte nach sieben Spielen Platz 3 und Platz 16, also Toptrio und die letzten drei Mannchaften. In der Rückrundentabelle liegen zwischen Platz 3 und 16 gerade mal sechs Punkte. Und RB Leipzig liegt mit zehn Punkten genau in der Mitte. Wenn man am Anfang der Saison sagt, dass die Tabelle nach zehn Spielen Aussagekraft hat, dann stellt sich nun die Frage, in welche Richtung der Trend bei RB Leipzig weist. Beißt man sich eher an den oberen Plätzen fest oder geht der Trend nach unten?

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Bundesliga: RB Leipzig vs. VfL Wolfsburg 0:1

24. Spieltag der ersten Bundesligasaison von RB Leipzig. Zu Gast war der VfL Wolfsburg. Ziel war, die 50-Punkte-Marke zu überspringen. Am Ende stand eine 0:1-Niederlage gegen einen abstiegsgefährdeten VfL, der nach Trainerwechsel phasenweise zeigte, dass man sehr viel mehr Qualität im Kader hat, als das die bisherige Saison vermuten ließ.

In die Partie ging RB Leipzig mit einer Veränderung. Der gesperrte Stefan Ilsanker musste ersetzt werden. Ralph Hasenhüttl entschied sich für Dominik Kaiser. Weil er Naby Keita gern auf der Sechs wollte. Weswegen dort kein Platz mehr für Rani Khedira war. Interessante Begründung auch, dass man mehr spielerische Qualität auf dem Platz wollte und dafür lieber auf Power im Spiel gegen den Ball verzichtete. Ein Plan, den Hasenhüttl hinterher als nicht aufgegangen empfand.

Durch die Kaiser-Hereinnahme änderte sich auch die Formation von RB Leipzig. Statt des zuletzt zweimal gespielten 4-3-3 kehrte man zum in der Saison überwiegend gespielten 4-2-2-2 zurück.

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