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Bundesliga: VfL Wolfsburg vs. RB Leipzig 1:0

Der letzte Block vor der Winterpause ging für RB Leipzig mit dem Spiel beim VfL Wolfsburg los. Aufgrund von Verletzungsausfällen reiste RB mit wenig Kreativität im Mittelfeld an. Und verlor aufgrund der eigenen Harmlosigkeit nicht unverdient mit 0:1.

Neben Forsberg musste Ralf Rangnick auch auf Marcel Sabitzer, Kevin Kampl und Dayot Upamecano verzichten. Vor allem die ersten beiden zusätzlichen Ausfälle taten richtig weh. Entsprechend dünn wurde es in der kreativen Zentrale, wo mit Ilsanker, Laimer und Demme eher die Arbeiter gegen den Ball dominierten. Gespielt wurde in der oft genutzten 4-3-3-Formation, die mit einem Bruma auf der Zehn und einem Ilsanker auf der Sechs eher Richtung Raute geht.

Auf Wolfsburger Seite konnte Ginczek entgegen der Erwartungen doch mitwirken. Knoche ersetzte erwartungsgemäß den verletzten Tisserand. Mehmedi kam für Malli ins Spiel. Letztlich spielte es Wolfsburg ähnlich wie Leipzig in einer Art 4-3-3 mit einem Mehmedi auf der Zehn und einem Arnold auf der Sechs, also einer Art Raute.

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Stabileres Auftreten ohne Verbesserungen im Resultat

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor dem Bundesliga-Spiel von RB Leipzig beim VfL Wolfsburg (24.11.2018, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick.]

Nach 23 Pflichtspielen und der letzten Länderspielpause geht es in die finalen Wochen des Fußballjahres 2018. Für RB Leipzig stehen noch acht Spiele auf dem Programm. Sechs davon in der Bundesliga, inklusive einer englischen Woche vor Weihnachten. Zwei davon in der Europa League, in der RB nur mit zwei Siegen sicher in die K.o.-Phase einzieht. Bisher hat das Rangnick-Team eine sehr gute Saison gespielt. In den verbleibenden Wochen bis Weihnachten kann man diese Ausgangssituation weiter verbessern, aber auch erste Saisonziele (Überwintern in Europa) verpassen.

Gewissermaßen steht man an einem ähnlichen Punkt wie vor einem Jahr, als man auch mit einer sehr guten Ausgangsposition in die letzte Phase des Jahres ging, aber mit nur zwei Punkten aus den letzten vier Bundesligaspielen einen kleinen Hänger hatte. Damals spielten nachlassende Physis und Ausscheiden aus der Champions League gleichermaßen eine Rolle. Beides (wenn man CL durch EL ersetzt) sind auch diese Saison wieder mögliche Faktoren.

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Fehlende Korrektive

Meine gemischten Gefühle in Bezug auf die Football Leaks hatte ich schon anlässlich einer Rezension eines Buches dazu formuliert. Einerseits interessante Dokumente, die mit hoher Rechercheleistung ein paar interessante Zusammenhänge in den Abläufen des sonst an der Oberfläche glattgebügelten Fußballgeschäfts verdeutlichten. Auf der anderen Seite ein skandalisierend-moralisierender Zugang zum Thema, der relativ schnell ermüdete.

Daran hat sich auch in der neuesten Runde an Enthüllungen nichts geändert. Nur dass es etwas unübersichtlicher geworden ist, den Beiträgen dazu zu folgen, weil mal hier und mal dort irgendwas in irgendeiner Sprache aufploppt, was dann kleinere oder größere Geschichten sind. Und weil es dann auch weiterhin darum geht, das größtmögliche Skandalpotenzial mitzunehmen und dazu passende Themen in den Mittelpunkt zu stellen.

Entsprechend wurde dann die Wahrnehmung der neuesten Football-Leaks-Dokumente, die der Spiegel, die ARD und ein Recherchenetzwerk zuletzt präsentierten, erstmal mit Debatten um eine europäische Superliga überflutet, für die verschiedene Großklubs in Europa bereits fertige Pläne in der Schublade haben oder gehabt haben sollen. Ein Thema, dessen Spannungsgrad (jenseits konkreter Ausformungen) wenig spannend ist.

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Bilanzen vom Rande des Spielfelds aus der Bundesliga 2017/2018

Der Rückblick auf die Zuschauerzahlen in der vergangenen Saison steht noch aus. Auch diesmal geht es weniger um einen Schwanzvergleich, sondern eher um eine nüchterne Bestandsaufnahme zu den Tendenzen, die man aus der abgelaufenen Spielzeit herauslesen kann. Sowohl in Bezug auf RB Leipzig, aber auch in Bezug auf die Bundesliga generell, in der ja zwischenzeitlich der wahrnehmbare Zuschauerrückgang an verschiedenen Stellen durchaus deutlich diskutiert und hinterfragt wurde.

Erstmals in der Vereinsgeschichte schloss RB Leipzig in der letzten Saison schlechter ab als in der Vorsaison. Das galt nicht nur in der sportlichen Endtabelle, sondern auch für den Zuschauerschnitt im Ligabetrieb. Immerhin rund 2.000 Zuschauer spuckten die offiziellen Statistiken am Ende im Schnitt weniger pro Leipziger Spiel aus. Wenn man dazu rechnet, dass dem Verein da vor allem teure Tagestickets durch die Lappen gingen, summiert sich der Verlust über die Saison gesehen dann schnell mal auf einen niedrigen siebenstelligen Betrag.

Schon vor einem Jahr konnte man mutmaßen, ob die erstmalige Teilnahme an der Champions League (und später Europa League) nicht genau einen solchen Effekt hervorrufen würde. Dazu war es die zweite Bundesligasaison und der sportliche Durchmarsch der Vorsaison natürlich nicht zu wiederholen. Vielmehr gab es auch einige Heimspiele, die nicht wirklich als Festtage in Erinnerung blieben, sondern im besten Fall nüchtern gespielter Ergebnisfußball waren.

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Lernpotenziale

Unwort des letzten Jahres war sicherlich die „Dreifachbelastung“ aka „Doppelbelastung“ aka „Mehrfachbelastung“ und alle Variationen davon, die sich um Belastungssteuerung, mentale und physische Ausgelaugtheiten und Frische drehten.

Wobei das Verrrückte dabei ist, dass das Einbeziehen dieser Dinge tatsächlich von Relevanz für die Interpretation der Saison ist. Aber das vor allem vor der Winterpause, aber auch in der Schlussphase der Saison vorauseilende Argumentieren mit der Belastung war doch einigermaßen nervtötend. Zumal sich bspw. ein Ralph Hasenhüttl in der Vorsaison gegenüber dem Weinzierl-Schalke nach deren Europa-League-Schlacht gegen Ajax noch mit einem leicht despektierlichen ‚wir werden die Doppelbelastung nächstes Jahr nicht als Ausrede nehmen, wenn es nicht läuft‘ geäußert hatte, weil S04 nach dem 1:1 gegen Leipzig auch auf das Spiel unter der Woche verwiesen hatte.

Egal wie, es lässt sich schwerlich wegdiskutieren, dass es einen Unterschied macht, ob du weit über 40 Pflichtspiele in der Saison bestreitest oder nur 35 oder 36. Angesichts dessen, dass jedes Spiel mit einem hohen physischen und psychischen Aufwand verbunden ist, wird es halt irgendwann auch mal schwer, zu 100% fokussiert und fit in ein Spiel zu gehen. Man kann das auch gern mal mit sich als Zuschauer vergleichen, mit welcher Energie man am Ende von drei englischen Wochen ein Auswärtsspiel sagen wir in Mainz angeht und was der Unterschied zu einem sagen wir ersten Heimspiel der Saison ist. Diesbezüglich sind dann alle auch nur Menschen.

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RB Leipzig in der Bundesliga 2018/2019

Fast ging es ein bisschen unter zwischen Hasenhüttl-Abgang, Europa-League-Quali-‚Absturz‘, Pfingsten und Trainerroulette. Nämlich, dass seit Dienstag die Zusammensetzung der Bundesliga für die kommende Saison feststeht.

Aus RB-Sicht wird es historisch. Nachdem man diese Saison erstmals in der Vereinsgeschichte schlechter abschnitt als im Vorjahr, tritt man nun 2018/2019 erstmals in einer Liga an, in der man keinerlei neue Gegner kennenlernen darf. Denn mit Nürnberg und Düsseldorf steigen zwei Teams auf, die RB bereits aus Duellen in der zweiten Liga kennt. Wäre Kiel aufgestiegen, hätte man gegen die Norddeutschen sogar bereits die Spiele 7 und 8 austragen müssen, so viel wie gegen keine andere Mannschaft.

Die Fahrt ganz in den Norden in einen der bescheideren Gästeblöcke diesen Landes erspart sicht RB Leipzig nun. Dafür geht es ins recht nahe Nürnberg und zu DJ Opa nach Düsseldorf, der vermutlich schon mal seine Plattentasche für das RB-Spiel im Geist durchgeht, während die Social-Media-Abteilung sich ganz in der Tradition eines Zweitligisten im klassischen RB-Logoverzicht übt.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. VfL Wolfsburg 4:1

Vorletzter Spieltag in der Bundesliga. Das 47. Pflichtspiel in dieser Saison. Eine lange Reise, die zuletzt ordentlich an Fahrt verloren hatte. Gegen Wolfsburg kam RB Leipzig auch dank tatkräftiger Unterstützung der Gäste wieder zurück in die Spur und gewann verdient mit 4:1, nachdem man sich in den ersten 20 Minuten noch ziemlich schwer getan hatte.

Ralph Hasenhüttl änderte seine Formation gleich auf vier Positionen. Orban und Keita saßen gesperrt nur auf der Tribüne. Poulsen und etwas überraschend auch Ilsanker gingen auf die Bank. Bernardo, Konaté, Augustin und Kaiser rückten dafür in die Startformation. Organisiert war das RB-Spiel wieder mal im bewährten 4-2-2-2 mit viel Fokus auf Kompaktheit, Arbeit gegen den Ball und Balleroberungen.

Bruno Labbadia versuchte es auf Wolfsburger Seite nach dreitägigem Trainingslager in Thüringen mit drei Wechseln. Verhaeg war gesperrt, Tisserand verletzt und Blaszczykowski nur auf der Bank. Didavi, Brekalo und Bruma kamen dafür in die Mannschaft. Organisiert war man in einem 3-3-2-2 und mit Steffen und William als Unterstützung auf den Außenbahnen auch sehr offenisv aufgestellt. Im Gegensatz zu letzte Woche, als man gegen den HSV doch sehr passiv und einigermaßen defensiv angetreten war.

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Seltsames Team

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor dem Bundesliga-Spiel von RB Leipzig gegen den VfL Wolfsburg (05.05.2018, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Dominik Kaiser.]

Zielgerade. Vorletzter Spieltag in der Bundesliga. Für RB Leipzig geht es darum, mindestens Platz 6 zu verteidigen, um sich die Chance zu wahren, in die Gruppenphase der Europa League einzuziehen. Von hinten muss man noch Teams wie Frankfurt, Mönchengladbach, Stuttgart oder Hertha fürchten. Nach vorn geht Richtung Hoffenheim und Leverkusen nicht mehr viel.

Theoretisch ist noch ein Saisonergebnis zwischen Platz 4 und 11 drin. Praktisch wird es am Ende vermutlich irgendwas zwischen Platz 6 und 8. Für Platz sechs dürfte man wohl noch mindestens vier Punkte brauchen. Ein Sieg gegen Wolfsburg wäre da sehr hilfreich. Da Hertha gegen Leipzig am kommenden Wochenende das einzige noch übrig gebliebene Duell zwischen Mannschaften auf den aktuellen Plätzen 6 bis 11 (also die Europa-League-Kandidaten) in dieser Saison ist, kann es bei null Punkten aus zwei Spielen für RB tatsächlich auch noch sehr weit runter gehen, weil sich die Konkurrenz nicht gegenseitig die Punkte klaut.

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Abwärtstrend oder Konsolidierung?

Ralph Hasenhüttl meinte letztens, dass es keinen Sinn machen würde, die Saison immer wieder willkürlich in Phasen zu unterteilen und dann zu gucken, wie viel Punkte man geholt hat, um dann entsprechend in der einen oder anderen Richtung zu argumentieren, dass es schlecht oder nicht so schlecht läuft.

Tatsächlich kann man sich da Zahlen auch immer mal wieder schön zurechtlegen, also beschönigen oder verschlechtern, je nachdem, wie man es braucht. Gern genommen dabei in den letzten Wochen beispielsweise, die Punkte zu zählen, die RB Leipzig ab dem 14. Spieltag zu zählen. Das war ein Spiel nach dem Heimsieg gegen Bremen und einem Punkt in Leverkusen. Sinn davon, dass es besonders extrem klingt, wenn man sagt, dass RB zwischen dem 14. und 26. Spieltag nur 14 Punkte holte und nicht noch vier Punkte aus zwei Spielen davor dazuzählt.

Trotzdem macht es natürlich auch Sinn, die Saison in Phasen zu unterteilen, wenn man die entsprechenden Abschnitte nicht dem beabsichtigten Ergebnis entsprechend setzt. Zu Saisonbeginn sagt man ja auch, dass die Tabelle nach zehn Spielen aussagekräftig wird. Entsprechend müssten auch andere Abschnitte von mehr als zehn Spieltagen durchaus ihre ganz eigene Aussagekraft haben. Wenn man dann noch die Grenzen anhand der von der Saison vorgegebenen Länderspielpausen zieht., dann ergibt sich dann eben doch ein ganz gutes Bild.

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