Pressekonferenz: RB Leipzig vs. 1. FC Köln

[Nach dem Bundesligaspiel zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Köln hier die Einschätzungen der beiden Trainer Stefan Ruthenbeck und Ralph Hasenhüttl von der Pressekonferenz.]

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20.09

Puh. Sehr gute erste Halbzeit, in der RB zu wenig Tore schießt. Und dann eine katastrophale zweite Halbzeit ohne Ballkontrolle, in der Köln reifer, spritziger und wacher war und am Ende sogar noch verdient gewann. Da wäre Enttäuschung schon fast ein zu positiver Begriff nach dieser zweiten Hälfte. Das war von RB offensiv und defensiv viel zu wenig, während Köln eine gute Ballsicherheit hatte und gut und aggressiv verteidigte.

20.11

Das Gute am Ende der zweiten Halbzeit war, dass sie kaum noch jemand sah und das Spiel im Stadion fast schon unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Keine 32.000 Zuschauer, von denen ein großer Teil auch noch direkt nach dem 1:2 verschwand. Ja klar, es war kalt, aber.. Ach lassen wir das.

20.13

Die dritte Niederlage am Stück. Hab es grad nicht im Blick. Aber so viele Niederlagen am Stück dürfte RB noch nie kassiert haben. Ah ja, die RB-Fans klären hier im PK-Raum grad auf. In der zweiten Liga unter Beierlorzer gab es mal drei Niederlagen hintereinander.

20.31

Stefan Ruthenbeck: „Bin stolz auf meine Mannschaft. In Rückstand zu geraten und so eine zweite Halbzeit zu spielen, ist keine Selbstverständlichkeit. Waren sehr mutig. Wahnsinn. Riesenkompliment an das Team. Sind nicht gut ins Spiel gekommen. Kriegen mit der ersten Chance das 1:0. Hatten dann eine Terodde-Chance und ich dachte, das uns der Rückstand nicht schockt. Dem war aber nicht so, denn Leipzig hat uns dann laufen lassen und wir haben nicht gut verteidigt. Gegner muss 2:0, 3:0 führen. Letzte fünf Minuten vor der Pause kippte das Spiel schon leicht. Das hat uns Hoffnung gemacht. In der Kabine haben wir uns daran hochgezogen, dass Orban gegen Osako tief in der eigenen Hälfte getunnelt hat. Zwischen den Linien dann gut agiert. Hohen Druck ausgeübt. Wollten frühe Flanken schlagen. Ob wir verdient gewonnen haben, weiß ich nicht. Wegen der ersten Halbzeit nicht. Haben uns den Sieg aber in der zweiten Halbzeit erarbeitet. Hohe Intensität in den Zweikämpfen. Trainerteam und Mannschaft haben gut gearbeitet. Nächstes Endspiel gegen Stuttgart.“

20.33

Ralph Hasenhüttl: „Glückwunsch an Stefan Ruthenbeck und die Mannschaft. Gibt nicht viel hinzuzufügen. Sehr offensive Variante aufgestellt, um dem Tabellenletzten sofort zu zeigen, was wir vorhaben. Ist lange gutgegangen. Hat heute die Qualität gefehlt, den Deckel draufzumachen. Hinten raus haben die Körner gefehlt, um zurückzukommen. Spiel aus der Hand gegeben, das du nicht aus der Hand geben darfst. Reicht in der Bundesliga nicht, 45 Minuten gut zu spielen. Haben wir klar aufgezeigt bekommen heute.“

20.35

Hasenhüttl: Gibt nicht den einen Punkt, warum man Führungen aus der Hand gibt. „Kaltschnäuzigkeit ist einer der Punkte. Chancen waren heute da. Viel besser Fußball spielen als in der ersten Halbzeit kann man nicht. Sehr wach gewesen. Dann war es, als wäre der Stecker gezogen worden und nichts mehr da. Woche war sehr intensiv und mit viel Aufwand verbunden, aber trotzdem darf man sich nicht so die Butter vom Brot nehmen lassen.“

20.37

Ruthenbeck: „Haben drei Punkte geholt, die wichtig sind, um weiter Hoffnung zu haben. Punktgleich mit dem HSV. Hätte man vor ein paar Wochen nicht gedacht. Sind auf dem richtigen Weg. Müssen schnellstmöglich den Fokus auf den VfB Stuttgart legen. Nächster Gegner ist auch gerade in Fahrt.“

20.38

Hasenhüttl: „Forsberg in der ersten Halbzeit sehr gut. Auch gut nach hinten gearbeitet und gut angelaufen. War für ihn wichtig zu sehen, dass es wieder funktioniert. Wäre noch schön gewesen, wenn er seine Chance macht.“

20.39

Hasenhüttl: „Sind enttäuscht. Meine Aufgabe ist, die richtigen Schlüsse aus dem Spiel zu ziehen. Da hilft es nüchtern und neutral zu bleiben. Haben gezeigt, wie man spielen muss und wie es überhaupt nicht geht.“ Dominanz auch mal über 90 Minuten zeigen. Fordert einen Entwicklungsschritt, auch in schlechten Phasen den Kopf hochzunehmen und einfache, gute Pässe zu spielen. Glaubt nicht, dass es an mangelndem Kampf lag, sondern an fehlenden fußballerischen Qualitäten. Hätte sich nach der Pause mehr Auftreten wie in der ersten Halbzeit gewünscht.

20.42

Das war es von hier. Ruthenbeck überglücklich, nach der ersten Halbzeit, in der man chancenlos war, noch drei Punkte mitgenommen zu haben. Hasenhüttl nachvollziehbar angefressen, dass RB in der zweiten Halbzeit den Sieg weggeschmissen hat und man gar nichts mehr von den Dingen der ersten Halbzeit gesehen hat. Nun, da geht es dem Trainer wie dem Zuschauer. In diesem Sinne folgt auf dieses Spiel logischerweise ein Montag. Viel Spaß damit.^^

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Das eine Tor von Jean-Kevin Augustin reichte gegen den 1.FC Köln nicht. | GEPA Pictures - Kerstin Kummer
GEPA Pictures – Kerstin Kummer

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7 Gedanken zu „Pressekonferenz: RB Leipzig vs. 1. FC Köln“

  1. Einfach nur eine Frechheit ,die zweite Halbzeit ,Schlafmützetee getrunken ,nun kann der BVB kommen und uns richtig aus dem Stadion schliessen.
    Hauptsache Verträge und Geld werden verhandelt .ach so Talente suchen nicht vergessen .Was uns die letzten 3 Spiele geboten wurde reicht nicht mal für Liga 2.

  2. Ich kann es nicht mehr hören .haben keine Körner mehr 😤
    Müssen halt beim Biobauern welche bestellen.
    Sabitzer schlafmützigster Spieler sagt es war noch das Donnerstag Spiel in den Knochen .wenn er in England oder Spanien spielt interessiert das keine Sau .da würde er sich in die gemütliche Bundesliga zurückwünschen.

  3. Erschreckend schwache Leistung. Momentan hat man das Gefühl, dass da keine Mannschaft mehr auf dem Platz steht. Die Niederlage ist durch nichts, aber auch gar nichts zu entschuldigen, es müssen dringend Konsequenzen gezogen werden.

  4. Herr Hasenhüttel hat seine Einschätzung sehr exclusiv aber kann ja noch bissel um den Vertrag pokern und dann zu den Bayern gehen.
    Hier sollten alle handelnde Personen sich mal klar werden .jetzt für den Verein mal alles zu geben.

  5. „Keine 32.000 Zuschauer, von denen ein großer Teil auch noch direkt nach dem 1:2 verschwand. Ja klar, es war kalt, aber.. Ach lassen wir das.“

    Tja, mit solchen Leistungen kann man halt auch mal das Stadion leerspielen. Hoffentlich überdenkt man einen Ausbau, sonst wird es noch lächerlicher.

  6. Also da muss ich RH recht geben: gekämpft haben sie – kopflos und ohne Plan. Fußball zu spielen wäre ne Option gewesen aber da verlässt man sich doch eher auf nichtsbringende hohe Bälle… da fehlen einem langsam echt die Worte…

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