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Kaderschmiede RB Leipzig 2018/2019 – Update 2

Oder auch: Gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen.^^

Zwei weitere Neuzugänge hatte Ralf Rangnick bei RB Leipzig als Ziel bzw. als Wunsch für die Sommertransferperiode seit Wochen ausgegeben. Am Ende kam gar keiner mehr. Vielmehr verließ mit Massimo Bruno noch ein Profi den Verein (was aber nicht überraschen konnte, weil man sportlich nicht mehr mit ihm plante). Zudem ließ man mit Elias Abouchabaka einen möglichen Anschlussspieler (sogar ein Local Player) aus dem Nachwuchs leihweise gen Fürth ziehen.

„Relativ viel hängt noch am wichtigen Puzzlestück im zentralen Mittelfeld, das die ganze Statik und taktische Flexibilität des Kaders entscheidend mitbestimmen wird“, hieß es hier im Blog in einer Kaderzwischenanalyse Anfang Juli (die sich inzwischen quasi schon als finale Analyse erwies) und wenn man dieses Kriterium als Maßstab nimmt, dann hat RB Leipzig in einer zentralen Frage, nämlich in der Nachfolge von Naby Keita im zentralen Mittelfeld noch mal einen anderen Spielertyp als jene, die man hat, hinzuzuaddieren, versagt.

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Local Durchlauferhitzerplayer

Jedes Jahr werden bei RB Leipzig die Local Player ausgewürfelt. Eine Regel, die für die Bundesliga gar nicht extrem relevant ist und die besagt, dass man vier Spieler als Profis beschäftigen muss, die zwischen 15 und 21 für mindestens drei Jahre im eigenen Verein ausgebildet wurden (plus weitere vier Spieler, die irgendwo in Deutschland ausgebildet wurden, aber diesen Teil der Regel vernachlässigen wir mal, auch wenn der RB-Kader auch diesbezüglich langsam sehr dünn besetzt ist).

Inzwischen ist das mit den selbstausgebildeten Profis bei RB Leipzig gar keine ganz triviale Geschichte mehr. Denn im eigentlichen Profibereich gibt es keinen einzigen Spieler, der diese Regel erfüllt. Es gab mal Zeiten, in denen die Local Player dann einfach aus der U23 kamen und entsprechend Profiverträge erhielten. Da auch dieses Team inzwischen nicht mehr existiert, bleiben dann als potenzielle Spieler für die Rolle des Local Players nur noch Akteure aus der eigenen U19 übrig, die allerdings mindestens 18 Jahre alt sein müssen, weil sie vorher noch keinen Profivertrag unterzeichnen dürfen (bzw. der Profivertrag erst mit dem 18. Geburtstag wirksam werden würde). Was dann die Auswahl noch mal deutlich beschränkt.

Während zu Zeiten einer existierenden U23 noch Spieler wie Alexander Sorge oder Sören Reddemann oder Patrick Strauß die ab der zweiten Liga aufwärts geltende Local-Player-Regel über mehr als ein Jahr lang ausfüllten und entsprechend zumindest ein wenig Konstanz zu entdecken war, wurde aus der Erfüllung der Regel seit einem Jahr und seit der Abmeldung der U23 eher ein wildes Würfelspiel, bei dem pro forma vier Nachwuchsspieler mit Verträgen ausgestattet werden, die dann eben für ein Jahr die Local Player sind, bis dann die nächsten vier Spieler dran sind.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2018/2019 – Update 1

Der Trainingsauftakt bei RB Leipzig steht dann in einer knappen Woche auch vor der Tür. Erstaunlicherweise fängt kein Bundesligist in diesem Jahr später an als RB. Die meisten beginnen bzw. begannen bereits diese Woche. Angesichts der Tatsache, dass Leipzig als erstes Team der Bundesliga mit der Europa-League-Quali in den Pflichtspielbetrieb einsteigt, bleibt das eine erstaunliche Entscheidung in Sachen Trainingssteuerung, dass man die Vorbereitung (rein von der Zeit her) komplett auf den ersten Bundesligaspieltag ausrichtet.

Abgesehen davon ist man kurz vor Trainingsbeginn kadertechnisch ungefähr auf halber Strecke in Sachen Neuverpflichtungen. Wenn man denn keine relevanten Abgänge mehr hat, dann ist man mit drei Neuen ungefähr zwei bis drei Neue vom kompletten Kader entfernt. Das ist für den aktuellen Zeitpunkt der Sommerpause ok. Klar hätte man immer bereits zum Trainings- oder spätestens zum Trainingslagerstart alle beisammen, aber so funktionieren ja Transferperioden schon lange nicht mehr.

Durch die WM kommen diese Saison sicherlich einige Dinge noch später in Bewegung als in Spielzeiten ohne WM. Positiv ist, dass in England das Transferfenster schon am 09.08. schließt. Auch Italien ist mit dem 18.08. schon relativ früh dran, während in Deutschland weiter bis zum 31.08. Spieler verpflichtet werden können. Sprich, zwei der großen Ligen können nur bis Anfang oder Mitte August Spieler holen, man kann aber in Deutschland noch bis Ende August (unzufriedene) Spieler von dort kaufen. Gerade bei einem Ademola Lookman ist es sicher nicht undenkbar, dass die Hängepartie bis in den August hinein dauert und man dann relativ spät im August noch mal die Chance kriegt, während auf der anderen Seite nicht mehr die Gefahr besteht, dass ein Phantasie-Trillionen-Angebot aus England für wen auch immer reinrauscht.

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