Schlagwort-Archive: Europa League 2018/2019

Europa League: Rosenborg BK vs. RB Leipzig 1:3

Zweites Spiel für RB Leipzig in der Gruppenphase der Europa League. Auswärtsspiel beim Rosenborg Ballklub. Für RB nach der Niederlage gegen Salzburg schon ein bisschen Ergebnisdruck. Den man mit einer überzeugenden Partie beeindruckend zerschmetterte und völlig verdient mit 3:1 gewann.

Ralf Rangnick mit der erwarteten Komplettrotation. Sieben neue Spieler auf dem Feld. Mit Laimer, Ilsanker, Konaté und Demme lediglich vier Spieler aus der Startelf gegen Hoffenheim am Anfang in der Partie. Mit Klostermann nur einer auf der Bank, der nach Verletzung nicht reinrotiert wurde, aber später reinkam. Organisiert das ganze in einem 4-2-2-2 mit Laimer auf der rechten, offensiven Seite, von wo aus er viel in die Mitte zog. Starke Partie des Österreichers in ungewohnter Rolle, in der er viel zur Stabilität auch in der Balleroberung beitrug.

Rosenborg BK ungefähr mit der zu erwartenden Formation. Jebali hätte man vielleicht noch im Team erwartet, der saß aber nur auf der Bank. Organisiert die Norweger im üblichen 4-3-3, das aber so starr nicht gespielt wird, sondern immer wieder auch zum 4-5-1 wurde, wenn die Außenspieler tiefer standen und die zentralen Spieler (Jensen) teilweise sogar höher anliefen.

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Große Unbekannte

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig bei Rosenborg Tronheim (04.10.2018, 18.55 Uhr) befindet sich eine Zusammenfassung von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Yussuf Poulsen.]

Europa League, zweiter Spieltag. Nach dem ersten Spiel in der Gruppenphase und der Niederlage gegen Salzburg brannte bei RB Leipzig mal ordentlich der Baum. Zwei Spieler suspendiert und ein zürnender Ralf Rangnick, der sich fragte, warum man sich eigentlich durch die Quali gequält habe, wenn man dann die Gruppenphase wegschmeißt.

Weitere Konsequenz des Spiels gegen Salzburg war das Ende der großen Rotation. Sprich, in der Liga spielten seitdem nicht zwangsläufig die frischesten, sondern die jeweils besten Spieler (wofür Frische nur ein Kriterium von vielen ist). Das bedeutet aber auch, dass einige (ganz vorne weg Diego Demme und Kevin Kampl) in den letzten Wochen sehr viel Spielzeit hatten.

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Mit einem Schritt zurück einen Schritt nach vorn

[Da hier im Blog nach dem Nürnberg-Spiel direkt und zweiwöchig Ruhe einkehrt, heute schon mal ein paar Bemerkungen zur Entwicklung seit der letzten Länderspielpause]

Es sind durchaus einige Baustellen in dieser frühen Phase der Saison, die man so nach den ersten Europa-League-Quali-Spielen in ihrer Vielzahl noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Dass RB Leipzig in dieser Saison nicht dass Ballbesitz-Monster werden würde, war frühzeitig klar. Dass man noch so wenig Lösungen in der Offensive, so viele (auch fitnessstandbedingte) Probleme in der Defensive und so wenig Effizienz haben würde, war weniger klar. (Überraschend viele Baustellen vom 05.09.2018)

Mit einem Punkt aus zwei Spielen war RB Leipzig in die Saison gestartet und hatte sich gleich mal eine ordentliche Drucksituation gebastelt. Druck, in der Bundesliga möglichst schnell Ergebnisse zu liefern, um nicht frühzeitig den Anschluss an das oberste Drittel zu verlieren. Ergebnistechnisch konnte man dem Druck in jedem Fall standhalten. Zehn Punkte holte man aus den letzten vier Spielen und konnte sich damit auf Platz 6 vorschieben. Nur die Tordifferenz trennt noch von Platz 4, der in dieser Saison als Platz der RB-Träume gilt.

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Europa League: RB Leipzig vs. FC Salzburg 2:3

Das durchaus mit Spannung erwartete erste Pflichtspielduell zwischen RB Leipzig und Red Bull aka FC Salzburg. Mit allerlei Geschichten im Drumherum und Vorlauf. Und dann ein Spiel, in dem sich der ‚kleine‘ Bruder aus Österreich als reifere, besser aufgestellte Mannschaft erwies und völlig verdient, wenn auch angesichts des späten Siegtreffers glücklich mit 3:2 gewann.

RB Leipzig wieder mit der gewohnten Maximal-Rotation. Gulacsi, Orban, Demme, Forsberg, Poulsen, Werner, Saracchi raus. Mvogo, Laimer, Upamecano, Sabitzer, Cunha, Augustin und Bruma rein. Lediglich Halstenberg wurde nach langer Verletzung noch nicht in die Startelf rotiert.

Organisiert war man in einem 4-3-3. Mukiele spielte überraschend links hinten, wo er mit seinem rechten Fuß ein paar Probleme hatte. Ilsanker spielte alleinigen Sechser, während Kampl und Sabitzer sehr weit außen spielten. Cunha spielte eine Art Zehner oder hängende Spitze in der Mitte (weswegen man das System auch als 4-4-2 mit Raute beschreiben könnte).

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‚Wir gegen uns‘-Derby

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Red Bull Salzburg (20.09.2018, 21.00 Uhr) befindet sich ein Ticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick. und Marcel Sabitzer.]

Irgendwann musste es ja soweit sein, dass die beiden RasenBallsport-Vereine, von denen der eine so heißt und der andere im nationalen und internationalen Rahmen unterschiedliche Namen trägt, auch in einem Pflichtspiel aufeinandertreffen. Im Frühjahr war es bereits vergleichsweise knapp, als die beiden Klubs gleichzeitig unter den letzten acht Mannschaften der Europa League waren. In dieser Saison ist es nun in der Gruppenphase des Wettbewerbs soweit.

Dass es überhaupt dazu kam, lag am gleichermaßen traditionellen wie tragischen Ausscheiden der Salzburger in der Champions-League-Quali. Elfmal in Folge hat man es nicht geschafft, in die Gruppenphase der Champions League einzuziehen. Elfmal scheiterte man in allen erdenklichen Formen von Düdelingen bis Belgrad. Es ist ja nicht so, dass der österreichische Meister per se ein großer Favorit ist, sich mal eben durch die CL-Quali zu spielen. Aber in der Masse und der Vielfalt des Scheiterns ist das eine der unglaublichsten Serien, die es im Fußball wohl so gibt.

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Captain Chaos

Fast drei Monate hat es gedauert, bis es wieder mal mit Podcasten klappt. Eine Transferperiode, eine Europa-League-Quali und ein neuer Trainer liegen zwischen den beiden Termin. Entsprechend einiger Gesprächsstoff für Dirk, Frank und meine bloggende Wenigkeit rund um den wie üblich prall gefüllten Tisch.

So richtig konnten wir uns nicht einigen, ob wir nach dem Saisonstart nun positiv oder negativ in die Zukunft blicken können. Glaube ich zumindest, dass es so war, denn von Beginn an übernahm Captain Chaos das Kommando im Podcast, sodass es im Detail im Nachhinein nicht mehr so richtig nachvollziehbar war, wer da eigentlich auf was warum hinauswollte..

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Überraschend viele Baustellen

Wie weit RB Leipzig mit dem Spiel gegen den Ball kommt und wo dann die Sollbruchstellen sind, wird man sehen. Aber Platz 4 ist auch damit eine absolut realistische Zielvorstellung, auch wenn die Frage bleibt, wie schwer man sich mit der Underdog-gegen-den-Ball-Taktik gegen wirkliche Underdogs, die den Ball nicht haben wollen, tut. Wenn man an die zweite Liga zurückdenkt, dann gab es da einige harzige Spiele. Auch wenn diese Spielzeit die erste ist, in der RB Leipzig in der Liga auf keinen neuen Verein, sondern nur auf alte Bekannte trifft, bleibt es eine interessante Saison. Weil hinter dem klareren Fokus auf das Spiel gegen den Ball Fragezeichen stehen. Weil unklar ist, wie groß die Lücke, die Naby Keita hinerlässt, wirklich sein wird. Weil man auch nicht weiß, wie man mit dem Fokus auf das Spiel gegen den Ball über eine Saison mit vielleicht über 50 Pflichtspielen kommt. (RB Leipzig vor der Hinrunde in der Saison 2018/2019)

Neun Pflichtspiele hat RB Leipzig schon absolviert in dieser Saison. Vier sind seit deroben zitierten Vorschau auf die Bundesliga-Saison hinzugekommen. Die Bilanz ist durchwachsen. In der Europa-League-Qualifikation hat man sich letztlich in sechs Spielen durchgesetzt. Im DFB-Pokal ist man eine Runde weitergekommen. In der Liga hat man (bei schwerer Auftaktpartie in Dortmund) nach zwei Spielen zwei Punkte zu wenig. Das hätte rein von den Ergebnissen in der Liga besser laufen können. In den Pokalwettbewerben ist man derweil nicht gestolpert, was mehr ist als andere Teams da (europäisch) in den letzten Jahren und (national) in diesem Jahr so hingekriegt haben.

Problematisch ist halt, dass Analysen meist vom Hier und Jetzt aus geführt werden. Entsprechend wird die Europa-League-Qualifikation inzwischen im Rückblick meist eher negativ interpretiert, weil man sich ja schließlich gegen Luhansk erst in letzter Minute per Elfmeter durchgesetzt und vorher gegen Häcken und Craiova in den Rückspielen schon nur jeweils Unentschieden gespielt und gegen Köln zur Pause sogar zurückgelegen hatte.

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Europa League: RB Leipzig vs. Zorya Luhansk 3:2

Rückspiel in den Playoffs der Europa League. Nach dem 0:0 in Luhansk brauchte RB Leipzig einen Sieg. Den holte man sich beim 3:2 völlig verdient auch. Aber der Weg dahin war durchaus steinig und vor allem spannend, weil RB erneut einige Chancen liegen ließ und defensiv einige Male schlecht aussah.

In die Partie gegangen war RB Leipzig mit sechs Veränderungen gegenüber dem Spiel in Dortmund. Getreu dem Motto, dass man immer die frischesten Spieler auf den Platz bringen will. Nicht neu ins Spiel kamen lediglich Mukiele (Schonung wegen Knieproblemen) und Bruma. Ansonsten machte Ralf Rangnick vom kompletten Rotationsprogramm Gebrauch.

Von der Formation her blieb es bei irgendwas zwischen 4-3-3 und einer Raute. Je nachdem, wo man Cunha sehen will, der gegen den Ball eher Teil der vordersten Reihe war, sich aber ansonsten in den Zehnerraum fallen ließ. Kampl und Sabitzer gaben in der rautenähnlichen Formation die Achter.

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Erstes Endspiel der Saison

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Zorya Luhansk (30.08.2018, 18.30 Uhr) befindet sich ein Ticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick.]

Weiter keine Atempause im Spielplan von RB Leipzig. Die wartet dann erst ab Montag, wenn die erste Länderspielpause ansteht. Solange wie die Bundesliga schon wieder läuft, wurde das aber auch langsam Zeit.^^

Vorher steht für RB Leipzig aber noch ein echtes Endspiel auf dem Programm. In den Europa-League-Playoffs spielt der Bundesligist sein Rückspiel gegen Zorya Luhansk. Die Ausgangslage ist nach dem 0:0 im Hinspiel denkbar einfach. Gewinnen oder rausfliegen. Jeder Sieg bedeutet das Weiterkommen. Alle Unentschieden, bei denen der Gast mindestens ein Tor schießt und sowieso alle Niederlagen bedeuten das Ende in Europa. Bei einem 0:0 geht es in die Verlängerung oder eben auch noch ins Elfmeterschießen.

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Europa League: Zorya Luhansk vs. RB Leipzig 0:0

Europa-League-Playoff-Hinspiel für RB Leipzig bei Zorya Luhansk in der Ukraine. Gespielt in Saporischschja, weil aufgrund der kriegerischen Handlungen Russlands bzw. russischen Seperatisten an Fußball in Luhansk immer noch nicht zu denken ist. Gegen gut kämpfende Gastgeber kam RB in diesem Spiel trotz langer Unterzahl nur zu einem 0:0, vor allem weil man die sich bietenden Chancen nicht nutzte.

RB Leipzig war zwar mit 18 Spielern nach Saporischschja gereist. Allerdings waren da mit Bruno und Nachwuchsmann Majetschak auch zwei dabei, die im Profiteam eigentlich keine (große) Rolle spielen. Entsprechend war der Kader nach einigen Ausfällen wieder mal sehr dünn besetzt bei einem Europa-League-Auswärtsspiel.

Gegenüber dem Spiel in Köln wechselte Ralf Rangnick die maximal mögliche Anzahl an verfügbaren Spielern ein, nämlich sechs. Mvogo, Saracchi, Orban, Konaté, Cunha und Werner rutschten in die Startelf. Gulacsi, Klostermann, Upamecano, Forsberg, Poulsen und Augustin blieben draußen oder gleich ganz in Deutschland.

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