Europa League: RB Leipzig vs. Rosenborg Trondheim 1:1

Letzter Spieltag in der Gruppenphase der Europa League. RB Leipzig brauchte einen Sieg gegen Trondheim und eine Niederlage Celtics, um noch in die K.o.-Runde zu kommen. Salzburg tat in Glasgow seinen Teil für eine positive Leipzig-Geschichte. RB ließ die Chance trotzdem liegen und trennte sich von Trondheim spät mit 1:1.

Wie erwartet hatte Ralf Rangnick seine Elf wieder ordentlich durchrotiert. Acht Spieler raus, acht neue Spieler rein. Das ganze in einem 4-2-2-2 organisiert. Diego Demme stand etwas überraschend nicht mal im Kader.

Trondheim auf der anderen Seite nicht mit der besten Elf. Mit Bendtner und Söderlund fehlten gleich beide etatmäßigen Mittelstürmer. Auch Hedenstad war wegen einer OP als etatmäßiger Rechtsverteidiger gar nicht erst mit angereist. Da spielten ein paar Spieler (Vilhjalmsson, Reitan), die in der Saison keine allzu große Rolle gespielt hatten. Von der Formation her blieb Trainer Rini Coolen beim gewohnten 4-3-3.

Die erste Halbzeit ging deutlich an RB Leipzig. Trotzdem man nicht allzu gut Fußball spielte. Da merkte man einige Male, dass die Abstimmung nicht so richtig gut passte, wenn vorne angelaufen wurde, aber dahinter niemand nachrückte. Oder Spielverlagerungen im Nirvana landeten. Oder generell das Ballbesitzspiel an Ungenauigkeiten und Unzulänglichkeiten scheiterte.

Gegen schwache Gäste reichte das aber trotzdem, um das deutlich überlegene Team zu sein. Gerade in der Anfangsviertelstunde kam RB zu ganz passabel herausgespielten Gelegenheiten. Augustin in dieser Phase recht auffällig, aber vor dem Tor glücklos. Saracchi bei einem weiteren Versuch zu überhastet.

Zwischen der 15. und 30. Minute passierte dann wenig, sodass es kein gutes Fußballspiel wurde, dem nun noch dazu die Torgelegenheiten fehlten. Es war ein bisschen, als wartete man in dieser Zeit auf eine positive Ergebnismeldung aus Glasgow als Startsignal. Immerhin hatte RB gegen harmlose Gäste defensiv keine Probleme.

Ab der 30. Minute erhöhte RB die Schlagzahl wieder ein wenig. Und immer, wenn man mal ein bisschen schneller spielte, brachte man die Gäste sofort ins Schwitzen. Augustin mit einer unerklärlich vertändelten Großchance nach einer halben Stunde. Kampl mit einem schönen Schuss von der Strafraumgrenze. Und vor allem Orban mit einem sehr schönen Kopfball nach Ecke, der an die Latte klatscht. Die Führung wäre zur Pause verdient gewesen, auch wenn RB Leipzig nicht gerade begeisternden Fußball spielte, sondern einfach das wesentlich bessere zweier nicht guter Mannschaften war.

Nach der Pause wurde dann der Spielstand direkt den Kräfteverhältnissen auf dem Platz angepasst. In der Folge einer völlig missratenen Ecke kam Cunha aus 15 Metern zum Abschluss und hatte Glück, dass sein Schuss so abgefälscht wurde, dass er hinter Hansen im Tor einschlug. Glücklich in der Entstehung, aber völlig verdient dieser Führungstreffer. Und eigentlich schien nun alles in die erwartbare Richtung zu laufen.

Das war auch der Eindruck in den kommenden 20 Minuten. RB Leipzig hatte das Geschehen unter Kontrolle und konnte nun auch mal im Umschaltspiel nach Chancen suchen. Nach dem besten Angriff des gesamten Spiels scheiterte Poulsen mit gutem Abschluss nach einer reichlichen Stunde am Pfosten.

21:4 Torschüsse standen bis zur 66. Minute in den Statistiken. Davon wurden 15:1 von innerhalb des Strafraums abgegeben. Acht RB-Schüsse gingen auch auf das RBK-Tor, kein einziger der Gäste auf das Mvogo-Tor. Zweimal hatten Leipziger Spieler nur Aluminium getroffen. Wie gesagt, es war sicherlich kein überragendes Fußballspiel der RasenBallsportler, aber viel mehr Dominanz geht nicht. Es fehlte halt nur das 2:0.

Yussuf Poulsen nimmt man die Enttäuschung über das Ausscheiden in der Europa League absout ab. | Foto: Dirk Hofmeister

Was in den letzten 20 Minuten passierte, war angsichts der Kräfteverhältnisse ziemlich unerklärlich. Vielleicht spielte es eine Rolle, dass aus Glasgow die Kunde von der Salzburger Führung drang und man nun etwas zu verlieren hatte. Ganz sicher spielte die Auswechslung von Kevin Kampl in Sachen Ballsicherheit eine Rolle. In jedem Fall kam von RB in den letzten 20 Minuten bis auf eine Poulsen-Großchance nichts mehr, während die Gäste mutiger wurden (was bei drei Torschüssen in der verbleibenden Zeit trotzdem ein Euphemismus ist).

Direkt nach der Kampl-Auswechslung Trondheim mit der ersten großen Chance auf den Ausgleich. Mukiele sieht da rechts wie auch in manch anderer Situation in der Defensive nicht gut aus, aber Mvogo kann retten, bevor dann Meling am Tor vorbei schießt.

Das ganze nach rund 70 Minuten und danach war erstmal Ruhe und es passierte nicht viel. Aber RB Leipzig auch gegen Gäste, die beileibe nicht mit dem letzten Risiko auf den Ausgleich gingen oder gar hoch pressten, wieder mal mit fehlender Ballsicherheit. Ballbesitz als resultatsverwaltendes Element sieht man auch diese Saison nur selten. Gegen passive Gäste hätte man sich den Ball gut und gern mal zwei Minuten in der hintersten Reihe zuspielen und auf eine gute Gelegenheit für das Spiel in die Tiefe warten können. Allein man tat es nicht, vielleicht auch weil mit Demme und Kampl die zwei wichtigsten Spieler in Sachen Ballsicherheit im Mittelfeld fehlten.

Trotzdem hätte man eigentlich nicht daran geglaubt, dass die Gäste in diesem Spiel noch irgendwie zu einem Tor kommen könnten. Bis sie es einfach in der 86. Minute taten. Nachdem man Meling zuvor schon einmal zu dritt nicht stoppen konnte und der aus aussichtsloser Situation im Alleingang von der Mittellinie aus eine Ecke herausholte, guckte die RB-Defensive auch beim Ausgleich nur interessiert zu. Nach einem Einwurf auf der linken Seite darf Denic gegen Laimer und Klostermann mit der Hacke zu Melig durchstecken. Der lässt mit Cunha, Ilsanker und Konaté gleich drei(!) RB-Spieler stehen und flankt unbedrängt an den langen Pfosten. Wo Bruma ein deutliches Mismatch gegen Innenverteidiger(!) Reginiussen hat, sodass der Norweger zum 1:1 einköpfen kann. Im Kern fünf gegen zwei (ein dritter RBK-Spieler steht im Abseits) an der Seitenlinie und trotzdem darf Melig flanken. Passiert. Darf aber nicht passieren, schon gar nicht bei dem Spielstand und kurz vor Spielende.

RB Leipzig brauchte nun noch ein Tor für das Weiterkommen. Nur kam man offensiv gar nicht mehr von Null auf Hundert. Orban wurde in die Sturmmitte geschickt, um dort seine Kopfballstärke einzusetzen, kriegte aber keine Gelegenheit dazu. Die letzten acht Minuten vergingen mit einer Mischung aus Verletzungsunterbrechungen, Rosenborg-Zeitspiel und missglückten RB-Aktionen. Einmal wurde es noch gefährlich, als die Leipziger Tempo aufnehmen konnten und mit guter Besetzung Richtung Strafraum stürmten. Aber Cunhas Hereingabe ging tief in der Nachspielzeit an Freund und Feind vorbei ins Seitenaus.

Schluss. Aus. Ende. Raus. Ganz ohne Applaus.

Fazit: Ein bitteres Ende des Europa-League-Ausflugs. RB Leipzig verspielte die Chance auf das Weiterkommen durch ein 1:1 gegen Trondheim. Auch wenn man nicht gut Fußball spielte, hatte RB die Partie 70 Minuten lang komplett im Griff und hätte schon höher als 1:0 führen müssen. Fehlende Ballsicherheit und eine Nachlässigkeit in der Defensive führten schließlich zum Ausgleich für insgesamt bestenfalls biedere und bemühte Gäste. 1:1 gegen ein Rosenborg Trondheim, das in sechs von sechs Europa-League-Spielen den Nachweis internationaler Klasse schuldig blieb. Der traurige Schlusspunkt unter die europäische Saison von RB Leipzig..

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Randbemerkung 1: Da war sie dann zu Ende die Europa-League-Saison. Lassen wir mal die ganzen Debatten um Rotation und Prioritäten beiseite, die hier im Blog ja in den letzten Wochen auch schon ausführlich Thema waren (Kurzfassung: Rotation und Prioritäten find ich ok, wenn auch in der Konsequenz nicht zwingend meins; der spürbar fehlende Ärger über die Niederlage in Salzburg und das ‚auch ok, dann können wir uns in der Bundesliga besser für die Champions League qualifizieren‘ hat mich da schon wesentlich mehr gestört und sauer gemacht.). RB hat eine vernünftige Quali-Runde gespielt. Im Rahmen dessen, was in die Vorbereitung möglich war, ist man die Spiele seriös angegangen und verdient in die Gruppenphase eingezogen. Die Gruppenphase war dann durchwachsen. Zwei verdiente Siege gegen Glasgow und in Trondheim. Zwei verdiente Niederlagen gegen Salzburg. In Glasgow hat man einen Punkt verschenkt, den man verdient gehabt hätte und schon in der Hand hatte. Gegen Trondheim hat man zwei Punkte verschenkt, die verdient gewesen wären und die man schon in der Hand hatte. Man kann noch ewig über Besetzungen und Rotation reden, aber Fakt ist, dass Leipzig nicht deswegen aus diesem Wettbewerb ausgeschieden ist, sondern weil man in zwei von sechs Spielen nicht clever war, in entscheidenden Szenen naiv verteidigte und die Chancen nicht genutzt hat. Dieses Ausscheiden ist ärgerlich und selbstverschuldet. Klar wäre es mit anderen Formationen vielleicht einfacher gewesen, in die K.o.-Phase einzuziehen, aber letztlich hätte man auch mit den Formationen, die auf dem Platz standen, aufgrund der jeweiligen Spielverläufe in Europa überwintern müssen. Das ist das eigentlich ärgerliche, dass man diese Chance so leichtfertig hat liegenlassen. Gegen ein bis dahin punktloses (und auch in Leipzig nicht gutes) Trondheim kurz vor Schluss den entscheidenden Gegentreffer zum Ausscheiden zu kassieren, passte da wie das I-Tüpfelchen auf die Europa-League-Gruppenphase. Schade drum, weil so viel mehr möglich war.

Randbemerkung 2: (Eins noch zur Rotation: Entweder ich vertraue den Spielern, die da spielen oder die Sache mit der Rotation macht keinen Sinn. Nach einer Niederlage wie in Salzburg dann plötzlich von einer „Notelf“ zu reden und davon, dass man in einem Bundesligaspiel ganz anders aufstellen würde, wie es Ralf Rangnick tat und was ein seltsames Kleinmachen der Aufstellungen bedeutet, ist Quatsch. Man kann die Rotation gut oder schlecht finden. Aber wenn ich mich dafür entscheide, sollte ich auch zu 100% zu den auflaufenden Spielern stehen und mich nicht auf ein unterschwelliges ‚die sind halt nicht gut genug‘ zurückziehen. Das wird auch der Qualität der eingesetzten Spieler nicht gerecht.)

Randbemerkung 3: Nun ja, das Szenario einer Wiederholung der Wolfsburg-II-Geschichte stand früh vor der Partie gegen Trondheim im Raum. Damals verspielte RB am vorletzten Spieltag der Regionalliga 2011/2012 eine nicht mehr erwartete Aufstiegschance. Eigentlich hatten alle die dritte Liga schon abgeschrieben. Bis Halle in Meuselwitz in Rückstand geriet und RB mit einem Sieg gegen Wolfsburg II wieder alles in der eigenen Hand gehabt hätte. Hoheneder machte damals das ekstatisch bejubelte 2:1. Sebastian Polter zerstörte kurz vor dem Schlusspfiff mit dem Ausgleichstreffer alle Träume und Chancen. Nun, die Ekstase im Stadion fehlte diesmal. Genauso wie ein guter Gegner. Ansonsten gab es durchaus viele Parallelen zum Spiel damals, als eine unverhoffte Chance kurz vor dem Ende noch bitter verspielt wurde.

Randbemerkung 4: Hut ab, Salzburg. Sechs Spiele in der Europa League, sechs Siege (und dazu in der kompletten Saison nach 30(!) Pflichtspielen noch ungeschlagen). Auch im letzten, sportlich wertlosen Spiel in Glasgow noch mal alles reingeworfen und verdient gewonnen. Wie Marco Rose vor der Partie erklärte, dass man ja wohl keine Wettbewerbsverzerrung betreiben würde und natürlich gewinnen wolle, war ihm offenbar eine Genugtuung, nachdem er zuvor immer wieder (mit fassungslosem Gesicht) Fragen beantworten musste, ob die Situation vor dem fünften Spieltag der Gruppenphase nicht nach einer Wettbewerbsverzerrung schreie (weil man eventuell Leipzig die Punkte zuschustern könnte). Das was sich Salzburg da aufgebaut hat und auch diese Saison trotz bitterem Champions-League-Aus wieder auf den Rasen bringt, ist bemerkenswert. Weil es nicht an zwingend an einem Weltklasse-Kader, sondern an einer guten und gut umgesetzten Spielidee (Mischung aus Aggressivität und Balleroberung und Ballbesitz) liegt.

Randbemerkung 5: Keine 17.000 Zuschauer in Leipzig im Stadion (und selbst in dieser offiziellen Zuschauerzahl steckte wohl noch eine ordentliche No-Show-Rate). Das waren fast so wenige wie in der Quali gegen Craiova. Beim entscheidenden Spiel um den Einzug in die K.o.-Runde. Sicherlich spielen da auch die Rangnickschen Aussagen von den Prioritäten nach dem Salzburg-Spiel eine Rolle, aber auch die sowieso in Leipzig immer vorhandene Abneigung gegenüber der Europa League. Vielleicht ganz bezeichnend, dass ich persönlich nach den Erfahrungen auch aus der letzten Saison mit der Europa League (keine 20.000 zu einem K.o.-Spiel gegen St. Petersburg!) gegen Trondheim angesichts Zeitpunkts und Free-TVs eher fast mit noch weniger Zuschauern gerechnet hätte. Ist jetzt jedenfalls nicht so, dass zwangsläufig nach der Winterpause bei einem Weiterkommen große Europapokal-Feste gewartet hätten. Positiv am Ausscheiden entsprechend, dass wir für mindestens ein halbes Jahr mit Zuschauerzahldebatten rund um Europapokal-Spiele erstmal aussetzen können..

Randbemerkung 6: Ein bisschen skurril war die Stimmung im Stadion. Tim Thoelke beim Ansagen der Mannschaftsaufstellung diesmal gefühlt deutlich lauter als die ihm antwortenden Fans . So richtig emotional wurde es im weiten Rund erstmals, als in der Halbzeitpause ein paar RB-Spieler Elfmeter-Spielchen trieben und später als dann Salzburg in Führung ging bzw. ein zweites Tor schoss. Irgendwie war es seltsam. Auch nach dem Ausgleich, als es im Stadion kaum noch ein Aufbäumen gab.

Randbemerkung 7: (Einziger positiver Nebeneffekt des Ausscheidens: Es fallen ein paar Spiele unter der Woche in der Rückrunde weg und es gibt weniger Sonntagsspiele. Dem Familienleben wird das gut tun. Immerhin.)

Randbemerkung 8: 17:4 Torschüsse von innerhalb des Strafraums. 17(!) zu 4(!). Ralf Rangnick hat absolut recht, dass es „fast surreal“ ist, so ein Spiel nicht zu gewinnen.

Randbemerkung 9: Bitter ist dieses Ausscheiden aus der Europa League vor allem für Spieler wie Matheus Cunha oder Konrad Laimer oder Marcelo Saracchi oder mit Abstrichen Bruma. Also Spieler, die vor allem dort ihre Einsatzzeiten bekamen. Insbesondere Mr. Europa League Matheus Cunha darf traurig sein. In allen zwölf Spielen stand er in der Startformation. Fünf oder sechs Tore (je nachdem wie man das 1:0 gegen Luhansk zählt, das von Werner ins Tor abgefälscht wurde), zwei Vorlagen und zwei weitere Beteiligungen an Toren steuerte er bei. An rund der Hälfte aller RB-Tore in der Europa League war der Brasilianer beteiligt. Für Spieler wie ihn war das unheimlich wichtige Spielzeit, die sie aufgrund dessen, dass ihnen leistungstechnisch ein Stück zum Rest des Teams fehlt, nun nicht mehr so regelmäßig kriegen werden.

Randbemerkung 10: Bitter auch die Sache mit Jean-Kevin Augustin. Der ist in den letzten Wochen ein Schatten früherer Spiele gewesen. Gegen Trondheim kam er eigentlich ganz gut in die Partie und hatte zu Beginn gefühlt mehr Torschüsse als in den ganzen Wochen zuvor zusammen. Um dann aber aussichtsreiche Situationen zu verstolpern, permanent wegzurutschen und komplett unterzutauchen. Dass er in der Pause raus musste, war die Höchststrafe (so nicht eine Verletzung im Spiel war). War mir persönlich zu früh, weil wo wenn nicht in so einem Spiel (wenn du schon auf Rotation setzt) lässt du einen verunsicherten Spieler auch mal ein paar Minuten länger drauf und vielleicht einen Glückstreffer (so wie Cunha mit seinem abgefälschten Schuss) schießen, damit er aus seinem Loch kommt. Acht Tore hat Augustin diese Saison schon geschossen. Sieben waren es bis Anfang Oktober. Seitdem kam nur noch eins (in Glasgow) dazu. Keine Ahnung, wie man den Franzosen da wieder rausholen will und wie sehr er selbst aus diesem Loch raus will.

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Lichtblicke:

  • Willi Orban: Hinten drin wieder sehr sicher gegen eine Mannschaft, die nicht viel Geschwindigkeit zu bieten hatte. Gerade in der Luft kaum zu bezwingen. Pech bei einem Lattenkopfball in der ersten Halbzeit. Am Ende dann als Stürmer im Einsatz.
  • Kevin Kampl: Brachte solange er auf dem Feld stand Ordnung in die Aktionen von RB Leipzig. War ballsicher und konnte so auch unter Druck immer Lösungen finden, die beim Mitspieler landeten. Steckte vor dem 1:0 schön auf Bruma durch. Ihn nach 70 Minuten vom Platz zu nehmen, machte hinsichtlich der kommenden englischen Woche Sinn, hinsichtlich der dann abnehmenden Ballsicherheit bei RB machte es keinen Sinn.
  • Yussuf Poulsen: Brachte nach seiner Einwechslung Zug in die Angriffsaktionen. Einmal bei einem Pfostentreffer Pech, einmal an Hansen gescheitert. Macht er einen der Bälle, ist RB in der K.o.-Phase der Europa League. War nach dem Spiel sichtbar enttäuscht über Ergebnis und Ausscheiden.

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Tore: 1:0 Cunha (47.), 1:1 Reginiussen (86.)

Aufstellung RB Leipzig: Mvogo – Mukiele (81. Klostermann), Konaté, Orban, Saracchi – Ilsanker, Kampl (69. Sabitzer) – Laimer, Bruma – Cunha, Augustin (46. Poulsen); Bank: Müller, Halstenberg, Werner, Majetschak; Nicht im Kader: Forsberg (verletzt), Gulacsi, Demme, Upamecano

Aufstellung Rosenborg Trondheim: Hansen – Reitan, Hovland, Reginiussen, Meling – Jensen, Konradsen, Trondsen (75. Denic) – Jebali (68. Helland), Vilhjalmsson (83. Botheim), Adegbenro

Schiedsrichter: Serhiy Boiko (Weitgehend gut gepfiffen und auch relativ konsequent die Karten verteilt, wo nötig. In der zweiten Halbzeit bei einem Foul an Bruma hätte ich eher einen Elfmeter als Weiterspielen gesehen. Bei einem mutmaßlichen Handspiel in der ersten Halbzeit war ich viel zu weit weg, um das beurteilen zu können. Letztlich schien es generell, dass Boiko einen eher sehr großzügigen Rahmen in Bezug auf Handspiele hatte.)

Gelbe Karten: Bruma (2.) | Trondsen, Jebali, Konradsen

Zuschauer: 16.957 (davon 400 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, RBK-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 23 : 7
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 17 : 4
  • Schüsse auf das Tor: 9 : 2
  • gewonnene Zweikämpfe: 53,0% : 47,0%
  • Ballbesitz: 60,0% : 40,0%
  • Passquote: 75,0% : 61,0%
  • Fouls: 11 : 13
  • Ecken: 8 : 3
  • Abseits: 1 : 2
  • Meiste Torschüsse: Cunha: 5 – mehrere mit je 1
  • Meiste Torschussvorlagen: Cunha, Saracchi: je 4 – mehrere mit je 1
  • Meiste Ballkontakte: Saracchi: 85 – Meling – 77

Statistiken von kicker.de, whoscored.com, uefa.com

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Saisontorschützen Europa League: Cunha – 5; Augustin – 4; Bruma, Poulsen, Konaté – je 2; Kampl, Bruno, Sabitzer, Werner, Forsberg, Laimer – je 1

Saisonvorlagengeber Europa League: Augustin, Cunha, Kampl, Demme, Orban, Saracchi, Bruma – je 2; Ilsanker, Poulsen, Forsberg, Werner, Sabitzer, Laimer – je 1

Saisontorbeteiligungen Europa League (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Demme – 7; Kampl – 6; Orban, Sabitzer, Halstenberg – je 4; Konaté, Bruma, Klostermann – je 3; Saracchi, Cunha, Ilsanker – je 2; Gulacsi, Mvogo, Konaté, Laimer – je 1

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Bisherige Europa-League-Spiele

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Bild: Dirk Hofmeister

4 Gedanken zu „Europa League: RB Leipzig vs. Rosenborg Trondheim 1:1“

  1. Insgesamt das erwartete Ergebnis. Red Bull Leipzig nicht für 2 Cent in der Lage das Spiel im Ballbesitz für sich zu entscheiden. Dazu vollkommen abhängig von Kampl im Mittelfeld, Demme als Daueläufer wurde dort auch schmerzlich vermisst. Die Manschaft steht drei bis fünf Plätze zu hoch in der Bundesliga und das versperrt manchen Aktiven und Verantwortlichen den Blick auf die Realität. An Bruma und JKA sieht man deutlich das Problem der Mannschaft, keinerlei Weiterentwicklung. In Falle von JKA sogar deutliche Probleme bei Motivation und Leistung, er schwebt geistig schon in Barcelona oder Madrid. Fazit: Höchstverdiente Niederlage eines mittelmäßigen Teams sowohl im sportlichen Sinne als auch im Verhalten neben dem Sport. Ich hoffe weiterhin auf ein vorzeitiges Aufschlagen von Nagelsmann um dem Team Perspektive und eine wirkliche sportliche Aussicht auf die Spitze zu vermitteln. Rangnick mag bitte danach das tun was ein Sportdirektor halt so zu tun hat. Sehr positiv gestern Abend das Moderatoren Team Freund und Co. Fachlich, sachlich aber auch mit Charme und Witz bei der Sache. Negatives Highlight erneut Weidenfeller. Er sieht einfach nur gut aus…….

  2. Demme raus, Werner raus, Kampl früh ausgewechselt, keinerlei Struktur im Ballbesitz…auch dieses erneute Desaster geht wieder zu 100 % auf Rangnick. Er hat Glück, sich selbst als Chef zu haben, Hasenhüttl wurde wegen viel weniger gefeuert. Nagelsmann kann gar nicht früh genug komnen.
    Da kann man jeden verstehen, der RBL nicht ausstehen kann. Wer die Europa League nicht ehrt, ist die Champions League nicht wert.

    1. Demme war verletzt und Hasenhüttl wurde nicht gefeuert, sondern hat den Job hingeworfen.

  3. Sage und schreibe 255 € habe ich in die EL (2 Erw., 2 Kids) in Sektor C Block 33 sitzend investiert und wurde als Fan nicht ernst genommen, man kann es auch anders benennen…
    Aktuell ist RB mit Rangnick an der Spitze nicht mehr „mein“ Verein, gegen Mainz werden 4 Sitze frei bleiben, die Ticketbörse ist übervoll, da müssen wir jetzt durch.
    Im Pokal habe ich sky und werde in keinem Fall zur nächsten Nummer dieser Art gehen…
    Sollte irgendwann der „SPORT“ wieder bei RB an erster Stelle stehen, dann werde ich das Team wieder unterstützen, wobei dieses derzeit eher den Eindruck eines zerstrittenen Haufens macht, so finde ich. Ja ich weiß, so was macht kein Fan, ich schon!!!
    Ansonsten ist dem „Beobachter“ nix hinzuzufügen!

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