RB Leipzig vor der Hinrunde in der Bundesliga 2018/2019

Seltsam ist sie, diese Vorbereitung von RB Leipzig mit ihren Pflichtspielen, die als internationale Testspiele angegangen wurden. Dazu der mühselige Pokalauftakt, der aber auch eher der Vorbereitung zugerechnet werden kann. So richtig los geht es nach bereits fünf Pflichtspielen erst diese Woche und in der Vorausschau auf die startende Bundesligasaison (die dritte für RB Leipzig) gehen die Playoffs in der Europa League gegen Luhansk gedanklich fast ein bisschen unter.

Dabei hängt von den Spielen auch planungstechnisch relativ viel ab. Denn falls man in den Partien gegen die Ukrainer ausscheidet, könnte man seinen Kader kleiner planen als man das bisher tat und wäre vielleicht ein Zugang in der Mittelfeldzentrale ausreichend. Bei Qualifikation für die Europa-League-Gruppenphase, was bedeuten würde, dass man allein bis Weihnachten 31(!) Pflichtspiele bestreitet (plus Länderspiele für einen großen Teil des Kaders), muss man zwingend noch zwei Neuzugänge verpflichten (so man nicht im Nachwuchs jemanden im Auge hat, der dauerhaft oben dabei ist, wonach es derzeit nicht aussieht).

Wobei der Kader grundsätzlich ein guter ist. Mit Dominik Kaiser und Benno Schmitz hat man zwei Spieler abgegeben, die letzte Saison keine Einsatzzeiten mehr bekommen hatten und auch diese Saison nicht wesentlich größere Chancen gehabt hätten. Bernardo war ein guter Kaderspiele, aber der fast kostenneutrale Tausch gegen Saracchi geht in Ordnung, weil der Mann aus Uruguay mit seiner Dynamik schlicht besser in das RB-Anforderungsprofil hineinpasst. Ansonsten hat man einige Leihspielerkaderleichen abgegeben und ein paar Jugendspieler (wobei Abouchabaka nur verliehen wurde). Weh tat lediglich der Abgang von Naby Keita, den man als Spielertyp zumindest mit der Qualität nicht Eins zu Eins ersetzen kann.

Dazugekommen sind mit Saracchi, Mukiele und Cunha bisher drei Spieler, die das Niveau des Kaders in der Breite deutlich erhöhen. Zwei sollen noch kommen, wobei gerade die Besetzung des zentralen Mittelfelds interessant bleibt. An Sebastian Rudy ist RB Leipzig offensichtlich sehr interessiert, was aber ein Transfer wäre, der nicht die Lücke von Keita besetzt. Was dann ein bisschen Fragezeichen für die offensivere Position auf der Doppelsechs lässt, wo nach jetzigem Stand am ehesten Kevin Kampl beheimatet wäre, der aber in der Vorbereitung in noch offensiveren Positionen und vor allem auf der Zehn punkten konnte. Möglich, dass das 4-3-3, das Rangnick zuletzt in Köln spielen ließ, zu einer öfter genutzten Option wird, weil man für diese Formation ganz gut passende Spielertypen hat (und dann Forsberg auf einer Achter-Position und damit zusammen mit Kampl zentraler spielen könnte).

Insgesamt ist das kadertechnisch aber jetzt schon ordentlich und würde bei weiteren Verpflichtungen auf dem Niveau Lookman/ Rudy sehr gut werden (abgesehen von den Fragezeichen hinter dem Fehlen eines Keita-Spielertypen), weil man dann tatsächlich auf allen Positionen zwei Spieler hätte, zwischen denen der Qualitätsverlust bei Wechseln nicht allzu groß wäre. Da RB Leipzig ja (Dreifachbelastung vorausgesetzt) sehr viel rotieren will, wäre eine solche Kaderbesetzung sinnvoll. Von der Qualität her liegt man natürlich weiter deutlich hinter den Bayern und auch hinter Dortmund. Aber man hat viele Spiele mit Entwicklungspotenzial, die in ihre mindestens zweite Saison bei RB Leipzig gehen. Von daher kann man da auch immer noch Entwicklungssprünge erwarten.

In der vergangenen Saison stagnierte die Entwicklung des Kaders ein wenig. Leistungsträger wie Werner, Forsberg oder Keita spielten nicht mehr die alles überstrahlende Rolle des ersten Bundesligajahres. Die neuen Spieler wie Augustin oder Laimer oder Konate spielten noch nicht die konstante Rolle von Leistungsträgern (konnten sie auch gar nicht). Insofern war RB letzte Saison bis runter zum Feldspieler 16 recht ausgeglichen besetzt, aber in der Spitze fehlte die Entwicklung. Nun will man bis runter zur 20 ausgeglichen besetzt sein und kann sich erhoffen, dass in der Mannschaft durch die individuellen Entwicklungen der Spieler wieder neue Leistungsspitzen  und Leistungsträger entstehen. Oder beispielsweise ein Emil Forsberg wieder zu alter Form findet und zum Motor des (Umschalt-)Spiels wird.

Dass man ein wenig auf Forsberg hoffen darf, liegt auch an Ralf Rangnick. Dessen Übernahme des Trainerpostens stieß bei der Mannschaft (und vor allem auch bei Forsberg) soweit man das vernehmen konnte, auf sehr viel Gegenliebe. Mit der Bekanntgabe des neuen Trainers Rangnick war auch bezüglich der Übergangsjahrgeschichte sofort Ruhe im Karton (auch wenn es Berichterstatter, die etwas weiter weg sind vom Verein, immer noch gern mal aufgreifen).

Bisher macht Ralf Rangnick das, was er auch bei seiner letzten Amtszeit bei RB 2015/2016 schon sehr gut machte. Nämllich einen Kader, der ein paar interne Probleme hatte (damals die Ausbootung der alten Drittliga-Kämpen, diesmal Grüppchenbildung) wieder einzunorden und ein Team mit klaren Strukturen und Regeln zu formen. Dabei ist Rangnicks Vorteil, dass er alle Spieler gut kennt, weil er sie verpflichtet hat. Und weil viele Spieler eine größere Loyalität zum Sportchef des Vereins empfinden, weil vieles, was er ihnen prognostiziert hat, sich auch erfüllt hat (die, bei denen das nicht hingehauen hat, sind ja nicht mehr im Verein). Ein Yussuf Poulsen, dessen Karriere genau nach Rangnick-Plan verlief, hat natürlich erst mal einen enormen Vertrauensvorschuss gegenüber seinem alten neuen Chef, weil der ihm das ermöglicht hat. Und so gibt es auch einige andere Spieler, auf die das zutrifft.

Entsprechend scheint es auch kein Murren zu geben, dass Rangnick in bestimmt-väterlicher Art die Grenzen für das Team enger gesteckt hat. Mehr Kommunikation innerhalb der Mannschaft. Verpflichtung zum Deutsch-Lernen. Handy-freie Zonen. Durchmischen der Spielergruppen. Der Trainer geht da gerade relativ konsequent vor, ohne dass es übertrieben erscheint (auch wenn man mit mancher pädagogischer Stoßrichtung fremdeln mag). Generell wirkt Rangnick bisher in all seinem Tun und trotz weiterhin vorhandener Attacken wie bei der öffentlichen Kritik an Mukiele, Augustin und Upamecano, recht entspannt. Er zieht halt so sein Programm durch, wie es sich eben durch die Europa-League-Qualifikation ergibt und guckt von Woche zu Woche, wie man am besten durch die Spiele kommt, ohne dass man sie verliert. Und er wirkt ein wenig auf Heynckessche Art gealtert, also mit einer natürlichen Autorität und (im Vergleich zu früher) größeren Gelassenheit ausgestattet.

Von daher könnte das mit dem Mix aus Autorität, Siegeswillen und Gelassenheit durch sehr viel Erfahrung zwischen Trainer und Mannschaft in der kommenden Saison sehr gut passen. Was auch wichtig ist, denn eine der Hauptstränge, wo sich Verbesserungen einstellen sollen, ist die Mentalität im Team. Spieler, die auf dem Spielfeld füreinander arbeiten, soll das mit sich bringen. Was auch wieder eine Analogie zur Saison 2015/2016 unter Rangnick ist, als man mit einem sehr guten Kader nicht deswegen zum Aufstieg kam, weil man fußballerisch den Rest dominiert hätte, sondern weil die Mannschaft eine gute Mentalität hatte und viele Spiele drehte und einige Punkte noch spät in den Partien ergatterte.

Damit verbunden war auch eine gewisse Wucht des RB-Spiels. Unter Rangnick spielte man wesentlich extremer als unter Hasenhüttl, der oft zum Mittelfeldpressing griff, ein sehr hohes Pressing, mit dem man den Gegner auch immer mal überrollen konnte. Auch in den Schlussphasen der Partien hatte man durch Einwechslungen noch mal die Möglichkeit, Dynamik und Wucht in die Partien zu bringen und damit die Gegner (vor allem vor der Winterpause) zu zermürben.

Auch in dieser Saison hat Ralf Rangnick die Rückbesinnung auf die eigene Spielidee ausgerufen. Viel Pressing und hohes Anlaufen. Viel Gegenpressing nach Ballverlust. Das Grundprinzip ist das Spiel gegen den Ball und darauf schaue er zuerst, antwortete Rangnick zuletzt auf die Frage, wie zufrieden er schon mit dem Spiel mit dem Ball ist. Und das dürfte den Rahmen für die kommende Saison schon ganz gut vorgeben. Die Idee Hasenhüttls, Trainingsenergie ins Positionsspiel zu stecken und sich im Ballbesitz zu verbessern, wurde erstmal in den Mülleimer geworfen. Nächste Saison dürfte die Idee in modifizierter und variablerer Form unter Nagelsmann wieder hervorgeholt werden.

Bis dahin wird es vermutlich vornehmlich um Pressinglinien, Restfeldverteidigung und Co gehen. Vielleicht für ein Jahr, in dem man sich auf höherem Niveau konsolidieren und Richtung Platz 4 angreifen will, nicht mal die schlechteste Idee, sich auf ein klares Kernkonzept zu fokussieren, das man dafür sehr gut beherrscht. Richtigerweise hat man gemerkt, dass die Zahl der Gegentore im letzten halben Jahr viel zu hoch war. Unter Rangnick war man 2015/2016 das Zweitligateam mit der besten Abwehr. Auch unter Hasenhüttl war es eigentlich lange eine Stärke des Teams, praktisch keine Chancen (und im Gegensatz zur Rangnick-Saison vor allem keine Großchancen) zuzulassen, was sich zuletzt komplett ins Gegenteil verkehrt hatte.

Bei seiner Rückbesinnung auf das Spiel gegen den Ball verweist Ralf Rangnick gern auf die WM, wo genau solche Mannschaften gut ausgesehen hätten, die in diesem Bereich ihre Stärken hatten. Wobei das Beispiel ein wenig hinkt. Denn bei der WM agieren vor allem Mannschaften, die nur so kurz zusammenspielen, dass sie schneller das Spiel gegen den Ball als mit dem Ball lernen. Das bedeutet auch, dass die Pressingresistenz durchaus geringer sein kann als bei besseren Bundesligisten, die es inzwischen aus der Liga aus vielen Spielen kennen, dass sie angelaufen werden.

Schon in der zweiten Liga spielten viele Mannschaften (wenn sie denn nicht einfach den langen Ball nahmen) gegen RB an der ersten Pressinglinie vorbei oder drüberweg oder nahmen das erste Anlaufen mit einfachen Körpertäuschungen aus dem Spiel und hatten dann immer mal wieder gute Räume. Dass man in der Bundesliga bei hohem Pressing auch mal gern in viele Konter laufen kann, darf man jedenfalls annehmen (man denke nur an Peter Bosz). Auch wenn man explizit in der letzten Reihe sehr darauf geachtet hat, dort mehr Geschwindigkeit hineinzubringen, sind Konter gegen die meisten Teams der Liga sehr schwer zu verteidigen, wenn sie denn erstmal rollen. (Hoffenheim kassierte einst in der ersten Bundesligasaison unter Rangnick by the way 49 Gegentore und belegte in Sachen Defensive nur Rang 9..)

Als weiterer Punkt für die kommende Saison ist die Verbesserung bei ruhenden Bällen geplant. In der Vorbereitung verwendete man einen nicht unerheblichen Teil der Trainingszeit darauf. In den Spielen in der Europa League und im DFB-Pokal bekam man viele Gelegenheiten, die Fähigkeiten einem Praxistest zu unterziehen. Das sah teilweise schon ordentlich aus, teilweise aber auch altbekannt. Es gibt ein paar neue Ideen bei ruhenden Bällen, zudem werden auch Einwürfe stärker als Standards genutzt und bis in den Strafraum geworfen. Gut wäre es für die kommende Saison, wenn die Standardstatistiken die Spielverteilung widerspiegeln würden. Wenn man stärker den Ball am gegnerischen Strafraum hat als der Kontrahent und entsprechend mehr Standards generiert, sollte man das auch in der Bilanz ablesen können. Zwei Standardtore pro Spiel sollte man aber auch nicht erwarten, zumal die Gegner ja ebenfalls das Verteidigen von Standards trainieren. Als Dosenöffner sollte es aber ein effizienteres Mittel werden als zuletzt, gerade wenn man nicht mehr den Fokus auf Torgefahr aus dem Ballbesitz heraus setzt und Standards gegen tief stehende Gegner auch mal ein gutes Mittel der Wahl sein könnten.

Wenn man die bisherigen Prioritäten in der Saisonvorbereitung zusammenfassen will, dann lassen sie sich auf die Schlagworte Mentalität, Spiel gegen den Ball, Standards und stärkere Rotation reduzieren. Das sind die Punkte, an denen RB Leipzig sich essenziell festgebissen hat und das wird man dem Team in der kommenden Saison auch ansehen.

Wie weit das RB Leipzig führen wird, muss man sehen. In der spieltaktischen Entwicklung ist es erst mal ein kleiner Rückschritt bzw. eine Reduktion auf das vermeintlich wesentliche. In einer Saison, in der es darum geht, wieder in die Champions League einzuziehen, könnte das eventuell auch reichen. Bayern und Dortmund sind im Normalfall für die Plätze 1 und 2 fest gebucht. Dahinter hat man dann Schalke, Leverkusen und Hoffenheim, die auch Champions-League-Plätze belegen wollen. Und vielleicht noch ein, zwei Teams (Mönchengladbach? Stuttgart? Bremen?), die man nicht zwangsläufig ganz oben erwartet, die aber durchaus überraschen können. In diesem Bezugsrahmen hinter Bayern und BVB hält sich auch RB Leipzig auf, die rein vom Talent her absolut konkurrenzfähig sein sollten.

Wieder gegen schwächere Mannschaften viele Punkte liegenzulassen, wie in der Vorsaison, kann man sich dann aber nicht leisten. Dass man wieder den Schritt weg von der Entwicklung eines Ballbesitzspiels macht, ist da keine ganz gute Nachricht, weil das das Bespielen von Bus-vor-dem-Tor-Parkern nicht leichter macht. Und weil das auch bedeuten würde, dass man ein Hauptproblem der Vorsaison, über guten Ballbesitz zum Verteidigen von Vorsprüngen zu verfügen, nicht in Angriff nimmt. Wobei es bisher durchaus eine nennenswerte Tendenz gibt, dass die RB-Torhüter den Ball nicht einfach nach vorn schlagen, sondern man von hinten heraus spielt (außer in der letzten Viertelstunde in Köln), was darauf hinweist, dass das mit dem Abrücken von Ballbesitz in der Praxis eventuell gar nicht so extrem wird, wie es in der rhetorischen Fokussierung auf das Spiel gegen das Ball klingt.

Da bleibt natürlich in so einer Vorausschau auf eine neue Saison noch viel im Unklaren. Klar ist, dass RB Leipzig die Qualität für Platz 4 hat und eine gut umgesetzte Kernspielphilosophie auch ausreichen kann, diesen zu erreichen. Zumal man mit dem 4-2-2-2 und dem 4-3-3 schon verschiedene Formationen hat, aus denen heraus man die Philosophie umsetzen will. Eine Dreierkette wollte man dem auch noch hinzufügen. Bisher war das in der Vorbereitung allerdings kein Thema. Das Personal dafür hätte man jedenfalls.

Interessant wird auch, wie die Erwartungshaltung an den Verein für die kommende Saison aussehen wird. Ein bisschen hat man das Gefühl, dass in der bundesdeutschen Wahrnehmung RB Leipzig eher so als Europa-League-Kandidat gesehen wird (weil man Keita abgeben musste und (bisher) nicht ersetzen konnte). Das käme Verein und Rangnick natürlich entgegen, nicht permanent an Platz 2 oder 3 gemessen zu werden (also etwas zu gewinnen zu haben).

Wie das rund um RB im direkten Fanumfeld aussieht, ist noch schwer zu sagen. Nach dem Hasenhüttl-Abgang wird es sicherlich Fans geben, die mit einem lockeren ‚Na Rangnick, jetzt liefere mal!‘ in die Saison gehen werden. Letzte Saison war die Anspruchshaltung rund um RB bereits relativ hoch und Leistungslöcher stießen eher auf Unverständnis. Entsprechend gingen auch die Zuschauerzahlen durchaus merklich (aber auch nicht extrem) zurück. Auch diesbezüglich und hinsichtlich eines Stadionausbaus nicht uninteressant, wie die Entwicklung sein wird. Die Ticketpreise bleiben ordentlich und die Europa League hat letzte Saison schon gezeigt (mal abgesehen von hohen No-Show-Raten wie beim Spiel gegen Köln), dass für manch einen das Ende der Fahnenstange erreicht ist. In der Europa-League-Quali-Phase reagierte der Verein nun mit sehr günstigen Tickets darauf. Bei am Ende vielleicht deutlich über 20 Heimspielen in der kommenden Saison wird sich manch einer aber wieder genau überlegen, wann er sich einen Stadionbesuch leistet und wann nicht.

Nun ja, lassen wir uns ein bisschen überraschen, was die neue Saison bringt. Von der Herangehensweise des Teams her und angesichts des neuen Trainers Rangnick mit seinen Prioritäten bei der Teamführung dürfte es keine Übergangsspielzeit werden, sondern eine, in der man maximale Erfolge (also einen Champions-League-Platz) mitnehmen will. Rein spieltaktisch wird es in der Fokussierung auf das Spiel gegen den Ball dann aber doch irgendwie eine Übergangssaison hin zu einem Nagelsmann, der seine Spielidee wesentlich flexibler an und nicht nur auf Geschwindigkeit hin auslegt. Wie weit RB Leipzig mit dem Spiel gegen den Ball kommt und wo dann die Sollbruchstellen sind, wird man sehen. Aber Platz 4 ist auch damit eine absolut realistische Zielvorstellung, auch wenn die Frage bleibt, wie schwer man sich mit der Underdog-gegen-den-Ball-Taktik gegen wirkliche Underdogs, die den Ball nicht haben wollen, tut. Wenn man an die zweite Liga zurückdenkt, dann gab es da einige harzige Spiele.

Auch wenn diese Spielzeit die erste ist, in der RB Leipzig in der Liga auf keinen neuen Verein, sondern nur auf alte Bekannte trifft, bleibt es eine interessante Saison. Weil hinter dem klareren Fokus auf das Spiel gegen den Ball Fragezeichen stehen. Weil unklar ist, wie groß die Lücke, die Naby Keita hinerlässt, wirklich sein wird. Weil man auch nicht weiß, wie man mit dem Fokus auf das Spiel gegen den Ball über eine Saison mit vielleicht über 50 Pflichtspielen kommt. Wird interessant. Die Reise kann jetzt beginnen.

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Wenn man die Erwartungen an die neue Saison in einem Ausdruckstanz darstellen sollte, käme unter Umständen so etwas dabei heraus. | GEPA Pictures - Andreas Prantner
GEPA Pictures – Andreas Prantner

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