Europa League: Celtic Glasgow vs. RB Leipzig 2:1

Vierter Spieltag in der Gruppenphase der Europa League. Das wichtige Spiel bei Celtic Glasgow stand für RB Leipzig auf dem Programm. Mit einem Sieg hätte man sich bereits in die K.o.-Phase schießen können. Am Ende musste man aber eine Niederlage in Glasgow einstecken, wegen der man in der Europa League nun wieder um den Einzug in die K.o.-Phase zittern muss.

Ralf Rangnick verzichtete im Celtic Park sowohl auf Diego Demme als auch auf Kevin Kampl. Das gleich beide auf der Bank sitzen, damit hatte man nicht rechnen können. Augustin ersetzte den verletzten Werner neben dem in der Europa League dauerspielenden Cunha. Upamecano durfte für Konaté ran. Das ganze organisiert wie so oft in den letzten Wochen in einer Art 4-3-3 oder einer 4-4-2-Raute, je nachdem wie man es zählen mag.

Brendan Rodgers hatte auf Celtic-Seite James Forrest zurück im Team und konnte auch sonst praktisch seine erste Elf aufbieten. Organisiert das ganze im 4-2-3-1 mit Fokus auf Action auf dem Flügel.

Dort machte nach eigentlich ganz gutem RB-Beginn, die in den ersten zehn Minuten die Partie unter Kontrolle hatten, vor allem der schon erwähnte Forrest in der ersten Halbzeit richtig Betrieb und war weder von Saracchi noch von Halstenberg so recht zu stoppen. So wie in der elften Minute, als Forrest Saracchi stehen lässt, als wäre es eine bessere Slalomstange. Viel Platz auf dem Weg in den Strafraum. Einmal quer rüber auf die linke Seite. Wo der starke Linksverteidiger Tierney übernimmt und trocken ins lange Eck schießt. Mvogo noch dran. Aber bei dem scharf geschossenen Ball kommt er einfach nicht schnell genug runter, um ihn noch richtig abwehren zu können.

Celitc in dieser Partie mit einer wesentlich druckvolleren Vorstellung als in Leipzig. Mit aggressivem Pressing setzten sie RB permanent unter Druck. Und die Leipziger unter Druck mit vielen Fehlern und (auch wegen Kampls und Demmes Abwesenheit) zu geringer Passgenauigkeit, um sich vom Druck geordnet befreien und offene Räume bespielen zu können. Auch die Möglichkeit langer Anspiele in die Spitze entfiel weitgehend, da dort Augustin, Cunha und Bruma nicht die perfekten Spieler sind, um lange Bälle zu sichern. Cunha und Augustin mit ganz schwerem Stand und vielen, vielen Ballverlusten bei Anspielen auf sie.

Entsprechend war es eine freundlich gesagt dürftige erste Hälfte, die RB Leipzig da spielte. Keine spielerischen Ideen bzw. Qualitäten, aber auch keine Ballsicherungen in vorderster Linie. Dazu ein etwas pomadiger Auftritt mit vielen Aktionen, bei denen man den Ball bei halbherzigen Dribblings herschenkte. Und auch im defensiven Umschalten ließ man immer wieder Lücken, die den Gastgebern genauso entgegen kamen wie manch überschaubar gutes Zweikampfverhalten.

Die Freude über den Ausgleich währte leider nur sehr kurz.. | GEPA Pictures - Sven Sonntag

Entsprechend konnte man aus RB-Sicht froh sein, dass die erste Halbzeit irgendwann vorbei war und sich in Sachen Spielstand nach dem 1:0 nichts mehr schlimmeres tat. Celtic ließ da einige Konterräume ungenutzt oder schloss die Angriffe nicht gut ab oder scheiterte im Strafraum dann doch noch am letzten Pass.

In der zweiten Halbzeit kam dann Kampl, was eine logische Auswechslung war, weil Ilsanker unter dem Druck der Schotten ein wenig überfordert wirkte. Zu ändern schien sich erstmal nichts, denn die erste große Chance gehörte den Gastgebern, die aber in einer wilden Szene dann doch noch durch eine RB-Traube am Torerfolg gehindert werden konnten.

Mit zunehmender Spielzeit übernahm RB Leipzig aber mehr und mehr die Kontrolle über die Partie. 14:4 Torschüsse standen für die zweite Halbzeit am Ende auf dem Leipziger Konto. Viele Torabschlüsse davon kamen aber lange von jenseits des Sechszehners. Cunha hatte dabei einmal Pech, dass sein guter Abschluss abgefälscht wurde. Ansonsten war das auch nicht so richtig gefährlich. Viel zu oft ließ man auch Gelegenheiten liegen, wenn man sich eigentlich außen gut frei spielte, dann aber mit schlechten Pässen in die Mitte an der Veredelung scheiterte.

Trotzdem ließ man Celtic, die mit viel Energie verteidigten immer wieder ganz gut laufen. Und wurde nach 78 Minuten belohnt als Laimer seinen Platz auf der Außenbahn mal zu einer präzisen Flanke nutzte. Augustin hatte sich am langen Pfosten von seinem Gegenspieler abgesetzt und köpfte souverän ein.

Doch es passte zu diesem Tag, an dem viele Sachen schief gingen, dass diese Führung keine Minute hielt. Denn praktisch direkt nach dem Anstoß lässt Laimer auf der rechten Seite Sinclair laufen. Der bedient den in der Mitte einlaufenden Christie. Der legt quer auf Edouard. Der muss den Ball nur noch einschieben. Ein Treffer, der eigentlich nicht passieren darf. Gerade eben hatte man den Celtic Park noch runtergeholt, schon stand er wieder Kopf. Und diesmal richtig.

Die letzten zehn Minuten waren dann noch mal geprägt von einem starken Anrennen der RasenBallsportler und einem offenen Schlagabtausch, der durchaus aufregend war. RB dabei sogar mit ein paar guten Passaktionen quer über das ganze Feld. Nur die Veredelung in Form des verdienten Ausgleichs fehlte. Kampl scheiterte erst an der Latte, um dann aus fast identischer Position über das Tor zu schießen. Sollte halt irgendwie nicht sein.

Fazit: Eine unglückliche Niederlage für RB Leipzig. Eine in jeder Hinsicht schwache erste Hälfte mit verdientem Rückstand. Und eine ordentliche zweite Halbzeit, in der man sich den Ausgleich hart erarbeitete, um den verdienten Punkt anschließend umso leichtfertiger wegzuschmeißen.

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Randbemerkung 1: So, da ist die Gruppe B in der Europa League also wieder spannend und man darf die Rechenschieber rausholen. Ein Punkt hätte RB gereicht, um aus den letzten beiden Spielen nur noch drei Punkte für den Einzug in die K.o.-Phase zu brauchen (und Salzburg in die nächste Runde zu schießen). Im Extremfall läuft es nun darauf hinaus, dass drei Teams jeweils zwölf Punkte haben und trotzdem eins nicht in die K.o.-Runde kommt. Das wäre richtig crazy. Dafür müssen Celtic und RB ihre letzten beiden Spiele gegen Salzburg und Trondheim jeweils gewinnen. Dann würden zur Ermittlung der beiden Gruppenersten die direkten Duelle zwischen allen drei Mannschaften herangezogen. In dem Fall würden RB die zwei Siege aus den letzten beiden Spielen in jedem Fall reichen, weil es keine Konstellation gibt, bei der man dann in der Endabrechnung ein schlechteres Torverhältnis (in den direkten Duellen gegen Salzburg und Celtic) haben kann als beide Konkurrenten zugleich (sprich, ein Team lässt man in jedem Fall hinter sich). Gewinnt RB beide Spiele, dann würden Celtic und Salzburg am letzten Spieltag den zweiten Teilnehmer an der K.o.-Runde ausspielen (vorausgesetzt Celtic gewinnt in Trondheim). Das bringt natürlich noch mal ordentlich Pfeffer in das Spiel in Salzburg. Die brauchen einen Punkt, um nicht in die Situation zu kommen, in Schottland was holen zu müssen (oder nicht hoch verlieren zu dürfen). RB braucht fast zwingend einen Sieg (wenn man nicht eventuell von Salzburgs Spiel in Glasgow abhängen will). Ist natürlich viel ‚hätte, wäre, wenn‘. Fakt ist, dass das Duell in Salzburg an enormer Wichtigkeit für beide RasenBallsport-Teams gewonnen hat und es keine Konstellation gibt, in der beiden Mannschaften in jedem Fall ein Punkt reicht.

Randbemerkung 1: Taktisch war es seltsam. Beim Stand von 0:1 hatte man das Gefühl, dass RB viel zu viel Risiko nimmt, um den Rückstand aufzuholen. Und immer wieder Gefahr lief, das 0:2 per Konter zu kassieren. Letztlich bestand nach dem 0:1 aufgrund des bestehenden Vorteils im direkten Duell (dank 2:0 im Hinspiel) kein großer Grund extrem auf den Ausgleich zu gehen und teilweise vorn in erster Linie übermotiviert anzulaufen, um dann umso mehr Räume dahinter freizumachen. Irgendwie hätte es taktisch sinniger erschienen, wie in den letzten Wochen eher etwas tiefer anzulaufen und den Gegner einfach mal ein bisschen machen zu lassen (was auch gut zur Formation, die lange eh eher auf das Spiel gegen den Ball ausgerichtet war, gepasst hätte). Dann hätte man kompakter stehen können und nicht ständig am Rande des zweiten Gegentors agiert und die eigenen Stärken im Umschalten besser ausspielen können. Aber irgendwie schien die Mannschaft nach dem 0:1 das Gefühl zu haben, dass sie nun am Zug sei. Halt eine Frage der Sichtweise, aber mir war das in einigen Situationen zu viel taktisch unkluges Risiko, das man nahm und das beim Spielstand von 0:1 noch gar nicht nötig war.

Randbemerkung 3: Ein bisschen hatte die Fahrt nach Glasgow ja was touristisches. Reichlich 2.000 RB-Fans (so viele wie noch nie in Europa) wollten sich den Celtic-Park auch mal anschauen. Entsprechend hohe Handyvideo-Dichte vor dem Spiel. (Und eine Lichtshow, hurra!^^) Letztlich fand ich den Celtic Park in der ersten Halbzeit abgesehen vom Tor (gemessen an der Erwartung) eher leise (bzw. machte da auch meist nur die Supporterkern-Ecke Alarm) (Richtig laut war dafür die Musik aus den Stadionboxen..). Da hätte ich gesagt, dass es in Köln bspw. mehr und konstanter abgeht. Die letzte Viertelstunde der zweiten Halbzeit war dann aber mal richtig Betrieb im Celtic Park. Schon irre, wenn dieses Stadion mal in Wallung kommt. Weil es dann alle bis in die letzte Reihe unterm Dach mitreißt und das Stadion eine Kraft und Dynamik entwickelt, die schon geil ist. Naja, hat man das auch mal gesehen.

Randbemerkung 4: Nach dem Spiel schöne Szenen zwischen Gästefans und Heimfans. Gegenseitiger Applaus. Hin- und herfliegende Schals. Friede, Freude, Eierkuchen. Fast wie einst beim FC St. Pauli (die Älteren unter uns erinnern sich). Naja, zwischen St. Pauli und Celtic gibt es ja eine gewisse Nähe, von daher passt es. Irgendwie war mir persönlich in dem Moment kurz nach dem Spiel noch nicht so richtig nach Versöhnlichkeit, aber ganz hübsch war es schon. Sollte ja auch so sein, dass man sich 90 Minuten befightet und dann die Hände schüttelt (oder halt die Schals wirft).

Randbemerkung 5: Ist durchaus sehr unterschiedlich, wie das in Europa so mit Security und Umgang mit Gästefans gehandhabt wird. In Monaco musste man sich letzte Saison in Reihe aufstellen, um sich von einem Polizeihund beschnüffeln zu lassen und wurde seines Feuerzeugs entledigt. In Neapel verbrachte man noch ein gefühltes Stündchen im Gästeblock nach dem Spiel, bis die heimischen Anhänger bereits im Bettchen lagen. In Glasgow nun war es extrem entspannt. Nicht mal abtasten am Einlass. Selbst in meine Tasche wollte niemand reingucken. Auch im Stadion entspannte Ordnerschaft und nur eine kurze Blocksperre nach dem Spiel. Sehr angenehm.

Randbemerkung 6: 2012 bin ich letztmals per Fanreise zu einem Auswärtsspiel gefahren. Sonderzug nach Kiel damals. Ein in vielerlei Hinsicht unerfreuliches Ereignis. Diesmal ging es per Fanflieger nach Schottland. 2024 ist dann also der Fanbus dran.^^ (Gut organisiert die Reise. Auf das wesentliche beschränkt, also Hinfliegen, ein bisschen Zeit vor Ort und dann nachts zurück. Danke an den Fanverband für die Arbeit und die Organisation (auch der nachträglichen Organisation des Busshuttles zum Flughafen – ist eine längere Geschichte) und (meist) die Geduld ewiggleiche Fragen zu beantworten..)

Randbemerkung 7: Wer schon immer mal wissen wollte, wie es aussieht, falls mal Demme und Kampl gleichzeitig ausfallen, der war in der ersten Halbzeit des Spiels in Glasgow gut bedient. Nicht wirklich auffangbar, diese Ausfälle. Nur durch das Spiel gegen den Ball gewinnt man halt aus dem Mittelfeld heraus auch keine Spiele. Die ordnenden Füße von Demme und Kampl fehlten da an allen Ecken und Enden.

Randbemerkung 8: Auch ein Yussuf Poulsen hätte der Partie in Glasgow sehr gut getan. Seine Physis und seine Fähigkeiten, da im vorderen Drittel auch mal einen Ball festzumachen, fehlten deutlich. Wenn RB gleichzeitig auf Poulsen und Werner und Forsberg verzichten muss, dann wird der Qualitätsverlust dann eben doch gut sichtbar. Ist halt doch nicht ganz so, dass RB einfach irgendwas aus dem 18er-Kader auf das Feld schicken kann und das schon irgendwie funktioniert, weil man so schön gegen den Ball arbeitet.

Randbemerkung 9: Die ersten Gegentore nach sechs Pflichtspielen zu Null. Damit hält auch der Zorniger-Rekord einst aus der dritten Liga, der es auf sieben Spiele brachte. Naja, Zahlenspielereien halt. Ganz wichtig sind diese Art Serien nicht. Wichtiger ist, dass man auf längere Sicht und konstant wenig Tore kassiert, als mal solche Serien zusammenzubringen. Diesbezüglich interessant, wie RB am Sonntag gegen Leverkusen zum Ende der englischen Wochen auftreten wird und ob man noch mal zu der Energieleistung fähig ist, die starke Bayer-Offensive unter Kontrolle zu halten.

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Lichtblicke:

  • Konrad Laimer: Vor allem in der ersten Halbzeit derjenige, der voran ging und dem kein Weg zu weit war. Viel Aufwand, viel Energie im Spiel. Das 1:1 mit der gefühlt ersten gelungenen Flanke aller RB-Spieler schön vorbereitet. Aber kurz darauf auch beim 1:2 überlaufen worden.
  • Bruma: Von der Attitüde her ein guter Auftritt, weil er gerade in Hälfte 2 immer wieder an den Ketten zog und zerrte. Geht inzwischen Wege, die er früher oft vermied. Nämlich auch mal in eine Lücke zwischen zwei Gegenspieler zu ziehen und die Geschwindigkeit mitzunehmen, statt abzubremsen. Ist auf einem ganz guten Weg, aber die Effizienz fehlt seinem Spiel noch ein Stückweit.
  • Marcel Sabitzer: Pures Fleißbienchen. Dass ihn das Spiel nervte, merkte man gut an einem richtigen Frustfoul und an einer Schiedsrichterdebatte, die ihn fast vom Platz befördert hätte. Ansonsten? Naja.

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Tore: 1:0 Tierney (11.), 1:1 Augustin (78.), 2:1 Edouard (79.)

Aufstellung RB Leipzig: Mvogo – Mukiele (70. Demme), Orban, Upamecano. Saracchi (16. Halstenberg) – Sabitzer, Ilsanker (46. Kampl), Laimer – Cunha, Bruma, Augustin; Bank: Müller, Majetschak, Klostermann, Konaté; Nicht im Kader: Forsberg, Poulsen, Werner (alle verletzt oder angeschlagen), Gulacsi

Aufstellung Celtic Glasgow: Gordon – Lustig, Boyata, Benkovic, Tierney – McGregor, Christie – Forrest (83. Mulumbu), Rogic, Sinclair (89. Ajer) – Edouard

Schiedsrichter: Javier Estrada (Machte seine Sache eigentlich recht gut. Ließ laufen, wenn möglich, aber pfiff konsequent, wenn der Körperkontakt die Grenze überschritt. Mit seinen gelben Karten auch ganz gut liegend. Laimer hätte früher schon eine kriegen können, dann hätte er sich sein zweites taktisches Foul nicht leisten können. Letztlich souveräne Spielleitung von Estrada in einem Spiel mit vielen Zweikämpfen.)

Gelbe Karten: Benkovic, Tierney | Laimer (2.), Augustin, Halstenberg, Sabitzer

Zuschauer: 58.000(?) (davon 2.200 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, Celtic-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 10 : 17
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 7 : 9
  • Schüsse auf das Tor: 4 : 5
  • gewonnene Zweikämpfe: 51,0% : 49,0%
  • Ballbesitz: 47,0% : 53,0%
  • Passquote: 68,0% : 71,0%
  • Fouls: 16 : 15
  • Ecken: 4 : 9
  • Abseits: 4 : 5
  • Meiste Torschüsse: Edouard: 5 – Sabitzer: 5
  • Meiste Torschussvorlagen: Tierney: 2 – Cunha, Halstenberg, Augustin, Bruma: je 2
  • Meiste Ballkontakte: Tierney: 88 – Sabitzer – 80

Statistiken von kicker.de, whoscored.com, uefa.com

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Saisontorschützen Europa League: Cunha, Augustin – 4; Bruma, Poulsen, Konaté – je 2; Kampl, Bruno, Sabitzer, Werrner, Forsberg, Laimer – je 1

Saisonvorlagengeber Europa League: Augustin, Cunha, Kampl, Demme, Orban, Saracchi – je 2; Ilsanker, Poulsen, Forsberg, Werner, Bruma, Sabitzer, Laimer – je 1

Saisontorbeteiligungen Europa League (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Demme – 7; Kampl – 5; Orban, Sabitzer, Halstenberg – je 4; Konaté, Bruma, Klostermann – je 3; Saracchi, Cunha, Ilsanker – je 2; Gulacsi, Mvogo, Konaté, Laimer – je 1

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Bisherige Europa-League-Spiele

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Bild: © GEPA pictures/ Sven Sonntag

8 Gedanken zu „Europa League: Celtic Glasgow vs. RB Leipzig 2:1“

  1. Ich hab das Spiel leider nur im Fernsehen gesehen, fand es bis zur letzten Minute spannend. Es war auf jeden Fall kein langweiliges Spiel und wenn man bedenkt, wer alles nicht dabei war aufgrund von Verletzungen. Der Fokus liegt mir jetzt an einem Sieg am Sonntag gegen Leverkusen.

  2. Die Schwächen der erwartbaren Formation im 4-3-3 hat Celtic gut genutzt: konsequent über die Flügel gespielt (oder wenn Kampl oder Sabitzer breit standen, wurde der offene Halbraum bespielt). Da wäre eine breitere Mittelfeldreihe und eine etwas tiefere Ausrichtung im 4-5-1 vermutlich hilfreich gewesen. Im Hinspiel wurde RR noch für das Ingame-Coaching gelobt…Im Rückspiel hat sich dann Brendan Rodgers ein Lob für seine taktische Grundausrichtung verdient!

    Lichtblick Marcel Sabitzer: hmm, bei dem Fleiß ist auch immer viel uneffektiver Aktionismus dabei. Das hilft dann auch nicht immer (zumindest auf der 8 ist der Aktionismus dann nicht immer hilfreich).

  3. So ganz einfach ist es ja auch nicht in diesem Spiel 3 überzeugende Lichtblicke zu finden.
    Evt. fiele mir da noch Orban ein…

  4. Hallo zusammen,
    insgesamt wieder eine sehr gelungene und passende Zusammenfassung. Das ist man über Jahre schon gewohnt von Dir.

    Den Lichtblick Sabitzer kann ich allerdings gar nicht teilen. Kämpferisch wie immer top, ließ er aber im Spiel nach vorn jegliche Präzision und Übersicht vermissen. Unzählige unsaubere gespielte Pässe, zu hektisch und fehlende Übersicht. Da war er weit von der nötigen Klasse entfernt. Auch defensiv hinterließ er oft zu große Lücken, weil er zu sehr in die Mitte eingerückt ist und in der Folge der Abwehrspieler oft gegen 2 gegnerische Spieler stand und Unterstützung von einem herausrückenden Innenverteidiger benötigte, was wieder Lücken im Zentrum hinterließ (siehe auch 2:1). Wobei beim Gegentor auch Orban zu inkonsequent agierte und das Zuspiel in den Strafraum erst dadurch zuließ.

    Dennoch ein guter Auftritt unserer Jungs. Zumindest in der 2. Hälfte größtenteils überlegen. Mit der notwendigen Demut können wir stolz sein, wenn wir nicht vergessen, welche internationale Erfahrung unser Team überhaupt hat und Celtic wirklich keine Laufkundschaft ist.

    Wichtig ist jetzt die Liga und der Sieg gegen Leverkusen. Darum Daumen drücken für eine tolle Leistung am Sonntag.

  5. Ich bin ja bei euch, was die Skepsis in Bezug auf Sabitzer angeht. Mein Lichtblick war, dass er wenigstens extrem genervt wirkte von dem Spiel und das traf bei mir wohl einen passenden Nerv. ;-)

  6. Wie zum Henker macht man 4 Stunden, nachdem man völlig erschöpft in Leipzig angekommen ist, schon den Spielbericht.
    Die Qualität ist jedenfalls wie immer.
    Starker Einsatz, Danke!

    1. Indem man den Spielbericht schon auf dem Flughafen schreibt und dann immerhin eine reichliche Stunde Schlaf im Flieger catchen kann. ;-)

  7. Vor dem Spiel schrieb ich bei der Aufstellung an meine RB-Kumpels: RB heute mal wieder im „Destruktionsmodus“, und ich wurde mehr als bestätigt, leider. Bei diesem Endspiel hätten Demme und Kampl in die Startelf gehört, bei Sieg hätten wir nachfolgend 2 x die totale „Sinnlosrotationsmaschine“ ala Rangnick anwerfen können… Sah man bei RB wohl anders, ich glaub es nicht wirklich.
    Sollte gegen LEV nun auch Poulsen wieder „fit sein“, so wurde er letztendlich auch mal wieder geschont, dazu würde mir dann gar nix mehr einfallen…
    Nun RB vs. Trondheim sicher das Live-Spiel bei NITRO vor Minuskulisse, insgesamt alles hausgemachte „Probleme“, die andere Teams der BL gerne hätten…

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