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Bilanzen vom Rande des Spielfelds aus der Bundesliga 2018/2019

Die Bundesligasaison ist ja bereits Geschichte. Kann man also schon mal mit dem Bilanzieren anfangen. Und da es mit dem RasenBallsport für diese Saison noch nicht ganz vorbei ist (#irgendwasmitfinale), bietet es sich an, sich nicht dem sportlichen Teil zuzuwenden, sondern dem Geschehen auf den Zuschauerrängen in der Bundesliga und natürlich insbesondere bei RB Leipzig.

25 Pflichtspiele hat RB Leipzig in dieser Saison zu Hause absolviert. Das war dank der Europa-League-Qualifikation noch mal eins mehr als in der Vorsaison und gleich acht mehr als in der ersten Bundesligasaison, als in der Red Bull Arena nur Ligaspiele zu sehen waren.

Vom Zuschauerzuspruch her war es für RB Leipzig eine durchwachsene Saison mit Höhen und Tiefen. Gerade Spiele unter der Woche in einem Nicht-Bundesliga-Wettbewerb waren eher zähe Geschichten (selbst wenn die Preise teilweise sehr niedrig waren). Die gerade mal 21.000 in einem Achtelfinale des DFB-Pokal gegen Wolfsburg im Februar waren da sicherlich der Tiefpunkt.

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Bundesliga: Bayer Leverkusen vs. RB Leipzig 2:4

28. Spieltag in der Bundesliga. RB Leipzig reist zu Bayer Leverkusen. Man erwartete ein wildes Spiel, man kriegte ein wildes Spiel. Das RB schließlich glücklich mit 4:2 gewann und sich ein bisschen fragen durfte, wie man denn zu diesen drei Punkten gekommen ist.

Ralf Rangnick musste kurzfristig auf den erkrankten Yussuf Poulsen verzichten.. Dafür rückten Laimer (auf die Acht) und Sabitzer (in den Sturm) jeweils eine Position nach vorn und Klostermann übernahm wieder hinten rechts. Nicht unerwartet standen auch Forsberg und Haidara in der Startelf. Bruma und etwas überraschend auch Demme saßen dafür nur auf der Bank. Organisiert war man erneut in einem 4-3-3.

Peter Bosz wechselte bei Bayer auch dreimal durch. Lars Bender und Bellarabi fehlten verletzt. Jedvaj ging wieder auf die Bank. Weiser, Wendell und Aranguiz standen dafür in der Startelf. Organisiert war auch Leverkusen in einem 4-3-3, in dem Havertz rechts spielte, dort aber auch immer wieder in die Zentrale einrückte.

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Konteranfällige Offensivpower

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig bei Bayer Leverkusen (07.04.2019, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick.]

Die Saison biegt schon wieder langsam auf die Zielgerade. Neben ein bis zwei Pokalspielen sind es für RB Leipzig nur noch sieben Bundesligaspiele. Nach bisher schon 43 Pflichtspielen. Leverkusen, Gladbach, Mainz und Bremen warten in der Liga noch auswärts. Wolfsburg, Freiburg, Bayern gilt es zu Hause zu bespielen.

Das große Ziel von RB Leipzig bleibt weiterhin die Qualifikation für die Champions League. Zwölf Punkte holte RB aus den letzten sieben Spielen der Hinrunde. Dieselbe Ausbeute nun noch mal aus den letzten sieben Spielen der Rückrunde dürften für einen Champions-League-Platz reichen. Rechne sich jeder selber durch, wie das bei dem besagten Restprogramm so hinhauen könnte.

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Noch mal verbesserte Statik

Es gab in der Hinrunde dieser Saison schon mal eine Phase, in der RB Leipzig sehr gut verteidigte. Fünf Spiele am Stück blieb man da in der Bundesliga gegen Nürnberg, Augsburg, Schalke, Hertha und Leverkusen ohne Gegentor. In acht Spielen am Stück zwischen 4. und 11. Spieltag wurde man nur einmal aus dem Spiel heraus geschlagen und kassierte nur zwei Gegentore. 17:2 Tore schoss man in dieser Phase.

Die Serie gerade fühlt sich so ähnlich an. Neun Spiele in der Bundesliga mit insgesamt drei Gegentoren, davon nur einem aus dem Spiel heraus. In dieser Phase jeweils drei Spiele hintereinander ohne Gegentor geblieben. 13:3 Tore geschossen. Die Parallelen sind durchaus erstaunlich.

Über die gesamte Hinrunde gesehen waren die Statistiken aber (und nicht nur wegen der sieben Gegentreffer gegen Dortmund und Freiburg schon etwas normaler). 4,1 Schüsse auf das RB-Tor pro Spiel und 1,8 zugelassene Großchancen waren irgendwo bei Platz 4 in der Liga. 17 Gegentore waren dagegen der Bestwert. Auch in der Hinrunde war also ein Peter Gulacsi schon ein wesentlicher Faktor, weil er mehr Großchancen parierte als andere Keeper.

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RB Leipzig läuft allen davon

Letztes irgendwo gelesen, dass Diego Demme die meisten Pflichtspielminuten aller Bundesligaspieler in den Beinen hat. Was noch zusätzlich ein bemerkenswerter Fakt wäre, da Demme ja bei RB Leipzig derjenige ist, der die meisten Kilometer abreißt. 12,5 Kilometer läuft er diese Saison bisher auf 90 Minuten gerechnet in der Bundesliga. Ein irre hoher Wert. Selbst für einen Sechser, also für eine Position, auf der tendenziell sehr viel, wenn auch nicht immer im höchsten Tempo gelaufen wird. Mit 14 Sprints pro 90 Minuten hat Demme gleichzeitig den niedrigsten Wert aller RB-Spieler, wenn es um das ganz schnelle Fortbewegen auf dem Platz geht.

Die Demme-Werte sind auch deswegen noch mal bemerkenswert, da RB Leipzig nun schon 27 Pflichtspiele bestritten und damit das höchste Pensum aller Bundesligisten zu bewältigen hat. Die gepflegte Rotation ist da fast alternativlos. Die Frage, die sich stellt, ist, wie sich die zusätzlichen Europa-League-Quali-Spiele eigentlich auf die Einsatzzeiten bei RB Leipzig und die Laufleistungen auswirken.

Gerade vor dem kürzlich schon dargelegten Hintergrund, dass die Bundesliga noch mal ein ganzes Stück physischer geworden ist und die Teams da in den letzten zwei, drei Jahren in Sachen Laufaufwand noch mal Grenzen neu ausgelotet haben. Wenn du nicht zusätzlich zu fußballerischen Qualitäten auch viel Physis, Intensität und Laufaufwand mitbringst, hast du kaum noch eine Chance. Selbst die Bayern laufen inzwischen Strecken auf normalem Bundesliganiveau, wo sie in den letzten Jahren oft einfach nur den Gegner laufen ließen (wobei das auch eher ein alarmierendes Signal sein könnte, dass sie ihr Basisqualitäten im Ballbesitz verloren haben).

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Bundesliga: RB Leipzig vs. Bayer Leverkusen 3:0

Elfter Spieltag in der Bundesliga. RB Leipzig empfing Bayer Leverkusen, die bisher eine schwache Saison spielen, aber über viel Qualität im Kader und vor allem in der Offensive verfügen. Davon war im Spiel bei RB aber herzlich wenig zu sehen, sodass der 3:0-Sieg der Gastgeber vollauf in Ordnung ging.

Ralf Rangnick für das Spiel gegen Bayer mit der Komplettrotation zurück. Acht Wechsel gab es gegenüber dem Celtic-Spiel. Lediglich Upamecano, Sabitzer und Ilsanker verblieben in der Startelf. Letzterer besetzte in einem 5-3-2 die mittlere Position in der Abwehrkette, die wesentlich besser auf ihn zugeschnitten ist als die alleinige Sechserposition.

Bei Bayer standen im Vergleich zum Europa-League-Spiel am Donnerstag fünf neue Akteure in der Startelf. In Abwesenheit des verletzten Bellarabi startete man mit einem 5-2-3 aka 3-4-3, stellte aber schon bald in der Partie auf eine Viererkette und ein 4-2-2-2 um. Da neben Bellarabi auch Bailey nicht in der Startelf stand, war Leverkusen mit wesentlich weniger Geschwindigkeit auf dem Feld, als man von dem Team im Optimalfall kriegen kann.

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Wundertüte

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Bayer Leverkusen (11.11.2018, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick.]

Letzter Part der drei englischen Wochen, bevor es wieder in die Länderspielpause geht und zumindest die verletzten und nicht eingeladenen Spieler ein wenig auftanken können. Bayer Leverkusen ist zu Besuch in Leipzig. Ein Team, dem man eigentlich normalerweise auch nicht begegnen will, wenn man selbst vielleicht gerade etwas müder wird.

Die Saison von Bayer ist aber bisher eine sehr mäßige. Zumindest in der Liga, denn in der Europa League hat man sich bereits für die K.o.-Runde qualifiziert. Und im DFB-Pokal steht man nach einem 5:0 in Mönchengladbach auch im Achtelfinale, wo man die durchaus lösbare Aufgabe in Heidenheim erwischt hat.

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Bilanzen vom Rande des Spielfelds aus der Bundesliga 2017/2018

Der Rückblick auf die Zuschauerzahlen in der vergangenen Saison steht noch aus. Auch diesmal geht es weniger um einen Schwanzvergleich, sondern eher um eine nüchterne Bestandsaufnahme zu den Tendenzen, die man aus der abgelaufenen Spielzeit herauslesen kann. Sowohl in Bezug auf RB Leipzig, aber auch in Bezug auf die Bundesliga generell, in der ja zwischenzeitlich der wahrnehmbare Zuschauerrückgang an verschiedenen Stellen durchaus deutlich diskutiert und hinterfragt wurde.

Erstmals in der Vereinsgeschichte schloss RB Leipzig in der letzten Saison schlechter ab als in der Vorsaison. Das galt nicht nur in der sportlichen Endtabelle, sondern auch für den Zuschauerschnitt im Ligabetrieb. Immerhin rund 2.000 Zuschauer spuckten die offiziellen Statistiken am Ende im Schnitt weniger pro Leipziger Spiel aus. Wenn man dazu rechnet, dass dem Verein da vor allem teure Tagestickets durch die Lappen gingen, summiert sich der Verlust über die Saison gesehen dann schnell mal auf einen niedrigen siebenstelligen Betrag.

Schon vor einem Jahr konnte man mutmaßen, ob die erstmalige Teilnahme an der Champions League (und später Europa League) nicht genau einen solchen Effekt hervorrufen würde. Dazu war es die zweite Bundesligasaison und der sportliche Durchmarsch der Vorsaison natürlich nicht zu wiederholen. Vielmehr gab es auch einige Heimspiele, die nicht wirklich als Festtage in Erinnerung blieben, sondern im besten Fall nüchtern gespielter Ergebnisfußball waren.

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Lernpotenziale

Unwort des letzten Jahres war sicherlich die „Dreifachbelastung“ aka „Doppelbelastung“ aka „Mehrfachbelastung“ und alle Variationen davon, die sich um Belastungssteuerung, mentale und physische Ausgelaugtheiten und Frische drehten.

Wobei das Verrrückte dabei ist, dass das Einbeziehen dieser Dinge tatsächlich von Relevanz für die Interpretation der Saison ist. Aber das vor allem vor der Winterpause, aber auch in der Schlussphase der Saison vorauseilende Argumentieren mit der Belastung war doch einigermaßen nervtötend. Zumal sich bspw. ein Ralph Hasenhüttl in der Vorsaison gegenüber dem Weinzierl-Schalke nach deren Europa-League-Schlacht gegen Ajax noch mit einem leicht despektierlichen ‚wir werden die Doppelbelastung nächstes Jahr nicht als Ausrede nehmen, wenn es nicht läuft‘ geäußert hatte, weil S04 nach dem 1:1 gegen Leipzig auch auf das Spiel unter der Woche verwiesen hatte.

Egal wie, es lässt sich schwerlich wegdiskutieren, dass es einen Unterschied macht, ob du weit über 40 Pflichtspiele in der Saison bestreitest oder nur 35 oder 36. Angesichts dessen, dass jedes Spiel mit einem hohen physischen und psychischen Aufwand verbunden ist, wird es halt irgendwann auch mal schwer, zu 100% fokussiert und fit in ein Spiel zu gehen. Man kann das auch gern mal mit sich als Zuschauer vergleichen, mit welcher Energie man am Ende von drei englischen Wochen ein Auswärtsspiel sagen wir in Mainz angeht und was der Unterschied zu einem sagen wir ersten Heimspiel der Saison ist. Diesbezüglich sind dann alle auch nur Menschen.

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