Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2017/2018 – Teil 1

So, Rückblickzeit ist wieder mal angesagt. Ist ja bisher in dieser Sommerpause noch gar nicht so richtig viel Zeit für gewesen. Wenn man wollte, könnte man auch den ganzen Tag nur Gerüchtenamen hinterhergoogeln. Aber das ist auch ein relativ witzloses Spiel..

Zu Beginn der Rückblicke geht es erstmal mit den Zahlen rund um die Saison von RB Leipzig los. Im ersten Teil geht es um Einsatzzeiten, Torbeteiligungen, Zweikämpfe und Co. Betrachtet wird aus Gründen der Vergleichbarkeit nur die Bundesliga mit ihren insgesamt 34 Spielen. Teil 2 folgt dann demnächst.

Insgesamt 23 Spieler hat Ralph Hasenhüttl in dieser Saison eingesetzt, wenn man Oliver Burke mal weglässt, der ja schon sehr früh in der Saison den Verein verließ. Das ist im Vergleich zur Hinrunde mit Ademola Lookman einer mehr. Im Vergleich zur Vorsaison kamen zwei Spieler mehr zum Einsatz. Im Kern setzte Hasenhüttl allerdings auf 18 Spieler. Wenn man Lookman mit seinen fast 600 Minuten in der Rückrunde dazunimmt, dann kommt man auf 19. Dominik Kaiser, Marvin Compper, Benno Schmitz und Yvon Mvogo spielten in unterschiedlichem Ausmaß nur Randrollen.

Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2017/2018 – Teil 1 weiterlesen

Presse 29.05.2018

Marco Rose wird schon mal nicht Trainer bei RB Leipzig, sondern verlängerte in Salzburg. Womit sich bestätigte, was schon länger gerüchtelt wurde, dass Leipzig für Rose noch keine Option ist. Könnte 2019 anders aussehen, meint RBlive. Die Salzburger Nachrichten meinen, dass Rose nun eine Ausstiegsklausel für kommenden Sommer im Vertrag hat.

Bemerkenswerte Entscheidung von Rose, in Salzburg bleiben zu wollen. Gewöhnlicherweise nutzt man als Trainer in Österreich nach einem so erfolgreichen Jahr die Chance, um den nächsten Schritt zu machen. Wobei da in Deutschland als Verein nur noch Leipzig geblieben wäre, nachdem Dortmund und Frankfurt schon Trainer gefunden hatten.

Dass Rose in Salzburg bleibt und vermutlich dort nun den Verein erstmals in die Champions League führen will (wofür er zwei Quali-Runden überstehen muss, in denen Salzburg aber ein gesetztes Team ist), spricht für ihn. Weil er nicht nach einer guten Saison einfach weiterzieht, sondern mit seiner Mannschaft auch in eine zweite Saison gehen will. Eigentlich kann man dabei als Trainer dabei nur verlieren, wenn man mit einem Verein wie Salzburg zuvor im Europa-League-Halbfinale stand und Meister wurde, weil es dazu kaum noch (zumindest auf Ebene des reinen Erfolgs) Steigerungsmöglichkeiten gibt.

Presse 29.05.2018 weiterlesen

Presse 28.05.2018

Der Vorbereitungsplan von RB Leipzig ist draußen und ruft mit jeder Faser ‚Scheiß auf Europa-League-Quali‘. So wie man es aktuell plant, ist die Vorbereitung auf den Bundesligastart rund um den 24.08. abgestimmt, verläuft also zeitlich ungefähr so wie im Vorjahr. Bis dahin sind allerdings schon zwei Runden (vier Spiele) in der Europa-League-Quali gelaufen. Gerade die für RB erste Quali-Runde läuft komplett nebenbei und wird vom Trainingslager und Testspielen an den Rand gedrückt. Könnte ne hübsche Reiserei werden zwischen EL-Quali und Trainingslager.

Insgesamt darf man die Planung der Vorbereitung dahingehend interpretieren, dass man bei RB Leipzig die ersten beiden Runden der Europa-League-Quali mal eben mit- und ein Ausscheiden billigend in Kauf nimmt und man dann Mitte August guckt, ob man noch dabei ist und ob man in der finalen Playoff-Runde dann vielleicht noch mal alles reinsteckt, um in die Gruppenphase zu kommen. Schade, dass man es so macht. Die Vorbereitung eineinhalb Wochen vorzuziehen und sie auf einen Saisonstart rund um den 10.08. abzustellen (also zur zweiten EL-Qualirunde) wäre zumindest ein ganz guter Mittelweg gewesen (und hätte auch bedeutet, zum Saisonstart in der Bundesliga schon weiter zu sein als andere Teams).

(Letztlich ist so eine Planung der Saisonvorbereitung, bei der du nicht weißt, mit wie vielen Europa-League-Spielen du wirklich rechnen kannst und bei der du deine Interessen am Erfolg in der Bundesliga nicht vergessen darfst, sicherlich sehr schwierig. Gerade in einem WM-Sommer und wenn neben den WM-Fahrern noch einige Spieler bis in den Juni hinein Länderspiele absolvieren müssen. Dass man nach dem Jubel von Berlin über Platz 6 die Europa League nun aber so stiefmütterlich angeht, ist gerade im Kontrast zur Vorsaison bemerkenswert. Aber vielleicht geht die Idee, die europäischen Spiele in der Vorbereitung nebenbei laufen zu lassen, ja auch auf. Dürfte wohl auch von den Gegnern abhängen, die man so zugelost kriegt.)

Presse 28.05.2018 weiterlesen

RB Leipzig in der Bundesliga 2018/2019

Fast ging es ein bisschen unter zwischen Hasenhüttl-Abgang, Europa-League-Quali-‚Absturz‘, Pfingsten und Trainerroulette. Nämlich, dass seit Dienstag die Zusammensetzung der Bundesliga für die kommende Saison feststeht.

Aus RB-Sicht wird es historisch. Nachdem man diese Saison erstmals in der Vereinsgeschichte schlechter abschnitt als im Vorjahr, tritt man nun 2018/2019 erstmals in einer Liga an, in der man keinerlei neue Gegner kennenlernen darf. Denn mit Nürnberg und Düsseldorf steigen zwei Teams auf, die RB bereits aus Duellen in der zweiten Liga kennt. Wäre Kiel aufgestiegen, hätte man gegen die Norddeutschen sogar bereits die Spiele 7 und 8 austragen müssen, so viel wie gegen keine andere Mannschaft.

Die Fahrt ganz in den Norden in einen der bescheideren Gästeblöcke diesen Landes erspart sicht RB Leipzig nun. Dafür geht es ins recht nahe Nürnberg und zu DJ Opa nach Düsseldorf, der vermutlich schon mal seine Plattentasche für das RB-Spiel im Geist durchgeht, während die Social-Media-Abteilung sich ganz in der Tradition eines Zweitligisten im klassischen RB-Logoverzicht übt.

RB Leipzig in der Bundesliga 2018/2019 weiterlesen

Presse 25.05.2018

Das kam dann überhaupt nicht mehr überraschend. Benno Schmitz wechselt zum 1. FC Köln. Vertrag bis 2022. Der Kölner Stadt-Anzeiger schätzt die Ablöse auf 1,5 Millionen Euro, was ich ehrlich gesagt etwas hoch fände und sich ja vielleicht auch nur als Schätzung am transfermarkt-Wert orientiert.

Bleibt dem Rechtsverteidiger natürlich nur zu wünschen, dass er in Köln tatsächlich mehr Spielzeit kriegt als in Leipzig. Von Markus Anfangs Kiel habe ich bis auf ein paar Relegationsfetzen nicht viel gesehen. Aber da schien es schon eine klare Idee, des Findens von spielerischen Lösungen von hinten heraus zu geben. Da könnte ein technisch durchaus beschlagener Schmitz gut auch in ein Kölner Team von Markus Anfang reinpassen. Aber abwarten.

Im Schatten von Schmitz wechselt auch ein RB-U19-Spieler nach Köln und spielt dort für die U23, die als U21 geführt wird. Lucas Schmitz gehört zu einem von neun Spielern aus dem U19-Team, die diesen Sommer alterstechnisch aus dem Nachwuchsbereich herauswachsen. Aufgrund der fehlenden U23 werden die neun Spieler zu großen Teilen wechseln. Lediglich eventuell bei Kilian Senkbeil und vielleicht auch bei Emre Aslan (der diese Saison extrem viele Tore schoss und türkischer Nachwuchsnationalspieler wurde) stellt sich wohl die Frage, ob man nicht irgendwelche Deals schließen kann, bei denen die Spieler bei RB bleiben und dann verliehen werden.

Presse 25.05.2018 weiterlesen

Presse 24.05.2018

Nun also doch Ralf Rangnick als neuer Coach bei RB Leipzig. Sagt die LVZ in einem sich weit aus dem Fenster lehnenden Bericht. Das muss ich glaube erstmal sacken lassen, während BILD erklärt, dass eine fixe Entscheidung für Rangnick noch nicht gefallen, aber diese Möglichkeit auch nicht ausgeschlossen ist. Dass der Verein den LVZ-Bericht zwar nicht bestätigen, aber offenbar auch nicht dementieren will, sagt durchaus auch was aus (ja, es ist in den Feinheiten der Vereinskommunikation ein deutlicher Unterschied, ob man einen Bericht nicht bestätigt oder dementiert).

Interessant in dem Zusammenhang, dass die Mitteldeutsche Zeitung meint, dass der Verein vom Rücktritt Hasenhüttls nicht überrascht wurde. Wenn das stimmt, würde das die Option Rangnick noch seltsamer machen, weil man dann eigentlich annehmen würde, dass man mit anderen Optionen als mit ‚Sportdirektor geht all in‘ in so eine Trennung geht.

Wenn es Ralf Rangnick wird, gilt dasselbe wie 2015. Das mag in vielerlei Hinsicht (unter anderem in Bezug auf die Kaderplanung) eine naheliegende Entscheidung sein, aber in Sachen Strukturen und Vereinsentwicklung (auch in Sachen der Entwicklung der Spielidee) wirft es diverse Fragen auf. Dazu bleibt dann aber auch noch Zeit, wenn die Entscheidung wirklich gefallen ist.

Presse 24.05.2018 weiterlesen

Presse 23.05.2018

Dass Sommerpause ist, merkt man daran, dass sich das Gerüchtekarussell immer schneller dreht und die Namen nur so durch die Luft schwirren und den Kopf verwirren (der wegen einer sehr langen Champagner-statt-Bier-Aufnahme (demnächst im Podcatcher des Vertrauens verfügbar) sowieso schon maximal verwirrt ist).

Trainergeschichten. Man scheint sich medial auf die Kernnamen Roger Schmidt und Marco Rose geeinigt zu haben. Der eine verdient in China aber sehr viel Geld, hätte laut LVZ aber eine Ausstiegsklausel. Beim anderen ist unklar, wie groß seine Lust ist, unter Rangnick zu arbeiten. Da sollen erst nach dem letzten Spieltag in Österreich Entscheidungen fallen.

Außenseiteroption ist für den Springer-Teil der Presse immer noch Ralf Rangnick, der dies laut LVZ intern aber schon ausgeschlossen hatte. Mal sehen wie ausschließlich Ralf Rangnick intern formuliert hatte..

Presse 23.05.2018 weiterlesen

Presse 22.05.2018

Am Samstag bekam die abgelaufene Saison ihr I-Tüpfelchen. Mit dem Eintracht-Sieg im Pokal gegen die Bayern heißt es für RB Leipzig ab dem 26.07.2018 Europa-League-Qualifikation. Das bedeutet zuerst einmal, dass man die Saisonvorbereitung ein wenig überdenken und überlegen muss, wann und ob man ein Trainingslager durchführt.

Gerade die zweite Runde in der Quali (die erste für RB) am 26.07. und 02.08. wird man wohl in Sachen Trainingssteuerung kaum beachten, sondern eher als Testspiele angehen. In Abhängigkeit vom Gegner dürfte das auch noch machbar sein. Ab Runde 3 warten auch in der Europa League größtenteils sicherlich Aufgaben, die man mal nicht eben nebenbei erledigt. Zumal man auf Mannschaften treffen wird, die konditionell und physisch zumindest auf Augenhöhe agieren.

Dass RB in die Europa-League-Quali muss, ist natürlich keine Riesenkatastrophe (man denke nur an all die Länder und Klubs, die sogar noch eine Runde früher in die Quali einsteigen), aber es verkompliziert den Sommer zusätzlich. Weil man bis zum 30.08. und bei maximal sechs Donnnerstagen mit Quali-Spielen am Stück keinerlei Planungssicherheit in Bezug auf die Gruppenphase der Europa League hat. Weil man im Sommer statt Testspielen, in denen man viel probieren und die Belastungen durch Wechsel sinnvoll steuern kann, nun Pflichtspiele bestreiten muss, die per se mit ganz anderer Belastung verbunden sind (was man dann spätestens im November/ Dezember spüren dürfte, falls man in die Gruppenphase kommt). Weil man trotz unklarer Europapokal-Perspektive eher kurzfristig die Trainerfrage klären und auch den Kader zusammenstellen muss.

Presse 22.05.2018 weiterlesen

Presse 18.05.2018

BILD mit weiteren Details zur Hasenhüttlschen Vertragsauflösungssituation. Demnach erhält er die 600.000 Euro Abfindung dafür, dass er noch bis Ende September quasi so an RB gebunden ist, dass er nicht einfach zu einem neuen Verein wechseln kann, sondern Interessenten mit Leipzig über eine entsprechende Ablöse verhandeln müssen. Da 600.000 Euro exakt dem kolportierten Hasenhüttl-Gehalt für vier Monate entsprechen, heißt das praktisch, dass die Vertragsauflösung zwischen Hasenhüttl und Leipzig auf Ende September terminiert und er bis dahin einfach seiner Aufgaben entbunden ist.

So macht das dann mehr Sinn als gestern noch vermutet. RB hat die Sicherheit, dass Hasenhüttl nicht einfach irgendwohin wechselt und man selbst die Rechnung bezahlt, also der Coach mit der Abfindung einfach nach zwei Tagen bei einem Verein unterschreibt und RB dumm aus der Wäsche guckt. Gibt es Interessenten an Hasenhüttl, dann müssen die tief in die Tasche greifen. Zumindest bis Ende September, ab da kann sich Hasenhüttl frei nach Jobs bei Vereinen umschauen, die unzufrieden mit ihren Coaches sind. Klingt insgesamt nach einem Deal, von dem beide Parteien was haben, also nach einem vernünftigen Deal.

In Deutschland kommen so viele Vereine für Hasenhüttl aber tatsächlich auch nicht mehr in Frage. Gladbach, Leverkusen, Schalke, Dortmund oder Bayern würde ich als den Kandidatenkreis sehen, bei dem Hasenhüttl zwangsläufig anfangen müsste zu überlegen (selbst Hoffenheim würde ich da heute nicht mit reinzählen). Schalke ist angesichts von Tedesco raus. München auch erstmal. Leverkusen sieht grad auch nicht danach aus, als würde da demnächst was frei werden. Mönchengladbach könnte allerdings nächste Saison schnell in den Krisenmodus schalten.

Presse 18.05.2018 weiterlesen

Kein Hasi mehr vor der RB-Hütte

Das ging dann doch einigermaßen schnell, dass Ralph Hasenhüttl kein Trainer bei RB Leipzig mehr ist. Im Gegensatz zur Trennung von Alexander Zorniger einst kam dies dieses Mal nicht mehr ganz so überraschend. Zu lange schon dauert das Hin und Her zwischen Cheftrainer und Vereinsspitze an. Zu leise waren die Treuebekenntnisse seitens RB über den bis 2019 laufenden Vertrag hinaus in der jüngeren Vergangenheit geworden.

Zumindest als ergebnisoffen durfte man die nach dem Saisonfinale anstehenden Gespräche zwischen RB Leipzig und Hasenhüttl annehmen. Und ergebnisoffen lässt eben auch das Ergebnis einer Trennung zu. Wobei die Sache dann offenbar doch nicht ganz so ergebnisoffen angegangen wurden, wie man hätte annehmen können. Denn dann hätte eine prinzipielle Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit über 2019 am Anfang der Gespräche gestanden, hätte man anschließend eine inhaltliche Analyse des Ist- und des Soll-Zustands durchgeführt und hätte dann überlegt, ob man mit dem aktuellen Setting in Sachen Trainerstab vom Ist- zum Soll-Zustand kommen kann.

Dass RB Leipzig komplett ohne Bereitschaft zur Verlängerung des bis 2019 laufenden Vertrags in die Gespräche gegangen ist, wie Ralf Rangnick und Oliver Mintzlaff in ihren offiziellen Stellungnahmen mehr als deutlich machten, ist die bewusste Inkaufnahme oder direkte Ansteuerung einer Trennung und dann eben doch das Gegenteil von ergebnisoffen gewesen. Denn für den Schritt, ohne Verlängerung in ein letztes Vertragsjahr zu gehen, war es jetzt Mitte Mai schon viel zu spät.

Kein Hasi mehr vor der RB-Hütte weiterlesen

rotebrauseblogger unterstützen