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DFB-Pokal: Hamburger SV vs. RB Leipzig 1:3

Halbfinale im DFB-Pokal. Auswärtsspiel beim Hamburger SV. Eine Partie, in der du als Bundesligist beim Zweitligisten, der vor der Partie die Underdog-Karte ganz stark ausspielte, eigentlich nur verlieren kannst. RB Leipzig löste diese Aufgabe mit Abzügen in der B-Note letztlich recht souverän und gewann verdient mit 3:1.

Ralf Rangnick schickte mit Willi Orban und Yussuf Poulsen zwei neue Akteure in die Partie. Mukiele und Cunha mussten dafür auf die Bank. Organisiert war die Mannschaft zu Beginn des Spiels in einem 4-2-2-2, das klassische RB-System, das zuletzt gar nicht mehr so häufig gespielt wurde.

Der HSV auf der anderen Seite setzte nicht unerwartet auf eine Dreierkette. Überraschend fehlte Sakai in der Startaufstellung. Auch Wintzheimer saß nur auf der Bank. Insgesamt war es aber eine spannende und recht offensiv aufgestellte Formation. Mit Vagnoman und Jatta zwei schnelle Spieler für die Außenbahnen. Mit Mangala und dem ins Mittelfeld gezogenen Santos zwei spielstarke Akteure für die Zentrale. Nach vorne dann mit Jung, Narey und Lasogga viel Phsyis, aber auch spielerische Qualität (Narey). Spannende und auf vielen Positionen sehr junge Mannschaft.

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Defensivkönige im Kampf um das Finale im DFB-Pokal

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig beim Hamburger SV (23.04.2019, 20.45 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick.]

Keine  Atempause in der Osterzeit. Das ersehnte DFB-Pokalhalbfinale beim Hamburger SV steht vor der Tür. Immer ein wenig seltsam so eine Pokalsaison. Klar reden alle vor dem Wettbewerb davon, dass man ihn gern gewinnen wollen würde, aber die ersten Runde plätschern meist doch eher zäh und (nicht nur in Leipzig) zumindest im Umfeld der Bundesligisten mit geringerem Interesse vor sich hin. Die erste Runde bei einem unterklassigen Gegner als Auftakt in die Saison mitten im Sommer ist meist noch ganz nett. Danach wird es dann aber schon auch dünner. Bis man dann halt irgendwann in Viertel- oder Halbfinale steht und plötzlich tatsächlich Berlin zu einer realistischen Chance wird.

Die RB-Pokalsaison war nicht wirklich ein großes Spektakel, wenn man an die erstaunlich langweilige erste Hälfte in der zweiten Runde gegen Hoffenheim denkt. 2:0 hieß es am Ende. Zuvor wurde Regionalligist Viktoria Köln nach Halbzeitrückstand und später zu zehnt mit 3:1 besiegt. Wolfsburg war beim 1:0 im Achtelfinale mehr als gut bedient. Und das Spiel in Augsburg kürzlich war kein Festtag für Fußballästheten, aber ein 120minütiger spannender Fight mit dem glücklicheren Ende für RB Leipzig.

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Bilanzen vom Rande des Spielfelds aus der Bundesliga 2017/2018

Der Rückblick auf die Zuschauerzahlen in der vergangenen Saison steht noch aus. Auch diesmal geht es weniger um einen Schwanzvergleich, sondern eher um eine nüchterne Bestandsaufnahme zu den Tendenzen, die man aus der abgelaufenen Spielzeit herauslesen kann. Sowohl in Bezug auf RB Leipzig, aber auch in Bezug auf die Bundesliga generell, in der ja zwischenzeitlich der wahrnehmbare Zuschauerrückgang an verschiedenen Stellen durchaus deutlich diskutiert und hinterfragt wurde.

Erstmals in der Vereinsgeschichte schloss RB Leipzig in der letzten Saison schlechter ab als in der Vorsaison. Das galt nicht nur in der sportlichen Endtabelle, sondern auch für den Zuschauerschnitt im Ligabetrieb. Immerhin rund 2.000 Zuschauer spuckten die offiziellen Statistiken am Ende im Schnitt weniger pro Leipziger Spiel aus. Wenn man dazu rechnet, dass dem Verein da vor allem teure Tagestickets durch die Lappen gingen, summiert sich der Verlust über die Saison gesehen dann schnell mal auf einen niedrigen siebenstelligen Betrag.

Schon vor einem Jahr konnte man mutmaßen, ob die erstmalige Teilnahme an der Champions League (und später Europa League) nicht genau einen solchen Effekt hervorrufen würde. Dazu war es die zweite Bundesligasaison und der sportliche Durchmarsch der Vorsaison natürlich nicht zu wiederholen. Vielmehr gab es auch einige Heimspiele, die nicht wirklich als Festtage in Erinnerung blieben, sondern im besten Fall nüchtern gespielter Ergebnisfußball waren.

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Lernpotenziale

Unwort des letzten Jahres war sicherlich die „Dreifachbelastung“ aka „Doppelbelastung“ aka „Mehrfachbelastung“ und alle Variationen davon, die sich um Belastungssteuerung, mentale und physische Ausgelaugtheiten und Frische drehten.

Wobei das Verrrückte dabei ist, dass das Einbeziehen dieser Dinge tatsächlich von Relevanz für die Interpretation der Saison ist. Aber das vor allem vor der Winterpause, aber auch in der Schlussphase der Saison vorauseilende Argumentieren mit der Belastung war doch einigermaßen nervtötend. Zumal sich bspw. ein Ralph Hasenhüttl in der Vorsaison gegenüber dem Weinzierl-Schalke nach deren Europa-League-Schlacht gegen Ajax noch mit einem leicht despektierlichen ‚wir werden die Doppelbelastung nächstes Jahr nicht als Ausrede nehmen, wenn es nicht läuft‘ geäußert hatte, weil S04 nach dem 1:1 gegen Leipzig auch auf das Spiel unter der Woche verwiesen hatte.

Egal wie, es lässt sich schwerlich wegdiskutieren, dass es einen Unterschied macht, ob du weit über 40 Pflichtspiele in der Saison bestreitest oder nur 35 oder 36. Angesichts dessen, dass jedes Spiel mit einem hohen physischen und psychischen Aufwand verbunden ist, wird es halt irgendwann auch mal schwer, zu 100% fokussiert und fit in ein Spiel zu gehen. Man kann das auch gern mal mit sich als Zuschauer vergleichen, mit welcher Energie man am Ende von drei englischen Wochen ein Auswärtsspiel sagen wir in Mainz angeht und was der Unterschied zu einem sagen wir ersten Heimspiel der Saison ist. Diesbezüglich sind dann alle auch nur Menschen.

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Abwärtstrend oder Konsolidierung?

Ralph Hasenhüttl meinte letztens, dass es keinen Sinn machen würde, die Saison immer wieder willkürlich in Phasen zu unterteilen und dann zu gucken, wie viel Punkte man geholt hat, um dann entsprechend in der einen oder anderen Richtung zu argumentieren, dass es schlecht oder nicht so schlecht läuft.

Tatsächlich kann man sich da Zahlen auch immer mal wieder schön zurechtlegen, also beschönigen oder verschlechtern, je nachdem, wie man es braucht. Gern genommen dabei in den letzten Wochen beispielsweise, die Punkte zu zählen, die RB Leipzig ab dem 14. Spieltag zu zählen. Das war ein Spiel nach dem Heimsieg gegen Bremen und einem Punkt in Leverkusen. Sinn davon, dass es besonders extrem klingt, wenn man sagt, dass RB zwischen dem 14. und 26. Spieltag nur 14 Punkte holte und nicht noch vier Punkte aus zwei Spielen davor dazuzählt.

Trotzdem macht es natürlich auch Sinn, die Saison in Phasen zu unterteilen, wenn man die entsprechenden Abschnitte nicht dem beabsichtigten Ergebnis entsprechend setzt. Zu Saisonbeginn sagt man ja auch, dass die Tabelle nach zehn Spielen aussagekräftig wird. Entsprechend müssten auch andere Abschnitte von mehr als zehn Spieltagen durchaus ihre ganz eigene Aussagekraft haben. Wenn man dann noch die Grenzen anhand der von der Saison vorgegebenen Länderspielpausen zieht., dann ergibt sich dann eben doch ein ganz gutes Bild.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. Hamburger SV 1:1

20. Spieltag der Bundesliga. Nach der Niederlage in Freiburg ging es für RB Leipzig darum, gegen den Hamburger SV wieder in die Spur zu finden. Das gelang trotz dominantem Spiel zu Beginn nicht. Über 90 Minuten gesehen trennte man sich leistungsgerecht 1:1.

RB Leipzig änderte gegenüber dem Spiel in Freiburg die Formation nur auf einer Position. Lukas Klostermann stand erstmals in der Rückrunde in der Startelf und ersetzte links hinten den zuletzt schwächelnden Bernardo. Nicht in der Startelf stand entsprechend auch Naby Keita, der nach Erkältung erstmal auf der Bank saß. Organisiert war man diesmal wieder im alten 4-2-2-2 und nicht im 4-3-3, das in Freiburg so seine Tücken hatte, vor allem weil ein Sabitzer als Achter nicht so stark war, wie er es weiter vorn ist.

Beim Hamburger SV stellte Neu-Coach Bernd Hollerbach auf Dreier- aka Fünferkette um. Van Drongelen und Sakai rückten an die Seite von Papadopoulos in der letzten Defensivreihe. Dazu spielten Walace im Mittelfeld, Wood im Sturm und Mathenia stand wieder im Tor. Pollersbeck, Mavraj, Janjicic, Hahn und Holtby saßen dafür auf der Bank bzw. schaffte es letzterer nicht mal in den Kader. Das ganze ergab dann eine Art 5-3-2 mit Kostic und Wood als Stürmer und Hunt, der im zentralen Mittelfeld mal mit Walace und Jung auf einer Linie agierte und mal davor.

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Kein Leckerbissen

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen den Hamburger SV (27.01.2018, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl. Ab 13.30 Uhr.]

20. Spieltag der Bundesliga. Nach vielversprechendem Start gegen Schalke 04 und Enttäuschung in Freiburg geht es für RB Leipzig nun gegen den Hamburger SV. Ein bisschen Druck ist durch die unnötige Niederlage beim SC  für das Hasenhüttl-Team entstanden. Statt sich etwas Luft im Kampf um einen Platz in Europa zu verschaffen, muss man nun wieder gucken, dass man in der Sechsergruppe hinter den Bayern nicht in Rückstand gerät.

Größer ist der Druck naturgemäß mal wieder beim HSV. Der steht trotz Hoffnungen auf eine ruhige Saison, die nach zwei Siegen zu Beginn auch ein wenig Berichtigung zu haben schienen, inzwischen auf Platz 17, verlor zuletzt das wichtige Duell gegen Köln und hat schon fünf Punkte Rückstand auf Rang 15. Nur neun Punkte holte man aus den letzten 17 Spielen. Die letzten vier Spiele hat man verloren, die letzten sechs Spiele nicht gewonnen. Dazu hat man in den letzten sechs Spielen gerade mal zwei Tore geschossen.

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Zwischenbilanz: RB Leipzig in der Saison 2017/2018

Insgesamt wartet auf den Verein eine sehr wichtige Saison für die Weiterentwicklung und Konsolidierung auf hohem Niveau. Fernsehgeldtechnisch hinkt man noch enorm hinterher, was gegenüber den Topklubs ein Minus von mal eben rund 70 Millionen Euro macht. Diese Differenz muss man zumindest in Teilen in den nächsten zwei, drei Jahren wettmachen, um den Prozess des wirtschaftlichen Wachstums weiterzugehen. Dazu braucht es aber entsprechende sportliche Leistungen und regelmäßige Teilnahmen in Europa (auch um interessant zu bleiben für die eigenen und für neue Spieler). Was die neue Erwartungshaltung rund um den Verein vorgeben dürfte. Eine Erwartungshaltung, mit der auch Enttäuschungen verbunden sein können. Letzte Saison konnte man diesbezüglich noch jugendlich-befreit aufspielen. Diese Saison muss man erwachsen werden. Und das bei einem ganz engen Spielkalender und wenig Möglichkeiten an grundsätzlichen Dingen zu arbeiten. Wird eine sehr interessante Saison mit vielen Stolperfallen, Fragezeichen, Herausforderungen und Highlights. Hübsches Abenteuer. (RB Leipzig vor der Hinrunde in der Bundesliga 2017/2018)

25 Pflichtspiele hat RB Leipzig nun in dieser Saison hinter sich gebracht. Mit englischen Wochen, bei denen man irgendwann aufgehört hat zu zählen und sich irgendwann fragte, welcher Wochentag eigentlich gerade ist. Tatsächlich war es ein hübsches Abenteuer unter der Herausforderung der Dreifachbelastung und mit einer deutlich gestiegenen Erwartungshaltung. Ein Abenteuer, das die RasenBallsportler ordentlich gemeistert haben, bei dem sich aber auch zeigte, dass in den entscheidenden Momenten gerade im Vergleich mit abgezockten Teams, aber hinten raus auch in der Bundesliga noch ein bisschen was fehlt, um ein konstantes Topteam zu sein.

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Weniger Rotation als gedacht

Rotation und Belastungssteuerung sind in der bisherigen Saison Wörter gewesen, die rund um RB Leipzig im Dauerfeuer verwendet wurden. Tatsächlich lassen sich diesbezüglich schon deutliche Effekte zeigen.

Denn bereits nach 20 Pflichtspielen hat RB Leipzig fast so viele Feldspieler eingesetzt wie in der letzten Saison in 35 Pflichtspielen während der gesamten Spielzeit. 21 sind es bisher, 22 waren es in der ersten Bundesligasaison.

Noch interessanter, dass 2016/2017 gerade mal 14 Feldspieler mindestens 20% der Spielzeit absolvierten. In dieser Saison sind das aktuell 17 Feldspieler, die zumindest halbwegs verlässlich auf Spielzeit kommen.

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