Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2018 – Teil 2

Heute dann also Teil 2 der Betrachtungen rund um die Leistungsdaten der Spieler von RB Leipzig in der Bundesliga. Wer noch mal nachlesen möchte, was es so alles zu Einsatzzeiten, Torbeteiligungen und Zweikampfgeschichten zu erzählen gab, der blättere einfach zurück.

Dauerläufer im Team von RB Leipzig ist mal wieder Diego Demme. Mit 12,55 km pro 90 Minuten ist er mit Abstand der laufstärkste RB-Spieler. Umso erstaunlicher, dass Demme in der Bundesliga kaum fehlte und entsprechend auch der Spieler mit den meisten Kilometern in der ganzen Liga ist.

Bruma, der meist mehr läuferischen Aufwand betreibt, als man gemeinhin wahrnimmt. folgt direkt hinter Demme. Was aber (wie generell bei vielen anderen Spielern auch) unter anderem daran liegt, dass da auch einige Einsätze mit deutlich weniger als 90 Minuten dabei waren. Nur 40 Minuten absolvierte Bruma pro Spiel. Bei kürzeren Einsätzen kann man vergleichsweise viel laufen, weil man nicht 90 Minuten durchhalten muss. Wenn man die Strecke dann auf 90 Minuten hochrechnet, wird der Wert automatisch höher. Die Bereitschaft, in kurzer Zeit überdurchschnittlich viel Laufstrecke zu absolvieren, braucht man aber trotzdem erstmal.

Marcel Sabitzers Daten belegen derweil den subjektiven Eindruck, dass der Österreicher in dieser Saison unheimlich viel arbeitet, während Kevin Kampl mal eben einen ganzen Kilometer weniger läuft pro 90 Minuten als Demme.

Top 5 Laufstrecke pro 90 Minuten (mindestens 300 Einsatzminuten)

  • Diego Demme: 12,55 km
  • Bruma: 12,16 km
  • Marcel Sabitzer: 12,12 km
  • Kevin Kampl: 11,53 km
  • Yussuf Poulsen: 11,46 km

Zwei Neueinsteiger in den Sprintcharts. Saracchi und Mukiele führen die Liste der Sprinter im Team an. Über 30 Sprints pro 90 Minuten beim Mann aus Uruquay sind sehr viel. Darin drückt sich auch ein wenig der immer aggressive Spielstil von Saracchi aus. Mukiele bringt mit seiner Sprintbereitschaft auf der anderen Seite auch noch mal andere Qualitäten ein.

Generell sind die Sprintwerte im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Timo Werner und Yussuf Poulsen sind dabei die Spieler, die mit ihren Sprints in die Tiefe den neuen bzw. alten Fokus auf das Umschalten veredeln sollen und auch sehr oft veredeln.

Top 5 Sprints pro 90 Minuten (mindestens 300 Einsatzminuten)

  • Marcelo Saracchi: 32,1
  • Nordi Mukiele: 28,5
  • Timo Werner: 27,4
  • Konrad Laimer: 27,3
  • Yussuf Poulsen: 27,1

Interessante Verschiebung bei den Ballkontakten pro Spiel, wo letzte Saison in der Spitze nur zentrale Mittelfeldspieler und Innenverteidiger zu finden waren. Innenverteidiger tauchen gar nicht mehr auf. Die Rolle der zentralen Mittelfeldspieler ist auch unwichtiger geworden. Dafür sind die Außenverteidiger stärker in die Ballzirkulation eingebunden.

Spricht dafür, dass die Spieleröffnung über die Innenverteidiger und von dort durch die Mitte nur selten gewählt wird und dafür der Ball schnell auf den Außenbahnen landet, von wo die Optionen bleiben, sich auf den Außen durchzuspielen oder mit den entsprechenden Winkeln in der Mitte an den Strafraum zu spielen. Hat dann auch den Vorteil, dass die Chance, den Ball in der Mitte des Spielfelds zu verlieren, eher gering ist.

Top5 Ballkontakte pro 90 Minuten (mindestens 300 Einsatzminuten:

  • Diego Demme: 77
  • Marcelo Saracchi: 75
  • Nordi Mukiele: 74
  • Kevin Kampl: 73
  • Marcel Halstenberg: 70

Interessant in Bezug auf die Passquote, dass mit Forsberg und Bruma zwei offensive Mittelfeldspieler die Liste (recht deutlich) anführen und mit Upamecano der erste Verteidiger auf dem fünften Platz folgt. Spricht dafür, dass RB von hinten heraus eher schnell (und lang) und auch mal unsauber (weil eben lang) spielt, während vorn Akteure sind, die in der Lage sind, den Ball auch mal gut zu verarbeiten, wenn sie ihn denn mal kriegen.

Top 5 Passgenauigkeit (mindestens 300 Einsatzminuten)

  • Emil Forsberg: 88%
  • Bruma: 88%
  • Kevin Kampl: 84%
  • Diego Demme: 82%
  • Dayot Upamecano: 82%

Wichtig bei der Spielweise von RB Leipzig sind Balleroberungen aller Art. Unterschieden wird diesbezüglich zwischen (aktiven) Eroberungen und Interceptions (also eher abgefangenen Bällen). Die Unterscheidung soll hier nicht ganz so wichtig sein und bleibt außen vor.

Nimmt man beide Zahlen zusammen, dann ist Konrad Laimer bisher der wichtigste Mann bei RB Leipzig. Auch hier wieder ein Hinweis, dass Laimer viel Aggressivität ins Spiel bringt und nicht primär einer ist, der über die fußballerischen Kunststückchen kommt.

Generell sind die Werte deutlich zurückgegangen (wobei dann auch immer die Frage ist, inwieweit sich da bei der Erhebung was im Vergleich zur Vorsaison verändert hat). Mit Saracchi hat sich ein weiterer aggressiver Spielertyp vorn eingereiht und zeigt in dieser Kategorie, warum er von RB Leipzig geholt wurde. Konaté als bester Balleroberer in der Innenverteidiger verweist auf seine deutlich gestiegene Wichtigkeit im Vergleich zum Vorjahr.

Top5 Balleroberungen pro 90 Minuten (mindestens 300 Einsatzminuten)

  • Konrad Laimer: 3,9 Balleroberungen
  • Ibrahima Konaté: 3,8 Balleroberungen
  • Marcelo Saracchi: 3,5 Balleroberungen
  • Diego Demme: 3,4 Balleroberungen
  • Dayot Upamecano: 3,2 Balleroberungen

Dribblings sind im Spiel von RB Leipzig nicht mehr so wichtig wie noch in der Vorsaison. Bruma nimmt beispielsweise pro 90 Minuten nicht mal mehr die Hälfte des Wertes von vor einem Jahr. Dass Werner und Augustin sich in ihren Werten kaum verändert haben, verweist darauf, dass das Suchen von Eins-gegen-Eins-Duellen in der vordersten Linie immer noch gewünscht ist. Dahinter und gerade im Mittelfeld haben die Zahlen aber deutlich abgenommen. Hier geht es im Umschalten nun um schnelles Spiel in die Spitze und nicht mehr darum, durch Dribblings Räume zu schaffen..

Die meisten gewonnenen Dribblings hat ein Marcel Halstenberg, der zwei von drei Eins-gegen-Eins-Situationen für sich entscheidet. Auch ein Nordi Mukiele auf der anderen Außenverteidigerseite lässt sich vergleichsweise selten vom Ball trennen und dribbelt recht viel.

Top5 Anzahl der Dribblings (mindestens 300 Einsatzminuten)

  • Jean-Kevin Augustin: 4,33 Dribblings pro 90 Minuten
  • Nordi Mukiele: 3,85 Dribblings pro 90 Minuten
  • Bruma: 3,49 Dribblings pro 90 Minuten
  • Timo Werner: 3,45 Dribblings pro 90 Minuten
  • Konrad Laimer: 2,65 Dribblings pro 90 Minuten

Top5 erfolgreiche Dribblings (mindestens 300 Einsatzminuten, mindestens 10 Dribblings)

  • Marcel Halstenberg: 65,0% gewonnene Dribblings
  • Kevin Kampl: 64,7% gewonnene Dribblings
  • Konrad Laimer: 63,2% gewonnene Dribblings
  • Nordi Mukiele: 56,0% gewonnene Dribblings
  • Bruma: 50,0% gewonnene Dribblings

Ballverluststatistiken sind meist nur bedingt aussagekräftig und geben eher über die Position denn über die konkreten Fähigkeiten Auskunft. Faustregel: je weiter hinten man spielt, desto geringer sollte die Zahl der Ballverluste sein. Augustin verliert etwas arg oft den Ball, aber insgesamt sind die Zahlen für RB-Offensivspieler eher normal.

Top5 Ballverluste pro 90 Minuten (mindestens 300 Einsatzminuten)

  • Jean-Kevin Augustin: 6,88
  • Bruma: 5,67
  • Timo Werner: 4,75
  • Yussuf Poulsen: 4,54
  • Emil Forsberg: 4,14

In Sachen Tackling, also im Trennen des Gegenspielers vom Ball, ist Mukiele der effektivste Spieler seines Teams. In 94% der Tacklingversuche bleibt er erfolgreich. Kommt halt eher aus der Innenverteidigung. Auch ein Saracchi macht viele Anpassungsprobleme im Stellungsspiel dadurch wett, dass er gut arbeitet und im Fall der Fälle tackelt. Upamecano und Konaté lassen in dieser Statistik den Abwehrkollegen Orban (eher deutlich) hinter sich.

Top 5 erfolgreiche Tacklings in % (mindestens 300 Einsatzminuten, mindestens 20 Tacklings)

  • Nordi Mukiele: 94,1% – 2,62 Tacklings pro 90 Minuten
  • Marcelo Saracchi: 88,2% – 2,72 Tacklings pro 90 Minuten
  • Dayot Upamecano: 86,7% – 1,21 Tacklings pro 90 Minuten
  • Lukas Klostermann: 85,7% – 2,45 Tacklings pro 90 Minuten
  • Ibrahima Konaté: 82,6% – 1,91 Tacklings pro 90 Minuten

Klärungen, also Aktionen, bei denen ein gefährlicher Angriff des Gegners beendet wird, hat Willi Orban wie gewohnt die meisten im Team von RB Leipzig. Was auch noch mal seine Rolle als Kopf der Abwehr betont. Er hat sicherlich nicht Potenzial und Geschwindikeit eines Upamecano, aber Orban ist als Gesamtpaket eines Verteidigers, der sich auch über Stellungsspiel und Erfahrung definiert, immer noch ganz wichtig im Verteidigungsverbund von RB. Gerade im Vergleich mit Upamecano und Konaté sind Orbans Zahlen sehr gut. Vorn mit dabei ist  auch Stefan ‚die Grätsche‘ Ilsanker, der oft auch in der Abwehrreihe auflief..

Top5 Clearances pro 90 Minuten (mindestens 300 Einsatzminuten)

  • Willi Orban: 5,70
  • Stefan Ilsanker: 4,08
  • Ibrahima Konate: 3,66
  • Dayot Upamecano: 3,23
  • Nordi Mukiele: 2,00

Bliebe zum Abschluss noch die Plus-Minus-Tabellenspielerei. Hier wird für jeden Spieler ausgewiesen, wie das Torverhältnis aussah, wenn man nur die jeweiligen Zeiten betrachtet, in denen er auf dem Platz stand und wie viele Punkte er kassierte, wenn man den Stand zum Zeitpunkt des jeweiligen, individuellen Verlassens des Spielfelds nimmt. Im Schnitt holte RB Leipzig 1,82 Punkte und +0,82 Tore. Wer also über diesen Werten liegt, hatte überdurschnittlich viel Freude an den Spielen. Auch könnte man interpretieren, dass jene mit besseren Werten mehr positiven Einfluss auf Spiel und Mannschaft hatten. Was aber auch eine etwas eindimensionale Erklärung sein kann. Zumal bei nur 17 Spielen Datengrundlage und bspw. einem Freak-6:0 gegen Nürnberg, welches die beteiligten Spieler schon mal ordentlich bevorteilt.

Peter Gulacsis Werte sind identisch mit dem Durchschnitt, weil er alle 17 Spiele über 90 Minuten bestritt. Diego Demme ist auch nah dran am Durchschnitt, weil er alle Spiele über die fast komplette Spielzeit bestritt. Ähnlich gilt das für Timo Werner, der sehr viel Spielzeit in der Bundesliga bekam.

Nach oben heraus ragen vor allem drei Spieler, nämlich Willi Orban, Marcel Sabitzer und Nordi Mukiele. Orban kommt meist nur noch zum Einsatz, wenn seine Geschwindigkeitsnachteile nicht zum Problem werden können, was auch seinen Statistiken sehr gut tut. Dass Nordi Mukiele über hervorragende Qualitäten verfügt, wenn er Bock hat und fit ist (was nicht immer für komplette 90 Minuten reichte), hat wohl jeder gesehen. 2,25 Punkte hatte RB im Schnitt, wenn Mukiele vom Platz ging. Ein fast schon meisterlicher Wert. Und Marcel Sabitzer hat gezeigt, dass er als Arbeiter und Typ vor allem der Balance im RB-Spiel sehr gut tut.

Nach unten heraus fallen im Kern mit Marcelo Saracchi, Lukas Klostermann und Jean-Kevin Augustin drei Spieler, die allesamt gegen Nürnberg (zumindest in der torreichen ersten Stunde) nicht auf dem Platz standen. Bei Augustin überrascht das nicht. Seine Auftritte in der Hinrunde waren (je länger sie dauerte) teilweise grausam mit anzusehen, sein Einfluss auf das Team war gering bzw. sogar negativ. Ein Saracchi spielt oft noch zu zapplig und unruhig. Klostermann ist etwas überraschend mit in dieser Gruppe, weil er sich im Verlauf der Hinrunde steigerte. Rein statistisch ist der Vergleich mit Konkurrent Mukiele ernüchternd und spricht eigentlich deutlich für die Potenziale des Franzosen.

Am offensivstärksten war RB Leipzig in der Hinrunde, wenn Emil Forsberg auf dem Platz stand (2,52 Tore pro 90 Minuten  wären für die komplette Hinrunde hochgerechnet fast 43 Tore statt der 31, die RB erzielte). Der profitiert davon, dass er in der torreichen Anfangsphase der Saison noch nicht verletzt war und auch das Nürnberg-Spiel noch mitmachte. Andersherum könnte man aber auch sagen, dass RB in dieser Phase besonders viele Tore schoss, weil Forsberg noch dabei war. Teamstabilisator Sabitzer in dieser Statistik auch sehr weit oben, so wie ein Orban und ein Mukiele.

Offensiv am wenigsten einflussreich waren Augustin, Bruma und Laimer. Bei den ersten beiden bestätigt das die Zahlen zu Torbeteiligungen, in denen die beiden Spieler mit den großen Unterschieden zwischen Potenzial und tatsächlicher Leistung bereits nicht auftauchten. Das ist durchaus enttäuschend, zumal in einer Saison, in der ein Forsberg lange fehlte. Laimers Zahlen sind auch unbefriedigend, aber relativieren sich aufgrund seiner Position und seiner Stärken im Spiel gegen den Ball.

In Sachen Einfluss auf die Defensive stehen Nordi Mukiele und Bruma ganz oben. Mukieles Qualitäten in Sachen Physis und Zweikampf bleiben offensichtlich. Bruma ist derweil ein wesentlich besserer Defensivspieler als man immer meint und kann seine Rolle im Spiel gegen den Ball durchaus sehr gut spielen, wie er bei RB und auch bei der Nationalelf zeigte.

Im negativen Sinne viel Einfluss auf die Defensive haben mit Lukas Klostermann und Marcelo Saracchi gleich zwei Außenveteidiger. Bei Klostermann bleibt der negativ ausfallende Vergleich mit Mukiele auffällig. Bei Saracchi bleibt der Fakt, dass seine unruhige Art und seine noch vorhandenen Probleme im Stellungsspiel durchaus Probleme mit sich bringen.

Will man seine Stammelf nicht wie in Teil 1 aus den Einsatzzeiten ableiten, sondern an ihrem Einfluss auf die Spielresultate, dann verändert sich die Mannschaft leicht. Mukiele, Forsberg und Ilsanker rutschen in die Mannschaft. Konaté, Upamecano und Klostermann müssen weichen. Aber es ist ja auch nicht alles Statistik beim Finden von passenden Formationen, zumal die Statistik nach nur 17 Spielen noch sehr davon verzerrt ist, gegen welche Gegner der jeweilige Spieler antrat:

Gulacsi – Mukiele, Orban, Ilsanker, Halstenberg – Demme, Kampl – Sabitzer, Forsberg – Werner, Poulsen

[Plus/Minus: Torverhältnis für jeden Spieler und seine Spielzeit; Plus/Minus/90: Torverhältnis für jeden Spieler und seine Spielzeit, wenn man es auf 90 Minuten hochrechnet (Bsp: Marcel Sabitzer hatte in 940 Einsatzminuten ein Torverhältnis von +5, macht für 90 Sabitzer-Spielminuten ein Verhältnis von 0,48); Punkte: Gesamtzahl Punkte, die jeder Spieler sammelte, wenn er das Feld verließ; Punkte/Spiel: Punkte, die jeder Spieler im Schnitt pro Einsatz sammelte, zum Zeitpunkt des Verlassen des Feldes; Off = Geschossene Tore pro 90 Minuten, wenn der entsprechende Spieler auf dem Feld stand; Def = Zugelassene Tore pro 90 Minuten, wenn der entsprechende Spieler auf dem Feld stand; Berücksichtigt sind nur Spieler, die mindestens 300 Minuten auf dem Spielfeld standen]

Spieler +/-+/-/90PktPkt/SpOffDef
Willi Orban141,45191,902,170,72
Marcel Sabitzer171,41312,072,320,91
Nordi Mukiele91,38182,252,000,62
Marcel Halstenberg121,11211,751,850,74
Emil Forsberg61,08111,832,521,44
Diego Demme150,91311,821,810,91
Timo Werner140,91311,821,760,85
Kevin Kampl120,90311,941,951,05
Peter Gulacsi140,82311,821,821,00
Yussuf Poulsen120,81311,821,831,02
Stefan Ilsanker60,79251,921,580,79
Dayot Upamecano90,73241,851,861,13
Bruma30,65171,701,310,65
Konrad Laimer40,56262,001,390,84
Ibrahima Konate60,50231,771,751,25
Marcelo Saracchi20,32111,381,761,44
Lukas Klostermann20,23191,731,631,40
Jean-Kevin Augustin-1-0,25151,351,021,27

Fazit: Beim Gang durch die Zahlen erstaunlich der positive Einfluss von Nordi Mukiele, der trotzdem im Laufe der Hinrunde immer mehr aus dem Team rutschte. Auch interessant der starke Fokus auf Spieler auf den Außenverteidigerpositionen. Dass ein Forsberg so lange fehlte, ist auch angesichts seiner guten Zahlen aus dem ersten Hinrundendrittel bitter gewesen. Genauso wie der geringe Einfluss von Bruma und vor allem Augustin auf den Offensivoutput von RB Leipzig. Poulsen und Werner sind dagegen die Offensivstützen schlechthin. Zusammen mit Halstenberg, Sabitzer, Demme, Kampl und Gulacsi bilden sie den Erfolgskern von RB Leipzig. Interessant auch noch, dass sich mit Saracchi und Laimer zwei unruhig-aggressive Spieler aus den Daten schälen, die es in der Form bei RB Leipzig sonst nicht gibt und die mit dieser Art Fußball aber in einem auf das Spiel gegen den Ball setzenden Team grundsätzlich von ihrer Art her sehr gut aufgehoben sein müssten.

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Datengrundlage: Bunte Mischung aus aufgearbeiteten Zahlen aus eigener Sammlung, bundesliga.de, transfermarkt.de und whoscored.com.

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Alte Zahlenrundumleuchten:

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Gar nicht so auffällig, aber offenbar doch sehr wichtig für RB Leipzig: Marcel Sabitzer | GEPA Pictures - Kerstin Doelitzsch
GEPA Pictures – Kerstin Dölitzsch

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Ein Gedanke zu „Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2018 – Teil 2“

  1. Sehr spannende Zahlen.
    Danke dafür.

    Wo fange ich an?!
    Auffällig, wie Jika vom Besten +- Spieler der letzten Saison nun auf dem letzten Platz landet. Da fehlen die Ars***tritte von RR, da Werner und Poulsen so gut harmonieren, muss er sich steigern, wenn er dann eingewechselt wird.

    Warum bei der +- Ilsanker vor Upamecano und Konate steht, kann ich echt nicht nachvollziehen. Das Upa+Ibu ein paarmal verloren haben klar, aber wo holt Ilsanker das raus? Würde ja bedeuten, er wird als Defense-Spieler eingewechselt und RBL macht das Tor dann.

    Beim 1. Blog mit den Zahlen finde ich jene von Mukiele herrausragend. Das ist ja Wahnsinn, was für ein Potential er besitzt und doch von Klostermann verdrängt wird.
    Aber ich finde man hat mit diesen Transfer alles richtig gemacht, denn so haben die AV‘ neue hochwertige Konkurenz, was auch auf Halstenberg und Saracchi zutrifft. Beide, also LK und MH haben sich gewaltig gesteigert.

    MF mit Demme und Kampl sind auch unfassbare Zahlen. Gut das jetzt Adams da ist, der Demme ggf. entlasten kann. Ebenso Haidara für Kampl, aber leider ungewiss ab wann.

    Auch die Zahlen von Forsberg sprechen Bände. Wo würden die Rasenballer stehen, wenn es diese blöde Verletzung nicht geben würde?!

    Jetzt bin ich nur gespannt, wer der Spieler der Hinrunde wird ;-)

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