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Presse 28.06.2018

Das WM-Aus von Deutschland verdrängt heute erstmal so ziemlich alles andere. Auch RB-Themen. Wenn dann Ralf Rangnick (der morgen 60 wird, was der eine oder andere Artikel schon mal thematisiert) als Nationaltrainer ins Gespräch gebracht wird, dann wird sich das sehr schnell wieder ändern.^^

Dass Yussuf Poulsen, Emil Forsberg und Yvon Mvogo allesamt im Achtelfinale der WM stehen, während Timo Werner nach Hause fliegen muss, hätte vor der WM wohl auch niemand vermutet. Wenn man wie Deutschland in einem entscheidenden Gruppenspiel gegen Südkorea nicht mal ein Tor schießt, fährt man allerdings auch verdient nach Hause.

Zum Spiel von Timo Werner gestern kann ich nichts sagen, da ich es nicht gesehen habe. Generell fand ich die Idee, ihn als alleinigen zentralen Stürmer spielen zu lassen, etwas verwegen, weil ihm das etwas auflastet, was er von seinen Qualitäten her noch gar nicht leisten kann. In der Rolle der zweiten Halbzeit des Schweden-Spiels sah Werner dagegen sehr gut aus.

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Bilanzen vom Rande des Spielfelds aus der Bundesliga 2017/2018

Der Rückblick auf die Zuschauerzahlen in der vergangenen Saison steht noch aus. Auch diesmal geht es weniger um einen Schwanzvergleich, sondern eher um eine nüchterne Bestandsaufnahme zu den Tendenzen, die man aus der abgelaufenen Spielzeit herauslesen kann. Sowohl in Bezug auf RB Leipzig, aber auch in Bezug auf die Bundesliga generell, in der ja zwischenzeitlich der wahrnehmbare Zuschauerrückgang an verschiedenen Stellen durchaus deutlich diskutiert und hinterfragt wurde.

Erstmals in der Vereinsgeschichte schloss RB Leipzig in der letzten Saison schlechter ab als in der Vorsaison. Das galt nicht nur in der sportlichen Endtabelle, sondern auch für den Zuschauerschnitt im Ligabetrieb. Immerhin rund 2.000 Zuschauer spuckten die offiziellen Statistiken am Ende im Schnitt weniger pro Leipziger Spiel aus. Wenn man dazu rechnet, dass dem Verein da vor allem teure Tagestickets durch die Lappen gingen, summiert sich der Verlust über die Saison gesehen dann schnell mal auf einen niedrigen siebenstelligen Betrag.

Schon vor einem Jahr konnte man mutmaßen, ob die erstmalige Teilnahme an der Champions League (und später Europa League) nicht genau einen solchen Effekt hervorrufen würde. Dazu war es die zweite Bundesligasaison und der sportliche Durchmarsch der Vorsaison natürlich nicht zu wiederholen. Vielmehr gab es auch einige Heimspiele, die nicht wirklich als Festtage in Erinnerung blieben, sondern im besten Fall nüchtern gespielter Ergebnisfußball waren.

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Presse 27.06.2018

Anthony Jung ist nun auch fest in die RB-Filiale aka Bröndby IF gewechselt. Das konnte nicht mehr überraschen und passierte pünktlich kurz bevor die Leihe zum dänischen Verein auslief. Drei Jahre steht Jung dort nun unter Vertrag. Und RB bekommt dafür noch ein paar Euro Ablöse.

Gerüchtekram. Ademola Lookman wird diese Woche zu Gesprächen beim FC Everton erwartet, wo man ihn davon überzeugen will, dass er bleibt. Kernthema dabei, dass man künftig auf den 20-Jährigen zu setzen gedenkt. Mal sehen, wie das ausgeht.

Die Times wirft Danny Ings auf das RB-Gerüchtekarussell (aber auch diverseste andere Vereine). 25. Mittelstürmer. Will aus Liverpool wegen mangelnder Einsatzzeit weg. Klingt nicht danach, als müsste man sich den Namen unbedingt merken..

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Transfers: Cunha, Kaiser

Und weiter geht es schon wieder mit den Transfers bei RB Leipzig. Schön immer mit einem gewissen Abstand tröpfelt der eine nach dem anderen in dieser Sommerpause herein.  Nach Nordi Mukiele und Marcelo Saracchi sind wir nun schon bei Nummer 3. Und immerhin schon bei Ausgaben von irgendwas bei 40 Millionen Euro.

Mit dem Brasilianer Matheus Cunha hat man sich diesmal einen Stürmer geangelt. Der eigenen Vorgabe nach auch das mit 19 Jahren ein junger Spieler mit Entwicklungspotenzial. Nach einem französischen und einem spanischen Muttersprachler folgt nun konsequenterweise ein portugiesischer Muttersprachler. Wobei Cunha durch sein letztes Jahr in der französischsprachigen Schweiz einen Grundkurs in der zweiten Amtssprache bei RB Leipzig gekriegt hat und entsprechend eine ganze Gruppe an Ansprechpartnern kriegt.

Cunha wechselte erst vor einem Jahr von Brasilien nach Europa und schloss sich dort dem FC Sion an, der über ganz gute Kontakte nach Brasilien verfügt. Auch für die kommende Saison hat der Sechste der ersten Schweizer Liga der abgelaufenen Spielzeit (bei nur zehn Teams und bei nur drei Punkten Vorsprung auf Platz 9) bereits wieder zwei brasilianische Talente verpflichtet.

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Presse 26.06.2018

Dietmar Hopp auf der TSG-Website mit einer bemerkenswert souveränen Reaktion auf den Wechsel von Julian Nagelsmann nach Leipzig. Alles fair und wie abgesprochen gelaufen. Alles ok, auch wenn es schade ist und man Nagelsmann gern noch gehalten hätte. Alle gemeinsam werden das letzte Jahr hochmotiviert angehen und bestreiten. Wenn man diese Art der souveränen und entspannten Kommunikation die kommenden zwölf Monate durchhält, dann Hut ab.

Marcel Sabitzer im Interview mit der LVZ. Zum Trainingsstart reicht es für ihn noch nicht mit Mannschaftstraining. Zum Trainingslager Ende Juli will er dann voll dabei sein. Damit fehlt er in jedem Fall auch in der zweiten Runde der Europa-League-Quali gegen Häcken oder Liepaja. Ansonsten geht es um dies und das in Sachen Trainer und WM und Saisonziel (Champions League).

RB Leipzig hat den ersten Testgegner im Trainingslager in Österreich bekanntgegeben. Huddersfield Town soll es am 03.08. sein. Interessantes Testspiel. Das ein Tag nach dem Rückspiel der zweiten Runde der Europa League stattfindet. Das wird ein hübsches Gepuzzle, wer da was wie und wie lange spielt.

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Presse 25.06.2018

Na, schon die Nagelsmann-Nachricht von letzte Woche, dass er ab 2019 RB-Trainer wird, realisiert? Dass es in den kommenden zwölf Monaten viel Gebrabbel um die ungewöhnliche Situation geben könnte, hat schon das erste Wochenende gezeigt, an dem BILD mal eben den klassischen ‚Trainer sucht schon Kindergarten in Leipzig‘-Move nimmt und über einen sofortigen Wechsel zu RB spekuliert. Kindergarten ist zumindest thematisch auf hübsche Art und Weise passend zu dem Gerücht.

Julian Nagelsmann war am Wochenende noch mal ganz klar und deutlich, dass er nicht vor 2019 in Leipzig aufschlagen werde. Durchaus angenehm deutlich. Damit kann man das Thema dann auch erstmal zuklappen (auch wenn es immer wieder jemand aufklappen wird).

BILD meint, dass Nagelsmann nächste Saison seinen Videoanalysten Benjamin Glück mit nach Leipzig bringen wird. Dessen Vertrag in Hoffenheim läuft aus. Enger Vertrauter, guter Freund. Passt zumindest zu dem Gerücht, dass hierzulande Videoanalyst Danny Röhl nicht mehr zwingend eine Zukunft bei den Profis hat.

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Echte 1a-Lösung mit Abstrichen bei der B-Note

Überraschend soll sie sein, hatte Oliver Mintzlaff in Bezug auf die Trainerfindung angekündigt. Und die absolute Wunschlösung. Nun, man darf dem Geschäftsführer zugestehen, dass ihm die Überraschung mit der gestrigen Bekanntgabe von Julian Nagelsmann als künftigem RB-Cheftrainer absolut gelungen ist. Im Gegensatz zur einstigen Pressekonferenz, in der Ralf Rangnick als 1a-Lösung verkauft wurde, ist Julian Nagelsmann tatsächlich auf dem aktuellen Trainermarkt die absolute 1a-Lösung. Und entsprechend kann man dem Klub (und dem geneigten Fan und Zuschauer gleich mit) njur gratulieren, dass er diese Lösung nach der etwas wilden Trennung von Ralph Hasenhüttl hinbekommen hat.

Bleiben halt die leichten Abzüge in der B-Note. Denn eigentlich suchte man natürlich einen Trainer für sofort. Dass man nun Julian Nagelsmann erst ab der nächsten Spielzeit, also ab 2019 bekommt, ist der saure Teil des Apfels, den man nach aktuellem Stand der Dinge, an dem sich wohl eher nicht allzu viel verändern dürfte, mitverspeisen muss. Heißt entsprechend auch, dass man für die kommende Saison eine Übergangslösung finden muss, die nach Lage der Dinge Ralf Rangnick heißen wird, was RB Leipzig  aber erst auf einer Pressekonferenz vor dem Trainingsstart Anfang Juli verkünden will (was wiederum ein wenig seltsam ist, falls man denn wirklich schon die Übergangslösung festgelegt hat).

Mit Julian Nagelsmann kommt in einem Jahr ein Trainer, den man eigentlich schon diesen Sommer bräuchte, der aber genau für den Schritt steht, der zu machen ist. Nämlich den Umbruch im Team weiter zu gestalten. In der abgelaufenen Spielzeit gehörten noch sechs Spieler aus der zweiten Liga zu den elf meisteingesetzten Akteuren. Mit Bruma und Kampl konnten sich lediglich zwei Spieler in diese Kernformation schieben, die letzte Saison noch nicht dabei waren. Ein bisschen steht die letzte Saison auch dafür, dass es in Bezug auf die Entwicklung und Auffrischung des Teams eher Stillstand gab. Dass RB Leipzig mit Mukiele und Saracchi schon zwei Spieler verpflichtet hat, die für noch mehr Tempo und Dynamik schon in der letzten Reihe stehen, verweist darauf, dass man gewillt ist, in Sachen Kaderzusammenstellung noch mal einen Schritt weiterzugehen und die Strukturen im Team zu verändern (zu welchen gruppendynamischen Ergebnissen das auch immer führen mag).

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Presse 22.06.2018

So, da kam er dann also gestern Abend, der Paukenschlag. Julian Nagelsmann wird ab 2019 Cheftrainer von RB Leipzig. Vierjahresvertrag bis 2023. Eine sehr gute bis perfekte Trainerwahl. Und ein echter Coup, einen derart angesagten (und vor allem guten) Trainer, schon jetzt für 2019 fest zu binden, wo es für Nagelsmann auch sicher ein leichtes gewesen wäre, sich noch ein paar Optionen in alle Richtungen offen zu halten (erstmal gucken zum Beispiel, wie gut Kovac bei den Bayern wirklich funktioniert). Ein paar Fragezeichen bleiben aber auch bei der Nagelsmann-Verpflichtung, aber das steht ja alles in der ausführlichen Analyse von heute hier im Blog. Ansonsten natürlich heute presseseits viele Berichte und Kommentare zum Thema mit überwiegend extrem positivem Zungenschlag.

Damit ist die skurrile Situation entstanden, dass RB Leipzig einen Cheftrainer präsentiert, aber weiterhin keinen hat. Sprich, man braucht für die kommende Saison immer noch einen Trainer. Einen, der jetzt von vornherein nur noch Übergangstrainer ist. Auch nicht gerade der einfachste Job, sodass der Kreis der Kandidaten sehr klein wird und man einen in der Bundesliga erfahrenen, externen Trainer aufgrund der speziellen Konstellation praktisch ausschließen kann.

Naheliegend wäre weiterhin Ralf Rangnick. Persönlich finde ich das aufgrund dessen, dass er als Sportdirektor für den Verein wesentlich wichtiger ist, immer noch keine gute Lösung, aber viel was anderes fällt mir auch nicht ein, wenn es darum geht, den leichten Umbruch in den Mannschaftshierarchien und vor allem das Übergangsthema zu moderieren. Rangnick hätte Namen und Standing die ganze Thematik intern und extern gut wegzumoderieren und trotz der speziellen Situation erfolgreich zu arbeiten. Und vor allem wäre der Name Rangnick für die aktuellen Spieler und die potenziellen Neuzugänge ein wichtiger, zukräftiger Name. Von daher wäre er dann auch der beste Kandidat für den Übergangsposten.

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Lernpotenziale

Unwort des letzten Jahres war sicherlich die „Dreifachbelastung“ aka „Doppelbelastung“ aka „Mehrfachbelastung“ und alle Variationen davon, die sich um Belastungssteuerung, mentale und physische Ausgelaugtheiten und Frische drehten.

Wobei das Verrrückte dabei ist, dass das Einbeziehen dieser Dinge tatsächlich von Relevanz für die Interpretation der Saison ist. Aber das vor allem vor der Winterpause, aber auch in der Schlussphase der Saison vorauseilende Argumentieren mit der Belastung war doch einigermaßen nervtötend. Zumal sich bspw. ein Ralph Hasenhüttl in der Vorsaison gegenüber dem Weinzierl-Schalke nach deren Europa-League-Schlacht gegen Ajax noch mit einem leicht despektierlichen ‚wir werden die Doppelbelastung nächstes Jahr nicht als Ausrede nehmen, wenn es nicht läuft‘ geäußert hatte, weil S04 nach dem 1:1 gegen Leipzig auch auf das Spiel unter der Woche verwiesen hatte.

Egal wie, es lässt sich schwerlich wegdiskutieren, dass es einen Unterschied macht, ob du weit über 40 Pflichtspiele in der Saison bestreitest oder nur 35 oder 36. Angesichts dessen, dass jedes Spiel mit einem hohen physischen und psychischen Aufwand verbunden ist, wird es halt irgendwann auch mal schwer, zu 100% fokussiert und fit in ein Spiel zu gehen. Man kann das auch gern mal mit sich als Zuschauer vergleichen, mit welcher Energie man am Ende von drei englischen Wochen ein Auswärtsspiel sagen wir in Mainz angeht und was der Unterschied zu einem sagen wir ersten Heimspiel der Saison ist. Diesbezüglich sind dann alle auch nur Menschen.

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Presse 21.06.2018

Das Europa-League-Los ist da (letztlich in einem enttäuschend kurzen Verfahren gezogen). Es wird in der zweiten Quali-Runde für RB Leipzig entweder der BK Häcken aus Schweden oder der FK Liepaja aus Lettland. In Häcken war Rangnick wohl mal einst, um Stürmer Carlos Strandberg (inzwischen Malmö FF) zu beobachten. Gegen Liepaja trug Salzburgs Andreas Ulmer einst in der CL-Quali mal aus Versehen ein RB-Leipzig-Trikot. Beides unangenehme Lose, weil beide Teams aufgrund Meisterschaftsbetriebs im Kalenderjahr (also ohne echte Sommerpause) mitten in der Saison und damit voll im Saft stecken werden.

Das wird dann so ein bisschen wie im DFB-Pokal, wenn man als Bundesligist seine Vorbereitung auf den ersten Bundesligaspieltag ausgerichtet hat und eine Woche vorher noch im DFB-Pokal bei einem Zweitligisten antreten muss. Da geht es manchmal noch nicht mal so sehr darum, dass man den Gegner unterschätzt, sondern die Gegner sind zu diesem Zeitpunkt körperlich und vom Zusammenspiel her einfach schon viel weiter und dem Bundesligisten bleibt oft nur die individuelle Klasse.

Wenn man den Quervergleich wagen darf, dann dürfte der BK Häcken ein sehr guter Zweitligist sein, während Liepaja (bei allem Respekt) noch mal eine Stufe darunter anzusiedeln ist. Insofern läuft es sportlich darauf hinaus, dass RB Leipzig Anfang August zum Rückspiel der zweiten Runde der Europa-League-Quali nach Göteborg reist (woher der BK Häcken stammt) und nicht nach Liepaja.

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