Schlagwort-Archive: TSG Hoffenheim

DFB-Pokal: RB Leipzig vs. TSG 1899 Hoffenheim 2:0

Zweite Runde im DFB-Pokal. Jene Runde, in der RB Leipzig in der Vergangenheit am liebsten ausschied. Nicht so diese Saison, denn gegen die TSG Hoffenheim setzte man sich völlig verdient mit 2:0 durch.

Wie erwartet und wie schon im Bundesligaspiel in Hoffenheim hatte Ralf Rangnick auf eine Dreier- bzw. Fünferkette in der Abwehr gesetzt. Mit vier neuen Spielern in der Startelf (Konaté, Kampl, Klostermann und Augustin) spielte RB ein vergleichsweise tiefes 5-3-2. Klar konnte man das auch, wie es manch einer tat, als 3-5-2 (aka 3-3-2-2) interpretieren, aber faktisch war das gegen den Ball eine klare Fünferkette, mit der man die Stärken der Hoffenheimer auf den Außenbahnen aus dem Spiel nehmen wollte und erfolgreich aus dem Spiel nahm.

Die TSG auf der anderen Seite spielte ebenfalls in einem 5-3-2, das sogar noch tiefer und in der ersten Linie weniger aggressiv angelegt war als das 5-3-2 von RB. Nagelsmann hatte gleich sechs neue Spieler in die Startelf gesteckt (Kobel, Adams, Demirbay, Schulz, Bittencourt und Szalai) und darauf gesetzt, dass man nicht in Konter der Gastgeber läuft.

DFB-Pokal: RB Leipzig vs. TSG 1899 Hoffenheim 2:0 weiterlesen

Spiel mit Torgarantie

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen die TSG 1899 Hoffenheim (31.10.2018, 20.45 Uhr) befindet sich der Ticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick.]

17. Pflichtspiel dieser Saison für RB Leipzig. In der ersten Bundesligasaison wäre nach diesem Spiel Winterpause gewesen (weil damals nur bis zum 16. Spieltag gespielt wurde). Diesmal befinden wir uns gerade mal Ende Oktober, also mittendrin in der Hinrunde. Und streuen mal eben eine Partie im DFB-Pokal ein.

Ja, DFB-Pokal ist in den letzten Jahren nicht unbedingt der Wettbewerb schlechthin für RB Leipzig gewesen. Aber das spielt für die jeweiligen Spiele in der Gegenwart und Zukunft kaum eine Rolle, dass letzte Saison gegen die Bayern beispielsweise Timo Werner mit dem entscheidenden Elfmeter scheiterte.

Spiel mit Torgarantie weiterlesen

Bundesliga: TSG 1899 Hoffenheim vs. RB Leipzig 1:2

Sechster Spieltag. Das durchaus mit Spannung erwartete Spiel zwischen Hoffenheim und RB Leipzig. Klar, auch Nagelsmann gegen Rangnick. Aber eben auch das Duell zwischen zwei sportlich interessanten Vereinen mit ähnlichen Saisonzielen. Am Ende setzte sich RB Leipzig in einem Spiel, das weitgehend auf Augenhöhe verlief, mit 2:1 durch.

Ralf Rangnick dann doch mit vier Wechseln gegenüber dem Sieg gegen Stuttgart. Neben dem verletzten Forsberg mussten auch Orban, Mukiele und Halstenberg (der nicht überlastet werden soll) weichen. Laimer, Konaté, Ilsanker und Saracchi kamen in die Partie.

Ein bisschen Rätselraten vor dem Anpfiff, was das denn für eine Formation ergeben könnte. Dass man gegen das Hoffenheimer Gegenpressing Ilsanker auf die Sechs stellen würde, war schwer vorstellbar. Tatsächlich tat man bis zum Anpfiff noch so, als würde Ilsanker einen Sechser spielen. Aber in dem Moment, wo der Ball gespielt wurde, fiel Ilsanker dann sofort zwischen Upamecano und Konaté in die Abwehrkette (wo seine stärkste Position ist). Es entstand dann gegen den Ball ein 5-3-2, in dem Kampl und Sabitzer mit dem Ball dann vor Demme spielten, was dann aus dem System eine Art 3-3-2-2 machte (etwas was Hoffenheim im Normalfall auch gern spielt).

Bundesliga: TSG 1899 Hoffenheim vs. RB Leipzig 1:2 weiterlesen

Bilanzen vom Rande des Spielfelds aus der Bundesliga 2017/2018

Der Rückblick auf die Zuschauerzahlen in der vergangenen Saison steht noch aus. Auch diesmal geht es weniger um einen Schwanzvergleich, sondern eher um eine nüchterne Bestandsaufnahme zu den Tendenzen, die man aus der abgelaufenen Spielzeit herauslesen kann. Sowohl in Bezug auf RB Leipzig, aber auch in Bezug auf die Bundesliga generell, in der ja zwischenzeitlich der wahrnehmbare Zuschauerrückgang an verschiedenen Stellen durchaus deutlich diskutiert und hinterfragt wurde.

Erstmals in der Vereinsgeschichte schloss RB Leipzig in der letzten Saison schlechter ab als in der Vorsaison. Das galt nicht nur in der sportlichen Endtabelle, sondern auch für den Zuschauerschnitt im Ligabetrieb. Immerhin rund 2.000 Zuschauer spuckten die offiziellen Statistiken am Ende im Schnitt weniger pro Leipziger Spiel aus. Wenn man dazu rechnet, dass dem Verein da vor allem teure Tagestickets durch die Lappen gingen, summiert sich der Verlust über die Saison gesehen dann schnell mal auf einen niedrigen siebenstelligen Betrag.

Schon vor einem Jahr konnte man mutmaßen, ob die erstmalige Teilnahme an der Champions League (und später Europa League) nicht genau einen solchen Effekt hervorrufen würde. Dazu war es die zweite Bundesligasaison und der sportliche Durchmarsch der Vorsaison natürlich nicht zu wiederholen. Vielmehr gab es auch einige Heimspiele, die nicht wirklich als Festtage in Erinnerung blieben, sondern im besten Fall nüchtern gespielter Ergebnisfußball waren.

Bilanzen vom Rande des Spielfelds aus der Bundesliga 2017/2018 weiterlesen

Lernpotenziale

Unwort des letzten Jahres war sicherlich die „Dreifachbelastung“ aka „Doppelbelastung“ aka „Mehrfachbelastung“ und alle Variationen davon, die sich um Belastungssteuerung, mentale und physische Ausgelaugtheiten und Frische drehten.

Wobei das Verrrückte dabei ist, dass das Einbeziehen dieser Dinge tatsächlich von Relevanz für die Interpretation der Saison ist. Aber das vor allem vor der Winterpause, aber auch in der Schlussphase der Saison vorauseilende Argumentieren mit der Belastung war doch einigermaßen nervtötend. Zumal sich bspw. ein Ralph Hasenhüttl in der Vorsaison gegenüber dem Weinzierl-Schalke nach deren Europa-League-Schlacht gegen Ajax noch mit einem leicht despektierlichen ‚wir werden die Doppelbelastung nächstes Jahr nicht als Ausrede nehmen, wenn es nicht läuft‘ geäußert hatte, weil S04 nach dem 1:1 gegen Leipzig auch auf das Spiel unter der Woche verwiesen hatte.

Egal wie, es lässt sich schwerlich wegdiskutieren, dass es einen Unterschied macht, ob du weit über 40 Pflichtspiele in der Saison bestreitest oder nur 35 oder 36. Angesichts dessen, dass jedes Spiel mit einem hohen physischen und psychischen Aufwand verbunden ist, wird es halt irgendwann auch mal schwer, zu 100% fokussiert und fit in ein Spiel zu gehen. Man kann das auch gern mal mit sich als Zuschauer vergleichen, mit welcher Energie man am Ende von drei englischen Wochen ein Auswärtsspiel sagen wir in Mainz angeht und was der Unterschied zu einem sagen wir ersten Heimspiel der Saison ist. Diesbezüglich sind dann alle auch nur Menschen.

Lernpotenziale weiterlesen

RB Leipzig in der Bundesliga 2018/2019

Fast ging es ein bisschen unter zwischen Hasenhüttl-Abgang, Europa-League-Quali-‚Absturz‘, Pfingsten und Trainerroulette. Nämlich, dass seit Dienstag die Zusammensetzung der Bundesliga für die kommende Saison feststeht.

Aus RB-Sicht wird es historisch. Nachdem man diese Saison erstmals in der Vereinsgeschichte schlechter abschnitt als im Vorjahr, tritt man nun 2018/2019 erstmals in einer Liga an, in der man keinerlei neue Gegner kennenlernen darf. Denn mit Nürnberg und Düsseldorf steigen zwei Teams auf, die RB bereits aus Duellen in der zweiten Liga kennt. Wäre Kiel aufgestiegen, hätte man gegen die Norddeutschen sogar bereits die Spiele 7 und 8 austragen müssen, so viel wie gegen keine andere Mannschaft.

Die Fahrt ganz in den Norden in einen der bescheideren Gästeblöcke diesen Landes erspart sicht RB Leipzig nun. Dafür geht es ins recht nahe Nürnberg und zu DJ Opa nach Düsseldorf, der vermutlich schon mal seine Plattentasche für das RB-Spiel im Geist durchgeht, während die Social-Media-Abteilung sich ganz in der Tradition eines Zweitligisten im klassischen RB-Logoverzicht übt.

RB Leipzig in der Bundesliga 2018/2019 weiterlesen

Bundesliga: RB Leipzig vs. TSG 1899 Hoffenheim 2:5

31. Spieltag der Bundesliga. Für RB Leipzig das erste und wichtigste Endspiel im Kampf um einen Platz in Europa. Richtung Champions League sowieso, aber auch Richtung Gruppenphase der Europa League. Es wurde (mal wieder) eine herbe Klatsche, weil RB Leipzig naiv verteidigte und ein Spiel, in dem man 30 Minuten lang gut auftrat, wegen defensiver Aussetzer mit 2:5 verlor.

Ralph Hasenhüttl veränderte seine Mannschaft gegenüber dem Bremen-Spiel auf drei Positionen. Der in Bremen nach Einwechslung starke Lookman wurde zurecht mit einem Platz in der Startelf belohnt. Auch Klostermann und Bruma rückten ins Team. Kampl, Kaiser und Poulsen saßen nur auf der Bank. Organisiert war die Mannschaft überraschend in einem ungewohnten 4-2-3-1.

Julian Nagelsmann änderte seine Mannschaft auf der anderen Seite auf zwei Positionen. Akpoguma rückte für Nodtveit in die Dreierkette. Uth spielte für Szalai in vorderster Linie. Organisiert war Hoffenheim irgendwo zwischen 5-3-2 und 3-3-2-2. Lange meist mit einem defensiven 5-3-2-Fokus. Aber in Hoffenheim wird da sowieso meist situativ und flexibel gut verschoben.

Bundesliga: RB Leipzig vs. TSG 1899 Hoffenheim 2:5 weiterlesen

Endspiel der schlechten Verwalter

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen die TSG 1899 Hoffenheim (21.04.2018, 15.30 Uhr) befindet sich die Zusammenfassung von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Viertletzter Spieltag in der Bundesliga. Gewöhnlicherweise noch nicht der Zeitpunkt, zu dem die ultimativen Endspiele anstehen, weil ja schließlich danach noch drei Spiele warten. Die Partie gegen Hoffenheim ist für RB Leipzig trotzdem ein doppeltes Endspiel bzw. doppelt wegweisend, falls es jemand nicht ganz so hochtrabend mag.

Denn im Duell zwischen dem Fünften und dem Sechsten geht es einmal darum, sich die Chance auf einen Platz in der Champions League nächste Saison zu erhalten. Realistischerweise hat nur der Sieger der Partie eine Chance, auch weiterhin noch auf Platz 4 zu schielen. Für den Verlierer dürfte die kommende Saison ohne Königsklasse und viele, viele Zusatzmillionen laufen.

Endspiel der schlechten Verwalter weiterlesen

Außergewöhnliche Herausforderung

Vier Spieltage sind es noch bis zum Ende der Saison. Die Tabellenrechner sind gezückt und werden mit den sinnvollsten Varianten gefüttert, um am Ende das Wunschergebnis herauszubekommen.

Bei RB Leipzig will man immer noch Platz 4. Über die semantischen Feinheiten, dass das eigentlich gar nicht das Ziel im Sinne eines Muss, sondern eher im Sinne eines Wunsches ist, debattiert inzwischen keiner mehr. Vielmehr wird gerechnet und sich Mut zugesprochen, dass das doch noch gelingen könne. Eine starke Halbzeit in Bremen und das Ende der englischen Wochen machen es möglich, dass man nach neun Gegentoren in zwei Spielen zuvor dann doch wieder mit Selbstvertrauen in die verbleibenden Spiele geht. Trotz vier Punkten Rückstand auf Rang 4 und nur einem Punkt Vorsprung auf Hoffenheim und Frankfurt.

Vier Siege muss man wohl aus den letzten vier Spielen mitnehmen, so hatte Ralf Rangnick nach dem Spiel in Bremen vorgerechnet. Und darauf verwiesen, dass man ja schon gezeigt habe, dass man so etwas könne und sogar schon achtmal am Stück gewonnen hat. Allerdings stammt das letztere Beispiel noch aus der Vorsaison und ist vielleicht nicht der allerbeste Maßstab. Zumindest nicht, wenn man rational drauf blickt. Aber darum geht es ja auch nicht unbedingt, wenn man sich Selbstvertrauen zusprechen will.

Außergewöhnliche Herausforderung weiterlesen