Defensivmaschinerie empfängt Offensivmaschinerie

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen die TSG 1899 Hoffenheim (25.02.2019, 20.30 Uhr) die Aussagen von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel.]

23, Spieltag in der Bundesliga. RB Leipzig trifft zum dritten Mal in dieser Saison auf die TSG 1899 Hoffenheim. Zum dritten Mal heißt es Rangnick gegen Nagelsmann, die kommende Saison in Leipzig zusammenarbeiten werden. Zweimal verlor Nagelsmann dieses Duell bisher. Einmal unglücklich, einmal völlig verdient.

So wie Nagelsmann in seiner Außendarstellung wirkt, darf man davon ausgehen, dass eine dritte Niederlage in diesem Duell für ihn völlig inakzeptabel ist. Sowieso, weil niemand dreimal hintereinander gegen denselben Gegner verlieren will. Im speziellen hier sicher auch, weil Nagelsmann sicherlich höchst ungern mit drei Niederlagen im Gepäck im Sommer seinen Dienst unter Rangnick antreten will. Völlig unabhängig davon, wie gut deren Draht zueinander sein wird.

In den bisherigen zwei Aufeinandertreffen versuchte es Nagelsmann mit einem ungewöhnlich zurückhaltenden Auftreten. Wo sonst fliegende Fahnen und Attacke der Modus ist, ging es gegen RB Leipzig für die TSG bisher zweimal vor allem um Fehlervermeidung. Im Pokal kam entsprechend eine höchst ununterhaltsame erste Halbzeit heraus, wie sie untypischer für Hoffenheim-Spiele nicht hätte sein können. Da Nagelsmann mit einer zurückhaltenden taktischen Ausrichtung zweimal leer ausging, darf man davon ausgehen, dass seine TSG im dritten Spiel etwas mutiger auftreten und mehr Attacke mitbringen wird.

Zumindest wäre das die logische Annahme bei einem Team, dessen Qualitäten vor allem in seinen Offensivabläufen liegen. Nicht unbedingt in der Offensivausbeute, denn 44 Tore sind ungefähr auf Augenhöhe mit RB Leipzig, aber beim Herausspielen von Möglichkeiten. Die TSG ist vermutlich die Mannschaft der Bundesliga, die am besten in der Lage ist, aus mannschaftlichen Abläufen und nicht zuerst aus individueller Qualität heraus, Torgefahr zu erzeugen.

Entsprechend ist die TSG die Mannschaft der Liga, die die meisten Torabschlüsse hat und auch die meisten Großchancen verzeichnet. Mit einer spielstarken Zentrale, sehr offensiven Außenverteidigern, guten Abläufen beim Spiel an und in den Strafraum und einer sehr guten Besetzung des Strafraums mit vielen Spielern kann Hoffenheim jeden Gegner in Verlegenheit stürzen. Dazu kommt ein sehr gutes Gegenpressing, mit dem man nach Ballverlusten immer wieder die Räume gut verdichtet. 23 Großchancen hatte die TSG allein seit der Winterpause. Fast fünf pro Spiel (allein gegen hoffnungslos überforderte 96er waren es neun). Zum Vergleich: RB Leipzg kommt in derselben Zeit auf zehn Großchancen; Ligaschnitt sind seit der Winterpause 11,6.

Das was die TSG Hoffenheim offensiv in der Lage ist abzufeuern, ist also mehr als beeindruckend. Zumal da mit Joelinton oder Belfodil auch nicht Spieler rumspringen, die vor der Saison aufgrund ihrer Leistungen bei den Ex-Klubs als künftige Weltstars gehandelt wurden. Aber Joelinton passt mit seiner Physis und Belfodil mit seinen Fähigkeiten im Eins gegen Eins sehr gut in die Angriffsmaschinerie des Klubs.

Wobei die Stürmer auch ein wenig für eines der Probleme des Klubs stehen, nämlich mangelnde Effizienz. Zusammen haben Joelinton und Belfodil in der Bundesliga erst 13 Tore erzielt. Kramaric kommt als Toptorschütze auf neun Treffer. Zweistellig hat in der Liga noch kein Hoffenheim-Spieler getroffen. Das ist fast ein bisschen wenig für eine Mannschaft, die so viele Chancen hat und gerade Joelinton und Kramaric lassen mehr liegen als statistisch erwartbar wäre. Ensprechend hat man einige Partien nicht zumachen können, in denen man eigentlich überlegen war und so unnötig Punkte liegenlassen.

Mindestens sechs Punkte mehr hätte die TSG haben können, wenn sie ihre Chancen im erwartbaren Rahmen genutzt hätten. Dann lägen sie jetzt ein bis zwei Punkte hinter RB und nicht acht.  Fast die Hälfte aller Führungen (sieben von 15) hat das Nagelsmann-Team noch verspielt und dann nur einen Punkt geholt. Zwar auch noch nicht verloren nach Führung, aber das regelmäßige Liegenlassen von Punkten in Spielen, die die Mannschaft dominiert, ist halt letztlich das, was den Klub in dieser Saison davon trennt, ein Topklub zu sein.  Dazu passt auch, dass die TSG bisher von 13 Spielen, die mit maximal einem Tor Differenz ausgingen, erst ein einziges gewonnen hat. Gleich neun Unentschieden stehen hier in der Bilanz. Die 0,92 Punkte pro engem Spiel werden nur von Hannover, Augsburg und Nürnberg unterboten.

Aber auch die Defensive darf man nicht ausnehmen, wenn man davon spricht, was Hoffenheim noch zum Topteam fehlt. Mit 32 Gegentreffern hat man die schlechteste Bilanz aller Spitzenteams der Liga. Seit der Winterpause hat die TSG schon 13 Großchancen zugelassen, der zwölftschlechteste Wert der Liga. Über die Saison gesehen liegt man mit 50 zugelassenen Großchancen irgendwo im Mittelfeld der Tabelle und ist von Defensivmaschinerien wie jener der Leipziger doch einigermaßen weit entfernt.

Was zu Teilen eine Folge des offensiven Ansatzes ist, aber auch mit der inidividuellen Klasse der beteiligten Akteure und fehlender Konstanz zu tun hat.  Schulz und Kaderabek sind als Außenverteidiger weitgehend gesetzt und spielen eine sehr gute Saison. Kevin Vogt schwächelte dagegen in dieser Spielzeit leistungstechnisch durchaus immer mal. Und dahinter wurde es dann schon bunt. Kein Abwehrspieler hat 15 Spiele oder mehr bestritten. Der starke Kasim Adams steht aufgrund von Verletzungen bei gerade mal acht Einsätzen in der Liga, ein Benjamin Hübner gar nur bei sechs. Da war in dieser Saison viel Patchwork dabei, was noch mal viel stärker auffällt, wenn die Positionen davor sehr spielstark besetzt sind und es darauf ankommt, dass die letzte Reihe gut und sicher verteidigt. Ein Stefan Posch macht da einen überraschend guten Job, aber vom Grundpotenzial ist die Besetzung der Abwehrreihe aufgrund der häufigen Veränderungen kein Vergleich mit anderen Abwehrreihen der Liga.

Reagiert hat die TSG auf diese Probleme mit der Verpflichtung von Lucas Rebeiro. Der 20-Jährige ist aber auch eher eine Perspektivverpflichtung und nach der Teilnahme an der U20-Südamerikameisterschaft gerade erst in Hoffenheim eingetroffen. Spannender da schon, dass die TSG aufgrund des Ausscheidens aus der Champions League den Kader im Winter deutlich ausgedünnt hat. Und zwar vor allem über Leihen, was den Vorteil hat, dass der Klub bei erneutem Erreichen eines europäischen Wettbewerbs (was das erklärte Ziel ist) relativ unproblematisch den Kader wieder passend vergrößern kann.

Mit Grifo, Zuber, Kobel, Akpoguma, Nordtveit oder Hoogma verließen so einige Spieler vorerst den Verein, die bei der TSG bei nur einem Spiel pro Woche mit sehr wenig Spielzeit hätten leben müssen. Nagelsmann kann sich in Hoffenheim nun so auf einen Kernkader verlassen und mit diesem stärker an passenden Abläufen und an Konstanz arbeiten. Die eher dünne (oder normale) Spielerdecke hat dann den netten Nebeneffekt, dass man auch mal einen David Otto im Sturm das Bundesligadebüt feiern lassen kann. Ein 19 Jahre altes Talent, das seit sechseinhalb Jahren in Hoffenheim spielt.

Die Idee der Kaderverschlankung, um Unzufriedendheit zu vermeiden und die Eingespieltheit im Team zu erhöhen, klingt sehr sinnvoll. Hängt dann halt immer davon ab, mit wie vielen Verletzungen und Sperren man zu kämpfen hat. Zuletzt war die Ausfallliste mit Geiger, Bicakcic, Hübner, Grillitsch und Rupp durchaus lang. Aber dass der TSG-Kader vielleicht in der Spitze kein Bundesliga-Topniveau, aber dafür in der Breite kaum Niveauabfall hat, weiß man jetzt eigentlich auch schon eine Weile.

Mit der TSG 1899 Hoffenheim kommt eines der Teams nach Leipzig, die läuferisch sehr stark sind. In fast allen Kategorien ist die TSG ein absolutes Topteam. Lediglich bei den Sprints ist man nur eine Durchschnittsmannschaft und gegenüber RB im Schnitt der Saison im Nachteil. Für das direkte Aufeinandertreffen dürfte das allerdings nicht die ganz große Rolle spielen.

Hoffenheim ist insgesamt ein recht spektakuläres Team mit viel spielerischer und offensiver Power. Dafür spricht auch, dass die TSG bei neun Rückständen nur fünfmal verlor und noch zweimal einen Punkt holte und zweimal gewann.  In dem Bereich hat man die zweitbeste Bilanz der Liga hinter dem BVB. Zuletzt führte das zu einem mehr als spekakulären (und verdienten) 3:3 in Dortmund, bei dem die Gastgeber schon 3:0 vorn gelegen hatten, Hoffenheim aber durch geduldiges Anspielen und mit ein bisschen Glück bei zwei, drei BVB-Kontern noch den Punkt holte. Vielleicht ganz passend in dem Zusammenhang, dass die TSG in der zweiten Halbzeit fast dreimal so viele Tore schießt wie in der ersten, was auch für gute Traineranpassungen spricht.

Hoffenheim definiert sich stärker als Leipzig über den Ballbesitz, ohne das zum Selbstzweck zu erhöhen oder auf passende Gegenpressingstrukuren zu verzichten. Nagelsmann steht für eine gewisse Flexibilität in seiner taktischen Ausrichtung und vor allem dafür dass der Ballbesitz seiner Mannschaft nicht brotlos bleibt. Entsprechend hat Hoffenheim im Bundesligavergleich mit Abstand die meisten Abschlüsse aus dem normalen Spiel heraus, während man bei Kontern nur ein Durchschnittsteam ist und bei Standards sogar unterdurchschnittlich (zumindest in Sachen Effizienz) agiert.

Das Duell zwischen Leipzig und Hoffenheim gibt auch unabhängig vom Duell Rangnick gegen Nagelsmann einiges her. Das defensivstärkste Team der Liga empfängt die Mannschaft, die sich die meisten Torgelegenheiten herausspielt. Defensivmaschinerie empfängt also Offensivmaschinerie.

Dazu kommt die Tabellensituation. Hoffenheim kann mit einem Sieg den Kampf Richtung Platz 4 wieder sehr viel enger machen. RB könnte Hoffenheim mit einem Sieg in Sachen Champions League fast schon endgültig distanzieren. Gegen Frankfurt verpasste Leipzig im letzten Heimspiel einen Big Point und ließ zwei Punkte liegen. Gegen Dortmund verpasste man Bonuspunkte und ließ einen Zähler liegen. Im dritten Bundesliga-Heimspiel seit der Winterpause empfängt RB das dritte Team mit internationalen Ambitionen. Wäre sicherlich ein sehr lautstarkes Signal würde dabei der erste Dreier des neuen Jahres in der Red Bull Arena fällig werden.

Aufgrund der Personallage zuletzt ist davon auszugehen, dass Ralf Rangnick nach der Rückkehr von Konrad Laimer auch wieder auf die Formation zurückgreift, die am stärksten im Spiel gegen den Ball ist. Dass Forsberg in der Startelf steht, ist nach einem schwächeren Spiel in Stuttgart und nach einigem inidivuellen Training unter der Woche nicht anzunehmen. Dass Kampl sofort in die Startelf rückt, ist auch eher unwahrscheinlich. Und der Rest ist ja dann zuletzt doch eher zementiert gewesen.

Mögliche Aufstellungen:

  •  RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Konaté, Orban, Halstenberg – Adams, Demme – Sabitzer, Laimer – Poulsen, Werner bzw. mit Dreierkette: Gulacsi – Konaté, Ilsanker, Orban – Klostermann, Demme, Halstenberg – Sabitzer, Laimer – Poulsen, Werner
  • TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Adams, Vogt, Posch – Kaderabek, Grillitsch, Schulz – Demirbay, Kramaric – Joelinton, Belfodil

Fazit: Erstaunlich wenig offenes Visier bisher in den Spielen zwischen Rangnick und Nagelsmann. Zum Abschluss des 23. Spieltags kann man da diesmal durchaus mehr Offensivgeist erwarten. Auch wenn man das im Pokal im letzten Herbst auch dachte und dann eine Halbzeit lang beiderseits ohne jegliches Risiko ein 0:0 verwaltet wurde. Ein 0:0 wäre eine Premiere zwischen beiden Teams und ist nicht sehr wahrscheinlich. Sicher ist, dass ein Sieg für beide der Mannschaften ein Big Point im Kampf um einen Platz in einem europäischen Wettbewerb wäre.

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[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen die TSG 1899 Hoffenheim nicht vor Ort verfolgen kann und am 25.02.2019, ab 20.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live im Eurosportplayer.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. TSG 1899 Hoffenheim

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Ralf Rangnick. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel von RB Leipzig gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Mit Ralf Rangnick.

12.00

Rangnick: Upamecano, Haidara, Smith Rowe weiter verletzt. Ansonsten alle dabei. „14 Uhr ist noch Training. Mal sehen, ob das dann auch noch so ist. Stand jetzt haben wir 18 Feldspieler zur Verfügung.“

12.01

Rangnick: „Spielen zum dritten Mal gegen Hoffenheim. Wichtiges Spiel wegen der Tabellensituation. Wäre für beide Vereine gut zu gewinnen. Wollen unsere Ausgangsposition in der Tabelle weiter verbessern. Sehr interessantes, spannendes Spiel.“

12.03

Rangnick: „Kevin Kampl hat diese Woche keine Trainingseinheit verpasst. Emil Forsberg konnte erst gestern wieder mittrainieren. Hatte danach keine Probleme. Wenn es bei 18 Feldspielern bleibt, müssen wir noch zwei aus dem Kader streichen. Ist mir aber sorum lieben. Zuletzt Situationen, wo sich der 16er-Kader von allein aufgestellt hat. Das ändert sich jetzt. Haidara soll nächste Woche schon Teile des Mannschaftstrainings mitmachen. Wenn alles gut geht, kann er die Woche drauf schon alles mitmachen. Upamecano und Smith Rowe sollen nach der Länderspielpause wieder einsteigen. Dann haben wir noch mehr Alternativen.“

Zu Hoffenheim: „Sind die Mannschaft mit den meisten Schüssen auf das gegnerische Tor. Die Mannschaft der Liga, die sehr variabel spielt. Man weiß nie genau, ob sie mit zwei oder drei Stürmern spielen und wie viele Mittelfeldspieler mit nach vorn kommen. In der Regel sind es sehr viele. Bei eigenem Ballbesitz große Variabilität. Wir wollen uns nicht darauf  verlassen, dass sie ihre Torchancen nicht verwerten. Wir wollen wenig zulassen. Ist uns vor allem im Pokal sehr gut gelungen. Sie haben nur eins der letzten 15 Spiele verloren. Keine einfache Aufgabe für uns. Haben aber schon zweimal gezeigt, dass wir gegen Hoffenheim Lösungen finden.“

12.05

Rangnick zu Social Media: „Schaue ich überhaupt nicht rein. Habe davon gelesen“ (dass Nagelsmann online angefeindet wurde). „Julian ist eine andere Generation, die mit Social Media aufgewachsen ist. Ich nicht. Ich werde es auch die nächsten 20 Jahre nicht nutzen. Habe ich auch keine Zeit für. Interessiert mich nicht, was irgendwelche Menschen unter einem Pseudonym meinen, zum Besten geben zu müssen. Das passiert hier in Leipzig direkt, im Restaurant, im Supermarkt, beim Friseur. Das ist mir auch deutlich lieber so.“

„Wir reden in der Mannschaft vom Trainerstab aus darüber gar nicht. Gab auch keinen Anlass. Spieler wissen, wie sie damit umgehen müssen. was ihre Posts angeht. Alles andere, da muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen, ob er sich dafür Zeit nehmen möchte oder nicht. Bei mir ist es klar, dass ich froh bin, wenn ich ein paar Stunden habe, wo es nicht um Fußball gibt. Bringt mir nichts mich dann noch irgendwo einzuloggen, um zu gucken, was irgendjemand über unsere Arbeit schreibt. Geht mir nicht besser dadurch und ich möchte auch nicht, dass es mir dadurch schlechter geht.“

12.08

Rangnick: „Die Bayern können zur kommenden Saison noch keinen Spieler von uns verpflichtet haben, weil von uns keiner einen auslaufenden Vertrag hat. Alles andere ist nicht wichtig.“ (Frage war, ob die Aussage von Uli Hoeneß, dass man schon sehr gute Spieler zum Sommer sicher hat, auch einen Leipziger umfasst.“

„Waren auch gegen Frankfurt nicht mit einem Unentschieden zufrieden. Hätten wir gewinnen müssen aufgrund der Chancen. In Stuttgart ein weniger gutes Spiel gemacht und dafür gewonnen. Passiert im Fußball manchmal. Auch gegen Hoffenheim geht es darum zu gewinnen. Spielen auf Sieg. Unsere Spielweise ist darauf ausgerichtet. Gegebenenfalls muss man sich auch mal mit einem Unentschieden zufrieden geben. Wenn sie mich jetzt fragen, sage ich aber ganz klar, dass ich mit einem Unentschieden nicht zufrieden wäre.“

12.10

Rangnick: „Konrad Laimer gehört aufgrund seiner Leistungen eigentlich in die Startelf. Aber das gilt auch noch für einige andere. Der eine oder andere, der es verdient hätte, in der Startelf zu stehen, wird aber draußen bleiben müssen.“ (weil nur elf Plätze im Team) Aber erstmal das Abschlusstraining abwarten.

Zu Joelinton: „Habe nur gelesen, was da geschrieben wird und Newcastle 50 Millionen zahlen würde. Das können wir ganz sicher nicht bezahlen. Keine Ahnung, ob die kolportierten Zahlen stimmen.“ (Zweifelt daran, dass in Newcastle so viel Geld ausgegeben werden würde.) „Mir aber auch egal. Selbst wenn es sich knapp drunter bewegen würde, wären wir kein Verein, der einen Spieler in der Größenordnung holen könnte. Hat mich amüsiert, dass wir da mit in Verbindung gebracht wurden. Ist aber sicher ein guter Spieler. Gibt aber auch andere gute Spieler, nicht nur in Hoffenheim. Wir haben vier gute Stürmer, die über die Saison bei uns unter Vertrag stehen. Deswegen machen wir uns da kaderplanungstechnisch auch keine Gedanken.“

12.13

Rangnick will zu Nagelsmann nicht noch mal das sagen, was er vor den letzten Spielen gesagt hat. „Wir freuen uns auf ihn und die Zusammenarbeit. Jetzt sind wir Konkurrenten und jeder will das Spiel gewinnen.“

Rangnick kann Leute nicht verstehen, die daran zweifeln, dass zwei starke Persönlichkeiten wie Nagelsmann und Rangnick gut zusammenarbeiten können. „Die haben nicht verstanden, was bei uns in den letzten sieben Jahren passiert ist. Wir haben uns deswegen so entwickelt, weil wir für jede Position, egal ob Cheftrainer, Assistent oder andere Leute im Stab den bestmöglichen gesucht haben und nicht den, der sich am harmonischsten einpasst. Gute Trainer sind auch mal anstrengend oder unbequem. Da schließe ich mich nicht aus.“ Nagelsmann hatte verschiedene Angebote. RB hatte verschiedene Optionen. Dass man sich füreinander entschieden hat, liegt daran, dass man wisse, was man voneinander will und kriegen kann.

Ein Gedanke zu „Defensivmaschinerie empfängt Offensivmaschinerie“

  1. Naja, der Vergleich Rangnick-Nagelsmann ist halt deswegen keiner, weil Rangnick mit einem Formel-1-Boliden und Nagelsmann mit einem Trabi unterwegs ist. Abgesehen von Kramaric und vielleicht noch Demirbay würde kein Hoffenheimer Feldspieler im Leipziger Kader irgendeine Rolle spielen…Kunststück, dass Rangnick dann vermutlich dreimal gewinnen wird. Nagelsmann hat diesen Verein als fast feststehenden Absteiger übernommen und wenn sein Nachfolger nicht ein ähnlicher Glücksgriff wird wird Hoffenheim auch sehr schnell wieder im Abstiegskampf landen. Hoffenheims Kader ist von seinen individuellen Möglichkeiten her eher mit Mainz, Freiburg oder Augsburg zu vergleichen als mit Hertha, Frankfurt oder gar Leipzig.

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