Testspiel: RB Leipzig vs. Wolfsberger AC 1:0

Zweites und letztes Testspiel dieser Winterpause. Einen Tag nach dem Spiel gegen Galatasaray diesmal in der kleineren und kostenlosen Variante am huscheligen Cottaweg gegen den Wolfsberger AC aus Österreich.

Nachdem gegen Galatasaray die mögliche Besetzung für das BVB-Spiel am Samstag getestet wurde, war ein Tag später erwartungsgemäß der Rest dran. Aufgepeppt durch ein paar Nachwuchsspieler. Quasi anstelle eines Spielersatztrainings.

Wenn man es aus dieser Perspektive sieht, also aus der Perspektive, dass sich die gegen Galatasaray nicht eingesetzten Akteure eh hätten bewegen müssen, war es ein gutes Testspiel. Wenn man das Wort Testspiel wörtlich nimmt, man also eigentlich was für die Profielf testen will, dann war es ein weniger sinniges Testspiel, weil die Abläufe in so einer bunt zusammengewürftelten Mannschaft naturgemäß nicht so richtig gut funktionieren und entsprechend der Lern- oder Testeffekt für alle Beteiligten nicht ganz so hoch ist (zumal diverse Beteiligte keine Perspektive bei den RB-Profis haben).

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Testspiel: RB Leipzig vs. Galatasaray Istanbul 1:1

Erstes Testspiel des Winters. Mal wieder ein internationaler Gegner in der Red Bull Arena zu dieser Jahreszeit. Nach den Rangers aus Glasgow vor zwei Jahren und Dukla Prag im Vorjahr in diesem Jahr Galatasaray Istanbul. Ein Testspiel, das noch aus der Transfervereinbarung in Bezug auf den Bruma-Wechsel 2017 resultiert. Das Spiel war damals mit einer Million Euro dotiert.

Falls RB dieses Geld für das Spiel wirklich bezahlen musste, dann hat die Partie das natürlich nicht refinanziert. Nur reichlich 11.000 Zuschauer. Immerhin wurde die Zuschauerzahl noch dadurch aufgebessert, dass locker die Hälfte der Zuschauer wegen der Gäste da war. Der Gästesektor sehr gut gefüllt und auch die Haupttribüne war mit einem hohen Prozentsatz an Gästefans durchsetzt. War insgesamt ein Auswärtsspiel für RB im eigenen Stadion. Wie froh RB war, dieses Testspiel gegen Galatasaray mit einem sehr hohen Ordner-Aufkommen zu diesem Zeitpunkt organisieren zu müssen, bleibt unbekannt..

Sportlich gesehen war es ein gutes Testspiel, weil RB Leipzig einen Gegner hatte, der nicht das allerhöchste Regal darstellt, aber vom Niveau her auf einem herausfordernden Level spielt. Auch ein Gegner, der den Ball haben will, sodass RB sich in die aus der Bundesliga gewohnte Rolle des Balljägers zurückziehen konnte.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2018 – Teil 2

Heute dann also Teil 2 der Betrachtungen rund um die Leistungsdaten der Spieler von RB Leipzig in der Bundesliga. Wer noch mal nachlesen möchte, was es so alles zu Einsatzzeiten, Torbeteiligungen und Zweikampfgeschichten zu erzählen gab, der blättere einfach zurück.

Dauerläufer im Team von RB Leipzig ist mal wieder Diego Demme. Mit 12,55 km pro 90 Minuten ist er mit Abstand der laufstärkste RB-Spieler. Umso erstaunlicher, dass Demme in der Bundesliga kaum fehlte und entsprechend auch der Spieler mit den meisten Kilometern in der ganzen Liga ist.

Bruma, der meist mehr läuferischen Aufwand betreibt, als man gemeinhin wahrnimmt. folgt direkt hinter Demme. Was aber (wie generell bei vielen anderen Spielern auch) unter anderem daran liegt, dass da auch einige Einsätze mit deutlich weniger als 90 Minuten dabei waren. Nur 40 Minuten absolvierte Bruma pro Spiel. Bei kürzeren Einsätzen kann man vergleichsweise viel laufen, weil man nicht 90 Minuten durchhalten muss. Wenn man die Strecke dann auf 90 Minuten hochrechnet, wird der Wert automatisch höher. Die Bereitschaft, in kurzer Zeit überdurchschnittlich viel Laufstrecke zu absolvieren, braucht man aber trotzdem erstmal.

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Presse 11.01.2019

Wem es in dieser Winterpause langsam langweilig wurde, der findet an diesem Wochenende genug Abwechslung in gleich zwei Testspielen. Am Samstag geht es mit (anhand des Vorverkaufs geschätzt) 3.000 türkischen Fans im Gästeblock der Red Bull Arena gegen Galatasaray Istanbul. Insgesamt sollen es bis zu 12.000 werden. Auf Heimseite gibt es also noch reichlich Tickets. Am Sonntag dann die kleine, kostenfreie Variante eines Testspiels am Cottaweg gegen den Wolfsberger AC. Beide Spiele gibt es auch jeweils als Livestream auf den RB-Kanälen.

Emil Forsberg wird noch nicht mitmachen. Aber auf dem Trainingsplatz war er zumindest schon wieder zu sehen. Was das dann für die nächsten Wochen bedeutet, wird man sehen. Da sollte man noch nicht zu früh frohlocken.

In dem Zusammenhang ganz interessant das RBlive-Interview mit Sportwissenschaftler Froboese, der erklärt, dass für den Fall einer chronischen Verletzung die volle Leistungsfähigkeit nie wieder erreicht werden kann (Forsberg selbst hatte vor ein paar Monaten mal erklärt, dass er eventuell nie wieder schmerzfrei wird spielen können). Und der ironisch-erstaunt feststellt, dass es chronische Verletzungen im Fußball (offiziell) nicht gibt. Was auch Sinn macht, da ein Spieler, der als chronisch verletzt abgestempelt ist, auf Transfermarkt und Co nur noch schwer und zu geringem Preis vermittelbar ist.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2018 – Teil 1

So, weiter geht es mit den Hinrundenbetrachtungen. In Zahlenform rund um die eingesetzten Spieler von RB Leipzig. Betrachtet werden aus Gründen der Vergleichbarkeit der Daten nur die 17 Bundesligaspiele bis zur Winterpause. Teil 2 folgt dann demnächst.

Ralf Rangnick hat bisher in der Bundesliga 19 Spieler eingesetzt, davon 18 Feldspieler. Das sind mal eben zwei Feldspieler weniger als Ralph Hasenhüttl in der Hinrunde der Vorsaison.  Drei der damaligen Feldspieler kamen aber auf maximal 130 Minuten, sodass es im Kern diese Saison ein Feldspieler mehr war, den Rangnick einsetzte. Matheus Cunha verzeichnete als am wenigsten eingesetzter Feldspieler bereits 275 Spielminuten in der Bundesliga.

Nicht zum Einsatz kamen ausschließlich Torhüter. Yvon Mvogo, der Europa-League-Keeper und Marius Müller sahen die Bundesliga nur von der Bank aus. Auf einen Einsatz eines RB-Nachwuchsakteurs wartet man weiter vergebens. Erik Majetschak (dreimal) und Niklas Stierlin (einmal) schafften es immerhin jeweils auf die Bank in der Bundesliga. So richtig zeichnet sich aber weiter kein Einsatz eines Nachwuchsspielers ab. Zumal der Kader jetzt im Winter noch mal durch Neuzugänge vergrößert wird.

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Zwischenbilanz: RB Leipzig in der Saison 2018/2019

Von der Herangehensweise des Teams her und angesichts des neuen Trainers Rangnick mit seinen Prioritäten bei der Teamführung dürfte es keine Übergangsspielzeit werden, sondern eine, in der man maximale Erfolge (also einen Champions-League-Platz) mitnehmen will. Wie weit RB Leipzig mit dem Spiel gegen den Ball kommt und wo dann die Sollbruchstellen sind, wird man sehen. Aber Platz 4 ist auch damit eine absolut realistische Zielvorstellung, auch wenn die Frage bleibt, wie schwer man sich mit der Underdog-gegen-den-Ball-Taktik gegen wirkliche Underdogs, die den Ball nicht haben wollen, tut. Wenn man an die zweite Liga zurückdenkt, dann gab es da einige harzige Spiele. (RB Leipzig vor der Hinrunde in der Bundesliga 2018/2019)

31 Pflichtspiele hat RB Leipzig in der Saison 2018/2019 allein bis zur Winterpause bestritten. Nach dem lockeren Aufgalopp mit ein paar Europa-League-Quali-Spielen ging es ab Ende August dann Schlag auf Schlag. Mit gefühlt noch mehr englischen Wochen als in der Hinrunde der Vorsaison. Ein echter Ritt von Göteborg bis München mit allerlei Highlights, aber auch weniger guten Erinnerungen.

Am Ende steht RB in der Bundesliga bei 31 Punkten. Das sind drei mehr als in der Vorsaison nach der Hinrunde und ein gutes bis sehr gutes Ergebnis, das voll im Rahmen der Zielvorgaben liegt. Man bewegt sich ungefähr auf dem sportlichen Level, auf das man wirtschaftlich inzwischen gehört. Und das im dritten Jahr nach dem Aufstieg in Folge. Keine schlechte Bilanz.

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Presse 08.01.2019

Neues Jahr, neues Glück (Gesundes Neues allerseits by the way). Bei RB Leipzig mit den Neuzugängen Tyler Adams und (wenn er dann wieder gesund ist) Amadou Haidara. Bei letzterem ist es offenbar so, dass sein hinteres Kreuzband gerissen ist und nicht wie gewöhnlich das vordere und das wohl auch erklärt, warum es konservativ behandelt (also nicht operiert) wurde und warum die Geschichte im Idealfall nicht so lange dauert (Haidara möchte gern schon im Februar zurück sein, ursprünglich galt März als Rückkehrtermin).

Training ging schon wieder los. Sorgen darf machen, dass bei Kevin Kampl die Zeit über Weihnachten nicht ausgereicht hat, um seinen lädierten Zeh auszukurieren. Bei Emil Forsberg wird die Rückkehr ins Mannschaftstraining auch weiter verschoben. Inzwischen ist er schon ganz schön lange raus. Auch das klingt nicht so richtig vertrauenserweckend. Dass RB offenbar für den offensiven Mittelfeldbereich noch sucht, macht entsprechend Sinn, auch wenn das eher die Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau (offensivstarker Standardschütze, der keine Anlaufzeit braucht, um sich in Leipzigs System einzupassen) für einen möglichst geringen Preis ist.

Namen, Namen, Namen, die an mir vobeizogen in den letzten Wochen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Callum Hudson-Odoi, Max Aarons, Hakan Calhanoglu, Ademola Lookman, Ihlas Bebou, Nadiem Amiri, Maximilian Philipp. Noch am relevantesten würde ich den Namen Philipp empfinden (den hätte ich schon 2017 gern in Leipzig statt in Dortmund gesehen) und der wäre für mich schon (zumindest jetzt im Winter) nicht sehr wahrscheinlich.

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Transfers: Amadou Haidara

Transfer Nummer 2 verkündete RB Leipzig noch vor Weihnachten direkt nach dem Spiel gegen Werder Bremen. Ein ganz gut gewählter Zeitpunkt, um die ‚Schon wieder ein Spieler aus Salzburg‘-Texte ein wenig zu vermeiden. Auch wenn die entsprechenden Reaktionen nicht komplett ausblieben.

Haidara ist der dritte Neuzugang aus Salzburg in Richtung Leipzig in fünf Transferperioden, nachdem nach dem Aufstieg in die zweite Liga bis zum Aufstieg in die Bundesliga eine ganze Armada an Salzburger Spielern nach Leipzig gekommen war. Upamecano, Laimer, Haidara waren die ausgewählten letzten drei. Die Liste macht schon deutlich, dass inzwischen nur noch die allerherausragendsten Talente des Salzburger Rasenballsports (Laimer war seinerzeit Spieler des Jahres in der österreichsichen Bundesliga) überhaupt für einen Verein in Frage kommen, der in der Bundesliga konstant im vordersten Drittel und um einen Champions-League-Platz mitspielen will.

Willkommen geheißen wurde Amadou Haidara dann in Leipzig gleich mal mit dem ganz großen Vergleich. Über die offiziellen Vereinskanäle ließ Ralf Rangnick verlauten, dass der 20-Jährige das Zeug habe, zum Keita-Nachfolger zu werden. Um sich dann eine halbe Stunde später in der Pressekonferenz nach dem Bremen-Spiel zu bemühen, genau dieser Intepretation den Wind aus den Segeln zu nehmen.

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Frohe Weihnachten

Schon das neunte Weihnachtsfest steht an, seitdem es diesen Blog gibt. Das dritte in der Bundesliga. Die deutsche Topliga wird langsam zum gewohnten Umfeld. Mit allen Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringt. Man kennt Klubs, Stadien und auch ein bisschen so die jeweilige Vereinskultur und kann Zusammenhänge herstellen und Entwicklungen besser bestimmen. Aber die erste Aufregung und Euphorie ist auch ein wenig gewichen, was sich an den Zuschauerzahlen oder der Bereitschaft, für deutlich mehr als 17 Pflichtheimspiele Geld auszugeben, bemerkbar macht.

Es war ein sehr vielschichtiges Jahr mit dem Europa-League-Viertelfinale und dem Scheitern in Marseille. Danach das Scheitern im Kampf um einen Champions-League-Platz und die Freude in Berlin über einen Platz in der Europa League (dass daraus die Quali würde und man bei RB den Wettbewerb zwar professionell angeht, aber in der Prioritätenliste nicht ganz oben einsortiert, konnte man da ja noch nicht ahnen).

Es folgte der Stimmungskiller der Trennung von Ralph Hasenhüttl zu einem Zeitpunkt, an dem es erst richtig interessant geworden wäre, ob der dazu in der Lage ist, seine Ideen, die eher Richtung Sarri und Nagelsmann gingen statt Richtung purem Umschaltfußball, umzusetzen. (Dass Hasenhüttl in seinem neuen Job in Southampton sehr gut gestartet ist und nach bereits drei Spielen sein eigenes Fanlied gekriegt hat, freut mich sehr für ihn.)

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Bundesliga: RB Leipzig vs. SV Werder Bremen 3:2

Letztes Spiel des Jahres 2018. 31. Pflichtspiel der Saison. 54. Pflichtspiel des Jahres. RB Leipzig empfängt Werder Bremen und holt sich einen etwas glücklichen, aber dafür sehr emotionalen 3:2-Sieg, mit dem man sich auf den Champions-League-Plätzen festsetzt und mit einer hervorragenden Ausgangsposition ins neue Jahr geht.

RB Leipzig mit zwei Wechseln. Willi Orban kehrt für Dayot Upamecano in die Mannschaft zurück. Nicht unerwartet, weil es gegen Bremen nicht primär um Geschwindigkeit in der letzten Reihe ging. Sabitzer kehrte erwartungsgemäßg auch nach Sperre ins Team zurück. Dafür musste Bruma weichen. Was in einem 4-2-2-2 bedeutete, dass Laimer auf der linken Zehn spielte und der Fokus von der Besetzung der Mannschaft und der Zehner-Positionen her von vornherein vor allem auf dem Spiel gegen dem Ball lag.

Werder Bremen auf der anderen Seite musste Moisander ersetzen und brachte dafür den wiedergenesenen Veljkovic in der Innenverteidigung. Der vor allem in den ersten Schritten schnelle Rashica kam zudem erwartungsgemäß zum Einsatz und ersetzte in der Offensive Osako. Organisiert das ganze in der ersten Hälfte in einem 4-3-3, in dem Kruse im Anlaufen vor den beiden anderen Stürmern agierte und sich so eine klarere Drei-Stürmer-Reihe bildete und weniger eine Raute.

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