Bundesliga: RB Leipzig vs. 1. FSV Mainz 05 4:1

15. Spieltag in der Bundesliga. RB Leipzig empfing den 1. FSV Mainz 05. Ein Spiel, das nach den Auftritten in Freiburg und gegen Trondheim schon deswegen spannend war, weil es zeigen sollte, wie die Reaktion auf die Enttäuschungen aussieht. Und weil mit Mainz eine junge Mannschaft nach Leipzig kam, die in dieser Saison über eine interessante Mischung aus Intensität und fußballerischen Qualitäten verfügt. Gegen RB zahlte die Mannschaft damit ein wenig Lehrgeld, lief einige Male in das Leipziger Umschaltspiel und verlor deswegen schließlich mit 1:4.

RB Leipzig mit der erwarteten Komplett-Rotation zurück auf Bundesliga-Modus. Auch die unter der Woche noch angeschlagenen Upamecano und Demme standen wieder zur Verfügung. Überraschend lediglich, dass sich Ralf Rangnick für eine Dreier- aka Fünferkette entschied und damit einen deutlichen Fokus auf Stabilität und Spiel gegen den Ball legte. Denn das entstehende 5-3-2 bis 3-3-2-2 wurde vor allem zur Balljagd und fast gar nicht zur (auch gut möglichen) Ballzirkulation genutzt.

Mainz wechselte auf der anderen Seite zweimal. Die Sommer-Neuzugänge Kunde und Boetius verschlug es etwas überraschend auf die Bank. Öztunali und Onisiwo kamen dafür in die Mannschaft. Von der Formation her änderte Sandro Schwarz aber nichts und blieb beim 4-3-3 aka 4-1-2-1-2 mit Quaison auf der Zehn und dem (bis auf einen Pass vor dem 3:1) starken Gbamin auf der Sechs.

RB Leipzig startete mit viel Geschwindigkeit und Zug zum Tor in die Partie. Klostermann hatte früh in der Partie eine sehr gute Abschlusschance, trat aber über den Ball. Halstenberg köpft danach völlig frei, fünf Meter vor dem Tor eine Ecke über den Mainzer Kasten. Auf der anderen Seite reagierte Peter Gulacsi bei einem Bell-Kopfball sehr gut und verhindert den frühen Rückstand.

Es war ein sehr munteres Spiel, weil die Spielanlagen beider Teams gut zueinander passten. Bzw. so zueinander passten, dass ein munteres Spiel entstehen konnte. Mainz verzichtete darauf, das eigene Spiel auf lange Bälle umzustellen, sondern versuchte wie schon in der ganzen Saison Fußball zu spielen. Das sah phasenweise sehr gefällig aus, ist gegen das RB-Umschaltspiel aber natürlich auch immer ein bisschen ein Spiel mit dem Feuer.

Umso erstaunlicher, dass die ersten beiden RB-Tore nicht wirklich Umschalttore waren. In beiden Fällen nutzte man eher die Anfälligkeit auf den Außenbahnen bei Mainz aus. Wie schon im letzten Heimspiel gegen Mönchengladbach oder auch gegen Leverkusen überlud RB vor allem in der Anfangsphase im Ballbesitz gern die Außenbahnen, um dort durchzubrechen und dann den schnellen Weg an und in den Strafraum zu finden.

Nach 14 Minuten hatte man damit erstmals durchschlagenden Erfolg, als sich RB auf der rechten Seite über Klostermann, Demme und dem dort auftauchenden Kampl durchspielt. Der Slowene hat im Rücken von Linksverteidiger Aaron zu viel Platz und kann eine genaue Flanke zwischen die Mainzer Verteidiger spielen. Wo Yussuf Poulsen die Kugel mit langem Bein in die lange Ecke verlängert. Blitzsauberes Tor und vor allem sehr schön abgeschlossen.

Der eine dirigiert, der andere schließt die Lücken. Ralf Rangnick erklärt Diego Demme sieben verschiedene Arten von Schneefall. | GEPA Pictures - Gabor Krieg

Fünf Minuten später dann bereits das 2:0. Diesmal nach ähnlichem Muster, nur über die linke Seite vorbereitet, wo sich RB über Kampl, Halstenberg und Werner durch das Mainzer Pressing durchspielt. Der Stürmer hat auf der linken Seite gegen die aufgerückte 05-Defensive zu viel Platz und kann in die Mitte spielen, wo der frei stehende Sabitzer noch verpasst, aber der noch freier stehende Poulsen locker vollendet. In beiden Fällen sah da die letzte Reihe beim Verteidigen nicht gut aus, während das RB-Spiel zielstrebig und effizient war.

Nach diesen ersten 20 Minuten wurde es ausgeglichener. Mainz spielte die Partie weiter ruhig runter und wurde von Minute zu Minute dominanter. Lief aber auch immer Gefahr, gegen die RB-Geschwindigkeit weiter in Rückstand zu geraten. Doch die Chance auf den Hattrick vergab Poulsen nach einer halben Stunde. Es war die letzte RB-Aktion bis zur Pause.

Mainz auf der anderen Seite fand nun immer besser die Wege durch die RB-Ketten. Flach durch die Mitte oder immer wieder Verlagerungen auf die Außen. Der Klub setzt in dieser Saison stark auf das Spiel über Flanken. Allein in den letzten 15 Minuten vor der Pause setze man achtmal auf dieses Stilmittel. Zwischendurch hatten sie dadurch den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielt, nachdem Halstenberg eine Flanke nur über den Kopf hatte rutschen lassen und Orban nach der darauf folgenden nächsten Flanke gegen Onisiwo schwach verteidigte.

Auch nach der Pause spielte Mainz klug weiter und ließ Ball und Gegner laufen, um bei Ballverlusten gut ins Gegenpressing zu kommen und RB kaum Möglichkeiten zu geben, sich selbst zu entfalten. Und entfalten hieß an diesem Tag, dass RB den schnellen Weg nach vorn suchte. Verwaltenden Ballbesitz hatten die RasenBallsportler praktisch bis auf eine ganz kurze Phase in der zweiten Halbzeit nie. Vielmehr gaben sie Bälle immer wieder durch lange Schläge schnell wieder her.

Interessanterweise entstand aus der fußballerisch sehr ansehnlichen Spielweise der Gäste praktisch keine Torgefahr. Bis zum Strafraum spielte man gegen gut arbeitende Gastgeber sehr schlau und sehr dominant. Doch danach fiel ihnen nicht mehr allzu viel ein. Zwei-, dreimal war es in der Mitte bei Hereingaben relativ knapp. Einmal schoss Brosinsiki einen Freistoß aus 20 Metern knapp rechts am Kasten vorbei. Bei aller Schönheit des Spiels war es nicht allzu viel konkretes, was man daraus machte. Ein Problem, dass Mainz bei nur 14 Toren in 15 Spielen nicht erst seit gestern hat.

Es war ein Spiel, bei dem die Frage war, wer zuerst durchkommt. Mainz mit seinem Spiel über Dominanz und Ballbesitz oder RB Leipzig mit dem Lauern auf Umschaltmomente. Es war schließlich RB, die das Spiel nach 74 Minuten auf ihre Seite zogen. Bzw. war es Mainz, die die Partie mit einem Fehler wegschenkten. Demme hatte eine Mainzer Spieleröffnung noch in der Mainzer Hälfte abgefangen und sofort tief auf Werner zurückgespielt. Der darf allein auf Gäste-Keeper Zentner zulaufen, ihn umkurven und einschießen.

Mit dem Treffer war die Partie faktisch entschieden. Es ehrte die Gäste, dass sie später mit Ujah und Boetius vor allem in der Offensive noch mal frisches Personal brachten. Aber einen Rückstand von zwei Toren gegen RB mit deren Qualitäten im direkten Spiel nach vorn aufzuholen, das schien kein realistisches Vorhaben. Zumal mit Laimer seit der Pause einer auf dem Platz stand, der die Balljagd mit sehr viel Aufwand und Begeisterung betrieb. Und zumal Ralf Rangnick Richtung Ende noch auf ein 5-4-1 umstellte und die Formation noch defensiv-kompakter ausrichtete.

Entsprechend war es dann auch noch mal RB, die eine der Umschaltsituationen zu einem vierten Treffer nutzten. Halstenberg hatte diesmal den Ball links in der eigenen Hälfte erobert. Über Poulsen ging die Kugel direkt links die Seite runter in die Tiefe zu Werner. Der Stürmer schnappt sich den Ball, geht am Strafraum noch mal quer und dann jagt ihn direkt und präzise aus 15 Metern in den Winkel. Viel schöner kann man den sechsten Doppelpack der Saison nicht beschließen.

Letztlich ein Sieg der Spielidee, die auf Balleroberungen und Umschalten setzt über die Spielidee von Dominanz und Passspiel. Wobei die Grundlage dafür halt auch war, dass RB in den ersten 20 Minuten mit den Überladungen der Außenbahnen und den daraus resultierenden Toren noch stärker in die Rolle der Umschaltfußballer verfallen konnte. Dabei fehlt es weiter ein wenig an Passsicherheit, um gegen einen spielstarken Gegner wie Mainz auch mal aus dem Verteidigungsmodus herauszukommen und den Gegner über verwaltenden Ballbesitz laufen zu lassen.

Immer wieder gab es Phasen, in denen die Gastgeber deswegen zu stark unter Druck gerieten und teilweise gar nicht aus der eigenen Hälfte herauskamen. Bestraft wurde diese Spielweise aber nur beim Anschlusstreffer zum 1:2. Ansonsten halfen sich die RasenBallsportler sehr gut gegenseitig aus und waren in ihrer Defensivarbeit sehr aufmerksam und je näher es Richtung eigenen Strafraum ging in Ballnähe auch meist in Überzahl unterwegs.

Fazit: Ein Sieg des zielstrebigeren und effizienteren und mit viel Aufwand meist konzentriert verteidigenden Teams. 5:1 Großchancen verdeutlichten den entscheidenden Unterschied zwischen RB Leipzig und Mainz 05 am besten. Rein fußballerisch waren die Gäste gerade in der zweiten Halbzeit das ansehnlichere Team, ohne dass sie es schafften, aus der Ballsicherheit bis zum gegnerischen Strafraum und der schnellen Ballrückeroberung bei Verlust große Chancen herauszuarbeiten. Beim letzten Pass fehlte da immer mal die Genauigkeit, die bei RB mit mehr Platz im vordersten Drittel stärker vorhanden war. Verdienter Leipziger Sieg, aber aufgrund der langen Mainzer Dominanz zwischen 30. und reichlich 70. Minute auch einer, der um ein, zwei Tore zu hoch ausfiel.
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Randbemerkung 1: Nach 15 Spielen RB Leipzig nun mit einem Punkt mehr als in der Vorsaison zum selben Zeitpunkt. Gegen dieselben Gegner wie im Vorjahr holte man bisher neun(!) Punkte mehr (wenn man den HSV durch Düsseldorf und Köln durch Nürnberg ersetzt). Die Frage ist ja gewesen, ob RB diese Saison besser durch die letzten Spiele vor der Winterpause kommt als in der letzten Saison. Die vorläufige Antwort darauf ist ein ja. Jetzt hat man so viele Punkte wie letzte Saison nach 17 Spielen. Jeder Punkt, der noch dazu kommt, verbessert also die Bilanz. 31 hat Rangnick als Zielmarke ausgegeben. Da am Mittwoch die traditionelle Niederlage mit Platzverweis in München folgt, braucht es dafür dann einen Dreier gegen Bremen. Vierter ist RB Leipzig derzeit in der Bundesliga. Auf Platz 6 und damit auf das sichere Vermeiden der Europa-League-Quali sind es nun schon fünf Punkte Vorsprung. Zwischen Platz 2 und Platz 5 drängelt es sich dafür ganz schön. Angesichts dessen wäre es schon ganz hübsch, aus München entgegen der Tradition was mitzunehmen..

Randbemerkung 2: Ein seltsames Spiel. Bzw. eines, bei dem die Statistiken der Expected Goals an ihre Grenzen kommen, weil sie die Spiellogik nicht mehr darstellen können. Rein schussbasiert RB in diesem Spiel je nach Modell irgendwo bei einem 3:1- bis 4:1-Sieg, was also dem Resultat entspricht, das rauskam. Wenn man aber die zu erwartenden Tore nimmt, wenn man nicht von den Torabschlüssen, sondern (grob gesagt) von Angriffspositionsverteilungen ausgeht, dann kommt nur ungefähr ein 2:1 heraus. Was dann doch irgendwie dem Eindruck gerecht wird, es wäre ein Spiel gewesen, das zumindes über größere Teile relativ auf Augenhöhe stattgefunden hätte, während die eine Mannschaft halt letztlich durch die auf Umschalten setzende Spielidee bei ihren Angriffsversuchen die besseren/ hochkarätigeren Abschlüsse hatte. Letztlich passt das zu den bisherigen Saisonstatistiken, dass Mainz eines der schlechtesten Teams der Liga ist, Torabschlüsse aus guten Positionen zu generieren, also ihre ansprechende Spielweise auch zu veredeln. Entsprechend wird nur ein vergleichsweise geringer Prozentsatz aller Schüsse von innerhalb des Strafraums abgegeben (wobei der beim Spiel in Leipzig sehr hoch war).

Randbemerkung 3: Mal wieder ein Spiel, das RB Leipzig mit wenig Ballbesitz gewann. Diesmal hatte man tatsächlich auch von Anfang an wenig Ballbesitz. Bleibt aber auch dabei, dass du für andere Spiele auch andere Lösungen brauchst. Oder für einen Vorsprung auch mal das Mittel, den Gegner mit verwaltendem Ballbesitz laufen zu lassen.

Randbemerkung 4: Die letzte Heimniederlage gab es für RB Leipzig in der Bundesliga im April gegen Hoffenheim. In dieser Saison steht in Heimspielen in 15 Partien nur die Niederlage gegen Salzburg. Macht im Moment sehr viel mehr Spaß als die Fahrt in die Fremde. Da stehen zur Zeit vier Niederlagen am Stück..

Randbemerkung 5: Dass Heimspiele Spaß machen, merkt man der Zuschauerzahl aber nicht an. Rund 30.000 waren es offiziell. Und da darf man (Stichwort No-Show-Rate) noch einige abziehen, um auf die Zahl zu kommen, die wirklich im Stadion war. Die offizielle Zahl bedeute einen neuen Minusrekord in der Bundesliga. So wenige Zuschauer waren es noch nie. Knapp 32.000 gegen Köln letzte Saison waren bisher die (offizielle) Negativkulisse. Gegen Mainz waren es vor ziemlich genau einem Jahr noch knapp 33.000 gewesen (allerdings an einem Samstag). Wenn man nur die sechs Heimspiele gegen Gegner, die man schon letzte Saison hatte, mit der letzten Spielzeit vergleicht, dann bleibt pro Partie im Schnitt ein Minus von rund 2.340 Fans. Da die Spiele gegen Mönchengladbach und Schalke diese Saison wie letzte Saison ausverkauft waren, fehlten bei den anderen vier Partien im Schnitt 3.500 Menschen pro Partie. Das ist ein durchaus massiver Publikumsverlust (zumal er noch mal auf die Verluste drauf kommt, die es schon letzte Saison im Vergleich zum Jahr davor gab). Passend dazu, dass von einem einst für direkt nach dem Länderspiel gegen Russland startenden Stadionausbau derzeit nichts zu spüren ist. Geschweige denn, dass der Verein schon öffentlich Pläne für den Umbau und den Umfang des Umbaus vorgestellt hätte. Nun ja, vor zwei Jahren verkündete man direkt nach dem Bayern-Spiel kurz vor Weihnachten, die Red Bull Arena kaufen zu wollen. Vielleicht hat man sich die Stadionpläne ja auch diese Saison für nach dem Bayern-Spiel aufgehoben..

Randbemerkung 6: Timo Werner mit einer sehr engagierten und vor allem auch effizienten Partie. Der Treffer zum 4:1 ist einfach großartig, geht aber vermutlich auch nur bei dem Spielstand da oben ins Eck. Zwölf Tore hat Werner bisher in dieser Saison erzielt. Dabei erzielte er alle Tore per Doppelpack, traf also entsprechend auch ’nur‘ in sechs von 19 Pflichtspielen. Alle diese Spiele gewann RB Leipzig. Insgesamt steht Werner diese Saison in der Bundesliga schon bei 60 Torschüssen, aus denen zehn Tore resultierten (17% Erfolgsquote). Poulsen machte aus 34 Schüssen acht Tore (24%). Augustin brauchte für drei Tore nur 13 Schüsse (23%). Cunha brauchte für ein Tor 13 Schüsse (8%) (bei nur einem Tor ist die Statistik aber noch nicht so recht aussagekräftig). In Eins-gegen-Eins-Situationen steht Werner bei elf gewonnenen Dribblings in 42 Versuchen (vier von fünf gegen Mainz) (26% Erfolgsquote). Poulsen steht bei zwölf von 26 (46%), Augustin bei sieben von 17 (41%) und Cunha bei vier von neun (44%).

Randbemerkung 7: Aktueller Stand bei RB Leipzig in Sachen Standards nach 15 Bundesligaspielen: 58:38 Torabschlüsse nach ruhenden Bällen. Statistikoffiziell sind daraus 3:1 Tore gefallen (nur fünf Teams haben weniger geschossen, nur eins (Mönchengladbach) hat weniger kassiert). Im Spiel zwischen Leipzig und Mainz war es fast ein kleines Wunder, dass da kein Treffer nach Standard fiel, so gute Gelegenheiten ergaben sich beiderseits nach ruhenden Bällen. Sechs zugelassene Abschlüsse liegen deutlich über dem Saisonschnitt. Halstenberg oder Orban hätten nach Standard durchaus auch treffen können, sollen, müssen..

Randbemerkung 8: Der Auszug der Gladiatoren, äh einiger Fangruppen direkt zu Spielbeginn. Rund 100 Personen verließen da aus Protest das Stadion hätte ich geschätzt. Durfte man schon während des Spiels vermuten, dass es um eine Pyrogeschichte beim Spiel der zweiten(!) RB-Frauenmannschaft in der Landesklasse(!) beim Roten Stern Leipzig ging. Dort wurde in beiden Lagern rund um ein paar Anti-Sexismus-Banner gezündelt. Woraufhin der Verein offenbar Fotos der Geschichte auswertete und daraufhin Hausverbote aussprach. So wie ich es verstehe sind es keine Stadionverbote, weil die den DFB-Regularien nach (so wie ich sie verstehe) nur der Heimverein aussprechen darf und dann bei Pyro eigentlich zwingend ein bundesweites (aka überörtliches) Stadionverbot erfolgen würde. Die Konfrontationsstrategie seitens RB Leipzig war absehbar, nachdem Mintzlaff nach dem Salzburg-Spiel und der Pyro dort all in ging und lebenslanges Verbot des Besuchs von RB-Spielen ankündigte (was dann nur für Heimspiele gelten würde, weil es lebenslange bundesweite Stadionverbote nicht gibt). Die Salzburg-Pyrotechniker hat man noch nicht gefunden (die vom Hoffenheim-Spiel übrigens auch nicht). Die aus dem Gästeblock in Salzburg sind nicht bekannt und von denen vom Fanmarsch rückt die österreichische Polizei offenbar nicht die Namen raus (Hörensagen). Nun dann also die Leute, die beim Spiel der zweiten Frauenmannschaft waren (ganz nebenbei war es ja nicht das erste Mal, dass bei Frauenspielen gezündelt wurde, worüber bisher einfach hinweggesehen wurde). Was ein bisschen wie Kanonen-auf-Spatzen wirkt. Die Grundszenerie: Ein Verein, der weder ein Problem mit Pyro hat, noch deren (halbwegs verantwortungsbewussten) Einsatz sanktioniert, empfängt einen Verein, in dessen Umfeld Anhänger sind, die die Chance nutzen, in Übereinstimmung mit gastgebendem Verein und gastgebenden Fans zu räuchern. Auf offenem Feld, wo dann wirklich auch nur die eingeräuchert werden, die eingeräuchtert werden wollen. Kann man als RB Leipzig darauf reagieren, indem man in Detektivarbeit Namen ermittelt und die per Hausrecht (formale Begründung dürfte Besorgnis sein, dass die Pyro auch in der Red Bull Arena gezündet wird) von Heimspielen ausschließt? Kann man, aber das ist nicht gerade eine angemessene Reaktion, sondern scheint vor allem Symbolpolitik nach innnen und außen zu sein (‚Seht her, wir sind die die hart durchgreifen!‘). Kann man als RB-Leipzig-‚Fanszene‘ kurz nachdem der Verein seine Verfahrensweise in Sachen Pyro noch mal öffentlich klargemacht hat, irgendwo unter dem RB-Label hinfahren und vor sich hinrauchen? Klar, kann man, aber es ist auch wenig schlau, eine Grenze austesten zu wollen, deren Setzung man nicht selber in der Hand hat und bei deren Verletzung die Sanktionierung beim Grenzensetzer liegt..

Randbemerkung 9: Ganz grundsätzlich gilt: Wenn ich etwas verbotenes mache und mit Pyro in ein Stadion ziehe, dann muss ich halt auch mit der Strafe leben, die man ja aus den DFB-Regularien ganz gut ableiten könnte. Ganz grundsätzlich finde ich Pyro im Stadion auch ein furchtbar egozentrisches Instrument, das ein paar Leute aus unterschiedlichen Gründen geil finden und anderen meist ungefragt aufdrücken (nebenbei ist es halt auch einfach schlicht verboten). Die Salzburg-Pyro-Geschichte ist für mich in der Wahrnehmung von außen pures Schwanzvergleichszeugs gewesen, weil mir zu bewusst der Anlass eines Salzburg-Spiels gesucht wurde, um mal zu zeigen, dass man auch rauchen kann (Stichwort Ego-Show). Wer sich dabei erwischen lässt, der muss dann halt auch mit den Konsequenzen leben (und die Konsequenz ist nicht ‚Lebenslang raus aus der Red Bull Arena‘-Geschrei, sondern wenn man das will ein Stadionverbotsverfahren wie es der DFB ja auch vorsieht für solche Fälle). Wenn sich aber ein paar Leute an einem Feld (sorry, lieber Fußballplatz an der Teichstraße) zum verabredeten Räuchern treffen und es von anwesenden Offiziellen über Spieler bis hin zu Fans keine Sau wirklich negativ juckt, dann würde mir nicht im Traum einfallen, so ein Fass aufzumachen. Außer jemand versucht eine Aktion, für die er keinen verantwortlich machen kann (in Salzburg), dadurch zu bestrafen, dass er sich irgendjemanden schnappt, den er aus nichtigem Anlass an anderer Stelle kriegen kann (weil er so dämlich war, dass Fotos von ihm im Netz landen).

Randbemerkung 10: „Wir wollen ein friedliches Miteinander haben. Es gibt klare Grenzen.“ Sorry, aber irgendwelche Leute, die ein paar Rauchtöpfe an irgendeiner Wiese zünden, ohne damit jemandem vor Ort auf den Sack zu gehen, sind keine Gefährdung des friedlichen Miteinanders, Herr Mintzlaff (ganz im Gegenteil haben sie sich eine Spielwiese des gegenseitigen Einverständnisses für ihr Tun gesucht). Das geht in ordentlich populistische Richtung. Vielleicht sind es Nerds, vielleicht haben sie wenig schlau gehandelt, vielleicht haben sie Spaß an seltsamen Dingen, vielleicht möchte sie ein Verein wie RB nicht gern bei sich im Stadion haben. Aber sie sind in dem konkreten Fall keine Gefährdung des friedlichen Miteinanders gewesen.

Randbemerkung 11: Stimmungstechnisch war das Spiel gegen Mainz in der Folge des Auszugs der Hundertschaft Fans eher mau. Der Rest des Blocks versuchte es nach besten Möglichkeiten und gelegentlich gelang es auch, aber über 90 Minuten gesehen, war es schon recht ruhig und kam das Stadion nur selten mal (abgesehen von den Toren und einer Hüpfeinlage kurz vor Schluss) in Wallung. Und das ist keine ’seht ihr, dass es ohne die nicht geht‘-Argumentation (die ich bei allen Stimmungsboykottgeschichten als Argumentation nicht leiden kann), sondern eine schlichte Feststellung für den Zeitpunkt des Spiels gegen Mainz. Grundsätzlich würde ich das Spiel eher dahingehend interpretieren, dass sich einfach etwas neues finden würde, wenn der bisherige Stimmungskern dauerhaft nicht mehr da wäre. Was dann wiederum andere, gar nicht wirklich absehbare Konsequenzen für den Fanblock hätte.

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Lichtblicke:

  • Yussuf Poulsen: Wieder mal die treibende Kraft. Viele Zweikämpfe und Ballsicherungen. Großartiges 1:0. Schöner Pass in die Tiefe beim 4:1. Viel gearbeitet, aber auch Fußball gespielt. Nicht dass die Bayern am Ende noch drauf kommen, dass Poulsen als Mittelstürmer das komplettere Paket ist als ein Werner..
  • Timo Werner: Nun ja, wenn jemand zwei Tore schießt und ein Tor vorbereitet, kommt man an ihm nun wirklich nicht vorbei. Auch gegen Mainz neben seinem Job in der Offensive wieder viel gearbeitet und den Gegner zugelaufen und sogar zur Abwechslung mal einige Eins-gegen-Eins-Duelle gewonnen.
  • Diego Demme: Gerade noch bauchmuskelverletzt und schon wieder derjenige, der die meisten Kilometer macht. Gegen Freiburg wirkte Demme noch recht matt und als Spielmacher überfordert. In einer stärker defensiv und umschaltend agierenden Mannschaft war Demme wieder das wichtige Bindeglied zwischen Offensive und Defensive. Großartige Spieleröffnung vor dem 1:0. Perfektes Spiel aus der Balleroberung vor dem 3:0. Und ansonsten viel zugelaufen und dem Spiel viel Struktur gegeben.

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Tore: 1:0 Poulsen (14.), 2:0 Poulsen (19.), 2:1 Onisiwo (38.), 3:1 Werner (74.), 4:1 Werner (88.)

Aufstellung RB Leipzig: Gulacsi – Upamecano, Orban, Konaté – Klostermann (85. Ilsanker), Demme, Halstenberg – Sabitzer, Kampl (46. Laimer) – Poulsen, Werner (89. Bruma); Bank: Mvogo, Saracchi, Augustin, Cunha; Nicht im Kader: Forsberg (verletzt), Müller, Mukiele

Aufstellung Mainz 05: Zentner – Brosinski, Bell, Niakhate, Aaron – Öztunali (Boetius), Gbamin, Latza – Onisiwo (78. Ujah), Quaison (67. Maxim), Mateta

Schiedsrichter: Martin Petersen (Insgesamt eine sichere Spielleitung mit sechs gelben Karten, von denen keine einzige zu viel war. Sichere, auch eigentlich nicht kleinliche und recht konsistente Zweikampfbewertung. Lediglich Öztunali bei zwei Gelegenheiten in der ersten Halbzeit ohne gelbe Karte wegkommen zu lassen, war aus Stadionsicht zweifelhaft.)

Gelbe Karten: Sabitzer (5.), Upamecano (4.), Orban (3.) | Latza, Niakhate, Zentner

Zuschauer: 30.136 (davon 600 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, M05-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 18 : 12
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 16 : 8
  • Schüsse auf das Tor: 7 : 5
  • gewonnene Zweikämpfe: 49,1% : 50,9%
  • Ballbesitz: 45,2% : 54,8%
  • Passquote: 74,1% : 79,9%
  • Laufstrecke: 112,3 km : 109,4 km
  • Sprints: 200 : 196
  • Intensive Läufe: 644 : 612
  • Fouls: 10 : 13
  • Ecken: 6 : 2
  • Abseits: 1 : 2
  • Meiste Torschüsse: Werner: 4 – Mateta: 4
  • Meiste Torschussvorlagen: Kampl: 3 – Aaron: 2
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Halstenberg – 70,6% – Aaron – 69,2%
  • Meiste Ballkontakte: Halstenberg: 61 – Aaron: 85
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Upamecano – 93% – Niakhate: 86%
  • Größte Laufstrecke: Demme: 12,0 km – Latza: 11,2 km
  • Meiste Sprints: Poulsen: 29 – Latza: 28

Statistiken von bundesliga.de, whoscored.com

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Saisontorschützen: Werner – 10; Poulsen – 8; Augustin – 3; Sabitzer – 2; Forsberg, Orban, Kampl, Cunha, Klostermann – je 1

Saisonvorlagengeber: Werner – 5; Poulsen, Kampl – je 4; Sabitzer, Forsberg, Demme – je 3; Halstenberg – 2; Laimer, Orban, Klostermann, Bruma – je 1

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Kampl – 7; Sabitzer, Halstenberg – je 6; Poulsen, Upamecano – je 5; Forsberg, Konaté – je 4; Demme, Saracchi, Mukiele – je 3; Ilsanker, Gulacsi, Klostermann – je 2; Werner, Laimer, Cunha, Bruma, Orban – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Gabor Krieg

24 Gedanken zu „Bundesliga: RB Leipzig vs. 1. FSV Mainz 05 4:1“

  1. Schön war es auf den Weihnachtsmärkten :)

    Zu RB3: Liest sich als hätte der Gegner Red Bull Leipzig mal wieder sauber in die Karten gespielt, dass RB dann solche Spiele gewinnen kann ist kein Geheimnis. Das Spiel gegen die Bayern wird der Gradmesser an denen die Mannschaft durchaus auch zerschellen kann.

    Zu RB8 – 11:
    Wer sich blöd benimmt hat die Strafe auch verdient. Wer sich mit RB Fanklamotten und Fahne bei Dingen erwischen läßt die nicht mit der Linie des Vereins übereinstimmt, und die ist ja nun auch kein Geheimnis, darf sich halt nicht beschweren. Diese seltsame Fangruppierung die schon häufiger gegen Red Bull und Offizielle des Vereins geschossen hat wollte mal wieder provozieren. Langfristig wird man diese Gruppe zurecht auch aus dem Stadion haben wollen denn wer gegen Red Bull und Kommerz ist ist nunmal hier definitiv falsch. Man wäre bei Roter Stern natürlich wesentlich besser aufgehoben aber wird ja das Ego nicht so bedient wenn man nur vor 300 statt 30.000 zündelt, doof halt.

  2. „Letztlich ein Sieg der Spielidee, die auf Balleroberungen und Umschalten setzt über die Spielidee von Dominanz und Passspiel.“
    Eher ein Sieg der haushoch überlegenen individuellen Klasse als der Spielidee. Mainz ist strukturell unter Schwarz eine hervorragende Mannschaft und das Positionsspiel für Bundesliga-Verhältnisse sehr ausgereift. Daher wirken die Spieler deutlich stärker als sie sind,ähnlich wie (auf etwas höherem Niveau) Hoffenheim, die auch in Gefilden von Mannschaften spielen, die eigentlich viel stärker sind. Von der Qualität ist das neben den Aufsteigern und vielleicht noch Hannover sicher die schwächste Bundesligamannschaft.

    Angenehm sachliche und unaufgeregte Worte zum Thema Pyro, weiter so.

  3. Toller gespiegelter Robben-Move ( wieviele Tore hat der eigentlich so geschossen? 50? 100?) von Timo Werner. Könnte er sicher weiter perfektionieren.

    Waldschmidt mit bester Passquote?! Guter Mann! Aber ist denn das Transferfenster schon offen??

    1. Also doch Upa! Hatte schon gedacht, Chris Streich hat RR ein vorfristiges Geschenk bereitet. Der Waldschmidt würde wirklich gut zu RB passen. Aber natürlich auch zum FC Freiburg.

  4. Schade, bislang mochte ich die Analysen des RoteBrauseBloggers, heute nun bin ich enttäuscht. Wenn Pyro und Fußball zusammen verboten sind und auch noch schriftlich, dann verstehe ich nicht, wie man das runterspielen kann … und das man ne Stadionstimmung von 100 B-Block Anhängern abhängig macht, na ich bin mir nicht sicher, ob die die Stimmung nachhaltig heben … Schade fand ich, dass sich das Capopodest wieder vor den Karren hat spannen lassen. Keine Ahnung, ob ich mir in Zukunft Stimmung oder Boykott von denen aufzwingen lasse …

    1. Pyro hat beim Fußball nichts suchen, egal ob in der Ersten oder in der letzten Liga. Gut das man das RB das so sieht. Ich bin für ein lebenslanges Stadionverbot für die Pyroidioten, am besten direkt Lebenlang. Dann fängt das bei uns erst gar nicht an und ich kann weiterhin ohne Sorgen vor Randale mit meinen Kindern zum Fußball gehen.

    2. Dann stell Du Dich doch aufs Capopodest und mach Stimmung. Immer auf die Anderen zeigen, wieder typisch für den Rest des Blocks.

  5. Auch wenn im RB-Fans-Forum einigen deine Argumentation zu kompliziert ist, ich finde sie nachvollziehbar und alle Nuancen beleuchtend. Es drängt sich auf, dass es sich hier um eine Stellvertreterstrafe handelt, weil man der Übeltäter von Salzburg nicht habhaft werden kann.

  6. Wieder mal ein sehr hochwertiges Erzeugnis hier gelesen. Danke! Vor Allem die unaufgeregte Differenziertheit, die bei so Manchem schwer verlustig erscheint, ist besonders lobhudelig hervorzuheben.

  7. @k.h.: ich finde ihr Tellerrand reicht scheinbar nichtmal von der Wand bis zur Tapete! Pyro = Randale? Echt? Also auch zu kurzer Rock provoziert einen herzhaften Griff darunter, oder? Oder anders Beispiel: in Chemnitz waren nur Nazis auf der Straße?

    So klingt ihre Argumentationslinie.

    Gute Nacht und gute Besserung!

    1. Was soll das denn? Das sind doch keine „Argumente“?
      Wie kommen Sie von Pyro zu einem Naziaufmarsch in Chemnitz?
      Ich sehe da keinen Zusammenhang. Und wer so denkt, kurzer Rock und so, sollte sich vielleicht mal selbst hinterfragen und nicht mit dem Finger auf Andere zeigen.
      Und ich fühle mich beleidigt, mein Tellerrand ist größer, er reicht min. bis zur Wohnungstür. ;p Die ich aller 14 Tage zum RB-Heimspiel durchschreite. Ich war auch gegen Trondheim, was ja nicht viele von sich behaupten können.
      Ich war schon in der 4. Liga dabei, bei Jena II. Erinnern Sie sich oder sind Sie nur hier um mich zu beleidigen?

  8. @grinch: genau lesen den fb Post der rainbows, dann wirds vielleicht klarer. Es waren zuerst Beschimpfungen und Beleidigungen die vom Diebstahl (übrigens auch ein strafrechtlich relevantes Delikt) ablenken sollten. Also ein geplanter “ Überfall „. Das reicht für sie offenbar nicht für Empörung aus. Dagegen Rauch auf nem Acker sollte gleich mit Hand ab bestraft werden (Achtung! Übertreibung zur Veranschaulichung). Schon mal was von Verhältnismäßigkeit der Mittel gehört? Diese Mittel sind möglicherweise noch dazu rechtswidrig. (https://rblive.de/2018/12/18/rb-leipzig-pyrotechnik-hausverbot-stadionverbot-red-aces-ultras-oliver-mintzlaff-fananwalt-andreas-huettl/)

    @kh: mein Text sollte die Einseitigkeit und Engstirnigkeit ihrer Darstellung vom Zusammenhang zwischen Pyro und Randale überspitzt verdeutlichen. Ich hoffe es ist jetzt verständlicher für sie, dass sie dass nicht einfach in einen Topf werfen sollten.

    Zum Thema Schwanzvergleich: ich war zum ersten Spiel in Markrans so ca 2009. Und auch in Häcken 😱. Und nu?

    Gute Nacht!

    1. Nein, das reicht für mich tatsächlich nicht aus wenn sich Woche für Woche Grüppchen von Halbstarken um kleine Fähnchen raufen und sich gegenseitig zum Pyroschwanzvergleich fordern. Das ist für mich noch nicht mal Kindergarten sondern nur Sandkastenspielchen für Babys. Es ist vom Verein gesagt worden was passiert wenn gewisse Grenzen überschritten werden und nun hats zwei Dödels erwischt, who cares. Abschließend zum Fähnchen, gebt eine Anzeige gegen unbekannt auf, wendet euch dafür an die Polizei. Das sind die die ihr so gerne mal mit verbalen Freundlichkeiten überschüttet :D

      Ich verstehe aber natürlich ganz genau dass euch die Meiung eines Fans der ein Fußballspiel besucht um ein Fußballspiel zu sehen in keinster Weise interessiert. Und auch hier, who cares.

  9. Herr grinch, Sie müssen mich mit irgendwem verwechseln.. Ich spreche nur für mich, nicht für irgendwen, raufe nicht um Wimpel und auch sonst benutze ich selbst an Silvester keine Knaller geschweige denn beleiere ich die Polizei. Und Meinungen interessieren mich von Jedem. Nur ist es mir ein wenig zu populistisch wie sie fast immer nur ihre Meinung als Nonplusultra hinstellen und nun beleidigt reagieren und haltlose Vermutungen raushauen wenn mal einer nicht auf der präferierten Linie läuft. Prost!

    1. Vielleicht sollten sie es mal mit korrektem Antworten versuchen liebe(r) Platzbrüller*in. Auch ich vertrete hier nur meine Meinung und habe diese hier korrekt widergegeben ohne jegliche beleidigte Reaktion. Ihr Verweis auf die Rainbows rückt sie eindeutig in die Kurve und damit einer bestimmten Gruppierung zugehörig. Ihr Verweis auf den „vermeintlichen Diebstahl“ und die Empörung über die fehlende Empörung zeigt woher sie kommen und wohin sie schreiben wenn sie diese Nebelkerze so vehement nach vorne pushen. Achja, die Betroffenen im Pyrofall wurden eingeladen eine Stellungnahme abzugeben und werden möglicherweise begnadigt. Das kann man natürlich unterschlagen oder wie man es in diesem Land verstärkt betreibt als Information weglassen. Von mir gibts dafür allerdings ein Zitat aus dem Artikel und die Quellenangabe:

      „Dieses Prozedere umgeht RB durch kurzfristig ausgesprochene Hausverbote. Wie RBlive erfuhr, sind die Beschuldigten nun im Nachgang zu Gesprächen eingeladen worden, um sich zu erklären. Dabei soll auch das Fanprojekt mit am Tisch sitzen. Wenn sich die mutmaßlichen Täter geständig und reuig zeigen, so heißt es, könnte das derzeit befristet ausgesprochene Hausverbot wieder aufgehoben werden.“

      Quelle: https://rblive.de/2018/12/18/rb-leipzig-pyrotechnik-hausverbot-stadionverbot-red-aces-ultras-oliver-mintzlaff-fananwalt-andreas-huettl/

  10. Lasst bitte gut sein, @Platzbrüller und @grinch1969. Ich glaube, die Positionen sind nachhaltig ausgetauscht und zusätzlicher Erkenntnisgewinn durch weiteren Austausch eher nicht zu erwarten.

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