Archiv der Kategorie: Personalkarussell

Don’t panic

Transfer-Deadline-Day. Letzter Tag einer Transferperiode, in der bisher bei RB in Sachen Neuzugängen noch gar nichts ging, außer sich für 16-Jährige zu interessieren. Irgendwie ein Tag, mit dem man gefühlt bei RB Leipzig in den letzten Jahren nicht so viel zu tun hatte. Dabei ist es dann doch so, dass in der Vergangenheit kurz vor Schließen des Transferfensters oder sogar am Deadline Day noch der eine oder andere Transfer getätigt wurde.

Legendär fast schon die Transferperiode im Januar 2015, als bei RB Leipzig noch mal Aufstiegspanik herrschte und auf den letzten Drücker sehr zur Freude von Alexander Zorniger (^^) Yordy Reina und Rodnei ins Team geholt wurden. Transfers, die die Ansage, nur Spieler zu holen, die nachhaltig und ligenunabhängig weiterhelfen sollen, doch einigermaßen deutlich konterkarierten. Immerhin war Reina damals geliehen und kam ja auch nur, weil der Transfer von Nils Quaschner an FIFA-Regularien scheiterte (bzw. man keine Zeit mehr hatte, Rechtssicherheit zu schaffen), dass ein Spieler nicht in einer Spielzeit für drei Vereine auflaufen darf.

Der Januar 2015 war in der Rangnick-Zeit die einzige Transferperiode, die so ordentlich aus dem Ruder lief und in einem Panikmodus zu Ende gebracht wurde, der dazu führte, dass man die sonstigen Vorgaben bei Transfers zugunsten von ‚kaufen, kaufen und dann aufsteigen‘ (was dann mal so richtig schief ging) aufgab.

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Transfers: Marvin Compper, Nicolas Kühn, Federico Palacios

Nächsten Mittwoch schließt das Transferfenster. Bis dahin wird rund um RB Leipzig sicher noch was passieren bzw. offiziell werden, wenn man an die Namen Kaiser oder Embalo denkt. Aber arbeiten wir erst mal die bisherigen Abgänge auf, bevor dann irgendwann sicherlich noch Zeit ist, die Verpflichtung minderjähriger Talente für zweistellige Millionensummen  aka die neue Nachwuchsstrategie unter die Lupe zu nehmen. So es denn so kommt, wie es sich andeutet.

Drei Spieler haben RB Leipzig bisher verlassen. Mit Dominik Kaiser könnte noch einer dazu kommen. Die Verhandlungen mit dem HSV sollen sehr weit gediehen sein und nur noch am Ja des neuen Trainers Hollerbach hängen. Wenn Kaiser noch geht, stünde RB Leipzig bei nur noch 18 Feldspielern. Das wäre, je nachdem wie weit man in der Europa League noch kommt, sehr wenig. Zumal man bisher wenig darauf setzte, eigene Nachwuchsspieler in der Breite des Profikaders zu integrieren. Transfers: Marvin Compper, Nicolas Kühn, Federico Palacios weiterlesen

Kaderschmiede RB Leipzig 2018

Es ist Winterpause. Demnächst öffnet dann auch wieder die winterliche Transferperiode. Den ganzen Januar hindurch dürfen Spieler noch mal verpflichtet werden. Abgeben darf man Spieler in Abhängigkeit der geöffneten Transferfenster in anderen Ländern auch noch länger.

Wie immer gilt auch in diesem Jahr, dass man nicht jedem Gerücht hinterherhecheln sollte. Rund um die Bundesliga und vor allem auch RB werden immer wieder Namen gehandelt, die dann am Ende doch keine Rolle spielen. Immer ein bisschen schwer, relevante von irrelevanten Gerüchten zu unterscheiden. Weswegen man wie immer besser fährt, wenn man gesunden Menschenverstand walten lässt und mit den Fakten und Lücken und Möglichkeiten im realen Kader argumentiert.

Rund um RB Leipzig ist das Transfergebrabbel bereits im vollen Gange. Dazu trug auch Ralf Rangnick bei, der mit zwei entscheidenden Aussagen an die Presse ging. Einerseits, dass man neben Marvin Compper, dessen Wechsel nach Schottland zu Celtic Glasgow schon fix ist, auch Dominik Kaiser, Benno Schmitz und Federico Palacios keine Steine in den Weg legen würde, wenn sie denn wechseln wollen würden. Und dass man auch bei Abgängen nicht zwangsläufig neue Spieler als Ersatz holen will, weil man ja keine Stammspieler abgibt.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 3

Vor der aktuellen Transferperiode stand die Aufgabe, die Mannschaft von RB Leipzig in der Breite stärker zu machen. Man kann geteilter Meinung sein, ob man mit den im Kern 20 Feldspielern gut durch die Saison mit drei Wettbewerben kommen wird (zu breit ist der Kader jedenfalls nicht). In der letzten Saison kamen nur wenige Teams mit so wenigen Feldspielern durch die Spielzeit. Fakt ist aber, dass man den Kader tatsächlich in der Breite deutlich verstärkt hat.

Ging man im letzten Jahr mit ungefähr 14 Feldspielern durch die Spielzeit und in der Rückrunde vielleicht noch mit 12, stehen diese Saison mindestens 17 Feldspieler auf einem sehr hohen Niveau zur Verfügung, bei denen lediglich Werner und Keita dauerhaft nicht ersetzbar scheinen. Hinter diesen 17 Feldspielern stehen mit Dominik Kaiser und Benno Schmitz noch zwei verlässliche Akteure mit Fragezeichen hinsichtlich ihrer Einsatzchancen und mit Ibrahima Konate ein Nachwuchsmann mit noch unklarem Leistungsvermögen.

Dass der Kader auf hohem Niveau deutlich breiter aufgestellt ist als noch in der Vorsaison, liegt an einer Transferperiode, in der man viel richtig gemacht hat. Man hat mit Burke, Selke und Khedira drei Spieler abgegeben, die lediglich Ergänzungsspieler waren (und dafür auch noch fast 25 Millionen Euro kassiert) und auf der anderen Seite vor allem mit Kampl, Augustin, Bruma und Laimer ein Quartett geholt, das eine bunte Mischung aus sofort verfügbarer Stärke und viel Entwicklungspotenzial darstellt. Dazu kommt dann auch noch Klostermann als quasi Neuzugang, der die Qualität im Team noch mal erhöht.

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Transfers: Kevin Kampl, Oliver Burke, Naby Keita, Nils Quaschner

Eigentlich hatte man bei RB Leipzig die Transferplanungen schon vor ein paar Wochen abgeschlossen. Am Ende drehte sich das Karussell dann doch noch mal bis in den letzten Tag des geöffneten Transferfensters hinein. Drei Personalien handelte man dabei ab, wobei Naby Keita erst in einem Jahr den Klub verlassen wird.

Kevin Kampl

Fangen wir einmal vorn und bei Kevin Kampl an. Weil er der Neuzugang unter den drei Spielern ist. Einer, bei dem manch einer im Umfeld von RB Leipzig ein wenig mit den Augenbrauen zuckte. Bis zu 20 Millionen für einen, der in Leverkusen zuletzt eher hinten dran war und nach China wollte? So die Skepsis.

Sportlich gesehen ist die Verpflichtung von Kevin Kampl eigentlich über jeden Zweifel erhaben. Einen viel besseren Transfer kannst du als RB Leipzig am letzten Tag der Transferperiode nicht mehr wirklich tätigen. Es feht zwar die B-Note in Sachen Kreativität (die beispielsweise der Transfer von Jadon Sancho von Manchester City zu Borussia Dortmund hatte), aber das ist wohl auch nicht für jeden Transfer das entscheidende Maß der Dinge.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 2

Ralf Rangnick hat gestern via BILD die Kaderplanung bei RB Leipzig für beendet erklärt. Man hat die von Anfang an als Ziel avisierten 20 Feldspieler (plus ein paar Nachwuchsakteure) zusammen. Und man hat die Abgänge und Leihspieler allesamt verarztet und neue Vereine oder neue Leihstationen gefunden. Entsprechend kann man Anfang August und einen Monat vor Schließen des Transferfensters mit den Händen im Schoß ganz entspannt zugucken, wie es auf dem Spielermarkt Europas so weitergeht.

So zumindest, wenn alles ruhig läuft. Falls dann doch noch ein Puzzlestein fällt, sich jemand verletzt oder weg will oder sich vielleicht ja noch die Möglichkeit eines Schnäppchens oder eines Talents oder eines einzuarbeitenden Keita-Nachfolgers ergibt, dann wird man die Kaderplanung sicher noch mal neu beleben. Wenn nicht, dann hat man nach im Kern sechs Neuzugängen (Mvogo, Köhn, Konaté, Laimer, Bruma, Augustin) und drei Abgängen (Selke, Khedira, Müller) ein passendes Team zusammen.

Wobei weiter die Frage steht, ob man mit dieser Besetzung für drei Wettbewerbe breit genug aufgestellt ist. Wie letztens hier gezeigt, setzte kein Team der Bundesliga in der vergangenen Saison lediglich 20 Feldspieler oder weniger ein. Mindestens 21 Spieler waren es überall. Bei RB waren es 22 (da waren aber auch noch Kalmár und Bruno dabei, die dann letzten Sommer kurz vor Schließen des Transferfensters noch gingen). Bei neun Mannschaften waren es mehr als 24 eingesetzte Feldspieler. Mit 20 Kickern plus 4 Torhütern plus 4 Nachwuchsakteuren (also rund 24 Feldspielern) in die Saison zu gehen, scheint entsprechend erstmal ein ziemlich eng gesetzter Kader, wenn man kein U23-Pool zum Nachrücken mehr hat. Für die Nachwuchsakteure verbindet sich damit aber auch die realistische Hoffnung, zumindest in der Liga ein paar Einsatzzeiten abzubekommen. Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 2 weiterlesen

Transfers: Augustin, Nukan, Jung, Müller, Ernst

Weiter ging es in den letzten Wochen für RB Leipzig auf dem Transfermarkt. Mit der Verpflichtung von Jean-Kevin Augustin sei man auf Zugangsseite durch, so ließen die Verantwortlichen zuletzt immer wieder verlauten.

Das ist für den jetzigen Stand der Kaderplanung sicherlich richtig. Allerdings ist bis zum Schließen der Transferliste noch mehr als ein Monat Zeit. Da kann noch allerhand an Dingen passieren. Muss es nicht, aber auch ein Oliver Burke tauchte letztes Jahr erst kurz vor Toresschluss als Verpflichtungsmöglichkeit auf. Und die Lücken in der Kaderplanung entdeckte man in der Vorsaison auch erst spät in der Vorbereitung. Von daher ist es grundsätzlich gut, wenn man früh meint, den Kader komplett zu haben, weil man dann entspannter in die Welt schauen kann, aber man sollte auch niemals nie sagen. Dazu ist noch viel zu viel Zeit bis Anfang September.

Und dazu ist der Kader auch nicht unbedingt so breit besetzt, wie man es vielleicht denken würde. 20 + 4 ist die Zauberformel. Also 20 Profis plus 4 Nachwuchsspieler als Feldspielerkader. 24 Feldspieler ist ok (wenn man denn die vier Nachwuchsspieler mal komplett hat). Wie die vier Nachwuchsspieler im Fall der Fälle, dass sie gebraucht werden, reagieren und agieren, weiß man dabei aber nicht. Und auch bei den 20 Profis ist es nun nicht so, dass das 20 Spieler sind, die man ohne Reibungs- und Qualitätsverlust zu beliebigen Formationen zusammenwürfeln könnte. Sprich, 24 Feldspieler sind für drei Wettbewerbe sowieso kein extremer Riesenkader. Und was die Qualität in der Breite angesichts des Ziels, sich wieder für Europa zu qualifizieren, angeht, bleiben auch noch einige Fragezeichen.

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Transfers: Laimer, Bruno, Chabot, Beierlorzer

Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt bei RB Leipzig heute mit den Leistungstests. Kaderplanungstechnisch ist man trotz Trainingsstart noch nicht am Ende der Fahnenstange. Vor allem ein neuer Stürmer steht weiter auf der To-Do-Liste. Dafür wurde die Lücke im zentralen Mittelfeld geschlossen.

Denn mit Konrad Laimer wurde gerade der schon lange als fix geltende Neuzugang von Red Bull Salzburg nun auch offiziell gemacht. Im Raum steht eine Verpflichtung per Ausstiegsklausel für eine Summe von irgendwo zwischen fünf und acht Millionen Euro. Kommt drauf an, wen man fragt. Spielt am Ende aber auch nicht die ganz entscheidende Rolle.

Mit Laimer bekommt Leipzig einen Spieler, der relativ perfekt in den Kader im defensiven Mittelfeld passt. Ein Spieler, der verschiedene Aspekte anderer Spieler im RB-Kader vereint und den es so im Gesamtpaket noch nicht gab. Wenn man will, dann kann man in ihm eine gute Mischung aus Ilsanker, Demme und Aspekten eines offensiven Mittelfeldspieler sehen.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 1

Es geht streng auf den Trainingsauftakt bei RB Leipzig zu. Nächste Woche trifft man sich, um in die Vorbereitung auf die neue Saison zu starten. Mit Yvon Mvogo, Philipp Köhn, Bruma und Ibrahima Konate wurden bisher vier Spieler neu verpflichtet. Mit Davie Selke und Rani Khedira hat man bisher zwei Abgänge zu verzeichnen. Torwart Marius Müller sucht noch einen Leihverein. Für Atinc Nukan, Nils Quaschner, Massimo Bruno und Anthony Jung sucht man nach Leihe noch zukunftsfähige Lösungen, die nicht RB Leipzig heißen. Nukan und Bruno stehen eigentlich bei ihren bisherigen Leihvereinen Besiktas Istanbul und RSC Anderlecht recht hoch im Kurs. Nur Geld wollen die Klubs nicht so richtig zahlen.

Wagen wir zum jetzigen Zeitpunkt mal einen kleinen Überblick über den Stand der Dinge der Kaderplanung. Der letzte Überblick ist ja schon eine Weile her. Dabei werden alle Spieler aufgeführt, die nach derzeitigem Stand zum Team Bundesliga 2017/2018 gehören. Nicht mit aufgefüht werden die Leihspieler, da diese ja keine Zukunft mehr in Leipzig haben und auch vereinsseits nicht als Teil der Kaderplanung gelten. Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 1 weiterlesen

Transfers: Bruma, Konate, Khedira, Bellot

Na, da ist doch in den letzten Wochen dann doch einiges passiert auf dem Transferkarussell. Nicht nur auf der Abgangsseite, wo fleißig weiter diverse Spieler aus dem Nachwuchsbereich den Verein nach der Abmeldung der U23 verlassen. Sondern auch auf der Zugangsseite.

Mit der Kaderplanung ist man entsprechend schon relativ weit. Aus dem Kader der letzten Saison sucht nur noch Marius Müller einen neuen (Leih-)Verein. Dazu müssen die Leihspieler Atinc Nukan, Massimo Bruno, Anthony Jung und Nils Quaschner untergebracht werden. Bei ersteren beiden bieten sich die Leiclubs Besiktas Istanbul und RSC Anderlecht an. Letztlich auch eine Geldfrage.

Auf Neuzugangsseite ist man nicht mehr weit von der Zielgröße 20 plus 4 Nachwuchsspieler (wobei Palacios als Nachwuchsspieler zählt) entfernt. Genaugenommen braucht man nur noch einen defensiven Mittelfeldspieler, einen Stürmer und einen Nachwuchsspieler (vermutlich eher defensiver Natur), um vollständig zu sein. Wobei es manchmal früh so scheint, als sei die Kaderplanung abgeschlossen und dann fallen am Ende doch noch ein paar Steinchen, sodass man umplanen muss. Möglich dass ein solches Steinchen Forsberg heißt. Möglich aber auch, dass so ein Steinchen eine schlicht unschlagbare, plötzliche Chance auf dem Transfermarkt ist. Also quasi ein neuer Burke. Transfers: Bruma, Konate, Khedira, Bellot weiterlesen