Kein Hasi mehr vor der RB-Hütte

Das ging dann doch einigermaßen schnell, dass Ralph Hasenhüttl kein Trainer bei RB Leipzig mehr ist. Im Gegensatz zur Trennung von Alexander Zorniger einst kam dies dieses Mal nicht mehr ganz so überraschend. Zu lange schon dauert das Hin und Her zwischen Cheftrainer und Vereinsspitze an. Zu leise waren die Treuebekenntnisse seitens RB über den bis 2019 laufenden Vertrag hinaus in der jüngeren Vergangenheit geworden.

Zumindest als ergebnisoffen durfte man die nach dem Saisonfinale anstehenden Gespräche zwischen RB Leipzig und Hasenhüttl annehmen. Und ergebnisoffen lässt eben auch das Ergebnis einer Trennung zu. Wobei die Sache dann offenbar doch nicht ganz so ergebnisoffen angegangen wurden, wie man hätte annehmen können. Denn dann hätte eine prinzipielle Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit über 2019 am Anfang der Gespräche gestanden, hätte man anschließend eine inhaltliche Analyse des Ist- und des Soll-Zustands durchgeführt und hätte dann überlegt, ob man mit dem aktuellen Setting in Sachen Trainerstab vom Ist- zum Soll-Zustand kommen kann.

Dass RB Leipzig komplett ohne Bereitschaft zur Verlängerung des bis 2019 laufenden Vertrags in die Gespräche gegangen ist, wie Ralf Rangnick und Oliver Mintzlaff in ihren offiziellen Stellungnahmen mehr als deutlich machten, ist die bewusste Inkaufnahme oder direkte Ansteuerung einer Trennung und dann eben doch das Gegenteil von ergebnisoffen gewesen. Denn für den Schritt, ohne Verlängerung in ein letztes Vertragsjahr zu gehen, war es jetzt Mitte Mai schon viel zu spät.

Nicht weil es prinzipiell undenkbar wäre, dass man mit einem Trainer ohne Verlängerung in ein letztes Vertragsjahr geht, sondern weil die Nichtverlängerung angesichts der Vorgeschichte eine totale Enteierung des Cheftrainers gewesen wäre. Im Dezember letzten Jahres hatte Ralf Rangnick zu einem völlig unpassenden, weil mit dem Trainer nicht abgesprochenen und von diesem offenbar nicht gewollten Zeitpunkt, sich in der absoluten Hasenhüttl-Umarmung versucht und ihm eine sofortige Vertragsverlängerung angeboten. Und damit hat der Sportdirektor das ewige Nachfragen und ewige Medienthema Hasenhüttl und seine Vertragszukunft eröffnet, das uns seitdem mit all seinen im Nebel stochernden Begleiterscheinungen einnahm.

Wie hätte ein weiteres Vertragsjahr mit Hasenhüttl aussehen sollen, wenn man von ‚Wir wollen unbedingt verlängern‘ längst zu einem ‚Eigentlich haben wir nicht das Vertrauen in eine Verlängerung und überhaupt spielt der ja gar nicht richtig die RB-DNA‘ übergegangen war? Wie hätte man das kommende Jahr moderieren wollen, wie die Autorität von Hasenhüttl herstellen wollen, wenn in den letzten Monaten das Vertrauen in den Coach von Seiten der Vereinsführung immer kleiner wurde und sich das auch in den letztlichen Taten einer Nichtverlängerung demonstrierte?

Ein weiteres Jahr war für Hasenhüttl gar nicht möglich, weil ihm jedes schlechte Ergebnis in der Öffentlichkeit um die Ohren geflogen wäre, weil die Spieler das Alibi eines Trainers ohne Vertrauen gehabt hätten und weil noch dazu die Fragen zu seinem Vertrag und seiner Zukunft nicht aufgehört hätten. Entsprechend ist es auch absurd, die Trennung unter dem Stichwort ‚Wir wollten ja bis 2019 weitermachen, aber unser Trainer nicht‘ zu verhandeln und das auch noch öffentlich so zu kommunizieren, weil es diese Option zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht mehr gab. Und ja, das ist auch eine Folge der allseits schlechten, unabgesprochenen und uneinheitlichen Kommunikationsstrategie in Sachen Hasenhüttl-Vertrag seit letzten Dezember, dass diese Option, auch ohne Verlängerung in ein letztes Vertragsjahr zu gehen, praktisch nicht mehr verfügbar bzw. gangbar war.

Die Geschichte erinnerte in wesentlichen Zügen und abgesehen vom Grad der Überraschung dann doch einigermaßen an die Trennung von Alexander Zorniger, als man den Cheftrainer auch enteierte/ ihm unabhängig vom schwerlich vorhersagbaren sportlichen Verlauf der Rückrunde das Vertrauen entzog (damals auch beruhend auf unterschiedlichen Vorstellungen der Weiterentwicklung des Vereins), indem man ihn zu einem Arbeiter auf Zeit (damals von Februar bis zum Saisonende) machen wollte und Zorniger sich diesem Spiel verweigerte. Die anschließende, sofortige Trennung war die fast schon zwangsläufige Folge und wurde auch mit einem albernen ‚Respekt vor Zornigers Entscheidung zurückzutreten‘ kommuniziert, wo dies doch wie jetzt bei Hasenhüttl der Ausweg aus der Situation war, der dem Trainer halt gelassen wurde.

Auch in Bezug auf die sportliche Situation gibt es deutliche Parallelen zwischen Zorniger und Hasenhüttl. Zorniger hatte damals nach zweieinhalb überragenden Jahren mit dem Durchmarsch durch Liga 3 eine erste sportliche Delle, die ungefähr im dritten Drittel der Hinrunde der zweiten Liga begann. Eine schlimme Talfahrt von neun Spielen später war die sportliche Situation angeblich so untragbar, dass man sich für die folgende Saison nach einem neuen Trainer umsah (so die offiziellen Varianten; später ätzte Mintzlaff dann etwas offener über Zornigers Beratungsresistenz). Keine Möglichkeit, die damals erkannten Probleme bei der Verarbeitung von Bällen im vorderen Drittel auch mit dem Trainer anzugehen oder ihm die Chance zu geben, sich ihrer anzunehmen. Vertrauensentzug, zack, weg.

Bei Hasenhüttl ist es nun ähnlich. Bis kurz vor der Winterpause hatte er bei RB Leipzig eineinhalb herausragende Jahre. Nach der Winterpause gab es einige gute Wochen und ein paar Rückschläge, bevor es dann Richtung Saisonende zwischenzeitlich schlimm wurde. Aber die Ideen, damit auch Richtung kommende Saison umzugehen, waren da. Erste Stellschrauben in der spieltaktischen Herangehensweise wurden gedreht, vielleicht sogar zu wild und zu falschen Zeitpunkten gedreht.

Hasenhüttl steckte in seiner ersten Saison als Trainer, der drei Wettbewerbe handhaben muss. Gerade in der Rückrunde sah manches, was die Mannschaft da anstellte, wenig zielführend aus. Die fehlende Entwicklung in den Offensivabläufen aus dem Ballbesitz heraus war augenscheinlich. Das gemeinschaftliche Arbeiten gegen den Ball funktionierte nicht mehr gut. Es fehlte auch guter, verwaltender Ballbesitz bei Führung. Die Baustellen waren mannigfaltig. Baustellen, die im Verantwortunsbereich des Trainers lagen. Baustellen, die sich sicherlich auch mit Belastungen, jungem Team und fehlender Vorbereitungszeit auf die Spiele erklären ließen. Aber eben auch Baustellen, die man hätte zur kommenden Saison angehen müssen und bei denen automatisch die Fragen standen, wie der Trainer sie zu bearbeiten gedenkt.

Wie schon bei Zorniger hat man beim Verein durch Rücknahme eines Verlängerungsangebots frühzeitig klargemacht, dass man das Vertrauen nicht hat, dass Hasenhüttl diese Baustellen erfolgreich abarbeiten kann. Das ist als Prognose natürlich legitim, aber eben auch ein Stück gewagt, denn zumindest in Phasen mit guten Vorbereitungsmöglichkeiten auf Spiele hat sich Ralph Hasenhüttl im Rahmen der Möglichkeiten, die ja immer auch Gegenpressing und Umschalten beinhalten müssen, anpassungsfähig gezeigt und vor der Saison in Sachen Positionsspiel auch die Dinge angesprochen, die künftig verändert werden müssen, wenn man auch dann noch erfolgreich sein will, wenn man im vorderen Drittel nicht primär über Geschwindigkeit zum Erfolg kommen kann.

Ein Mittelfeldplatz in der Bundesliga und Viertelfinale Europapokal hieß es vor der Saison von Ralf Rangnick, würde er als Ergebnis der Spielzeit sofort unterschreiben. Weil zweites Jahr im Oberhaus und Doppelbelastung und so. Am Ende wurde es Platz 6 und Viertelfinale der Europa League. Auch wenn man vom öffentlichen Pseudo-Understatement von Rangnick den Rhetorik-Teil abzieht, kann man zumindest mit dem Resultat der abgelaufenen Saison nicht unzufrieden sein (außer man überschätzt den aktuellen Kader gnadenlos), wenn auch im Detail einige Fragezeichen blieben und das Endergebnis wegen der Schwäche der Champions-League-Konkurrenz auch ein Stück unbefriedigend bleibt.

Spieler und Trainer feierten trotzdem nach dem Spiel in Berlin den Abschluss der Saison relativ überschwänglich und vermittelten nicht das Gefühl, dass sie sich ob des Tabellenplatzes schämen oder grämen müssten. In der Vereinsspitze sah man das offenbar anders. Vor allem Oliver Mintzlaff gilt schon seit längerem als jener, der mit der Europa League als Ersatz für die Champions League schon rein wirtschaftlich wenig anzufangen weiß. Auch Ralf Rangnick putzte den Wettbewerb und seine finanziellen Möglichkeiten in der Winterpause relativ offensiv runter. Ralph Hasenhüttl setzte in der Rückrunde trotzdem viel auf die Karte Europa und nahm bei der Pflege der vereinsinternen Mentalität in Bezug auf das Angehen der Herausforderung Doppelbelastung und der Pflege des vereinsexternen Images in Europa auch in Kauf, dass man in der Bundesliga vielleicht ein paar weniger Punkte holt, als wenn man bereits die Spiele gegen Neapel abgeschenkt hätte.

Auch das war Teil der ersten Risse im Beziehungswerk zwischen RB und Hasenhüttl. Während öffentlich immer wieder Wertschätzung geäußert und vom Verhältnis wie am ersten Tag geredet wurde oder Hasenhüttl sich zuletzt noch offensiv für das Vertrauen von Rangnick bedankte, flogen im Detail dann doch ein paar kleine Giftpfeile bzw. Pfeile unterschiedlicher Geschmacksrichtungen. Der Sportdirektor, der keinen Bedarf an Neuzuängen sah, während Hasenhüttl welche wollte. Der Sportdirektor, der nach der Hinrunde den Druck erhöhte, während der Trainer eine positive Hinrunde sah. Der Sportdirektor, der im Winter vertragsverhandeln wollte, während der Trainer das auf den Sommer verschoben sehen wollte. Der Sportdirektor und der Geschäftsführer mit ihrem negativen Blick auf die Europa League, während der Trainer öffentlich fragte, ob sich denn wohl jeder im Verein über ein Weiterkommen in der Europa League freuen würde.

Es waren im Detail gar nicht mal große Dinge, aber es blieb nach eineinhalb Jahren, in denen man mit einer Zunge sprach auffällig, dass immer öfter Sätze fielen, die Erklärungsbedarf und Nachfragen bei den jeweils anderen Verantwortlichen im Verein nach sich zogen. Entsprechend entstand eine unruhige Rückrunde, angeheizt noch durch phasenweise ausbleibende Resultate, die sicherlich nicht nur dem sportlichen Auftreten zwei, drei Prozente kostete, sondern auch im Binnenklima die Wandlung weg von der Wohlfühloase manifestierte und die aktuellen Entwicklungen einleitete.

Sich zum jetzigen Zeitpunkt von Hasenhüttl zu trennen, bedeutet einmal mehr, dass ein Trainer bei RB Leipzig in seiner Funktion ein eher kleines, schnell austauschbares Licht ist, bei dem man jedenfalls nicht so viel Energie wie bei manch Spieler darauf verwendet, ihn im Verein zu halten, ihm Rückhalt und Hilfe (aber auch mal einen Tritt in den Hintern) zu geben und auch mal eine schlechte Phase durchzustehen.

Noch mal mehr als bei manch anderem Verein ist der Trainer bei RB Leipzig aufgrund der grundsätzlich vorgegebenen Spielphilosophie und der starken Führungsstruktur, die maßgeblich ja auch die Transfers weitgehend unabhängig bestimmt (man denke nur an das winterliche Theater um Umaro Embalo und Mads Bidstrup, das Hasenhüttl mit einem ‚hilft uns aktuell nicht weiter, ist nur für die Zukunft‘ deutlich unzufrieden kommentierte), ein funktionales Puzzlestück, dessen Gestaltungsspielraum da endet, wo es die Grenzen der Vereinskonzeption überschreitet.

Das bedeutet natürlich auch für die Zukunft, dass die Suche nach Trainern interessant bleibt. Weil du in diesen Vorgaben arbeiten und mit ihnen zufrieden sein und im Hinterkopf behalten musst, dass der Willen dich zu halten, relativ schnell in sich zusammenfallen kann, selbst wenn du eigentlich Ergebnisse im Rahmen der Vorgaben lieferst. Das klingt auch weiterhin danach, dass RB Leipzig vornehmlich für Trainer interessant ist, die den nächsten Schritt machen wollen, weil für sie diese Erfahrungen in einem System, in dem man aufgrund der infastrukturellen Möglichkeiten und der Fachkompetenz bei den handelnden Personen sehr viel lernen kann, viel wert sind. Ob ein Lucien Favre oder selbst ein Marco Rose beispielsweise noch in solche Strukturen passen würde, wäre eine offene Frage.

Am Ende der RB-Hasenhüttl-Geschichte bleibt, dass es nach der abgelaufenen Saison sicherlich gute Gründe gab, die weitere Zusammenarbeit mit dem Trainer in Frage zu stellen. Zumindest wenn man nicht vom Ergebnis aus denkt, sondern von dem, was man auf dem Platz an Entwicklung und eben teilweise (mit dem negativen Höhepunkt in Mainz) eben nicht an Entwicklung sah. Es gab aber angesichts der besonderen Herausforderungen für ein junges und unerfahrenes Team mit einem unerfahrenen Trainer auch gute oder eigentlich bessere Gründe, in dieser Konstellation in eine weitere Spielzeit zu gehen und die Akteure mit ihren gesammelten Erfahrungen und den richtigen Ideen von mehr Flexibiltät im mannschaftstaktischen Auftreten einen neuen Versuch starten zu lassen.

Es bleibt aber auch der Fakt, dass eine Analyse einer Saison auch zu einem für den Trainer negativen Ergebnis führen darf. Von daher wäre die Hasenhüttl-Trennung gar nicht grundsätzlich zu verteufeln. Dass die Trennung letztlich aber nicht das Ergebnis einer gemeinsamen, umfassenden Analyse war, sondern schon zu Beginn der Gespräche durch das Ausschließen einer Verlängerung vorgezeichnet war, macht die Sache dann aber fragwürdig. Dass man es am Ende noch mit einem ‚Der Coach wollte nicht weitermachen‘ kommuniziert, macht es absurd. Eine klare Analyse und dann eine klare Entscheidung und alles wäre gut (und in der Sache sicher auch noch streitbar) gewesen. So bleibt der Eindruck, dass man Ralph Hasenhüttl loswerden, sich aber nicht die Finger schmutzig machen wollte.

Lässt sich natürlich trefflich streiten, wer in der ganzen Geschichte die Buhmann-Rolle kriegt. Oliver Mintzlaff ist da in den letzten Tagen einigermaßen in den Fokus gerückt. Zumindest hat sich der Geschäftsführer in den letzten Wochen auch durch deutlich kritische Worte Richtung Trainer in der Öffentlichkeit positioniert. Der finanzielle Verlust durch das Verpassen der Champions League hat ihm auch nicht gut gefallen. Gewagte Interpretationen und da bewegen wir uns komplett im Bereich der Spekulation gehen davon aus, dass sich Oliver Mintzlaff als letztlich direkter Mittelsmann Richtung Red Bull gegen Ralf Rangnick durchgesetzt hat, weil letzterer mit Hasenhüttl eher weitergemacht hätte und ersterer nicht. Falls diese Interpretation stimmt, dann brennt der Baum bei RB noch mal ganz anders oder viel beunruhigender als so schon. Dass sich Ralf Rangnick in eine Entscheidung im sportlichen Bereich von seinem Geschäftsführer hereinreden lässt, scheint aber eigentlich schwerlich vorstellbar (außer es geht um die Frage, wie es zu finanzieren ist).

Letztlich ist die Geschichte rund um Hasenhüttl und RB Leipzig keine, die zur ganz großen Empörung taugt, weil eine Trennung eben in mancher Hinsicht im Bereich des Vertretbaren lag (wenn sie denn nicht bedeutet, dass man nun wieder einfach die Rückkehr zu reinem Pressing- und Umschaltfußball erwartet). Man kann die Entscheidung trotzdem (und unabhängig von dem, was die kommende Saison dann so bringt) als falsch ansehen, weil man es wieder nicht geschafft hat, zusammen mit einem Trainer eine herausfordernde Situation zu meistern, sondern man mit einem Personalroulette auf die Situation reagiert und weil es eigentlich viel mehr zur Vereinsentwicklung gepasst hätte, die gesammelten Erfahrungen der letzten Saison im Trainerstab mit in die neue Saison zu nehmen und aus den Erfahrungen lernend zusammen mit dem Trainer die nötigen nächsten Schritte zu unternehmen. Chance verpasst. Mal wieder. Schade drum. Für alle Beteiligten. Die Fragen in Bezug darauf, wer da nächste Saison auf der RB-Bank sitzt und wie die Spieler auf den Wechsel reagieren, die zumindest zu nicht unwesentlichen Teilen deutlich wahrnehmbar hinter Hasenhüttl standen, stehen jetzt als Sommerpausenthema im Raum. Wird interessant, was man bei RB darauf für Antworten findet.

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Nach zwei Jahren Ralph Hasenhüttl fällt ein Fazit seines Wirkens im Verein noch schwer. Er wird der Trainer bleiben, der RB Leipzig in der ersten Saison in die Champions League führte. Er machte im ersten Jahr viel richtig, als er das Team von Rangnick übernahm, erstmal wenig änderte, um dann nach dem Ausscheiden im DFB-Pokal in Dresden doch noch mal einzugreifen und ein 4-2-2-2-System zu bauen, das für den Rest der Saison defensiv unheimlich stabil war und in der Offensive viel Geschwindigkeit hatte und so viele Gegner einfach überrollte.

Hasenhüttl hat es in der ersten Saison mit einem sehr kleinen Kader geschafft, immer wieder die vor allem in der Defensive auftretenden Baustellen zu schließen und auf die permanenten Ausfälle von Außenverteidigern immer wieder Antworten zu finden, die funktionierten (auch diese Saison hatte er da mit Laimer wieder ein gutes Händchen). Er hat es zudem geschafft, mit Upamecano und Konaté zwei extrem junge Innenverteidiger zu guten bis sehr guten Bundesligaspielern zu machen. Gerade bei Upamecano konnte man da am Anfang nicht sicher sein, dass dieses Unterfangen gelingen könnte.

Ralph Hasenhüttl hat es vor allem in der ersten Saison geschafft, einen mannschaftlichen Rahmen zu schaffen, in dem jeder Spieler eine Rolle hatte, die sehr gut auf seine Qualitäten zugeschnitten war. Auch das spielte eine Rolle, als es darum ging immer wieder neue Rechtsverteidiger zu finden, dass ihnen Hasenhüttl bearbeitbare Aufgaben und Rollen zuwies, sie also nicht mit komplexen Geschichten überfrachtete.

Problematisch wurde es unter Hasenhüttl für Spieler, die nicht zum engen Kernkader gehörten. Wenn man an Selke, Compper, Papadopoulos oder jetzt Mvogo denkt, dann war die Klage über mangelnde Kommunikation ein immer wiederkehrendes Momentum. Auf der anderen Seite steht, dass die jungen Spieler aus dem Kernkader auch immer wieder betonten, wie gut es ihnen tut, dass sie das Vertrauen des Trainers bekommen oder dass sie immer wieder hilfreiche Tipps vom Trainer erhalten.

Spieltaktisch gesehen bleiben halt nach zwei Jahren Hasenhüttl in Leipzig Fragen, auf die man erst nächste Saison hätte endgültige Antworten geben können. Ob Hasenhüttl in der Lage ist, die Herausforderung zu meistern, RB Leipzig zu einem flexiblen Klub zu machen, der auch Ballbesitz kann, ohne das zentrale Moment des Gegenpressings und Umschaltens zu vergessen, weiß man zum jetzigen Zeitpunkt schlicht noch nicht, weil diese Saison eigentlich erst das Material an die Hand gab, auf dessen Basis man den nächsten Schritt hätte machen können. Die Ansätze waren grundsätzlich da, wurden aber nicht systematisch durchgezogen. Für den nächsten Schritt hätte es  sicherlich in der Kaderplanung auch noch mal einer stärkeren Fokussierung auf passstarke Spieler bedurft. Gerüchte wie die um Marius Wolf weisen eher darauf hin, dass man aber weiter den Umschalt- und Pressingfußballer sucht.

Wenn man Ralph Hasenhüttls Arbeit über zwei Jahre nimmt, dann hat er aus einem Team, das sich in der zweiten Liga sehr schwer tat im teilweise sehr wilden Anlaufen auch defensiv stabil zu bleiben oder hinter der vordersten Pressinglinie keine Lücken zu lassen, eine Mannschaft geformt, die unheimlich stabilen Fußball spielte und sich davon und von offensivem Mut durch die erste Saison tragen ließ. Das 1:0 gegen Dortmund im ersten Bundesligaspiel wird einen ähnlichen Platz im kollektiven Gedächtnis behalten wie das 2:1 einst gegen Darmstadt mit dem Coltorti-Tor. Beeindruckend damals vor allem, dass man in den letzten 20 Minuten noch mal drei offensive Optionen brachte. Als Aufsteiger. Gegen Dortmund. Auch von diesem Mut verlor das Team im zweiten Jahr ein Stück, wenn man bspw. an das erste Champions-League-Spiel denkt, als man das 1:1 über die letzten 20 Minuten verwaltete, anstatt noch mal mit neuen Reizen um einen Sieg zu kämpfen.

Insgesamt war die zweite Saison gegenüber der ersten eine des Stillstands. Das muss sich der Tainer als Verantwortlicher natürlich ankreiden lassen. Mit den Schlagwörtern Doppelbelastung und junges Team hat er aber auch gute Argumente auf seiner Seite, die den Stillstand erklären. Zumal die Mannschaft vornehmlich in der Breite und nicht in der Spitze verstärkt wurde. Mit der breiteren Mannschaft hat man sich entsprechend in zwei Wettbewerben gut präsentiert, ohne dass die Leistungsausschläge nach oben für eine Verbesserung in der Bundesliga gegenüber der Rückrunde der ersten Saison hätten sorgen können. Es war sehr viel gut unter Ralph Hasenhüttl, aber es bleibt gerade wegen der zweiten Saison auch viel Aber. Man wäre gespannt gewesen, was Hasenhüttl, der bei Rückschlägen immer besonders motiviert wirkte (man denke nur an das erste 0:3 in München, das ihn extrem wurmte und nach dem er lange nach neuen Lösungen suchte, bis er sie endlich beim 2:1 in dieser Saison im 3-4-3 gefunden hatte), in der kommenden Saison aus den Erkenntnissen der aktuellen Spielzeit gemacht hätte.

Hasenhüttl wird natürlich wieder auf die Füße fallen. Ein bisschen hat er sich in Leipzig mit seinem (nachvollziehbaren) Zögern bezüglich einer Verlängerung, vor der er erstmal wissen wollte, wie es mit dem Verein weitergeht und wie man mit der jungen Mannschaft in Europa bestehen kann, verzockt. Aber er wird wieder gute Angebote kriegen. Vielleicht ja schon kurzfristig. Ein, zwei Trainerposten sind ja in der Bundesliga noch zu besetzen. Und mit den in Leipzig gesammelten Erfahrungen ist er ein besserer Trainer als zuvor und kann auch auf Lerneffekte in Bezug auf die Steuerung von Doppelbelastung und Co zurückgreifen. Man kann sich also sicher sein, dass man irgendwann mal wieder auf Hasenhüttl trifft. Bleibt ihm zu wünschen, dass er eine Aufgabe findet, die ihn reizt und die er erfolgreich bestreiten kann. Außer in Spielen gegen RB natürlich, da täten mal ein paar Niederlagen nach bisher zwei Siegen mit Ingolstadt ganz gut..

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Ralph Hasenhüttls letzter Auftritt bei RB Leipzig machte ihm viel Spaß. Zwei Tage später ging es abwärts. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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16 Gedanken zu „Kein Hasi mehr vor der RB-Hütte“

  1. Wow – ein extrem guter Beitrag. Wie immer mit der notwendigen Distanz zu dem Themen, ist das hier sehr angenehm zu lesen – im Unterschied zu all dem anderen wilden „Geschreie“ , was man seit vorgestern abend so lesen und hören muss.

    Gruß T.

  2. Trotzdem Kindergarten grosse Gruppe und Jahrmarkt der Eitelkeiten auf beiden Seiten .
    Bei dem vielen Hin und Her gerade im Winter war es schwierig beiderseits ohne Gesichtsverlust aus der Sache rausgekommen und im Endeffekt weiss ja keiner so richtig was hinter den Kulissen vorgefallen ist.
    Ein gutes hat es,die Zeiten der Wohlfühloase und Rundumverpamerung dürften vorbei sein.

  3. Ja, guter Beitrag! Ich war diese Saison phasenweise schon auch enttäuscht. Aber trotzdem hätte ich Hasenhüttel gerne noch ein Jahr gegeben, aus den von Dir genannten Gründen. Zwei Jahre sind schon sehr knapp, um Spielsysteme für jede Anforderung voll einzuspielen; speziell für einen Aufsteiger, speziell für eine junge Mannschaft, speziell bei erstmaliger Europaerfahrung und – belastung. Ich denke dann häufig an Klopp und welche Zeit er braucht, um bei intensiver Spielweise Früchte zu ernten.

    Eine Verlängerung hätte ich zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht gern gegeben. Leider hatte man sich nun in eine Sackgasse manövriert und konnte nicht mehr erhobenen Hauptes ins nächste Jahr gehen. Vielleicht auch ein Lernprozess für Rangnick sich da künftig diplomatischer zu verhalten. Letztlich hat man sich nun ziemlich geschadet und den Pool an Trainerkandidaten ziemlich verkleinert. Welcher „Name“ soll sich denn die rigiden Vorgaben bei maximalen Erfolgsdruck und minimaler Geduld antun? Auf Sicht wird man sich da eigene Trainer heranziehen müssen,

    Du hast noch den Aspekt einer möglichen Machtverschiebung im Club angesprochen. Für mich steckt da auch die Frage dahinter, wie lange Rangnick noch Bock auf das Projekt hat. Es gibt immer mal wieder Gerüchte, dass er bei anderen Clubs im Gespräch ist. Vielleicht nur Gerüchte, aber vielleicht ist er auch tatsächlich einer Veränderung gegenüber offener geworden. Und sei es nur die, mal ein Sabbatjahr einzulegen. Falls dem so ist, würde das ganz natürlich die Macht verschieben. Was denkst Du zu diesem Gedanken?

    1. Interessante Frage. Über die Konstellation Mintzlaff-Rangnick habe ich zuletzt vermehrt nachgedacht und bin da noch zu keinem richtigen Punkt gekommen. Ganz einfach, weil es mir so unvorstellbar erscheint, dass Rangnick sich in seiner sportlichen Macht einschränken lässt. Zudem glaube ich, dass Leipzig praktisch Rangnicks letzte Chance sein dürfte, in der Bundesliga zu zeigen, dass man mit seiner Art, Fußball zu denken, was gewinnen kann (der einzige Titel, den er bisher gewonnen hat, flog ihm bei Schalke nach seiner Einstellung spät in der Saison quasi zu). Von daher glaube ich auch nicht, dass er Leipzig von selbst verlassen würde wollen. Außer eben Mintzlaff kreuzt seine Kreise allzu oft und allzu störend.

  4. „Im Dezember letzten Jahres hatte Ralf Rangnick zu einem völlig unpassenden, weil mit dem Trainer nicht abgesprochenen und von diesem offenbar nicht gewollten Zeitpunkt, sich in der absoluten Hasenhüttl-Umarmung versucht und ihm eine sofortige Vertragsverlängerung angeboten.“

    Von einer Vertragsverlängerung in der Winterpause war schon sehr viel früher die Rede, ich finde mühelos Artikel mit dieser Überschrift mit Datum Ende Oktober, und kann mich erinnern, dass sogar zu Beginn der Saison schon entsprechende Pläne erwähnt wurden. Von einer überfallartigen Aktion Rangnicks im Dezember kann also keine Rede sein. Es war Hasenhüttl, der das mindestens seit Oktober vor sich her schob. (Im Übrigen hätte auch in der Causa Zorniger überhaupt niemand von der hier als „Enteierung“ bezeichneten Übereinkunft, sich im Sommer zu trennen, öffentlich erfahren müssen, wenn Zorniger nicht mit lautem Getöse hingeschmissen hätte). Ich kann mir auch Furchtbareres vorstellen, als vom Arbeitgeber einen Vertrag mit besseren Bezügen angeboten zu bekommen. Dass er das ablehnte, warum auch immer, geschah auf sein eigenes Risiko.

    Die Option, in das letzte Vertragsjahr zu gehen ohne Verlängerung, hätte es durchaus gegeben, wenn nicht Hasenhüttl von sich aus im Frühjahr plötzlich offensiv kommuniziert hätte, dass es nun am Verein sei, ihm ein Angebot zu unterbreiten – als ihm klar wurde, dass seine Aktien nicht mehr so gut standen. Hier war bereits von seiner Seite von einem ergebnisoffenen Herangehen keine Rede mehr.

    Die spielerische Entwicklung ging nicht erst seit der Winterpause in den Keller. Das fing schon Ende Oktober an, und genau genommen war es schon seit Beginn der Saison sichtbar; Rangnick kritisierte schon nach dem Schalke-Spiel das Spiel gegen den Ball. (Mir selber war deswegen auch unverständlich, weswegen der Verein so frühzeitig auf eine Vertragsverlängerung drängte). Das wurde durch einige gute Ergebnisse vor allem Anfang bis Mitte Oktober teils etwas überdeckt. Auf mich wirkte die Mannschaft zuletzt völlig verunsichert, weil weder das alte noch das neue System funktionierte, und der Trainer ratlos.

    Nach meinem Dafürhalten wäre eine Vertragsverlängerung – die wohl mit einer üppigen Gehaltserhöhung verbunden gewesen wäre – nach der Entwicklung der Rückrunde aus Vereinssicht nicht zu rechtfertigen. Hält die zuletzt schlechte Entwicklung an, dann muss der Verein den Trainer zu hohen Kosten entlassen. Eine solche nach solchen Leistungen kategorisch einzufordern, finde ich auch etwas vermessen.

    Im Hinblick auf die Europa League würde mich sehr interessieren, wie die interne Kommunikation aussah – ob es eine Weisung gab, dass die Bundesliga und die erneute Qualifikation für die Champions League in jedem Fall Priorität hat. Das würde die gesamte Gemengelage noch einmal in ein anderes Licht rücken.

  5. Um weiterhin erfolgreich zu sein, braucht man von der Führung des RB Leipzig bis hin zu den Spielern ein stabiles Umfeld. Das heißt, Sportdirektor und Management müssen langfristig gebunden sein.vein Trainer sollte für mind. 4 Jahre verpflichtet sein. Der braucht im 1.Jahr schon viel Zeit, um seine Spieler kennenzulernen. Wenn er ständig nur unter Erfolgsdruck steht, geht der Schuss nach hinten los. Teamarbeit mussbim Vordergrund stehen und auch Anforderungen im guten Verhältnis zueinander. Die ständige Wechselei macht einen Verein kaputt. Ich bin voll für RBL, aber beim Management sollte man bei den Bayern abgucken.

    1. Ausgerechnet bei den Bayern? Welcher Trainer war denn bei den Bayern länger als zwei Jahre, außer Pep Guardiola? Da muss ich schon bis 2004 zurückgehen, zu Magath, der immerhin 2,5 Jahre blieb. Danach war da abgesehen von Pep seither ein Kommen und ein Gehen. Ob sich Kovac mehr als zwei Jahre hält, wird man sehen. Ich bezweifle das irgendwie.

      Und Sportdirektoren? Nerlinger drei Jahre, Sammer etwas mehr als dreieinhalb Jahre, dann war die Position über ein Jahr vakant (was schon darauf hindeutet, wie bedeutend sie ist), und dann installierte man den Markenbotschafter Salihamidzic, über dessen Position man kein Wort verlieren muss.

  6. So eine sachliche Darstellung hebt sich wohltuend von anderen Veröffentlichungen und Diskussionsbeiträgen ab. Man kann Details anders sehen, aber grundsätzlich kann man der Darstellung des Rotebrausebloggers zustimmen. Besonders unangenehm sind momentan die Leute, die angeblich schon immer wussten, wie schlecht und ungeeignet Ralph Hasenhüttl war, aber ihm am Wochenende noch zujubelten.

  7. Während das Fußball spielende und um eine Vertragsverlängerung buhlende Münchener Duo, „Robbery“, bei seinen Arbeitgebern im „hohen Alter“, von der Öffentlichkeit fast unbemerkt, das Angestelltenverhältnis nochmals um ein Jahr verlängern konnte, war es in Leipzig gestern wesentlich anders!

    Nach seinem schon etwas unüblichen Abschied hat die „RasenBall“-Fangemeinde der Indikationsfigur und am Sonntag sogar noch selbst auf dem grünen Rasen stürmenden und dabei auch noch im Amt gestandenen Trainer, Ralf Hasenhüttl, den Medien- und Zuschauermeinungen nach, im Nachhinein regelrecht einen unsichtbaren „roten Teppich“ ausgebreitet. Spätestens am Ende der kommenden Saison wird es sich zeigen, ob und für wen das Ergebnis der letzten Dienstbesprechung mit den drei wichtigsten Personen dieses Vereins das Richtige war…..

    Immerhin hatte der Ex-Trainer dabei schon zuvor das beruhigende Gefühl, im Gegensatz zum oben erwähnten Duo, vertraglich bis 2019 abgesichert zu sein. Einen faden Geschmack hat diese bereits im Vorfeld durch die beiderseitigen wechselnden Momente der Sturheit sich abzeichnende finale Entscheidung, weil schon allgemeine Vermutungen kursieren, dass man den Ausgeschiedenen Nahe gelegt haben könnte, selbst das Handtuch zu werfen!

    Nun werden die Juristen beider Streitparteien untereinander aushandeln müssen, wie hoch das „Schmerzensgeld“ für den sein wird, der einen nachhaltigen Eindruck während seiner insgesamt erfolgreichen Tätigkeit in der Messestadt und auch in fremder Umgebung hinterließ!

  8. Noch ein bisschen Lobhudelei. ;)
    Die Saison vorbei und der rotebrauseblogger in Topform. Geniale Texte gestern und heute! Ausführlich und gleichzeitig informativ + erkenntnisreich vom ersten bis zum letzten Absatz. Eben schlichtweg die mit Abstand beste Informationsquelle zu RBL! Einfach toll, dass es diesen Blog gibt!

  9. Ich sehe den Hauptgrund für die Trennung in den unterschiedlichen Auffassungen zur EL. Hasenhüttl hatte aus seiner Sicht recht, die ko-Phase hat der Mannschaft viele Erfahrungen beschert. Aus Vereinssicht wiederum ist die verpasste CL nicht nur ein finanzielles Desaster. Ich gehe davon aus, daß bei vollem Focus auf die BL statt auf die EL die fehlenden drei Punkte gekommen wären. So wird man im nächsten Jahr wohl auf 40 Mio verzichten müssen. Ich denke aber mindestens genauso schwer wie der finanzielle Verlust wiegen die weichen Faktoren, die mit dem Verpassen der CL einher gehen: Es wird schwerer die Topspieler zu halten und es wird ungleich schwieriger neue Spieler zu verpflichten, wenn diese zwischen EL und CL bei den Angeboten wählen können.

    Ich stelle mir gerade mal vor, wenn ich dem Chef sagen müsste, dass ich 15 % des Jahresumsatzes versammelt habe: Chef, Sie hatten mich zwar gewarnt, aber wir haben da mal was probiert, hat nicht ganz geklappt, den Kollegen hat’s aber grossen Spass gemacht…

    Das wäre sicher kein Problem gewesen, wenn es vor der Winterpause nicht so deutlich nach erneuter CL gerochen hätte.

    Ich glaube fast RR bleibt nichts weiter übrig, als selbst in den Ring zu steigen und alles auf eine Karte zu setzen, oder er geht tatsächlich nach England.

  10. RB ist in den letzten beiden Spielen gegen schwache Teams wieder auf RR-Fußball umgeswitcht und war damit erfolgreich, die Bilanz zuvor war gruselig schlecht. RR und OM dürften dies durchgesetzt haben, die kindliche Freude vom nunmehr Ex-Coach beim Kaiser-Abschied war einfach nur Show für die ihm weiter huldigenden Fans. Ich gehörte am Anfang auch dazu, spätestens seit Herbst 2017 nicht mehr, Gründe sind allseits ja bekannt. RH hat hingeschmissen, nicht Red Bull, hätte sich ja beweisen können, der Zugriff auf das Team war aber schon lange nicht mehr vorhanden, das wusste er. Nach Frage auf den Coach der neuen Saison eierten die Spieler zuletzt mehr oder weniger rum, bei „Wontorra“ war es bei Gulácsi besonders extrem, wer „zwischen den Zeilen lesen“ kann, der ist in keiner Weise überrascht. Für einige Spieler wird es eine Befreiung sein, die Namen kann sich jeder selbst raussuchen. Ich freue mich auf Marco Rose, eh er sonstwo hingeht, so bleibt er wenigstens im Red Bull-Imperium, nur das zählt. Mit seiner Aussage zum Bayern-Telefonat im Sportstudio hat der „Hasi“ doch seinen Rauswurf schon etwas provoziert, war mir da auch schon klar… Ich sehe keinen Erstligisten, der HH zeitnah verpflichten wird, gilt auch für das Ausland. Und die absolute Ahnungslosigkeit des Hofberichterstatters Guido S. in der Angelegenheit ist ein Genuss, welcher nicht zu steigern ist!

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