Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2017 – Teil 2

Heute dann also Teil 2 der Betrachtungen rund um die Leistungsdaten der Spieler von RB Leipzig. Wer noch mal nachlesen möchte, was es so alles zu Einsatzzeiten, Torbeteiligungen und Zweikampfgeschichten zu erzählen gab, der blättere einfach zurück.

Dauerläufer im Team von RB Leipzig ist mal wieder Diego Demme. Mit 12.35 km pro 90 Minuten liegt er schon wieder fast auf Topniveau aus dem Zweitligajahr unter Rangnick.

Auch Yussuf Poulsen hat läuferisch noch mal deutlich angezogen. Was aber (wie generell bei vielen anderen Spielern auch) unter anderem daran liegt, dass da auch einige Einsätze mit deutlich weniger als 90 Minuten dabei waren. Poulsen bekommt im Schnitt nur noch 67 Minuten pro Einsatz. In dieser Zeit kann er sich natürlich deutlich schneller auspowern und mehr rennen als wenn er 90 Minuten spielen würde. Rechnet man dann einen 20-Minuten-Einsatz auf 90 Minuten hoch, dann sind die Laufwerte entsprechend deutlich höher, als wenn man komplette 90-Minuten-Einsätze hätte.

Interessant aber, dass auch Bruma in dieser Statistik relativ weit oben auftaucht. Auch hier liegt das unter anderem daran, dass er pro Spiel nur 53 Minuten absolvierte. Aber der Portugiese investiert auch deutlich mehr an Laufarbeit in die Spiele, als man auf den ersten Blick vielleicht annehmen würde.

Top 5 Laufstrecke pro 90 Minuten (mindestens 300 Einsatzminuten)

  • Diego Demme: 12,35 km
  • Yussuf Poulsen: 11,91 km
  • Konrad Laimer: 11,76 km
  • Bruma: 11,56 km
  • Kevin Kampl: 11,53 km

Topssprinter ist bisher Jean-Kevin Augustin. Das liegt auch hier wie schon oben bei den Laufwerten beschrieben mit daran, dass der Franzose nur 46 Minuten pro Spiel an Einsatzzeit hat und zehn Sprints in bspw. 25 Minuten eben machbar, auf 90 Minuten hochgerechnet (36) aber extrem viel sind. Realistischer da schon die Zahl von Werner, der mal wieder nicht nur sehr viel Einsatzzeit bekommt, sondern in dieser auch sehr viel Laufaufwand betreibt.

Erstaunlich wenig, dafür dass er früher immer einer der Topsprinter war, legt Yussuf Poulsen an Strecken in höchstem Tempo zurück. Könnte darauf verweisen, dass RB Leipzig in der Hinrunde deutlich weniger über das Umschaltspiel kam, wie noch im Jahr zuvor. Gegen Schalke war Poulsen nach seiner Einwechslung schon wieder wesentlich stärker Sprinter auch in der Tiefe.

Bruma taucht auch in dieser Statistik wieder ziemlich weit oben auf. Auch die Außenverteidiger Bernardo und Klostermann bringen relativ viel an hohem Tempo auf den Platz. Was vor allem bei Klostermann eine recht hohe Zahl ist, denn er steht pro Spiel fast 80 Minuten auf dem Platz, muss sich also seine Sprintluft meist für ein ganzes Spiel einteilen.

Top 5 Sprints pro 90 Minuten (mindestens 300 Einsatzminuten)

  • Jean-Kevin Augustin: 35,5
  • Timo Werner: 28,5
  • Bruma: 26,4
  • Bernardo: 25,6
  • Lukas Klostermann: 25,5
  • Yussuf Poulsen: 25,3

Zentrales Ballbesitzspielelement ist wieder Diego Demme als jener Sechser, der häufig zwischen die Innenverteidiger oder auch mal neben die Innenverteidiger abkippt und über den der Spielaufbau sehr viel läuft. Die beiden Innenverteidiger tauchen genau wie Ilsanker naturgemäß als Spielaufbauoptionen auch relativ weit oben auf. Auch Keita ist für die Ballzirkulation durchaus sehr wichtig.

Top5 Ballkontakte pro 90 Minuten (mindestens 300 Einsatzminuten:

  • Diego Demme: 104
  • Naby Keita: 87
  • Stefan Ilsanker: 86
  • Willi Orban: 83
  • Dayot Upamecano: 81

Der Spieler mit der größten Passgenauigkeit ist Naby Keita. Dafür, dass er seine Sechserposition auch mal offensiv interpretiert ist sein Wert recht hoch. Auch unter Druck findet er meist eine Möglichkeit, den Ball zu verarbeiten und ihn zum eigenen Mitspieler zu bringen. Auch der Wert von Emil Forsberg ist (gewohnt) hoch, was auf der Zehnerposition durchaus überraschend ist.

Top 5 Passgenauigkeit (mindestens 300 Einsatzminuten)

  • Naby Keita: 82%
  • Willi Orban: 81%
  • Diego Demme: 80%
  • Marvin Compper: 80%
  • Emil Forsberg: 78%

Wichtig bei der Spielweise von RB Leipzig sind Balleroberungen aller Art. Unterschieden wird diesbezüglich zwischen (aktiven) Eroberungen und Interceptions (also eher abgefangenen Bällen). Die Unterscheidung soll hier nicht ganz so wichtig sein und bleibt außen vor.

Nimmt man beide Zahlen zusammen, dann ist Naby Keita weiterhin der Topballeroberer bei RB Leipzig. Allerdings nur noch knapp vor Dayot Upamecano und Marcel Sabitzer.

Während bei Sabitzer der Wert gegenüber der Hinrunde der Vorsaison praktisch konstant geblieben ist, sind die Werte bei Keita und beim Rest des Teams teils deutlich nach unten gegangen. Wenn sich da nichts in der statistischen Erhebungsweise geändert hat, dann könnte man das darauf zurückführen, dass die Gegner die Bälle eben verstärkt über den Mittelfeldbereich hinweg spielen und so das klassische Feld der RB-Balleroberungen in der Hinrunde der aktuellen Saison ein wenig weggefallen ist. Der komplette Zusammenbruch in Sachen Kontertore würde dann dadurch erklärbar werden.

Fakt ist, dass es dem RB-Spiel durchaus schmerzt, wenn Keita nur noch halb so viele Bälle erobert wie noch in der Hinrunde der Vorsaison. Denn darin liegt ja eine der Stärken seines dynamisch-aggressiven Spiels. Wenn die Bälle allerdings von den Gegnern hauptsächlich über seinen Kopf hinweg gespielt werden, um eben die Qualitäten des Mittelfeldmanns zu übergehen, dann wird es auch für Keita schwer, Bälle zu erobern..

Top5 Balleroberungen pro 90 Minuten (mindestens 300 Einsatzminuten)

  • Naby Keita: 7,7 Balleroberungen
  • Dayot Upamecano: 7,6 Balleroberungen
  • Marcel Sabitzer: 7,2 Balleroberungen
  • Stefan Ilsanker: 6,3 Balleroberungen
  • Diego Demme: 5,8 Balleroberungen

Topdribbler im Spiel von RB Leipzig ist Bruma, der acht Eins-gegen-Eins-Duelle pro 90 Minuten nimmt und davon 49% gewinnt. Was eine sehr vernünftige Quote ist. Wenn Bruma ins Tempo-Dribbling kommt, dann ist er eigentlich nicht mehr aufzuhalten. Wie Keita hat die Fähigkeit, aus dem Stand heraus mit dem Ball am Fuß am Gegner vorbeizubeschleunigen. Das noch um gute Entscheidungen nach dem Dribbling ergänzen und RB wird noch sehr viel Freude an Bruma haben.

Naby Keita folgt natürlich gleich hinter Bruma mit sieben Dribblings pro 90 Minuten, von denen er sogar 56% gewinnt. Ist auf seiner etwas tieferen Position natürlich auch wichtig, dass er solche Duelle häufiger gewinnt als jemand, der vornehmlich am gegnerischen Strafraum dribbelt. Kevin Kampl dribbelt selten, dafür aber sehr häufig erfolgreich. Augustin macht es genau andersherum und dribbelt viel, aber dafür nur selten erfolgeich. Timo Werner, der auch nicht wirklich ein Dribbler ist, geht das ähnlich.

Generell bleibt das Dribbling für Ballbesitzphasen bei RB Leipzig ein sehr wichtiges Element, um Lücken zu reißen und immer wieder neue Siutationen herzustellen (und sei es durch gutes Umschalten ins Gegenpressing nach Ballverlust). Muss halt durch Positionsspiel gut abgesichert sein. Dass Upamecano pro 90 Minuten in der Hinrunde einmal ins Dribbling ging (und nur 60% gewann), ist diesbezüglich zwar spektakulär, aber wenig zielführend. Compper, Ilsanker, Orban und Konaté haben zusammen gerade mal halb so viele Dribblings abgerissen wie Upamecano..

Top5 Anzahl der Dribblings (mindestens 300 Einsatzminuten)

  • Bruma: 8,13 Dribblings pro 90 Minuten
  • Naby Keita: 6,99 Dribblings pro 90 Minuten
  • Emil Forsberg: 4,42 Dribblings pro 90 Minuten
  • Jean-Kevin Augustin: 4,41 Dribblings pro 90 Minuten
  • Timo Werner: 3,23 Dribblings pro 90 Minuten

Top5 erfolgreiche Dribblings (mindestens 300 Einsatzminuten, mindestens 20 Dribblings)

  • Kevin Kampl: 65,0% gewonnene Dribblings
  • Naby Keita: 55,8% gewonnene Dribblings
  • Emil Forsberg: 54,8% gewonnene Dribblings
  • Bruma: 49,3% gewonnene Dribblings
  • Marcel Halstenberg: 42,3% gewonnene Dribblings

Ballverluststatistiken sind meist nur bedingt aussagekräftig und geben eher über die Position denn über die konkreten Fähigkeiten Auskunft. Interessant aber doch, dass ganz oben mit Konrad Laimer einer dabei ist, der in der Hinrunde auf der Sechs und dort eher einen defensiveren Part spielte. Fast fünf Ballverluste pro 90 Minuten sind auf dieser Position und in einer Laimer-Rolle einfach zu viel (zum Vergleich: Demme hat 2,45 Ballverluste pro 90 Minuten). Poulsen, Augustin, Forsberg und Bruma können da mit ihren Ballverlusten auf offensiveren Positionen schon wesentlich besser leben.

Top5 Ballverluste pro 90 Minuten (mindestens 300 Einsatzminuten)

  • Yussuf Poulsen: 6,63
  • Jean-Kevin Augustin: 6,00
  • Konrad Laimer: 4,78
  • Emil Forsberg: 4,75
  • Bruma: 4,61

In Sachen Tackling, also im Trennen des Gegenspielers vom Ball, ist Upamecano der effektivste Spieler seines Teams. In 90% der Tacklingversuche bleibt er erfolgreich. Was seine guten Fähigkeiten im Eins gegen Eins belegt. Bernardo tackelt derweil für einen der in der letzten Reihe kickt erstaunlich viel. Was auch damit korrespondiert ,dass er viele Foulspiele verursacht (wie in Teil I gezeigt). Vielleicht ist es auch diese Zweikampffreude, die ihn in der Hinrunde etwas hat hinten anstehen lassen, da Hasenhüttl Foulspiele im letzten Drittel ja explizit vermeiden wollte.

Top 5 erfolgreiche Tacklings in % (mindestens 300 Einsatzminuten, mindestens 20 Tacklings)

  • Dayot Upamecano: 90,3% – 2,64 Tacklings pro 90 Minuten
  • Marcel Halstenberg: 87,5% – 2,44 Tacklings pro 90 Minuten
  • Bernardo: 87,5% – 3,84 Tacklings pro 90 Minuten
  • Willi Orban: 81,8% – 3,32 Tacklings pro 90 Minuten
  • Lukas Klostermann: 78,1% – 2,59 Tacklings pro 90 Minuten

Klärungen, also Aktionen, bei denen ein gefährlicher Angriff des Gegners beendet wird, hat Willi Orban die meisten im Team von RB Leipzig. Was auch noch mal seine Rolle als Kopf der Abwehr betont. Er hat sicherlich nicht Potenzial und Geschwindikeit eines Upamecano, aber Orban ist als Gesamtpaket eines Verteidigers, der sich auch über Stellungsspiel und Erfahrung definiert immer noch ganz weit vorn im Verteidigungsverbund von RB.

Vorn mit dabei ist Bernardo, der sich damit in die Reihe der zentraleren Akteure mit Innenverteidigungsfokus schiebt. Was vielleicht auch noch mal den Defensivfokus des Brasilianers verdeutlicht. Ein Innenverteidiger auf der Position des Außenverteidigers. Nur dass man halt außen inzwischen mehr Offensivgeist von ihm erwartet. Einen guten Schuss hat er ja in jedem Fall schon mal.

Top5 Clearances pro 90 Minuten (mindestens 300 Einsatzminuten)

  • Willi Orban: 6,64
  • Dayot Upamecano: 5,19
  • Bernardo: 4,48
  • Stefan Ilsanker: 3,70
  • Ibrahima Konate: 3,48

Bliebe zum Abschluss noch die Plus-Minus-Tabellenspielerei. Hier wird für jeden Spieler ausgewiesen, wie das Torverhältnis aussah, wenn man nur die jeweiligen Zeiten betrachtet, in denen er auf dem Platz stand und wie viele Punkte er kassierte, wenn man den Stand zum Zeitpunkt des jeweiligen, individuellen Verlassens des Spielfelds nimmt. Im Schnitt holte RB Leipzig 1,65 Punkte und +0,12 Tore. Wer also über diesen Werten liegt, hatte überdurschnittlich viel Freude an den Spielen. Auch könnte man interpretieren, dass jene mit besseren Werten mehr positiven Einfluss auf Spiel und Mannschaft hatten. Was aber auch eine etwas eindimensionale Erklärung sein kann. Zumal bei nur 17 Spielen Datengrundlage und einer Rotation, die gegen schwächere Gegner auch schwächere Spieler auf den Platz stellte.

Peter Gulacsi ist nah am Durchschnitt dran, weil er in 16 von 17 Spielen auf dem Platz stand. Nach oben heraus stechen ungefähr fünf Spieler. Jean-Kevin Augustin ist vor allem mit seinen +1,41 Toren imposant. Das resultiert aus seiner guten Anfangsphase bei RB und Spielen wie dem gegen Freiburg. Es bedeutet letztlich, dass mit Augustin auf dem Feld RB Leipzig in 90 Minuten 1,41 Tore mehr schießt als der Gegner. Krasser Wert, wenn das Torverhältnis von RB nach der Hinrunde insgesamt gerade mal bei +2 liegt.

Willi Orban, Dayot Upamecano und Bernardo sind als Defensivspieler ganz oben mit dabei. Über Orban als wichtigen Kopf der Defensive hatten wir schon geredet. Upamecano ist mit seinen Fähigkeiten selbsterklärend. Bei Bernardo kommt hier vielleicht tatsächlich und gerade sein Einfluss auf die Stabilität des Teams zum Tragen.

Von den Offensivspielern ragt in der Statistik Marcel Sabitzer heraus, der das Glück hatte in der letzten Saisonphase, als RB einige Spiele verlor oder nicht gewann, verletzt auszufallen. Oder RB konnte nicht gewinnen, weil Sabitzer ausfiel. Kann ja jeder selbst entscheiden, wie rum er den Zusammenhang gern interpretieren würde.

Nach unten heraus fallen im Kern vielleich drei Akteure. Darunter mit Ibrahima Konaté einer, bei dem man sich wunderte, dass er überhaupt schon so viel Spielzeit bekam. Dass mit ihm die Stabilität des Teams vielleicht noch nicht ganz so groß ist, erstaunt nicht wirklich. Da erstaunt das schlechte RB-Abschneiden mit Poulsen auf dem Platz schon mehr. Auch wenn Poulsen im Ballbesitzfußball der Hinrunde nicht wirklich einen guten Platz im Team hatte. Auch mit Bruma scheint die Stabilität im Team nicht ganz so ausgeprägt wie man sich das erhoffenh würde.

Am offensivstärksten war RB Leipzig in der Hinrunde, wenn Jean-Kevin Augustin auf dem Platz stand. 2,65 Tore pro 90 Minuten mit ihm sind ein irrer Wert. 15 Tore fielen, wenn Augustin auf dem Platz stand, also in nur 510 Minuten. In den restlichen 1.020 Minuten ohne ihn fielen nur 13 weitere Tore, also gerade mal 1,15 pro 90 Minuten.

Großen offensiven Impact hatte auch noch Naby Keita, bei dem das nachvollziehbar ist, weil seine Anwesenheit die Statik des Spiels deutlich verändert, selbst wenn er selbst nur selten direkt an Toren beteiligt ist. Überraschend da schon eher, dass Bernardo sehr weit oben in der Liste auftaucht. Einen positiven Einfluss auf die Offensivabläufe würde man ihm erstmal nicht zwangsläufig unterstellen.

Am unteren Ende der offensiven Einflüsse steht erneut Ibrahima Konaté, der von den Offensivkräften Yussuf Poulsen und Bruma gefolgt wird. Bei beiden war in der Hinrunde in Sachen Effektivität und direktem Offensiveinfluss in jedem Fall noch Luft nach oben.

In Sachen Einfluss auf die Defensive steht Willi Orban ganz oben. Wie schon gesagt, das macht Sinn, weil Orban einfach ein sehr sicherer, kompletter Innenverteidiger mit einem kleinen Schuss zu wenig Speed ist. nur 1,11 Gegentore fallen pro 90 Minuten, wenn der Kapitän auf dem Platz  steht. 1,98 Gegentore sind es pro 90 Minuten, wenn er zuguckt.

Im negativen Sinne viel Einfluss auf die Defensive haben Stefan Ilsanker und Kevin Kampl. Wenn sie auf dem Platz stehen, kassiert RB die meisten Gegentore. Mit den beiden auf dem Platz kassiert RB auch mehr Tore als man selber schießt. Das ist gerade bei diesen beiden Spielern ein schwierig zu interpretierender Fakt.

Will man seine Stammelf nicht wie in Teil 1 aus den Einsatzzeiten ableiten, sondern an ihrem Einfluss auf die Spielresultate, dann verändert sich die Mannschaft leicht. Halstenberg, Kampl und Poulsen würden dann aus dem Team fliegen und durch Bernardo, Forsberg und Augustin ersetzt werden. Aber es ist ja auch nicht alles Statistik beim Finden von passenden Formationen:

  • Gulacsi – Klostermann, Orban, Upamecano, Bernardo – Demme, Keita – Sabitzer, Forsberg – Augustin, Werner

[Plus/Minus: Torverhältnis für jeden Spieler und seine Spielzeit; Plus/Minus/90: Torverhältnis für jeden Spieler und seine Spielzeit, wenn man es auf 90 Minuten hochrechnet (Bsp: Marcel Sabitzer hatte in 940 Einsatzminuten ein Torverhältnis von +5, macht für 90 Sabitzer-Spielminuten ein Verhältnis von 0,48); Punkte: Gesamtzahl Punkte, die jeder Spieler sammelte, wenn er das Feld verließ; Punkte/Spiel: Punkte, die jeder Spieler im Schnitt pro Einsatz sammelte, zum Zeitpunkt des Verlassen des Feldes; Off = Geschossene Tore pro 90 Minuten, wenn der entsprechende Spieler auf dem Feld stand; Def = Zugelassene Tore pro 90 Minuten, wenn der entsprechende Spieler auf dem Feld stand; Berücksichtigt sind nur Spieler, die mindestens 300 Minuten auf dem Spielfeld standen]

Spieler +/-+/-/90PktPkt/SpOffDef
Jean-Kevin Augustin81,41191,732,651,24
Willi Orban60,60231,921,711,11
Bernardo30,48192,111,761,28
Marcel Sabitzer50,48222,001,721,24
Dayot Upamecano50,43241,851,701,28
Diego Demme40,31281,751,611,30
Naby Keita30,27231,771,811,54
Lukas Klostermann30,24241,711,621,38
Peter Gulacsi30,19281,751,691,50
Emil Forsberg10,11201,671,691,58
Marcel Halstenberg00,00241,601,601,60
Timo Werner00,00221,471,541,54
Stefan Ilsanker-1-0,12141,401,731,85
Kevin Kampl-2-0,20221,691,621,82
Konrad Laimer-1-0,22201,821,301,52
Bruma-2-0,24171,211,211,46
Yussuf Poulsen-5-0,45241,601,161,61
Ibrahima Konate-4-0,61111,381,061,67

Fazit: Beim Gang durch die Zahlen verfestigt sich der Eindruck, den man in der Hinrunde gewonnen hatte, dass es bis auf Marcel Sabitzer keinen Überflieger im Team gibt. Jean-Kevin Augustin lebt noch von seiner geringen Einsatzzeit, die seine Daten ein wenig als Mischung aus angedeutetem Potenzial und statistischem Ausreißer aka Zufall erscheinen lassen. Wichtige Akteure wie ein Dayot Upamecano hinterlassen bereits ihre Fußspuren in den Daten. Am Ende sind es aber auch nur Zahlen und diese bieten viel Spielraum für Interpretationen.

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Datengrundlage: Bunte Mischung aus aufgearbeiteten Zahlen aus eigener Sammlung, bundesliga.de, transfermarkt.de und whoscored.com.

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Alte Zahlenrundumleuchten:

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Jean-Kevin Augustin hatte in der Hinrunde mehr Einfluss auf das RB-Spiel als man denken könnte. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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3 Gedanken zu „Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2017 – Teil 2“

  1. Vielen, vielen Dank für diese Aufdröselung. Natürlich ist Statistik nicht alles. Aber sie hilft beim Einordnen.

    In meinen Augen bedeutet das – über die beiden Artikel gesehen und alle Spielzeiten von ihm bei RB einbezogen – die enorme Wichtigkeit von Diego Demme für das Spiel. Bei vielen deiner Listen ist er zumindest mit dabei. Und wenn du die letzte Liste nach „PKT“ absteigend sortierst, steht er eben ganz oben.

    Ich hatte gestern einen eigenen Artikel zu den Topspielern aus meiner Sicht verfasst. Den hast du vielleicht mitbekommen. Dort habe ich lang und breit ausgeführt, welche Spieler ich für eminent wichtig halte. Ich bin ehrlich: In Sachen des Herrn da Silva war ich anderer Auffassung. Ich halte Bernardo für einen tollen Verteidiger, keine Frage. Aber er ist bisweilen etwas ungestüm. Wenn man aber die Tabelle nach „PKT/SP“ absteigend sortiert, steht er ganz oben.

    Wie gesagt, Statistik ist nicht alles. Sie hilft aber beim Einordnen. Und so kommt für mich als Rückgrat und Herz der Mannschaft das Gespann Sabitzer & Demme zustande. Denn ganz ehrlich: So wichtig Keita auch momentan ist, man muss ja weiterdenken. Und ab Sommer spielt er nun leider keine Rolle mehr.

    Noch einmal: Vielen Dank für die Statistiken.

  2. und auch im 2. Teil bestätigt sich, das Jika spielen muss.
    Die Aufstellung gefällt mir sehr.

    Und Compper hat es auch nochmal in die Statiskik geschafft ;-)

    Sehr beeindruckend mal wieder, wie Du alle Daten so zusammen gefasst hast.
    Danke dafür!

    1. und mit dem gestrigen Spiel setzt sich Jika in der +/- Statistik wieder ab.
      Spricht das nun für ihn oder gegen wie gegen SCF Poulsen ;-)

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