Europa League: BK Häcken vs. RB Leipzig 1:1

Rückspiel in der zweiten Runde der Europa-League-Qualifikation. RB Leipzig musste zum schwedischen Vertreter BK Häcken und dort einen 4:0-Vorsprung über die Runden bringen. Die sehr geringen Restzweifel dürften zur Halbzeit beim Stand von 0:0 bereits zerstreut gewesen sein. Nach 90 Minuten trennten sich die beiden Mannschaften nach einer Partie, die für neutrale Beobachter eher schwere Kost gewesen sein dürfte, insgesamt verdient mit 1:1.

In die Partie gegangen war RB Leipzig wie erwartet mit einer deutlich erneuerten Mannschaft. Jeder, der nur halbwegs verzichtbar oder angeschlagen schien, blieb gleich im Trainingslager in Seefeld, sodass RB mit sieben Nachwuchskickern zum Betriebsausflug nach Göteborg flog. Auf dem Platz standen dann zu Beginn aber neun Profis plus Massimo Bruno (bei dem man immer nicht so richtig weiß, ob man ihn nun wirklich zu den Profis zählen soll oder ob er nur übergangsweise bis zu einem Wechsel zu den Profis gehört). Ergänzt wurde das dann doch ganz namhafte Team durch Niclas Stierlin, der im zentralen Mittelfeld Stefan Ilsanker ersetzte.

Im Tor startete Marius Müller statt Peter Gulacsi, bei dem man ähnlich wie bei Bruno nie so recht weiß, ob er auch nach Schließen des Transferfensters noch in Leipzig sein wird (wobei es aktuell so aussieht als ob). Bruno hatte die Rolle von Kevin Kampl auf der rechten Zehn eingenommen, während Emil Forsberg auf der linken Zehn Bruma ersetzte. Ansonsten spielte die Elf des Hinspiels, sodass Ralf Rangnick für die Partie vor allem auf ein Gerüst setzte, durch das man auf relativ einfachem Wege in die nächste Runde wollte.

Zu Beginn der Partie war dann RB Leipzig auch das komplett dominierende Team. Weil man den Gastgebern keine Luft zum Atmen ließ und den Gegner früh zustellte, sodass der gar keine Möglichkeiten zum Spielen hatte. So gewannen die RasenBallsportler den Ball immer wieder schnell zurück und hatten die Begegnung komplett unter Kontrolle. Offensiv war das aus einem klassischeren 4-2-2-2 heraus als noch im Hinspiel, als man mit dem Ball eher ein 4-3-3 spielte, aber sehr überschaubar und wenig zielstrebig und viel zu verspielt, sodass es keine größeren Chancen für RB gab.

Häcken verteidigte das am eigenen Strafraum gut, weil die Gäste das auch zuließen, dass sie gut verteidigt wurden. Richtung Offensive fehlten den Gastgebern aber lange komplett die Ideen. Wobei eigentlich gerade im RB-Sechserraum durch die oft sehr hoch agierenden Stierlin und Demme Platz gewesen wäre, um dort flach hineinzuspielen. Da machte sich vielleicht auch das Fehlen von Irandust und Paulinho bemerkbar, die in diesen Räumen gut aufgehoben gewesen wären, aber nur auf der Bank saßen.

Abgestellt war das Konzept des BK Häcken auf einen zentralen Stürmer Kamara, der Zweikämpfe gewinnen und Bälle festmachen sollte, um dann seine Nebenleute mitzunehmen. Auf den Außenpositionen waren dafür Celik und Mohammed aufgestellt, die davon profitieren sollten. Im Laufe der ersten Halbzeit gab es dann auch drei, vier Situationen, in denen RB im Mittelfeld einen Zweikampf verlor und sich dadurch Raum öffneten oder man es mal schaffte, sich in der Zentrale aus einer Drucksituation zu befreien und den Ball lang auf die Außenbahn zu spielen. Wenn Häcken dies gelang, wurde es gleich richtig gefährlich. Zumindest im Ansatz, denn im Abschluss war das, was Karmara, Celik und Lundberg aus guten Positionen machten, ziemlich schwach. Karmara erinnert einen diesbezüglich durchaus an Jhon Cordoba, weil er ein großartiger Zweikämpfer und Räumeöffner ist, aber vor dem Tor regelmäßig die Kugel vorbeischießt.

Ralf Rangnick kann mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung zufrieden sein. | GEPA Pictures - Andreas Pranter

Mit den drei, vier guten Möglichkeiten hatte Häcken deutlich mehr an klaren Einschussmöglichkeiten eingesammelt als RB Leipzig, die sich im Laufe der ersten Halbzeit immer schwerer taten, mal Geschwindigkeit in die eigenen Aktionen zu bringen und teilweise pomadig agierten. Klostermann hatte genaugenommen kurz vor der Pause auf Zuspiel von Stierlin die einzige richtig gute Chance. Dazu kamen ein paar Halbchancen (Augustin) und Fernschüsse (Stierlin, Bruno), die aufgrund der Abschlussposition nicht ganz so gute Aussichten auf Erfolg hatten. Entsprechend war RB mit dem 0:0 zur Pause chancentechnisch ganz gut bedient, auch wenn man 45 Minuten lang das reifere Team mit der höheren individuellen Qualität war.

In der zweiten Halbzeit stellte RB dann relativ schnell die Weichen auf den Einzug in die nächste Runde. Demme und Augustin dürfen auf der rechten Seite relativ ungestört den Ball behaupten. Augustin spielt den Ball an die Strafraumgrenze, von wo aus Bruno humorlos ins kurze Eck einschießt. Häcken-Keeper Rasheed sah da auch nicht ganz chancenlos aus, ließ den Ball aber trotzdem ins Tor.

Die Partie war mit dem Treffer quasi inoffiziell beendet. Von den Gastgebern, die sich weiter mühten, kam vor dem Müller-Tor bis kurz vor Schluss praktisch nichts mehr. RB Leipzig wechselte ab der 60. Minute munter durch und brachte drei weitere Nachwuchsspieler. Was zur Folge hatte, dass es auf dem Feld abstimmungstechnisch teilweise ganz schön wild zuging. Klostermann rückte für die letzte halbe Stunde in die Innenverteidigung. Wobei sich manchmal nicht ausmachen ließ, ob er nun Innenverteidiger ist oder als Rechtsverteidiger den offensiveren Oliver Bias absichert. Dann sah es phasenweise fast schon wie eine Dreierkette aus (aber eher wie eine ungewollte und sich einfach aus dem Nachschieben ergebende). Manchmal schien sich Klostermann auch in den Moment, in dem er nach vorn marschieren wollte, selbst zuzurufen, dass er doch jetzt Innenverteidiger ist und hinten bleiben muss.

Ansonsten blieb der Erkenntnisgewinn der letzten halben Stunde mehr als begrenzt. RB spielte dabei die letzten zehn Minuten sogar noch nur zu zehnt, weil sich Lukas Krüger verletzte und Rangnick schon dreimal gewechselt hatte. Entsprechend musste man in Unterzahl zu Ende spielen und ließ sich nun in ein 4-4-1 zurückfallen. Trotzdem fanden die Gastgeber kurz vor Schluss noch mal die Lücke und schoben zum verdienten 1:1 ein.

Fazit: Eine eher lockere Übung für RB Leipzig, die ihren 4:0-Vorsprung ohne Glanz und großen Aufwand über die Bühne brachten. Offensiv war RB in der Partie bei BK Häcken zu verspielt und ohne direkten Zug zum Tor. Defensiv ließ man gerade vor der Pause zu viele sehr gute Chancen zu. Nach der Pause zog man den Gastgebern mit einem frühen Tor aber den Zahn. Bei konsequenterem Spiel hätte RB die Partie vorzeitig entscheiden können oder müssen. Aber konsequentes Spiel war an dem Tag nicht nötig und stand entsprechend nicht auf dem strategischen Zettel, weil es eben nur um die Sicherung des 4:0 ging. Diese Aufgabe erfüllte man souverän (mit Abzügen in der defensiven B-Note in der ersten Halbzeit), von daher war es ein guter und erfolgreicher Ausflug für RB.

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Randbemerkung 1: Beobachtung der Entwicklung bei Standards, nächste Folge. Lustig eine Standardvariante, bei der sich bei einem Freistoß 40 Meter vor dem Tor aus dem Halbfeld zwei Spieler vor den Ball stellten und noch ein anderer Spieler beteiligt war. Vier(!) Spieler, die fernab des Strafraums standen, um dann zuzuschauen, wie die erwartbare Flanke aus dem Halbfeld ungefährlich Richtung Strafraum segelte. Das sah nach einem Plan aus, nur blieb unklar, worauf genau der Plan abzielte (außer möglichst viele Spieler nicht in Strafraumnähe zu haben^^). Ansonsten gab es auch diesmal wieder viele Ecken und praktisch keine Torgefahr. Aber ein paar kamen zumindest in Zonen runter, bei denen man annehmen konnte, dass sie da auch runterkommen sollten..

Randbemerkung 2: Persönlich war ich ein bisschen erstaunt, dass Massimo Bruno in der Startelf stand. Wenn man das Hinspiel gegen Häcken 4:0 gewinnt und dann nicht mal bereit ist, das Risiko eines zweiten Nachwuchsspielers neben Stierlin in der Startelf einzugehen und stattdessen Bruno bringt, dann ist das durchaus seltsam. Zumindest solange man davon ausgeht, dass man bei RB nicht mehr auf den Belgier zählt und man eigentlich nur wartet, dass er den Verein verlässt. Davon ging man zumindest bisher aus und dafür sprach auch, dass Bruno bisher in den Tests eher mit den Nachwuchsspielern gleichgestellt war und nicht mit den Profis. Vielleicht gibt es ja diesbezüglich bei Rangnick aber auch eine Trendwende (auch wenn er noch vor kurzem bezüglich Brunos Chancen bei RB sehr skeptisch war) und das Spiel in Häcken war auch noch mal so etwas wie Brunos Chance, sich nachdrücklich in Erinnerung zu rufen. Zumindest würde dafür auch sprechen, dass er die Ecken von der rechten Seite schlagen durfte. Dass man jemanden zum Ecken-Schützen macht, der eine Woche später weg ist, wäre auch eher seltsam. Insgesamt macht aber auch ein Bruno-Verbleib (zumindest wenn man seinen Eindruck aus den letzten vier Jahren in Salzburg, Leipzig und Anderlecht zum Maßstab nimmt) keinen Sinn, weil er in Leipzig kaum Spielzeit kriegen würde. Wäre halt die Frage, wie da RB gerade plant. Letztlich bleibt es dabei, dass es seltsam ist, wenn man in so einem Spiel auf einen Spieler setzen würde, von dem man bereits wüsste, dass er gehen soll, statt dem eigenen Nachwuchs das Gefühl zu geben, wichtig und vertrauenswürdig zu sein. Aber diesbezüglich waren schon die sehr, sehr späten Einwechslungen beim Hinspiel trotz plattem Team kein sehr gutes Signal.

Randbemerkung 3: Dass man nach dem Spiel Oliver Bias als jüngsten je bei RB Leipzig in einem Pflichtspiel eingesetzten Spieler feiert, mag formal richtig sein (habe es nicht geprüft), aber ist halt in dem Zusammenhang auch seltsam. Weil das Rückspiel in Häcken eben in Sachen Belastungssteuerung und Kaderplanung ein ganzes Stück wie ein Testspiel angegangen wurde und es entsprechend eher Zufall ist, dass Bias beim Pflichtspiel und nicht beim Testspiel gegen Huddersfield zum Einsatz kam.

Randbemerkung 4: Viel Erkennsnisgewinn mag das Spiel in Häcken nicht gehabt haben. Aber die Spielanlage von RB Leipzig war durchaus bemerkenswert. Extrem hoch lief man den Gegner an, sodass die Sechser immer wieder rund um die Stürmer wuselten, wenn es um das Spiel gegen den Ball ging. Das ist natürlich ein ganzes Stück ein anderer Ansatz als bei Hasenhüttl, der sein Team etwas tiefer und vor allem ab der Mittellinie verteidigen ließ, auch um den Verschleiß über die Saison geringer zu halten. Aber auch, um die Verteidigung des Restfeldes besser gestalten zu können. Wie man es von Rangnick schon aus der zweiten Liga kennt, ist da aufgrund der durchaus extremen Herangehensweise auch immer wieder guter Raum zwischen Mittelline und RB-Tor, den man gut bespielen kann, wenn man im Mittelfeld einen Zweikampf gewinnt oder in der Lage ist, unter Gegnerdruck den Ball auf die Außenbahn oder in die Tiefe zu befördern. Wenn das extrem hohe Verteidigen stilbildend für die kommende Saison wird (und es gibt wenig Grund das in Zweifel zu ziehen), dann könnte das eine Spielzeit mit ziemlich vielen herzunfreundlichen Spielen werden..

Randbemerkung 5: Warum Emil Forsberg mit in Göteborg war, erschloss sich bei der Partie nicht so richtig. Klar, es lag auf dem Weg zur schwangeren Frau Schanga, die am Samstag Geburtstermin hat. Das war es aber schon an guten Gründen. Rein fußballerisch war Emil Forsberg gegen Häcken zu langsam, zu wenig fit, zu uninspiriert und relativ weit davon entfernt, einer der besten Bundesligaspieler zu sein, der er letztens betonte, in Bestform sein zu können. Dass Forsberg noch lange nicht in Bestform sein kann, wenn er gerade mal vor einer Woche zurück ins Training kam und nun schon wieder nach Hause fliegt, liegt aber auch auf der Hand.

Randbemerkung 6: Diesmal der Wermutstropfen der Partie, dass sich Lukas Krüger nach seiner Einwechslung schwer verletzte, als er an der Seitenauslinie in einen Ball hineinrutschen wollte. Gut möglich, dass da auch der Kunstrasen und dessen etwas andere Eigenschaften das seine tat. Sah in jedem Fall nicht ganz gesund aus. Irgendwas mit Innenband war die erste Diagnose. Pech für den U19-Spieler, dass durch die Verletzung die Partie für ihn nach zehn von eigentlich zwanzig Minuten schon wieder beendet war.

Randbemerkung 7: DAZN ist der Europapokalbegleiter von RB Leipzig in dieser Saison. Die Gruppenspiele der Europa League zeigt man sowieso schon komplett, auch für die Quali-Spiele ist man, wie man gestern am Rande der Übertragung erwähnte, in Bezug auf RB der übertragende Sender. Bzw. die übertragende Streamingplattform. Die Übertragungen von DAZN kriegen meist einiges Lob ab, weil die Mischung aus Kommentatoren und Experten unaufgeregt und nah am Spielgeschehen daher kommt. Die Übertragung des RB-Rückspiels gegen Häcken war dann etwas arg kurz gehalten. Keine Mannschaftsaufstellungen vor der Partie. Der Stream startete quasi eine Minute vor Anpfiff mit einem Blick auf die Kapitäne bei der Seitenwahl und endete eine Minute nach dem Abpfiff. Dass die Spiele bei DAZ aus dem Münchener Studio kommentiert werden, merkt man dann an Kleinigkeiten wie jener, dass man die Verletzung von Lukas Krüger mal eben übersah (zumindest kommentierte man sie nicht). Dass man die Nachwuchsarbeit von RB abfeierte, weil bei einem Pflichtspiel, bei dem man die Profis schonte, mal ein paar Nachwuchsspieler mitkickten, während in einem Ligaspiel letztmals vor über zwei Jahren ein eigener Nachwuchsspieler überhaupt bei den Profis eingesetzt wurde, war durchaus (freundlich gesagt) kurios. Insgesamt sind die Übertragungen bei DAZN aber recht angenehm und das Gesamtpaket aus Leistung und Preis auch ok. Dürfte vor allem für jene interessant sein, die eh von einem Fußballspiel nicht viel mehr erwarten als das reine Spiel und keinen 30minütigen Vorlauf ohne Erkenntnisgewinn.

Randbemerkung 8: In der nächsten Quali-Runde, der dritten, geht es dann für RB Leipzig gegen den rumänischen Klub Universitatea Craiova. Dürfte vor allem physisch eine andere Herausforderung werden gegen ein Team, das zwar schlecht in die Liga startete, aber gut verteidigt. Gespielt wird an den nächsten beiden Donnerstagen, wieder jeweils 18.30 Uhr. Wenn RB da weiterkommt, warten dann direkt an den nächsten Donnerstagen die Playoffs, die Anfang der kommenden Woche noch vor der dritten Quali-Runde ausgelost werden. Aufgrund des noch geringen Klub-Koeffizienten ist RB Leipzig für die Playoffs erstmals in der Quali-Phase ein ungesetztes Team. Sprich, man könnte dann auf Schwergewichte (oder relative Schwergewichte) wie den FC Sevilla oder Besiktas Istanbul oder Feyenoord Rotterdam oder den FC Basel oder Olympiakos Piräus oder (naja) Zenit St. Petersburg treffen. Aber selbst wenn man gesetzt gewesen wäre, hätte man nicht automatisch einen leichten Gegner bekommen. Denn auch Atalanta Bergamo oder Girondins Bordeaux oder der FC Burnley sind Teil des Topfes der ungesetzten Mannschaften.

Randbemerkung 9: Irgendwas mit „Nein zu RB“ in der Fankurve des Göteborger Stadtteilklubs, der keine 3.000 Zuschauer zu einem Pflichtspiel gegen einen deutschen Bundesligisten ins Stadion kriegt. Naja. Der Anhang der Schweden war ja auch im Hinspiel durchaus schon durch ein gutes Maß an Aggressivität aufgefallen. Ist jetzt aber auch eigentlich noch weniger als eine Randbemerkung..

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Lichtblicke:

  • Diego Demme: Wieder der Mittelfeldmotor. Im Spiel gegen den Ball viel unterwegs und teilweise fast als Stürmer agierend. In der zweiten Halbzeit dann irgendwann derjenige, der sich neben Klostermann und Orban fallen ließ, um den Ball laufen zu lassen und Nachwuchsmann Oliver Bias abzusichern, der den Rechtsverteidiger-Posten sehr offensiv interpretierte. Beteiligt an der Vorbereitung des 1:0. In zwei Europa-League-Quali-Spielen auch schon wieder die dritte Beteiligung an der Torentstehung.
  • Marcelo Saracchi: Kriegt ein Fleißpunkt, weil er wieder unheimlich viel unterwegs war und sich auch offensiv immer wieder einbrachte. Allerdings ist das, was er dann am Strafraum an Flanken und Passoptionen versuchte, auch noch nicht der Weisheit allerletzter Schluss.
  • Niclas Stierlin: Stellvertretend für die Nachwuchsspieler, die gegen Häcken zum Einsatz kamen. Gar nicht so sehr, weil es ein überragendes Stierlin-Spiel gewesen wäre. Da war in Sachen Stellungsspiel auch ein Stück Nervosität zu spüren und in Sachen Zweikampfführung noch sehr viel Luft nach oben. Aber es war ein ordentliches Startelf-Debüt. Dass da in dieser Saison noch extrem viel Spielzeit dazu kommt, ist nicht zwingend anzunehmen. Aber die insgesamt schon 200 Minuten Spiel- plus viel Trainingszeit, die Stierlin in der Vorbereitung bisher bei den Profis bekam, kann ihm niemand mehr nehmen.

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Tore: 0:1 Bruno (47.), 1:1 Irandust (85.)

Aufstellung RB Leipzig: Müller – Klostermann, Konaté (63. Bias), Orban, Saracchi – Stierlin, Demme – Bruno, Forsberg (63. Majetschak) – Augustin, Cunha (70. Krüger); Bank: Krahl, Poulsen, Hartmann, Winter; Nicht im Kader: Halstenberg, Upamecano, Laimer (alle verletzt), Ilsanker (gesperrt), Mvogo, Gulacsi, Sabitzer, Kampl, Bruma, Werner

Aufstellung BK Häcken: Rasheed – Andersson, Lindgren, Hammar, Arkivuo (81. Ekpolo) – Lundberg, Friberg (64. Ackermann), Berggren – Mohammed (64. Irandust), Kamara, Celik

Schiedsrichter: Mete Kalkavan (Einfaches Spiel für den türkischen Schiedsrichter. Ein, zwei Zweikampfbewertung, über die man streiten kann, aber insgesamt ein entspannter Abend mit im Gegensatz zum Hinspiel sehr wenigen gelben Karten.)

Gelbe Karten: Konaté (1.) | –

Zuschauer: 2.968 (davon 100 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, BKH-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 10 : 14
  • Schüsse auf das Tor: 4 : 5
  • Fouls: 12 : 10
  • Ecken: 3 : 7
  • Abseits: 4 : 1

Statistiken von uefa.com

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Saisontorschützen Europa League: Bruma, Cunha, Kampl, Augustin, Bruno – je 1

Saisonvorlagengeber: Augustin – 2; Ilsanker, Sarcchi, Cunha – 1

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Demme – 3; Orban, Bruma, Konaté – 2; Saracchi, Kampl, Gulacsi – je 1

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Bisherige Testspiele (getreu dem Motto, dass die Europa-League-Quali-Runden 2 und 3 internationale Testspiele sind)

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Testspieltorschützen (getreu dem Motto, dass die Europa-League-Quali-Runden 2 und 3 internationale Testspiele sind)

Augustin – 4; Bruno – 3; Bruma – 2; Saracchi, Hartmann, Kampl, Cunha – je 1; Eigentor: Maruhn (Grimma)

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Testspieleinsatzzeiten (getreu dem Motto, dass die Europa-League-Quali-Runden 2 und 3 internationale Testspiele sind)

  • Willi Orban – 255 Minuten
  • Jean-Kevin Augustin – 255 Minuten
  • Lukas Klostermann – 255 Minuten
  • Matheus Cunha – 232 Minuten
  • Marcelo Saracchi – 232 Minuten
  • Ibrahima Konaté – 227 Minuten
  • Diego Demme – 225 Minuten
  • Niclas Stierlin – 201 Minuten
  • Marius Müller – 180 Minuten
  • Kevin Kampl – 165 Minuten
  • Massimo Bruno – 165 Minuten
  • Bruma – 159 Minuten
  • Stefan Ilsanker – 156 Minuten
  • Peter Gulacsi – 135 Minuten
  • Oliver Bias – 118 Minuten
  • Nordi Mukiele – 113 Minuten
  • Fabrice Hartmann – 107 Minuten
  • Naod Mekonnen – 105 Minuten
  • Max Winter – 105 Minuten
  • Lukas Krüger – 96 Minuten
  • Erik Majetschak – 88 Minuten
  • Emil Forsberg – 62 Minuten
  • Malik Talabidi – 60 Minuten
  • Marcel Hoppe – 60 Minuten
  • Noah Holm – 60 Minuten
  • Konrad Laimer – 45 Minuten
  • Dayot Upamecano – 45 Minuten
  • Julian Krahl – 45 Minuten

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Bilder: © GEPA pictures/ Andreas Pranter

Ein Gedanke zu „Europa League: BK Häcken vs. RB Leipzig 1:1“

  1. War urlaubsermöglicht im Stadion. Ja. Ziemlich müder Kick insgesamt. Demme und Saracchi die aktivsten. Spannend, wie die neue Saison beginnen wird. Schön, die Spieler mal hautnah zu sehen und sogar abklatschen zu können. Hat meine Kinder gefreut. Und meine Frau, dass im Gästebereich Kaffee und Zimtschnecken for free waren. Das ist eben Gastfreundschaft. Empfehlung für uns. Grüsse aus Dalsland.

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