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Kaderschmiede RB Leipzig 2018/2019

Die Saison ist gerade mal eine Woche Geschichte (und diverse Saisonrückblicke stehen noch aus) und natürlich dreht sich rund um RB Leipzig bereits relativ viel um mögliche Neuzugänge und um mögliche Abgänge.

Auf die Verantwortlichen bei RB Leipzig kommt viel Arbeit zu. Das liegt an gleich neun Leihspielern, die von ihren jeweiligen Vereinen zurück nach Leipzig kommen und von denen maximal zwei bis drei (eigentlich faktisch nur einer) eine kurzfristige Zukunft bei RB haben. Für einige Spieler werden endgültige Lösungen fällig, weil sie nur noch ein Jahr Vertrag in Leipzig haben und entsprechend nicht noch einmal verliehen werden können (außer man verlängert ihre Verträge zuvor).

Erschwerend kommt bei der Kaderplanung für die kommende Spielzeit hinzu, dass RB Leipzig nun in die Europa-Legue-Qualifikation muss. Mal abgesehen davon, dass das für potenzielle Neuzugänge jetzt nicht wirklich das ultimative Wechselargument ist, stellt sich aus Sicht der Kaderplanung vor allem die Frage, wie man mit einem Wettbewerb umgeht, bei dem man nicht weiß, wie viel Aufwand er bedeuten wird.

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Bundesliga: Hertha BSC vs. RB Leipzig 2:6

Letzter Spieltag der Saison. Für RB Leipzig ging es beim Gastspiel bei Hertha BSC noch mal um alles. Für die Gastgeber ging es um nichts mehr. Das 6:2 für RB spiegelte dieses Verhältnis zwischen den beiden Teams gut wieder. Es war auch das Ergebnis einer effizienten Vorstellung von RB.

Ralph Hasenhüttl wechselte sein Team auf zwei Positionen. Konrad Laimer und Naby Keita kamen nach Verletzung bzw. Sperre zurück in die Mannschaft. Bernardo und Dominik Kaiser rückten dafür auf die Bank, wo sie auch Kapitän Willi Orban Gesellschaft leisteten, der nach Sperre keinen Einsatz mehr bekam. Organisiert war man in einem 4-2-2-2.

Hertha auf der anderen Seite wechselte auch zweimal. Der verletzte Valentino Lazaro fehlte komplett. Per Skjelbred saß nur auf der Bank. Vedad Ibisevic und der zuletzt in Ungnade gefallene Jordan Torunarigha kamen dafür in die Partie. Auch hier war man in einem 4-2-2-2 organisiert, nachdem sich Pal Dardai für das letzte Saisonspiel für eine Doppelspitze entschieden hatte.

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Europa League: Olympique Marseille vs. RB Leipzig 5:2

Rückspiel im Viertelfinale der Europa League. Die Chance für RB Leipzig bei Olympique Marseille Geschichte zu schreiben und ins Halbfinale einzuziehen. Doch am Ende war man weitestgehend chancenlos und verlor das Spiel auch in der Höhe verdient mit 2:5.

In die Partie gegangen war RB Leipzig mit fünf Veränderungen im Vergleich zur Leverkusen-Pleite. Orban, Forsberg, Bernardo, Poulsen und der am Oberschenkel leicht verletzte Werner auf die Bank. Dafür kamen Ilsanker, Demme, Konaté, Bruma und Augstin in die Partie. Das ganze ergab dann eine Art 3-5-2 mit Ilsanker als zentralem Abwehrchef und dem Trio Kampl, Demme Keita in der Mittelfeldzentrale.

Marseille auf der anderen Seite verzichtet etwas überraschend auf Ocampos, der im Hinspiel gegen RB noch für einigen Wirbel gesorgt hatte. Dafür kam der wieder genesene Topscorer Florian Thauvin in die Partie. Gegenüber dem Hinspiel wurde zudem Anguissa auf der Doppelsechs durch den etwas spielstärkeren Maxime Lopez ersetzt. Taktisch blieb es irgendwas bei einem 3-4-2-1, wobei die Dreierkette nicht so defensiv interpretiert wurde wie im Hinspiel.

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Deutsch-französischer Quervergleich auf Augenhöhe

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Olympique Marseille (05.04.2018, 21.05 Uhr) befindet sich der Ticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Ibrahima Konaté.]

Das Viertelfinale in der Europa League steht vor der Tür. Ein weiterer großer Tag in einer langen Saison. Im Hinspiel tritt RB Leipzig erstmal zu Hause an. Zu Gast ist der französische Vertreter Olympique Marseille. Auch wenn Quervergleiche hinken, steht Marseille in der französischen Liga hinter AS Monaco und gegen die konnte RB in der Champions League einmal Unentschieden spielen und einmal gewinnen. Allerdings spiegelt der Monaco-Auftritt beim 1:4 gegen Leipzig auch nicht deren wahres Leistungsvermögen wieder.

Mit Olympique Marseille kommt jedenfalls ein Team, das in einem ähnlichen Qualitätsspektrum angesiedelt ist. Und wenn man sich an das 1:1 von RB Leipzig zu Hause gegen Monaco erinnert, dann war das durchaus eine hohe Qualität. Letztlich dürfte das deutsch-französische Duell ungefähr auf Augenhöhe stattfinden.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. FC Bayern München 2:1

27. Spieltag der Bundesliga. RB Leipzig in der Bundesliga schon ein wenig unter Ergebnisdruck, nachdem man in den letzten Wochen ein paar unnötige Punkte liegengelassen hat. Ausgerechnet der FC Bayern war zu diesem Zeitpunkt zu Gast. Eigentlich ein Spiel, in dem man nicht unbedingt mit Punkten rechnet. Doch RB Leipzig spielte 60 überragende und 30 kämpferisch sehr gute Minuten und holte sich einen verdienten ersten Sieg gegen den alten und demnächst auch neuen Meister.

Auf Seiten von RB Leipzig gab es gegenüber dem Spiel in St. Petersburg diverse Wechel. Bernardo, Orban, Forsberg, Augustin und Werner saßen nur auf der Bank. Klostermann blieb gleich ganz draußen. Laimer, Konaté, Ilsanker, Kampl, Poulsen und Sabitzer kamen in die Partie und sollten Frische in die Mannschaft bringen. Ganz schön viele Wechsel in der Formation für ein Spiel gegen die Bayern. Orban, Forsberg und Werner nur auf der Bank. Das war mutig.

Genauso mutig war der Wechsel in der Formation. Denn Hasenhüttl entschied sich kurzfristig zu einem 3-4-3-System bzw. eigentlich eher ein 3-4-1-2-System mit einer Dreierkette Konate, Ilsanker, Upamecano, zwei ‚Außenverteidigern‘ Laimer und Bruma und einem Zehner Keita. Tatsächlich war es vornehmlich eine Dreier- und keine Fünferkette, weil Laimer und Bruma vor allem nach vorn verteidigten und sich nicht primär zurück in die Defensivkette fallen ließen.

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Bundesliga: VfB Stuttgart vs. RB Leipzig 0:0

26. Spieltag in der Bundesliga. RB Leipzig reiste erstmals in der Vereinsgeschichte zum VfB Stuttgart. Es wurde das erwartet schwere Spiel gegen defensivstarke Stuttgarter aka eine kostenlose Trainingseinheit in Sachen Verteidigen von zweiten Bällen. Das Aufenandertreffen endete in einem logischen 0:0, weil beide Teams die wenigen, aber ordentlichen Chancen nicht verwerten konnten.

Wie erwartet tauschte Ralph Hasenhüttl sein Team gleich auf mehreren Positionen aus. Neben dem verletzten Laimer blieben auch Upamecano, Forsberg, Bruma und Augustin auf der Bank. Dafür bekamen Konaté, Bernardo, Lookman, Sabitzer und Poulsen wieder ihre Spielzeit. Keine ganz extreme Rotation, eher die logischen Belastungssteuerungswechsel innerhalb des Kernkaders. Organisiert war man im klassischen 4-2-2-2.

Der VfB Stuttgart seinerseits musste kurzfristig auf Baumgartl verzichten, für den Aogo ins Team kam. Ob es an Baumgartls Gehirnerschütterung lag oder an grundsätzlichen, taktischen Erwägungen, bleibt ungeklärt, aber Korkut setzte gegen RB auf ein 4-4-2, in dem Aogo auf der Doppelsechs und Badstuber zusammen mit Pavard in der Innenverteidigung spielte.

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Europa League: RB Leipzig vs. SSC Neapel 0:2

Rückspiel in der Zwischenrunde oder der Runde der letzten 32 oder im Sechzehntelfinale der Europa League. RB Leipzig versuchte gegen den SSC Neapel ein 3:1 aus dem Hinspiel durchzubringen und war damit am Ende auch erfolgreich. Allerdings musste man sich gegen den absolut dominanten SSC Neapel chancenlos zu einem 0:2 im Rückspiel zittern, um die nächste Runde zu erreichen.

Ralph Hasenhüttl wechselte im Vergleich zum Frankfurt-Spiel gleich auf sechs Positionen. Einerseits aufgrund von Ausfällen, andererseits aufgrund der Rückkehr zur bestmöglichen Formation. Dabei gab es allerdings auch ein paar Überraschungen. Die erste bestand darin, dass in der Innenverteidigung Konate für Orban neben Upamecano verteidigte und nicht Ilsanker. Die zweite bestand darin, dass Bernardo für den links hinten zuletzt eigentlich sehr stabilen Klostermann ins Team rückte. Kevin Kampl ersetzte im zentralen Mittelfeld den verletzten Naby Keita. Bruma kam auf der linken Zehn für den nicht spielberechtigten Lookman in die Partie. Und Timo Werner und Yussuf Poulsen spielten im Sturm, sodass Jean-Kevin Augustin und Stefan Ilsanker nur auf der Bank saßen und entsprechend aus dem 4-3-3 von Frankfurt wieder ein 4-2-2-2 wurde.

Neapel-Coach Maurizio Sarri blieb sich treu und wechselte in der Europa League gegenüber der Meisterschafts-Stammelf wieder auf ein paar Positionen. Abwehrchef Koulibaly saß genau wie die sonstigen Stammspieler Callejon, Jorginho und Hysaj auf der Bank (bis auf Koulibaly wurden aber alle im Verlauf des Spiels eingewechselt). Dafür standen Zielinski (der von Sarri unter der Woche noch enorm gelobt wurde), Tonelli, Maggio und der extrem talentierte Diawara (20 Jahre alt) in der Startformation. Formiert war das ganze im gewohnten 4-3-3 aka 4-1-2-2-1.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2018 – Update 1

Die Winter-Transferperiode der Saison 2017/2018 ist jetzt schon ein paar Tage Geschichte. Wie in den letzten beiden Transferperioden im Winter ging es bei RB Leipzig auch diesmal eher ruhig zu. Auf Abgangsseite hat man den Kader an den einsatzzeitlosen Rändern ausgedünnt und Marvin Compper und Federico Palacios abgegeben (wer will, kann auch Nachwuchsmann Nicolas Kühn dazuzählen, der ja am Anfang der Saison noch zum Anschlusskader gehörete). Geholt wurde mit Ademola Lookman auf den allerallerletzten Drücker noch einer, der in der Offensive den Ausfall von Emil Forsberg abfangen soll.

Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren sorgte die Ruhe in der Transferperiode aber diesmal weniger für Zufriedenheit sondern vielmehr für eine emotionale Eruption beim Sportdirektor und eine klare Ansage beim Trainer. Man werde nie wieder in eine Situation kommen, so die Ansage, dass man auf Ausfälle und Lücken nicht adäquat reagieren kann. Schon im Sommer werde man sehen, dass man in Sachen Scouting und Neuverpflichtungen sehr viel mehr RB-like unterwegs ist als jetzt im Winter. Was auch immer das bedeutet und ob man das nicht auch als Ansage an Spieler wie Marcel Sabitzer interpretieren kann, dass eine Transferperiode mit einer untypischen Verpflichtung einens Leihspielers ohne Kaufoption nicht wieder vorkommen wird.

Sabitzer hatte ja kürzlich im Zuge einer möglichen Verlängerung seines Vertrags auch Klärungsbedarf geäußert, wo die Reise des Vereins hingeht. Er wolle regelmäßig Champions League spielen und wolle wissen, ob die (personellen) Planungen von RB Leipzig in eine ähnliche Richtung gehen. Ja, gehen sie, so nun die öffentliche Aussagenfaust von Rangnick. Das was diesen Winter passierte, war nur eine Ausnahme, weil das Scouting noch nicht reif für einen Topklub ist, aber schon ganz bald auf diesem Level sein wird. Untypisch die Emotionalität des Sportdirektors bei seiner Ansage. Typisch dagegen seine Getriebenheit und auf einen als solchen erkannten Missstand mit aller Energie reagieren zu wollen.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2017 – Teil 2

Heute dann also Teil 2 der Betrachtungen rund um die Leistungsdaten der Spieler von RB Leipzig. Wer noch mal nachlesen möchte, was es so alles zu Einsatzzeiten, Torbeteiligungen und Zweikampfgeschichten zu erzählen gab, der blättere einfach zurück.

Dauerläufer im Team von RB Leipzig ist mal wieder Diego Demme. Mit 12.35 km pro 90 Minuten liegt er schon wieder fast auf Topniveau aus dem Zweitligajahr unter Rangnick.

Auch Yussuf Poulsen hat läuferisch noch mal deutlich angezogen. Was aber (wie generell bei vielen anderen Spielern auch) unter anderem daran liegt, dass da auch einige Einsätze mit deutlich weniger als 90 Minuten dabei waren. Poulsen bekommt im Schnitt nur noch 67 Minuten pro Einsatz. In dieser Zeit kann er sich natürlich deutlich schneller auspowern und mehr rennen als wenn er 90 Minuten spielen würde. Rechnet man dann einen 20-Minuten-Einsatz auf 90 Minuten hoch, dann sind die Laufwerte entsprechend deutlich höher, als wenn man komplette 90-Minuten-Einsätze hätte.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2017 – Teil 1

Die Rückrunde ist zwar schon wieder losgegangen, aber es fehlen noch ein paar Worte zur Hinrunde. Und zwar vor allem in Zahlenform rund um die eingesetzten Spieler von RB Leipzig. Betrachtet werden nur die 17 Bundesligaspiele bis zur Winterpause. Teil 2 folgt dann demnächst.

Schon 22 Spieler hat Ralph Hasenhüttl in der Bundesliga auf das Feld geschickt. Das klingt erstmal viel. Allerdings kamen Kaiser, Compper, Mvogo und Schmitz in zusammen gerade mal reichlich knapp 400 Spielminuten zum Einsatz, sodass nur noch 18 Spieler übrig bleiben, davon 17 Feldspieler.

Federico Palacios, Fabio Coltorti und Philipp Köhn waren die drei Spieler, die gar nicht zum Einsatz kamen. Köhn und Coltorti schafften es in der Bundesliga noch nicht mal in den Spieltagskader. Auch die Nachwuchskräfte Nicolas Kühn und Elias Abouchabaka kamen nicht zum Einsatz oder zu einer Kadernominierung, waren im Hinrundenverlauf aber sowieso auch aus dem Profitraining genommen worden.

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