Kein Leckerbissen

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen den Hamburger SV (27.01.2018, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl. Ab 13.30 Uhr.]

20. Spieltag der Bundesliga. Nach vielversprechendem Start gegen Schalke 04 und Enttäuschung in Freiburg geht es für RB Leipzig nun gegen den Hamburger SV. Ein bisschen Druck ist durch die unnötige Niederlage beim SC  für das Hasenhüttl-Team entstanden. Statt sich etwas Luft im Kampf um einen Platz in Europa zu verschaffen, muss man nun wieder gucken, dass man in der Sechsergruppe hinter den Bayern nicht in Rückstand gerät.

Größer ist der Druck naturgemäß mal wieder beim HSV. Der steht trotz Hoffnungen auf eine ruhige Saison, die nach zwei Siegen zu Beginn auch ein wenig Berichtigung zu haben schienen, inzwischen auf Platz 17, verlor zuletzt das wichtige Duell gegen Köln und hat schon fünf Punkte Rückstand auf Rang 15. Nur neun Punkte holte man aus den letzten 17 Spielen. Die letzten vier Spiele hat man verloren, die letzten sechs Spiele nicht gewonnen. Dazu hat man in den letzten sechs Spielen gerade mal zwei Tore geschossen.

Das ist eine etwas arg trostlose Bilanz und bis auf eine ganz engagierte Anfangsphase gegen Köln gab es nach der Winterpause wenig Hoffnung, dass sich an der Situation des HSV kurz- bis mittelfristig irgendwas verändert. Weswegen man mal wieder den Weg gegangen ist, den Trainer zu wechseln. Wie schon so oft in den Vorjahren, wenn man einen Trainer holte, der den Verein rettete, noch ein bisschen weitermachen durfte und er dann dann bei der nächsten zeitnahen Krise gehen musste. Von Slomka über Zinnbauer und Labbadia bis hin zu Gisdol, das Muster ähnelte sich immer. Und das ist nur in die jüngere Vergangenheit geschaut.

Nun hat man mit Bernd Hollerbach einen neuen Coach. Einen mit einer langen Historie beim Hamburger SV, wo er mehr als acht Jahre lang spielte. Im Trainerbereich hat er sich seine Sporen an der Seite von Felix Magath in Wolfsburg und auf Schalke verdient und dabei auch eine Meisterschaft gefeiert. Anschließend wurde er Coach in Würzburg und stieg mit dem Verein von der vierten Liga über die dritte direkt in die zweite Liga auf, wo dann auf eine starke Hinrunde eine schwache Rückrunde, der Abstieg und der Rücktritt von Hollerbach folgte.

Insgesamt kann man die Zeit in Würzburg aber als extrem erfolgreich bezeichnen. Dass dort am Ende ein Abstieg aus der zweiten Liga stand, konnte angesichts dessen, wo der Verein herkam, niemanden überraschen. Zumal die Mannschaft eher eine der Namenlosen war. Ein bisschen erinnerte das an die Schuster-Darmstadt-Geschichte, mit Spielern, die anderswo ein wenig in der Sackgasse waren, Erfolg zu haben. Von der Grundidee kann man sich gut vorstellen, dass Hollerbach beim HSV auch über den Klassenerhalt hinaus Erfolg haben kann. Aber das dachte man bei Schuster und Augsburg auch.

Für RB Leipzig macht der Trainerwechsel das Spiel gegen den HSV naturgemäß schwieriger. Denn so richtig weiß man nun nicht, in welcher Besetzung der Gegner auflaufen und ob sich an der Spielweise etwas ändern wird. Einmal hatte RB bereits das Vergnügen gegen Würzburg zu spielen, das war in der Vorbereitung auf die Bundesligasaison 2016/2017, als man den frischen Zweitligisten am Cottaweg zum Testspiel empfing. Damals präsentierte sich das Hollerbach-Team als ein kompakt verteidigendes Team, das vorn den Spielaufbau des Gegners auch immer wieder aggressiv unter Druck setzt. Unangenehm zu bespielen, aber nicht sonderlich offensivstark und durchschlagskräftig.

Entsprechend verändert sich gegenüber dem Trainer Gisdol vielleicht unter Hollerbach erstmal auch gar nicht so viel, was dann immerhin für eine gewisse Kontinuität in Sachen Spielphilosophie sprechen würde. Auch Gisdol war ein Trainer, der sein Team auf Aggressivität in der ersten Reihe einstellte und versuchte, viel über Balleroberungen oder zweite Bälle zu lösen. Das Spiel, in dem das perfekt klappte, war die Partie gegen Hoffenheim, als man den Ball immer wieder einfach nach vorn schlug und dann vorn den Gegner so unter Druck setzte, das der Fehler machte oder den Ball selbst nur lang nach vorn spielte, womit dann die robuste HSV-Defensive wenig Probleme hatte.

Problematisch beim HSV bleibt vor allem ein weiter wild erscheinender Kader, in dem es viele Unzufriedenheiten und Altlasten gibt. Wobei Altlasten auch Spieler sein können, die noch gar nicht lange dabei sind. Man hat sich mit teilweise ordentlichen Transferausgaben einen seltsamen Kader zusammengestellt, aber mit dem einen oder anderen Transfer auch nicht das Glück gehabt, das man dachte, das er bringen würde (Kostic zum Beispiel).

Man hat einige gute Talente im Kader wie Pollersbeck, van Drongelen, Jung (der manchmal im Zweikampf noch etwas ungestüm ist), Janjicic oder Arp. Auch die Brasilianer Santos und Walace sind gute Kicker mit (aufgrund ihres Alters) guter Zukunft, wenn die denn Bock auf den HSV haben und der HSV Bock auf sie hat. Entsprechend haben die Hamburger auch eigentlich einen Kern an Spielern zusammen, mit dem sich auch eine gute Bundesligamannschaft bauen lassen würde. Wenn man denn die Talente auch mal längerfristig halten könnte und diese nicht wie Tah oder Demirbay auf Umwegen oder direkt in anderen Bundesligavereinen landen. Die Finanzsorgen des Vereins, der sich ja auch von Investor Kühne unabhängiger aufstellen will, machen sicherlich Verkäufe nicht unvermeidbar.

Es bleiben bei dem Kader aber auch viele Fragezeichen, wenn man an die Mavrajs, Salihovics, Hunts, Holtbys und einige mehr schaut (wobei da einige Verträge im Sommer auslaufen). Auch ein Papadopoulos stand zuletzt mit wildem Gebolze und Gegrätsche sinnbildlich für den aktuellen HSV. Beim Treffer zum 0:2 gegen Köln kam bei Papadopoulos alles zusammen, als er an der rechten Außenlinie im Mittelfeld einen Ball in die Mitte des Spielfelds direkt zum Gegner grätscht und dann zugucken muss, wie der direkte Konter zum Gegentor läuft.

Was Bernd Hollerbach beim HSV ändern wird, ist noch unklar. Zum Amtsantritt ließ er seine Mannschaft jedenfalls erst mal Runden laufen, um die Kondition zu testen (auch da sah Papadopoulos eher schlecht aus) und legte Wert darauf, die Mannschaft, ihre Abläufe und interne Kommunikation kennenlernen zu wollen. Auch einem Walace, der in guter Form eine extrem Verstärkung für den HSV wäre, öffnete er erstmal wieder alle Türen.

Arbeiten wird Hollerbach vor allem am Spiel mit dem Ball müssen. Generell gilt, dass je höher der Ballbesitz eines Teams, desto höher auch die Passgenauigkeit. Was nahe liegt, weil Ballbesitzteams sich eben durch kurzes Passspiel in die gegnerische Hälfte bewegen, während Teams mit wenig Ballbesitz oft auch lange oder schnelle Pässe nach vorn suchen und entsprechend ungenau spielen. Aus dieser Korrelation fällt nur der HSV extrem heraus. In Sachen Ballbesitz liegt man auf Platz 11 in der Bundesliga. In Sachen Passquote ist man aber mit Abstand das schwächste Team. Man hat also vergleichsweise oft den Ball, aber weiß damit gar nichts anzufangen.

Eine Lösung für dieses Problem wäre den Ballbesitz durch noch mehr lange Bälle zu verringern, sodass Fehlpässe nicht mehr so schwerwiegend sind, weil sie in für die Defensive ungefährlichen Feldpositionen passieren. Die andere Lösung wäre das Ballbesitzspiel genauer zu machen. Man darf vermuten, was kurzfristig die präferierte Lösung sein wird, wenn man eine Mannschaft in Abstiegsgefahr stabilisieren will..

Vermutlich wird man zusätzlich zu weniger Fehlern mit dem Ball und einem sichereren Auftreten auch auf die Karte Standards setzen. Zumindest hat man von der Physis her ein Team, das dafür prädistiniert ist. Bisher hat man zwar erst sieben Standardtore geschossen (ist also noch nicht sonderlich effektiv), allerdings ist man nach Augsburg und den Bayern die Mannschaft mit den meisten Abschlüssen nach Standards. Was vor allem daran liegt, dass man sich viele Standards und vor allem Ecken erarbeitet. Auch nach Kontern ist man zumindest ein durchschnittliches Bundesligateam. Nur aus dem normalen Spiel heraus geht fast nichts. Das ganz große Vergnügen ist das Zuschauen bei HSV-Spielen in dieser Saison bisher nicht gewesen.

Dabei hatte man natürlich auch das Pech, dass man mit Nicolai Müller früh einen verlor, der eigentlich auf der rechten Seite Teil einer Flügelzange sein sollte. Links Kostic, rechts Müller. Für ein Team, das sehr viel mit Flanken arbeitet, wäre das perfekt gewesen. Mal ganz davon abgesehen, dass in der Mitte mit Wood eigentlich kein klassischer Flankenverwerter wartet, sondern eher einer, der sich mit dem Rücken zum Tor in Zweikämpfe wirft und immer mal tief geschickt werden kann. Aber auch Wood wurde in dieser Saison kleingekriegt, sodass zuletzt ein André Hahn im Sturm startete. Das mag zwar in Sachen Zweikampf und Einsatz in Ordnung sein, aber ansonsten ist das nicht zwingend Hahns perfektes Einsatzgebiet.

Aber in Hamburg fokussiert sich ja sturmtechnisch inzwischen eh viel auf Fiete Arp, der gerade erst 18 geworden ist und schon die gesamten Hoffnungen des Vereins verkörpert. Ein Stürmer, der trickreich auch selber Chancen kreieren kann und gut im Abschluss und dazu unbekümmert ist. Dass ein 18-Jähriger die absolute Hoffnungsfigur ist, sagt dann aber  auch einiges über den Zustand des Vereins aus.

Trotzdem hat der HSV immer noch einiges, um ein unangenehmer Gegner zu sein. Immerhin nur fünf Teams haben weniger Chancen zugelassen als der Abstiegskandidat. Man verteidigt für gewöhnlich kompakt und aggressiv, woran sich auch unter Hollerbach nichts ändern wird. Und man hat im Umschaltspiel mit Kostic, Wood oder Arp auch Waffen, die für Gefahr sorgen können. Und bei Standards hat man wie erwähnt eine physisch durchaus starke Mannschaft, die in diesem Bereich sehr gut sein könnte. Die Frage wird halt sein, wie schnell Hollerbach aus den vorhandenem Gerüst auch ein halbwegs stabiles Haus bauen kann.

Dass es bisher auch in der Mannschaft nicht so richtig gestimmt haben kann, zeigt sich auch darin, dass man bisher in zwölf Partien in Rückstand geriet, aber aus keiner dieser Partien einen Punkt holen konnte. Das liegt natürlich auch an den beschriebenen Problemen im Spiel mit dem Ball, aber dass man so gar keine Punkte nach Rückstand holt, ist durchaus bemerkenswert.

Für RB Leipzig kann das dann wohl nur heißen, dass man gegen den HSV in Führung gehen sollte. Wobei der Statistik nach das logische Ergebnis eher ein anderes wäre. Denn bisher gab es zwischen RB und HSV ausschließlich Auswärtssiege. 4:0, 3:0, 2:0 hießen die Ergebnisse. Da liegt das diesmalige Ergebnis bereits auf der Hand. Aber das sind natürlich auch irgendwie nur Zufallszahlen.

Nicht mitwirken können gegen den HSV auf Seiten von RB Leipzig Emil Forsberg und Marcel Halstenberg. Insbesondere der langfristige Ausfall von Halstenberg ist sehr bitter, da man diese Position nicht gleichwertig besetzen kann. Dazu ist Naby Keita fraglich, da er unter der Woche erkältet fehlte und Hasenhüttl ja eher dazu neigt, Spieler die unter der Woche nicht trainierten oder nicht viel trainierten, auch mal draußen sitzen zu lassen. Wenn Halstenberg, Forsberg und Keita gleichzeitig fehlen, das sah man zuletzt gut, fehlt es bei RB gerade im Spiel mit dem Ball schon ordentlich.

Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Gulacsi – Laimer (Klostermann), Orban, Upamecano, Bernardo (Klostermann) – Demme (Kampl), Keita (Kampl) – Sabitzer, Bruma – Poulsen (Augustin), Werner
  • HSV: Pollersbeck – Diekmeier, Papadopoulos, Mavraj, Santos – Hahn, Walace (Janjicic), Jung, Kostic – Hunt, Arp

Fazit: Eiin fußallerischer Leckerbissen ist nicht zu erwarten, eher ein Spiel, in dem man viel Geduld braucht. Es ist wieder eine Begegnung, in der RB Leipzig Favorit ist und Lösungen im Spiel mit dem Ball finden muss. Gegen Freiburg ging das zuletzt aufgrund der Schwäche beim Verteidigen von Standards schief. Gegen den HSV wird man Standards und Konter gut verteidigen müssen, wenn man drei Punkte haben will. Und drei Punkte wären mit Blick auf den Kampf um die vorderen Plätze sicherlich hilfreich.

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[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen den Hamburger SV nicht vor Ort verfolgen kann und am 27.01.2018, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Hamburger SV

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Will zum zweiten Mal in dieser Saison gegen den HSV gewinnen: Ralph Hasenhüttl. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen den Hamburger SV mit Ralph Hasenhüttl.

13.16

Na dann, Moin allerseits. Der 20. Spieltag der Bundesliga steht an. Die Freiburg-Niederlage galt es unter der Woche zu verdauen. Der Halstenberg-Schock kam dann noch dazu. Und nun dann also das Heimspiel gegen den HSV, das angesichts eines physisch starken Gegners mit neuer Unberechenbarkeit mit neuem Trainer auch einiges an Potenzial hat schiefzugehen.

13.17

Aber wir wollen ja auch nicht gleich komplett negativ denken. Naby Keita könnte in die Startformation zurückkehren. Und auch sonst bleibt da weiterhin einiges an Potenzial auf dem Platz, mit dem man den HSV bespielen und auch besiegen können müsste.

13.24

Ausverkauft ist die Partie zwischen RB Leipzig und dem HSV noch nicht. Aber allzu viele Tickets gibt es im regulären Vorverkauf nicht mehr. Könnte also durchaus noch voll werden bis Samstag. Bzw. sieht es aktuell danach aus, dass es ausverkauft sein wird.

13.29

Der HSV wie gesagt mit einem neuen Trainer. Bernd Hollerbach wird ja gern als Magath-Zwilling empfunden. Mal abgesehen davon, dass ich die Magath-Sicht nicht komplett teile, sollte man vermutlich Hollerbach und seine Qualitäten, eine Mannschaft auch zu entwickeln, nicht unterschätzen. So auf den ersten Blick könnte das für den HSV auch längerfristig eine gute Lösung sein. Wird halt die Frage, wie er in den paar Tagen, die er bisher hatte, die Mannschaft einstellen kann.

13.32

Ralph Hasenhüttl zu Halstenberg: „Habe es befürchtet, aber nicht wahrhaben wollen, dass es so schlimm ist. Halstenberg meinte gleich, dass was geknackt hat. Für den Spieler eine echte Hiobsbotschaft. Hatte große Ziele und Chancen auf die WM. Extrem bitter für Marcel. Wünsche ihm, dass er gut zurückkommt. Wünsche ihm das Beste. Wird ein langer Leidensweg.“ Man wolle als Mannschaft den Ausfall auffangen.

Zu Keita: „Heute erstmals trainiert. Nicht so viel belastet. Hoffentlich morgen auf besserem Niveau.“ Noch unklar, ob er am Wochenende spielen kann.

13.35

Hasenhüttl: Man guckt sich wegen Linksverteidiger um. Ist aber schwierig. „Kein Panikkauf.“ Schwierig im Winter. „Wenig Angebot auf LV, viel Nachfrage. nicht einfach für unser Scouting. Haben ein paar Spieler, die das schon gespielt haben.“ Schmitz, Klostermann und Bernardo als Optionen. Neuverpflichtung nur, wenn sie auch auf Sicht besser machen, weil Halstenberg bis September/ Oktober ausfällt.

Auch Dreierkette eine Option. Mannschaft kann das, hat das auch manchmal geübt. Dreierkette auch eine Option, wenn der Gegner eine Dreier-/Fünferkette aufbietet.

12.37

Hasenhüttl: Noch mal Standards. „Nicht nur Zufall, sondern auch Undiszipliniertheiten“ als Ursache für Gegentore. Liegt nicht immer an der Systematik des Verteidigens. Arbeitet weiter daran.

Freude über Tabellenplatz überwiegt gegenüber möglichem Ärger, wo man mit weniger Fehlern stehen könnte. Gegner seien auch stärker als letzte Saison. „Ausgeglichene Liga. Schwer, sich da vorn abzusetzen. Keiner ist derzeit so stabil, Woche für Woche zu gewinnen.“

13.40

Hasenhüttl: Stimmung ist nach Kreuzbandriss und Niederlage in Freiburg besser als man denkt. Probleme sind zum Lösen da. Keine schlaflosen Nächte. Man versucht die Spieler vorzubereiten und ihnen Lösungen mitzugeben. Niederlage in Freiburg ist schwer, weil es 70 Minuten lang nicht so aussah, aber führt dazu, dass man noch mehr macht.

„Freiburg hatte letzte Woche das Momentum auf ihrer Seite. Haben uns vielleicht zu sicher gefühlt. Müssen daraus lernen, konsequent weiterzuarbeiten.“ Aber trotzdem Mut gezogen aus dem Freiburg-Spiel.

13.42

Hasenhüttl: „Wird sich einiges ändern beim HSV.“ Spielerbesetzung, Taktik. Alte Scoutingmaterialien funktionieren nicht mehr so richtig. Aber man hat auf alte Hollerbach-Spiele zurückgegriffen und manche Abläufe bleiben ja auch. „Kenne Bernd Hollerbach. Freue mich aufs Wiedersehen. Sind vielleicht nicht Brüder im Geiste in der Trainingsgestaltung“, aber trotzdem guter Kontakt.

Nochmal Standards. „Viele Überlegungen angestellt“ in Bezug auf Vermeiden von Standards, Positionierung in der Defensive und Verhalten, wenn der Ball kommt.

13.44

Hasenhüttl: Sabitzer könnte fast alles spielen. „Hat gegen Freiburg auf der Acht das Tor vorbereitet.“ Man hätte beim SC manche Situationen noch schneller im Umschaltspiel auflösen müssen.

Zum Neuzugang Mads Bidstrup: „Kann ich gar nichts zu sagen. Ist für die U-Mannschaften vorgesehen. Wird sicherlich mal bei uns im Training dabei sein“ und dann schaut man, was er kann. Hat ihn noch nicht kennengelernt.

13.47

Hasenhüttl zu Neuzugängen: „Werden keine Panikkäufe tätigen. Nur Spieler, die uns sofort weiterhelfen und besser machen.“ Drückt sich vor der Frage, ob bis nächste Woche noch was passieren muss.

Junge Spieler wie Bidstrup sollen sich schnell an das höhere Tempo gewöhnen und von Spielern wie Forsberg lernen. „Das verspricht man sich davon, wenn man sie schnell in das Profitraining aufnimmt.“

Zu Emil Forsberg: „Schwer zu sagen, wann er fit wird. Leichte Fortschritte, aber noch nicht so, dass er voll belastbar wäre. Schmerz immer wieder an anderen Stellen. Arbeiten daran, dass er ganz weg ist (also der Schmerz). Im Moment springt er gut auf Behandlung an, aber wir müssen gucken.“ Sei schwierig. Trainer wirkt auch ein bisschen ratlos.

13.50

Hasenhüttl zu Hollerbach: „Hat einen anderen Weg, eine Mannschaft auf das nötige Niveau zu bringen.“ Sicherlich auch von Magath geprägt. „Hat in Würzburg einen tollen Job gemacht.“

Leihspieler? „Noch kein Kopf drüber gemacht.“ Auch hier gilt, er muss weiterhelfen.

Hollerbach offensiv? „Kann ich so nicht bestätigen, dass Würzburg durch große Offensive aufgefallen ist. Lässt früh anlaufen.“ Fokus dürfte beim HSV erstmal auf Stabilität liegen.

„Wir wollen es diesmal anders aussehen lassen als beim 0:3 vor einem Jahr.“

13.51

Hasenhüttl zu Augustin: „Hat diese Woche sehr gut trainiert und seine Qualität aufblitzen lassen. Bringt er im Spiel noch nicht so rüber. Hat sich nicht belohnt. Super Laufweg in Freiburg beim Tor von Werner, wo er den Weg freimacht. Versucht sich im Training zu zeigen und wird deswegen mit Einsätzen belohnt. Hoffe, dass er sich auch mit Toren belohnt.“

13.54

Das war es von hier. Hasenhüttl relativ locker und gelöst trotz Halstenberg-Verletzung und versucht den Druck Richtung Neuzugängen nicht zu groß zu machen, sondern den Ball flachzuhalten. Richtung HSV ist er auch noch ein bisschen ratlos und weiß nicht so recht, was RB erwarten wird außer ein Gegner, der versuchen wird, defensiv gut zu stehen. Seien wir also auch gespannt, was wir kriegen werden und wie das mit den Standards aussieht. Viel Spaß mit dem Spiel am Samstag. Schöne Restwoche allerseits.

Ein Gedanke zu „Kein Leckerbissen“

  1. Wenn man den Vorbericht liest, könnte man denken, Du warst 2-3 Tage Trainingsbeobachter in Hamburg!
    Selbst meine HSV TL geizte da mit Informationen.
    Danke dafür und die PK.

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