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Die Wahrheit liegt auf dem Platz

Drei Wochen Urlaub am Stück gab es in diesem Sommer für mich. Fast schon opulente Zustände, die auch dazu führten, wieder mal viel Zeit zum Lesen von Büchern zu haben. Neben einigen Werken, die gar nichts mit Sport zu tun hatten, schlich sich aber dank der Gabe des twitternden @rbfreund auch ein Büchlein mit Fußballbezug in die Leseliste.

Das Buch trägt den Titel „Die Wahrheit liegt auf dem Platz“ und den protzigen Untertitel „Warum (fast) alles, was wir über den Fußball wissen, falsch ist“ (im englischen Original hat man im Untertitel das „(fast)“ sogar noch weggelassen). Ein Untertitel, der etwas arg dick aufgetragen ist, denn nach dem Lesen des Buchs hat man nicht wirklich das Gefühl, dass sich irgendetwas auf den Kopf gestellt hätte. Vielmehr ergänzt das Buch an manchen Stellen einfach auf angenehme Art und Weise die Sicht auf das Spiel.

Das Buch dreht sich (an der Stelle sind dann wahrscheinlich 80 Prozent der LeserInnen weg) um Statistik. Die Autoren Chris Anderson und David Sally glauben an den Erkenntnisgewinn, den man aus Daten über den Fußball gewinnen kann und nutzen ihr Buch, um Zahlen und Analysen vorzustellen und auch manchmal darzulegen, an welcher Stelle man mit solchen Analysen vielleicht zu anderen Entscheidungen kommen würde, als es Clubs manchmal tun.

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Presse 29.07.2016

Nachricht des Tages sicherlich jene von BILD, die von einem Angebot des FC Ingolstadt für Anthony Jung berichtet (Ralf Rangnick bestätigt zumindest eine Anfrage eines ungenannten Vereins) und der Meinung ist, dass der Verein die Anfrage annehmen würde, wenn die Ablöse die richtige ist.

Dass es eine Anfrage für Spieler gibt, mag nicht überraschen. Dass man Jung ziehen lassen würde, überrascht (wenn es denn stimmt) dann schon eher. Denn eigentlich fehlt in der Abwehrkette sowieso schon ein Spieler, bei einem Jung-Abgang wären es zwei. Schmitz hat zwar in der Vorbereitung schon ab und zu links hinten gespielt, würde dann allerdings nur rechts hinten eine Lücke reißen.

Im Kern hat man abgesehen von Jung gerade sechs Spieler für die Abwehrkette. Dazu mit Gipson einen U23-Spieler und mit Fechner einen 18jährigen Jungprofi. Dass man mit dem 19jährigen Russen Dmitri Skopintsev plant, ist eher unwahrscheinlich. Das wäre alles zusammen nicht allzu viel.

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Testspiel: RB Leipzig vs. Würzburger Kickers 2:0

Testspiel Nummer 4 für RB Leipzig in der Vorbereitung auf die Bundesliga. Gleichzeitig das letzte Spiel vor dem Trainingslager, das am kommenden Montag beginnt. Zum vierten Mal ließ man kein Gegentor zu und gewann nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte völlig verdient mit 2:0.

Mit den Würzburger Kickers hatte RB Leipzig den ersten richtig aussagekräftigen Gegner zu Besuch. Die Saison des Zweitliganeulings beginnt bereits in eineinhalb Wochen. Entsprechend fit und deutlich weiter in der Vorbereitung präsentierte man sich.

Insbesondere in den ersten 20, 25 Minuten spielte Würzburg ein recht druckvolles Pressing und ließ den RasenBalllsportlern keine Luft zum Atmen, geschweige denn zum Spielen. Was zu vielen Ballverlusten von RB Leipzig schon früh in der Vorwärtsbewegung und wenig Spielfluss führte. Die Doppelsechs mit Janelt und dem etwas tiefer spielenden Ilsanker konnte das Spiel in dieser Phase nicht lenkend an sich reißen. In der Offensive wurden zudem zu wenig Bälle gesichert.

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Presse 28.07.2016

Gestern das vierte Testspiel von RB Leipzig in der Vorbereitung auf die Bundesliga. Auch gegen den lange Zeit sehr gut dagegenhaltenden Zweitligisten Würzburger Kickers blieb man ohne Gegentor. Terrence Boyd und Yussuf Poulsen schossen den Sieg heraus, den man sich vor reichlich 2.000 Zuschauern am Cottaweg durch eine Leistungssteigerung in der Offensive nach der Pause auch verdient hatte.

Erstmals in der Vorbereitung kamen die EM-Starter Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker und Emil Forsberg und der U19-EM-Starter Gino Fechner zum Einsatz. Geschont wurden derweil von den Feldspielern Marcel Halstenberg und Diego Demme. Zudem fehlten Davie Selke und Lukas Klostermann, die schon mal für Olympia geimpft wurden und am Samstag den Flieger gen Rio besteigen sollen.

Die LVZ weiß zu den Olympiageschichten noch zu berichten, dass Davie Selke in die Pläne von Yussuf Poulsen, Olympia abzusagen, nicht eingeweiht war. Durchaus bemerkenswert, dass das zwischen den beiden, die in der letzten Saison nicht nur Konkurrenten waren, sondern auch zu Freunden wurden, kein Thema war. Dass Poulsen in Leipzig bleibt, bedeutet nebenbei ja auch, dass er sich dadurch einen kleinen Vorsprung in einer möglichen, erneuten Konkurrenzsituation mit Selke verschaffen kann.

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Zeit für uns zu geh’n

In einem stellenweise eher bemühten Beitrag der Süddeutschen Zeitung direkt nach dem Aufstieg von RB Leipzig in die Bundesliga Anfang Mai (ja, zweieinhalb Monate ist das schon wieder her und langsam ist der Aufstieg gesackt und macht der deutlichen Saisonvorfreude Platz), der auf die Frage hinstrebte, ob „Geld auch Aura schaffen“ und nicht nur Tore schießen kann, wunderte sich der Autor ein wenig darüber, dass man in Leipzig „Zweite Liga war schön, Zeit für uns zu geh’n“ gesungen hatte und nicht wie anderenorts „Zweite Liga, nie mehr“.

Die semantischen Differenzen sind natürlich eher gering und ausgerechnet darin ein Indiz für die Andersartigkeit von RB Leipzig zu sehen, dass man sich schon in der Regionalliga ein eigenes Aufstiegslied zurechtgebastelt hat, das im Fanlager zum ultimativen, auch später gern genommenen Gassenhauer wurde, vielleicht eine eher mühselige Argumentationskette.

Trotzdem bleibt auch der Fakt, dass in diesem „Zeit für uns zu geh’n“ immer auch drinsteckte, dass man sich auf einer Reise befindet. Und gefühlt mengte sich nach dem Drittligaaufstieg als erstem Reiseschritt auch ein Stückweit Ruhelosigkeit in diese Phrase bzw. die Reise. Eine Ruhelosigkeit, über die Alexander Zorniger einst befand, dass man auf dem Weg zu seinen Zielen nicht den Spaß verlieren dürfe. Sprich, das Ziel nicht wichtiger werden solle als der Weg.

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Presse 27.07.2016

Das Olympia-Thema lässt uns nicht los. Die Krone auf das Hin und Her setzt nun vorerst Yussuf Poulsen auf, der heute seine Teilnahme an den olympischen Spielen für Dänemark abgesagt hat, weil er sich auf Verein und Kampf um einen Stammplatz konzentrieren will. Natürlich fiel ihm die (durchaus auch nachvollziehbare) Entscheidung „nicht leicht“ und das glaubt man ihm sogar, aber diese späte Absage nur eine reichliche Woche vor Turnierbeginn passt perfekt in den schon von Anfang an unwürdigen Nominierungsprozess.

„Unglaublich schade“ heißt es in Dänemark vom Trainer des Teams Niels Frederiksen zur Absage Poulsens, zumal mit Uffe Bech noch ein zweiter Offensivspieler (verletzungsbedingt) ausfällt.

Passend zur späten Poulsen-Absage, dass man bei RB Leipzig weiterhin die von der FIFA veröffentlichten Kaderliste der deutschen Nationalmannschaft noch nicht als fix ansieht und darauf beharrt, dass man weiter abwarte, ob Spieler anderer Clubs noch zurückgerufen werden. Geschieht dies nicht, dürfen Selke und Klostermann fahren (wenn sie überhaupt noch wollen, wovon wir mal ausgehen), anderenfalls droht noch das ganz große Fiasko. Der DFB geht laut Mitteldeutscher Zeitung derweil davon aus, dass da nichts mehr schief geht.

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Transfers: Quaschner, Hierländer, Sumusalo

Auf Seiten der externen Neuverpflichtungen ist bei RB Leipzig in den letzten Wochen ein wenig Ruhe eingezogen. Sodass weiterhin noch die Verpflichtung eines Abwehrspielers (eher innen denn außen) plus möglicherweise eines Offensivspielers plus (je nach Entwicklung und Marktlage) X aussteht. Auf der anderen Seite haben einige RB-Spieler mit auflaufenden Verträgen bzw. ohne nachhaltige Perspektive in Leipzig in der jüngeren Vergangenheit neue Vereine gefunden. Was hier mal eben aufgearbeitet werden soll.

Vorher allerdings darf nicht unerwähnt bleiben, dass mit Vitaly Janelt und Idrissa Touré zwei Nachwuchsakteure mit Profiverträgen ausgestattet wurden, die bis 2021 gelten. Damit hat man natürlich erst mal für potenzielle Interessenten einen dicken und wenn dann nur mit viel Geld wegschiebbaren Riegel vor die Spieler geschoben. Und den beiden natürlich auch das Signal gesendet, dass man durchaus auf sie zu setzen bereit ist.

Beide Spieler sind 18 und im Mittelfeld unterwegs. Janelt vielleicht eher in einer etwas tieferen, ballverteilenden Rolle. Touré gern auch etwas höher. Beide gehörten letzte Saison noch der U19 an, wobei Janelt große Teile der Rückrunde wegen Verletzungen verpasste und Touré nach dem Mittrainieren bei den Profis ab der Winterpause und seinem ersten Einsatz in einem Pflichtspiel der Männermannschaft als jüngster RB-Spieler aller Zeiten ein wenig die Bodenhaftung und den ganz großen Fokus auf das Nachwuchsteam verloren zu haben schien.

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Presse 26.07.2016

Der Testspielkalender wurde gestern von RB Leipzig vervollständigt. Neben dem FC Turin (04.08.) und SD Eibar(06.08.) testet man nun während des Trainingslagers auch noch gegen den österreichischen Zweitligisten und Red-Bull-Salzburg-Ableger FC Liefering (09.08.). Nicht unbedingt der herausragendste Gegner für einen so späten Zeitpunkt der Vorbereitung und das nach Stand der Dinge vorletzte Testspiel vor dem Pflichtspielstart.

BILD hat einen willigen Zsolt Kalmár im Programm, der in der Sommerpause viel an seiner Robustheit und an (im positiven Sinne) Körpermasse gearbeitet hat. Er würde gern seine Chance in der Bundesliga nutzen. Hasenhüttl will ihm die Chance geben und sieht allein Kalmár in der Pflicht, sich durchzusetzen.

Klingt danach, als würde man sich die Dinge noch ein paar Wochen angucken und dann kurz vor Schließen des Transferfensters überlegen, ob der Ungar besser noch wechseln sollte oder nicht. Wird wohl auch davon abhängen, ob noch ein Offensivspieler zu RB Leipzig kommt und wenn ja, welche Positionen der abdecken würde.

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Presse 25.07.2016

So, Sommerurlaub ist vorbei. Deshalb an dieser Stelle ein Schnelldurchlauf durch die wichtigsten Geschichten der letzten drei Wochen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit in der Tiefe.

RB Leipzig seit nunmehr reichlich zwei Wochen schon in der Vorbereitung auf die Bundesliga. Leistungsdiagnostik, Lauftrainingslager und drei Testspiele hat man bereits hinter sich gebracht. In den Testspielen schoss man bisher 22:0 Tore gegen den FC Frankfurt (Oder), den SSV Markranstädt (beide 5.Liga) und Viktoria Berlin (4.Liga). Zumindest in größeren Teilen der Partien präsentierte sich RB Leipzig bereits in sehr passabler Verfassung. Insbesondere im Pressing funktioniert das Team sehr gut. Davie Selke und Neuzugang Timo Werner sind mit 7 bzw. 5 Treffern bisher die Toptorschützen der Vorbereitung.

Insgesamt die Vorbereitungszeit bisher sehr harmonisch. Seit kurzem sind auch die EM-Fahrer wieder dabei. Verletzungen gibt es bisher nur kleinerer Natur. Nichts beunruhigendes. Am Mittwoch geht es mit dem Testspiel gegen die Würzburger Kickers weiter. In einer Woche beginnt dann das Trainingslager, in dem an den Details gearbeitet werden kann.

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Testspiel: RB Leipzig vs. FC Viktoria Berlin 3:0

Drittes Testspiel von RB Leipzig in der Vorbereitung auf die Bundesliga. Nach zwei Fünftligisten kletterte man nun der Ligenpyramide leicht nach oben und spielte gegen den Viertligisten Viktoria Berlin, der eine Woche vor dem Punktspielstart voll im Trainingssaft steht und entsprechend schon eher als scharfer Test durchging. Was sich auch im Endergebnis von ’nur‘ 3:0 für RB Leipzig nach einem 10:0 und einem 9:0 in den ersten beiden Tests anzeigte.

Vor allem in der ersten Halbzeit machten die RasenBallsportler dabei ein sehr ansehnliches, munteres Testspiel. Mit einem Team, das unter den aktuellen Gegebenheiten, dass die EM-Feldspieler noch nicht wieder dabei sind und auch Marcel Halstenberg geschont wurde, als erste Elf durchgeht, brachte man viel Tempo auf den Platz, hatte immer wieder gute Ballgewinnen durch Pressingaktionen und auch immer mal wieder gute Ideen aus dem Ballbesitz heraus.

Auffällig wie schon in den ersten Testspielen, wenn auch nicht durchgängig, war Timo Werner, der gute Geschwindigkeit und einen sehr guten Torabschluss ins Team einbringt. Davie Selke tut das, was er am besten kann, nämlich Vorlagen einnetzen, wenn auch nicht jede. Man sollte seine bisher sieben Testtore nicht zu hoch hängen. Als Abschlussstürmer im Strafraum bekommt man gegen unterklassige Gegner nunmal einfach viele Gelegenheiten zum treffen. Inwieweit man diese Gelegenheiten so auch gegen höherklassige Abwehrreihen bekommt, bleibt abzuwarten und ist vielleicht schon am Mittwoch gegen den Zweitligisten Würzburger Kickers zu sehen.

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Testspiel: 1.FC Frankfurt (Oder) vs. RB Leipzig 0:10

Das erste Testspiel der Saison. Sportlich gesehen nicht gerade das spektakulärste Ereignis, weil mitten in einem Lauftrainingslager angesetzt und ohne die EM-Starter Forsberg, Ilsanker, Sabitzer und Gulacsi absolviert der Erkenntnisgewinn gering bleibt und das ganze eher als bessere Laufeinheit mit Ball durchgeht. Aber eben auch der Start in die Spielzeit. Und da jedem Anfang bekanntermaßen ein Zauber innewohnt (soviel zum Pathos), ist dieses erste Testspiel der Saison wie in den Jahren zuvor dann eben doch ein besonderes gewesen.

Zumal auch noch ein neuer Trainer am Spielfeldrand stand und (mal abgesehen von der Spielphilosophie) gewohnte Abläufe und Hierarchien in so einem Fall immer ein wenig in Frage stehen bzw. sich das Mannschaftsgefüge ein Stückweit neu finden muss und sich alle Spieler schon mal frühzeitig ins Gespräch bringen wollen. Und so schon im ersten Testspiel trotz schwerer Trainingslagerbeine erstaunlich viel Schwung und Dynamik drin war.

Zumindest bis ungefähr zur 75. Minute. Danach war ein wenig die Luft raus und plätscherte die Partie bis zum Schlusspfiff vor sich hin. Was angesichts des standesgemäßen Spielstandes von 10:0 auch nicht weiter verwundern konnte. Sich aber doch von manchem Testspiel der letzten Saison abhob, als RB Leipzig gegen unterklassige Gegner in den letzten Minuten noch mal richtig Gas gab,  weil die RB-Besetzung der zweiten Hälfte irgendeine gesetzte Challenge gegen die Besetzung der ersten Hälfte gewinnen wollte.

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Bis Dose leer 2015/2016

16 Monate ist die Einführung der Videorubrik „Bis Dose leer“, der man drüben bei Youtube über den dortigen rotebrauseblogger-Channel folgen kann, nun auch schon wieder her. Der anfangs selbsterwählte Veröffentlichungsrahmen von einmal im Monat konnte naturgemäß nicht eingehalten werden und hat sich eher auf einmal alle zwei Monate eingependelt.

Falls der Produktion, bei der man so lange um irgendwelche aktuellen oder weniger aktuellen Themen kreist, bis die jeweilige Dose (Bier) leer ist, jemand noch nicht so sklavisch folgt oder sie gar noch nicht kennt oder jemand einfach noch mal ein bisschen durchzappen will, der ist hier und heute richtig.

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Neue Wege

Aus heutiger Sicht würde man die Saison 1994/1995 wohl als Übergangssaison bezeichnen und tatsächlich war es in Cottbus auch nur der Startpunkt für eine Reise, bei der nach und nach Teilchen ergänzt wurden, bis man das Puzzle komplett hatte. Die Ruhe eines Umfelds, in dem es nach drei Jahren im absoluten Amateurfußball keinerlei Ansprüche gab und von Medienseite sowieso kaum Fragen oder Kritik angebracht wurde, tat gut und gab den Verantwortlichen auch die Möglichkeit, zusammen mit Geyer die nächsten Schritte zu gehen, die nötig waren, den reinen Verwaltungszustand der Jahre davor zu überwinden. (Schritt heraus aus der Verwaltungshaltung, nach der Saison 1995/1996)

Die Saison 1995/1996 bedeutete eine gewisse Zäsur. Gar nicht so sehr für den Fußball in Cottbus, der seinen eingeschlagenen Weg unter Eduard Geyer mit leichtem Aufschwung weiterging. Sondern vor allem im persönlichen Bereich. Denn praktisch mit Saisonbeginn in der drittklassigen Regionalliga Nord/Nordost verschlug es mich nach München.

Zuvor hatte Arbeitssuche auf dem Programm gestanden. In Cottbus 1995. Knapp eineinhalb Jahre nach Leerabschluss und einem dazwischenliegenden Zivildienst bei fehlender Berufserfahrung. Sagen wir so, die Gemengelage war vergleichsweise suboptimal, sodass letztlich fast nur der Schritt tief in den Süden blieb.

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Erstligablognachbarn

Nicht nur das klassisch mediale Grundrauschen rund um RB Leipzig wird in der Bundesliga größer werden. Auch die Möglichkeiten, die Liga und die anderen Vereine auf alternativen Wegen zu verfolgen, werden wesentlich breiter und schwerer durchdringbar sein. Bisher konnte man im Blog- und Podcastbereich noch relativ einfach alles verfolgen, was es an guten Dingen in der jeweiligen Liga, in der man sich so rumtrieb (zum Beispiel in der zweiten Liga), so gab. In der Bundesliga wird man aus der Masse an Angeboten vor allem auch im Podcast-Bereich stärker auswählen müssen.

Auf Blogebene fällt auf, dass die Zahl der absoluten Leuchttürme zumindest im Bereich der von einer Person betriebenen Vereinsblogseiten von Jahr zu Jahr nicht größer wird, wenn man an die praktischen Abschiede von Breitnigge oder Catenaccio oder Stefan Krieger von Blog-G denkt. Es gibt aber dennoch weiterhin genügend Blogger, die das Internet mit unterschiedlichem Aufwand mit vereinsbezogenen Inhalten füllen, manchmal sind es auch Gruppen von Bloggern, die sich die Aufgabe teilen.

Man erwarte hier keine vollumfängliche Liste von Blogs. Wenn man in die Linksliste der jeweiligen Seiten guckt, findet man jeweils oft noch weitere Ideen, sich mit den jeweiligen Vereinen in Blogform zu beschäftigen. Im Laufe des Jahres gewinnt man da vielleicht noch mal einen besseren Überblick, was wo an relevanten Dingen und subjektiven Sichten zu finden ist.

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Die etwas andere Traumelf

Drüben auf der offiziellen Vereinshomepage wird ja über die Sommerpause die Traumelf der ersten sieben Vereinsjahre gewählt. Kann man nach so kurzer Zeit etwas schräg finden, aber es ist durchaus auch interessant, welche Namen da auftauchen bw. wegen der vereinsseitigen Beschränkung auf vier Kandidaten pro Position eben nicht auftauchen.

Weswegen hier der Spieß ein wenig umgedreht werden soll und elf Traumelfler aufgestellt werden, die längst in Vergessenheit geraten sind oder eher eine tragische Geschichte hatten oder beim Fanumfeld nicht so richtig gut gelitten waren. Also eine Traumelf der etwas anderen Art, die auf die eine oder andere Art auch vereinsprägend war.

Da fällt einem auf der Torhüterposition sofort Pascal Borel ein, der sich in seiner Karriere in Bremen nicht gerade den besten Ruf eingehandelt und in Leipzig bereits einen schweren Start hatte, weil er den eher beliebten Sven Neuhaus ersetzen sollte. Als Neuhaus gegangen wurde, rechnete man damit, dass sich RB Leipzig auf der Position des Torhüters deutlich verbessern würde. Als dann Borel kam, hatte man das Gefühl, dass man einen beliebten, aber auch unbequemen Keeper geopfert hatte, um jemanden zu holen, der weder jünger noch besser war.

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Zuwendung zu Leuchttürmen

Der Kicker hatte bereits im April (25.04.) im meist empfehlenswerten Mantelteil der Montagsausgabe auf der Basis von DFB-Daten ein paar interessante Zahlen zur Entwicklung der Mitgliederzahlen in Deutschland präsentiert. Demnach habe sich die Anzahl der Mitglieder in den 18 Bundesligaclubs innerhalb der letzten 15 Jahre auf knapp 1.200.000 Menschen ungefähr vervierfacht (die Zahl dürfte durch den Austausch von Stuttgart und Hannover gegen Freiburg und Leipzig für die kommende Saison wieder sinken, da die neuen Clubs um die 50.000 Mitlgieder weniger mitbringen als die alten).

Eine Vervierfachung der Mitgliederzahlen. Ausgerechnet in jener Phase der Entwicklung des Fußballs, in denen die Vereine aufgrund der Anforderungen im wirtschaftlichen Bereich zunehmend professionalisiert wurden und vielerorts die Fußballabteilungen aus dem Verein in Kapitalgesellschaften ausgegliedert wurden. Sprich, eigentliche Themen der Vereinsarbeit immer weiter in den Hintergrund rückten. Offenbar suchten Menschen weiter nach Identität und Zugehörigkeit und fanden in den Plastekarten ihrer Clubs gute Äquivalente, die im Fall der Fälle auch noch einen guten Zugang zu Tickets und Co mit sich bringen.

Interessant ist diese Entwicklung vor allem, wenn man sie vor dem Hintergrund der Entwicklungen im Fußball insgesamt bis runter zur letzten Amateurliga betrachtet. Denn im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Mitglieder im DFB nur um knapp 650.000 Mitlieder gestiegen. Sprich, wenn man den Anstieg bei den Profis um 900.000 und auch noch den starken Anstieg im Frauenfußballbereich (plus rund 250.000 Mitglieder) abrechnet, bleibt für den Rest des Fußballs ein Minus von rund 500.000 Mitgliedern.

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Presse 01.07.2016

Die Mitteldeutsche Zeitung mit ein paar Zeilen zur Pokalansetzung Dynamo Dresden gegen RB Leipzig. Das Fernsehen will die Partie als Livepartie am Montag, der DFB sieht sich als Partner und entsprechend auch eher als Erfüller der Wünsche des Fernsehens, verweist aber auf die örtlichen Behören als wichtiger Entscheidungsinstanz, während diese Entscheider aus Polizei und Politik sich noch nicht in die Karten schauen lassen, aber schon mal klar ist, dass die Begegnung als Risikospiel klassifiziert wurde.

Dynamo-Geschäftsführer Michael Born lässt derweil schon mal ausrichten, dass man nicht so gern am Montag spielt, sondern sich „im Sinne der Fans (…) einen Spieltermin am Samstag- oder Sonntagnachmittag“ wünscht. Wobei es aus Fansicht ziemlich wurscht ist, denn das Stadion wird wohl völlig unabhängig vom Spieltermin voll werden.

Es wäre eher ein sicherheitstechnisch ziemlich gewagtes Abenteuer, diese erstmals ernsthaft auszutragende Partie mit schwer abschätzbaren Gefahrenpotenzialen in die Dunkelheit zu verlegen. Ein Abenteuer, auf das man bei Dynamo, die in Sachen negativer Schlagzeilen gebrannte Kinder sind, vermutlich gut verzichten könnte.

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Her mit der TV-Kohle

Gestern also die Präsentation des Spielplans der kommenden Bundesliga-Saison. Zu dem es eigentlich nicht viel mehr zu sagen gibt als das, was der erstklassige Drittligablogger von stellungsfehler.de bei Twitter formulierte:

So ist es dann also gestern gekommen. Der Spielplanplaner brachte noch einen kleinen Witz unter und ließ für den ersten Spieltag RB Leipzig bei der TSG Hoffenheim antreten. Vermutlich, um sich anschließend an den Online-Witzeleien und seltsamen Großkreutz-Vergleichen [broken Link] zu erfreuen. Wobei die Begegnung zum Auftakt ganz hübsch ist. Sportlich und wegen der Rangnick-Kaiser-Compper-Ex-Hoffenheim-Geschichten.

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Presse 30.06.2016

Gestern wurde der Spielplan für die kommende Bundesliga-Saison bekanntgegeben. RB Leipzig spielt am ersten Spieltag in Hoffenheim. Das erste Heimspiel bestreitet man gegen Dortmund. Dazu spielt man zweimal unter der Woche auswärts, kurz vor Weihnachten als letztes Spiel vor der Winterpause bei den Bayern und in Mainz.

Nicht einfach insgesamt das Auftaktprogramm. Die leichteren Gegner hat man am Anfang auswärts, wo es per se schwer ist. Und zu Hause hat man mit Dortmund und Gladbach gleich die ganz dicken Brocken wegzuräumen. Am Ende kann man solch Spielplandinge aber mit Theorien aufladen wie man will. Wenn du sportlich erfolgreich sein willst, musst du deine Punkte holen, egal wann du gegen wen spielst.

Allerlei Reaktionen auf den Spielplan gibt es natürlich auch. Freudbetonte zumeist. Ein paar Phrasen sind auch dabei. Und über Kevin Großkreutz lernen wir in dem Zusammenhang von seiner Instagram-Seite, dass er Kondome kennt und ihn deren Nutzung irgendwie an die Partie Hoffenheim gegen Leipzig erinnert. Ob auch immer das mehr über Kondome oder über das TSG-RB-Spiel oder über Kevin Großkreutz selbst aussagt.

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