The Big Bang Praxis

Im Februar 2010 ging es hier im Blog los. So richtig tief wurde der Einstieg in die tagesaktuelle, vor allem auch sportliche Berichterstattung dann ab dem Sommer 2012 und der Übernahme der Verantwortung im Verein durch Ralf Rangnick und Alexander Zorniger. Ralf Rangnick war also in den letzten sieben, intensiven Jahren zentraler Begleiter dieses Blogs als Sportdirektor und Trainer und als die prägende Person des Vereins.

Nun, mit dem Ende der (tagesaktuellen und konstanten) Berichterstattung hier im Blog endet jetzt auch die Karriere von Ralf Rangnick bei RB Leipzig. Es war ein großer Knall oder auch nicht. Ein großer Knall, weil es dann irgendwie doch eine krasse Zäsur ist, wenn derjenige den Verein zumindest in der Alltagsarbeit verlässt, der diesen sieben Jahre lang komplett geprägt und entwickelt hat. Kein großer Knall, weil sich das über die letzten Wochen schon abgezeichnet hatte.

Ganz weg ist Ralf Rangnick nach seiner Ankündigung ja noch nicht. Er wird künftig Chef einer globalen Red-Bull-Unit aka Eingreifgruppe, die sich vor allem um die Entwicklung der Standorte RB Bragantino und Red Bull New York kümmern soll und (schon aus verbandsrechtlichen Gründen) in Leipzig nur beratende Funktion hat und in Salzburg offiziell gar keine. Denkbar wäre mittel- bis langfristig, dass eine solche Unit, in die schon der bisherige Videoanalyst Lars Kornetka aufgenommen wurde und in die auch noch Chefscout Paul Mitchell rutschen könnte, sich um weitere Standorte kümmert. China und Indien waren ja bereits formulierte Wunschziele für weitere Internationalisierungsbestrebungen des Klubs auch im sportlichen Bereich.

Aus Rangnick-Sicht ist der Ausbau der Strukturen in Brasilien und den USA essenziell für die Weiterentwicklung von RB Leipzig. Wirtschaftlich ist Leipzig ein Stückweit bis auf kleinere Geschichten am Ende der Fahnenstange angekommen. Das limitiert dann auch die sportliche Weiterentwicklung (weil man gehaltstechnisch einfach auf Ewigkeiten mit Dortmund oder Bayern nicht mithalten kann), für die es nach oben sowieso nur noch wenig Spielraum gibt, der dafür umso schwieriger zu schließen ist, weil zwischen Platz 3 in der Bundesliga und Platz 1 einfach Welten liegen (wenn man mal von Überraschungsspielzeiten absieht).

Für RB Leipzig entsprechend neben dem eigenen, relativ ausgeschöpften Potenzial andere Wege zu öffnen, die eine Weiterentwicklung möglich machen, ist strategisch gesehen, absolut vernünftig. Die vorhandenen Red-Bull-Strukturen in Brasilien und den USA dafür zu nutzen, ist mehr als naheliegend. Mit Tyler Adams hat man in dieser Saison zu vergleichsweise geringem Geld sehr gute Erfahrungen gemacht. Wenn man auf dem Niveau pro Jahr einen Spieler aus den USA oder Brasilien kriegen könnte, hätte man für Leipzig schon relativ viel herausgeholt. (Wenn da noch regelmäßig jemand aus dem eigenen Nachwuchs dazukommt, könnte man schon fast aus lauter Überschwang eine kleine Laurentia tanzen.)

Sich mit Klubs auf anderen Kontinenten zu vernetzen, ist so etwas wie der heiße Scheiß in der Entwicklung des modernen Fußballs. Viele europäische Vereine, die sich auf vermeintlichen Zukunftsmärkten jetzt ihre Teilhabe sichern. Ajax Amsterdam hat eine ganze Latte an Kooperationen laufen, über die sie in der ganzen Welt vernetzt sind und die die Schulung von Trainern vor Ort zur Verbesserung von Talentausbildung beinhaltet. Also das, was die Red-Bull-Rangnick-Unit unter anderem auch leisten soll.

Entsprechend macht es Sinn, wenn Red Bull die eigenen Möglichkeiten nutzt und sich Netzwerke aufbaut, in denen auf hohem Niveau Mitarbeiter geschult, Scouting betrieben und Spieler entwickelt werden. Hat halt auch nebenbei den Effekt, dass du Spieler in ihrer Heimat ausbilden kannst, auf die du ansonsten aufgrund der FIFA-Regularien erst (bzw. eigentlich für einen Wechsel des Kontients ja schon) mit 18 zugreifen könntest.

Ralf Rangnick ist für einen solchen Job, Strukturen bei einem Verein aufzubauen, das hat er nun in seiner Karriere schon mehrfach bewiesen, der absolut richtige Mann. In Bragatino hat er bei einer hoffnungslos überalterten (aber auch sehr kurzfristig aus dem Boden gestampften) Mannschaft ein gutes Stück Arbeit vor sich, die an seine Anfänge in Leipzig erinnert. Dazu sollen in Bragantino und New York Akademien gebaut werden und in gut ausgebildete Mitarbeiter investiert werden, um auf hohem Niveau arbeiten zu können. Naja, halt ungefähr das, was in RB Leipzig in den letzten Jahren gemacht wurde.

Dass Ralf Rangnick für diese Position zur Verfügung steht, überrascht auf den ersten Blick ein wenig. In Leipzig ist er nach sieben Jahren nun eigentlich an einem Punkt, an dem er die Früchte seiner Arbeit ernten kann. Bei eigentlich keiner seiner bisherigen Karrierestationen hatte er eine Situation, in der er ernsthaft um Titel mitspielen konnte. Den einzigen Titel (ein Sieg im DFB-Pokal) staubte er quasi von Felix Magath ab und errang ihn in einem Endspiel gegen einen Zweitligisten.

In Leipzig war Rangnick zuletzt Trainer und Sportdirektor eines Teams, das langsam so weit ist, in einem besonders guten Jahr (bzw. einem schlechten der Bayern) auch mal um die Meisterschaft mitzuspielen. Er hat hier einen Kader mit Spielern, die alle unter ihm gekommen sind und die zu großen Teilen ein sehr inniges oder wertschätzendes Verhältnis zu ihrem Trainer oder Sportdirektor hatten. Ralf Rangnick hatte sich eigentlich in den letzten sieben Jahren in Leipzig eine Vereinsfamilie gebaut, der er nun hätte zuschauen können, wie sie die Ernte einfährt.

Doch Rangnick präsentierte sich selbst in seiner Pressekonferenz zum Abschied als Getriebener, der klare Ziele und die Möglichkeit, Dinge voranzutreiben braucht. Bei RB Leipzig war man diesbezüglich nun fast ausgereizt. An den letzten zwei Prozent zu arbeiten und nur noch zuzugucken, dass was wächst, war Rangnick nicht genug. Entsprechend schmeißt er sich ins nächste Aufbauabenteuer, von dem in erster Linie neben den Standorten in Brasilien und den USA auch RB Leipzig durch eine Zufuhr mit bundesligatauglichen Spielern profitieren soll. Quasi die strukturelle Weiterentwicklung von RB Leipzig, ohne direkt bei RB Leipzig zu sein.

Dafür verlässt Ralf Rangnick auch die Chance, quasi bei einem möglichen ersten Titeltriumph von RB Leipzig in der ersten Reihe zu stehen. Denn mit dem Job bei Red Bull ist auch verbunden, dass er offiziell weiter beratend zur Verfügung steht, aber medial halt auch nicht mehr für RB Leipzig auftreten wird. Er steht einfach nicht mehr in der Leipziger ersten Reihe und das wird man dann in den nächsten Monaten auch nach und nach merken. Klar wird man sich an Rangnick erinnern, falls hier in Leipzig mal was in die Höhe gestreckt wird und auch ihm huldigen. Jene, die auf dem Rasen in vorderster Reihe feiern, werden dann aber wohl andere sein.

Allein das zeigt schon, dass es Ralf Rangnick mit seinem Wunsch nach ‚weiter, weiter, weiter‘ sehr ernst gewesen sein muss. Allerdings dürfte genau der Impuls sich dann auch irgendwann in einer Red-Bull-Unit wieder einstellen, wenn die erste große Aufbauarbeit geleistet wurde oder die Bedingungen vor Ort vielleicht nicht die Entwicklungsmöglichkeiten bieten, wie sie sich Rangnick vorstellt. Was dann auch darauf hinausläuft, dass Rangnick bei einem künftigen attraktiven Jobangebot mit viel Gestaltungsspielraum und Entscheidungskompetenz auch gut mal weg sein kann. Zumindest war der Zungenschlag der letzten Interviews, in denen es um die Möglichkeit eines künftigen Trainerengagments ging, so zu verstehen (‚kann mir vorstellen noch mal Trainer zu sein, aber nicht in Leipzig‘).

Fakt ist, dass der Weg zurück direkt in den Leipziger Verein für die Zukunft eher versperrt ist. Die Ebene der sportlichen Leitung wird mit entsprechenden Personen gefüllt werden. Mit Markus Krösche hat sich Oliver Mintzlaff jemanden nach seinem Geschmack geangelt, der den Verein auch für ein paar Jahre prägen könnte. Die Struktur mit einem Mentor Rangnick dürfte für die ersten ein, zwei Jahre recht ideal sein. Danach wird sich ein Krösche wohl immer weiter emanzipieren. Zusammen mit Julian Nagelsmann ist das eine sehr junge, aber auch sehr vielversprechende Kombination.

Jedenfalls auch eine Kombination, die danach klingt, als könnte man die Lücke im Verein recht kurzfristig schließen und wäre dann in zwei, drei Jahren, wenn Krösche und Nagelsmann zusammen mit Mintzlaff neue personelle Strukturen im Verein geschaffen haben, kein Platz mehr für einen Rangnick, falls der dann überlegt, dass die Red-Bull-Eliteeinheit vielleicht doch nicht langfristig das richtige Projekt war. Außer Oliver Mintzlaff räumt dann freiweillig seinen Stuhl.

Das sind natürlich nur Spinnereien. Fakt ist, dass ein Abschied von Ralf Rangnick irgendwann eh anstand. Nicht zwangsläufig heute oder morgen, aber eben irgendwann. In Hoffenheim ließ Rangnick von einem auf den anderen Tag alles liegen, woran der Verein lange knabberte. In Leipzig nun hat man eine Struktur geschaffen, mit der man den Übergang zum Rangnick-Nachfolger zusammen mit Rangnick moderieren kann und zudem nebenbei noch Strukturen aufbaut, die dem Verein aus strategischer Sicht helfen. Ohne Rangnick, aber trotzdem mit Rangnick auf die nächste Entwicklungsstufe. Mit Raum für neues Personal, sich in Leipzig einzubringen und zu verwirklichen. Das ist in Sachen der Gestaltung eines Übergangs schon sehr gut gelöst.

Trotzdem fehlt mit Ralf Rangnick natürlich derjenige, der bisher alles zusammengehalten hat. Das könnte auch ein paar Reibungsverluste mit sich bringen, wenn man nur an Spieler wie Forsberg denkt, die eine sehr enge Bindung zu Rangnick hatten oder wenn man an Spieler denkt, die den Rangnick-Abgang in eine übergeordnete Beraterrolle vielleicht als Vakuum empfinden, in dem sich sich freier austoben und Grenzen ausloten können. Will heißen, dass der Verlust der zentralen Figur des sportlichen Teils des Vereins, egal wie gut das moderiert wird, auch mit ein paar Ruckeleien verbunden sein könnte. Der sehr gut vernetzte und intern offen kommunizierende Markus Krösche steht aber zusammen mit Nagelsmann und Mintzlaff und im Hintergrund Rangnick dafür, dass diese Ruckeleien von eher geringem Ausmaß sein werden.

Ralf Rangnick hat in Leipzig in den letzten sieben Jahren extrem gute Arbeit geleistet. Ja, gerade mit dem rhetorischen Teil des Sportdirektors hatte ich hier im Blog auch immer mal so meine Mühe. Bei einer Person, die einem ‚dazu kann ich eigentlich nichts sagen‘, dann doch oft ein Aber und einen fünfminütigen Monolog anfügte. Will sagen, Ralf Rangnick äußerte sich gern zu vielem und allem und ließ entsprechend auch gern mal Äußerungen stehen, die vorsichtig gesagt diskutabel waren. Dazu kam dann immer noch eine Rhetorik, mit der er so tat, als sei RB Leipzig 2012 gestartet und nicht 2009 oder Stilblüten wie jene im Sommer 2012, als er im Umkreis von 250 Kilometern um Leipzig keinen Profifußball sah (bei einem Viertligisten, wo es im benannten Radius gleich acht höherklassige Teams und einige Zweitligisten gab).

Mein mit Abstand persönlicher Liebling war aber jene Bemerkung zur Anzahl der RB-Auswärtsfans. Diesbezüglich war Rangnick Anfang 2015 der Meinung, dass nach einem Aufstieg in die Bundesliga nur Schalke und Dortmund mehr Auswärtsfahrer haben würden als RB. Eine runde Woche später stand ich mit ungefähr 119 anderen RB-Fans beim Montagsspiel in Karlsruhe im Gästeblock und amüsierte mich königlich über die etwas absurde Zukunftsprognose (die natürlich nicht zu halten war).

Nun, es gab im Guten wie im Schlechten bei Ralf Rangnicks öffentlichen Aussagen immer Diskussionsbedarf. Das ist bei einer Person, die wenn sie gefragt wird, öffentlich gern und viel redet, aber auch quasi eine zwangsläufige Begleiterscheinung und vor allem in der jüngeren Vergangenheit wurden so Zahlenaussetzer wie die obigen doch sehr viel seltener oder zumindest weniger krass. Und generell gilt, dass es natürlich immer besser ist, wenn man jemanden hat, dessen Aussagen zu Debatten anregen als wenn man sich in die Welt der puren Floskeln und Nichtigkeiten flüchtet.

Letztlich ist es auch wurscht, weil Rangnick in Leipzig nicht als Plauderer, sondern als Vereinsgestalter angestellt war. In seine Amtszeit fällt die Abmeldung der U23 und eine beeindruckende Nicht-Effizienz in der Nachwuchsarbeit (zumindest in Bezug auf das Ziel, Spieler für die eigene Profimannschaft zu entwickeln). Ansonsten war Rangnicks Amtszeit eine Erfolgsstory, weil er mit klaren Vorstellungen und mit Blick bis ins kleinste Detail den Verein umgestaltete und mit entsprechendem Personal versah.

Da war in Sachen Spielern auch nicht jeder Transfer ein Erfolg und der Transferwinter 2014/2015 wird als Panik- und Geldverbrennungswinter in die Vereinsgeschichte eingehen. Aber in der Mehrzahl der Fälle funktionierte es sehr gut. So gut, dass man noch jetzt vom in der zweiten Liga zusammengestellten Nukleus profitiert.

Und auch als Trainer wusste Ralf Rangnick zweimal zu überzeugen. Ohne die ganz große Flexibilität in Sachen Ballbesitz hat er es in zwei Spielzeiten geschafft, eine jeweils etwas zerfallende Mannschaft wieder zu einem Team zusammenzuführen, das füreinander arbeitet und neben der Arbeit gegen den Ball auch Mentalität mitbringt und die jeweils gesteckten Ziele (Aufstieg bzw. Champions-League-Platz) erreicht.

Es wäre Ralf Rangnick zu wünschen gewesen, wenn er noch den Titel im DFB-Pokal mitnimmt. Mit ’seiner‘ Mannschaft nach einer langen Saison. Quasi als Erfolg, der die Sache bei RB Leipzig für ihn persönlich rund gemacht hätte. Als Kirsche auf eine siebenstöckige Torte, die Ralf Rangnick gebaut hat. Die Geschichte von RB Leipzig kann ohne den RB-Sportdirektor Rangnick nicht geschrieben werden. Sein Abgang in eine Red-Bull-Eingreifgruppe ist quasi eine Art Abschied auf Raten. Waren ereignisreiche, erfolgreiche und schöne sieben Jahre. Fortsetzung folgt hoffentlich. Halt nur in anderem Setting.

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GEPA Pictures – Roger Petzsche

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4 Gedanken zu „The Big Bang Praxis“

  1. Einfach nur Danke für deine Gedanken. Immer noch schwer vorzustellen, diese Regelmäßigkeit zukünftig nicht mehr zu haben. Mich beschleicht in vielerlei Hinsicht sehr viel Wehmut. Mir sind das persönlich zu viele Abschiede in diesem Jahr.

  2. Ja gehört leider Kommentar technisch nicht so richtig hier her. Aber ich kann mich dem nur anschließen! Echt schade auf diese art von Berichten verzichten zu müssen…
    Aber wie hast du es so treffend im Rasenfunk gesagt, „die Bild macht ja auch ganz gute Spielberichte“
    Jetzt noch schnell wieder einen Abschiedskaffee für dich kaufen!
    PS. Danke

  3. Uff, Rangnickbeben und natürlich gewaltiges Rauschen im Blätterwald mit den wildesten Spekulationsblüten.
    War klar, dass es es dir in den Fingern gejuckt hat und dabei ein paar sehr schön unaufgeregte, absolut nachvollziehbare Gedanken heraus kamen.
    Macht natürlich Hoffnung doch ab und zu was von Dir zu lesen…

  4. Mit diesem besonders im ersten Teil von Lobhudelei strotzendem Resümee ist R. Rangnick natürlich gut weggekommen! Jedermann weiß aber, dass zwischen dem vermeintlichen bisherigen Geldgeber, RaBa Leipzig, (so heißt bekanntlich dieser Verein wirklich) und dem zukünftigen Arbeitgeber, RB, kaum ein Unterschied zu erkennen war und weiterhin sein wird. Wie kaum eine andere Person im sportlichem Bereich, konnte Rangnick schalten und walten, wie er wollte und das sogar gleichzeitig über Ländergrenzen hinaus, was die entsprechenden zuständigen Verbände scheinbar gar nicht mitzubekommen zu schienen…….

    Bei diesen scheinbar üppigen finanziellen Voraussetzungen von RaBa Leipzig war es, wie am Ende des Berichtes schon erwähnt, für die breite Allgemeinheit überhaupt nicht einleuchtend und nachvollziehbar, dass trotz des mittleren zweistelligen Millionen gekosteten Nachwuchsleistungszentrums die „U-23“ als eigentliches Nest der von überall her „organisierten“ Talente schon vor Jahren abgemeldet wurde. Der Sinn dieses „NLZ“ war doch eigentlich, von unten nach oben stufenweise die echten Perlen der aufwachsenden Jungen behutsam und ohne größerem Übergang an die „Erste“ heranzuführen, um sich das viele Geld für „fertige“ Spieler von Oligarchen- bzw. Scheichvereinen sparen zu können! Die kürzliche Abmeldung der gleichen Mannschaft des Regionalligisten, ZFC Meuselwitz, wurde dagegen mit Personalnot begründet….

    Wenn man sich allerdings trotzdem mit vielen Millionen Euro an mehreren Transfergeschäften beteiligen konnte und noch kann, ist es doch auch logisch, dass neben den angestrebten echten Gewinnsteigerungen auch Spieler einfach übrig bleiben (müssen), die eben nicht die in sie gesetzten Erwartungen erfüllten! Diesen „Überschuss“, der nun hilferingend zum Verleihen anderen Vereinen angeboten wird sowie andere fast zu häufige Personalwechsel im Trainer-, Spieler und Betreuerbereich während der zehnjährigen Vergangenheit des „RasenSportvereins“, nimmt man allerdings diesen kleinen „Professor“ scheinbar nicht übel, wofür er in anderen sparsamer wirtschaftenden Vereinen aber mit Sicherheit schon längst zur Verantwortung gezogen worden wäre, weil da schon der finanzielle Ruin gelauert hätte.

    Unglücklich ist auch das unter Rangnicks Mitwirkung schon monatelang unnormal lang andauernde und im ganzen Land beobachtete Prozedere um die Zukunft des wechselwilligen Nationalstürmers, Timo Werner, der, wie eigentlich Rangnick selbst, hier noch seinen Vertrag zu erfüllen hat! Nicht nur ich werde deshalb besonders gespannt sein, wie dieses „Rennen“ ausgeht, indem es unter den Beteiligten so oder so Sieger und Verlierer geben wird…….

    Trotz dieser kritischen Worte, wünsche ich Dir, RBB, nochmals für den Eintritt in den journalistischen Ruhestand alles Gute und hoffe, dass unter den Leuten, die für ihre geschriebenen Worte zum Thema „RaBa“ gut finanziell honoriert werden, einige mit Deinen akribischen Fähigkeiten ausgestattet sind!

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