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Saisonziel Europa

Nur noch drei Tage bis die Bundesliga für RB Leipzig wieder beginnt. Dirk, Kai, Ronny und meine bloggende Wenigkeit treffen sich zu diesem Anlass und reden ein wenig über die anstehenden Aufgaben und die zurückliegende Vorbereitungszeit.

Bevor es in die sportlichen Vollen geht, dreht sich das Gespräch allerdings erst mal um den Bullenfunk aka das ehemalige Fanradio, das ohne Ronny nicht denkbar gewesen wäre. Auch Prognosen und Tipps zur kommenden Saison und (wie immer) kulinarische Highlights gehören zum Programm.

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Rotation als neue Herausforderung

Die große Veränderung im Vergleich zur Vorsaison wird die steigende Belastung für die Profis von RB Leipzig. Gerade mal 35 Pflichtspiele absolvierte man in der Vorsaison. Abgesehen von Werder Bremen musste kein Bundesliga-Team so selten ran. Im Vergleich dazu warten 2017/2018 allein bis zur Winterpause schon mindestens 24 Pflichtspiele. Wenn man von einem Weiterkommen im DFB-Pokal in der ersten Runde ausgeht, dann sogar 25.

Bei RB Leipzig hat man darauf mit einer Verbreiterung des Kaders bzw. eine Verbesserung der Qualität in der Breite reagiert. 20 Feldspieler plus 4 Nachwuchsfeldspieler hat man als Kaderplanungsparole ausgegeben. Nominell wäre man damit aktuell abgesehen von noch einem noch nicht benannten, vierten Nachwuchsakteur, der regelmäßig bei den Profis mittrainiert, durch.

Ob man damit breit genug aufgestellt ist, wird die kommende Saison zeigen. Letztlich ist es vor allem eine Frage von Qualität und nicht Quantität, denn wenn du im Saisonverlauf durchrotieren musst, brauchst du auch bis runter zur Nummer 18 bis 20 verlässliche Qualität im Kader.

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Masse gewordene Antithese

Spaß mit Studien, die die Beliebtheit oder eben fehlende Beliebtheit von Fußballvereinen nachweisen sollen, gibt es immer wieder mal. So gab es letztens wieder mal eine Umfrage (der sogenannte IRIS-Elfmeter) nach den beliebtesten Fußballclubs in Deutschland. Bei der wenig überraschend mit Abstand Bayern und recht deutlich dahinter Borussia Dortmund an der Spitze aufgeführt wurden. Danach sortiert sich dann mit 5% abwärts der ganze Rest.

Das ist grundsätzlich wenig spannend und vielleicht auch was, was man intuitiv so annehmen bzw. als gesichert ansehen würde, dass Bayern und Dortmund in diesem Land den überwiegenden Teil des Interesses ziehen. Interessant war nur wieder mal, dass man auf der Basis von reichlich 1.000 Befragten versuchte, eine Rangliste zu erstellen. Was bei Werten von 5% abwärts (also rund 50 Menschen pro Verein abwärts) auch eine Maßnahme ohne jegliche Aussagekraft ist.

Oder um es anders zu sagen: RB Leipzig kam mit 2,4% der Stimmen in der Rangliste auf Platz 11 aller Bundesligavereine. Eine Steigerung von 1,1% wurde attestiert. Nimmt man allerdings mal die insgesamt 1.017 Befragten, dann basiert die Einschätzung zu RB Leipzig auf 24 bis 25 abgegebenen Stimmen. Und die Steigerung gegenüber der letzten Befragung basiert auf gerade mal auf irgendwas um die elf Stimmen. Wer aufgrund dieser Zahlen wirklich Einschätzungen über die Welt treffen will, kann das gern tun, aber so richtig erfolgreich sein, wird er damit nicht.

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Bilanzen vom Rande des Spielfelds aus der Bundesliga 2016/2017

Wagen wir uns auch noch mal an einen Überblick über die Zuschauerzahlen der letzten Saison. Meist als eine Art Schwanzvergleich benutzt, soll es hier eher um einen nüchternen Blick auf den Stand der Dinge, auf Interesse und Desinteresse gehen.

Bei RB Leipzig waren zum siebten Mal in Folge steigende Zuschauerzahlen zu beobachten. Das konnte nicht wirklich überraschen nach dem Bundesligaaufstieg. Es könnte allerdings vor dem Ausbau des Stadions auch das letzte Mal gewesen sein, dass man einen Anstieg im Zuschauerinteresse verzeichnen kann.

Wobei die Entwicklung in der kommenden Saison interessant bleibt. Der sportliche Erfolg diese Saison war überwältigend und dürfte in der Form nicht zu wiederholen sein. Entsprechend stellt sich die Frage, ob sich der Zuschauerschnitt trotzdem auf hohem Niveau konsolidiert, wie er das bisher stets bei Verbleib in einer Liga getan hatte, oder ob man da Verluste hinnehmen muss. Diesbezüglich auch nicht uninteressant, ob manch ein Besucher nicht auch mal ein Bundesliga-Heimspiel auslässt, wenn es unter der Woche ein Champions-League-Heimspiel gibt. Bilanzen vom Rande des Spielfelds aus der Bundesliga 2016/2017 weiterlesen

RB Leipzig in der Bundesliga 2017/2018

Seit vorgestern und dem Sieg des VfL Wolfsburg in der Relegation gegen Braunschweig. steht die Besetzung der neuen Bundesliga-Saison fest. Für RB Leipzig gibt es dabei zwei neue Teams, mit denen man sich messen kann. Bisher trat man in Pflichtspielen nur gegen die zweiten Mannschaften von Hannover 96 und dem VfB Stuttgart an. Nun also die Premieren gegen deren Profimannschaften.

Für die Bundesliga sind die beiden Neulinge alte Bekannte. Weswegen diesmal kein Bundesliganeuling wie in den Vorjahren mit Paderborn, Ingolstadt oder Leipzig ins Haus geschneit kommt. Hannover war bis 2016 14 Spielzeiten lang Teil des Oberhauses. Für Stuttgart war die vergangene Saison sogar der erste Zweitligaausflug seit den 70ern.

Mit dem Aufstieg der beiden Teams wird auch noch mal deutlich, dass die Schere zwischen erster und zweiter Liga deutlicher auseinandergeht. Dass sie nach einem Jahr bei allen hausgemachten Problemen recht souverän wieder aufgestiegen sind und sich Wolfsburg trotz schwacher Leistung gegen Braunschweig durchsetzen konnte, zeigt den Vorsprung der alteingesessenen Bundesligisten gegenüber Zweitligaherausforderern. Ein Abstand, der durch die neue Fernsehgeldverteilung, die Erstligaabsteiger und Teams mit längerer Historie im Profifußball bevorteilt, noch größer werden dürfte.

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Bilanz: RB Leipzig in der Saison 2016/2017

Aktuell geht es eher darum, die Welle auch über den Winter weiterzureiten. Die Diskussionen, dass Leipzig in einen europäischen Wettbewerb einziehen muss, werden weitergehen. Von RB-Seite hält man sich diesbezüglich weiter bedeckt und stellt lieber die Entwicklung der Mannschaft in den Mittelpunkt. Fakt ist, dass man an den Europa-Debatten als Zweiter und bei elf Punkten Vorsprung auf Platz 7 nicht vorbeikommt. Fakt ist auch, dass Rangnick und Hasenhüttl irgendwas zwischen Platz 1 und 6 sicherlich sehr gern mitnehmen würden. Und die sportlichen Leistungen der Hinrunde haben entsprechende Ansprüche durchaus untermauert. Wird halt spannend, ob man nach der Winterpause den nächsten sportlichen Schritt in Sachen Konstanz gehen kann. (Zwischenbilanz: B Leipzig in der Saison 2016/2017)

Das was RB Leipzig vor der Winterpause auf den Rasen brachte, war überragend. Dass man dieses Niveau über die ganze Saison würde tragen können, war mehr als unwahrscheinlich. Entsprechend waren die 18 Spiele nach der Winterpause auch im Vergleich zu den ersten 16 Spielen geprägt von einigen Wellen in der Tagesform.

Der von vielen erwartete oder prognostizierte Einbruch blieb allerdings aus. Vielmehr stand eine Konsolidierung auf sehr hohem Niveau an. Anpassungen im Team betrafen sowohl die personelle Zusammensetzung als auch taktische Fragen. Notgedrungen oder freiwillig war gerade der erste Teil der Zeit nach der Winterpause auch geprägt von Versuchen, den Kader breiter einzusetzen. Dazu wich man auch zeitweise vom 4-2-2-2 ab und probierte es mit einer Dreierkette in der Abwehr oder mit Hasenhüttls Ingolstädter 4-3-3.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. FC Bayern München 4:5

Zweiter gegen Erster am vorletzten Spieltag der Bundesliga. Auch wenn es tabellarisch nicht mehr um sehr viel ging, war es dann doch noch mal ein hübsches Aufeinandertreffen zum Saisonende hin. Und aus RB-Sicht der Versuch, im Duell Nummer 2 zu zeigen, dass man näher dran ist, als man es beim 0:3 im Hinspiel war. Nach 90 spektakulären Minuten stand ein 4:5 und die trotzdem gesicherte Vizemeisterschaft auf der Anzeigetafel. Ein weinendes und ein lachendes Auge und entsprechend eine etwas ambivalente Stimmungslage.

Ralph Hasenhüttl schickte eine komplett unveränderte Elf in die Partie. Entsprechend spielten erneut Ilsanker und Bernardo auf den Außenverteidigerpositionen und ersetzte Dayot Upamecano den verletzten Willi Orban in der Innenverteidigung. Organisiert war man wie gewohnt in einem 4-2-2-2.

Bayern auf der anderen Seite stellte viermal um und spielte mit so etwas wie der bestmöglichen Elf. Rafinha, Sanches, Müller und Costa raus. Lahm, Alonso, Robben und Thiago rein. Organisiert war man im 4-2-3-1, wobei Thiago nicht nur auf der Zehn, sondern auch immer mal im Spielaufbau zu finden war.

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Mehr Relevanz als man meinen könnte

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Bayern München (13.05.2017, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Letztes Heimspiel der ersten Bundesligasaison von RB Leipzig. Sowieso sind diese letzten Stunden in heimischer Umgebung immer auch etwas besonderes. Durch das Erreichen der Champions League, das Größte, was man in der aktuellen Bundesliga mit den Bayern so erreichen kann, wird der Tag sicherlich noch mal ein ganz besonderer.

Wobei in dem Spiel mehr Relevanz steckt, als man auf den ersten Blick meinen könnte. Eigentlich geht es beim Duell des Meisters mit dem Zweiten nicht mehr um wirklich was. Aber dann irgendwie doch. Denn RB Leipzig will den zweiten Platz, den man seit 14 Spielen innehat (seit dem achten Spieltag war man nicht mehr schlechter als Zweiter), ins Ziel bringen. Ein Punkt braucht man dazu noch, wenn Dortmund die letzten zwei Spiele gewinnt. Was nicht unwahrscheinlich ist.

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Unterschiedliche Sorten Pausentee

Es war am Wochenende erst das zweite Mal der Fall, dass RB Leipzig am Ende des Spiels weniger Punkte hatte als zur Halbzeit. In beiden Fällen (in Mönchengladbach und auf Schalke) kassierte man noch den 1:1-Ausgleichstreffer. Damit bleibt RB weiterhin die einzige Mannschaft neben den Bayern, die noch nicht verloren hat, wenn man zur Halbzeit nicht schon zurücklag. Sprich, man muss Leipzig vor der Pause schlagen, wenn man gegen sie gewinnen will.

Dabei ist RB auch das Team, das zwischen Halbzeitpause und Abpfiff den größten Punktezuwachs verzeichnet. Im Schnitt gewinnt man pro Spiel noch mal 0,57 Punkte zu dem dazu, was man sich schon bis zur Pause erkämpfte. Bis zum Halbzeitpfiff kommt man in 30 Spielen auf 45 Punkte. Was deutlich weniger sind als Dortmund oder Hoffenheim bis dahin holen. 17 Punkte packt man aber in den folgenden 45 Minuten noch mal drauf, während beim BVB nur noch ein Pünktchen dazukommt und bei Hoffenheim sechs.

Auffällig auch die Bilanzen von Augsburg und mit Abstrichen Hamburg, die in der ersten Hälfte die wenigsten Punkte aller Bundesligisten holen, aber nach der Pause im Gegensatz zu den anderen Abstiegskandidatn noch mal Punkte gewinnen statt welche zu verlieren. Auch Freiburg sehr weit oben in dieser Statisik. Denn nach der Pause packt man im Schnitt noch mal 0,4 Punkte pro Spiel auf die 32 Pausenpunkte drauf. Und steht damit auf einem Europa-League-Platz. Unterschiedliche Sorten Pausentee weiterlesen