Emil Forsberg: geringere Effizienz bei tieferer Rolle

Wenn man so über die Saison drüber schaut, dann fällt es bei RB Leipzig schwer, einen Spieler auszumachen, der eine außerordentlich prägende Rolle gespielt hat. Hatte man letzte Saison mit Keita, Werner und Forsberg gleich drei Akteure, die in ihrer je eigenen Weise herausragende Akteure waren, hatte man diese Saison viele Spieler, die mal gut mal weniger gut unterwegs waren.

Emil Forsberg steht da ein wenig paradigmatisch für die wechselhafte Saison von RB Leipzig. Zu Beginn der Saison krank und entsprechend ein wenig schwer in die Spielzeit gestartet. Rund um die Winterpause die seltsame und langwierige Bauchmuskelverletzung. Dazu schien sich der Schwede außerordentlich schwer damit zu tun, sich in die Rotation hineinzufinden und dort seinen Spielrhythmus zu finden. Und nun steht als irgendwie krönender Abschluss der Saison eine rote Karte, die ihn die letzten drei Spiele fehlen lässt.

Wenn man die Kicker-Gerüchte dazu nimmt, dass der Verein durchaus bereit sein könnte, Forsberg abzugeben (was man aber erstmal abwarten sollte), dann wäre das ein denkbar unschöner Abschied eines Spielers, der in der vergangenen Spielzeit teilweise absurd großartige Sachen auf den Rasen gezaubert hat. Beim Auswärtsspiel in Freiburg dürfte Forsberg 2016/2017 auf dem Höhepunkt seines RB-Schaffens gewesen sein.

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Presse 24.04.2018

Heute Nachmittag geht es bei RB Leipzig nach einem freien Tag mit dem Training weiter. Da man erst am Sonntag in Mainz spielt, wird es eine vergleichsweise lange Trainingswoche. Was auch immer man dann davon am Sonntag in Mainz auf dem Platz sehen wird.

Nicht auf dem Platz sehen wird man in jedem Fall Emil Forsberg. Aktuell kann man davon ausgehen, dass man ihn diese Saison gar nicht mehr wiedersieht, weil BILD und LVZ eine (noch nicht offizielle [Update: inzwischen auch offiziell bestätigt von DFB und RB]) Sperre von drei Spielen vermelden (das erwartbare Strafmaß für eine Tätlichkeit und einen wiederholten Rot-Sünder). Eventuell sieht man Forsberg sogar gar nicht mehr im RB-Trikot, denn mit einem kryptischen „Danke für alles“-Tweet heizte der Schwede die Diskussionen an, ob erneut eine Transferperiode mit Wechselwunsch ansteht. Zuvor hatte der Kicker schon erklärt, dass RB den Mittelfelmann nicht mehr als unverkäuflich ansieht. Ob das ein wohlgesetztes Signal an Interessenten ist, ein Angebot abzugeben oder pure Kicker-Spekulation, bleibt unklar.

Ralf Rangnick schlendert durch das Morgenmagazin des ZDF. Ohne Blick für das Tagesgeschäft, dafür mit betontem Interesse an Politik, Kunst und Liegestützen.

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Presse 22.04.2018

RB Leipzig am Samstag mit dem 2:5 gegen Hoffenheim. Extrem effiziente Gäste in der ersten Halbzeit. Desolates Abwehrverhalten von RB über 90 Minuten. Führte zu einer 3:0 Führung für die TSG zur Pause, die das Spiel nicht so richtig widerspiegelte. Eine rote Karte gegen Emil Forsberg kurz nach der Pause besiegelte die Niederlage.

Mark Uth, Serge Gnabry und Pavel Kaderabek schossen mit teils freundlicher Unterstützung durch RB-Spieler die Pausenführung heraus. Naby Keita schoss in Unterzahl nach einer knappen Stunde noch das 1:3. Die Hoffnung währte aber nur ein paar Sekunden. Dann traf erneut Mark Uth zum 4:1. Lukas Rupp und Dayot Upamecano sorgten schließlich für den Endstand.

RB Leipzig nach der Partie auf Platz 6, zwei Punkte und einige Tore hinter Hoffenheim. Der Champions-League-Zug ist praktisch abgefahren. Um noch aufzuspringen müsste man Hoffenheim und Leverkusen noch überholen. Auch wegen des Torverhältnisses eigentlich undenkbar. Aus eigener Kraft kann man nun nicht mal mehr direkt in die Gruppenphase der Europa League einziehen. Aus eigener Kraft kann man nur noch die Qualifikationspase der Europa League erreichen.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. TSG 1899 Hoffenheim 2:5

31. Spieltag der Bundesliga. Für RB Leipzig das erste und wichtigste Endspiel im Kampf um einen Platz in Europa. Richtung Champions League sowieso, aber auch Richtung Gruppenphase der Europa League. Es wurde (mal wieder) eine herbe Klatsche, weil RB Leipzig naiv verteidigte und ein Spiel, in dem man 30 Minuten lang gut auftrat, wegen defensiver Aussetzer mit 2:5 verlor.

Ralph Hasenhüttl veränderte seine Mannschaft gegenüber dem Bremen-Spiel auf drei Positionen. Der in Bremen nach Einwechslung starke Lookman wurde zurecht mit einem Platz in der Startelf belohnt. Auch Klostermann und Bruma rückten ins Team. Kampl, Kaiser und Poulsen saßen nur auf der Bank. Organisiert war die Mannschaft überraschend in einem ungewohnten 4-2-3-1.

Julian Nagelsmann änderte seine Mannschaft auf der anderen Seite auf zwei Positionen. Akpoguma rückte für Nodtveit in die Dreierkette. Uth spielte für Szalai in vorderster Linie. Organisiert war Hoffenheim irgendwo zwischen 5-3-2 und 3-3-2-2. Lange meist mit einem defensiven 5-3-2-Fokus. Aber in Hoffenheim wird da sowieso meist situativ und flexibel gut verschoben.

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Presse 20.04.2018

Am morgigen Samstag dann für RB Leipzig das erste Endspiel um Europa gegen die TSG Hoffenheim. Wenn man im schlimmsten Fall am Ende der Saison nicht einen Platz belegen will, mit dem man in die maximal drei Qualifikationsrunden zur Europa League geschickt wird, dann muss man sich in der Endtabelle vor Hoffenheim platzieren. Zu diesem Zeitpunkt der Saison bedeutet das, dass man das direkte Duell gewinnen muss. Das hätte auch den Vorteil, dass man dann sogar weiterhin von einem Platz in der Champions League träumen kann, da sich Dortmund und Leverkusen davor an diesem Spieltag gegenseitig Punkte wegnehmen.

Auf Seiten von RB Leipzig fallen Marcel Sabitzer, Konrad Laimer, Marcel Halstenberg und Philipp Köhn weiter langzeitverletzt aus. Dayot Upamecano und Naby Keita sind zudem fraglich, weil sie bisher nur individuell trainierten.

Auf Seiten der TSG fehlen Stefan Posch und Dennis Geiger verletzt. Wie RB schielt auch die TSG noch auf Platz 4, weiß aber auch, dass man dafür wohl einen Sieg in Leipzig braucht. Könnte entsprechend ein hübsches Spielchen werden.

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Endspiel der schlechten Verwalter

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen die TSG 1899 Hoffenheim (21.04.2018, 15.30 Uhr) befindet sich die Zusammenfassung von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Viertletzter Spieltag in der Bundesliga. Gewöhnlicherweise noch nicht der Zeitpunkt, zu dem die ultimativen Endspiele anstehen, weil ja schließlich danach noch drei Spiele warten. Die Partie gegen Hoffenheim ist für RB Leipzig trotzdem ein doppeltes Endspiel bzw. doppelt wegweisend, falls es jemand nicht ganz so hochtrabend mag.

Denn im Duell zwischen dem Fünften und dem Sechsten geht es einmal darum, sich die Chance auf einen Platz in der Champions League nächste Saison zu erhalten. Realistischerweise hat nur der Sieger der Partie eine Chance, auch weiterhin noch auf Platz 4 zu schielen. Für den Verlierer dürfte die kommende Saison ohne Königsklasse und viele, viele Zusatzmillionen laufen.

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Presse 19.04.2018

Gestern erstes Training der Woche bei RB Leipzig. Bruma und Naby Keita fehlten bzw. trainierten individuell. Reine Vorsichtsmaßnahme hieß es dazu.

Aus Portugal weht gerüchtetechnisch der Name Ricardo Pereira herüber. Offensiver Rechtsverteidiger vom FC Porto. 24 Jahre alt. Vermutlich sehr teuer. Relevanz des Gerüchts: unklar.

Wie mühselig dieses ganze Transfergerüchtedingens ist, zeigt schön der Fall Nadiem Amiri. Montag noch war der Kicker auf dem ‚Interesse von RB ist erkaltet, weil zu teuer für die zuletzt gezeigten Leistungen‘-Trip. Heute ist die BILD mit einem ‚Amiri bei RB weiter Kandidat; Leipzig in der Verhandlungs-Pole-Position‘-Artikel dran. 17 Millionen sind per Ausstiegsklausel zu bezahlen, wenn man Amiri will. Vor knapp zwei Jahren wollte man ihn noch. Auch letzten Sommer galt RB als interessiert.

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Außergewöhnliche Herausforderung

Vier Spieltage sind es noch bis zum Ende der Saison. Die Tabellenrechner sind gezückt und werden mit den sinnvollsten Varianten gefüttert, um am Ende das Wunschergebnis herauszubekommen.

Bei RB Leipzig will man immer noch Platz 4. Über die semantischen Feinheiten, dass das eigentlich gar nicht das Ziel im Sinne eines Muss, sondern eher im Sinne eines Wunsches ist, debattiert inzwischen keiner mehr. Vielmehr wird gerechnet und sich Mut zugesprochen, dass das doch noch gelingen könne. Eine starke Halbzeit in Bremen und das Ende der englischen Wochen machen es möglich, dass man nach neun Gegentoren in zwei Spielen zuvor dann doch wieder mit Selbstvertrauen in die verbleibenden Spiele geht. Trotz vier Punkten Rückstand auf Rang 4 und nur einem Punkt Vorsprung auf Hoffenheim und Frankfurt.

Vier Siege muss man wohl aus den letzten vier Spielen mitnehmen, so hatte Ralf Rangnick nach dem Spiel in Bremen vorgerechnet. Und darauf verwiesen, dass man ja schon gezeigt habe, dass man so etwas könne und sogar schon achtmal am Stück gewonnen hat. Allerdings stammt das letztere Beispiel noch aus der Vorsaison und ist vielleicht nicht der allerbeste Maßstab. Zumindest nicht, wenn man rational drauf blickt. Aber darum geht es ja auch nicht unbedingt, wenn man sich Selbstvertrauen zusprechen will.

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Presse 18.04.2018

Transfergerüchte-Namedropping. Der Express wirft Leonardo Bittencourt in den Ring. Wirkt nicht ganz so abwegig wie das van-Buyten-Gerücht des Express einst beim Aufstieg in die Bundesliga. Ganz naheliegend finde ich den Namen allerdings auch nicht. Sich bei Absteigern aus der Liga umzugucken, macht insgesamt aber immer Sinn (Stichwort Werner). Ob das dann auf einen wie Bittencourt hinausläuft, wird man sehen.

Aus Mexiko weht der Name Diego Lainez herüber. 17 Jahre. Offensivspieler. Angeblich bereits Kontakt mit AS Monaco und RB Leipzig. Noch kein offizielles Angebot. Naja, sehr vages Gerücht.

Sportbild haut derweil den Namen Yussuf Poulsen in die Verlosung. Weil der schon bei RB spielt, muss es um einen Wechsel in die andere Richtung gehen. Wolfsburg hat angeblich Interesse an Poulsen, um die Sturmprobleme im Team zu lösen. Warum sollte Poulsen nach Wolfsburg gehen? Und warum sollte er dort stürmertechnisch die Fußspuren von Mario Gomez ausfüllen können? Um solche Fragen geht es bei Transfergerüchten aber wohl nicht..

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Presse 17.04.2018

Zweiter trainingsfreier Tag bei RB Leipzig. Man sammelt noch mal Frische und Kraft für die letzten vier Spiele. Abgeschrieben hat man den Sprung auf einen Champions-League-Platz noch nicht. Das Duell gegen Hoffenheim am Samstag hat diesbezüglich wegweisenden Charakter.

Wobei diese Rangnicksche ‚wir können auch vier Spiele am Stück gewinnen, um in die Champions League einzuziehen‘-Nummer ein bisschen an die Beierlorzer-Saison in der zweiten Liga erinnert, als man sich auch lange vorrechnete, dass man ja mit diesen und jenen Ergebnisssen vielleicht doch noch aufsteigen könnte. Bis dann die Niederlagen gegen St. Pauli und Sandhausen kamen. So richtig viel weist aktuell halt nicht darauf hin, dass RB tatsächlich so stabil auftreten kann, dass man noch vier Spiele am Stück gewinnt.

Der Kölner Stadtanzeiger sieht beim 1.FC Köln Interesse an Benno Schmitz. Nach dem Sieg von Mainz gegen Freiburg gestern ist Köln fast abgestiegen. Entsprechend kann man die kommende Zweitligasaison planen. Schmitz hat lange nicht gespielt, aber für einen Zweitligisten wäre es sicherlich keine schlechte Verstärkung. Zumal Schmitz sich noch entwickeln und eventuell mit zu einem Bundesliga-Spieler wachsen kann. Eventuell spielt beim möglichen Interesse auch die Verbindung zu Schmitz über Rangnicks ehemalige rechte Hand Frank Aehlig eine Rolle.

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Bundesliga: Werder Bremen vs. RB Leipzig 1:1

30. Spieltag der Bundesliga. Es geht langsam um die berühmte Wurst in der Bundesliga. Die schmackhafte gibt es auf den Plätzen 2 bis 4. Die Wurst dahinter ist in der allgemeinen Wahrnehmung eher so diätetisches Lebensmittel. Da Leverkusen am Samstag mit einem Sieg gegen Frankfurt vorgelegt hatte, stand RB Leipzig im Kampf um einen Champions-League-Platz schon ein wenig unter Druck. Das 1:1 in Bremen war diesbezüglich nicht wirklich hilfreich. Aufgrund der zweiten Halbzeit blieb aber der positive psychologische Effekt, einen Rückstand noch verdient aufgeholt zu haben.

Ralph Hasenhüttl hatte nach dem aufreibenden Spiel in Marseille gleich mal auf sechs Positionen gewechselt. Sabitzer und Upamecano fehlten verletzt. Klostermann, Bruma, Augustin und Keita saßen nur auf der Bank. Orban, Bernardo, Kaiser, Forsberg, Werner und Poulsen kamen neu in die Startformation.

Bremen wechselte nach neun Tagen Spielpause auf drei Positionen. Moisander kehrte für Langkamp zurück in die Mannschaft. Dazu ersetzten Rashica und Junuzovic auf den offensiven Außenbahnen Belfodil und Kainz. Organisiert war das in einer Art 4-3-3, das man in Bremen recht flexibel spielt und in dem Bargfrede eine ähnliche Rolle spielt wie Khedira in Augsburg, nämlich als Sechser auch immer mal zwischen die Innenverteidigung zu rutschen. Das scheint ein taktischer Kniff zu sein, der in der Bundesliga durchaus vermehrt Anwendung findet.

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Presse 16.04.2018

Gestern das 1:1 von RB Leipzig bei Werder Bremen. Vor der Partie musste man ein wenig Angst haben, dass RB vielleicht gegen den nächsten Gegner mit einem intensiven Spielstil baden geht. Dem wollte Hasenhüttl defensiv begegnen, lag zur Pause aber trotzdem 0:1 zurück. In der zweiten Halbzeit wurde es dann offensiver und am Ende stand es durchaus verdient 1:1.

Nach einer halben Stunde hatte Niklas Moisander die Bremer in Führung geschossen. Wobei geschossen relativ ist, denn der Ball kullerte über die Linie, nachdem Moisander einen Lattenabpraller aus 14 Metern direkt genommen hatte. Nach der Pause sorgte Einwechsler Ademola Lookman früh für das 1:1. In der Schlussphase hatten dann beide Teams noch mal riesige Chancen auf den Sieg.

Offiziell war das Stadion in Bremen mit 42.100 Zuschauern ausverkauft. Was angesichts eines deutlich nicht ausverkauften Gästebereichs ein wenig seltsam anmutet. Offiziell rund 800 Gästefans sollen dagewesen sein. Angefühlt hat es sich eher wie weniger.

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Fehlende Phantasie

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor dem Bundesliga-Spiel von RB Leipzig bei Werder Bremen (15.04.2018, 18.00 Uhr) finden sich die wichtigsten Aussagen von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

30. Spieltag der Bundesliga. Eine Saison, in der es für RB immer mal wieder hoch und dann wieder runter geht. Lange war RB Leipzig in der Defensive in der Rückrunde ein stabiles Team. Um nun seit der 60. Minute in Hannover defensiv ziemlich nah dran an katastrophal zu sein. Wie man in Marseille gerade vor der Dreierkette teilweise zerfallen ist und nicht mehr als Gruppe auftrat, war durchaus erstaunlich.

Drei Spiele in sieben Tagen sind es für RB Leipzig dank des Montagsspiels gegen Leverkusen. Zwei Spiele mit neun Gegentoren musste man verarbeiten, während Bremen seit letzten Freitag Pause hat. Dazu ein Flug nach Marseille und nun die Reise in den Norden. Und im Gepäck zwei Klatschen und das Aus in der Europa League. Von den Grundvoraussetzungen her könnte es in Sachen Physis und Psyche wesentlich einfachere Spiele geben als das in Bremen. Zumal einige Spieler fraglich sind und die Personaldecke langsam sehr dünn wird.

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Europa League: Olympique Marseille vs. RB Leipzig 5:2

Rückspiel im Viertelfinale der Europa League. Die Chance für RB Leipzig bei Olympique Marseille Geschichte zu schreiben und ins Halbfinale einzuziehen. Doch am Ende war man weitestgehend chancenlos und verlor das Spiel auch in der Höhe verdient mit 2:5.

In die Partie gegangen war RB Leipzig mit fünf Veränderungen im Vergleich zur Leverkusen-Pleite. Orban, Forsberg, Bernardo, Poulsen und der am Oberschenkel leicht verletzte Werner auf die Bank. Dafür kamen Ilsanker, Demme, Konaté, Bruma und Augstin in die Partie. Das ganze ergab dann eine Art 3-5-2 mit Ilsanker als zentralem Abwehrchef und dem Trio Kampl, Demme Keita in der Mittelfeldzentrale.

Marseille auf der anderen Seite verzichtet etwas überraschend auf Ocampos, der im Hinspiel gegen RB noch für einigen Wirbel gesorgt hatte. Dafür kam der wieder genesene Topscorer Florian Thauvin in die Partie. Gegenüber dem Hinspiel wurde zudem Anguissa auf der Doppelsechs durch den etwas spielstärkeren Maxime Lopez ersetzt. Taktisch blieb es irgendwas bei einem 3-4-2-1, wobei die Dreierkette nicht so defensiv interpretiert wurde wie im Hinspiel.

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Presse 13.04.2018

Es hatte ein schöner Abend werden sollen. Es wurde ein mittleres Debakel. 2:5 verliert RB Leipzig gestern bei Olympique Marseille und verabschiedet sich aus der Europa League. Völlig verdient, weil die Franzosen über 180 Minuten das eher deutlich bessere Team waren.

Wie schon gegen Leverkusen Leipzig in Marseille mit einer ziemlich grausamen Defensive. Was die Gastgeber da teilweise rund um den RB-Strafraum anstellen durften, war eher bedenklich. Vor allem weil RB sich vorgenommen hatte, im dichten Netz zu verteidigen. Wie schon gegen Leverkusen scheiterte man aber nicht an den Lücken in der taktischen Formation, sondern am Verteidigen von Standards und von Kontern nach eigenen Standards am Marseille-Strafraum. Vier von fünf Toren kassierte man auf diese Weise in Marseille. Viel zu viel.

Dabei hatte man mit einem perfekten Start das Publikum im Stade Velodrom gut eingebremst. Bruma hatte bereits in der zweiten Minute getroffen. Doch ein Eigentor von Stefan Ilsanker und ein Treffer von Bouna Sarr drehten die Partie noch in den ersten zehn Minuten und verwandelten die heimische Arena in ein Tollhaus. Der genesene Florian Thauvin schoss noch vor der Pause Olympique Marseille zum 3:1. Jean-Kevin Augustin ließ durch sein Tor zum 3:2 Leipzig zehn Minuten nach der Pause kurzzeitig wieder am Halbfinale schnuppern. Dimitri Payet sorgte nur vier Minuten später mit spektakulärem Außenrist-Treffer für die sofortige Ernüchterung. Hiroki Sakai machte in der Nachspielzeit dann mit einem Empty-Net-Goal alles klar.

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Presse 12.04.2018

Heute Abend ist Europapokal-Abend. Viertelfinal-Rückspiel bei Olympique Marseille. 1:0 liegt RB Leipzig zur Hälfte in Führung. Im Rückspiel will man schnell ein Tor machen, die Stimmung im Stadion abwürgen und ein dichtes Netz im Spiel gegen den Ball spinnen. Mal sehen, was davon dann aufgeht. Marseille übt derweil schon mal intensiv Elfmeterschießen.

Auf Seiten von RB Leipzig ist Timo Werner fraglich. Oberschenkelprobleme. Wenn er heute schmerzfrei ist, spielt er. Wenn nicht, dann nicht. Naby Keita kann nach seiner Hüftprellung offenbar in jedem Fall spielen. Ademola Lookman fehlt wie gewohnt mangels Spielberechtigung. Konrad Laimer und Marcel Halstenberg geben die Verletztenfraktion, zu der auch Philipp Köhn gehört. Der Kader stellt sich letztlich derzeit praktisch von selbst zusammen.

Auf Seiten von Olympique Marseille geht man davon aus, dass Topscorer Florian Thauvin wieder in der Startelf steht. Seit der letzten Länderspielpause hatte er verletzt gefehlt. Das ist für Marseille durchaus eine gewichtige Verstärkung. Steve Mandanda fällt im Tor weiter genauso aus wie Innenverteidiger Adil Rami. Noch fraglich ist Rolando. Im Hinspiel hat Marseille aber gezeigt, dass man auch ohne Rami und Rolando eine gute Innenverteidigung auf den Platz gezaubert bekommt.

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Mit defensiver Stabilität ins Halbfinale der Europa League

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig bei Olympique Marseille (12.04.2018, 21.05 Uhr) befindet sich der kein Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Im Anschluss an die PK (Start: 18.30 Uhr) werden hier am Abend die wichtigsten Aussagen von Mit Ralph Hasenhüttl und Marcel Sabitzer nachgetragen.]

Rückspiel im Viertelfinale der Europa League schon wieder. Drei Tage nach dem durchaus heftigen Tiefschlag gegen Bayer Leverkusen, der RB Leipzig in der Bundesliga wieder zurückgeworfen hat und der vor allem in Bezug auf die defensive Stabilität der Mannschaft einige Fragen offen ließ. Quasi als Anschlussfragen zu den Spielen gegen Hannover und Marseille, wo man ja auch jeweils schon einiges an Gelegenheiten zugelassen hat.

Defensive Stabilität wird man im Rückspiel in Marseille ziemlich sicher brauchen.  Denn Olympique wird in diesem Spiel alles in die Waagschale werfen, um den 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel wettzumachen. Um ohne Elfmeterschießen weiterzukommen, braucht man mindestens zwei Tore. Was man in den bisherigen Europa-League-Spielen (inklusive Quali) schon fünfmal schaffte.

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Presse 11.04.2018

Allerlei Aufarbeitungen zu den Ereignissen von Montag beim Spiel gegen Leverkusen. Nicht denen auf dem Platz, sondern denen auf den Rängen. Der Verein kündigt genauso eine Aufarbeitung an wie der Fanverband in einer gemeinsamen Erklärung mit den Rasenballisten.

Ansonsten gab es gestern, so wie in der Woche davor in den weiten Online-Welten einige krasse Kommentare bis hin zu Blocksäuberungsstimmung. Aber es gab mit dem Abstand einer Nacht auch viele sachliche und selbstreflektierende/ selbstkritische Stimmen. Die Aufarbeitungstexte unten als Links in einem eigenen Block. Für Meinungsbildung seid ihr ja schon groß genug, wenn euch das Thema weiterhin interessiert.

Philipp Köhn gestern mit einem Meniskusriss. Operation am morgigen Donnerstag. Vier bis sechs Wochen Pause. Praktisch das Saison-Aus. Für Köhn natürlich bitter, für RB Leipzig sportlich nicht ganz so extrem relevant, dass Torwart Nummer 3 bis 4 nicht mit auf dem Trainingsplatz steht.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. Bayer Leverkusen 1:4

29. Spieltag der Bundesliga. Für RB Leipzig ein extrem wichtiges Spiel in Sachen weiterem Saisonverlauf gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um einen Platz in einem europäischen Wettbewerb. Das vielzitierte Sechspunkte-Spiel ging am Ende deutlich an Leverkusen, die spritziger, effektiver und alles in allem einfach besser waren.

RB Leipzig gegenüber dem Spiel gegen Marseille gleich mit fünf Änderungen. Laimer verletzt. Konaté, Demme, Bruma und Augustin nur auf der Bank. Dafür Frische und Orban, Bernardo, Kampl, Poulsen und Sabitzer im Team. Organisiert das ganze im 4-2-2-2 und nicht in einer Dreierkette, wie auch angedacht war. Vermutlich war Ilsanker nach seiner Verletzungspause noch nicht so weit, um gleich wieder in der Startformation das mittlere Glied einer Dreierkette spielen zu können.

Leverkusen auf der anderen Seite hatte seit dem letzten Spiel neun Tage Pause und brachte nur zwei neue Kräfte. Retsos und Kohr mussten auf die Bank (ersterer kam allerdings früh wegen einer Verletzung bei Sven Bender). Lars Bender und Kai Havertz kamen in die Partie. Gerade Havertz war in Sachen Kreativität ein Gewinn für das Team.

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