Nichts weiter passiert?

30.000 Menschen haben am Samstag ein emotionales und friedliches Fußballfest in Dresden gefeiert. Leider gab es vereinzelt Spruchbänder und Meinungsäußerungen am Rande des Spiels, die weit unter die Gürtellinie gingen. Auch die Aktion mit dem abgetrennten Bullenkopf war absolut widerlich, damit wurde eine Grenze deutlich überschritten und es wirft ein schlechtes Licht auf diesen besonderen Fußball-Tag, der ansonsten eine großartige Werbung für unsere Stadt und unseren Verein war. (Dynamo-Geschäftsführer Michael Born in der MoPo)

Die Sprachregelung in Dresden nach dem Spiel zwischen Dynamo und RB ist klar. Tolles Fußballfest (na klar, wer wollte nach dem Pokalsieg im Elfmeterschießen auch anderes behaupten) mit leichten Nebengeräuschen, die je nach Standpunkt mehr oder minder vernachlässigbar sind. Im großen und ganzen habe man die Partie, so war man sich auch medial anfangs mit wenigen Ausnahmen einig, gut über die Bühne bekommen.

Nicht ganz so einig waren sich Ralf Minge und Oliver Mintzlaff. Der Dynamo-Sportchef war nach der Partie angesäuert über Äußerungen aus Leipzig von vor der Begegnung und betonte, dass er sich immer schützend vor seinen Verein stellen werde. Da er sich nicht näher zu den Hintergründen äußern wollte, bleibt nur zu vermuten, dass es da unter anderem darum ging, dass man in Leipzig Dresden als Verursacher eines Hochsicherheitsspiels ausgemacht hatte oder auch darum, dass sich Ralf Rangnick ziemlich despektierlich über die Dynamo-Fancharta geäußert hatte.

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Presse 24.08.2016

BILD spinnt Transfergerüchte weiter. Diesmal wird Christian Pulisic auf die Liste geschmissen. 17jähriger, amerikanischer Offensivspieler, der vor eineinhalb Jahren nach Dortmund kam und der nun für ein Jahr verliehen werden soll. Ein einjähriger Leihdeal, zumal bei einem 17jährigen, das klingt nicht nach Rangnick. Einerseits wegen Leihe an sich, die Rangnick eigentlich prinzipiell nicht mag. Andererseits weil man eigentlich Spieler sucht, die sofort weiterhelfen und das bei einem 17jährigen (bei allem Talent) durchaus fraglich ist.

Pulisic wäre auf kurz- bis vor allem mittelfristige Sicht ein prima Neuzugang für RB Leipzig, aber die derzeitigen Rahmenbedingungen wirken nicht sehr plausibel. Auch in Dortmund ist man eher verwundert und verweist darauf, dass Verein und Familie zuletzt eigentlich gar kein Interesse an einem Wechsel hatten (Stefan Buczko).

Davie Selke und Lukas Klostermann sind nach ihrem erfolgreichen Ausflug zu den olympischen Spielen wieder zurück in Leipzig. Inwieweit sie für das Spiel in Hoffenheim schon ein Thema sind, werden die nächsten Tage zeigen und hängt auch davon ab, wie sie die Strapazen des Turniers verarbeiten. Grundsätzlich dürften sie durch die sechs Pflichtspiele in reichlich zwei Wochen gut im Spielrhythmus sein.

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Pokalniederlage mit höherem Zweck?

Nach Pokalniederlagen hört man ja immer wieder mal gern, dass man nicht wissen könne, ob das vielleicht nicht ganz gut ist, weil man sich ja schließlich nun auf die Liga konzentrieren könne. Letztes Jahr hat man sich damit in Leipzig ein wenig die Unterhaching-Pleite schöngeredet und fühlte sich mit dem Aufstieg am Ende der Saison bestätigt. In dieser Saison kam die Frage schon vor dem Dresden-Spiel auf und je nach Saisonverlauf wird auch dieses Ausscheiden bestimmt zu etwas gut gewesen sein.

Schaut man sich die Daten dieses Jahrtausends an, dann sind von 43 Aufsteigern in die Bundesliga insgesamt 12 in der ersten Runde des DFB-Pokals gescheitert. Also jeder vierte Bundesliganeuling überstand die erste Runde im DFB-Pokal nicht. Wobei die Quote in den jüngeren Jahren deutlich höher war, denn in den letzten sechs Spielzeiten flogen gleich 6 von 13 Aufsteigern in der ersten Runde aus dem Pokal. Und in den letzten vier Spielzeiten waren es gar fünf von neun Aufsteigern, die die Segel strichen.

Dass diese Saison mit RB Leipzig immerhin ein Bundesliga-Aufsteiger die Segel streichen musste, liegt also voll im Trend, der ja eigentlich dagegen spricht, dass die Abstände zwischen unterem Bundesliganiveau und Rest der Fußballwelt größer geworden sind. Aber das nur als Beobachtung am Rande.

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Presse 23.08.2016

Acht Tage noch bis zum Schließen des Transferfesters. Noch keine handfesten Neuigkeiten. Die Mitteldeutsche Zeitung sieht weiter Ken Gipson und Zsolt Kalmár auf der Abgangsliste. Gipson dürfe sich weiterhin nach einem Verein umschauen und wenn er fündig wird auf RB zukommen, wie sein Berater bestätigt.

Neuzugangsgerüchte gibt es keine belastbaren neuen. Serge Gnabry und Matthias Ginter sind weiterhin Namen, die im Raum stehen. Wobei Ginter bundesweit eher nach Wolfsburg geschrieben wird als nach Leipzig.

Aus Frankreich weht sehr vage wie schon vor fünf Monaten der Name Issa Diop herüber. 19 Jahre, sehr robuster Innenverteidiger. Passt durchaus ins Beuteschema, steht aber in Europa auf verschiedenen Zetteln, soll zudem in Toulouse bleiben (gerade Vertrag bis 2020 verlängert) und überhaupt steht die Frage, ob Diop eine sofortige Bundesligahilfe sein könnte.

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Presse 22.08.2016

Das erste Pflichtspielwochenende von RB Leipzig ist Geschichte. Eine ziemlich geräuschvolle Angelegenheit. Sportlich ist man im DFB-Pokal in der ersten Runde bei Dynamo Dresden nach Elfmeterschießen ausgeschieden. Überraschend, nachdem man zur Pause mit einer sehr effizienten Vorstellung mit 2:0 vorn gelegen hatte. Nicht unverdient, nachdem man in der restlichen Spielzeit zu wenig offensive Durschlagskraft hatte und zwischenzeitlich die Kontrolle über das Spiel verlor.

Marcel Sabitzer und Dominik Kaiser per Handelfmeter hatten RB Leipzig in der ersten Halbzeit in Führung geschossen. Der Ex-RBLer Stefan Kutschke glich vom Punkt und aus dem Spiel heraus aus. Im Elfmeterschießen scheiterte ausgerechnet Kapitän Dominik Kaiser als einziger von zehn Schützen.

Mit Verletzungen kämpfen nach dem Spiel in Dresden zwei wichtige Mittelfeldakteure. Dominik Kaiser und Naby Keita hat es jeweils am Fuß erwischt. Wie lange sie ausfallen, ist vorerst unklar. Laut Verein schaue man „von Tag zu Tag“, ob sie wieder mitmachen . Marius Müller, der das Spiel in Dresden wegen kleineren Problemen verpasst hatte, darf dagegen wieder voll trainieren.

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DFB-Pokal: Dynamo Dresden vs. RB Leipzig 7:6 n.E.

Erstes Pflichtspiel von RB Leipzig in der neuen Saison. Das erste Pflichtspiel als Bundesligist. Im DFB-Pokal ging es zum in vielerlei Hinsicht schwersten Los, das im Topf lag, zu Dynamo Dresden. Am Ende stand eine nicht ganz unerwartete, aber nach einer 2:0-Pausenführung völlig unnötige Niederlage nach Elfmeterschießen.

In die Partie gegangen war RB Leipzig mit der erwarteten Formation. Sowohl taktisch (4-2-2-2), als auch von der Kaderbesetzung her. Ilsanker in der Innenverteidigung und Sabitzer als zweite Spitze, das waren die einzigen Positionen, die man als noch ansatzweise offen empfinden konnte. Aber auch das waren naheliegende Besetzungen. Auch wenn Coach Ralf Hasenhüttl vor der Partie noch davon gesprochen hatte, dass die erste Elf noch nicht feststehe.

Dynamo Dresden überraschte auf der anderen Seite mit Formation und individueller Besetzung. So blieben Testroet, Lambertz und Teixeira draußen und mussten Kutschke, Konrad und Starostzik Platz machen. Dadurch formierte sich das Team in einer Art 3-4-2-1, wobei die Dreierkette in der Abwehr natürlich situativ durch die Außenverteidiger Kreuzer und Müller zu einer Fünferkette wurde.

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Presse 19.08.2016

Morgen also Saisonstart für RB Leipzig mit dem DFB-Pokalspiel bei Dynamo Dresden. Sowohl in Dresden als auch in Leipzig ist man heiß auf die Partie und hat sich im Vorfeld ein paar verbale Bälle hin- und hergeschossen. Wobei die meisten Schüsse aus einer Richtung kamen. Uwe Neuhaus legt diesbezüglich in der Sächsischen Zeitung („RB ist ein komisches Konstrukt“) noch mal nach. Ralf Rangnick hatte gestern bei der Pressekonferenz vor dem Spiel seinen Teil beigetragen („Dass das Spiel ein Hochsicherheitsspiel ist, liegt nicht an uns.“).

Sportlich und atmosphärisch wartet ein heißes Spiel, in dem Heimvorteil und früherer Pflichtspielstart von Dynamo Dresden den Spielklassennachteil aufwiegen könnten. Als Favorit geht RB Leipzig natürlich trotzdem in die Partie. Größere Ausfälle sind nicht zu beklagen. Dresden fehlt die Abwehrstütze Giuliano Modica. Leipzig fehlen die Olympiastarter Lukas Klostermann und Davie Selke. BILD spekuliert, dass auch Torwart Marius Müller wegen Oberschenkelproblemen zu Hause bleiben könnte. Da geht es dann aber sowieso nur um die Frage Bank oder Tribüne.

Geleitet wird die Partie, die schon ganz viel Bundesliga mit sich bringt von Felix Brych, der zuletzt beim 3:0 von RB gegen Union ein Leipziger Spiel begleitete und damals eher unglücklich pfiff, ohne dabei Einfluss auf den Spielausgang zu nehmen.

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Bestmögliches Los

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie im DFB-Pokal von RB Leipzig bei Dynamo Dresden (20.08.2016, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl, Ralf Rangnick und Dominik Kaiser.]

Da hat er uns also endlich wieder nach einer ewigen (aber wohltuenden) Sommerpause. Der Pflichtspielfußball in seiner ernsthaften Form. Und angesichts dessen, dass Dynamo Dresden und RB Leipzig aufeinandertreffen, sogar in seiner allerernsthaftesten Form.

Die Sommerpause hatte wohl wenig spektakulärere Momente als jenen, in dem irgendwann kurz vor gefühlt früh um drei in der ARD zuerst das Los Dynamo und dann das Los RB aus den jeweiligen Töpfen gezogen wurde. Ah, oh, ausgerechnet. Spontan wurde der Ausnahmezustand prognostiziert, der Polizei in Twitter-Witzen der Urlaub zwecks Spielabsicherung gestrichen und über Derby oder doch nicht Derby debattiert..

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Presse 18.08.2016

Weiter geht es mit Gerüchten. Dabei ist immer noch Serge Gnabry, der sich bei Olympia weiter in den Fokus schießt und seinen Marktwert erhöht. BILD hält das Thema ohne Neuigkeiten am Köcheln

Neu dabei ist Matthias Ginter, den der Kicker ins Spiel bringt. Leipzig habe Interesse am Innenverteidiger, der auch (rechts) außen spielen kann. Wolfsburg aber auch und zudem habe Dortmund eigentlich gar kein Interesse, ihn abzugeben, weil man Ginter in der Abwehr braucht.

Ziemlich perfekt in die Kaderlücken passen würden beide. Junge Spieler für genau die Positionen, die man noch sucht. Allerdings auch sehr teuer und mit vielen Konkurrenten auf dem Transfermarkt. Vor nächste Woche, wenn die olympischen Spiele vorbei sind, wird allerdings sowieso wohl nichts passieren.

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RB Leipzig vor der Hinrunde in der Bundesliga 2016/2017

Ja, schon klar. Die Überschrift ist genaugenommen etwas irreführend, weil vor der Bundesliga noch der DFB-Pokal liegt. Aber erstens gehört auch dieses Pflichtspiel schon zur Saison und zweitens dürfte das Spiel vom Schwierigkeitsgrad her in mancher Hinsicht auf Bundesliganiveau liegen.

Bundesliga. Die erste Saison in der höchsten Spielklasse für RB Leipzig. Klar, dass da bei allen Dingen, in denen der Verein gut aufgestellt sein mag, nach drei Aufstiegen in vier Jahren auch einige Fragezeichen bleiben. Sportlicherseits sowieso, aber auch in Sachen Vereinsorganisation ist der Schritt in die Bundesliga ein anspruchsvoller und die Bundesliga für viele Beteiligte Neuland.

Fakt ist, dass RB Leipzig erstmals in einer Liga angekommen ist, in der man nicht mehr per se das wirtschaftlich überlegene U-Boot ist. In der Bundesliga gibt es schlicht locker sechs Clubs, die wirtschaftlich in anderen Dimensionen schweben und ein paar mehr, mit denen man maximal auf Augenhöhe agiert. Wenn man jetzt mal nur die Aufwendungen nimmt, die in der Profimannschaft im Tagesbetrieb drinstecken. Wenn man das Komplettprogramm eines Vereins inklusive Nachwuchs und Ablösesummen mitrechnen würde, sähe die Rechnung vermutlich etwas anders aus.

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Presse 17.08.2019

Der Kicker meint, dass die in der jüngeren Vergangenheit nach Leipzig gerüchtelten Timo Baumgartl, Marvin Stefaniak und Diego Rolán im Hause RB keine Rolle spielen. Bei den ersten beiden überrascht das aus verschiedenen Gründen überhaupt nicht. Bei Rolán kann man es einfach zur Kenntnis nehmen.

Rolán von Girondins Bordeaux von der Gerüchteliste, dafür mit Davy Delpierre vom AS Monaco ein anderer in Frankreich spielender Fußballer drauf. France Football bringt ihn ins Spiel. Allerdings ist der Mittelfeldmann erst 17 und damit eher keine primäre Verstärkung für das Männerteam. Wenn denn überhaupt was am Gerücht dran ist. In Frankreich wurden in der Vergangenheit immer wieder mal Namen mit Leipzig in Verbindung gebracht, ohne dass daraus was geworden wäre.

BILD und Mitteldeutsche Zeitung arbeiten eine Treffen der Fanclubs mit der Vereinsspitze vom Montag auf. Stadionwurst aus Schalker Haus. Und Stehplätze in Sektor B. Nach den Fanclubs wurden gestern dann VIPs und Sponsoren mit einem Treffen mit sportlicher Leitung und Spielern beglückt.

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Neustart ohne Lerneffekt

Am Wochenende beginnt für die Frauen von RB Leipzig mit dem Auswärtsspiel beim Bischofswerdaer FV ihre erste Saison. Geräuschlos geht der Start in eine neue Epoche allerdings nicht vonstatten, denn diverse Konkurrenten warfen in den letzten Tagen vor allem dem Sächsischen Fußballverband Täuschung im Vorfeld der Entscheidung über die Eingruppierung von RB Leipzig in die Landesliga vor und beklagen Vorgehen und Strategie des Verbandes. Aber vielleicht fangen wir besser weiter vorn an..

Denn wenn man den Frauenfußball in Leipzig in seiner aktuellen Form auch nur ansatzweise verstehen will, kommt man nicht umhin, in seine Entwicklung hineinzuschauen. Für diese ist das Jahr 2007 ein entscheidendes Datum. Denn vor neun Jahren suchte der Sächsische Fußballverband einen Verein, an den er sein sächsisches Nachwuchsleistungszentrum anschließen konnte. Ein Leuchtturmprojekt sollte entstehen und Erfolg in Sachsens Frauenfußball einziehen.

Zu diesem Zwecke wurde der Leipziger FC 07 gegründet und am Gontardweg beheimatet. Idee des Vereins war es, die Kräfte des Frauenfußballs in Leipzig zu bündeln und vor allem Lok und FC Sachsen ins Boot zu holen. Es sollte also gelingen, was im Männerfußball immer undenkbar war. Dass sich quasi jenseits der Konkurrenten ein übergeordneter Verein findet, der als starker Leipziger Verein Erfolge feiert.

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Presse 16.08.2016

Weiter geht es im Gerüchtekarton. Mal wieder mit einem Offensivspieler, obwohl die Dringlichkeit, einen Defensivspieler zu holen, größer sein dürfte. Auf die Liste der Gerüchte hat es dank BILD Diego Rolán geschafft, ein 23jähriger (Außen-)Stürmer aus Uruguay, der aktuell für Girondons Bordeaux spielt. Konkurrent von RB Leipzig im Werben um Rolán soll Schalke 04 sein. 10 Millionen soll der Offensivmann kosten.

Ob man im Offensivbereich noch Verstärkungen braucht, ist wohl eine Frage der Sichtweise. Mit Forsberg, Kaiser, Sabitzer, Poulsen, Werner und Selke hätte man aktuell sechs Spieler für vier Offensivpositionen. Bruno, Boyd und Kalmár (der immer noch Abgangskandidat ist), bei denen die Frage ist, ob sie für die Bundesliga weiterhelfen können, kommen dahinter. Gerade bei einem Kalmár-Abgang wäre definitiv noch Platz für einen Offensivmann im Kader.

BILD sieht RB Leipzig derweil in der „Transferfalle“, weil man sich auf junge Spieler mit noch nicht ganz so hohem Gehalt fokussiere und dort die Auswahl sehr klein wird. Fakt ist zumindest, dass man auf Bundesliganiveau ganz andere Konkurrenten im Kampf um nur wenige junge Topspieler hat als noch zuletzt in der zweiten und dritten Liga und sich entsprechend manch einer für andere, sportlich reizvollere Clubs entscheidet. Aber in den letzten reichlich zwei Wochen der Transferperiode kann auch noch einiges passieren.

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Testspiel: RB Leipzig vs. Betis Sevilla 1:1

Für das letzte von insgesamt acht Vorbereitungsspielen auf die neue Saison hatte sich RB Leipzig den spanischen Erstligisten Betis Sevilla, letzte Saison immerhin Zehnter in der Primera Division, als Gegner ausgesucht. Nach einem nicht übermäßig spektakulären Spiel, in dem auch deutlich wurde, dass bei RB Leipzig noch einige Detailarbeit wartet, trennte man sich am Ende 1:1.

Die Generalprobe stand ein bisschen unter dem Motto, eine eventuelle Startelf für die kommenden Pflichtspiele zu testen. Wenn man das als Maßstab nimmt, dann weiß man jetzt zumindest endgültig, dass sich der Kreis der ernsthaft in Frage kommenden Feldspieler auf 12, also auf jene, die starteten und jene, die nach 60 Minuten eingewechselt wurden, beschränkt (wenn man die abwesenden Olympioniken Selke und Klostermann nicht mitzählt). Nimmt man die drei Keeper dazu, ist man bei den von Rangnick genannten 13 bis 15 bundesligatauglichen Spielern, die RB Leipzig im Moment unter Vertrag stehen hat.

Das ist ein paar Tage vor dem Pflichtspielstart nicht wirklich ein atemberaubend besetzter Kader. Dass man Spieler wie Kalmár und Gipson eigentlich nicht ziehen lassen kann, obwohl man von ihrer Perspektive für die Stammelf nicht überzeugt ist, ist ein deutliches Zeichen, dass man in der Kaderplanung bisher nicht sehr offensiv vorgegangen ist. Auch (der gegen Sevilla sehr spielfreudige) Boyd, Bruno, Khedira und der nicht mal eingewechselte Nukan dürften von der Startelf aktuell ein ganzes Stück entfernt sein.

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Presse 15.08.2016

Letztes Testspiel vor dem Pflichtspielstart von RB Leipzig gestern. Gegen den spanischen Erstligisten Betis Sevilla spielte man 1:1. Die erste Halbzeit war ok und eine meist dominante Vorstellung ohne größere, offensive Ausrufezeichen. Die ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte waren dann sehr gut, bis Marvin Compper den Elfmeter zum Ausgleich verursachte und RB auch durch Auswechslungen ein wenig die Ordnung verlor. Das Leipziger Tor hatte ein paar Minuten vor dem Ausgleich Marcel Halstenberg durch einen schönen Fernschuss aus etwa 20 Metern Entfernung erzielt.

Erkenntnisse aus dem letzten Test: Peter Gulacsi wird als Nummer 1 in die Saison gehen. Marius Müller und Fabio Coltorti teilen sich die Rolle als Nummer 2. Dominik Kaiser bleibt Kapitän. Für das erste Spiel in Dresden kommen für die Startformation wegen der Abwesenheit von Selke und Klostermann und der dünnen Personaldecke in der Defensive bisher nur etwa 12 Feldspieler in Frage. Die (ansatzweise) offenen Positionen dürften noch zwischen Compper und Ilsanker und an zwei aus dem Trio Sabitzer, Poulsen, Werner vergeben werden.

Die LVZ erklärt die Gerüchte um einen Wechsel von Martin Hinteregger und/oder Duje Caleta-Car von Salzburg nach Leipzig für beendet. Die österreichische Krone fügt hinzu, dass es Gespräche mit Hinteregger gegeben habe, der aber nicht wechseln, sondern sich ausschließlich auf die Qualifikation für die Champions League mit Salzburg konzentrieren will.

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Ausbildungsnomaden ohne regionale Bindung(?)

Bevor es hier nächste Woche wieder viel ums Tagesgeschäft gehen wird, noch ein paar weitere Worte zum Nachwuchs. In der Diskussion um die Ausbildung bei RB Leipzig wird immer auch der regionale Charakter betont und darauf hingewiesen, dass die Ausbildung auch dem Osten oder Leipziger Vereinen zu Gute kommt, weil gut ausgebildete Talente, die es bei RB Leipzig nicht schaffen, dann eben bei anderen Vereinen unterkommen.

Die Antwort auf die Frage ist aktuell natürlich noch sehr unvollständig, weil der Betrachtungszeitraum viel zu kurz ist, um schon zu sagen, wo hier ausgebildete Talente am Ende wirklich landen. RB Leipzig arbeitet seit 2011 mit einem der Nachwuchsteams (der U17) auf Bundesliganiveau. Die damals 16jährigen sind jetzt 21. Da kann in ihrer Entwicklung noch viel passieren. Trotzdem lassen sich schon ein paar Tendenzen ablesen, wenn man sich mal die Spieler anguckt, die zwischen 2011 und 2016 in der U17 von RB Leipzig in der Bundesliga mindestens in einer Saison 500 Spielminuten absolvierten.

Extrem auffällig, dass bis zur Spielzeit 2013/2014 in der U17 überwiegend Spieler häufig auf dem Platz standen, die vor RB Leipzig bei Vereinen aus Leipzig oder der näheren Umgebung (bis hin zur Riesa und Torgau) kickten und sich das Verhältnis inzwischen vollkommen umgedreht hat. In der abgelaufenen Spielzeit liefen so fast ausschließlich Spieler für RB Leizpig auf, die vorher bei Vereinen spielten, die weiter entfernt waren. Also Talente aus Berlin, Cottbus, Nürnberg, Hannover, Kiel, Braunschweig und Frankfurt.

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Presse 12.08.2016

Langsam wird die Sache mit der neuen Saison ernst. Mit der Saisoneröffnung startet RB Leipzig in die letzte Woche vor dem ersten Pflichtspiel in Dresden. Am Sonntag gibt es einerseits das letzte Testspiel gegen Betis Sevilla (auch live im MDR im TV oder als Livestream) und andererseits vorher auf der Festwiese und am Cottaweg ein buntes Programm inklusive Mannschaftsvorstellung, Tag der offenen Tür und vielem mehr. Wenn man will, kann man also den ganzen Tag mit RB Leipzig verbringen. Ob es der Ernsthaftigkeit des letzten Testspiels gut tut, dass die Mannschaft ein paar Stunden vorher auf der Festwiese präsentiert wird, entscheide jeder selbst.

Marvin Compper kehrte gestern etwas überraschend nach den letzten Sportdirektorenaussagen in Bezug auf seinen Krankenstand wieder ins Mannschaftstraining zurück und klang überhaupt nicht danach, als wäre seine Verletzung längerfristiger Natur (Mitteldeutsche Zeitung). Marcel Halstenberg dagegen trainierte nur individuell.

Atinc Nukan sieht sich in der BILD bereit für die Bundesliga, weil er auch taktisch weiter sei als vor einem Jahr. Da ist das Blatt skeptischer und sieht bei einer weiteren Innenverteidiger-Neuverpflichtung Nukan im Fall der Fälle sogar auf der Tribüne verschwinden. Marvin Compper wünscht sich in der Mitteldeutschen Zeitung sogar einen neuen Konkurrenten, weil man ansonsten in der Innenverteidigung „dünn besetzt“ sei.

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Pushing the defensive Panikbutton

Neun Tage noch bis zum ersten Pflichtspiel der Saison. Eigentlich nach drei Monaten Sommerpause langsam der Zeitpunkt in der Vorbereitung, zu dem man positiv nach vorn schauen und an Details arbeiten sollte. Vielleicht war es deswegen so erstaunlich, dass Ralf Rangnick am Ende des Trainingslagers davon sprach, dass man nur auf „13, 14, 15 Positionen gut besetzt“ sei.

Wobei das Wörtchen ’nur‘ nicht Teil von Rangnicks Text war, aber man dieses als Leser still mit einbaute, weil man schon ein wenig überrascht sein durfte, dass der Sportdirektor seinen Nummern 16 bis 24 (vom Nachwuchs- und U23-Rest ganz zu schweigen) die Bundesligatauglichkeit absprach. Für den Moment zumindest.

Diese Aussage passt ganz gut damit zusammen, dass nach sechs Gegentoren in den letzten Pflichtspielen im Umfeld von RB Leipzig bezüglich der Defensive und insbesondere wegen der Abwehrkette ein wenig auf den Panikbutton gedrückt wurde.

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Presse 11.08.2016

BILD gerüchtelt heute über mögliche Defensivverstärkungen bei RB Leipzig. Martin Hinteregger und Duje Caleta-Car seien doch naheligende (weil jung und vertraut mit dem Leipziger Spielsystem) Lösungen für die Innenverteidigung. Wobei unklar bleibt, ob die BILD hier RB Leipzig quasi Soutingvorschläge unterbreitet oder darüber berichtet, dass Leipzig diese Spieler im Fokus hat.

Nehmen wir mal an die Salzburger stünden auf der Leipziger Liste weit oben, dann wäre das schon das Eingeständnis, dass man auf anderen Wegen nicht weitergekommen ist und man nach den Wunschlösungen nun die machbaren Lösungen abklappert. Was läge da näher als beim Bruderclub Salzburg zu stöbern, wo Transfers im Fall der Fälle etwas einfacher abzuwickeln sind..

Sehr kreativ in Sachen Scouting und Transfers wären die Lösungen Hinteregger und Caleta-Car allerdings nicht. Eher fühlte man sich an die Wintertransferperiode 2014/2015 erinnert, als man (mit wenig nachhaltigem Erfolg) noch Rodnei und Reyna aus Salzburg holte, um den Kader aufzufüllen. Eine Transferperiode, die man eigentlich geneigt war, aus dem Gedächtnis zu streichen. Abwarten, ob etwas aus dem Hinteregger- und Caleta-Car-Gerücht wird, aber ein wenig sprachlos bleibt man schon zurück, wenn nach langer Sommerpause doch wieder ’nur‘ Salzburg ins Spiel kommt.

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Testspiel: RB Leipzig vs. FC Liefering 4:4

Siebtes Testspiel der Vorbereitung auf die Bundesliga für RB Leipzig. Das letzte im Trainingslager, das vorletzte überhaupt vor dem Spiel bei Dynamo Dresden am 20.08.2016. Gegner war beim quasi internen Duell das Nachwuchsteam von Red Bull Salzburg, der FC Liefering. Nach vielen Fehlern in der Defensive kämpfte sich RB Leipzig am Ende noch zu einem 4:4-Unentschieden und sicherte so zumindest die (unwichtige) Ungeschlagen-Serie in der Vorbereitung.

Bei ollem Wetter und tiefem Boden mit Pfützen schickte Ralph Hasenhüttl bis auf Gulacsi und Nukan im Unterschied zu den letzten beiden Spielen noch mal zwei komplett unterschiedliche Teams in die jeweiligen Halbzeiten. Wobei man allen Feldspielern die fehlende Frische am Ende der Vorbereitung eher recht deutlich anzumerken schien.

Das nutzte der FC Liefering, der auch nicht mit seiner Stammformation auftrat, sondern sein Team bunt durcheinandergewürfelt hatte, besonders in den ersten 25 Minuten beider Hälften fast schon gnadenlos aus. Mit starkem Pressing und viel Geschwindigkeit in die Tiefe brachte man den großen Bruder aus Leipzig immer wieder in Verlegenheit.

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