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[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen die SpVgg Greuther Fürth (24.05.2015, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Achim Beierlorzer und Rani Khedira.]

Keine Woche ist es her, dass RB Leipzig freundlicherweise zu einer Aufstiegsparty eingeladen war. Nachdem man Ingolstadt beim Feiern zugeschaut hat, geht es tabellarisch nun in die entgegengesetzte Richtung und es wartet das Spiel gegen Fürth, nach dem den Gästen im negativen Fall gar nicht nach Feiern sondern nach Abstiegstrauer zumute ist.

Einen Gegner in die extremste aller negativen Emotionslagen zu schießen, ist RB Leipzig im Gegensatz zum Beitragen zum Aufstieg bisher noch nicht wirklich passiert. 2011 hatte Havelse bei drei Punkten und neun bzw. 15 Toren Rückstand auf Magdeburg zwar noch theoretische Chancen, als sie am letzten Spieltag unter André Breitenreiter nach Leipzig reisten. Aber die Betonung lag auf theoretisch, sodass der sportliche Abstieg (der dann später am grünen Tisch aufgehoben wurde) niemanden mehr überraschte. Und vor einem Jahr kam Saarbrücken als bereits feststehender Absteiger zum Aufstieg-Mitbejubeln nach Leipzig.

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Tags: 2.Liga 2014/2015, Achim Beierlorzer, Greuther Fürth, Rani Khedira

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Übermorgen das letzte Zweitligaspiel der Saison für RB Leipzig. Gegner ist die SpVgg Greuther Fürth, die noch gegen den Abstieg kämpft und einen Sieg braucht, um sich aus eigener Kraft zu retten. Bei einem Unentschieden könnte man maximal auf einen Relegationsplatz abrutschen. Bei einer Niederlage müssen sie komplett auf die Konkurrenz hoffen.

Für RB Leipzig geht es dagegen nicht mehr um viel. Mit einem Sieg könnte man bei einem Braunschweiger Patzer noch auf Platz 5 vorrücken. Bei einer Niederlage läge rechnerisch noch ein Abrutschen auf Platz 9, praktisch aber nur auf Platz 7 drin.

Die SpVgg Greuther Fürth muss bei ihrem Abstiegsendspiel eventuell auf die beiden Linksverteidiger Niko Gießelmann und Zhi Gin Lam verzichten, berichtet der Kicker. Bei RB Leipzig fehlt Anthony Jung gelbgesperrt. Tim Sebastian ist wegen einer leichteren Wadenverletzung fraglich.

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Zur fußballbezogenen Folklore gehört das Lamentieren über den Schiedsrichter während des Spiels unbedingt dazu. Im Fall der Fälle erzeugt man eine Grundstimmung, die den Spielleiter unterbewusst dazu bringt, die eine oder andere 50:50-Entscheidung mehr für das eigene Team zu pfeifen. Yordy Reyna erhielt beispielsweise in Kaiserslautern eine gelbe Karte, die man guten Gewissens als eine bezeichnen konnte, die eher für das Publikum und dessen Beruhigung als wegen eines schwerwiegenden Vergehens gezeigt wurde.

Das Schimpfen über Entscheidungen, die man im Fernsehbild in 70 bis 80% der Fälle absolut nachvollziehbar finden würde, gehört also dazu und macht auch durchaus Spaß. Kein Spaß macht allerdings das, was einem in der zweiten Liga Woche für Woche und Woche für Woche über die gesamte Saison begleitete. Nämlich auch nach den Spielen seitens von Vereinsverantwortlichen noch ganz fürchterlich darüber zu lamentieren, wer welchen ganz klaren Elfmeter nicht bekommen und welchen absoluten Nicht-Elfmeter gegen sich gepfiffen bekommen hat. Und oben drauf noch das Fanspiel auf diversesten Kanälen, dass es ganz bestimmt das eigene Team ist, das schon die ganze Saison von Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt und somit am durchschlagenden sportlichen Erfolg gehindert wird.

Das Lamento mag bei einzelnen Entscheidungen natürlich berechtigt sein. Nur meist regiert das Kurzzeitgedächtnis, das die Fehlentscheidung zum eigenen Ungunsten sieht, über das Langzeitgedächtnis, das Fehlentscheidungen zu eigenen Gunsten gespeichert haben sollte (wobei man Fehlentscheidungen zu eigenen Gunsten der Einfachheit halber ganz gern auch mal ausblendet). Sprich, meist gleichen sich Glück und Pech in Bezug auf Schiedsrichterentscheidungen auf lange Sicht hin aus. Was auch ganz logisch ist, weil die Unparteiischen eben unparteiisch sind und ihre Wahrnehmungsfehler mal diesen und mal jenen treffen.

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Tags: 2.Liga 2014/2015, Collinas Erben, Hellmut Krug, Michael Weiner, Pattrick Ittrich, Schiedsrichter, Videobeweis

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Weiter geht es mit Kadergeschichten. Neu im Gerüchtetopf Ken Gipson, der ablösefrei aus dem Nachwuchsbereich des VfB Stuttgart nach Leipzig wechseln soll, wie es bei Kicker und BILD heißt.

Gipson ist ein schneller Rechtsverteidiger, der auch als Innenverteidiger oder etwas offensiver eingesetzt werden kann. Macht in vielerlei Hinsicht Sinn das Gerücht um den 19jährigen. Jung und talentiert, dazu eine Kaderlücke bei RB Leipzig besetzend.

Nichts wird es dagegen mit dem 17jährigen Innenverteidiger Erdinc Karakas, der vom VfL Bochum zum FC Schalke 04 wechselt. Der Nachwuchsspieler, der laut BILD über Schalkes U19 an die Profis herangeführt werden soll, war auch bei RB Leipzig im Gespräch.

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Schon seit 12 Tagen kann RB Leipzig auch rechnerisch nicht mehr aufsteigen und schaut sich das sportliche Treiben in der zweiten Liga als entspannter Zuschauer an. Nicht ganz so entspannt dürften die Tage für Ralf Rangnick sein, der mitten im intensivsten Teil der Kaderplanung bzw. der Fixierung von Verträgen mit interessierten Spielern stecken sollte. Nicht zu vergessen, dass er auch noch einen Trainer vorstellen muss, der ihm den Kader in der nächsten Saison betreut.

Im Gegensatz zu den zwei Sommerpausen zuvor gibt es in diesem Jahr kadertechnisch doch einige Baustellen, viele Fragezeichen und auf Zugangs- und Abgangsseite mehr als genug zu tun. Das fängt bei den Leihspielern an, von denen kaum einer für die kommende Saison eine Rolle im RB-Kader spielen wird und für die es entsprechend entweder neue Leih- oder finale Abgangslösungen geben muss.

Gleich fünf von insgesamt 10 Leihspielern haben Verträge mit RB Leipzig, die Ende 2016 auslaufen. Sprich, bei allen diesen Spielern müsste der Vertrag erst einmal verlängert werden, wenn man denn neue Leihoptionen im Kopf hat. Nicht zutreffen dürfte dies auf Matthias Morys, Clemens Fandrich und Mikko Sumusalo, bei denen es darum geht, dass RB Leipzig für sie Lösungen finden muss, die einen endgültigen Abgang ermöglichen. Alle drei sind bei ihren aktuellen Leihvereinen Großaspach, Aue und Rostock gut aufgehoben. Bei Fandrich und Sumusalo stellt sich nur die Frage, was mit ihnen bei Abstieg ihrer jetzigen Clubs passiert.

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Tags: 2.Liga 2015/2016, André Luge, Ante Rebic, Anthony Jung, Benjamin Bellot, Clemens Fandrich, Daniel Frahn, Davie Selke, Denis Thomalla, Diego Demme, Dominik Kaiser, Emil Forsberg, Fabian Bredlow, Fabian Franke, Fabio Coltorti, Federico Palacios-Martinez, Georg Teigl, Henrik Ernst, Janik Mäder, Jean-Philippe Gbamin, John-Patrick Strauß, Joshua Kimmich, Lukas Klostermann, Marcel Sabitzer, Marvin Compper, Massimo Bruno, Matthias Morys, Mikko Sumusalo, Niklas Hoheneder, Omer Damari, Péter Gulácsi, Ralf Rangnick, Rani Khedira, Rodnei, Sebastian Heidinger, Smail Prevljak, Sören-Kurt Reddemann, Stefan Hierländer, Stefan Ilsanker, Terrence Boyd, Thomas Dähne, Tim Sebastian, Yordy Reyna, Yussuf Poulsen, Zsolt Kalmár

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BILD heute mit der Meldung, dass der Vertrag mit Linksverteidiger Anthony Jung bis 2019 verlängert worden sei. Die Nachricht der Vertragsverlängerung ist nicht so überraschend. Dass es gleich drei Jahre Aufschlag auf den bisher bis 2016 laufenden Kontrakt gab, erstaunt dann doch ein bisschen. Offenbar traut man Jung, der in dieser Saison insgesamt sehr konstant und gut gespielt hat, zu, dass er noch mal einen weiteren Entwicklungsschritt macht.

Entwickeln will sich auch Joshua Kimmich. Allerdings bei Bayern München. In der LVZ quasi schon mal ein Abschiedsinterview. Launig und unterhaltsam, aber ohne den ganz großen Neuigkeitswert. Kimmich will sich am Sonntag gegen Greuther Fürth unbedingt auf dem Rasen verabschieden und nicht verletzt zugucken. Und glänzt mit der Erkenntnis, dass “ein Ferrari keine konservative [Geld-] Anlage ist”. Kann man dem RB-Abgänger, den man sportlich und und charakterlich nächste Saison sehr vermissen wird, schwerlich widersprechen.

Für Greuther Fürth ist die Nachricht, dass Kimmich, der an guten Tagen das Spiel seines Teams auf ein anderes Level heben kann, für das letzte Saisonspiel noch mal der sportliche Ehrgeiz packt, im Abstiegskampf keine gute. Auch wenn man nach dem Sieg gegen Darmstadt jetzt “nicht wieder locker lassen” will, wie es im Kicker heißt. Fehlen könnte den Franken im entscheidenden letzten Ligaspiel Außenverteidiger Niko Gießelmann, der sich mit einer Adduktorenzerrung plagt.

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Der Kreis der Mannschaften, für die es in der zweiten Liga noch um etwas geht, wird zwar kleiner, aber immer noch ist die Hälfte der Liga in Aufstiegs- oder Abstiegsfragen involviert. Am 33. Spieltag haben sich nur zwei Mannschaften aus dem Kampf um wichtige Plätze verabschiedet. Ganz oben hat sich der FC Ingolstadt die absolut verdiente Meisterschaft gesichert. Und ganz unten kommt der VfR Aalen nicht mehr vom letzten Platz weg.

Zumindest nicht, wenn man nicht doch noch Erfolg hat, gegen den Zweipunkteabzug wegen Lizenzverstößen vor DFB- oder ordentlichen Gerichtsinstanzen vorzugehen. Wobei es sein kann, dass sie nach dem letzten Spieltag selbst mit zwei zurückgewonnenen Punkten nicht mehr von einem Abstiegsplatz wegkommen würden. Ganz im Gegenteil droht nun sogar der Komplettabsturz, denn Aalens Präsident Berndt-Ulrich Scholz sah gestern im Kicker noch nicht, dass man die finanziellen Bedingungen, die die dritte Liga mit sich bringt, erfüllen kann. Von der zweiten Liga in die Regionalliga. Davon würde sich der Verein wohl auf Jahre nicht erholen. Zumindest nicht in einer Form, die sie zurück in eine DFL-Liga bringen würde.

Vor dem Absturz zumindest in die dritte Liga steht auch der FSV Frankfurt, der nach sieben niederlagenlosen Spielen nach der Winterpause schon gerettet schien, weil man nach 26 Spieltagen 12 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz hatte. Auf dem steht der Club nun nach 33 Spielen und sechs Punkten aus den letzten 11 Partien selber. Woraufhin beim Verein offenbar die völlige Panik einsetzte. Nicht nur, dass man Benno Möhlmann nach seinem 501. Zweitligaspiel entließ, nein auch vom Sportdirektor Uwe Stöver trennte man sich. Einen Spieltag vor dem Ende der Saison. Mitten in den laufenden Kaderplanungen. Aus strategischer Sicht das schlimmste aller Szenarien.

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Tags: Benno Möhlmann, Berndt-Ulrich Scholz, FC Ingolstadt, FSV Frankfurt, SV Sandhausen, Tomas Oral, Uwe Stöver, VfR Aalen

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Sechster Geburtstag bei RB Leipzig heute. Bzw. der Tag, der sich offiziellerweise irgendwie als Geburtstag eingebürgert hat. Genaugenommen wurde der Verein nämlich am 25.03.2oo9 gegründet und am 19.05.2009 lediglich die Satzung ins Vereinsregister eingetragen, in der wiederum die Gründungsversammlung vom März erwähnt wird. Aber ist vermutlich auch egal, welchen Tag man sich da aussucht. Spontane Trainingsbesuche von Fans wie in früheren Jahren werden jedenfalls heute schwierig, da trainingsfrei ist.

Vor dem letzten Spieltag stehen weiter Kaderfragen im Mittelpunkt. BILD berichtet, dass mit Niklas Hoheneder und Sebastian Heidinger, in der vergangenen Saison noch tragende Säulen des Aufstiegsteams, vom Verein noch niemand über eine Verlängerung ihrer Arbeitspapiere geredet habe. Genaugenommen habe man mit ihnen überhaupt nicht über Perspektiven, welcher Natur auch immer geredet. Was vor allem Heidinger mit leichter Bitterkeit kommentiert. Sorgen um die Zukunft müssten sich die beiden nicht machen, da sie über Angebote anderer Clubs verfügen. Für Hoheneder gehe es vor allem um Planungssicherheit, da er im Sommer Papa wird.

Relativ normal, dass zwei Spieler, die schon seit der Regionalliga dabei sind, beim nächsten Schritt in die Bundesliga nicht mehr mit ins Boot genommen und vereinsseitig die auslaufenden Verträge zur Beendigung der Arbeitsverhältnisse genutzt werden. Dass man bis fünf Tage vor dem letzten Spiel mit den beiden aber noch kein klares Wort geredet hat, ist trotzdem erstaunlich. Gerade bei Spielern, die in den letzten Jahren wichtige Stützen im Team und bei den Anhängern anerkannte Persönlichkeiten waren, sollte man eine klarere Kommunikation erwarten. Nicht nur, weil man damit am letzten Spieltag noch mal für eine würdige und offizielle Verabschiedung sorgen könnte und sie nicht irgendwann heimlich still und leise durch die Hintertür gehen müssen.

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Es hätte ein großes Aufstiegsendspiel für RB Leipzig werden können, wenn man im Verlauf der Saison nicht durch schlechte Spiele unnötig Punkte weggeschmissen hätte. So wurde es dann zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte nur ein letztes Auswärtsspiel der Saison, bei dem man dem Gegner beim Aufsteigen zugucken durfte. Als Glückwunschpräsent hatte RB Leipzig eine indiskutable zweite Halbzeit mitgebracht, mit der man den Gastgebern auch noch den Gefallen tat, mit einem Sieg aufzusteigen (den sie aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz gar nicht mehr gebraucht hätten) und gleichzeitig Meister zu werden.

Dabei ging es für die Gäste mehr als gut los. Denn schon nach vier Minuten ging RB Leipzig in Führung. Damari hatte im Mittelfeld einen Ball gesichert und Poulsen auf der linken Seite bedient. Der Stürmer nutzte diesen Raum, um sich im Zusammenspiel mit Forsberg bis zur Grundlinie durchzusetzen und von dort Dominik Kaiser zu bedienen, der das Leder frei vor dem leeren Kasten stehend in die Maschen beförderte. Ein früher Stimmungskiller, der den Gästen eigentlich hätte in die Karten spielen müssen.

Tat es auch eine halbe Stunde lang, in denen die RasenBallsportler dem Pressing der Gastgeber gut aus dem Weg gingen und selbst einige hohe Ballgewinne hatten, aus denen sich potenziell gefährliche Angriffssituationen ergaben. Da man diese aber nicht gut ausspielte und entsprechend der letzte Zug zum gegnerischen Tor fehlte, blieb der Aufwand, den man vor allem im Mittelfeld, in dem Demme und Khedira (stand nach längerer Verletzung erstmals wieder in der Startelf und machte seine Sache gut) zusammen mit Kaiser gut die Räume dicht machten, betrieb, brotlos.

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Tags: 2.Liga 2014/2015, Diego Demme, Dominik Kaiser, FC Ingolstadt, Marvin Compper

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Meister- und Aufstiegsfeier gestern in Ingolstadt. Mit dem 2:1 gegen RB Leipzig ging man am vorletzten Spieltag den letzten Schritt. Sieg und Aufstieg (54. Bundesligist) sind absolut verdient. Ersteres, weil man die zu Beginn starken Gäste mit zunehmender Spielzeit immer stärker in den Griff bekam und in der zweiten Halbzeit fast nach Belieben dominierte. Zweiteres, weil man über die gesamte Saison hinweg den besten Teamfußball in der zweiten Liga spielte und die konstantesten Leistungen ablieferte.

Dominik Kaiser (machte sein 100. Pflichtspiel) hatte RB Leipzig bereits nach vier Minuten nach schöner Kombination in Führung gebracht. Kurz vor der Pause erzielte Mathew Leckie nach umstrittenem Elfmeter den Ausgleich. Stefan Lex erzielte eine Viertelstunde vor dem Ende mit Unterstützung von RB-Keeper Benjamin Bellot den Siegtreffer. Im Zentrum der Kritik von Seiten der RB-Spieler und -Verantwortlichen im und nach dem Spiel der Schiedsrichter.

15.000 Zuschauer, davon etwa 700 Gästefans wollten die Begegnung im Stadion live verfolgen. RB Leipzig verbleibt nach der Niederlage auf Rang sechs und könnte am letzten Spieltag realistisch gesehen auch noch Fünfter oder Siebter werden.

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Wenn 32 von 34 Spieltagen absolviert sind und der 33. vor der Tür steht, dann hat man nicht nur bezüglich der Tabelle ein recht aussagekräftiges Bild. Auch die Statistiken der Offensivspieler geben jetzt recht fundiert darüber Auskunft, was dem Einzelnen im Saisonverlauf vielleicht gelungen oder nicht ganz so gelungen ist.

Wirft man einen Blick auf die Torjägerliste und nimmt nur Spieler auf, die in mindestens 10 Einsätzen mindestens 5 Tore geschossen haben und öfter als alle 300 Minuten aus dem Spiel heraus ins Tor trafen, dann bleibt bereits eine hübsche Liste an prägenden Zweitligafiguren übrig. Es fehlen aber auch ein paar Spieler, die man darin erwarten würde. Wie beispielsweise ein Dominik Stroh-Engel, der allerdings nur sechsmal aus dem Spiel heraus einnetzte.

Am beeindruckendsten sicherlich die Bilanz von  Rouwen Hennings, der zu Saisonbeginn eine ganze Zeit verletzungsbedingt fehlte, dann aber zum Garanten wurde, der den Karlsruher SC überhaupt erst in Richtung Aufstiegschance schoss. Alle 138 Minuten ein Tor aus dem Spiel heraus wird nur vom Braunschweiger Emil Berggreen übertroffen, der als klassischer Joker allerdings erst noch nachweisen muss, dass er dieses Niveau auch über 90 Minuten halten kann.

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Tags: 2.Liga 2014/2015, Axel Bellinghausen, Aziz Bouhaddouz, Charlison Benschop, Collin Quaner, Daniel Adlung, Dennis Daube, Dominik Stroh-Engel, Emil Berggreen, Fabian Schönheim, Florian Niederlechner, Guido Burgstaller, Havard Nielsen, Hiroki Yamada, Jakub Sylvestr, Joel Pohjanpalo, Karim Matmour, Lukas Hinterseer, Marc Schnatterer, Marcel Heller, Marco Terrazino, Mario Engels, Mathew Leckie, Michael Gregoritsch, Michael Liendl, Niclas Füllkrug, Pascal Groß, Philipp Hofmann, Raffael Korte, Robert Leipertz, Rouwen Hennings, Rubin Okotie, Sebastian Polter, Simon Terodde, Stanislav Sestak, Stefan Lex, Timo Perthel, Tobias Kempe, Vincenzo Grifo, Yussuf Poulsen, Yusuke Tasaka, Zlatko Dedic

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[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim FC Ingolstadt (17.05.2015, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Achim Beierlorzer und Emil Forsberg.]

Vorletzter Spieltag in der zweiten Liga. Das letzte Auswärtsspiel der Saison. Für RB Leipzig ein fast schon traditionsbildendes Spiel. Was nicht am Gegner liegt, sondern daran, dass man in der bisherigen Vereinsgeschichte entweder selbst aufgestiegen ist oder im letzten Auswärtsspiel dem Gegner beim Aufsteigen zuguckte, ohne selbst Aufstiegschancen zu haben.

2011 fuhr man in der Regionalliga als abgeschlagener Fünfter am vorletzten Spieltag zum Chemnitzer FC, die in einer ähnlichen Situation wie Ingolstadt im Fernduell mit Wolfsburgs U23 (zu denen man am letzten Spieltag fuhr) noch drei Punkte brauchten, um rechnerisch alles klar zu machen. Am Ende gewannen die Gastgeber mit 1:0.

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Tags: 2.Liga 2014/2015, Achim Beierlorzer, Emil Forsberg, FC Ingolstadt

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Übermorgen dann also das letzte Auswärtsspiel der Saison für RB Leipzig. Es geht zum Spitzenreiter FC Ingolstadt, der unbedingt den Aufstieg klarmachen will und einen Punkt braucht, um dies aus eigener Kraft zu schaffen oder auf Patzer der Konkurrenz hoffen muss. Für RB geht es tabellarisch um nichts mehr. Trotzdem schaut man natürlich dem Gegner nur ungern beim Feiern zu und will auch nicht der Grund sein, warum der Gegner was zu feiern hat.

Verletzungsbedingte Ausfälle hat man nach heutigem Stand nicht zu beklagen. Allerdings könnte Lukas Klostermann fehlen, bei dem sich heute entscheidet, ob er am Montag mit der U19 zum Halbfinalrückspiel der deutschen Meisterschaft nach Hoffenheim mitfährt oder am Sonntag mit bei den Profis ist. Ausfallen wird auch Zsolt Kalmár, der in der vergangenen Woche in Ungarn Abiturprüfungen ablegte und sich jetzt mit der U20 Ungarns auf die Anfang Juni beginnende U20-WM vorbereitet.

Auf Ingolstädter Seite dürfte der Ausfall von Innenverteidiger und Kapitän Marvin Matip schwer wiegen, der nach Armbruch sein drittes Spiel verpassen wird. Abgesehen von Langzeitverletzten sollten ansonsten alle Spieler einsatzfähig sein.

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Vor fünf Jahren war für die Profis von RB Leipzig der Aufstieg in die Regionalliga schon in Sack und Tüten. Weswegen zunehmend Zeit blieb für zeitlose Themen. Da bot sich zum Beispiel die Frage nach den zweiten Mannschaften an. Damals wie heute bleibt da die (von Verbänden und Profivereinen) nicht gewollte Idee, diese Nachwuchsteams in eine eigene Liga zu stecken. Angeblich, weil damit die Ausbildung der Talente nicht gewährleistet werden könnte.

Das Argument hat man wohl inzwischen vergessen, wenn man sieht, wer so alles seine zweite Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurückzieht. Folge dessen wird wohl sein, dass immer mehr Talente nach der A-Jugend-Zeit verliehen werden, um die Spielpraxis zu kriegen, die man im eigenen Verein nicht mehr kriegen kann.

Weiterhin scheint eine bundesweite Nachwuchsrunde auf U21-Niveau eine sinnige Sache. Einerseits wegen der Anschlussförderung für die Jugendspieler, für die sowieso im Normalfall bei den Proficlubs mit 21 Schluss ist, wenn sie bis dahin den Anschluss an den Profikader nicht geschafft haben. Andererseits, um im begrenzten Rahmen verletzten Spielern wieder Spielpraxis zu geben.

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Tags: Daniel Frahn, Dietrich Mateschitz, Enrico Kern, FIFA, Gerd Dembowski, Heiko Spauke, Huub Stevens, Kommerz, Nachwuchsbundesliga, Red Bull Salzburg

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Darmstadt, Darmstadt und immer wieder Darmstadt. Man kann von dem Verein fußballerisch und bezüglich dem, was da so manchmal idelogisch aus den Vereinsspitzen tröpfelt, halten was man will (und wer hier oft mitliest weiß, dass ich meinen Frieden damit noch lange nicht gemacht habe), aber es bleibt nichts anderes als vor dem Erfolg des Teams ganz tief den Hut zu ziehen. Auch nach dem 32. Spieltag der 2.Bundesliga wieder, nach dem die Hessen als großer Gewinner im Aufstiegskampf dastehen.

Es ist simpel, was man in Darmstadt macht. Viele Spieler immer hinter dem Ball aggressiv oder auch mal tief verteidigend. Im Spiel mit dem Ball fast ausschließlich den langen Ball und Standards suchend. Aus dem Spiel gegen den Ball auch immer wieder die schnellen Außenbahnen mitnehmend. Nichts verrücktes, aber in seiner Perfektion und Fokussierung auf Physis so schwer zu besiegen. Wie auch viele ambitionierte Zweitligateams lernen mussten.

Noch beeindruckender aber fast, wie man jetzt seit über einem Jahr gerade in wichtigen Spielen immer wieder die Nerven und den Kopf oben behält und Siege einfährt. Schon letztes Jahr in der dritten Liga, als man RB Leipzig lange einen ordentlichen Kampf um Platz 2 bot. Nicht zu vergessen natürlich die Relegation gegen Bielefeld, als man schon fast mausetot war und trotzdem als großer Sieger zurückkam.

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Tags: 2.Liga 2014/2015, Benno Möhlmann, Dirk Schuster, FC Ingolstadt, Fortuna Düsseldorf, Frank Kramer, Greuther Fürth, Helmut Schulte, SV Darmstadt 98

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Das Trainerthema wird heute weiter am Köcheln gehalten. BILD lässt Reiner Calmund ein Loblied auf Sascha Lewandowski singen. In der Berner Zeitung dementiert der Sportchef der Young Boys Bern Fredy Bickel derweil, dass es irgendeinen Kontakt mit einem anderen Verein bezüglich des Trainers Uli Forte gegeben und auch Forte selbst noch von keinem Angebot berichtet habe.

Ansonsten ist es vor allem großer medialer Nachwuchstag. Anlass ist das Halbfinalhinspiel um die deutsche Meisterschaft zwischen RB Leipzig und der TSG Hoffenheim, das am morgigen Donnerstag (14.05.2015, 18.30 Uhr) bei freiem Eintritt in der Red Bull Arena ausgetragen wird.

In das Duell geht Hoffenheim zumindest über zwei Spiele gesehen (Rückspiel ist am Montag) als Favorit. 11 Siege in Folge hat der Staffelsieger der Bundesliga Süd/Südwest zuletzt eingefahren und dabei gleich 44 Tore erzielt. Seit Anfang Februar hat man nicht mehr verloren und will den seltenen Erfolg schaffen, den U19-Meistertitel, den man vor einem Jahr schon errang, zu verteidigen.

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Kurz nach dem 0:4 gegen Sandhausen und dem auch rechnerisch feststehenden Nichtaufstieg teffen sich André Herrmann, Dirk und meine Wenigkeit, um uns frei durch die Welt rund um RB Leipzig zu assoziieren. In tiefer Verbundenheit zum Verein üben wir uns in kulinarischer Askese, ganz so wie es die Fußballer uns zuletzt mit sportlicher Askese vorlebten.

90 Minuten mit in Deutschland typischer Nachspielzeit von einer Minute werden gut gefüllt mit allerlei Betrachtungen rund um die Nachwuchsmannschaften von RB Leipzig, die letzten Spiele in der zweiten Liga, die neue Fanfreundschaft mit dem FC St. Pauli, natürlich Trainerfragen und einiges mehr. Wie immer fachlich hochkompetent und inhaltlich maximal anregend. Oder so ähnlich zumindest.

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Tags: Achim Beierlorzer, Bernd Schuster, Emil Forsberg, Omer Damari, Ralf Rangnick, Roger Schmidt, Sascha Lewandowski, St. Pauli, SV Sandhausen, Tino Vogel

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Aufstieg abgehakt, Trainerdebatte wieder in vollem Gange. LVZ so: Achim Beierlorzer weiter im Rennen um den Job, Thorsten Fink (Vertrag in Zypern aufgelöst) und Sascha Lewandowski (würde gern wieder mit Profis arbeiten und dann auch Leverkusens Nachwuchs verlassen) kein Thema. BILD so: Achim Beierlorzer ist raus, Thorsten Fink und Sascha Lewandowski sind ein Thema. Alles klar.

Als Abweichung von der gemeinsamen Namensliste präsentiert BILD noch Uli Forte (Trainer von Young Boys Bern) als möglichen Kandidat, der in der Blick sagt, dass er “noch nie mit Rangnick gesprochen habe”. Trainerkarussell halt. Solange es keine offizielle Bekanntgabe des neuen Trainers gibt, wird es in dem Stil weitergehen. Zumal es sportlich ja in dieser Saison um nichts mehr geht.

In Ingolstadt geht es dagegen sehr wohl noch um sehr viel. Ein Punkt braucht man am Sonntag gegen Leipzig, um aus eigener Kraft aufzusteigen. Nach der Niederlage in Bochum ist man leicht enttäuscht, aber auch schon wieder angriffslustig.

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Meine Meinung zum Thema Typen und Führungsspieler ist klar. Und das schon seit 10 Jahren. Das ist meiner Meinung nach völlig überschätzt, das Thema. Du brauchst keine Bad Guys in der Mannschaft, an die du dich anlehnen kannst. Wir müssen die Mannschaft dahin entwickeln, dass jeder der 11, die auf dem Platz stehen, weiß, dass er Führungsaufgaben hat. Die Zeiten, wo man glaubte, man braucht diese Typen, die die Mannschaft führen, die sind schon lange vorbei. (Ralf Rangnick vor dem Spiel gegen Sandhausen in der Pressekonferenz.)

Das Thema Führungsspieler ist ein eher mühseliges. Schon allein deswegen, weil man im nicht selten über völlig unterschiedliche Dinge redet. Nimmt man es extrem, dann werden mit Führungsspieler jene gemeint, die wie van Bommel gelbe Karten sammelnd durchs Mittelfeld flogen. Auf dieses Extrem bezogen, macht es tatsächlich nicht erst heute wenig Sinn über Führungsspieler zu reden.

Andererseits gab es auch immer die Spieler, die vor allem in engen Situationen sichtbar blieben. Michael Ballack war so einer, der vor allem gerne Führungstore erzielte. Auch ein Daniel Frahn war noch vor nicht allzu langer Zeit dafür bekannt, dass er besonders gern und überdurchschnittlich oft zum 1:0 traf. Egal wie man sie nennen mag, es gibt in jedem Fall die Spieler, die sich unter Druck besonders wohl fühlen und vor allem auch wohler als andere.

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Tags: Achim Beierlorzer, Alexander Zorniger, Ante Rebic, Bastian Schulz, Daniel Frahn, Davie Selke, Dominik Kaiser, Emil Forsberg, Fabian Franke, Fabio Coltorti, Mark van Bommel, Michael Ballack, Niklas Hoheneder, Ralf Rangnick, Rani Khedira, Sebastian Heidinger, Stefan Kutschke, Terrence Boyd, Tim Sebastian, Timo Röttger, Tobias Willers, Yussuf Poulsen

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Drei Tage sind seit dem 0:4-Desaster von RB Leipzig gegen den SV Sandhausen schon vergangen. Ganz verheilt ist die Wunde der Niederlage noch nicht, zumal die Teams an der Tabellenspitze im Aufstiegskampf am Wochenende weiter patzten und sich ein Schneckenrennen liefern. In das RB Leipzig nun aber auch theoretisch nicht mehr eingreifen kann.

Die letzten Chancen zerstörte der SV Sandhausen auf überzeugende Art und Weise. Schon von Beginn an waren die Gäste das gefährlichere und wachere Team. RB Leipzig meist mit mehr Ballkontrolle, aber wenig Ideen und Torgefahr. Nur zwischen 10. und 30. Minute hatte man die Partie ganz gut im Griff.

Dann kam Marco Thiede nach einer reichlichen halben Stunde und nutze eine Lücke in der Abwehr zum 1:0. Aziz Bouhaddouz machte mit einem lupenreinen Hattrick nach der Pause alles klar für konterstarke Sandhäuser.

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