Vom Besten, das nicht optimal ist, aber trotzdem gut genug sein könnte

Die Stadionfrage ist das neue Synonym für Sommerpause. Immer wieder ploppte das Thema in den letzten Wochen auf, um dann vom Geschäftsführer der RB Leipzig GmbH und Vorstandsvorsitzenden des RB Leipzig e.V. beendet Oliver Mintzlaff weiter angeheizt zu werden, indem der im Sponsors-Interview davon sprach, dass die „leichte Tendenz“ zu einem Stadionneubau gehe.

Dabei erstaunt vor allem der defizitäre Blick, den der Leipziger RB-Chef auf die aktuelle Spielstätte formuliert. Dort fehlende Aufzüge, hier ein paar inexistente Parkplätze dort, dazu ein paar unmoderne Kioske. Für RB-Verhältnisse, wo es sonst nur Chancen und Möglichkeiten und keine Grenzen gibt, geht das fast schon als auffälliges Geningel durch.

Was auch deswegen verwundert, da sich bauliche Probleme vielleicht nicht zu 100% Perfektionsgrad wie bei einem Neubau, aber zumindest größtenteils zur Zufriedenheit aller Beteiligten lösen ließen. Wenn man es denn will und sich dafür entscheidet. Und vor noch nicht allzu langer Zeit hieß es noch aus dem Verein, dass man ja wohl mit Red Bull im Hintergrund einen Stadionumbau hinkriegen werde, wenn es benötigt werde und man es wolle, sprich Schwierigkeiten dazu da sind, beseitigt zu werden.

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Presse 28.06.2016

Gestern Trainingsauftakt bei der U23 von RB Leipzig, die in ihre zweite Regionalliga-Saison startet. Mitteldeutsche Zeitung und LVZ waren dabei. Wie schon gestern hier an dieser Stelle erwähnt die U23 in dieser Saison mit einem sehr jungen Kader. Die Erwartungen dürften deshalb nicht deutlich oberhalb von ’nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben‘ liegen.

Mit dabei beim Trainingsauftakt laut Mitteldeutscher Zeitung auch ein neuer Athletikcoach. Tim Lobinger habe sich „aus privaten Gründen“ gen Süddeutschland verabschiedet. Matthias Grahé, der früher auch bei Energie Cottbus gearbeitet hat, komme als Lobinger-Ersatz von Lechia Gdansk.

Erstaunlich in dem Zusammenhang die Karriere von Tim Lobinger in Leipzig. Im Sommer 2012 Teil des Teams um Zorniger und Rangnick, das frischen Wind in den Verein brachte. In der Folgezeit vielfach gelobhudelt wegen Kreativität im Athletiktraining und beim Bau von spezifischen Trainingsgeräten. Im Sommer 2015 dann bei der Übernahme des Traineramts durch Rangnick in die U23 hinabversetzt. Der Abschied in diesem Sommer dann in dieser wieder nach unten zeigenden Reihe nur folgerichtig. Dass nur persönliche Gründe Lobinger den Verein verlassen lassen, ist jedenfalls schwer zu glauben.

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Presse 27.06.2016

Die Sache mit Breel Embolo ist nun endgültig durch. Schalke 04 gab gestern die Verpflichtung bekannt und spielte in einem Video damit, dass man sich dabei gegen Leipzig, Manchester United, den Barcelona, Arsenal und Wolfsburg durchgesetzt habe. Ein kleiner Seitenhieb mit stolzgeschwellter Brust. Und ein kleiner positiver Stimmungshappen für die auch gestern stattfindende Mitgliederversammlung, bei der das Video zur Verpflichtung präsentiert wurde.

Fakt ist, dass die Transferbäume bei RB Leipzig weiterhin (noch) nicht in den Himmel wachsen und ein Club mit internationaler Reputation und Spielberechtigung und ein paar Euros Ablöse und Gehalt mehr eben bessere Karten im Transferpoker hat als ein Bundesliga-Aufsteiger aus Leipzig. Vielleicht hatte Ralf Rangnick aufgrund der medialen Berichterstattung auch schon zu früh die Nase im Wind, sodass andere noch mal schneller bereit waren, ernsthafter um Embolo zu buhlen.

Am Ende hat RB Leipzig einen Spieler mit viel Talent und schon jetzt viel Physis nicht bekommen, dafür aber irgendwas um die 20 Millionen Euro gespart, die man an anderer Stelle investieren kann. Der Vergleich von Breel Embolo mit Yussuf Poulsen ist dabei ein wenig schief, da Embolo mit seinen 19 Jahren bei ähnlicher Physis fußballerisch schon wesentlich weiter und kompletter ist, als dies Poulsen zu seiner Zeit war. Ob das dann 20 Millionen Ablöse gerechtfertigt hätte, ist wohl eher eine Frage fürs Betriebswirtschaftsseminar.

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Gefühlswelten

Der Fan soll nicht das Gefühl haben, dass er komplett kapitalisiert wird. (Oliver Mintzlaff im Sponsors-Interview)

In kürzeren Wort könnte man die Crux in der Fußballmoderne gar nicht auf den Punkt bringen. Einerseits vor der Aufgabe zu stehen, den Verein auf den möglichsten und unmöglichsten Ebenen zu vermarkten, um die Einnahmeseite zu erhöhen und sich konkurrenzfähig zu machen. Und andererseits den Anhängern, die ja überhaupt erst die Basis und gleichzeitig das (Konsum-)Ziel der Vermarktung sind, das Gefühl geben, dass sie und ihr Verhalten nicht komplett „kapitalisiert“, also den Interessen der Vermarktung untergeordnet werden.

Dieser Kampf führt dann eben auch zu Stilblüten wie dem „Echte-Liebe“Claim oder dem „Die Mannschaft“-Branding, in dem Vereinsidentität und Zugehörigkeitsgefühl zu einem Team in vermarktungsgerechte Hülsen gegossen werden, die für die Anhängerschaft aber durchaus noch anschlussfähig (im Sinne dessen, warum sie Fans sind) bleiben. Die „Wir sind E1ns“-Nummer funktioniert hierzulande durchaus ähnlich.

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Presse 24.06.2016

BILD und Mitteldeutsche Zeitung arbeiten das Mintzlaff-Sponsors-Interview von gestern in Zitate-Form auf.

In der Mitteldeutschen Zeitung zudem das Ergebnis eines Sport-&-Medien-Seminars in Form eines Interviews mit Benjamin Bellot. Das zumindest dahingehend aufschlussreich ist, dass der Torhüter die kommende Saison noch in Leipzig sein will und erst dann „bereit für neue Abenteuer“ wäre, weil er dann im besten Fall mit der Uni fertig ist. Zudem wünscht er sich regelmäßige Spielzeiten, weiß aber noch nicht wo der Verein und Ralph Hasenhüttl mit ihm planen.

Nach Gulacsi und Coltorti sagt damit also auch der dritte Torwart des bisherigen Keeper-Trios, das künftig durch Marius Müller ergänzt wird, dass er seinen Platz im Verein nicht freiwillig räume. Würde dann wohl darauf hinauslaufen, dass Bellot weiter Keeper des U23-Teams ist und eventuell weiter mit den Profis trainieren darf.

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Das Chamäleon Kimmich und andere Traumwelten

„Beeindruckt“ zeigte sich RB-U19-Spieler Renat Dadashov vor ein paar Wochen in einem Spox-Interview vom Ronaldo-Film: „Man hat gesehen: Ronaldo macht immer mehr als die anderen. Er will immer besser werden, jeden Tag. Das zeichnet ihn aus wie keinen Zweiten. Deswegen ist er der Beste der Welt.“

„Bester Fußballer der Welt“ war auch das Ziel das Dadashov in einer Sky-Doku Ende letzten Jahres für seine eigene Karriere ausgab. Entsprechend drehten sich seine Aussagen im Spox-Interview auch oft um Dinge wie die eigene „Weiterentwicklung“, „bewusst geopferte Freizeit“, „Einstellungssachen“ und „Disziplin“.

Manchmal darf es durchaus beängstigen, wenn bereits 16jährige (bzw. inzwischen 17jährige) ihre Lebensträume wie hochprofessionelle Karrieremanager artikulieren. Vermutlich landet man anders aber auch nicht als herausstechenderes Talent in einem Nachwuchsleistungszentrum, in dem sich diverse Nationalspieler tummeln.

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Presse 23.06.2016

Der geneigte Beobachter des RasenBallsports darf heute etwas über den „Skidaumen“ lernen. Dabei handelt es sich um eine Verletzung, bei der im Daumen ein Band gerissen ist. Ein solche Verletzung hat sich RB-Trainer Ralph Hasenhüttl beim Golfen zugezogen. Dauert laut BILD wohl ein paar Wochen, bis das komplett verheilt ist. Wissen wir auch das wieder und lernen auch, dass Hasenhüttl leidenschaftlich gern, aber viel zu selten Golf spielt.

Aus England dringt die Kunde herüber, dass RB Leipzig dem 17jährigen Innenverteidiger von West Ham United Reece Oxford ein Angebot gemacht hat. Jetzt macht RB auch noch die Preise in unserer schönen Premier League kaputt, hört man es schon von der Insel herüberstöhnen. Natürlich nicht, denn genau da dürfte der Haken an der Sache sein. Rein finanziell dürfte ein englisches Talent dieser Größenordung (jüngster jemals von West Ham United eingesetzter Spieler, zweitjüngster Spieler ever in der Premier League) wesentlich attraktivere Angebote aus seiner Heimat kriegen, als von einem deutschen Bundesligaaufsteiger. Entsprechend berichtet die Sun auch von diversen Interessenten aus England. Schwer vorstellbar, dass RB Leipzig da Chancen hat, wenn denn das kolportierte Interesse überhaupt stimmen sollte.

Oliver Mintzlaff im Interview bei Sponsors. Es geht vor allem um die Vermarktungsmöglichkeiten des Clubs jenseits von Red Bull, die der Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer bei RB Leipzig positiv sieht, ausbauen will und dabei „ambitionierte Ziele“ auf höherem Bundesliga-Erlösniveau hat. Aktuell sei man mit drei neuen Premiumpartnern im Gespräch, wobei die Präsenz von Red Bull als dominanter Marke dabei nicht störe, sondern eher fördere, weil daraus Synergien für andere Partner entstehen könnten. Man werde insgesamt in der Vermarktung „nicht so konservativ bleiben, wie wir aktuell sind“.

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Presse 22.06.2016

Die LVZ widmet sich mal wieder dem Verkehrskonzept rund um die Red Bull Arena. So richtig viel Neuigkeiten gibt es nicht. Bauen will man ein Parkhaus am Stadion. Bzw. will die Stadt einen privaten Investor bauen lassen, wobei noch unkar ist, wer baut. Die Betreibergesellschaft des Stadions könnte sich das Bauen vorstellen, will aber noch die Wirtschaftlichkeit prüfen und sieht die Sache eher als „Langzeitprojekt“. Ist ja auch noch nicht lange bekannt, dass RB Leipzig in die Bundesliga will..

Für die Gästefans soll es künftig einen Parkplatz mit Shuttle-Service irgendwo abseits des Stadions geben. Gute, eigentlich überfällige und an anderen Orten auch oft genutzte Idee, wenn sie denn von den mit dem Auto anreisenden Gästen auch genutzt wird.

Das Waldstraßenviertel soll ein Anwohnerparkensystem kriegen. Inwieweit dies das Zuparken des Viertels auf dafür nicht vorgesehenen Flächen rund um Fußballspiele stoppen und den Anwohnern beim Parkplatz finden helfen kann, muss man sehen.

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Transfer: Naby Keita

Viel und lange wurde zuletzt über Breel Embolo geredet. Den 19jährigen Schweizer Offensivspieler, den Rangnick gern geholt hätte, an dem man nun aber offiziell wegen zu viel Hickhack und fehlender Entscheidungslinie auf Seiten des Spielers und seiner Berater das Interesse verloren hat oder haben soll.

Eine Verpflichtung des Talents nicht unter 20 Millionen Euro vor drei, vier Wochen, als es das erste Mal heiß zu werden schien, wäre aus Leipziger Sicht ein echter Statementtransfer gewesen. Ein Signal vor allem an andere Spieler, dass man ein Verein ist, der auf dem Transfermarkt auch nach den größeren Talentehappen schnappen kann und entsprechend ein interessanter, weil perspektivreicher Ort für die Karriereentwicklung ist.

Untergegangen ist im Embolo-ja-nein-vielleicht-Spielchen fast schon Naby Keita, der gestern offiziell als RB-Neuzugang Nummer 4 bekanntgegeben wurde. Dabei ist der Nationalspieler Guineas der absolute Königstransfer. Weil er eine seit längerem bei RB Leipzig bestehende Kaderlücke mit viel Qualität ausfüllt und so tatsächlich das Niveau der Mannschaft auf eine neue Ebene heben kann.

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Presse 21.06.2016

Der Transfersommer geht weiter. Mit der offziellen Bestätigung, dass Naby Keita von Red Bull Salzburg zu RB Leipzig wechselt. Der beste Spieler österreichischen Bundesliga in der abgelaufenen Saison kriegt einen Vertrag bis 2020 und besetzt in Leipzig im zentralen Mittelfeld eine wichtige Rolle als Bindeglied Richtung Offensive.

Der 21jährige Nationalspieler Guineas ist enorm talentiert und bringt viel Dynamik und Zug zum Tor mit. Wenn seine Entwicklung so weiter geht wie bisher, wird er eine wichtige Rolle im RB-Mittelfeld spielen. Aus sportlicher Sicht ein prima Transfer, der im Leipziger Etat mit einer Minussumme von 15 Millionen Euro verbucht werden soll. Sagt der Kicker.

Breel Embolo wird nach der offiziellen Absage von RB Leipzig an ihn nun bei Schalke 04 gehandelt, die möglicherweise Geld, dass sie aus einem Sane-Verkauf erlösen könnten, wieder ausgeben wollen. Könnte ja auch ein Motiv bei der RB-Absage gewesen sein, dass man gemerkt hat, dass andere Vereine mit höheren Geboten und kurzfristig besserer sportlicher Perspektive (Europa) Breel Embolo offenbar mehr zusagen als die Entwicklung zusammen mit einem Bundesliga-Aufsteiger. Aber wer weiß schon, was in den letzten Wochen alles tatsächlich passierte und mit Embolo in noch mehr als zwei Monaten Transferzeit am Ende passieren wird.

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Presse 20.06.2016

Aufreger des Wochenendes natürlich die Auslosung für die erste Runde im DFB-Pokal 2016/2017. Die bescherte RB Leipzig eine Partie bei Dynamo Dresden. Sportlich sehr schwer und vom ganzen Drumherum her sehr brisant. Eine Partie, der manch einer gern noch eine Weile aus dem Weg gegangen wäre, die es aber 2011 im Sachsenpokal in Leipzig schon mal gab. Damals allerdings mit einer B-Elf von Dynamo, sodass nun das erste richtige Duell zwischen beiden Clubs steigt.

Gespielt wird zwischen dem 19. und 22. August. Eine Live-Übertragung in der ARD wäre denkbar, hinge wohl aber von der Terminierung ab, da in Dresden die Behörden am normalen Live-Termin am Montagabend schon gut mit Pegida beschäftigt sind.

Weiter geht es in Sachen Transfergeschichten rund um Breel Embolo. LVZ und BILD meinen mit Rangnick-Zitat („an dem Transfer nicht mehr interessiert“), dass der Wechsel geplatzt sei. Und zwar nicht wegen der Ablöse, sondern wegen einer fehlenden Entscheidung von Embolo, weswegen RB Leipzig das Angebot für den 19jährigen Offensivmann zurückgezogen habe. Ganz superhyperexklusiv berichtet man in Italien leicht widersprechend, dass Embolo ein RB-Angebot abgelehnt und sich für Manchester United entschieden habe. Wobei diese Art von Aussagen aus der italienischen Gerüchteküche oft auch mit sehr viel Vorsicht zu genießen sind.

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Bei der Glückslossuche Dynamo Dresden getroffen

Dann also doch. In den letzten Jahren  hatten sich Dynamo Dresden und RB Leipzig alle Mühe gegeben, nicht im Ligabetrieb aufeinanderzutreffen. Man ging sich aus dem Weg und konzentrierte sich mit mal mehr, mal weniger Erfolg auf sich selbst. Bis die erste Runde im DFB-Pokal 2016/2017 ausgelost wurde und der Zufall das Duell der beiden besten sächsischen Clubs und Aufsteiger in die zweite bzw. erste Liga ausspuckte.

Ganz verrückt ist diese Geschichte natürlich nicht. Bei einer dreiprozentigen Wahrscheinlichkeit, dass Dresden sich Leipzig als Gegner zieht, ist jeder Lotto-Kleinstkleinstgewinn unwahrscheinlicher als dieses Losereignis. Gewünscht hatte sich (siehe ganz unten) die Partie sogar aus irgendwelchen Gründen mit deutlicher Mehrheit die BlogleserInnenschaft. Was im ziemlichen Gegensatz zu Verband, Polizei, Kommunalpolitik und den Teilen der beteiligten Vereine stehen dürfte, die für die Spieltagsabwicklung zuständig sind. So richtig gebraucht wurde die Partie wegen ihrer unabsehbaren Begleiterscheinungen eigentlich nicht.

Es ist natürlich nicht das erste Aufeinandertreffen zwischen Dynamo und RB. In der Oberliga-Saison 2009/2010 duellierte sich noch die zweite Dynamo-Mannschaft mit dem damals brandneuen Leipziger Club. Zwei RB-Siege wurden verzeichnet. Im heutigen DDV-Stadion (keine Ahnung, wie das damals noch hieß; schon den heutigen Namen verdankt dieser Artikel hier der Google-Suche) verloren sich im September 2009 knapp 2.000 Zuschauer, um die erste Begegnung beider Clubs zu verfolgen.

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Presse 17.06.2016

Erste Weichenstellung für die kommende Bundesliga-Saison. Die erste Runde im DFB-Pokal wird ausgelost. Live am morgigen Samstag (18.06.2016), ab 23.30 Uhr in der ARD. RB Leipzig dabei im 32 Teams umfassenden Profitopf. Man wird ein Auswärtsspiel bei einem unterklassigen Verein zugelost bekommen. Von vier Zweitligisten bis hin zu zwei Sechstligisten ist an möglichen Gegnern alles dabei.

Die Berner Zeitung sah eine Möglichkeit, dass der Wechsel von Breel Embolo nach Leipzig schon gestern bekanntgegeben wird und sich der Schweizer Offensivspieler dann auf den Rest der EM konzentrieren kann. Wäre eine erstaunliche Variante gewesen, Transfer und Medizincheck so mitten in einem Turnier abzuwickeln. Schwer vorzustellen, dass sich da vor einem Ausscheiden der Schweiz aus der EM irgendwas passiert. Wenn im Zusammenhang mit Emolo und Leipzig überhaupt irgendwas passiert. [Der Absatz war offenbar Quatsch, da der Tickereintrag in der Berner Zeitung von letzte Woche und sich auf die Tage vor der EM bezog..]

Mal wieder ein Transfergerücht aus Frankreich. Diesmal geht es um den 19jährigen Adam Ounas von Girondins Bordeaux. Der Offensivspieler soll mindestens zehn Millionen Euro kosten und auch das Interesse von verschiedenen Teams aus der Premier League (darunter Manchester United) geweckt haben. Nun ja, Gerüchte aus Frankreich gibt es immer wieder. Gekommen ist bisher noch nie ein Spieler von dort. Haben wir den Namen Adam Ounas, bei dem zumindest Alter und Position passen, wenigstens mal gehört.

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Leidenschaftslos

„Einsatz und Leidenschaft“ hätten, so analysierte Bela Rethy (nein, das wird kein spezielles Rethy-Bashing) nach dem Spiel zwischen Portugal und Island durch den Fernsehlautsprecher, gegen (sinngemäß) Qualität und individuelle Klasse einen Punkt geholt. Eine seltsame Reduktion der gespielten 90 Minuten, die vor allem dann immer gern genommen wird, wenn zuvor ein irgendwie ganz niedlicher Underdogson ein Ergebnis eingefahren hat, was man ihm nicht zutrauen wollte.

Seltsam deswegen, weil die Analyse nicht etwa darauf hinausläuft, dass ein Team, das im 4-4-2 und vor allem am eigenen Strafraum dicht und kompakt verteidigt hat, eine angemessene Taktik hatte, um dem das Spiel machenden Favoriten Probleme zu bereiten und man dazu noch eine Menge Glück mitbrachte, dass bei 20 Torschüssen weniger als der Kontrahent trotzdem noch ein Punkt raussprang. Seltsam auch, weil die Analyse nicht etwa beinhaltet, aufzuzeigen, an welcher Stelle der Favorit den Abwehrriegel vielleicht hätte besser, ruhiger und erfolgsversprechender bespielen können.

Nein, es muss irgendein mentales Defizit beim Favoriten vorgelegen haben. In Sachen Leidenschaft habe man Defizite gehabt. Ganz so, als würde sich Leidenschaft darin zeigen, dass man grätscht und die Defensivarbeit statt die Offensivbemühungen in den Mittelpunkt stellt. Nein, diesen merkwürdigen, das Bällchen bewegenden Portugiesen mit ihrem Ronaldo muss eine Sekundärtugend wie Einsatz gefehlt haben, nicht Glück oder taktische Klasse oder Mannschaftsorganisation oder individuelles Positionsspiel. Was fehlt sind entsprechend also offenbar Charaktereigenschaften und nicht etwa trainierbare Dinge.

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Presse 16.06.2016

RB Leipzig hat neue Details zum Sommerfahrplan bekanntgegeben. Das Trainingslager soll nun in Grassau am Chiemsee stattfinden. Testspielauftakt ist am 17.07.2016 beim 1.FC Frankfurt (Oder). Getestet wird bis zum Trainingslager Anfang August noch gegen den SSV Markranstädt, Viktoria Berlin und Zweitligaaufsteiger Würzburger Kickers.

Während des Trainingslagers soll es laut LVZ drei weitere Spiele geben. Eine Woche vor dem Saisonstart im DFB-Pokal soll laut Mitteldeutscher Zeitung zudem noch ein namhafter Gegner aus Enland, Spanien oder der Bundesliga der letzte Testgegner sein. Grenzt die Auswahl auch nicht unbedingt ein.

Die LVZ hat mit Fabio Coltorti geredet, der um den Platz im RB-Tor kämpfen will, sich aber auch entspannt zeigt und den Teamgeist in den Mittelpunkt und über das Eigeninteresse stellt. Klingt ein bisschen danach, als könnte sich Coltorti im Ernstfall auch eine Rolle im zweiten Torhüterglied vorstellen kann.

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Transfer: Marius Müller

Zuerst lange nichts und dann ein Trio auf einen Schlag. Nach Benno Schmitz, dem nun auch offiziellen Neuzugang Timo Werner wurde gestern der dritte Transfer binnen fünf Tagen offiziell bekanntgegeben. Marius Müller heißt der Glückliche, der sich über drei Jahre gültige Arbeitspapiere freuen und auf einen Platz im Tor von RB Leipzig hoffen darf.

Müller kommt für kolportierte irgendwas bis 2 Millionen Euro wie schon Willi Orban aus Kaiserslautern nach Leipzig und gehört mit seinen 22 Jahren noch in die Kategorie Torwarttalent. In der Pfalz wurde Müller seit seinem zehnten Lebensjahr ausgebildet und ist damit nach Orban, Heintz und Zimmer binnen zwei Jahren das vierte der hoffnungsvollen Eigengewächse mit Nachwuchsnationalmannschaftsvergangenheit, die der FCK für vergleichsweise schmales Geld verliert.

Marius Müller wurde bereits am Ende der Saison 2014/2015 unter Kosta Runjaic als Stammkeeper in Kaiserslautern aufgebaut. Auf eigene, junge Spieler wollte man damals setzen und gab dafür sogar den auch nicht gerade alten Publikumsliebling Tobias Sippel ab. Dass man an Müller nur ein Jahr lang Freude haben würde (und nun mit André Weis jemanden holen muss, der im Vergleich mit Müller so abschneidet wie Innenverteidiger Stipe Vucur im Vergleich zu Willi Orban vor einem Jahr), ahnte man da wohl auch noch nicht.

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Presse 15.06.2016

Die Transfer- und Transfergerüchtezeit rund um RB Leipzig geht mit Tempo weiter. Nun auch vereinsseits offiziell bestätigt wurde der Transfer von Timo Werner, der für irgendwas bis zu 10 Millionen Euro (RB-Rekordtransfersumme) für vier Jahre vom VfB Stuttgart kommt. 20jähriges Offensivtalent mit fast 100 Bundesligaspielen auf dem jungen Buckel. Rein vom Profil her ein Transfer, bei dem man nicht groß nachdenken sollte. Ob die Ablöse nun überteuert ist oder nicht, kann man sicherlich diskutieren, wenn man das will.

Direkt nach Timo Werner wurde auch der Transfer von Marius Müller bekanntgegeben. Der 22jährige Torwart kommt für irgendwas bis zu 2 Millionen Euro vom 1.FC Kaiserslautern und rechnet sich vermutlich aus, in Leipzig in seinen drei Vertragsjahren zur Nummer 1 aufsteigen zu können. Müller ist sicherlich unheimlich talentiert, hatte in der abgelaufenen Spielzeit, seiner ersten vollständigen im Profibereich als Stammtorhüter, allerdings auch Probleme, gute Leistungen über einen längeren Zeitraum abzurufen und fiel neben spektakulären Paraden auch durch einige Schnitzer auf. Eine gute Verpflichtung, falls er bei RB Leipzig Zeit zur Entwicklung bekommt. Zeit, die bisher nicht alle Torwarttalente bekamen, wenn man an Fabian Bredlow oder Thomas Dähne denkt.

Die LVZ fügt den Transfergeschichten noch hinzu, dass nach den drei Neuzugängen noch die Verpflichtungen eines Innenverteidigers, einer Offensivkraft wie Breel Embolo und eines Mittelfeldakteurs wie Naby Keita offen seien. Zudem denke Ken Gipson über einen Wechsel nach, weil er nicht in das U23-Viertligateam versetzt werden will. Wäre schade um den talentierten Rechtsverteidiger, aber sicherlich aus seiner (Karriere-)Sicht nachvollziehbar.

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Viel Durchschnitt

Noch ein paar Daten zur Zweitligasaison. Diesmal zu den Torhüterleistungen der Saison 2015/2016. Bzw. vor allem zu den Statistiken bezüglich der abgewehrten Bälle.

Mit Michael Rensing, Robin Himmelmann und André Weis kamen drei Keeper in allen 34 Saisonspielen zum Einsatz. Es wären noch einige mehr gewesen, wenn nicht ein paar Trainer am Schluss der Saison noch ihrer Nummer 2 einen Einsatz als wertschätzende Geste gegönnt hätten. Wenn es denn für die Vereine in der Tabelle nicht mehr um allzu viel ging.

Insgesamt 34 Torhüter wurden eingesetzt und damit vier weniger als in der vergangenen Spielzeit. 25 Torhüter durften mindestens zehn Einsätze absolvieren, das sind exakt genauso viele wie in der Vorsaison.

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Presse 14.06.2016

Ein offiziell gemachter Wechsel, nur ganz anders als sonst. Timo Werner nimmt die Dinge via Sport1 gleich selbst in die Hande und erklärt, warum er sich für RB Leipzig entschieden hat („nächster Schritt“, „reizvoll“, „muss an meine Karriere denken“, „unbedingt weiter erste Liga spielen“). Trotz des Wechsels bleibe er „VfB’ler durch und durch“. Vielleicht nachvollziehbar, wenn man mit sechs zu einem Verein gegangen ist und 14 Jahre später erstmals zu einem anderen wechselt.

Ob es nach der Wernerschen Indiskretion gegenüber Sport1 erhöhten Telefonverkehr zwischen RB Leipzig, dem VfB Stuttgart Sport1, Werner und dessen Berater gab, weil manchem die vorzeitige Veröffentlichung nicht so richtig geschmeckt haben dürfte, ist genausowenig bekannt, wie der Zeitpunkt, zu dem die Vereine selbst den Werner-Wechsel offiziell machen werden.

Freiburg-Stürmer Nils Petersen äußert sich im Kicker insgesamt wohlwollend zu RB Leipzig („freue mich für den Standort Leipzig und den Osten“), will aber diesen Sommer nichts davon lesen, dass es in der kommenden Spielzeit nur um den Klassenerhalt gehe. „Wenn man in der Größenordnung wie Bayern München investieren kann, muss man sich andere Ziele setzen.“ Sicherlich nicht völlig falsch, was der in Wernigerode geborene Petersen da sagt.

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Transfers: Werner, Schmitz, Teigl

Und dann geht er doch noch los, der Transfersommer. Genau vier Wochen nach Rangnicks Aussage irgendwo zwischen Hoffnung und Ziel, dass der Bundesliga-Kader von RB Leipzig bis zur EM stehen könnte, wurde am Freitag immerhin der erste Transfer verkündet und steht der zweite unmittelbar vor der Tür.

Neben Benno Schmitz und Timo Werner werden hier in diesem Beitrag auch noch einige weitere Namen aus dem Profi- und Nachwuchsbereich abgehandelt. Wie schon in den letzten Transferperioden wird es auch diesmal so sein, dass unter der Transferrubrik nur fixe, sowie zu fast 100% sichere (wenn mehrere verlässliche Medien unabhängig voneinander, sprich ohne komplett voneinander abzuschreiben, von fix sprechen) Zugänge, sowie Abgänge bei denen der neue Verein schon feststeht, verhandelt werden. Ansonsten würde man sich zu sehr in einem Dickicht aus Gerüchten und Gerüchtelchen verstricken. Dafür gibt es ja weiterhin die täglichen Presseupdates.

Benno Schmitz: Der 21jährige ist seit 2011 bereits der zehnte Leipziger Neuzugang, der von den Nachbarn von Red Bull Salzburg kommt (nach Wallner, Teigl, Dähne, Hierländer, Rodnei, Reyna, Ilsanker, Gulacsi und Quaschner; die einst von Leipzig nach Salzburg verliehenen Bruno und Sabitzer nicht mitgerechnet). Eine gewisse Traditionslinie kann man da zeichnen, auch wenn die Transfers nur in seltenen Fällen die hohen Erwartungen erfüllten.

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