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Vier Spieltage sind vergangen. Nur noch einer fehlt bis zur Länderspielpause. Eine Pause, in der sich die Vereine sicherlich noch mal Zeit nehmen werden, genauer unter die Lupe zu nehmen, was bis dahin gut funktionierte und was bis dahin gar nicht funktionierte. Kommt man drauf, dass Dinge fundamental schief laufen, dürfte eine zweiwöchige Pause sehr gut dazu auserkoren sein, noch mal den Trainer zu wechseln. Letzte Saison erwischte es in der Länderspielpause, die damals schon nach dem vierten Spieltag kam, Aues Falko Götz, dessen null Punkte aus vier Spielen letztlich erheblich mit zum Auer Abstieg betrugen und St. Paulis Roland Vrabec.

In die aktuelle Saison sind mit Leipzig, Paderborn, Düsseldorf und Fürth vier Teams mit einem neuen Trainer gestartet. Wenn man so will, ist auch Tomas Oral in Frankfurt ein Neuling, da er in der vergangenen Saison erst vor dem letzten Spieltag verpflichtet wurde. Interessanterweise sind alle fünf Vereine auf unterschiedliche Art und Weise spielerisch und oder punktetechnisch durchwachsen in die Saison gestartet.

Insgesamt neun Trainer sind noch nicht länger als ein Jahr bei ihrem Team. Dieser Wert ist identisch mit dem Wert der Erstligakollegen. Und zeigt relativ deutlich, dass das Traineramt ein ganz schöner Durchlauferhitzer ist. Im Schnitt sind die 18 Trainer der zweiten Liga 22,4 Monate, also knapp zwei Jahre bei ihren Vereinen. Zieht man allerdings die beiden dienstältesten Trainer der obersten beiden Spielklassen Deutschlands, also Heidenheims Frank Schmidt und Braunschweigs Torsten Lieberknecht ab (jeweils mehr als sieben Jahre bei ihren Vereinen), dann sind die verbleibenden 16 Trainer im Schnitt nur noch seit knapp 14 Monaten im Amt. So richtig langfristiges Arbeiten sieht anders aus.

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Tags: 2.Liga 2015/2016, Alois Schwartz, Christian Streich, Ewald Lienen, Falko Götz, Frank Kramer, Frank Schmidt, Gertjan Verbeek, Gino Lettieri, Kosta Runjaic, Markus Gellhaus, Markus Kauczinski, Norbert Düwel, Norbert Meier, Ralf Rangnick, René Weiler, Roland Vrabec, Stefan Ruthenbeck, Tomas Oral, Torsten Fröhling, Torsten Lieberknecht

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Morgen Abend der fünfte Spieltag in der zweiten Bundesliga. Auf RB Leipzig wartet das Auswärtsspiel bei Union Berlin. Die Ausfallliste für das Spiel relativ lang. Neu hinzugekommen ist unter der Woche bei RB Leipzig noch Kapitän Dominik Kaiser, der mit einem Magen-Darm-Virus flach liegt. Probleme bereitet vor allem die Innenverteidigung, in der zusätzlich zu den Langzeitverletzten Marvin Compper und Atinc Nukan auch noch Tim Sebastian ausfällt.

Nicht dabei auch die ebenfalls weiterhin verletzten Ken Gipson und Terrence Boyd. Wahrscheinlich nach Verletzung noch kein Thema ist zudem Stefan Hierländer. Heißt auch, dass nur noch 16 Feldspieler aus dem Profikader übrig bleiben und damit auch ein Patrick Strauß oder ein Dmitri Skopintsev mal in den Genuss einer Kadernominierung kommen dürften.

Wie sich das dann aufstellungstechnisch im Detail gestalten wird, ist schwer absehbar. In der Innenverteidigung werden Willi Orban und Lukas Klostermann oder Stefan Ilsanker auflaufen. Auf der Doppelsechs werden zwei aus dem Trio Rani Khedira, Diego Demme, Stefan Ilsanker auflaufen. Wobei eine Doppelsechs Khedira-Demme erstaunlich wäre, da beide zusammen in dieser Saison bisher auf lediglich zwei Einwechslungen und 14 Minuten Spielzeit kommen.

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[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim 1. FC Union Berlin (28.08.2015, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick undStefan Ilsanker.]

Die Niederlage gegen St. Pauli ist kaum zu Ende analysiert, da geht es auch schon weiter mit dem Ligabetrieb. Dank kurzem Wechsel vom Sonntag auf den Freitag bleibt für RB Leipzig gar nicht lange Zeit, sich mit dem 0:1 aufzuhalten, sondern gilt es, sich schon wieder auf die kommende Aufgabe vorzubereiten. Eine Aufgabe, die für die RasenBallsportler bereits ein bisschen Druck mitbringt, weil man mit sieben Punkten aus fünf Spielen ordentlich zurechtgestutzt in die Länderspielpause gehen würde.

Aber auch für Union Berlin ist im Spiel gegen RB Leipzig der Druck einigermaßen hoch. Denn mit nur drei Punkten aus vier Spielen und noch keinem Sieg ist man ziemlich durchwachsen in die Saison gestartet. Zumal in eine Saison, an deren Ende man unter den ersten sechs Mannschaften der Liga stehen wollte. Wobei Union interessanterweise in drei der bisher vier Ligaspiele und auch im DFB-Pokal jeweils führte und doch nie gewann (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen). Für ein Team, das letzte Saison noch darauf spezialisiert war, Rückstände umzudrehen, sicherlich eine erstaunliche Entwicklung.

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Tags: 2.Liga 2015/2016, Ralf Rangnick, Stefan Ilsanker, Union Berlin

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Während Constantin Eckner die Niederlage von RB Leipzig gegen St. Pauli noch mal unter taktischen Gesichtspunkten unter die Lupe nimmt und die RB-Fans den Saisonauftakt bilanzieren, wirft das Spiel bei Union Berlin seine Schatten voraus. Weiter ein Thema dabei, dass Union-Fans zum viertelstündigen Schweigen aufrufen.

Union-Präsident Dirk Zingler unterstützt seine Fans dabei „zu 100%“. Ok findet er es, dass RB Leipzig viel mehr Geld hat als Union (um im nächsten Satz doch die Angst der „Leute“ zu teilen, „dass der Fußball irgendwann nur noch von Geld geprägt wird“), ihm gehe es vielmehr darum, dass „Fußball seit jeher in der Gesellschaft immer mehr als nur der sportliche Wettbewerb“ war. Was Zingler offenbar durch RB Leipzig gefährdet sieht. Was wiederum sein gutes Recht ist, aber auch eine recht abstrakte Außenperspektive einnimmt.

Der Schluss von fehlender Mitgliedermitbestimmung auf das Fehlen von „Gemeinschaft, gesellschaftlicher Verantwortung, Partizipation, also von einer gewissen Kultur“ könnte nämlich auch ein schlichter Fehlschluss sein (zumindest wenn man nicht versucht Leipzig und Union, sondern sagen wir Leipzig und Braunschweig zu vergleichen und sich die Einbettung von Fans und Verein in städtischen Alltag und gesellschaftliche Verantwortung ohne Scheuklappen anschaut). Mal ganz davon abgesehen, ob man Zinglers Wertvorgabe einer Fußballkultur, die sich nicht nur auf den sportlichen Wettbewerb reduziert, überhaupt teilt.

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Spieltag Nummer 4. Die Liga und ihr Tabellenbild grooven sich langsam ein. Mit nur einem Punkt aus den ersten vier Spielen herauszukommen, ist immer noch nicht der Killer aller Saisonträume, aber langsam dann doch schon Ausdruck der sportlichen Gesamtlage beim jeweiligen Club.

Das mag für ein heimlich (oder auch weniger heimlich) jede Saison von oben träumendem Team wie Fortuna Düsseldorf ein wenig depremierend sein. Aber genaugenommen geht es in der neuen Saison nur so weiter, wie es in der alten Saison nach der Winterpause auch schon lief. Nur 14 Punkte aus 19 Spielen im Jahr 2015 ist die Bilanz eines (abgeschlagenen) Absteigers. Falls man nicht ersthaft über die dritte Liga nachdenken will, sollte man langsam die Kurve kriegen.

Noch prekärer ist die Situation trotz gleicher Punktzahl in Duisburg. Weil man personell natürlich nicht über die Düsseldorfer Kaderqualitäten verfügt, um einen Umschwung auf diesem Wege herbeizuführen. Müsste man es also spielerisch bzw. mannschaftstaktisch kompensieren. Doch auf dieser Ebene blieb man auch in Karlsruhe hoffnungslos unterlegen. 4:12 Torschüsse von innerhalb des Strafraums. Vielleicht holt man mit so einer Bilanz auch mal einen glücklichen Sieg, aber im Normalfall ist da wenig zu holen.

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Tags: 1.FC Kaiserslautern, 2.Liga 2015/2016, Andreas Luthe, Daniel Haas, Fortuna Düsseldorf, MSV Duisburg, SC Freiburg, St. Pauli, SV Sandhausen, Union Berlin, VfL Bochum

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Aufarbeitungen zur 0:1-Niederlage von RB Leipzig gegen den FC St. Pauli weiterhin (empfohlen seien vor allem die Beiträge aus der sehr aktiven Hamburger Bloglandschaft). Ralf Rangnick zeigt sich beim gestrigen Auslaufen (bzw. Ausradeln) nach der Niederlage eher unerfreut und schimpft via MZ und BILD vor allem auf zu viele lange Bälle und schlechte Standards, wegen denen man die Kopfballüberlegenheit gegenüber den Gästen nicht ausgespielt habe.

Konsequenz könnte sein, dass RB Leipzig doch noch mal auf dem Transfermarkt tätigt wird, obwohl man noch vor kurzem die Kaderplanung als definitiv abgeschlossen bezeichnet hatte. Nun erklärt Rangnick zumindest, dass man bis zum Schließen des Transferfensters am 31.08.2015 weiter den Markt beobachte („Man sollte nie nie sagen.“). BILD und MZ meinen, dass ein Links- und ein Innenverteidiger auf der Liste stehen könnten.

Ob man jetzt den Kader noch mal durch Zugänge verändern muss, darüber kann man natürlich bei 26 Spielern im Profikader und einigen Perspektivakteuren in der U23 oder darunter trefflich spekulieren. Fakt ist zumindest, dass die Außenverteidigerposition schon seit einiger Zeit der Qualität anderer Positionen hinterherhängt. Bisher konnte man das aber als Team immer gut kompensieren. Zumal man in dem Zusammenhang auch nicht umhin kommt festzustellen, dass die teilweisen Probleme in der Defensive auf den Außenverteidigerpositionen eine Folge fehlender Kompaktheit gegen den Ball sind und man die Probleme mithin nicht einfach ausschließlich auf den Außenverteidigern abladen kann.

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Heimspiel von RB Leipzig gegen den FC St. Pauli. Aus irgendeinem Grund wie schon letztes Jahr ein massentaugliches Highlight mit diesmal mehr als 40.000 Zuschauern und ausverkauftem Haus (letzte Saison knapp 40.000 Zuschauer). Und sportlich das Spiel zweier Teams, die nach drei Spieltagen mit je sieben Punkten gut dabei waren. Am Ende gewinnen etwas überraschend die Gäste die Partie mit einem knappen 1:0. Keinesfalls unverdient, auch wenn die Niederlage aus Gastgebersicht und dem Spielverlauf nach durchaus überflüssig war.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit derselben Formation wie eine Woche zuvor in Braunschweig als man zu Beginn des Spiels und in der zweiten Halbzeit stark aufgetreten war. Bedeutete auch, dass Georg Teigl erneut rechts hinten antreten durfte. Auch taktisch änderte sich nichts, sodass das zuletzt gewohnte 4-2-3-1 im Gegensatz zu dem zu Saisonbeginn versuchten 4-2-2-2 mit dem Zehner Bruno entstand.

Beim FC St. Pauli kehrte Lasse Sobiech zurück in die Innenverteidigung, während Linksverteidiger Marcel Halstenberg, zuletzt mit starken Leistungen, passen musste. Wenn man bedenkt, dass in der Hamburger Viererkette mit Kapitän Gonther, Halstenberg und Kalla gleich drei Stammkräfte fehlten und mit Sobiech einer dabei war, der vorher zwei Wochen verletzt war, dann darf man schon ein wenig bewundern darauf schauen, wie homogen sich das Gesamtgefüge präsentierte.

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Tags: 2.Liga 2015/2016, Dominik Kaiser, Emil Forsberg, St. Pauli, Stefan Ilsanker

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Gestern die bittere und vermeidbare, aber nicht unverdiente 0:1-Niederlage von RB Leipzig gegen den FC St. Pauli. Wie schon im letzten Aufeinandertreffen beider Teams in Hamburg war Lennart Thy der entscheidende Torschütze. Wieder traf er kurz vor dem Halbzeitpfiff.

Die ersten 25 Minuten gehörten komplett RB Leipzig, die in dieser Zeit die Führung hätten erzielen müssen. Die nächsten 20 Minuten gehörten komplett St. Pauli, die entsprechend auch das Führungstor erzielten. In der zweiten Halbzeit mühte sich RB Leipzig mit vielen, vielen Offensivkräften um eine Ergebniskorrektur, hatte abgesehen von einer Großchance relativ kurz nach der Pause aber auch nicht mehr allzuviel Durchschlagskraft zu bieten.

Offiziell 41.795 Zuschauer wollten sich die Partie ansehen. Was erstmals in einem Ligaspiel ausverkauft bedeutete.

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[Nach dem Zweitligaspiel zwischen RB Leipzig und dem FC St. Pauli hier die Einschätzungen der beiden Trainer Ewald Lienen und Ralf Rangnick von der Pressekonferenz.]

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Tags: 2.Liga 2015/2016, Ewald Lienen, Ralf Rangnick, St. Pauli

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[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den FC St. Pauli (23.08.2015, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Tim Sebastian.]

Nach dem dritten Spieltag ein Spitzenspiel auszurufen, ist natürlich genaugenommen Unsinn, weil die Tabellensituation noch extrem unaussagekräftig ist und auch einfach Ausdruck merkwürdiger Experimente des Fußballgotts sein kann. Der FC St. Pauli beispielsweise steht aktuell zwar bei sieben Punkten, hätte aber genausogut mit zwei Punkten dastehen können. Und auch bei RB Leipzig sind ein paar der sieben Punkte durchaus glücklich zustande gekommen. Zwischen einem Spitzenspiel und einem Treffen der Enttäuschten liegen also am dritten Spieltag zumindest in einer so ausgeglichenen Liga wie der zweiten nur Nuancen.

Allerdings stehen beide Teams auch über einen längeren Zeitraum für eine gewisse Kontinuität. 28 Punkte sammelte man sowohl in Hamburg als auch in Leipzig in 18 Ligaspielen im Jahr 2015 und liegt damit in der saisonübergreifenden Spitzengruppe der zweiten Liga. Nur Sandhausen und Kaiserslautern errangen in dieser Zeit mehr Punkte.

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Tags: 2.Liga 2015/2016, Ralf Rangnick, St. Pauli, Tim Sebastian

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Wir könnten die Dinger auch einfach nur nach vorne kloppen und tief stehen. Aber die Jungs sind mutig, greifen an, verteidigen nach vorne. Und wissen jetzt: In der Scheiß-Liga wirst du dafür bestraft. (Fürth-Coach Stefan Ruthenbeck nach der 2:3-Niederlage beim FC St. Pauli via BILD)

Arbeitsumfeldsbeschimpfung ist auch mal eine schöne Sache im Ligaalltag. Die zweite Liga als „Scheiß-Liga“. Bei ‚Die stärkste zweite Liga aller Zeiten und der ganzen Welt‘-Sport1 wird das Branding wohl schon mal nicht übernommen werden. Und in Bezug auf den konkreten Fall Fürth muss man wohl auch konstatieren, dass Fürth zuletzt eher an sich selbst und nicht vornehmlich daran gescheitert ist, dass man gegen tief stehende Mannschaften spielte.

In Leipzig spielte man schließlich gegen ein offensiv verteidigendes Team, was Fürth überhaupt erst in die Situation brachte fünf, sechs Hundertprozentige zu erkontern, um sich dann vor dem RB-Tor um den Lohn zu bringen. Und beim FC St. Pauli verteidigte man dreimal sehr schlecht (Ballverlust an der Mittellinie, Fernschuss von Halstenberg, Verschlafen eines Konters nach nicht gegebenem Tor) und nutzte offensiv nicht die vorhandenen Chancen. Daraus die Konsequenz zu ziehen, dass sich mutiges Spielen nicht auszahle und nicht, dass man nicht gewinnen kann, wenn man mehr und schwerwiegendere Fehler macht als der Gegner, ist zumindest zweifelhaft und wenig plausibel. Zumal nach drei Spieltagen, nachdem man in Fürth erst im Sommer überhaupt zu einer aktiven Spielweise überging und naturgemäß Fehler (noch) zum Programm gehören.

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Tags: 1. FC Nürnberg, 1.FC Kaiserslautern, 1860 München, 2.Liga 2014/2015, 2.Liga 2015/2016, Alois Schwartz, Arminia Bielefeld, Dirk Schuster, Eintracht Braunschweig, Ewald Lienen, Fortuna Düsseldorf, Gertjan Verbeek, Greuther Fürth, Karlsruher SC, Kosta Runjaic, Markus Kauczinski, MSV Duisburg, Ralf Rangnick, SC Freiburg, St. Pauli, Stefan Ruthenbeck, SV Darmstadt 98, SV Sandhausen, Tobias Escher, Union Berlin, VfL Bochum

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Zwei Tage noch bis zum Spiel von RB Leipzig gegen den FC St. Pauli. Angesichts eines Vorverkaufs, der inzwischen schon bei über 34.000 verkauften Tickets angekommen ist, kann man auf irgendwas um die 40.000 Besucher rechnen. Aus irgendeinem Grund ziehen die Duelle mit den Norddeutschen besonders. Schon letzte Saison konnte man zum Heimspiel fast 40.000 Zuschauern begrüßen, was deutlich über dem normalen Saisonschnitt lag.

Sportlich gesehen wird der FC St. Pauli am Sonntag trotz mit RB Leipzig identischer Punktzahl eher Außenseiter sein. Allerdings hat man aus den letzten Partien so viel Selbstvertrauen mitgenommen, dass man auch in Leipzig punkten will und nicht wie in der letzten Saison nach einer 1:4-Niederlage noch halbwegs zufrieden wieder nach Hause fährt.

Das Hamburger Abendblatt vermeldet, dass es mit einer Rückkehr von St.-Pauli-Innenverteidiger Lasse Sobiech zum Spiel bei RB Leipzig eng werde. Eine entsprechende Entscheidung werde erst kurzfristig getroffen. Von zu den Langzeitverletzten Gipson, Boyd, Compper und Nukan bei RB Leipzig hinzukommenden Problemfällen ist nichts bekannt.

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Fünf Jahre ist es her, dass RB Leipzig nach dem ersten Aufstieg in der Vereinsgeschichte Kontakt mit der Regionalliga aufnahm. Dass man dort drei Jahre verbringen und am Ende eher mühevoll über einen Relegationssieg gegen die Sportfreunde Lotte aufsteigen würde, war zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht vorhersehbar. Zumal man zum Start der Saison 2010/2011, wie eigentlich in jeder Saison seit sechs Jahren, zu den absoluten Topfavoriten auf den Staffelsieg zählen musste und der Aufstieg Kernziel der Spielzeit war.

Mit Tomas Oral hatte man einen neuen Trainer geholt, der beim FSV Frankfurt für Erfolge im Aufstiegskampf aus unteren Spielklassen in den Profifußball gestanden hatte. Mit Carsten Kammlott, Daniel Frahn, Tim Sebastian, Fabian Franke, Tom Geißler und vielen anderen hatte man neue Gesichter für den Verein geholt und einen Umbruch weg von altgedienten Bundesligaprofis auf ihrer letzten Karrierestation hin zu mehr Zukunft im Team gewagt. Ein Umbruch, der sich am Ende der Saison als zentraler Baustein für den Misserfolg herausstellen sollte, weil man es nicht schaffte, den Zerfall des Teams in altersbezogene Gruppen nachhaltig zu moderieren.

In der Vorbereitung hatte man noch einige Glanzlichter gesetzt. Gegen Erstligist Schalke 04 unter Felix Magath verlor man bei der Saisoneröffnung im nun Red Bull Arena heißenden Zentralstadion nur knapp mit 1:2. Gegen Zweitligist Hertha BSC gewann man mit einem starken Carsten Kammlott sogar 2:1. Alles schien vor dem Pflichtspielauftakt, zu dem für damalige Verhältnisse erstaunliche 4.000 Zuschauern kamen, gerichtet für eine erfolgreiche Saison, auch wenn man beispielsweise mit dem auf die linke Seite abgeschobenen Daniel Frahn eine erste, selbstkreierte Baustelle hatte.

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Tags: Carsten Kammlott, Daniel Frahn, Eintracht Braunschweig, Hannover 96, Hertha BSC, Red Bull Arena, Schalke 04, Thomas Linke, Tino Vogel, Tomas Oral, Türkiyemspor

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Die LVZ hat heute den geburtstagenden RB-Vorstandsvorsitzenden Oliver Mintzlaff im Angebot (wird 40), der demnächst mit Stadionbesitzer Michael Kölmel über die Zukunft von RB Leipzig in der Red Bull Arena und einen Ausbau reden will. Eine Machbarkeitsstudie stehe auch noch vor einer Entscheidung.

Zudem wolle Mintzlaff Perry Bräutigam „langfristig an den Verein binden“. Offenbar vor allem als eine Art Repräsentanten und Aushängeschild des Vereins. Klingt eher nach weggelobt für Bräutigam, der bis letzte Saison noch Torwarttrainer war und den aktuellen Plänen nach im sportlichen Bereich direkt fast gar keine Rolle mehr spielen würde.

Gestern schon in der LVZ die Nachricht, dass Christina Happel aus dem Medienbereich von RB Leipzig ausscheidet, in den sie erst vor einem Jahr eingetreten war. Dem Klang nach keine ganz harmonische Trennung.

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Christian Streich ist ja inzwischen auch einigermaßen bekannt, was seinen Umgang mit Schiedsrichtern und deren Entscheidungen angeht. Kaum ein Spieltag, an dem der Freiburger Coach nicht irgendwas und irgendwen anprangert. So erstaunte es auch nicht, dass Streich nach der Niederlage gegen Bochum direkt den Schiedsrichter unter anderem für seine (von allen Beteiligten als spielentscheidende angesehene) gelb-rote Karte gegen Außenverteidiger Mensur Mujdza geißelte.

So weit, so normal. Dass er sich nur einen Tag später beim Kicker meldet und eigeninitiativ (so zumindest die Behauptung des Blattes) für seine Äußerungen entschuldigte, weil er beim Betrachten der umstrittenen Szenen gemerkt habe, dass er und nicht der Schiedsrichter falsch liege, ist dagegen eine deutliche Abkehr vom üblichen Muster. Eine Abkehr, für die man durchaus Respekt haben kann. Eine Abkehr, die aber auch nur Sinn macht, wenn daraus auch Konsequenzen für zukünftiges Verhalten resultiert.

Es darf für Streichs Verhalten an der Seitenauslinie nämlich letztlich keine große Rolle spielen, ob er meint, dass eine Entscheidung falsch oder richtig war. Mal abgesehen davon, dass in Streichs Aufregung immer auch ein ‚die haben was gegen unseren schönen Underdog-Verein‘ drinsteckt (bzw. zumindest in der Bundesliga drinsteckte), machen Schiedsrichter im Spielverlauf schlicht Fehler und das Coaching kann sich nicht darauf beziehen, die Schiedsricherfehler zu zählen, sondern die eigenen Mannschaft hinsichtlich der Bedingungen des Spiels einzustellen und im Spielverlauf auch mal zu verändern. Und da lag Streich nach dem Platzverweis gegen Bochum offenbar ziemlich daneben, denn ansonsten hätten die Gäste nicht binnen zehn Minuten drei Tore erzielen können.

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Tags: 1. FC Nürnberg, 1.FC Heidenheim, 1860 München, 2.Liga 2015/2016, Arminia Bielefeld, Christian Streich, Daniel Haas, Fabio Coltorti, FSV Frankfurt, Gertjan Verbeek, Greuther Fürth, SC Freiburg, SC Paderborn, SV Sandhausen, Torsten Fröhling, Union Berlin, VfL Bochum, Wolfgang Hesl

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Noch ein bisschen Nachhall zum Spiel von RB Leipzig bei Eintracht Braunschweig. Unter anderem mit einer merkwürdigen Distanzierung auf der Eintracht-Website von einer Fan-Zaunfahne. Auf der stand geschrieben, dass alle in Braunschweig wissen, dass „alle Bullen sch…“ sind. Auf der Eintracht-Website behauptet nun der „Geschäftsführer der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA“ Soeren Oliver Voigt, dass diese Zaunfahne „nicht angemeldet und inhaltlich nicht mit uns abgestimmt“ gewesen sei und man mit „derartigen Verunglimpfungen gegenüber unseren Gegnern“ nichts zu tun haben möchte.

Eine Stellungnahme, die eigentlich mehr Fragezeichen aufwirft, als dass sie Anworten liefern würde. Da hängt eine Riesenzaunfahne, die die komplette Eintracht-Fankurve umspannt, also mal eben locker irgendwas oberhalb von 50 Metern lang und vielleicht irgendwas unter fünf Metern hoch ist. Und diese Zaunfahne, die nicht mal eben irgendwo in der Hosentasche durch den normalen Eingang kommt, kann aufgehängt (und von Fans aus dem Stadioninnenbereich heraus gerichtet und hinterher zerschnippelt und in der zweiten Halbzeit noch mal als Blockfahne genutzt) werden, ohne dass jemand Kenntnis davon hat, was da drauf steht? Bei einem Spiel gegen RB Leipzig, bei dem man im Vorfeld aufgrund einiger Geschichten in der Vergangenheit bei verschiedensten Spielen besonders sensibilisiert ist?

Viele Interpretationsvarianten bleiben da nicht. Entweder schwindelt der Eintracht-Geschäftsführer einfach, um sich und seinen Verein der Verantwortung entziehen. Oder aber die Abläufe bei der Spieltagsvorbereitung stimmen nicht, weil man am Verein vorbei ein Viertel des Stadionzauns behängen kann. Was trotzdem in der Verantwortung des Vereins läge. Oder aber die Vereinsführung wurde von den Fans schlicht gelinkt (Zaunfahne angekündigt, anderen Inhalt dem Verein mitgeteilt). Wobei auch hier der Verein weiterhin die Mitverantwortung trüge. Egal welche Version stimmt, der Verein hat in seinen Entscheidungsstrukturen offenbar ein Problem. Wenn die Zaunfahne am Verein vorbei dort aufgehangen wurde genauso, wie wenn die Zaunfahne dort mit Wissen des Vereins aufgehangen wurde.

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Vorgestern bereits der 2:0-Auswärtssieg von RB Leipzig bei Eintracht Braunschweig. Allerlei Berichte heute zu einem insbesondere in der zweiten Halbzeit souveränen Auftritt der Leipziger. In der ersten Halbzeit war das Spiel nach starken 15 RB-Anfangsminuten noch ausgeglichen.

Die Tore für RB Leipzig vor reichlich 21.000 Zuschauern (darunter 1.000 Leipziger) schossen Davie Selke und Emil Forsberg in der zweiten Halbzeit. Für beide ist es bereits der zweite Saisontreffer.

Durch den Sieg setzte sich RB Leipzig nach dem dritten Spieltag in der Spitzengruppe fest. Nur Bochum steht mit der weißen Weste von neun Punkten noch vor RB an der Tabellenspitze. Braunschweig muss sich mit nur einem Punkt aus drei Spielen erst mal Richtung Tabellenkeller orientieren.

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Nach drei eher durchwachsenen Spielen zum Start in die Saison war man im Umfeld von RB Leipzig etwas unsicher, wo man aktuell steht und wohin die Reise geht. Das verdiente 2:0 bei Eintracht Braunschweig mit 15 bis 20 mindestens guten Minuten in Hälfte 1 und einer starken zweiten Halbzeit schickte ein deutliches Ausrufezeichen an die Konkurrenz und zeigte, dass sich die individuelle Klasse auch langsam zu einem Team zusammenfügt.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit Tim Sebastian als Innenverteidiger und Georg Teigl als Rechtsverteidiger für den verletzten Nukan und den unter der Woche angeschlagenen Hierländer. Georg Teigl zeigte dabei einige, so in der jüngeren Vergangenheit gar nicht mehr gekannten Probleme in der Zweikampfführung und musste entsprechend relativ früh in der zweiten Halbzeit vom Platz. Tim Sebastian war die gewohnte Verlässlichkeit in Person. Selbst wenn er wie in diesem Fall quasi direkt von der Tribüne in die Startformation rutschte.

In der Formation ergab das bei RB Leipzig eine Art 4-2-3-1. Wobei die offensive Dreierkette relativ flexibel war. Sprich Sabitzer und Forsberg auf den Außenpositionen schon auch mal Richtung Außenstürmerpositionen verschoben, während Bruno alternativ etwas tiefer und eher als Achter agierte, um Bindung zwischen den Sechsern und den anderen Offensivkräften herzustellen. Was insgesamt in vielen Situationen schon ganz gut gelang, manchmal aber auch an zu großer Verspieltheit des Technikers scheiterte.

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Tags: 2.Liga 2015/2016, Davie Selke, Eintracht Braunschweig, Emil Forsberg, Tim Sebastian

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Wie schon in der ersten Runde des DFB-Pokals geht es für RB Leipzig auch in der zweiten Runde zu einem unterklassigen Verein. Die Auslosung ergab, dass man am 27. oder 28.10.2015 in den Süden der Republik zur SpVgg Unterhaching fahren muss. Damit spielt man im DFB-Pokal erstmals gegen einen Regionalligisten.

Wobei das im Fall der Randmünchener ein wenig in die Irre führt, denn in den letzten sieben Jahren spielte Unterhaching durchgängig in der dritten Liga, war dort Gründungsmitglied und stieg erst am Ende der vergangenen Saison in die Regionalliga ab. Wo sie allerdings ziemliche Anpassungsschwierigkeiten haben. Was nicht verwundern kann, denn die SpVgg wird schon seit einiger Zeit von einige finanziellen Sorgen geplagt und setzt entsprechend auf eine Art schlecht bezahltes U23-Team. Dass man mit diesem Konzept keine großen Sprünge mehr macht, auch nicht in der Regionalliga, dürfte auf der Hand liegen.

Für RB Leipzig ist das Los sportlich durchaus ein angenehmes. Bei allem Respekt war Unterhaching eine der einfachsten Aufgaben, die im Lostopf lagen. Wenn man entsprechend Ende Oktober mit viel Pokallust nach Bayern reist, sollten die Chancen, das Achtelfinale zu erreichen bereits sehr gut sein. Selbst wenn die SpVgg in der ersten Runde mit Ingolstadt einen Bundesligisten ausschaltete.

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Tags: DFB-Pokal 2015/2016, SpVgg Unterhaching

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Eine Spitzenmannschaft sollte weniger als ein Tor pro Spiel kassieren. (Fabio Coltorti, 30.10.2013)

Drei Gegentore hat RB Leipzig in den ersten drei Pflichtspielen (naja, knapp drei Pflichtspielen) kassiert. Und ist dabei ziemlich gut weggekommen, wenn man sieht, dass die Kontrahenten und insbesondere Fürth doch einige Chancen liegengelassen haben. Wenn man Fabio Coltortis obige Klassifizierung heranzieht (die zugegebenermaßen noch aus der dritten Liga stammt), ist man also von einer Spitzenmannschaft noch ein Stück entfernt.

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Tags: 1.FC Kaiserslautern, 2.Bundesliga, Fabio Coltorti, FC Gütersloh, FC Ingolstadt, Greuther Fürth, Hannover 96, Karlsruher SC, Ralf Rangnick, SC Paderborn, SpVgg Unterhaching, SSV Ulm, Stuttgarter Kickers, SV Darmstadt 98, TSG Hoffenheim

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