Bundesliga: Eintracht Frankfurt vs. RB Leipzig 2:1

23. Spieltag der Bundesliga. Für RB Leipzig die ganz große Chance, sich durch einen Sieg in Frankfurt, im Kampf um einen Platz in einem europäischen Wettbewerb richtig Luft zu verschaffen. Doch trotz gutem Start in die Partie musste man sich schließlich verdient mit 1:2 geschlagen geben.

Für leichte Überraschung sorgte Ralph Hasenhüttl bereits mit seiner Aufstellung. Kampl und Bruma waren beide angschlagen gar nicht mit im Kader. Werner und Poulsen rotierten nach dem Neapel-Spiel mal eben auf die Bank. Demme, Ilsanker, Augustin und Lookman rückten dafür in die Startformation. Für den Engländer war es der erste Startelfeinsatz seit seinem Wechsel nach Leipzig. Organisiert war das ganze im 4-3-3 mit Ilsanker auf der Sechs und Demme und Keita als Achter davor. Augustin spielte zentral im Sturm und sollte dort Unterstützung von Sabitzer und Lookman von den Außenbahnen erhalten. Besonders Lookman tat sich allerdings bei seinem Startelf-Debüt in Sachen Bindung zum RB-Spiel noch einigermaßen schwer und verhedderte sich oft in Einzelaktionen.

Niko Kovac hatte sein Team auf der anderen Seite auf drei Positionen verändert. Der verletzte Mascarell fehlte genauso wie Russ und Jovic. Dafür rückten Abraham, Salcedo und Haller in die Startelf. Insbesondere Abwehrchef David Abraham machte bei seiner Rückkehr nach längerer Verletzung dabei eine herausragende Partie. Organisiert war die Eintracht in einer Art 3-3-2-2 und defensiv dann mit einer Fünferkette unterwegs.

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Presse 20.02.2018

Jo, naja. 1:2 in Frankfurt verloren. Gute 20 Minuten zum Start. Danach ging es von Minute zu Minute bergab und wurde in der zweiten Halbzeit fußballerisch gegen leidenschaftlich arbeitende Gastgeber ganz dünn. Entsprechend war die Niederlage letztlich auch verdient.

Nach einer knappen Viertelstunde schoss Jean-Kevin Augustin RB Leipzig nach sehr schöner Kombination in Führung. Zwei Abwehrschnitzer, einmal nach Standard und einmal nach Ballverlust im Mittelfeld, drehten die Partie schon Mitte der ersten Halbzeit binnen vier Minuten. Timothy Chandler und Kevin-Prince Boateng waren die Torschützen.

Im Fokus standen vor allem die Proteste von Eintracht-Fans gegen Montagsspiele. Geduldet von der Eintracht-Führung hatte man zu Spielbeginn friedlich den Platz hinter den Banden gestürmt und dort Banner präsentiert. Zudem kamen Tausende Trillerpfeifen bei RB-Ballbesitz zum Einsatz, während es bei Eintracht-Ballbesitz (jenseits von gefährlichen Offensivaktionen) ruhig wurde. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurden dann Hunderte Tennisbälle aufs Spielfeld geworfen, was zu einer erneuten Verzögerung beim Anpfiff führte. Auf Frankfurter Seite war man hinterher zufrieden, dass man den Protest so kanalisieren konnte, dass nie ein Spielabbruch oder Ausschreitungen drohten.

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Presse 19.02.2018

Heute Abend also das Spiel von RB Leipzig bei Eintracht Frankfurt. Ein Topspiel. Vierter gegen Zweiter war das vor dem Spieltag. Aktuell ist es Sechster gegen Vierter, nachdem bisher alle anderen Teams aus den Top6 gewinnen konnten. Frankfurt könnte mit einem Sieg bis auf Platz 3 vorstürmen. Leipzig könnte mit einem Sieg auf Rang 2 klettern (bei dann schon neun Punkten Vorsprung auf Platz 7) und wäre nach einer Niederlage Fünfter.

Auf RB-Seite sind bis auf Halstenberg alle Spieler einsatzfähig. Kevin Kampl war aber nach dem Neapel-Spiel überdurchschnittlich erschöpft und ist damit ein Kandidat für einen Bankplatz. Lukas Klostermann war leicht angeschlagen und könnte in Sachen Belastungssteuerung einem Bernardo platzmachen. Zwei, drei Wechsel wird es wohl in Frankfurt in jedem Fall geben, um Frische in die Mannschaft zu bringen. Emil Forsberg ist aber noch keine Option für die Startelf.

Auf Seiten von Eintracht Frankfurt bangt man um den Einsatz von Omer Mascarell. Der war diese Saison lange verletzt und konnte sich nach der Winterpause im zentralen Mittelfeld gleich wieder zu einem der wichtigsten Akteure aufschwingen. Wäre ein Verlust für die Eintracht, aber man hat in der Hinrunde auch ohne den Spanier sehr gute Leistungen gezeigt. Abwehrchef David Abraham könnte derweil nach einer Verletzungspause seit Mitte Dezember wieder in die Startelf zurückkehren und wird in jedem Fall zum Spieltagskader gehören.

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Nächstes direktes Duell im Kampf um Europa

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig bei Eintracht Frankfurt (19.02.2018, 20.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Fast keine Atempause für RB Leipzig. Dem Highlight-Sieg in Neapel folgt das nächste Highlight: ein Montagsspiel. Ok, werden wir gleich wieder ernst, denn der umstrittene Spieltermin ist eigentlich nur die Randgeschichte für ein Spiel das auch so genügend sportliche Themen hat, die spannend sind. Denn zum Abschluss des 23. Spieltags treffen zwei direkte Konkurrenten um einen Platz in der Champions League aufeinander. Und während das bei RB im Rahmen dessen liegt, womit man vor der Saison zumindest rechnen konnte, wenn das Ziel das Etablieren im ersten Drittel der Liga war, kommt das bei der Eintracht durchaus sehr überraschend.

Denn so richtig konnte man nicht damit rechnen, dass das Team, das letzte Saison schon lange positiv überraschte und die Teilnahme am DFB-Pokal-Finale mitnahm, auch diese Saison wieder ganz oben mitspielt und im Vergleich zum Vorjahr sogar die Konstanz zu haben scheint, den positiven Lauf mit in die Rückrunde zu nehmen. Schon wieder steht man im Halbfinale des DFB-Pokals und hat sich nebenbei auf Platz 4 in der Bundesliga gespielt. Für ein Team, bei dem man seit eineinhalb Jahren immer ein wenig auf den Knick wartet und sich in der letzten Rückrunde ein wenig bestätigt sah, eine erstaunliche Bilanz nach immerhin zwei Dritteln Saison.

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Presse 17.02.2018

Am Donnerstag schon das 3:1 von RB Leipzig beim SSC Neapel. Auch in der Höhe verdient, weil die Gastgeber vor allem in der letzten halben Stunde eine ganz schwache Partie machten und mit all ihren Fehlern der RB-Spielidee komplett in die Karten spielten.

Adam Ounas hatte die Gastgeber kurz nach der Pause noch in Führung gebracht. Timo Werner, Bruma und erneut Timo Werner drehten die Partie noch und sorgten für eine prima Ausgangsposition für das Rückspiel. Neapel würde man mit einer Topleistung in Bestbesetzung durchaus auch mit diesem Resultat in Leipzig noch was zutrauen. Allerdings kann man nicht glauben, dass Trainer Maurizio Sarri in Leipzig personell und intensitätstechnisch nun plötzlich all in gehen wird. Auch wenn man sich sicherlich besser wird präsentieren wollen als in Neapel.

Knapp 15.000 Zuschauer verliefen sich im riesigen und ordentlich baufälligen Stadio San Paolo. Rund 1.500 Gästefans waren dabei und kamen dank Shuttle-Bussen schon sehr zeitig an und durften dank Blocksperre bis eine Stunde nach Abpfiff im Stadion ausharren..

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Europa League: SSC Neapel vs. RB Leipzig 1:3

Erstes Europa-League-Spiel von RB Leipzig überhaupt. Und dann gleich beim SSC Neapel, gleichermaßen ein guter Name in Europa und als Tabellenführer Italiens und vor allem dank seiner ball- und passorientierten Spielweise in dieser Saison im Klubfußball ganz heißer Scheiß. Doch gegen RB Leipzig lief man vor allem in der letzten halben Stunde mehrmals in die Falle und verlor verdient mit 1:3.

Ralph Hasenhüttl hatte seine Mannschaft im Vergleich zum Spiel gegen Augsburg nur auf einer Position verändert. Der gesperrte Stefan Ilsanker rutschte aus der Mannschaft, der wiedergenesene Marcel Sabitzer kam in das Team. Bedeutete auch, dass ausgerechnet Diego Demme bei seinem Gastspiel in ’seinem‘ Neapel (lange) nur auf der Bank saß. Organisiert blieb RB dabei im 4-2-2-2.

Maurizio Sarri kremplete seinen SSC erwartungsgemäß auf mehreren Positionen um, blieb aber seinem 4-3-3 treu. Mertens fehlte gesperrt, dazu fehlten von den Meisterschaftsstammspielern gegenüber dem letzten Spiel auch Rui, Allan, Jorginho und Insignie. Auch Albiol saß nach leichten Muskelproblemen erneut nur auf der Bank. Mit Maggio, Rog, Ounas, Diawara und Zielinski durften sich gleich mehrere Spieler probieren, die in der Meisterschaft sonst kaum Chancen bekommen.

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In Bestbesetzung beeindruckend

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim SSC Neapel (15.02.2018, 21.05 Uhr) befindet sich eine Zusammenfassung von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Yussuf Poulsen.]

So, der letzte der Klubwettbewerbe, der RB Leipzig noch fehlte, steht nun auch vor der Tür. Die Europa League wartet. Offenbar nicht mit allzu extatischer Begeisterung, wenn die Vorverkaufszahl von knapp 10.000 aus Neapel stimmt. Die 1.500, die aus Leipzig anreisen, sind sicherlich absolut im Rahmen dessen, was man rund um RB in Europa an einem Donnerstag erwartent kann.

In der Diskussion steht vor dem Spiel vor allem auch, ob Neapel  gegen Leipzig nur mit einer B-Elf antreten wird, weil man sich auf den Gewinn der Meisterschaft konzentrieren will und entsprechend Spieler schont. Ob es am Ende wirklich so kommt, weiß man natürlich nicht zu 100%, aber es ist die durchaus wahrscheinliche Variante.

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Presse 14.02.2018

Morgen Abend dann das Europa-League-Spiel von RB Leipzig beim SSC Neapel. Im Raum steht eine B-Elf der Gastgeber. Neapel-Coach Maurizio Sarri ließ sich diesbezüglich bei der PK nicht wirklich in die Karten schauen. Man werde das Spiel ernst nehmen, Leipzig ist super, europäische Wettbewerbe sind immer interessant. Das kann alles und nichts bedeuten. In jedem Fall fehlt Dries Mertens gesperrt. Angepisst ist Sarri vom eigenen Verband, weil man am Sonntag schon wieder spielt, während RB rund um das Neapel-Spiel Freitag und Montag spielt, als jeweils einen Tag mehr Pause hatte und hat.

Bei RB Leipzig fehlen Ademola Lookman, der in Europa nicht spielberechtigt ist, Marcel Halstenberg, weil verletzt und Stefan Ilsanker, weil gesperrt. Emil Forsberg ist mit nach Neapel geflogen. Ob er dort auch spielt, wird man sehen. In jedem Fall steht er nicht in der Startelf.

Spielt der SSC Neapel in Bestbesetzung ist er wohl der Favorit im Duell mit RB Leipzig. Spielen sie mit ihrer Pokal-B-Elf, dann ist es ein Duell auf Augenhöhe.

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Presse 13.02.2018

So nach kurzer Grippe-Auszeit wieder zurück im Stoff. Halten wir deswegen die Basics kurz. 2:0-Sieg gegen Augsburg am Freitag. Verdient und trotz geringem Ballbesitz auch souverän. Dayot Upamecano mit seinem ersten Treffer für RB und Naby Keita schießen die Tore vor knapp 35.000 Zuschauern, darunter circa 400 aus Augsburg. Überflüssige Pfiffe gegen Hinteregger, der sich davon motiviert fühlt und Versöhnungsgesten zwischen Hasenhüttl und Baier als Randthemen des Spiels.

Mit dem Sieg schiebt sich RB Leipzig am Ende des Spieltags auf Platz 2. Mit Leverkusen und Schalke patzten zwei Konkurrenten im Kampf um einen Platz in einem europäischen Wettbewerb. Sieben Punkte hat RB nun bereits Vorsprung auf Platz 7. Das ist doch mal eine erste Marke. Zwischen 2 und 6 aber alles weiter eng.

Nächsten Montag dann das nächste Duell gegen einen unmittelbaren Konkurrenten und gegen ein weiteres Überraschungsteam. Dann muss man bei Eintracht Frankfurt antreten. Die sind aktuell Vierter und liegen nur zwei Punkte hinter RB. Das wird sportlich ein sehr spektakuläres Duell.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. FC Augsburg 2:0

22. Spieltag in der Bundesliga. Zum Auftakt in zwei englische Wochen empfing RB Leipzig in der Bundesliga den FC Augsburg. Eines der großen Überraschungsteams der Saison. In Leipzig blieben sie aber ungefährlich und fuhren mit einer verdienten Niederlage wieder nach Hause.

Ralph Hasenhüttl musste gegen Augsburg notgedrungen zweimal tauschen. Denn kurzfristig waren Diego Demme und Marcel Sabitzer erkrankt und ausgefallen. Stefan Ilsanker und Yussuf Poulsen, zu denen Hasenhüttl in der PK vor dem Spiel witzigerweise noch erklären musste, warum sie nicht spielen, rückten in die Startelf. Auf dem Platz ergab sich meist eine 4-2-2-2-Formation, die aber auch nicht ganz starr interpretiert wurde.

Beim FC Augsburg gab es wie erwartet nur einen Wechsel in der Formation. Rani Khedira kam nach abgesessener Gelbsperre zurück in die Mannschaft, dafür saß Jan Moravek diesmal nur auf der Bank. Etwas unerwartet, dass Manuel Baum sein Team nicht mit einer Fünferkette auf den Platz schickte, sondern wie zuletzt auch schon eher in einer Art 4-2-3-1.

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Presse 09.02.2018

Heute Abend dann das Spiel von RB Leipzig gegen den FC Augsburg. Mal wieder ein Freitagsspiel. Das erste seit HSV auswärts zu Saisonbeginn. Auftakt für die Zeit der lustigen Spieltermine in der Bundesliga mit Freitag, Montag, Sonnntag.

Auf Seiten von RB Leipzig wird man weiter auf Emil Forsberg verzichten. Der trainiert zwar schon wieder mit der Mannschaft, allerdings wird bei ihm noch nach und nach die Belastung erhöht und geguckt, ob er schmerzfrei bleibt. Ansonsten sind abgesehen von Halstenberg alle fit.

Auf Seiten des FC Augsburg ist der Ausfall von Alfred Finnbogason besonders bitter. Daneben fehlen auch Jeffrey Gouweleeuw und Marco Richter verletzt. Rechtsverteidiger Daniel Opare ist suspendiert.

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Taktisch sehr hohes Niveau

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen den FC Augsburg (09.02.2018, 20.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz ein Tag vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Die englischen Wochen gehen wieder los. Nach ein paar Wochen zum Start der Rückrunde ohne Spiele unter der Woche steht demnächst die Europa League für RB Leipzig an. Das Spiel gegen Augsburg ist entsprechend der Auftakt in zwei englische Wochen, die auch die Frage beantworten werden, ob es mit dieser Belastung im März weitergeht oder ob damit dann für diese Saison Schluss ist.

Vor dem Spiel gegen Augsburg versucht man seitens RB Leipzig ein wenig vom nichtsportlichen Dampf aus der Partie zunehmen. Entsprechend merkte Ralph Hasenhüttl gestern via Sportbild an, dass die Sache mit Daniel Baier keine mehr ist und er selbst vielleicht im Hinspiel auch nicht perfekt reagiert hat. Trotzdem bleiben natürlich mit den Namen Hinteregger, Hofmann, Reuter oder Baier hierzulande vor allem im Umfeld von RB allerlei Emotionen verbunden. Völlig abgesehen davon wie begründet die im Einzelfall sein mögen, dürfte das die Partie dann am Freitag durchaus zu einem guten Stück zumindest von außen anheizen.

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Presse 08.02.2018

Die Jahresbilanz von RB Leipzig ist raus. Nicht allzu viel überraschendes für 2016. Der Umsatz stieg aka die Einnahmen stiegen auf 120 Millionen Euro, wohlgemerkt für ein Jahr, das man zur Hälfte in der zweiten Liga verbrachte. Wenn man das mal laienhaft hochrechnen möchte, dann würde man bei ungefähr 160 Millionen Euro für das erste Bundesligajahr rauskommen (auch wenn das etwas arg schematisch hochgerechnet ist). Im Vergleich mit anderen Aufsteigern und schlechter finanzierten Erstligisten sicherlich viel Geld. Insgesamt eher ein durchschnittliches Budget, zumal wenn dafür am Ende Platz 2 rauskam. Zum Vergleich: Dortmund setzte 2016/2017 über 400 Millionen Euro um.

Den Red-Bull-Sponsoring-Anteil an den Jahreseinnahmen zu bestimmen, ist nur schwer möglich. Da man entsprechende Einnahmen mal eben im Batzen Spielbetrieb verzeichnet, wo quasi alle Einnahmen drin sind, die RB Leipzig überhaupt hat. Würde man mich zum Schätzen zwingen, würde ich den Sponsoring-Anteil von Mateschitz an 114 Millionen Einnahmen aus Ticketing, Werbung und TV-Geld auf irgendwas bei 60 Millionen Euro beziffern. Aber das ist nur sehr grob geschätzt und keinesfalls eine verlässliche Zahl.

Verlässlich allerdings die ausgewiesene Zahl von über 80 Millionen Euro Darlehensschulden von RB Leipzig bei Red Bull. Die Summe ist noch mal um 30 Millionen Euro gestiegen. Das ist ein ordentlicher Batzen. Kommt nicht wirklich überraschend, weil die Darlehen quasi eine Vorfinanzierung von Transfersummen sind, die man nicht auf dem Konto liegen hat und damit so eine Art von Erhöhung des Eigenkapitals (nur 14 Millionen der Darlehen werden binnen eines Jahres fällig, aber vermutlich schiebt man die dann einfach wie schon von 2015 zu 2016 auch 2017 weiter). In der Gewinn-Verlust-Rechnung für 2016 tauchen von den Transferkosten aber nur die anteiligen Millionen auf (also ein Neuzugang kriegt einen Fünfjahresvertrag und kostet 20 Millionen, dann gehen davon 4 Millionen in die Rechnung für 2016 ein; insgesamt kam man so auf 24 Millionen anteilige Transferkosten für 2016).

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Presse 07.02.2018

Emil Forsberg gestern überraschend wieder im Mannschaftstraining von RB Leipzig. Da vergingen zwischen ‚völlig unklar, wann er zurückkommt, vielleicht gar nicht mehr diese Saison; gut dass wir mit Lookman einen Ersatz haben‘ und ’steht wieder im Mannschaftstraining‘ gerade mal vier Tage. Das ging auf seltsame Art und Weise schnell. Aber Ralph Hasenhüttl bleibt da auch auf dem Boden und meint in Sportbild, dass es noch dauern werde, man Forsberg nicht überfrachten werde und der Schwede inzwischen auch eingesehen hat, dass er sich mit dem Spielen im Herbst trotz Problemen keinen Gefallen getan hat.

Gestern wurde Paul Mitchell bei einer Pressekonferenz vorgestellt. Sein Titel lautet „Head of Recruitment and Development“. Das klingt doch schon mal nach was.. Davon abgesehen scheint das ein ganz angenehmer Zeitgenosse mit einem recht trockenen Humor zu sein, der Bock auf Diskussionen mit Rangnick und auf Entwicklung von Ideen und Verwirklichung von Ambitionen hat. Mal sehen, was davon dann am Ende in der Praxis bleibt. Dass er und Rangnick sich schon ein paar Jahre kennen und wissen, worauf sie sich einlassen, ist ja schon mal nicht das schlechteste. Abgesehen davon ist es natürlich wie immer zu Beginn einer Zusammenarbeit. Alles ist super, man will angreifen und das kann nur gut werden.

Ganz nebenbei gab Ralf Rangnick auch zwei Personalien bekannt. Benjamin Ehresmann wird neuer Chefscout bei RB Leipzig und übernimmt damit die Position des zum HSV gegangenen Johannes Spors. Ehresmann arbeitete früher schon länger als Scout und Videoanalyst wohl vor allem im Nachwuchs von RB Leipzig, ging letzten September als Chefscout zu den New York Red Bulls und kehrt nun zurück. Damit auch klar, dass Mitchell kein Ersatz für Spors ist, sondern offenbar darüber eine Stelle für ihn geschaffen wurde, während Ehresmann dann wohl stärker koordinierend tätig sein wird.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2018 – Update 1

Die Winter-Transferperiode der Saison 2017/2018 ist jetzt schon ein paar Tage Geschichte. Wie in den letzten beiden Transferperioden im Winter ging es bei RB Leipzig auch diesmal eher ruhig zu. Auf Abgangsseite hat man den Kader an den einsatzzeitlosen Rändern ausgedünnt und Marvin Compper und Federico Palacios abgegeben (wer will, kann auch Nachwuchsmann Nicolas Kühn dazuzählen, der ja am Anfang der Saison noch zum Anschlusskader gehörete). Geholt wurde mit Ademola Lookman auf den allerallerletzten Drücker noch einer, der in der Offensive den Ausfall von Emil Forsberg abfangen soll.

Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren sorgte die Ruhe in der Transferperiode aber diesmal weniger für Zufriedenheit sondern vielmehr für eine emotionale Eruption beim Sportdirektor und eine klare Ansage beim Trainer. Man werde nie wieder in eine Situation kommen, so die Ansage, dass man auf Ausfälle und Lücken nicht adäquat reagieren kann. Schon im Sommer werde man sehen, dass man in Sachen Scouting und Neuverpflichtungen sehr viel mehr RB-like unterwegs ist als jetzt im Winter. Was auch immer das bedeutet und ob man das nicht auch als Ansage an Spieler wie Marcel Sabitzer interpretieren kann, dass eine Transferperiode mit einer untypischen Verpflichtung einens Leihspielers ohne Kaufoption nicht wieder vorkommen wird.

Sabitzer hatte ja kürzlich im Zuge einer möglichen Verlängerung seines Vertrags auch Klärungsbedarf geäußert, wo die Reise des Vereins hingeht. Er wolle regelmäßig Champions League spielen und wolle wissen, ob die (personellen) Planungen von RB Leipzig in eine ähnliche Richtung gehen. Ja, gehen sie, so nun die öffentliche Aussagenfaust von Rangnick. Das was diesen Winter passierte, war nur eine Ausnahme, weil das Scouting noch nicht reif für einen Topklub ist, aber schon ganz bald auf diesem Level sein wird. Untypisch die Emotionalität des Sportdirektors bei seiner Ansage. Typisch dagegen seine Getriebenheit und auf einen als solchen erkannten Missstand mit aller Energie reagieren zu wollen.

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Presse 06.02.2018

Ralf Rangnick gestern bei Sky (siehe Zusammenfassung bei RBlive). Entspannter und souveräner Auftritt. Wie der Sportdirektor in der Sendung Ewald Lienen angelächelt hat, dürfte auch die Herzen der größten Zyniker zum Schmelzen gebracht haben. Ob Lienen im Anschluss an die Sendung gleich einen fertigen Scouting-Vertrag zugesteckt bekam, ist nicht überliefert.

Bestätigt hat Rangnick in der Sendung die Verpflichtung von Chefscout Paul Mitchell (wird heute Nachmittag vorgestellt). Bestätigt hat er auch, dass man nach der Halstenberg-Verletzung quasi jeden relevanten Linksverteidiger auf Machbarkeit abgeklopft (also mal leicht bei den entsprechenden Vereinen angefragt) hat. Darunter auch Marvin Plattenhardt von Hertha, also den ursprünglichen Nationalmannschaftskonkurrenten von Halstenberg. Der war aber zu teuer (vermutlich auf ‚Hertha baut sich von der Ablöse ein neues Stadion‘-Niveau zu teuer), was angesichts der Qualität des Spielers auch nicht sonderlich überraschen kann. Überraschend dagegen, dass Rangnick hofft, dass Forsberg diese Woche wieder mit der Mannschaft trainiert, nachdem zuletzt ein Saison-Aus im Raum stand.

Überraschend auch, dass Rangnick mal wieder die Geschichte auftischt, dass ein Sponsor wegen Financial Fairplay nur 30% des Etats eines Vereins bestreiten darf und dass sich Red Bull in Leipzig natürlich daran halte. Erstens gibt es weiterhin keine Regel, die es einem Geldgeber verbietet, mehr als 30% des Etats zu tragen. Wenn es denn dafür einen Werbegegenwert gibt (ansonsten zählen die Zahlungen nicht als Einnahmen, sondern als Defizitausgleich eines Mäzens) . Allerdings gilt man halt ab 30% als bestimmende Partei in einem Verein und damit quasi als Eigentümer. Was ja im Sommer auch das Problem mit der UEFA und Salzburg war. Sprich, die UEFA sah Red Bull mit bestimmendem Einfluss bei RB Leipzig und in Salzburg. Weswegen man in Salzburg den Etatanteil auf unter 30% drückte und dazu noch einige Personalien tauschte (und Salzburg aus der gemeinsamen Fotodatenbank mit Liefering, Leipzig, Racing und Eishockey nahm, was immer noch eines der absurdesten Details der UEFA-Lizenzierung ist).

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Presse 05.02.2018

RB Leipzig am Samstag mit dem 1:0 bei Borussia Mönchengladbach. Ein verdienter Sieg, weil man das aktivere und nach der Pause auch mutigere Team war. Ein wenig glücklich war der Sieg, weil die Gastgeber bei zwei Kontern zu Beginn und Ende der zweiten Halbzeit jeweils die größten Chancen der Partie hatten, während Leipzig deutlich häufiger gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchte.

Ausgerechnet Neuzugang Ademola Lookman erzielte den Siegtreffer kurz vor Schluss. Wortspiele mit seinem Namen, viele Beiträge über sein wenig rutschfestes Schuhwerk und die Frage nach seinem Spitznamen gibt es als Zugabe zum Siegtreffer obendrauf. Wie gut Lookman wirklich ist, kann man nach diesem einen Spiel natürlich noch nicht sagen.

Reichlich 49.000 Zuschauer beim Spiel von RB Leipzig in Mönchengladbach. Reichlich 1.000 davon drückten den Gästen die Daumen und fuhren entsprechend gut gelaunt nach Hause, nachdem es in den letzten fünf Auswärtspartien in der Bundesliga mal gar nichts zu gewinnen gab.

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Bundesliga: Borussia Mönchengladbach vs. RB Leipzig 0:1

21. Spieltag der Bundesliga in der Saison 2017/2018. Borussia Mönchengladbach empfing RB Leipzig. Für beide Mannschaften im Kampf um einen Platz in einem europäischen Wettbwerb ein sehr wichtiges Spiel. Auch weil in beiden Vereinen das Umfeld langsam etwas unruhiger wurde. Nicht unbedingt wegen des Tabellenplatzes, sondern weil sechs bzw. sieben Punkte aus den letzten sieben Bundesliga-Spielen vor dem direkten Duell sehr wenig und die Auftritte oft überschaubar hübsch waren.

Ralph Hasenhüttl änderte bei RB Leipzig gegenüber der Vorwoche und dem Spiel gegen den HSV gar nicht so viel. Der zuletzt nach Erkältung noch nicht richtig fitte Naby Keita kam zurück in die Mannschaft. Dafür musste Jean-Kevin Augustin auf die Bank. Geändert wurde damit auch die Formation, die statt eines 4-2-2-2 wieder eine 4-3-3 aka 4-1-2-2-1 wie schon in den ersten beiden Spielen nach der Winterpause war.

Dieter Hecking wechselte auf der anderen Seite dreimal, wobei zwei Wechsel notgedrungen und aufgrund von Verletzungen vorgenommen wurden. Tobias Sippel ersetzte im Tor Yann Sommer, für den er schon in Frankfurt in die Partie gekommen war. Nico Elvedi kam für den verletzten Linksverteidiger Oscar Wendt in die Partie. Dazu spielte auch Vincenzo Grifo auf der linken Seite, während dem Talent Mickael Cuisance nur die Bank blieb. Für das Spiel gegen RB kehrte Hecking zudem zum 4-4-2 zurück, in dem Stindl und Hazard in vorderster Linie spielten.

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Hauen und Stechen

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig bei Borussia Mönchengladbach (03.02.2018, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl, Ralf Rangnick und Ademola Lookman.]

Der vierte Spieltag nach der Winterpause wartet auf RB Leipzig. Die Spiele in Freiburg und gegen den HSV haben die Stimmung rund um den Verein ein ganzes Stück in den Keller geführt. Dazu eine Transferperiode, die alles in allem und angesichts der Ausfälle von Halstenberg und Forsberg mit nur einem Leih-Neuzugang auch wenig Begeisterung hervorrief und Fragen aufwirft, wo es in der Rückrunde für RB noch hingehen kann. Könnte gerade beschaulicher sein rund um den RasenBallsport.

Dazu steht das schwere Spiel bei Borussia Mönchengladbach auf dem Programm. Vor einem Jahr konnte RB dort glücklich, aber nicht unverdient gewinnen. In diesem Jahr ist es ein direktes Duell um die Europapokal-Plätze. Nach den beiderseits enttäuschenden Ergebnissen der Vorwoche geht es dabei für beide Vereine schon um recht viel. Der Verlierer des Spiels des Siebten gegen den Fünften würde im Kampf um die Champions League dann doch bereits gut Boden verlieren.

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Presse 02.02.2018

Morgen Abend dann der 21. Spieltag der Bundesliga. RB Leipzig tritt bei Borussia Mönchengladbach an. Siebter gegen Fünfter. Völlig offenes Duell zweier Mannschaften, die weiter in der Gruppe hinter den Bayern bleiben wollen.

Auf RB-Seiten fällt (von Marcel Halstenberg sehen wir in den nächsten Wochen und Monaten mal ab) nur Emil Forsberg weiter aus. Ademola Lookman ist theoretisch eine Option. Praktisch wäre es eine ordentliche Überraschung würde er gleich in der Startelf stehen.

Auf Gladbacher Seite gibt es eine lange Liste an Ausfällen und möglichen Ausfällen, bei der man ein wenig den Überblick verlieren kann. Ausfallen werden Yann Sommer, Oscar Wendt, Mamadou Doucoure, Tobias Strobl, Laszlo Benes, Fabian Johnson, Ibrahima Traoré, Raffael,  und Julio Villalba. Auch Raul Bobadilla galt zuletzt als fraglich, weil er nach Verletzung noch nicht so weit ist. Ordentliche Liste.

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