Bundesliga: Borussia Mönchengladbach vs. RB Leipzig 1:2

Drei Auswärtsniederlagen hintereinander ohne eigenes Tor für RB Leipzig. Dazu die letzten beiden Ligaspiele verloren. Ein bisschen stellte sich vor dem Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach die Frage, ob aus Einzelereignissen nun doch ein Trend wird. Am Ende der 90 Minuten feierte RB eine Art Statement-Sieg gegen die aufkommenden Unkenrufe und Hoffenheim-Vergleiche, den man sich durch viel Aufwand und durch das bessere Agieren vor dem gegnerischen Tor auch verdiente.

Etwas überraschend, was Ralph Hasenhüttl in Mönchengladbach aufstellungstechnisch veranstaltete. Der eigentlich angekündigte Upamecano blieb auf der Bank. Dafür rückte Ilsanker neben den nach Gelbsperre zurückkehrenden Compper in die Innenverteidigung. Statt Orban/ Upamecano also Compper/ Ilsanker als Startduo. Keita rutschte von der Zehn für Ilsanker auf die Sechs, auf der er wirkungsvoller ist. Sabitzer spielte statt zweiter Spitze wieder auf der Stammposition auf der Zehn, die ihm auch näher liegt. Und Burke bekam dafür den Platz neben Werner im Sturm, wo er allerdings etwas wirkungslos blieb. Überraschend aber vor allem, Schmitz für Bernardo in die Startelf zu stellen. Wobei Schmitz seine Sache abgesehen von kleineren Wacklern sehr gut machte.

Am Ende war es das gewohnte 4-2-2-2-System, nachdem man vor dem Spiel noch rätseln durfte, ob Hasenhüttl eventuell eine Systemumstellung plant. Zumindest ließen sich seine Äußerungen, Upamecano, Ilsanker und Keita spielen zu lassen, entsprechend interpretieren, wenn man davon ausging, dass Keita nicht noch mal auf der Zehn spielen würde. Durch Upamecanos Bankplatz blieb es dann aber doch beim gewohnten System und Keita fand trotzdem einen Platz auf der Sechs.

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Puzzlearbeit gegen defensive Stärke

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig bei Borussia Mönchengladbach (19.02.2016, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Marvin Compper.]

21. Spieltag. Mitten in der Krise nach Mönchengladbach. Kleiner Scherz. Der den durchaus realistischen Hintergrund hat, dass nach zwei Niederlagen in Folge die Augen noch stärker auf das sportliche Ergebnis und Auftreten von RB Leipzig gerichtet sein werden. Kommt jetzt der Einbruch, ist die Frage, die viele auf den Lippen haben. Das System RB Leipzig entschlüsselt, formulieren die Ersten locker vor sich hin. Je nach Sichtweise halt hoffnungsfroh oder mit Sorgenfalten.

Drei Niederlagen in Folge gab es bei RB Leipzig letztmals Ende der ersten Zweitligasaison 2014/2015. Damals war Ralph Hasenhüttl durch den aufstiegsbringenden Sieg mit Ingolstadt direkt an der Serie beteiligt. Es war der einzige Dreierpack mit Niederlagen, den RB je aushalten musste.

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Presse 17.02.2017

Zwei Tage noch bis zum Spiel von RB Leipzig bei Borussia Mönchengladbach. Mal wieder an einem Sonntag, weil die Borussia in der Europa League unterwegs ist und dort gestern gegen Florenz spielte. Sicherlich kein Nachteil für RB, dass Mönchengladbach mitten in drei englischen Wochen am Stück steckt. Ob es ein Vorteil ist, wird sich erst noch zeigen.

Auf Seiten von RB Leipzig fehlen Willi Orban (gesperrt) und Yussuf Poulsen (verletzt). Marcel Sabitzer wird es wohl schaffen. Ob es für die Startelf reicht, wird man sehen. Die wird sowieso eine ganz schöne Puzzelei. Upamecano, Selke, Burke und auch Kaiser drängen ins Team. Und je nachdem, wo man anfängt mit der Kaderbesetzung, hat das auch Folgen für die nächsten Positionen. Ilsanker als Innenverteidiger würde es zum Beispiel einfacher machen, Keita auf die Sechs zu setzen. Spielt Upamecano als Innenverteidiger, dann wäre auf der Sechs einer zu viel und müsste Keita auf die Zehn vorrücken. Und so weiter.

Auf Seiten von Borussia Mönchengladbach ist Raffael nach Oberschenkelzerrung weiter fraglich. Ausgeruht wäre er nach zwei Spielen unfreiwillige Pause allerdings. Wer aus dem gestrigen Europa-League-Kader wie ausgeruht in den Sonntag geht, wird man sehen. Da sind sicherlich ein paar Veränderungen in der Besetzung der Mannschaft denkbar. Zumal man gestern bis auf Stindl komplett mit der Elf vom letzten Bundesliga-Wochenende spielte. Veränderungen sind aber auch nicht zwingend.

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Presse 16.02.2017

Marcel Sabitzer droht laut BILD für das Spiel in Mönchengladbach auszufallen. Nachwirkungen eines Schlags, den er gegen den HSV abgekriegt hat. Wenn er heute auch nicht mittrainiert, dann wird es laut Hasenhüttl eng für ihn. Compper meldet sich derweil laut LVZ fit.

Der Kicker sieht Davie Selke derweil in einer „Jetzt oder nie“-Situation. Nach der Poulsen-Verletzung komme seine Chance. Nutzt er diese hätte das eine „Signalwirkung über die Saison hinaus“. Nutzt er sie nicht, läuft es wohl auf eine Trennung im Sommer hinaus. Kann man durchaus so sehen. Die Frage ist halt nur, ob Selke in Mönchengladbach von Beginn an ran darf oder doch eher Oliver Burke. Hasenhüttl hatte nach dem HSV-Spiel zumindest erklärt, dass er Selke wünscht, „dass er die Chancen, wenn er sie wieder bekommt, besser nützt als zuletzt“. Ob damit nun konkrete Torchancen gemeint sind oder Chancen, sich durch Einsätze zu zeigen, bleibt ein bisschen offen. Letztlich läuft es wohl auf beides hinaus.

Ex-Bayern-Spieler Michael Tarnat glaubt in einem Spox-Video, dass sich die Bundesliga auf die Spielweise von RB Leipzig eingestellt hat und sieht die Münchener auf dem direkten Weg zur deutschen Meisterschaft.

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Mediale Strippenzieher?

In der heutigen Zeit ist relativ egal, ob der in den Medien erzählte Bürgerkrieg wirklich stattgefunden hat oder nicht. Es gibt Videos, die ihn suggerieren. Es gibt angegriffene Menschen, die ihn empfunden haben. Und es gibt einen Weltkonzern, der seit 25 Jahren sein Geld mit Publicity macht und dem eine derart erzählte Geschichte nutzt. Also wird sie so erzählt. (schwatzgelb.de)

Das wird seit einer Woche an verschiedenen Stellen jenseits der großen Medienkanäle gern in verschiedenen Variationen erzählt. Die RB-Medienmacht, die aus einem Vorfall, der verurteilenswert, aber nicht einzigartig ist, eine Medienwelle gemacht hat, wegen der Borussia Dortmund und deren Fans und die Kritik der Fans an RB quasi zu Opfern wurden.

Muss man sich auch erstmal auf der Zunge zergehen lassen. Da werden Menschen zu Opfern, die darum nicht gefragt und dazu nur durch pure Anwesenheit beigetragen haben. Und dann zeigt man aus dem Verein, aus dem die Täter kommen auf den Verein, aus dem die Opfer kommen mit dem Zeigenfinger und sagt ‚Überdramatisierung!‘. Als hätten die Angreifer im Nachhinein noch die Definitionsmacht darüber, wie beschissen sich die Angegriffenen fühlen und verkaufen dürfen oder eben nicht.

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Presse 15.02.2017

Weiter der Kampf um die Argumentationsvorherrschaft rund um die Ereignisse im Gästeblock beim Spiel gegen den HSV. Kein Zweifel besteht offenbar bei allen Beteiligten, dass zwei des Einsatzes von Pyrotechnik verdächtige Personen nach dem Spiel aus den den Block verlassenden HSV-Fans gezogen wurden. Konsens ist offenbar auch, dass die entsprechenden Maßnahmen wie eine enge Gasse zu bilden, durch die die Fans müssen und nur kleine Gruppen rauszulassen, zu Auseinandersetzungen zwischen HSV-Fans, die sich mit den Rausgezogenen solidarisierten und Ordnern führten.

Danach verlieren sich die Gemeinsamkeiten. Die Polizei spricht davon, dass HSV-Fans Ordner mit Holzstangen angriffen und verletzten und die Polizei die Auseinandersetzungen beendet hat. Fanhilfe und Fanprojekt Hamburg erklären, dass die Ordner HSV-Fans wahllos angriffen, als die eigentliche Aktion, Verdächtige ausfindig zu machen, schon zu Ende war. Dabei sei auch mit den Fahnenstöcken der HSV-Fans auf HSV-Fans eingeschlagen und ein Teppichmesser gezückt worden. Die Polizei hätte bei dem Treiben nicht eingegriffen und es schon gar nicht beendet.

Vermutlich wird die Wahrheit wie immer irgendwo in der Mitte liegen. Der Beginn der Auseinandersetzungen ist ohne HSV-Pyro und Solidarisierungseffekten nicht denkbar. Der Fortgang der Auseinandersetzungen dürfte von einem Ordnungsdienst, der auch nicht für ständigen Einsatz von Deeskalationsstrategien bekannt ist, in seiner Art durchaus befördert worden sein.

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Pragmatisch, aber nicht wirklich ideal

Kaum ist das eine Nachwuchsthema durch, da ist auch schon das nächste da. In der Winterpause noch waren die Abgänge der einst hoch gehandelten Talente Renat Dadashov, Vitaly Janelt und Idrissa Touré aus vornehmlich nicht sportlichen Gründen das Thema. Bis Sportdirektor Ralf Rangnick höchstpersönlich die Streichung der U23 verkündete. Das saß. Zumal Ralf Rangnick noch vor nicht allzu langer Zeit als absoluter Befürworter der U23-Ausbildung auftrat und diese zur besseren Durchlässigkeit in die 3. Liga führen wollte.

Dass dieser Schritt überhaupt möglich wurde, liegt an einer DFL-Entscheidung aus dem Jahr 2014. Damals wurde die Verpflichtung, eine U23 im Spielbetrieb zu haben, aufgehoben. Sodass sich alle Vereine der ersten und zweiten Liga seit der Saison 2014/2015 selbst entscheiden können, ob sie diese Nachwuchsarbeit weiter betreiben wollen oder nicht.

RB Leipzig ist nun der vierte Bundesligaverein, der den Weg der Abschaffung der U23 geht. Zuvor hatten schon Frankfurt, Leverkusen und (der damalige Zweitligaaufsteiger) Darmstadt 98 diese Lösung präferiert. Auch in der zweiten Liga sind es mit Union Berlin, Aue, Dynamo Dresden und Bochum vier Mannschaften, die keine zweite Mannschaft mit Nachwuchsspielern mehr führen. Interessanterweise eben auch alle drei Ostklubs. (Unter anderem) Finanzielle Gründe dürfte man da durchaus naheliegend als Hintergrund vermuten.

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Presse 14.02.2017

Ein bissel Krisentalk hier und dort noch nach dem HSV-Spiel. Wobei das auch Quatsch ist, denn genaugenommen hat RB Leipzig in in vier Spielen seit der Winterpause nun einmal richtig danebengelegen. Erst die nächsten zwei, drei Wochen werden zeigen, was davon Trend und was davon Ausrutscher war.

Yussuf Poulsen will schneller zurückkommen von seiner Verletzung als geplant. Sagt er bei BILD Und sorgt sich nicht, dass sein Verlust von der Mannschaft nicht aufgefangen werden kann.

Der BVB legt keinen Widerspruch gegen die Sperrung der Südtribüne und die Geldstrafe wegen der Banner aus dem RB-Spiel und einigem mehr ein. Man wolle nicht das falsche Signal einer Relativierung der Ereignisse senden, deswegen verzichte man auf einen Einspruch gegen eine Strafe, die man (wegen Kollektivstrafe) trotzdem nicht gut findet.

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Presse 13.02.2017

Vorgestern schon die erste Heimniederlage der Saison für RB Leipzig. 0:3 gegen den Hamburger SV. Etwas unerwartet aufgrund des Tabellenstands beider Vereine. Der HSV aber in den letzten Wochen punktetechnisch eines der besseren Teams der Liga. Und in der ersten Halbzeit bei Standards extrem effizient. Von RB Leipzig war es keine sonderlich gute Partie, aber abseits der Standardtore war es trotzdem meist eine Begegnung auf Augenhöhe, bei der RB offensiv die Durchschlagskraft fehlte.

(Ausgerechnet) Kyriakos Papadopoulos köpfte das 1:0 und zeigte dann Ralph Hasenhüttl intensiv den Bizeps. Der schaute aber lieber Weg. HSV-Neuzugang Walace köpfte ein paar Minuten später Mitte der ersten Halbzeit zum 2:0 ein. Der HSV im gesamten Spiel mit ein paar guten Konterchancen. Eine davon nutzte Aaron Hunt in der Nachspielzeit zum 3:0.

Bitter an dem Spiel neben dem Verlauf und Ergebnis aus RB-Sicht vor allem die Verletzung von Yussuf Poulsen. Der saß erst auf der Bank, kam nach einer halben Stunde ins Spiel und ging zwölf Minuten später verletzt schon wieder runter. Muskelbündelriss. 6 Wochen Pause. Autsch. Als Spielertyp und Kampfmaschine in der Sturmspitze eigentlich nicht zu ersetzen.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. Hamburger SV 0:3

20.Spieltag in der Bundesliga. RB Leipzig empfing den Drittletzten der Tabelle, den Hamburger SV. Nach der Niederlage in Dortmund sollte mit allen rückkehrenden Stammspielern wieder der Weg in die Erfolgsspur gefunden werden. Am Ende stand eine nicht unverdiente Niederlage, weil man vor dem HSV-Tor zu umständlich agierte und in der ersten Halbzeit zweimal bei Ecken nicht gut verteidigte.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig dank der vielen Rückkehrer mit einigen Änderungen. Khedira, Kaiser und Selke landeten erwartungsgemäß auf der Bank. Compper fehlte dazu gelbgesperrt. Etwas überraschend stand auch Poulsen nicht in der Startelf. Denn Ralph Hasenhüttl hatte sich in der Abwehr für Neuzugang Dayot Upamecano als Compper-Ersatz entschieden. Ilsanker war nach starkem Spiel in Dortmund sowieso gesetzt, sodass irgendwo weiter vorn ein Spieler zu viel war. Das war dann überraschend Poulsen. Sodass Werner, Sabitzer, Forsberg und Demme wieder ins Team zurückkehrten. Das Duo Selke/ Poulsen vor einer Woche noch zusammen auf dem Platz, nun zusammen auf der Bank. Das hatten sie sich sicherlich auch beide etwas anders vorgestellt.

Der Hamburger SV veränderte seine Startelf im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel auf zwei Positionen. Sakai rückte rechts hinten für Diekmeier ins Team. Und Neuzugang Walace, der unter der Woche im DFB-Pokal seine gelungene Premiere gefeiert hatte, ersetzte Ekdal auf der Sechs.

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Presse 10.02.2017

Morgen schon der 20.Spieltag der Bundesliga. RB Leipzig gegen Hamburger SV. Zweiter gegen Drittletzter. Aber die aktuellen Formkurven dürften eher für einen Kampf auf Augenhöhe sprechen.

Bei RB Leipzig fehlt Marvin Compper gesperrt. Entweder Dayot Upamecano oder Stefan Ilsanker starten dafür in der Innenverteidigung. Ilsanker soll laut Hasenhüttl in jedem Fall spielen. Wenn nicht in der Innenverteidigung, dann eben auf der Sechs. Falls Upamcano hinten spielt und Ilsanker auf der Sechs, dann ist die große Frage, wer auf die Bank muss. Demme? Sabitzer? Das Problem hätte man nur dann nicht, wenn Werner mit seinen Oberschenkelproblemen ausfällt. Allerdings wird der Topstürmer sehr wahrscheinlich gegen den HSV auflaufen können. Wird also spannend, wer am Ende im Team steht und wer auf der Bank sitzt.

Auf Seiten des HSV fehlt Michael Gregoritsch verletzt. Unter der Woche waren auch Holtby, Ekdal und Müller angeschlagen. Wer davon zurückkehrt, ist noch unklar. Mittrainiert haben sie gestern. Papadopoulos wurde im Pokal geschont, dürfte aber gegen RB wieder in der Startelf stehen.

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Unruhiges Spiel

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen den Hamburger SV (11.02.2017, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Weiter geht es mit Fußball. Auch wenn die spannende Frage bleibt, inwieweit man bei RB Leipzig den Fokus in der Mannschaft auf rein sportliche Themen gelenkt bekommt (ich für meinen Teil neige die ganze Zeit dazu, von Borussia Dortmund zu schreiben, wenn ich HSV meine, entsprechende Fehler in diesem Text seien mir verziehen). Ralph Hasenhüttl wirkte zu Beginn der Trainingswoche noch ein bisschen angeschlagen von den Ereignissen in Dortmund. Könnte so manch anderem ja auch so gehen.

Aber sei das, wie es sei. Das Heimspiel gegen den Hamburger SV steht vor der Tür. Die zweite Chance für RB Leipzig zum ersten Mal zwei Siege gegen einen Bundesliga-Kontrahenten einzufahren. Aber in Hamburg ist seit dem Hinspiel auch fast kein Stein mehr auf dem anderen geblieben, sodass man aus dem Hinspiel-Resultat und -Spielverlauf keinerlei Rückschlüsse auf das anstehende Aufeinandertreffen ziehen kann.

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Presse 09.02.2017

Großer Knalleffekt gestern, dass RB Leipzig die U23 auflösen will. Nachdem bisher immer klar erklärt wurde, dass diese im Sinne der Nachwuchsausbildung weiter gefördert werden und in die 3..Liga aufsteigen soll. Das wirft natürlich ein paar Fragen nach dem Warum auf.

RB Leipzig begründet das mit terminlichen Problemen, die sich durch einen möglichen weiteren Aufstieg in die 3.Liga verstärken würden. Man möchte sich mehr Freiheiten geben, um Testspiele für die Reservespieler aus dem Profikader zu organisieren. In der Vergangenheit hatte es immer mal Probleme gegeben, solche Testspiele beispielsweise in Länderspielpausen zu organisieren, weil man keine Spieler von der U23 abziehen konnte und die Zahl der Profispieler zu gering war.

Zudem will man sich in der Ausbildung auf die U19 und auf einige wenige Toptalente fokussieren, die dann gleichzeitig regelmäßig bei den Profis mittrainieren. Zudem sollen laut BILD auch Kostengründe eine Rolle gespielt haben. Wobei das nur im Zusammenhang mit geringem Nutzen als Grund denkbar wäre.

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Wohltuender Pausentee

Frage in die Expertenrunde: Was passierte am 06.11.2016? An diesem Tag fanden Teile des 10.Spieltags der Bundesliga statt und es war tatsächlich der letzte Spieltag, an dem RB Leipzig ein Gegentor in der zweiten Halbzeit eines Bundesligaspiels kassierte. Wobei der Mainzer Ehrentreffer zum 1:3 damals nicht wehtat.

Seitdem stehen in neun Bundesligaspielen null Gegentore in Halbzeit 2. Wobei daraus nicht darauf zu schließen ist, dass diese Halbzeiten die Leipziger Spektakelhalbzeiten waren. Denn auf der anderen Seite schoss man auch ’nur‘ sieben Tore in den neun Halbzeiten.

Imposant vor allem der Widerspruch zu den ersten Halbzeiten in diesen Spielen, denn da liegt das Torverhältnis bei 9:10. Lediglich dreimal ging man seit dem 10.Spieltag mit einer Führung in die Pause. Viermal lag man in Rückstand. Trotzdem gewann man noch sechs Spiele und verlor ’nur‘ drei. Bei allen drei Niederlagen spielte man in der zweiten Halbzeit 0:0. Alle anderen zweiten Halbzeiten seit Mainz gewann RB Leipzig. Alle mit 1:0. Bis auf Leverkusen, da drehte man mit einem 2:0 in der zweiten Halbzeit noch das Spiel.

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Presse 08.02.2017

Dortmund gegen Leipzig und kein Ende. Beziehungsweise mit leichter Verschiebung im Fokus. Und mit einem deutlicheren Kampf um die Deutungshoheit bezüglich der Ereignisse.

So erklärt die Zeit die Debatte um die Mitverantwortung von Hans-Joachim Watzke für beendet und schlägt damit in die Kerbe von Schalke-Manager Christian Heidel, der eine Verantwortung von seinem Freund Watzke für absurd hält. Denn: „Aki hat nie dazu aufgefordert, dass Fans sich daneben benehmen.“ Etwas, was die Zeit ähnlich sieht. Man könne doch nicht glauben, dass sich Ultras von einem Vereinschef, den sie kritisieren, aufhetzen lassen.

Das sind natürlich recht seltsame Reiz-Reaktions-Schemata, an denen man sich abarbeitet (als ob jemand behauptet hätte, Watzke habe zu Gewalt aufgerufen). Die Frage von Mitverantwortung, die sich Watzke ja in Bezug auf frührere Anfeindungen von BVB-Fans gegen Hopp und Hoffenheim selbst sehr wohl gestellt hat, geht ja weit darüber hinaus, ob jemand direkt aufgehetzt wird.

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Transfers: Boyd, Kalmár, Janelt, Touré

Wer Wirbel und weitere Geschichten rund um das Wochenende und Dortmung braucht, der wird an vielen Stellen in den Weiten des Internets (und später sicher auch in der Presseschau) fündig. Hier an dieser Stelle geht es heute um die Aufarbeitung der letzten Phase der Transferperiode. Und entsprechend über vier plus einen Abgang, mit denen der Kader noch mal ordentlich auf ein kerniges Ausmaß von rund 20 Spielern inklusive Keepern reduziert wurde. Über dessen Zusammensetzung wurde ja schon an anderer Stelle ausführlich geschrieben.

Terrence Boyd

Ein Abschied, der irgendwie doch ein wenig schade war. Was wiederum seltsam ist, bei einem Spieler, der zwei Jahre lang kein Pflichtspiel für die Profis von RB Leipzig absolviert hat. Aber Terrence Boyd hat es mit seiner Art und Weise geschafft, selbst in seiner Verletzungszeit sein hohes Ansehen in der Mannschaft und sein Standing bei den Fans zu behalten. Was ein absoluter Ausnahmefall sein dürfte.

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Presse 07.02.2017

Weiter geht es mit dem wilden Ritt durch die Stellungnahmen nach dem Spiel von RB Leipzig bei Borussia Dortmund. Bzw. dem, was es rund um ein Fußballspiel eigentlich gar nicht braucht.

„Nach fest kommt ab“ ist ein alter Spruch aus dem Job, den ich einst mal lernte. Sollte heißen, dass man eine Schraube nicht ewig weiter festziehen kann, ohne dass sie kaputt geht. So ein bisschen hat man das Gefühl bei der Diskussion um das RB-Spiel in Dortmund auch. Es macht keinen Sinn, immer neue Phrasen draufzulegen, um den Vorredner noch mal zu übertreffen. Irgendwann überdreht sich der Diskurs und steht einer Lösung eher im Wege als dass er hilfreich wäre.

Von daher sollte man vieles von dem, was da so geäußert wird, einfach geflissentlich überlesen. Speziell hingewiesen sei aber zum Beispiel auf einen interessanten Artikel der Süddeutschen, der für die Angriffe auf die RB-Fans zentrale Ultragruppen aus Dortmund verantwortlich macht und das ganze auch als Machtkampf mit BVB-Chef Hans-Joachim Watzke interpretiert, der sich in jüngerer Vergangenheit gegen einzelne Ultra-Gruppen gestellt hatte. Die eigentliche fanpolitische Bombe besteht darin, dass man Jan-Henrik Gruszecki zu einer zentralen Person des Ultra-Spektrums macht, aus dem heraus dann RB-Fans angegriffen wurden. Gruszecki wurde vor allem vor dem Hinspiel in Leipzig als Gesicht des Dortmunder Protests durch die Medien gereicht und durfte unter anderem in einem Kicker-Talk Ralf Rangnick entgegentreten.

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Presse 06.02.2017

Zwei Tage her das Spiel von RB Leipzig bei Borussia Dortmund. Der Gastgeber mit einem verdienten 1:0-Erfolg, der angesichts diverser, leichtfertig vergebener Konter auch hätte höher ausfallen können. Leipzig trotz diverser Ausfälle 30 Minuten lang komplett auf Augenhöhe. Beim Rückstand verteidigte man nicht gut und hatte dann gegen schnelle und gut verteidigende Dortmunder die schlechtere Spielsituation. Vor allem offensiv fehlte es immer wieder am letzten Pass, um in eine gute Abschlusssituation zu kommen. Insgesamt war es aus RB-Sicht angesichts der Voraussetzungen aber ein mehr als ordentlicher Auftritt.

Pierre-Emerick Aubameyang hatte nach 35 Minuten das goldene Tor für den BVB erzielt. Ein bedeutsamer Sieg, wie man an den emotionalen Reaktionen der Gastgeber und einem über 90 Minuten ungewohnt hohem Einsatz erkennen konnte.

Dayot Upamecano feierte sein Debüt im Dress von RB Leipzig und machte einen sehr guten Eindruck als rechter Teil einer in den letzten 25 Minuten erstmals gespielten Dreierkette in der Abwehr. U23-Mann Federico Palacios (21) feierte seine Bundesligapremiere und hatte Pech mit dem wegen Abseits aberkannten Ausgleich in der Nachspielzeit. Und Rani Khedira stand erstmals in der Bundesliga für RB Leipzig in der Startelf. Allein daran sieht man, dass die Personalsituation mehr als überschaubar war.

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Bundesliga: Borussia Dortmund vs. RB Leipzig 1:0

Das nächste Spitzenspiel für RB Leipzig. Zweiter gegen Vierter. Zu Besuch beim normalerweise zweitbesten Team in Deutschland. Dazu noch arg dezimiert. Am Ende machte das eine verdiente 0:1-Niederlage für RB, bei der man sich aber insgesamt achtbar aus der Affäre zog und am Ende sogar am überraschenden Punktgewinn schnupperte.

Verzichten musste RB Leipzig gleich auf vier der sechs besten Spieler der Hinrunde. Forsberg weiter gesperrt. Der Ausfall von Timo Werner war auch frühzeitig klar. Dazu kamen dann auch noch Sabitzer und Demme. Was vor allem für das Spiel gegen den Ball nah an katastrophal war. Drei der vier Topoffensivakteure raus plus das zentrale Bindeglied im Mittelfeld. Eigentlich nicht aufzufangen.

Versucht hat man es mit Khedira als Ersatz für Demme auf der Sechs. Sein erster Startelfeinsatz in dieser Saison. Die Offensive stellte sich derweil angesichts von nur noch vier gesunden Profis von selbst auf. Kaiser rückte für Sabitzer auf die Zehn. Selke versuchte Werner in der Spitze zu ersetzen. Wie gewohnt das ganze im 4-2-2-2.

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