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Eine Saison auch mit ersten vorsichtigen Anzeichen eines Umbruchs, denn mit Toralf Konetzke und Sven Kubis lugten zwei Talente um die Ecke, die sich in den nächsten Jahren bei Energie einen Namen machen sollten. Ohne dort freilich die ganz große Karrie zu starten. Aber sie deuteten an, dass sich in Cottbus in der kommenden Zeit allmählich einiges ändern sollte. Langsam wurde es Zeit, wieder nach vorn zu schauen und nicht nur rückwärts zu trauern. (Blicke nach vorn, nach der Saison 1993/1994)

Mit Platz 2 in der Saison 1993/1994 war Energie Cottbus zwar drittklassig geblieben, hatte sich aber für die nun eingleisige Regionalliga Nordost qualifiziert. Also nicht mehr drei Staffeln, sodass Energie in einer Staffel mit der Hälfte Berliner Clubs spielte, sondern das Best of des NOFV-Fußballs. Nach Jahren gegen den Frohnauer SC oder den SC Charlottenburg fühlte sich das plötzliche Treffen auf Jena, Erfurt, Aue, FC Sachsen, Union und Co schon fast wie die große weite Welt an.

Dazu kam mit Ede Geyer jener Trainer zur Saison 1994/1995 in die Verantwortung, der den Verein in den nächsten Jahren extrem prägen sollte. Bis es soweit war, fing Geyer aber erst mal mit klassischem Rumpelfußball an. Meistens unangenehm für den Gegner, aber auch vergleichsweise unansehnlich für den Zuschauer. Gern erinnere ich mich, wie ich drei Jahre später beim ersten Zweitligaspiel von Energie Cottbus stehen und staunen sollte, dass eine von Eduard Geyer trainierte Mannschaft tatsächlich Fußball spielen kann.

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Tags: Adnan Focic, Antonio Ananiev, BUGA, Carl Zeiss Jena, Detlef Irrgang, Dynamo Dresden, Eduard Geyer, Energie Cottbus, Helmut Kohl, Hertha Zehlendorf, Matthias Zimmerling, Otti

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Ist gerade mal reichlich sechs Monate her, dass RB Leipzig in einem Testspiel in einer Länderspielpause auf den Sechstligisten Kickers Markkleeberg traf. Damals reichte es am Ende zu einem knappen 2:1, diesmal endete der Test mit einem mehr als deutlichen und mit standesgemäß nicht ganz ausreichend beschriebenen 15:0.

Quervergleiche zwischen Spielen sind sowieso im Normalfall unsinnig. Quervergleiche zwischen Testspielen sind dies natürlich noch umso mehr. Von daher sollte man in die Resultatsunterschiede nicht allzu viel hineininterpretieren. Zumal es extrem auffällig war, mit welchem Engagement die 24 insgesamt eingesetzten RB-Spieler die erste Testaufgabe unter Leitung von Ralf Rangnick angingen. Das war deutlich über dem Testspielniveau, das man vielleicht an anderen Tagen gegen Sechstligisten auspackt.

Man wollte sich zeigen, man spielte mit dauerhaft sehr hohem Tempo und so konnte es nicht überraschen, dass der Landesligist unter diesem permanenten Druck in vielen Situationen zusammenbrach. Und da die RB-Spieler auch noch in den letzten 10 Minuten den Ball nach Toren immer wieder schnell zum Anstoßpunkt zurücktrugen und weiterspielen wollten, wurde es eben am Ende auch auf der Anzeigetafel so deutlich wie es auch auf dem Spielfeld deutlich war.

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Tags: Kickers Markkleeberg, Testspiele 2015/2016

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Die Transferbewegungen rund um RB Leipzig sind in diesem Sommer durchaus beachtlich. Und ein Ende noch lange nicht in Sicht, wenn man allein die noch ungeklärte Zukunft diverser verliehener Spieler, aber auch die eigenen Begehrlichkeiten in Bezug auf Neuzugänge sieht.

Geklärt ist seit gestern die Zukunft von Massimo Bruno, der zuletzt mit dem spanischen Erstligisten FC Villareal geflirtet hatte und bei dem unklar war, ob er sich einen Wechsel in die zweite deutsche Bundesliga vorstellen kann. Rein vertragsfaktisch war die Frage eigentlich gar keine Frage, denn der Belgier wurde vor einem Jahr für geschätzte 5 Millionen Euro von RB Leipzig verpflichtet und dann für ein Jahr nach Salzburg weiterverliehen. Dieses Leihjahr lief nun ab, sodass sich sein Vertrag in Leipzig bis 2019 schlicht automatisch anschloss.

Trotzdem hat sich Bruno offensichtlich in Spanien umgeschaut und hatten die Verantwortlichen beim FC Villareal Hoffnungen, einen Wechsel zumindest auf Leihbasis hinzubekommen. Doch am Ende ließ sich Massimo Bruno überzeugen, dass er in Leipzig doch ganz gut aufgehoben ist. Was auch wieder mal ein Indiz dafür ist, dass Ralf Rangnick eine gewisse Überzeugungskraft gegenüber Spielern hat, die an ihren konkreten sportlichen Perspektiven zweifeln.

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Tags: Denis Thomalla, Gino Fechner, Kamil Wojtkowski, Massimo Bruno, Niklas Hoheneder, Tom Nattermann

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BILD zählt heute die Millionen durch, die RB Leipzig auf dem Transfermarkt ausgegeben hat und kommt dann auf einen „Millionen-Angriff auf die Bundesliga“. Die LVZ kümmert sich derweil um die fanfreundliche Phonetik bei den RB-Neuzugängen und sieht in Atinc Nukan (der vermutlich nicht in die Kategorie fanfreundliche Phonetik fällt) einen möglichen Kontrahenten für Linksverteidiger Anthony Jung. Was dahingehend erstaunlich ist, dass der fast 2 Meter große Türke eigentlich als Innenverteidiger gilt.

Die DFL hat den Spielplan für die neue Saison veröffentlicht. RB Leipzig fährt am ersten Spieltag zum FSV Frankfurt und begrüßt im ersten Heimspiel eine Woche später die SpVgg Greuther Fürth. Die genaue Terminierung erfolgt erst in den nächsten Tagen. Die zweite Liga startet am 24.07. mit dem Spiel Duisburg gegen Kaiserslautern. Von daher und weil die Partie in Frankfurt sicher kein Montagsspiel wird, wird RB Leipzig am Samstag oder Sonntag (also am 25. oder 26.07.) in die Saison starten.

Die LVZ mit einem Interview mit dem Erfurter Chefcoach Christian Preußer, in dem es fast ausschließlich um RB Leipzig geht. Einer Meinung zu RB Leipzig will sich der 31jährige enthalten, gibt aber zu Protokoll, dass eine Neuheit wie das Pressingsystem von RB für jeden Trainer „Orientierungspunkt“, aber jede Neuheit „irgendwann auch berechenbar“ ist. In Sachen Nachwuchsscouting sieht Preußer RB Leipzig im Bereich der 14- bis 15jährigen „knallhart“ vorgehen. Diesbezüglich sei der Verein aber auch vergleichbar mit anderen Proficlubs.

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In Sachen Kaderzusammenstellung ist man bei RB Leipzig weiterhin mitten im Tun. Mit Peter Gulacsi, Ken Gipson, Willi Orban, Stefan Ilsanker, Davie Selke und Nils Quaschner hat man bereits sechs externe Spieler verpflichtet. Dazu die Nachwuchsleute Gino Fechner und Kamil Wojtkowski, die nach Stand der Dinge vornehmlich in der U19 oder vielleicht in der U23 Spielpraxis sammeln werden. Trotzdem ist die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen und weder auf Abgangs- noch auf Zugangsseite Veränderungen auzuschließen.

Vor allem mit Orban, Ilsanker und Selke hat man sich schon enorm viel Qualität ins Team und Spieler, die zu zentralen Stützen werden sollen, geholt. Relativ zentral fehlt wohl noch ein Außenverteidiger und eventuell auch noch ein offensiver Außenspieler mit Geschwindigkeit.

Tor: Peter Gulacsi (25), Fabio Coltorti (34), Benjamin Bellot (24)

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Tags: 2.Liga 2015/2016, Anthony Jung, Benjamin Bellot, Davie Selke, Diego Demme, Dominik Kaiser, Emil Forsberg, Fabio Coltorti, Georg Teigl, Gino Fechner, John-Patrick Strauß, Kamil Wojtkowski, Ken Gipson, Lukas Klostermann, Marcel Sabitzer, Marvin Compper, Massimo Bruno, Nils Quaschner, Omer Damari, Péter Gulácsi, Rani Khedira, Stefan Hierländer, Stefan Ilsanker, Terrence Boyd, Tim Sebastian, Willi Orban, Yussuf Poulsen, Zsolt Kalmár

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Weiter Personalien rund um RB Leipzig. BILD und (am Rande eines Artikels über RB Leipzig als „erfolgreiches Konstrukt aus Männerbünden“ rund um Ralf Rangnick auch) LVZ meldeten überenstimmend, dass Massimo Bruno nun doch „in den nächsten Tagen nach Leipzig wechseln“ werde, auch wenn er zuletzt offenbar intensiv mit dem FC Villareal flirtete.

Passend dazu die unmittelbar folgende Bestätigung durch RB Leipzig. Passend dazu auch ein Artikel vom österreichischen ‚abseits‘-Portal, in dem Bruno als „unflexible Scorermaschine“ mit Schwächen im Pressing dargestellt wird. BILD meint mit Verweis auf Rangnick noch, dass am Samstag die Leistungstests anstehen.

Auch nach Leipzig kommen soll laut BILD nun endgültig Marcel Sabitzer, der wie Bruno einen gültigen Vertrag bei RB hat und in der vergangenen Saison nur nach Salzburg ausgeliehen war. Trotz bisheriger Unlust auf deutschen Zweitligafußball werde Sabitzer „kommende Woche“ in Leipzig aufschlagen.

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Sturmfragen

Veränderung im Kader ist seit spätestens einem Jahr verstärkt zentraler Begleiter bei RB Leipzig. Besonders deutlich wird dies im Sturm, wo in der kommenden Saison mit Yussuf Poulsen lediglich ein Spieler übrig bleiben wird, der auch schon in der dritten Liga Einsätze bei RB Leipzig gesammelt hat. Zusammen mit Terrence Boyd bleiben noch zwei übrig, die schon vor einem Jahr mit Leipzig die zweite Liga in Angriff nahmen.

Verbrannt hat man seitdem mit Ante Rebic, Yordy Reyna und wahrscheinlich auch Omer Damari drei Neuzugänge mit einem Marktwert von aktuell zusammen irgendwas jenseits der 7 Millionen, also ungefähr einem Viertel des Gesamtkadermarktwertes von RB Leipzig am Ende der Zweitligasaison. Verbrannt hat man auch Kapitän Daniel Frahn, dem man keine zweite Chance zum Ankommen in der zweiten Liga geben wollte bzw. konnte, sodass Frahn nach fünf Jahren voller beeindruckender Zahlen nun in Heidenheim sein Glück versucht.

Über die Jahre gesehen haben sich bei RB Leipzig im Sturm einige Spieler versucht, von denen viele nicht glücklich wurden. Carsten Kammlott, einst für viel Geld und mit viel Vorschusslorbeeren geholt, ist auch an der Erwartungshaltung gescheitert. Ein Nico Frommer an seinen Verletzungen. Ein Jochen Höfler an der Ungeduld der Verantwortlichen. Ein Christian Reimann an seinem unzureichenden Potenzial. Ein Roman Wallner an sich selbst und an fehlendem Integrationswillen seiner Kollegen. Ein Matthias Morys an seinen Leistungen. Ein Denis Thomalla an übergroßer Konkurrenz. Und ein Tom Nattermann und vorerst auch ein Federico Palacios Martinez an fehlenden Einsatzzeiten.

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Tags: 2.Liga 2015/2016, Ante Rebic, Carsten Kammlott, Christian Reimann, Daniel Frahn, Denis Thomalla, Emil Forsberg, Federico Palacios-Martinez, Jochen Höfler, Matthias Morys, Nico Frommer, Omer Damari, Roman Wallner, Sebastian Hauck, Stefan Kutschke, Terrence Boyd, Tom Nattermann, Yordy Reyna, Yussuf Poulsen

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Weiter geht es mit Personalien aller Art. Aus Schottland kommt die Kunde, dass RB Leipzig mit in den Kampf um St. Paulis Linksverteidiger Marcel Halstenberg eingestiegen ist. In Hamburg würde man den 23jährigen gern behalten. Falls man viel Geld mitnehmen kann, würde man Halstenberg, dessen Vertrag in einem Jahr ausläuft, aber auch ziehen lassen. Die vom Daily Record genannten 750.000 Pfund würden circa 1.000.000 Euro entsprechen. Das dürfte wohl die Untergrenze einer Ablöse für den robusten und dynamischen Außenverteidiger sein.

BILD bringt den 20jährigen Offensivspieler Marius Wolf bei RB Leipzig ins Spiel, an dem verschiedene Clubs Interesse haben sollen (unter anderem Inter Mailand wie die tz mit Verweis auf italienische Berichte meldet). Wolf sieht sich selbst künftig weiterhin bei 1860, freut sich aber über das Interesse anderer Vereine. Marius Wolf war schon vor zwei Monaten mal gerüchteweise auf das RB-Neuzugangskarussell geworfen worden. Konkreter wurde es seitdem nie. Bedarf für einen offensiven Außenbahnspieler hinter Poulsen und Forsberg bestünde allerdings sehr wohl.

Der Wechsel von Denis Thomalla, der in der vergangenen Spielzeit zum SV Ried ausgeliehen war, zum polnischen Meister Lech Poznan ist fix. Damit spielt der 22jährige kommende Saison um den Einzug in die Gruppenphase der Champions League. Thomalla erhält einen Dreijahresvertrag. Ob und in welcher Höhe Ablöse geflossen ist, ist unklar. Die Oberösterreichischen Nachrichten schätzen, dass es 300.000 Euro waren.

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Nach fünf Jahren heißt es Abschied nehmen von Daniel Frahn, der einst als vielversprechender Stürmer aus Babelsberg kam und binnen kurzer Zeit zum Sturmchef und Kapitän durchstartete. In 154 Pflichtspielen für RB Leipzig (wenn man Sachsenpokal-Partien mal rauslässt) war Frahn an 124 Toren beteiligt, 88 davon schoss er selbst. Alle 98 Minuten ein Tor mit Frahn-Beteiligung, alle 138 Minuten ein Tor geschossen. Über fünf Jahre gesehen eine sehr konstante und imposante Bilanz.

Diese Bilanz ließ natürlich vom Start in der Regionalliga aus nach den Aufstiegen jeweils nach. Einen richtigen Knick gab es (wie bei manchem Spieler um ihn herum, der den Weg aus der Regionalliga mitgemacht hatte) aber erst in Daniel Frahns erster Zweitligasaison. Was nach dem zweiten Aufstieg in Folge nicht ganz überraschend sein kann.

  • Regionalliga: 92 Spiele, 62 Tore, 29 Vorlagen, alle 125 Minuten ein Tor, alle 85 Minuten eine Torbeteiligung
  • 3.Liga: 34 Spiele, 19 Tore, 6 Vorlagen, alle 148 Minuten ein Tor, alle 112 Minuten eine Torbeteiligung
  • 2.Liga: 23 Spiele, 4 Tore, 1 Vorlage, alle 299 Minuten ein Tor, alle 239 Minuten eine Torbeteiligung

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Tags: Daniel Frahn

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Ralf Rangnick heute auf vielen Kanälen. Nicht ganz unangemessen angesichts der Tatsache, dass er nach knapp vier Jahren wieder mal als Trainer tätig ist. Ein Umstand, an den sich die Spieler von RB Leipzig, die ihn als Sportdirektor kennenlernten, erst mal gewöhnen müssen. Rangnick selbst ist zufrieden damit, wieder näher an das Team heranzurücken und selbst die direkte Verantwortung zu übernehmen.

Es bleibt letztlich dabei, dass Ralf Rangnick sicherlich ein sehr guter Trainer ist, der mit RB Leipzig auch Erfolg haben kann (auch wenn er sich im Gegensatz zu Co-Trainer Beierlorzer um das Formulieren eines Aufstiegsziels herumdrückt). Ob es richtig war, die Struktur mit einem Sportdirektor Rangnick plus anderem Trainer zugunsten des Sportdirektors und Trainers Rangnick aufzugeben, wird aber erst die mittelfristige Zukunft zeigen.

Peter Gulacsi und Nils Quaschner sind seit heute auch bei RB Leipzig am Start und absolvierten erst mal ihre Leistungstests, bevor es für sie auch trainingstechnisch in die Vollen geht.

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Ab heute steht dann also Ralf Rangnick als Trainer auf dem Platz. Weiter mit dezimiertem Team, was die Spieler angeht. Dafür ist das Trainerteam komplett. Denn neben Achim Beierlorzer wurde nun auch Zsolt Löw offiziell als Assistent bestätigt. Der neue Psychologe Sascha Lense war heute auch bereits beim Training dabei.

Vorgestern noch ohne Rangnick im Anschluss an das Lauftrainingslager das erste Testspiel des Sommers. In Herzberg schlug RB Leipzig vor offiziell knapp 900 Zuschauern den Regionalligisten Berliner AK mit 2:0.

Zum Einsatz kam eine bunte Mischung aus Junioren und Profis. Sportlich war die Partie augrund des Zeitpunkts und der Teamzusammensetzung wenig aussagekräftig. Die Nachwuchsleute Fridolin Wagner und Patrik Dzalto erzielten gegen engagierte Berliner die Treffer zum verdienten Sieg.

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Das erste Testspiel einer Saison ist meist eher speziell. Der sportliche Wert ist ziemlich überschaubar, aber irgendwie ist es dann eben doch der erste Startschuss in eine neue Spielzeit, die wieder Geschichten und Wendungen mit sich bringt, die man jetzt noch gar nicht erahnen kann. Genau diesem Anfang wohnt eben auch ein gewisser Zauber inne.

In diesem Ambivalenzraum spielte sich auch die Partie von RB Leipzig gegen den Berliner AK ab, die aus Benefizgründen (alle Einnahmen gingen an die Stiftung Elsterwerk) in Herzberg, also auf halber Strecke von Leipzig nach Cottbus, ausgetragen wurde. Einerseits war es der Beginn einer neuen Spielzeit. Andererseits war der sportliche Wert schon deswegen überschaubar, weil das Spiel nach dem Lauftrainingslager in Bad Saarow, von dem RB Leipzig direkt anreiste, eher als bessere zusätzliche Laufeinheit mit Ball konzipiert war.

Noch geringer wurde der sportliche Wert auch dadurch, dass enorm viele Spieler fehlten und der Kader deshalb mit neun Spielern aus dem Nachwuchs (wenn man Palacios Martinez dazu zählt sogar zehn) auffüllte, um in den beiden Halbzeiten auch jeweils mit komplett unterschiedlichen Mannschaften spielen zu können. ‚Hauptsache jeder (außer der Torwart Bellot) nur 45 Minuten‘ hieß das Motto, wegen dem es bspw. Kapitän Dominik Kaiser links in die Mittelfeldviererkette verschlug.

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Tags: Berliner AK, Testspiele 2015/2016

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Mit Christian Mathenia und Patric Klandt hatte die zweite Liga in der abgelaufenen Saison zwei Keeper, die die kompletten 34 Saisonspiele bestritten. Insgesamt durften sich 38 Torhüter mindestens einmal für ein Pflichtspiel in den Kasten stellen. Immerhin 25 schafften mindestens 10 Pflichtspiele.

Wenn man den Augenschein der Saison nimmt, dann lagen die Torleute in der zweiten Liga relativ nah beieinander. Wenig überragendes und überraschendes, aber viel gutes und ausgewogenes. Zieht man als kleine Spielerei die Statistik der abgewehrten Torschüsse der vergangenen Saison heran, dann bestätigt sich dieses Bild.

[Anmerkung: Wie hier gestern in den Kommentaren interessanterweise mit Verweis auf Links angemerkt wurde, sind diese Statistiken nicht wirklich vertrauenswürdig. Die These der verlinkten Texte kurz zusammengefasst ist die Prozentzahl abgewehrter Schüsse nicht konstant. Sprich, die Werte ein und desselben Torwarts variieren über relativ kurze Zeiträume relativ stark und scheinbar zusammenhanglos. Das würde nahelegen, dass in der Statistik abgewehrter Schüsse viel Zufall drin steckt und die Zahlen nicht interpretierbar sind. Ganz so schlimm muss man es nicht sehen. Fakt ist aber, dass es sicherlich viele Faktoren gibt, die die Zahlen erklären können und nicht unbedingt nur die Qualität des Keepers.]

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Tags: 2.Liga 2014/2015, Andreas Luthe, Benjamin Bellot, Christian Mathenia, Daniel Bernhardt, Daniel Haas, Dirk Orlishausen, Fabio Coltorti, Jan Zimmermann, Jasmin Fejzić, Lars Unnerstall, Manuel Riemann, Marco Knaller, Martin Männel, Michael Esser, Michael Rensing, Oliver Schnitzler, Patric Klandt, Patrick Rakovsky, Philipp Tschauner, Rafal Gikiewicz, Ramazan Özcan, Raphael Schäfer, René Vollath, Robin Himmelmann, Stefan Ortega, Tobias Sippel, Vitus Eicher, Wolfgang Hesl

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RB Leipzig morgen (20.06.2015) im Anschluss an das Lauftrainingslager mit dem ersten sportlichen Auftritt nach der kurzen Sommerpause. In Herzberg spielt man ein Testspiel gegen den Regionalligisten Berliner AK. Die Partie ist ein Benefizkick, bei dem „alle Einnahmen vollständig der Stiftung ELSTERWERK zu Gute kommen, die behinderte Menschen dabei unterstützt an sportlichen Aktivitäten teilzunehmen“.

Veränderungen gibt es mal wieder am weiteren Testplan. Am 27.06. spielt man nun nicht gegen den Regionalligisten Wacker Nordhausen, sondern gegen den Landesligisten Kickers Markleeberg. Offiziell sind laut Verein „organisatorische Gründe“ dafür verantwortlich. Nach verschiedensten Testspielabsagen aufgrund von Protesten bei den gegnerischen Vereinen kann man zumindest leise Zweifel an der offiziellen Variante haben. Wobei von Protesten in Nordhausen nichts bekannt ist.

Vielmehr erklärt Wacker-Coach Jörg Goslar der Thüringer Allgemeinen, dass „das Spiel nicht stattfinden wird, weil Ralf Rangnick das Traineramt übernommen hat und er durch die ganzen Abstellungen an die Nationalmannschaften keinen Kader zur Verfügung hat zu dem Zeitpunkt, als er gegen uns spielen wollte“. Aber für ein Testspiel gegen Markleeberg am selben Tag reicht es? Seltsame Erklärung.

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Die Torhüterposition ist im Fußball eine spezielle. Kann im Handball bspw. immer wieder mal und je nach Spielverlauf und Tagesform frei gewechselt werden, steht im Fußball die Nummer 1 doch meist fest. Und bei Vereinen, in denen das nicht so ist, wirkt sich das oft eher nachteilig aus. Wenn man nicht gerade FC Barcelona heißt und den Luxus hat, zwei absolute Topleute auf unterschiedliche Wettbewerbe aufzuteilen.

Es wäre natürlich im Fußball auch schwerlich denkbar, Torleute wie im Handball je nach Spielsituation und -verlauf permanent zu wechseln, da es keine permanente Abfolge von Keeper-Action gibt. Die Kunst des Fußballtorwarts besteht meist darin, die Konzentration über 90 Minuten auf Höchstniveau zu halten, auch wenn manchmal über lange Phasen gar nichts passiert oder man in einem ganzen Spiel vielleicht keinen einzigen Torschuss abwehren und trotzdem immer so vorbereitet sein muss, als wäre der nächste Schuss der schwierigste der Saison. Diese Aufgabe würde sich eher noch erschweren, wenn man durch Ein- und Auswechseln in Bezug auf die Konzentraton in einen Hoch- und Runterfahrmodus geraten würde.

Das Torwartspiel ist also schon rein psychologisch ein schwieriges. Oder wie es Fabio Coltorti vor ein paar Wochen sinngemäß sagte: Die erste Aktion im Spiel muss sitzen, egal wann sie kommt und egal, ob man vorher schon mit dem Spiel warm wurde oder nicht. Bei RB Leipzig stellten sich in der abgelaufenen Spielzeit zwei Keeper dieser Aufgabe. Denn auch wenn Fabio Coltorti immer die Nummer 1 war, kam auch Benjamin Bellot aufgrund von Coltorti-Verletzungen zu immerhin 13 Ligaspielen. 10 Spiele zu Saisonbeginn und 3 zum Abschluss. Die 21 Spiele dazwischen gehörten logischerweise dann Coltorti.

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Tags: 2.Liga 2014/2015, Benjamin Bellot, Fabio Coltorti, Péter Gulácsi

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Bei RB Leipzig ist heute Lauftrainingslager angesagt. Was sicherlich in der Mannschaft für viel Begeisterung sorgen wird..

Mit dabei Willi Orban, der gestern seinen ersten Tag bei RB Leipzig hatte und entsprechend auch besondere mediale Beachtung bekommt. BILD spekuliert, dass RB Leipzig zusätzlich ein paar Euro überwiesen hat, damit die Blockade des Orban-Transfers durch den 1.FC Kaiserslautern schnell beendet wird.

Tom Nattermann, der erste RB-Spieler aus dem Nachwuchsbereich, der auch einen Profivertrag bekam (2012 war das und Peter Pacult dafür verantwortlich), wechselt in die dritte Liga zu Erzgebirge Aue. Nattermann schaffte den Sprung ins Profiteam nie wirklich (und beklagt sich bei der Print-BILD darüber, dass er nie eine faire Chance bekam) und spielte bis zuletzt in der U23, wo er zum Toptorjäger wurde und so wesentlich mit zum Aufstieg in die Regionalliga beitrug. Mit 22 geht er jetzt sinnvollerweise den nächsten Schritt, der ihm in Leipzig nicht offen stand und versucht sich in der dritten Liga.

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Das Gezerre um Willi Orban ist beendet. Ohne genaue Angaben zu den Hintergründen der Verzögerung zu machen, einigten sich Kaiserslautern und RB Leipzig nun auf den Wechsel des Innenverteidigers. Orban absolvierte schon heute in Leipzig die Leistungstest und soll anschließend am Nachmittag mit ins Lauftrainingslager nach Bad Saarow fahren.

Dominik Kaisers gestrige MRT-Untersuchung ergab laut BILD keine Verletzungen der Bänder. Also alles nicht so wild.

Die LVZ berichtet, dass der Chemnitzer FC sein Pokalspiel gegen Dortmund nun doch in Chemnitz und nicht in Leipzig austrägt. Offiziell eine eigenständige Entscheidung der Chemnitzer, laut Tageszeitung aber eine Entscheidung der Leipziger Stadionbetreiber, die dies dem neuen Rasen nicht zumuten wollen. Vermutet wird zudem, dass RB Leipzig da seinen nach unten zeigenden Daumen im Spiel hatte.

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Projekte werden nicht ins Herz geschlossen, das werden nur Dinge, die mit Emotionen zu tun haben. In der 4. Liga sind wir mit 2000 Fans gestartet, jetzt haben wir einen Schnitt von 26000. Wir sind ein Teil von Leipzig, wir sind in den Herzen angekommen. (Ralf Rangnick, LVZ vom 06.02.2015)

Zuschauerzahlen müssen rund um RB Leipzig meist dafür herhalten, entweder die Akzeptanz für den Verein und die Normalität hiesigen Daseins zu belegen oder die Beliebtheit der attraktiven Spielphilosophie zu beweisen. Ersteres liegt auf der Hand und lohnt sich eigentlich gar nicht mehr zu erwähnen und zweiteres darf als gewagt durchgehen, weil das (Gegen-)Pressing-Konzept ja im Fall der Fälle ein destruktives ist, das das Spiel des Gegners zerstören soll bzw. in seinem schnellen Umkehrspiel auch oft wie Stückwerk wirkt.

Ob das in jedem Fall so attraktiv ist, dass deswegen die Zuschauer wie von einem Magneten angezogen ins Stadion strömen müssen, kann man als Frage erst einmal so stehen lassen. Letztlich dürften andere Faktoren wie Bock auf Fußball, Identifikationskraft/ Bindung oder Erfolg einen sehr viel größeren Einfluss auf die Zuschauerzahl haben, als die Frage ob der Ball nun binnen acht oder 30 Sekunden oder gar durch einen Standard im Tor landet.

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Tags: 1. FC Nürnberg, 1.FC Heidenheim, 1.FC Kaiserslautern, 1860 München, 2.Liga 2014/2015, Arminia Bielefeld, Eintracht Braunschweig, Erzgebirge Aue, FC Ingolstadt, Fortuna Düsseldorf, FSV Frankfurt, Greuther Fürth, Karlsruher SC, MSV Duisburg, SC Freiburg, SC Paderborn, St. Pauli, SV Darmstadt 98, SV Sandhausen, Union Berlin, VfL Bochum, VfR Aalen

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Gestern also Trainingsauftakt bei RB Leipzig. Mit einer ganzen Reihe an noch fehlenden Spielern. Im Mittelpunkt stand Neuzugang Davie Selke, der aber nicht mal mittrainierte, sondern hinter verschlossenen Türen verschiedene Leistungstests absolvierte.

Georg Teigl und Fabio Coltorti konnten gestern wegen Blessuren nicht mittrainieren und arbeiteten im Kraftraum. Dominik Kaiser ist heute laut BILD beim MRT, weil er gestern umknickte.

Achim Beierlorzer via LVZ mit der klaren Ansage, dass RB Leipzig in der kommenden Saison direkt aufsteigen, sprich einen der ersten beiden Plätze in der zweiten Liga belegen möchte. Alles andere wäre als Saisonziel auch nicht vermittelbar. Dass man damit auch mit den üblichen Gepflogenheiten des ‚oben dran bleiben‘, ‚gute Rolle spielen‘, ‚von Spiel zu Spiel gucken‘, ‚mal sehen, was am Ende raus kommt‘ bricht, ist dabei ziemlich wohltuend.

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Eine Stammrubrik in der Rückschau auf die vergangene Saison bzw. im konkreten Fall Rückrunde fehlt noch. Die subjektive Entscheidung, wer denn der Spieler der Saison ist, steht an. Ganz viele Kandidaten gibt es nach einer Spielzeit mit einigen Höhen, aber auch einige Tiefen nicht wirklich.

Fabio Coltorti könnte man als ziemlich nah dran sehen. Nach dem dicken Klops beim 0:1 gegen den FSV Frankfurt am zweiten Nachwinterpausenspieltag hatte er einige grandiose Partien, gerade auf fremden Plätzen, als er vom Gegner oft sehr warm geschossen wurde. Dazu kommt das historische, weil im Profifußball noch nie dagewesene Siegtor durch einen Keeper im Spiel gegen Darmstadt. Für den Kicker war Fabio Coltorti der Zweitliga-Torhüter der Saison. Hier im Blog fehlt am Ende doch ein schwer definierbares Eckchen für den Spieler der RB-Rückrunde.

In die engere Auswahl wäre wohl auch ein Emil Forsberg gekommen. Wenn er denn vor dem Tor effektiver gewesen wäre und seinen vier Torvorlagen noch drei, vier Tore beigesteuert hätte. Auch Dauerbrenner Anthony Jung, der bei RB Leipzig in den letzten Monaten die meisten Spielzeiten bekommen hat, wäre eine Option gewesen, wenn sein Offensivspiel effektiver und gerade in der Rückrunde auch weniger fehleranfällig gewesen wäre. Und Joshua Kimmich hätte sich vor seinem Wechsel zu den Bayern die Krone auch verdienen können, wenn er ein wenig konstanter und dominanter gespielt hätte.

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Tags: 2.Liga 2014/2015, Anthony Jung, Dominik Kaiser, Emil Forsberg, Fabio Coltorti, Joshua Kimmich

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