Bundesliga: RB Leipzig vs. 1. FC Nürnberg 6:0

[Aus Zeitgründen nur ein paar Gedankennotizen zum Spiel gegen Nürnberg.]

RB Leipzig wieder zurückrotiert zur derzeitigen Bestbesetzung und in einem 4-3-3 mit Forsberg in zentraler Position (je nach Spielsituation war das dann auch eher eine Raute im Mittelfeld). Auf den defensiven Außenbahnen entschied sich Rangnick für Halstenberg und Mukiele statt Laimer/Klostermann und Saracchi. Den zuletzt starken Laimer auf der Bank zu lassen/ lassen zu müssen, ist mal wirklich ein Luxusproblem.

Nürnberg anfangs auch in einem 4-3-3 mit einem Löwen in Forsberg-Rolle. Eine Formation, die in diesem Spiel viel zu anfällig und zu instabil war, um RB etwas entgegenzusetzen. Dazu kamen viele Fehler im Spiel mit dem Ball, die zu RB-Balleroberungen in der Spielfeldmitte noch in der gegnerischen Hälfte führten (beispielhaft der katastrophale Fehlpass von Leibold vor dem 4:0). Auch sonst Riesenlücken zwischen den FCN-Mannschaftsteilen, wenn vorn angelaufen wurde, aber der Rest nicht nachschob. Wie sich Forsberg oder Sabitzer teilweise unbedrängt in der Nürnberger Hälfte austoben konnten, ging eigentlich gar nicht. Später wurde es mit einem 4-4-2 besser und kompakter, aber auch nicht komplett gut. Aber da spielte dann auch der Spielstand seine demoralisierende Rolle. Dass Nürnberg nach dem BVB-Spiel noch mal in einem Auswärtsspiel so naiv auftreten würde, hätte man eigentlich nicht ahnen können.

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Mit Top-Ausgangslage in die Länderspielpause

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den 1.FC Nürnberg (07.10.2018, 18.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick. Ab 17 Uhr]

Weiter geht es in der Bundesliga. Für RB Leipzig steht der Abschluss von drei englischen Wochen an, bevor dann nächste Woche große Teile des Kaders in allen Himmelsrichtungen für Länderspiele unterwegs sind. Wer hätte noch vor zwei Wochen nach dem Salzburg-Spiel gedacht, dass RB sich an diesem siebten Bundesligaspieltag mit einem Sieg eine herausragende Ausgangsposition für den weiteren Verlauf der Spielzeit in Form eines sehr guten Saisonstarts bauen könnte.

14 Punkte könnte man erreichen und damit den avisierten 2,0-Punkte-Schnitt, der Champions-League-Platz-Niveau bedeutet. 14 Punkte wären auch gleichbedeutend damit, sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen. Klar, es ist erst der siebte Spieltag und so richtig kann man erst nach zehn Spieltagen ein erstes Zwischenfazit ziehen, aber nach dem etwas holprigen Start mit fehlender Balance, zumindest zwei fehlenden Punkten aus dem Düsseldorf-Spiel und dem Salzburg-Desaster hätte wohl kaum jemand darauf gewettet, dass RB so schnell wieder in die Spur finden könnte.

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Presse 05.10.2018

Erstaunlich überzeugender Sieg gestern von RB Leipzig bei Rosenborg BK. Extrem dominant, extrem konzentriert. Ein Klassenunterschied. Zumindest für 60, 70 Minuten. Am Ende wurde RB im kollektiven Verteidigen noch mal ein wenig nachlässig. Aber bei 3:0 war das auch irgendwie nachvollziehbar.

Jean-Kevin Augustin, Ibrahima Konaté und Matheus Cunha schossen die Tore für RB Leipzig. Nur drei statt sechs oder sieben, die eigentlich in der Luft lagen. Der eingewechselte Issam Jebali erzielte in der Schlussphase den Ehrentreffer für die Gastgeber.

Reichlich 11.000 Zuschauer. Davon 100 aus Leipzig. Regen. Kalt. War jetzt eher so November-Wetter in Trondheim.

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Europa League: Rosenborg BK vs. RB Leipzig 1:3

Zweites Spiel für RB Leipzig in der Gruppenphase der Europa League. Auswärtsspiel beim Rosenborg Ballklub. Für RB nach der Niederlage gegen Salzburg schon ein bisschen Ergebnisdruck. Den man mit einer überzeugenden Partie beeindruckend zerschmetterte und völlig verdient mit 3:1 gewann.

Ralf Rangnick mit der erwarteten Komplettrotation. Sieben neue Spieler auf dem Feld. Mit Laimer, Ilsanker, Konaté und Demme lediglich vier Spieler aus der Startelf gegen Hoffenheim am Anfang in der Partie. Mit Klostermann nur einer auf der Bank, der nach Verletzung nicht reinrotiert wurde, aber später reinkam. Organisiert das ganze in einem 4-2-2-2 mit Laimer auf der rechten, offensiven Seite, von wo aus er viel in die Mitte zog. Starke Partie des Österreichers in ungewohnter Rolle, in der er viel zur Stabilität auch in der Balleroberung beitrug.

Rosenborg BK ungefähr mit der zu erwartenden Formation. Jebali hätte man vielleicht noch im Team erwartet, der saß aber nur auf der Bank. Organisiert die Norweger im üblichen 4-3-3, das aber so starr nicht gespielt wird, sondern immer wieder auch zum 4-5-1 wurde, wenn die Außenspieler tiefer standen und die zentralen Spieler (Jensen) teilweise sogar höher anliefen.

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Presse 04.10.2018

RB Leipzig am Abend ab 18.55 Uhr mit dem Europa-League-Spiel beim Rosenborg Ballklub. Wichtiges Spiel, weil man bei einer Niederlage in der Gruppe schon arg weit hinten dran wäre. Wie stark rotiert wird, ist noch unklar. Emil Forsberg und Kevin Kampl sind verletzt bzw. erkrankt gar nicht erst mitgeflogen. Bei den Gastgebern wird Nicklas Bendtner wohl noch keine Option.

Interessant, dass Ralf Rangnick gestern in der Pressekonferenz die Gastgeber als Team kennzeichnete, das den Ball und Fußballspielen will und man dagegen kompakt verteidigen und auf Umschalten setzen müsse. In Glasgow verteidigte Rosenborg allerdings tief und mit wenig Ballbesitz. Kann natürlich sein, dass sie zu Hause eher im Ligataktikmodus spielen und auf Ballbesitz setzen, drauf wetten würde ich nicht (zumal nicht, wenn sie sich die letzten RB-Spiele angeschaut haben).

Irgendwas um die 100 RB-Fans sollen letztlich mit nach Trondheim gereist sein. Eine organisierte Fanreise gab es mangels Nachfrage nicht. Übertragen wird die Partie hierzulande ausschließlich von DAZN. Zusammenfassung dann spät am Abend nach dem Frankfurt-Spiel bei RTL Nitro.

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Große Unbekannte

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig bei Rosenborg Tronheim (04.10.2018, 18.55 Uhr) befindet sich eine Zusammenfassung von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Yussuf Poulsen.]

Europa League, zweiter Spieltag. Nach dem ersten Spiel in der Gruppenphase und der Niederlage gegen Salzburg brannte bei RB Leipzig mal ordentlich der Baum. Zwei Spieler suspendiert und ein zürnender Ralf Rangnick, der sich fragte, warum man sich eigentlich durch die Quali gequält habe, wenn man dann die Gruppenphase wegschmeißt.

Weitere Konsequenz des Spiels gegen Salzburg war das Ende der großen Rotation. Sprich, in der Liga spielten seitdem nicht zwangsläufig die frischesten, sondern die jeweils besten Spieler (wofür Frische nur ein Kriterium von vielen ist). Das bedeutet aber auch, dass einige (ganz vorne weg Diego Demme und Kevin Kampl) in den letzten Wochen sehr viel Spielzeit hatten.

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Mit einem Schritt zurück einen Schritt nach vorn

[Da hier im Blog nach dem Nürnberg-Spiel direkt und zweiwöchig Ruhe einkehrt, heute schon mal ein paar Bemerkungen zur Entwicklung seit der letzten Länderspielpause]

Es sind durchaus einige Baustellen in dieser frühen Phase der Saison, die man so nach den ersten Europa-League-Quali-Spielen in ihrer Vielzahl noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Dass RB Leipzig in dieser Saison nicht dass Ballbesitz-Monster werden würde, war frühzeitig klar. Dass man noch so wenig Lösungen in der Offensive, so viele (auch fitnessstandbedingte) Probleme in der Defensive und so wenig Effizienz haben würde, war weniger klar. (Überraschend viele Baustellen vom 05.09.2018)

Mit einem Punkt aus zwei Spielen war RB Leipzig in die Saison gestartet und hatte sich gleich mal eine ordentliche Drucksituation gebastelt. Druck, in der Bundesliga möglichst schnell Ergebnisse zu liefern, um nicht frühzeitig den Anschluss an das oberste Drittel zu verlieren. Ergebnistechnisch konnte man dem Druck in jedem Fall standhalten. Zehn Punkte holte man aus den letzten vier Spielen und konnte sich damit auf Platz 6 vorschieben. Nur die Tordifferenz trennt noch von Platz 4, der in dieser Saison als Platz der RB-Träume gilt.

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Presse 02.10.2018

RB Leipzig am Wochenende mit dem wichtigen 2:1-Sieg bei der TSG Hoffenheim, die allerdings auch sehr ersatzgeschwächt daherkamen. Yussuf Poulsen veredelte eine starke Teamleistung mit zwei Toren. Andrej Kramaric gelang in der Nachspielzeit per Elfer nur noch der Anschluss. Der Rest wie immer im entsprechenden Spielbericht hier im Blog.

Der Heimbereich war bei dem Spiel ausverkauft, der Gästeblock deutlich nicht. Im TV sammelte das Spiel immerhin 110.000 Zuschauer am Samstagnachmittag ein. Hoffenheim gegen Leipzig hatte damit im TV mehr Zuschauer als parallel Schalke gegen Mainz. Das ist durchaus erstaunlich, weil ungewöhnlich.

Willi Orban hat sich in Sachen Nationalteam nun endlich mal entschieden. Nachdem der Anruf von Jogi Löw auch weiterhin auf sich warten ließ, spielt er nun künftig für Ungarn, dem Land seines Vaters. Schön für Orban natürlich, für den Verein ist es ein weiterer Spieler, der in der Länderspielpause nicht da ist und der pro Saison irgendwas bei sechs bis zehn zusätzliche Spiele bestreitet.

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Bundesliga: TSG 1899 Hoffenheim vs. RB Leipzig 1:2

Sechster Spieltag. Das durchaus mit Spannung erwartete Spiel zwischen Hoffenheim und RB Leipzig. Klar, auch Nagelsmann gegen Rangnick. Aber eben auch das Duell zwischen zwei sportlich interessanten Vereinen mit ähnlichen Saisonzielen. Am Ende setzte sich RB Leipzig in einem Spiel, das weitgehend auf Augenhöhe verlief, mit 2:1 durch.

Ralf Rangnick dann doch mit vier Wechseln gegenüber dem Sieg gegen Stuttgart. Neben dem verletzten Forsberg mussten auch Orban, Mukiele und Halstenberg (der nicht überlastet werden soll) weichen. Laimer, Konaté, Ilsanker und Saracchi kamen in die Partie.

Ein bisschen Rätselraten vor dem Anpfiff, was das denn für eine Formation ergeben könnte. Dass man gegen das Hoffenheimer Gegenpressing Ilsanker auf die Sechs stellen würde, war schwer vorstellbar. Tatsächlich tat man bis zum Anpfiff noch so, als würde Ilsanker einen Sechser spielen. Aber in dem Moment, wo der Ball gespielt wurde, fiel Ilsanker dann sofort zwischen Upamecano und Konaté in die Abwehrkette (wo seine stärkste Position ist). Es entstand dann gegen den Ball ein 5-3-2, in dem Kampl und Sabitzer mit dem Ball dann vor Demme spielten, was dann aus dem System eine Art 3-3-2-2 machte (etwas was Hoffenheim im Normalfall auch gern spielt).

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Zu Gast bei Nagelsmanns baldigem Ex-Klub

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig bei der TSG 1899 Hoffenheim (29.09.2018, 15.30 Uhr) befindet sich der Ticker von der Pressekonferenz einen Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick.]

Auf in das letzte Spiel der ersten englischen Woche in der Bundesliga. Bei RB Leipzig hat man das Gefühl, dass der Verein langsam in der Bundesliga-Saison angekommen ist. Dank Abkehr von der Rotation und Setzen auf einen altbekannten Kaderkern. Sechs bzw. sieben Spieler standen zuletzt jeweils in der Startformation, die schon in der Zweitligasaison dabei waren. Spieler also, die in der Mannschaft nicht zwangsläufig vom Potenzial her jeweils die absolute Nummer 1 auf ihren Positionen sind, aber Spieler, die diesen Verein in den letzten Jahren geprägt haben und die entsprechend auch das Teamgefüge entscheidend prägen.

Am deutlichsten wird das vielleicht bei Yussuf Poulsen. Der ist inzwischen der dienstälteste RB-Spieler und scheint (von außen betrachtet) auch abseits des Feldes in eine absolute Leader-Rolle zu schlüpfen und dort den Ton mitzubestimmen. So kann man zumindest verschiedene Äußerungen und Taten in den letzten Tagen verstehen. Diese Qualitäten bringt er auch gut auf dem Platz ein, wo er in altbekannter Manier vorangeht und seine Zweikampfstärke einbringt und viele Bälle sichert. Poulsen ist im Vergleich mit Werner und Augustin sicherlich nicht der talentiertere Stürmer, aber als Puzzlestück in einer Mannschaft, die aus mehr besteht als aus Spielern, die besonders kunstvoll den Ball ins Tor schießen können, ist er mit seinen Qualitäten, die auch viel Arbeit beinhalten, in diesen Tagen der Rückbesinnung auf einen alten Teamstamm (und auf die Arbeit gegen den Ball) mehr als gefragt.

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