Schlagwort-Archive: TSG Hoffenheim

3.Spieltag – 2.Bundesliga 2015/2016

Eine Spitzenmannschaft sollte weniger als ein Tor pro Spiel kassieren. (Fabio Coltorti, 30.10.2013)

Drei Gegentore hat RB Leipzig in den ersten drei Pflichtspielen (naja, knapp drei Pflichtspielen) kassiert. Und ist dabei ziemlich gut weggekommen, wenn man sieht, dass die Kontrahenten und insbesondere Fürth doch einige Chancen liegengelassen haben. Wenn man Fabio Coltortis obige Klassifizierung heranzieht (die zugegebenermaßen noch aus der dritten Liga stammt), ist man also von einer Spitzenmannschaft noch ein Stück entfernt.

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Transfer: Davie Selke

Wenn am 1. April das Gerücht hitzig wird, dass ein Stürmer und 20jähriges Toptalent mit regelmäßigen Bundesligaeinsatzzeiten für einen hohen Millionenbetrag in die zweite Liga wechselt, dann fährt man eigentlich erst einmal ganz gut damit, ‚April, April‘ zu rufen. Wenn dabei aber RB Leipzig im Spiel ist, dann kann es gut sein, dass das ‚April, April‘ schnell verstummt. So geschehen bei Davie Selke, der für kolportierte 8 Millionen plus erfolgsabhängigem Zuschlag X nach Leipzig wechseln wird, wie alle Seiten heute offiziell bekanntgaben.

Das ganze passierte gerade einen Tag, nachdem Bremens Sportdirektor Rouven Schröder dem NDR noch erklärt hatte, dass er das offizielle Interesse von RB Leipzig an Selke „in der Form nicht bestätigen“ könne. Diese rhetorische Folklore wird nun torpediert durch einen Fünfjahresvertrag (also das Maximum des Möglichen), der im Sommer beginnt und 2020 endet.

Sieht man mal von den Stationen seiner frühen Jugend ab, ist RB Leipzig für Davie Selke nach Hoffenheim und Bremen der dritte Club, bei dem er anheuert. Dabei wechselte er zu einer Zeit nach Hoffenheim (2009), als dort der heutige RB-Sportdirektor Rangnick, von dem nur einen längeren Steinwurf entfernt er geboren wurde, noch als Cheftrainer der Profis das Sagen hatte (am Rande auch witzig, dass Selke einst auch in Gmünd in der Jugend trainierte, während Zorniger dort noch die Männermannschaft betreute).

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24.Spieltag – 2.Bundesliga 2014/2015

Man könne sich nun wieder komplett auf die Liga konzentrieren. So hört man es gern nach Pokalniederlagen rund um die entsprechenden Vereine. Ein nachvollziehbarer Versuch, nach einer sportlichen Niederlage wieder schnell die Reihen zu schließen und weiterzumachen. Aber auch ein Versuch mit überschaubar geistreichem Hintergrund. Denn dass ein Zweitligist es bspw. nicht schaffen soll, sich wegen dreier Pokalspiele in sieben Monaten auch auf die 24 Ligaspiele drumherum zu konzentrieren, klingt durchaus etwas abwegig.

Wie auch immer, seit vorgestern haben auch die letzten der 18 Zweitligisten alle Augen und Synapsen frei für den Zweitligaendspurt, der noch 11 Spieltage vorsieht, bis auch die letzte Entscheidung getroffen sein wird (mal von den Teams, die dann in die Relegation müssen, abgesehen). Vier Zweitligateams waren im DFB-Pokal in die Runde der letzten 16 vorgedrungen, alle mussten dort dem Bundesligisten den Vortritt geben. Alle verloren mit 0:2.

Jubeln durfte mit Manuel Junglas wenigstens einer in ganz zentraler Position, der in der Hinrunde in Aalen noch Zweitligafußball spielte, dort keine Zukunft mehr hatte und nach Bielefeld wechselte. Wo er Werder Bremen gleich zwei Tore einschenkte und dafür sorgte, dass die zweite Liga wenigstens ein klein wenig sportlichen Anteil an einem unterklassigen Pokalerfolg nahm.

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Mitgliederversammlung mit interessierten Zuschauern

Immer mal was neues rund um den Leipziger RasenBallsport im Themenfeld der Vereinskonstruktion. Gestern wurde wegen entsprechender Einladungsschreiben an die nicht stimmberechtigten Fördermitglieder bekannt, dass am 02.12.2014 bei RB Leipzig eine außerordentliche Mitgliederversammlung stattfinden soll, auf der man auch beschließen will, dass alle Mannschaften ab B-Jugend aufwärts aus dem eingetragenen Verein in eine GmbH ausgelagert werden.

Ein etwas überraschender Move, weil er auf den ersten Blick abseits von Formalien nur wenig ändert. Zwar wird durch die GmbH nun die 50+1-Regel auch für RB Leipzig relevant, aber letztlich auch wiederum nicht wirklich. Denn da die Regel nur besagt, dass der eingetragene Verein mehr als 50% der Stimmanteile an der GmbH halten muss, um im Fall der Fälle die Entscheidungsfäden in der Hand zu halten, wandert der Blick wieder zurück zum e.V., für den mögliche Änderungen aktuell unklar sind.

Bleibt es bei der Konstitution des RasenBallsport Leipzig e.V. mit seinen (je nachdem wen man fragt) irgendwas knapp über 10 geldgeberfreundlichen, stimmberechtigten und einigen Hundert nicht stimmberechtigten Mitgliedern, dann ändert sich an der Grundsituation, dass über die Zusammensetzung des e.V. dem Geldgeber Red Bull auch ein Mindestmaß an finaler Kontrolle eingeräumt ist, nicht viel.

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Verdrängungsangst

Christian Heidel, Manager von Bundesligist Mainz 05 hat sich in den letzten Jahren ja bereits einige Male als Kritiker von RB Leipzig im Besonderen und Clubs mit wirtschaftlichen Vorteilen aufgrund eines überpräsenten Geldgeber im Allgemeinen präsentiert. Weswegen es nicht weiter überraschen mag, dass er diesbezügliche Entwicklungen der Bundesliga im Interview mit der Allgemeinen Zeitung vom 22.07.2014 erneut bedauert. Was aus seiner Sicht eines kleinen Vereins, für den auch immer die Gefahr besteht, mal aus der Bundesliga zu rutschen, grundsätzlich völlig nachvollziehbar ist. Gerade als Vereinsmanager gehört das Beobachten und das Bewerten des Status Quo der Liga zum Alltagsgeschäft. Auch wenn die Beobachtungen im Detail nicht immer und für jeden nachvollziehbar sein müssen.

Ich finde es schade, dass der Erfolg im Fußball nicht mehr ausschließlich vom Fußball abhängig ist. Wir als Mainz 05 müssen Tickets und Spieler verkaufen, um investieren zu können, andere verkaufen dafür Autos und Brause.

Diese Bemerkung Heidels geht als kleine, zumindest hübsch klingende Polemik durch. Die aber natürlich inhaltlich etwas dürftig ist, denn es ist fraglich, ob die Sehnsucht, dass im Fußball nur Fußball gespielt wird, irgendwann mal eine reale Entsprechung gehabt haben mag (da selbst bei den Weltmeistern von 1954 schon Auslandsangebote und Geld eine Rolle spielten, muss es in jedem Fall sehr, sehr lange hergewesen sein). In Heidels Amtszeit in Mainz, die 1991 begann, hat es jedenfalls noch nie eine Rolle gespielt.

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Zweitliga-Aufsteigerbilanzen

Mit Heidenheim und RB Leipzig steigen diese Saison zwei komplett neue Mannschaften in die zweite Liga auf. Dazu kommt Darmstadt, die zuletzt 1992/1993 zweitklassig waren, also in den letzten 20 Spielzeiten, in denen die zweite Liga gesamtdeutsch und mit 18 Mannschaften spielte, auch nicht vertreten war.

Insgesamt gab es seit 1994 (die aktuellen Aufsteiger nicht mitgezählt) 49 verschiedene Vereine, die insgesamt 72 Aufstiege in die zweite Liga feiern durften. Sechs dieser Vereine spielten in diesen 20 Jahren jeweils nur ein Jahr zweitklassig. Essen gelang das Kunststück, direkt wieder abzusteigen, gleich dreimal. Bei Babelsberg, Schweinfurt, Erfurt, Oldenburg und Siegen blieb es bei einjährigen Geschichten.

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Opferrollenverschiebungshoffnungen

Dann hätten die Traditionalisten ein neues Opfer und würden uns in Ruhe lassen. (In Hoffenheim hofft man laut Rhein-Neckar-Zeitung [broken Link] fanseits auf den Aufstieg von RB Leipzig.)

Das Argument hat man in ähnlicher Form aus Hoffenheim schon gelegentlich gehört. Ich fürchte allerdings, dass ihr Hoffen unberechtigt ist und der durchschnittliche „Traditionalist“ genug Platz für zwei (oder gar mehr) verhasste Vereine im den Fußball verarbeitenden Teil des Hirns hat.

Oder man nimmt sich in Hoffenheim ein Beispiel an einer Ultragruppe des SV Wehen Wiesbaden, die vor einigen Jahren zum Vorwurf Stellung nahm, dass ihr Verein ein „Kunstprodukt“ sei und diesen Vorwurf im Kern auch bestätigte, um ihn dann aber relativieren und sich selbst in den Schoß der guten Fans zurückholen zu wollen: Opferrollenverschiebungshoffnungen weiterlesen

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Die Regionalliga aus Sicht des Trends

Das Spiel gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC am vergangenen Sonntag war für RB Leipzig das fünfte und vorletzte Spiel gegen eine der drei U23-Mannschaften von Zweitligisten. In diesen fünf Spielen kam RB Leipzig auf vier Siege und ein Unentschieden (das Auftaktunentschieden gegen Union II als man noch am richtigen System herumschraubte). In fünf Spielen gegen die Nachwuchsteams gelangen den RasenBallsportlern also 13 Punkte (2,6 pro Spiel) und 9:3 Tore (1,8:0,6 pro Spiel), während aus den restlichen 18 Partien ’nur‘ 44 Punkte (2,44 im Schnitt) bei 37:13 Toren (2,1:0,7 pro Spiel) heraussprangen.

Interessanter vielleicht, dass RB Leipzig in 10 Spielen gegen Teams aus der (aktuell) oberen Tabellenhälfte nur zwei Unentschieden (Jena zu Hause und Meuselwitz auswärts) bei acht Siegen kassierte, während es gegen die (aktuell) untere Tabellenhälfte immerhin vier Unentschieden (Union II, zweimal Plauen, Halberstadt) bei neun Siegen zu vermelden gab. Was man insgesamt gut so interpretieren könnte, dass gegen vermeintlich kleinere Teams dann doch manchmal die Konzentration nicht hoch genug ist, um drei Punkte zu erringen. Was hinsichtlich der hoffentlich wartenden großen Spiele eher ein gutes Signal ist, denn daraus folgt ja auch, dass hohe Motivation und Konzentration auch gegen die besseren Teams fast immer zum Erfolg führt.

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Relegationswatch Teil 3: Regionalliga Südwest

Zwei Teile hatte die Relegationswatch-Serie, in der mögliche Relegationsgegner für RB Leipzig unter die Lupe genommen werden sollen, bereits. Zu Beginn ging es in die Regionalliga Nord, wo wenig überraschend Holstein Kiel als großer Favorit auf den Relegationsplatz gelten darf. Anschließend ergab der Blick in die Regionalliga West, dass sich die Sportfreunde Lotte und Viktoria Köln um den Platz an der Sonne streiten könnten. Heute geht es noch ein Stück weiter in den Süden und somit in die Regionalliga Südwest, die in Sachen Ausgeglichenheit dem Westen nur wenig nachsteht und zudem ein ähnlich unbekanntes Ligenwesen ist.

Als Besonderheit dieser Staffel kann man vermerken, dass sie aufgrund der Größe des umfassten Gebiets (bzw. aufgrund der Masse an Vereinen in den beteiligten Landesverbänden) gleich zwei Relegationsplätze zugesprochen bekam. Es ist formal also nirgendwo so einfach wie im Südwesten, sich überhaupt für die Aufstiegsspiele zu qualifizieren. Zumal nach aktuellem Stand nur noch fünf Teams mit ernsthaften Ambitionen auf die zwei Plätze übrig bleiben. Großaspach ist bei sieben Punkten Rückstand und dem Morys-Abgang nach Leipzig wohl schon zu weit weg. Und wohlklingende Namen wie Koblenz, Ulm, Worms oder Homburg treiben sich mit eher weniger konkurrenzfähigen Finanzen und Kadern im Mittelfeld der Tabelle herum. Weswegen sie aus der heutigen Betrachtung komplett herausfallen.

[Nicht unerwähnt soll aber die spektakuläre Trainer-Posse in Ulm bleiben, wo Präsident Sauter seinem Trainer Baierl öffentlich und trainerseits auch öffentlich nicht unwidersprochen in die Aufstellung hineinredete, um ihn später zu entlassen und dann selbst das sportliche Ruder zu übernehmen. Sachen gibt es..] Relegationswatch Teil 3: Regionalliga Südwest weiterlesen

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Transfergerüchte: Morys, Michel, Weis, Beran

Es sind noch zwei Spiele bis zur Winterpause, in der sich dann das Karussell mit den Transfergerüchten wohl wieder etwas intensiver drehen wird. Bis dahin hatte ich eigentlich gedacht, dieses Thema ignorieren zu können. Da die medialen Einschläge aber in immer kürzeren Abständen erfolgen und zuletzt auch realistischer wurden, seien an dieser Stelle trotz des wartenden Spitzenspiels gegen Carl Zeiss und ohne dieses respektlos behandeln zu wollen, die vier zuletzt spekulierten Namen vorgestellt. Immer im Hinterkopf behalten sollte man dabei, dass im letzten Winter in der Winterpause mit Wallner, Wisio und Hoheneder gleich drei Profis mit reichlich Erfahrung in höheren Ligen kamen und die Verpflichtungen letztlich kein (positiver) Faktor im weiteren Saisonverlauf waren. Was sich eher mit Kaderunruhe erklären ließ als mit fehlender Klasse der Neuzugänge.

Matthias Morys (LVZ, zuletzt am 28.11.2012): Mit Matthias Morys platziert die LVZ einen recht realistischen Namen, von dem die Lokalzeitung behauptet, dass die Verhandlungen für einen Wechsel schon in der Winterpause bereits weit voran gekommen seien. Da er noch bis 2015 beim Südwest-Regionalligisten Großaspach unter Vertrag steht, wird unabhängig vom Verpflichtungszeitpunkt sowieso nichts an einer Ablösesumme im unteren sechsstelligen Bereich vorbeiführen.

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Von Hoffenheim lernen, hieße zumindest lernen

Es ist schon erstaunlich, wie es die TSG Hoffenheim in den letzten Jahren seit dem Bundesligaaufstieg 2008 und einer rasanten Hinserie geschafft hat, die allermeisten der in jenen Tagen durchaus nicht gering vorhandenen, bundesweiten Sympathien wieder zu verspielen. Ich für meinen Teil mochte das Team nie sonderlich, was gar nicht am Verein, sondern an der Personalie Rangnick lag, zu der ich ganz subjektiv und irrational keinen Zugang finden konnte und kann.

Seit Rangnicks Abgang vor reichlich einem Jahr hat Hoffenheim bereits drei weitere Trainer eingestellt. Pezzaiouli, Stanislawski und Babbel. Allesamt galten als perfekte Besetzung. Solange bis sie dann vor der Tür saßen (zumindest zwei von ihnen). Holger Stanislawski war noch ein paar Tage vor seiner Entlassung für Dietmar Hopp auch langfristig die perfekte Besetzung des Trainerpostens, da er den Umbruch von alt auf jung, von international auf regional, von viel Geld auf nicht ganz so viel Geld mittragen wollte. Einen Tag vor seiner Entlassung (und somit zwei Tage nachdem Hoffenheim bereits mit Nachfolger Babbel Gespräche aufgenommen hatte) sprach Stanislawski im SportBild-Interview noch über die langfristigen Perspektiven seiner Aufgabe und verkündete, dass man nun „gemeinsam!!!“ arbeiten und angreifen werde. Gemeinsam; nur einen Tag später dann eben ohne ihn gemeinsam.

Die TSG Hoffenheim, so hat man dank öffentlicher Wahrnehmung das Gefühl, steht an einem Tiefpunkt. Was eine durchaus erstaunliche Wahrnehmung ist, spielt der Verein doch seit 2008 ohne konkrete Abstiegsgefahr in der Bundesliga mit. Das ist um so mehr eine durchaus positive Leistung, da man seit einem Jahr dazu übergegangen ist, eher Transfererlöse zu erwirtschaften, als hochklassige Spieler bei anderen Clubs loszueisen. Luiz Gustavo, Vedad Ibišević, Chinedu Obasi und Gylfi Sigurðsson stehen dafür, dass man derzeit eher Kosten senkt, als den Kader quali- und quantitativ aufzublasen.

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Zum Piepen

Die Story ist natürlich zu gut. Böses, kaltes Retortenbaby Hoffenheim mit dem Oberbösling Hopp greifen die selbst- und fremdernannten besten Fans der Liga [broken Link], die nur mal eben ihre Kritik am modernen Fußball äußern wollen, mit unangenehmen Schallwellen an. Ein Skandal fußballüberirdischen Ausmaßes.

Mal vorneweg gesagt, alle folgenden Aussagen zum Thema halten nur unter der Bedingung, dass die abgespielten Töne tatsächlich keine körperlichen Schäden zur Folge haben konnten. Wofür – abgesehen von einer Anzeige wegen Körperverletzung – ein paar Indizien sprechen: erstens die Tatsache, dass das was man in den diversen Handyvideos hören konnte, tatsächlich wie es auch ein Polizeisprecher sagte eher nach einem Ton aus einem Science-Fiction-Film klang. Zweitens die Tatsache, dass in den Aufnahmen die Leute sich nicht die schmerzenden Ohren zuhielten, sondern eher irritiert und verwirrt wirkten. Und drittens die Tatsache, dass die Ohrenzeugenberichte nicht den eigenen Schmerz, sondern die Situation und die Verwirrung und die daraufhin lauter und wütender werdenden Fangesänge thematisierten oder das ganze unter dem Vorwurf Zensur besprachen.

Nimmt man also an, dass hier keine physische Gewalt ausgeübt wurde, sondern eher eine psychische, bleibt trotzdem noch das arg schräge Konzept, auf unliebsames, verbales Fanauftreten auf gegnerischer Seite mit unangenehmer Beschallung zu reagieren. Lernen durch Bestrafung ist nun tatsächlich ein pädagogisches Konzept, das wenn überhaupt nur eine sehr kurze Phase der Anerkennung gehabt haben dürfte. Und wenn dann eher in Systemen, in denen wohl kaum jemand leben möchte.

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