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Klassisches Pokalduell

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der DFB-Pokalpartie von RB Leipzig bei der SpVgg Unterhaching (27.10.2015, 20.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz ein Tag vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Peter Gulacsi. Ab 10 Uhr.]

Zweite englische Woche der Saison für RB Leipzig. Diesmal nicht durch die Liga verursacht, sondern durch den Erstrundensieg im DFB-Pokal in Osnabrück selbstorganisiert. Bzw. in diesem Fall feuerzeugfremdverursacht. Wie auch immer man dahin gekommen ist, zum zweiten Mal in der RB-Vereinsgeschichte geht es damit im bundesweiten Pokal zu einem Auswärtsspiel. Erstmals trifft man dabei auf einen Regionalligisten.

Es ist noch gar nicht allzu lange her, da begegneten sich RB Leipzig und die SpVgg Unterhaching auf selbem Liganiveau. Vor reichlich zwei Jahren traf man sich in Leipzig, als Joshua Kimmich bei seiner Einwechslung seine allerersten Minuten im Männerfußball absolvierte. Ein halbes Jahr später traf man sich dann in Unterhaching, als Leipzig schon auf sehr direktem Weg Richtung zweiter Liga unterwegs war. Beide Spiele endeten Unentschieden, in beiden Fällen hatte sich Unterhaching den Punkt verdient.

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Presse 26.10.2015

Heute die gesammelten Nachberichte zum 2:1-Sieg von RB Leipzig gegen Fortuna Düsseldorf vom vergangenen Freitag. Der Sieg war aufgrund der Chancen- und Kräfteverhältnisse völlig verdient, auch wenn Leipzig nicht das beste Spiel der Saison ablieferte und am Ende nach dem Anschlusstreffer noch ein wenig zittern musste.

Geburtstagskind Emil Forsberg und Marcel Sabitzer hatten eine 2:0-Führung für die Gastgeber herausgeschossen. Karim Haggui mal wieder nach einem Standard (Eckball) hatte für die Gäste verkürzt. Reichlich 24.000 Zuschauer, davon etwa 300 aus Düsseldorf wollten der Begegnung beiwohnen.

Nach dem Sieg (zum ersten Mal gewann Leipzig in der zweiten Liga dreimal hintereinander) kletterte RB Leipzig dank Bochumer Niederlage in Frankfurt auf den direkten Aufstiegsrang 2 und hat nur noch einen Punkt Rückstand auf Tabellenführer Freiburg, der beim neuen Dritten FC St. Pauli verlor.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. Fortuna Düsseldorf 2:1

Wenn man nach sieben Spielen ohne Niederlage als Aufstiegsmitfavorit den 16. der zweiten Liga empängt, dann agiert man zwangsläufig aus der Favoritenrolle heraus. Selbst wenn Fortuna Düsseldorf als Gast über einen nominell gar nicht schlechten Kader verfügt und einiges an Potenzial hat. Dieser Favoritenrolle wurde RB Leipzig über große Teile des Spiels gerecht und gewann auch mit einer nicht durchgehend sehr guten Leistung völlig verdient mit 2:1.

In die Partie gegangen war der Gastgeber wenig überraschend mit derselben Formation wie beim Auswärtssieg in Bochum. Im Gegensatz zur dortigen 4-3-3-Partie begann man allerdings in einem 4-2-3-1 mit einem offensiveren Kaiser und einem alleinigen Stürmer Selke. Wie immer allerdings dies nur die schematische Grundformation, da Forsberg und Sabitzer auch häufig mit in die vorderste Reihe rückten und ein Demme eine wesentlich offensivere Rolle bekleidete als ein Ilsanker.

Bei Fortuna Düsseldorf mussten kurzfristig Didier Ya Konan und Mathis Bolly passen. Vor allem letzterer wäre mit seiner Physis und Schnelligkeit auf der Außenbahn ein Gewinn gewesen. Fortuna-Coach Kramer entschied sich angesichts dessen zu einer Umstellung auf ein 4-2-3-1, in dem Kerem Demirbay auf die Zehn rückte, wo er wenigstens ein wenig Spielkultur und Struktur in das Spiel seiner Mannschaft brachte und sich spannende Duelle mit Diego Demme lieferte. Mike van Duinen rückte mit überschaubarem Erfolg auf die rechte Außenbahn.

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12.Spieltag – 2.Bundesliga 2015/2016

Schon des Öfteren wurde hier im Blog mit der These gearbeitet, dass das Verhältnis zwischen eigenen und zugelassenen Torschüssen eine gewisse Aussagekraft über die Erfolgsaussicht der jeweiligen Spielidee hat. Diese These macht an sich Sinn, hat aber auch gewisse Fallstricke, die sich durch unterschiedliche taktische Ausrichtungen erklären.

Denn Torschuss ist natürlich nicht gleich Torschuss, sodass eine hoch verteidigende Mannschaft tendenziell eher Torschüsse zulassen wird, die Großchancen und oft auch Eins-gegen-Eins-Situationen mit dem Torwart sind, während tief stehende Mannschaften tendenziell mehr Torschüsse zulassen werden, welche aber nur selten ohne Verteidigerdruck ausgeführt werden können. Sprich, als tief verteidigende Mannschaft mit Konterfokus kannst du im Normalfall auch mit einer negativen Torschussbilanz leben, weil die Torschüsse des Gegners aus weniger gefährlichen Positionen kommen, während dies für ein Team, das nach spielerischer Dominanz strebt, eher schwierig ist.

Schwierig ist im Normalfall auch die Gesamtzahl der Torschüsse. Fernschüsse sind nur selten erfolgreich und nicht wirklich Ziel einer Spielphilosophie, sondern eher notgedrungen abgegebene Versuche. Will man eine halbwegs ähnliche Vergleichsgrundlage herstellen, dann gelingt das am ehesten über die Anzahl der aus dem Strafraum heraus abgegebenen Schüsse und über die Schüsse, die tatsächlich auch auf das Tor gehen und nicht daneben.

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Presse 22.10.2015

Morgen Abend dann also das Spiel von RB Leipzig gegen Fortuna Düsseldorf. Angesichts der Tabellenstände (3. vs. 16.) ein Spiel mit klarer Rollenverteilung. Angesichts der nominellen Kaderstärke der Düsseldorfer definitiv kein Selbstläufer.

Bei RB Leipzig ist auf der Verletztenliste bisher niemand dazugekommen, sodass nur Patrick Strauß und Terrence Boyd weiterhin fehlen. Durchaus möglich, dass RB Leipzig deswegen mit der Startformation des Bochum-Spiels ins Rennen geht.

Bei Fortuna Düsseldorf fehlt weiterhin Axel Bellinghausen. Auch Mathis Bolly und Julian Koch, die letzte Woche noch zusammen die rechte Außenbahn beackerten, sind angeschlagen. Neu verpflichtet hat man gestern mit Alexander Madlung einen weiteren bundesligaerfahrenen Spieler. Auch wenn er sich zuletzt bei der U23 von Eintracht Braunschweig fitgehalten hat, wäre es wohl einigermaßen überraschend, wenn Madlung sofort in die Startformation rücken würde.

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Selbstvertrauen trifft Potenzial

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Fortuna Düsseldorf (23.10.2015, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Marvin Compper. Ab 13.30 Uhr.]

Start in die zweite englische Woche der Saison für RB Leipzig. Dank Pokalspiel in Unterhaching am kommenden Dienstag gibt es mal wieder die volle Dröhnung RasenBallsport. Während zum Abschluss am Sonntag in einer Woche das Spiel in Sandhausen wartet, empfängt man zu Beginn der englischen Woche am Freitag Abend Fortuna Düsseldorf.

Etwas überraschend wird das Spiel in Sandhausen das Spitzenspiel sein und nicht die Partie gegen Düsseldorf. Denn während Sandhausen das beste Zweitligateam des Jahres 2015 ist, ist Düsseldorf das schlechteste Team in dieser Zeit. Schaut man zurück an den Jahresanfang, dann war Düsseldorf damals als 6. mit 31 Punkten in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen. Seitdem hat es in 26 Spielen zu lediglich 22 Punkten gereicht. Ein Punkteschnitt, mit dem man letzte Saison mit großem Abstand abgestiegen wäre.

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Presse 21.10.2015

Bei RB Leipzig beginnt heute die direkte Vorbereitung auf das Spiel gegen Fortuna Düsseldorf übermorgen. Einerseits trainingstechnisch. Andererseits kommunikativ in Form der Vorspieltagspressekonferenz. Auch in Düsseldorf hält man heute neben der Mitgliederversammlung die Vorspieltagspressekonferenz ab.

Die LVZ berichtet, dass Dominik Kaiser seinen Vertrag bei RB Leipzig bis 2018 verlängert hat. Mit Option einer weiteren Verlängerung in Abhängigkeit von Einsatzzeiten. Angekündigt wurde der Schritt ja bereits vor einiger Zeit von den Beteiligten. Offiziell ist noch nichts.

BILD mit ein paar Zeilen zur schwierigen Situation von Rani Khedira in dieser Spielzeit mit wenig Einsatzchancen. Ralf Rangnick fordert vom Mittelfeldmann in dem Zusammenhang nicht nur „in allen Bereichen gut“ zu sein, sondern „in einem sehr gut“ zu werden. „Balleroberung oder Passspiel“ nennt er dabei als Beispiele.

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Was von Spieltag 11 bleibt

Die große Effenberg-Show. In Paderborn feierte man, als wäre der Messias persönlich herabgestiegen, um den einmaligen Bundesligisten nun endgültig in den Olymp eines dauerhaften Bundesligisten aufsteigen zu lassen. Sky feierte anlässlich Effenbergs Einstieg in den Trainerberuf nicht nur neue Zweitligarekordquoten, sondern brachte auch eine Extra-Cam für Claudia Effenberg in Anschlag und konnte so dem geneigten, aber auch dem weniger geneigten Zuschauer in Superzeitlupe präsentieren, wie die Trainergattin quer durch den VIP-Bereich eilt, um das Paderborner Präsidentenpaar zu knuddeln und zu herzen.

Wenn man mal über den ganz normalen Begleitwahnsinn, der sonst glücklicherweise in der zweiten Ligaberichterstattung eher unüblich ist, hinwegsieht, bleibt vom Trainierdebüt nicht viel spektakuläres übrig. Wie sollte es auch nach zwei Tagen Trainingszeit. Effenberg hat qua Aura der Mannschaft Leben eingehaucht und Beine gemacht, sodass die so viel rannte, wie noch nie zuvor in dieser Saison. Was den Verdacht nahe legt, dass Effenberg-Vorgänger Gellhaus auch ein wenig am Wollen der Mannschaft gescheitert ist. Gerade Spieler wie Saglik oder Koc zeigten gegen Braunschweig ein Engagement, das man von ihnen in zehn Spielen zuvor nur höchst selten gesehen hatte.

Effenbergs Paderborn zeigte, dass es in dieser Liga eigentlich nicht viel mehr als Laufbereitschaft, Kratzen und Beißen braucht, um am Ende siegreich vom Platz zu gehen. Zumindest wenn man die individuelle, offensive Klasse des SCP im Kader hat. Und zumindest dann, wenn der Gegner mit Mirko Boland das zentrale und unersetzbare Puzzlestück im zentralen Mittelfeld verloren hat. Mit Boland im Mittelfeld holte Braunschweig in sieben Spielen fünf Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage. Mit Boland irgendwo auf der linken Seite oder wie aktuell verletzt holte man sich drei Niederlagen und ein Unentschieden ab. Blöd für die Eintracht, dass Boland wegen eines Innenbandanrisses länger ausfällt.

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2.Bundesliga: VfL Bochum vs. RB Leipzig 0:1

Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer und dem allseits als Aufstiegsfavoriten ausgemachten Fünften. Überraschend ist es Bochum, das als Maß der Tabelle Leipzig zum heißen Tanz empfing. Ein Spiel, das letztlich viel von dem hielt, was es versprach. Auch wenn klare Toraktionen auf beiden Seiten eher Mangelware blieben. Dafür war es ein hochintensives Spiel mit enorm hohem Tempo und Unterhaltungswert. Mit glücklicherem Ausgang für RB Leipzig. Was angesichts der klareren Aktionen vor dem gegnerischen Tor auch verdient war.

In die Partie gegangen war der VfL Bochum mit der identischen Startformation der ersten acht Spieltage. Lediglich am neunten und zehnten Spieltag musste man verletzungsbedingt umstellen. Bei RB Leipzig rückte Emil Forsberg erwartungsgemäß wieder ins Team zurück, was Massimo Bruno einen Bankplatz einbrachte.

Taktisch hatte Ralf Rangnick etwas umgestellt und sein Team in einer Art 4-3-3 aufgestellt. Ilsanker spielte den zentralen Sechser. Demme und Kaiser daneben irgendwas zwischen Sechs und Acht und mit wesentlich mehr Offensivaufgaben als Lückenschließer Ilsanker. Vor den drei Sechsern spielte Selke den zentralen Stürmer und Forsberg und Sabitzer Außenstürmer, die außen auch defensiv viel arbeiteten, sodass sich die Formation immer wieder auch in Richtung 4-1-4-1 verschob. Das hatte man so in der Vergangenheit immer wieder mal gespielt. Unter Rangnick lief es diese Saison eigentlich eher auf ein 4-2-2-2 und in den letzten Wochen vermehrt auf ein 4-2-3-1 hinaus.

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Presse 19.10.2015

RB Leipzig gestern mit einem verdienten 1:0-Erfolg beim VfL Bochum. In einem umkämpften Spiel, das vor allem in der zweiten Halbzeit recht ausgeglichen war, verdiente sich Leipzig die Punkte durch ein weitgehend aus der ersten Halbzeit resultierendes Plus an klaren Toraktionen. Den Treffer zum 1:0 erzielte Marcel Sabitzer allerdings erst nach einer reichlichen Stunde als seine verünglückte Flanke im langen rechten Eck einschlägt.

Reichlich 20.000 Fans wollten die Partie des Ersten gegen den Fünften verfolgen, darunter rund 500 aus Leipzig. Durch die Niederlage fiel Bochum auf Platz 2. RB Leipzig liegt mit einem Punkt Rückstand auf den VfL auf dem dritten Rang.

Kurz vor Ende der Begegnung zwischen Bochum und Leipzig musste Schiedsrichter Benjamin Brand verletzungsbedingt vom Platz. Assistent Steffen Mix übernahm für ihn. Der vierte Offizielle Torsten Bauer übernahm an der Linie.

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Schon wieder ein Stabilitätstest in Bochum

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim VfL Bochum (18.10.2015, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Lukas Klostermann.]

Zwei Ligablöcke, die jeweils von Länderspielpausen abgeschnitten wurden, gab es bis jetzt. Im ersten Ligablock spielte RB Leipzig durchwachsen und punktete dementsprechend bzw. eher noch zu hoch. Im zweiten Ligablock spielte man weitgehend guten, dominanten und ausbalancierten Fußball, punktete aber nicht wesentlich besser als im ersten. Im nun folgenden dritten Ligablock bis Anfang November würde man nun gern Leistung und Punkteausbeute im positiven Sinne zusammenbringen.

Die nächsten Wochen haben es für RB Leipzig durchaus in sich. Bis Ende November werden von sieben Spielen (inklusive DFB-Pokal) fünf auswärts stattfinden. Und zum Auftakt wartet mit dem VfL Bochum das aktuell beste Team der Liga als absoluter Gradmesser und potenzieller Stolperstein.

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Presse 16.10.2015

Heute startet nach der Länderspielpause wieder der Zweitligafußball. Für RB Leipzig geht es allerdings erst übermorgen weiter. Mit dem Spiel beim Tabellenführer VfL Bochum wartet gleich eine ganz schwere Aufgabe und eine echte Standortbestimmung.

Größere Veränderungen sind bei RB Leipzig im Vergleich zum Spiel gegen Nürnberg vor zwei Wochen nicht zu erwarten. Emil Forsberg könnte nach Verletzung zurückkehren. Ansonsten ist es nicht unwahrscheinlich, dass sich das Gesicht der Mannschaft nicht verändert. Beim VfL Bochum könnte jene Mannschaft auflaufen, die zu Beginn der Saison achtmal am Stück in gleicher Formation startete, bevor Verletzungen kleinere Umstellungen mit sich brachten. Das heißt, dass auch Felix Bastians in der Innenverteidigung wieder ins Team zurückkehren würde.

Mit einem Sieg könnte der VfL Bochum die Tabellenführung verteidigen und den Vorsprung auf den Aufstiegsmitfavoriten RB Leipzig auf sieben Punkte erhöhen. RB Leipzig hätte mit einem Sieg die Chance, bis auf einen Punkt an den bisherigen Spitzenreiter heranzurücken.

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11.Spieltag – 2.Bundesliga 2015/2016

Erwartungsgemäß fraß die Länderspielpause in der zweiten Liga wieder mal die Arbeitsplätze von Trainern auf. Mit Torsten Fröhling und Markus Gellhaus traf es zwei der drei möglichen Kandidaten. Nur Gino Lettieri rettete sich im direkten Duell mit Gellhaus in die nächsten Spiele.

Wenig überraschend, wie der TSV 1860 München mit der Situation einer freien Trainerstelle umging. Mit Benno Möhlmann setzt man auf die Sicherheitsvariante und holt den Zweitligarekordtrainer, der seinen mehr als 500 Spielen als Coach in dieser Liga nun noch ein paar hinzufügen darf. Das kann kurzfristig sicherlich stabilisierend wirken. Zumal bei einem Team, das in den bisherigen zehn Spielen sowieso schon durchaus gut organisiert auftrat und dem letztlich nur die offensive Effektivität und die Durchschlagskraft fehlte. Immerhin kassierten auch nur zehn andere Teams weniger Niederlagen als die Löwen, sodass Platz 17 tatsächlich ein Stück unter dem liegt, was eigentlich möglich gewesen wäre.

Ob man mit einem Benno Möhlmann sonderlich innovativ aufgestellt ist, um auch die mittelfristige Zukunft zu gestalten und den Verein hin zu einem Team umzukrempeln, das auch das obere Drittel der Liga angreifen kann (wovon ja im Verein nicht nur investorenseits immer geträumt wird), bleibt abzuwarten, gehört aber aktuell vermutlich sowieso nicht zur Gedankenwelt der Verantwortlichen. Wobei das in München ja auch immer Teil des Problems war und ist, dass nachhaltig strategisches Arbeiten und Denken nicht im Fokus stand.

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Presse 15.10.2015

Heute beginnt bei RB Leipzig der engere Teil der Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim VfL Bochum. Alle Nationalspieler und bis auf Terrence Boyd auch alle Verletzten sind wieder mit an Bord. Hauen und Stechen um die Kaderplätze ist angesagt.

BILD denkt diesbezüglich, dass Willi Orban und Marvin Compper ihre Plätze in der Innenverteidigung schon mal sicher haben. Beim VfL Bochum wird laut WAZ Felix Bastians in die Innenverteidigung zurückkehren.

Zur Spitzenbegegnung des 11.Spieltags werden wieder mehr als 20.000 Zuschauer erwartet. Unter ihnen sollen auch 1.200 vom Verein eingeladene Flüchtlinge sein.

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Potenzielle Lerneffekte

Kaum ein Begriff ist ein so konstanter Begleiter des RasenBallsports wie der vom Druck. In sämtlichen Variationen hat man in den letzten Jahren versucht, ihn von sich wegzuschieben oder ihn den Konkurrenten zuzuschanzen. Oft mit überschaubarem Erfolg, wenn man an die Regionalliga-Jahre (aber nicht nur an die) und das Mantra denkt, dass die Konkurrenten bald auch Druck verspüren werden, wenn es auf die Zielgerade der Saison geht und man den Aufstieg vor Augen hat. Komischerweise hat das damals weder Chemnitz noch Halle viel ausgemacht, die Druck Druck sein ließen und einfach aufstiegen.

Bei Darmstadt hat man das Spiel letzte Saison auch versucht, als man denen vor ihrem Spiel in Leipzig im April den Druck zuschieben wollte, weil sie „etwas zu verlieren haben“. Nun ja, wenn jemand in den letzten zwei Jahren komplett druckresistent war, dann Darmstadt, wie sie in einigen Situationen nachwiesen. Auch im letztjährigen Saisonendspurt, in dem ihnen selbst die bittere Pleite in Leipzig in letzter Minuten durch ein Torwart-Tor nichts anhaben konnte.

Aktuell versucht man sich bei RB Leipzig darin, Druck auf sich und das Team nicht nur wegzuschieben, sondern einfach mal zu negieren, wie man zuletzt auch dem Kicker mit Verweis auf Vorstandschef Oliver Mintzlaff entnehmen konnte. Auch Ralf Rangnick versuchte sich in den letzten Wochen und Monaten darin, einen Aufstieg nicht als Pflicht verstanden wissen zu wollen. Was zumindest dahingehend überraschen durfte, dass es Rangnick letzte Saison noch selbst war, der sich über Zornigers Aussage, dass ein weiteres Zweitligajahr für die Vereinsentwicklung vielleicht gut sei, mit der Bemerkung wunderte, dass der Aufstiegsdruck doch in der kommenden (also der aktuellen) Saison noch mal sehr viel größer sein wird.

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Presse 14.10.2015

BILD spekuliert heute, dass Ralf Rangnick schon im Winter seinen Trainerposten an einen Nachfolger abgeben könnte. Auch wenn darauf nichts konkret hindeutet. Rangnick selbst sagt, dass man „aktuell nicht mit Kandidaten“ rede und er „Stand heute bis zum Saisonende Trainer“ ist.

Ein kleines Hintertürchen besteht offenbar darin, dass bei spontaner Verfügbarkeit eines perfekten Kandidaten auch eine Ablösung zu einem früheren Zeitpunkt möglich ist. Wobei es durchaus merkwürdig wäre, wenn man mitten in einer Saison, in der man aufsteigen will, plötzlich den Trainer wechselt. Gerade wenn dies ein namhafter Trainer wäre, der noch mal mit eigenen Ideen und eigener Arbeitsweise in der Winterpause in das bestehende Gefüge eingreift.

Diego Demme ebenfalls in BILD im Interview. In dem er Bochum und Freiburg als Teams sieht, die „ganz lange oben dabei sein werden“ und von der Bundesliga mit RB Leipzig träumt.

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Presse 13.10.2015

Ein langes, auf Vereinsebene pflichtspielfreies Wochenende ist noch aufzuarbeiten. Begonnen hatte alles schon am Freitag mit dem Testspiel gegen Werder Bremen, das RB Leipzig mit 0:3 verlor. Beide Mannschaften traten ohne einige Stammspieler und Verletzte an. Ken Gipson musste zudem mit einer Platzwunde schon früh im Spiel vom Feld. Das Ergebnis vor 4.500 Zuschauern in Wildeshausen am Ende wegen großer Unterschiede in der Chancenverwertung deutlicher als es das Spiel war. Aber ein Stückweit auch zweitrangig, weil das Spiel gleichzeitig ein Benefizkick für die Familien von Unfallopfern aus dem Spielort Wildeshausen war.

An der Verletztenfront sieht es bei RB Leipzig wieder sehr gut aus. Atinc Nukan, Patrick Strauß und Rani Khedira sind zurück ins Mannschaftstraining. Was die Optionen für Rangnick und die Besetzung der Tribünenplätze noch mal erhöht. Vom Pech gestraft bleibt allerdings Terrence Boyd. Rund 10 Monate nach seinem Kreuzbandriss ist an ein Comeback weiterhin nicht zu denken. Wegen Flüssigkeit im Knie musste er sich erneut einem operativen Eingriff unterziehen. Und beginnt dann wieder mit dem Versuch des Anschluss findens. Sicherlich nicht ganz von vorn, aber dass er das pflichtspielfreie Jahr vollkriegt, ist schon jetzt als sicher anzunehmen. BILD spricht gar von vier Monaten weiterer Pause. Ein echtes Seuchenjahr für den 24jährigen Stürmer, dem man nur wünschen kann, dass diese Zeit irgendwann dann doch endlich mal zu Ende ist.

Am Wochenende auch der Auftritt der deutschen Nationalmannschaft in Leipzig in der EM-Qualifikation gegen Georgien, vor dem das Team auch im Trainingszentrum von RB Leipzig übte. Und RB die Chance nutzte, vor den versammelten Medienvertretern ein wenig Imagepflege zu betreiben und das eigene Trainingszentrum vorzuführen. Am Rande des Spiels bekräftigte Ralf Rangnick noch einmal, dass er kommende Saison kein Trainer, sondern nur noch Sportdirektor in Leipzig sein will. „Hundertprozentig sicher“ sei er sich da. Von den 100% sollte man vielleicht erst überzeugt sein, wenn tatsächlich ein neuer Trainer offiziell vorgestellt wurde.

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Nicht nur sportliche Klasse gefragt

In der Zwischenanalyse nach dem 10.Spieltag ging es letzte Woche neben der positiven fußballerischen Entwicklung vor allem auch um Fragen der fehlenden Stabilität aufgrund derer in den letzten Wochen einige Punkte vergeben wurden. War es nach Zornigers Amtsantritt 2012 lange Zeit eine Qualität des Teams, gerade in Spielen, in denen man unter Druck stand oder in Situationen, in denen wegen schlechter Spiele kritisch auf das Team geblickt wurde, geschlossen aufzutreten und Siege einzufahren, ist dies im Verlauf des letzten Jahres immer mehr einer Instabilität gerade dann gewichen, wenn Spiele eng waren oder der Gegner mit besonderer Intensität auftrat.

Zwischen 20 und 25 Spiele hatten die 18 Zweitligisten vergangene Saison jeweils, die mit nur einem Tor Differenz ausgingen. In diesen Spielen, die also ergebnistechnisch besonders umkämpft waren, ging RB Leipzig bei 25 Versuchen in nur 24% der Fälle mit einem Sieg vom Platz. Gleich neun Teams in der Liga schafften bessere Quoten. Ingolstadt und Darmstadt gewannen 42 bzw. 36% dieser Duelle bei ebenfalls 24 bzw. 25 Versuchen. Und während Ingolstadt und Darmstadt in diesen Partien 1,8 bzw. 1,7 Punkte im Schnitt abstaubte, waren es bei RB Leipzig lediglich 1,2.

Schon in den Nichtaufstiegsjahren in der Regionalliga verlor RB Leipzig den entscheidenden Boden gegenüber den späteren Aufsteigern vor allem in Spielen, in denen es eng zuging. 1,6 Punkte holte man zwischen 2010 und 2012 in 44 entsprechenden Spielen. Chemnitz und Halle als spätere Aufsteiger kamen auf 2,1 Punkte und verloren zusammen nur ein einziges Spiel knapp, während es bei RB Leipzig gleich neun waren. Das ist dann am Ende nicht mehr unbedingt eine Frage der fußballerischen, sondern auch der mentalen Qualität. Sei es, weil der Druck bei RB größer war oder die Mannschaft nicht so zusammengewachsen war.

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