Ausgeglichenheit als Stärke

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig bei Zorya Luhansk (23.08.2018, 20.30 Uhr) befindet sich ein Ticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick.]

Der Reisespaß geht für RB Leipzig weiter. Craiova. Köln. Und nun ab in die Ukraine. Nicht in die Ostukraine, wo Luhansk eigentlich liegt. Sondern etwas zentraler nach Saporischschja, in eine 760.000-Einwohner-Stadt. Dass man nicht in Luhansk spielt, liegt am Krieg mit Russland bzw. an russischen Milizen, die die Abspaltung ostukrainischer Provinzen auch bewaffnet vorantreiben wollen. Seit 2014 wird der Konflikt mit der ukrainischen Armee dort ausgetragen. Luhansk und Donezk lagen von Anfang an im Zentrum der Angriffe. So richtig Ruhe ist immer noch nicht eingekehrt, sodass dort weiterhin keine Fußballspiele ausgetragen werden.

Letzte Saison spielte Luhansk ganz am anderen Ende des Landes in Lwiw, lockere knapp 1.300 km vom eigenen Stadion entfernt. Saporischschja liegt ’nur‘ knapp 400 km von Luhansk entfernt. Heimspiel-Atmosphäre kommt in der Slawutytsch-Arena (knapp 12.000 Plätze) in Saporischschja im Ligabetrieb bei unter 4.000 Zuschauern trotzdem nicht wirklich auf. In der Europa-League-Quali zuletzt gegen Braga waren immerhin über 5.000 Zuschauer vor Ort. Von einem Hexenkessel oder der guten Stimmung in Craiova beim letzten RB-Auswärtsspiel ist man trotzdem relativ weit entfernt. Dass der geneigte Luhansk-Fan (von denen auch früher in der eigenen Stadt nicht so viele zum Fußball gingen) angesichts der allgemeinen Lage der Stadt andere Probleme hat, als in Saporischschja zu irgendeinem Kick zu gehen, dürfte aber auch nachvollziehbar sein.

Das alles hat mit dem Spiel von RB Leipzig nicht allzu viel zu tun (außer dass man sich ja auch immer zumindest ein bisschen mit Liga und Umfeld beschäftigt, wenn man auf einen neuen Gegner trifft). Für RB geht es einfach nur darum, zwei Fußballspiele erfolgreich zu bestreiten und in die Gruppenphase der Europa League einzuziehen. Erwartet hätte man eher, dass man diese Aufgabe gegen Braga meistern muss, aber erstaunlicherweise hatte sich Luhansk in der dritten Quali-Runde mit zwei Unentschieden (1:1 und 2:2) gegen die deutlich favorisierten Portugiesen durchgesetzt. Eine miese Chancenverwertung Bragas und eine gewisse Effizienz von Zorya Luhansk (es gibt zum Verein verschiedenste Schreibweisen, ich habe die hier von der UEFA übernommen) ließen die Ukrainer schließlich jubeln.

Damit könnten sie nun zum dritten Mal in Folge in die Gruppenphase der Europa League einziehen. Für den Verein, der bei der UEFA nicht zu den besten 100 Klubs Europas zählt, eine beachtliche Leistung, nachdem man in den zwei Jahren zuvor noch in der Europa-League-Quali gescheitert war. Zumal angesichts des Hintergrunds des Kampfes gegen russische Seperatisten rund um die eigene Heimatstadt.

2014/2015 und 2015/2016 scheiterte der Klub gegen Feyenoord Rotterdam und Legia Warschau nocht jeweils knapp in der letzten Quali-Runde. 2016/2017 und 2017/2018 war man jeweils direkt für die Gruppenphase qualifiziert. Ein Auswärtssieg bei Athletic Bilbao und ein Heimsieg gegen Hertha zeigten letzte Saison, dass man durchaus auch Resultate einfahren kann. Für die K.o.-Runde reichte das allerdings nicht. In der Saison davor war man in einer starken Gruppe mit Manchester United, Feyenoord Rotterdam und Fenerbahce Istanbul punktetechnisch chancenlos. 2:8 Tore aus sechs sieglosen Spielen zeigten aber auch, dass alle Spiele recht knapp waren.

Vielleicht ist das die größte Auffälligkeit bei Zorya Luhansk, dass man es meist schafft, die Spiele eng zu halten. Seit 2014 hat man in 20 Europa-League-(Quali-)Spielen nie mit mehr als zwei Toren verloren. Auch wenn der Gegner mal Manchester United hieß. Was für eine gute Grundordnung und für eine disziplinierte Umsetzung der eigenen Spielidee spricht. Und auch dafür, dass man in Sachen Physis keine Nachteile gegenüber europäischen Topteams hat. Es fehlt naturgemäß ein wenig die individuelle Qualität (und vor allem Offensivqualität), aber ansonsten ist man recht gut aufgestellt.

Allerdings hat man im Sommer durchaus auch einige Qualität verloren. Mit Andriy Lunin ging ein Torhütertalent, das in Luhansk Stammkeeper war, mal eben zu Real Madrid. Auch RB Leipzig wurde mal als interessierter Verein gerüchtelt. Mit Evgen Opanasenko (Konyaspor), Toptorschütze Iury (Al-Nasr) und Oleksandr Andrievsky (Rückkehr nach Kiew nach Leihe) gingen drei weitere Spieler, die letzte Saison zur Stammelf gehörten. Gerade in Sachen zentrale Sturmbesetzung sieht es bei Zorya Luhansk derzeit eher mau aus.

Stärke der Ukrainer ist wie gesagt ihre Mannschaftsorganisation. Aus einem 4-2-3-1 oder einem 4-2-2-2 heraus arbeitet man defensiv mindestens passabel, wobei in der zentralen Viererkette auch ein wenig Geschwindigkeit fehlt. Man versucht vorn immer mal wieder Spieler des Gegners im Spielaufbau zu isolieren und dann mit zwei, drei Spielern anzulaufen. Allerdings ist das meist kein komplettes Mannschaftpressing, sondern eher situatives Verknappen von Raum mit der Hoffnung auf einen Ballgewinn. Ansonsten zieht man sich danach meist recht tief zurück und verteidigt gern mit vielen Spielern den Strafraum.

Im Offensivspiel fällt vor allem auf, dass die Außenverteidiger eine sehr offensive Rolle spielen. Zusammen mit den Außenbahnspielern und einem Stürmer oder dem Zehner überlädt man dann gern mal die eine oder andere Seite, um dort durchzubrechen. Generell ist viel bei Luhansk auf das Spiel über die Außenpositionen ausgelegt, wo man auch mal mit guter Geschwindigkeit arbeiten kann. Hereingaben aller Art, inklusive Ablagen in den Rücken der Abwehr und daraus resultierende Fernschüssen sind das Ergebnis dieses Spiels. Interessant dabei auch, dass man in den Situationen, in denen man mal in den Strafraum kommt, diesen mit recht vielen Akteuren belegt und so dann auch durchaus gefährlich auftreten kann.

Neben dem Spiel über die Außen gehört aber auch der Flachpass zwischen die Ketten und die dortige Ballverarbeitung durch einen Zehner oder einen tiefen Stürmer zum Spektrum der Ukrainer in der Offensive. Auch lange Bälle beherrscht man. Da hängt es aber davon ab, welcher Sturmtyp spielt, ob das Sinn macht oder nicht. Einen Stürmer wie Rafael hoch und lang anzuspielen, macht eher weniger Sinn.

Kadertechnisch ist Luhansk nicht gerade das aufregendste Team. Der Klub ist recht ausgeglichen besetzt, ohne dass es den einen Spieler gäbe, der die Mannschaft ganz zentral trägt (so war es ja bei Craiova, wo man schon viel gewonnen hatte, indem man Kapitän Mitrita aus dem Spiel nahm). Gordienko und Kharatin sind ein recht unangenehmes Duo im zentralen Mittelfeld. Lednev ist im offensiven Bereich ein feiner Techniker. Karavaev ist rechts ein gefährlicher Mann, wenn man ihn im Umschaltspiel mit etwas Platz einsetzen kann.

Aber insgesamt bleibt es dabei, dass die Mannschaft in ihrer Ausgeglichenheit die entscheidende Waffe ist. Man spielt an guten Tagen, wenn man nicht einen tief stehenden Gegner bespielen muss, einen ganz guten Ball und versteht es gut, Räume mal zu überladen und gut zu besetzen und über die Außenbahnen Geschwindigkeit aufzunehmen und so den Gegner vor Probleme zu stellen. So setzte man sich dann auch gegen Braga durch,  was für RB Leipzig Wahrnung genug sein sollte. Denn wenn man Braga gezogen hätte, dann wäre wohl jeder automatisch davon ausgegangen, dass das eine enge Nummer wird. Nur weil Luhansk keinen großen Klang (und keine Felsen vor dem Stadion) hat, dürfte die Aufgabe nicht wesentlich einfacher werden, auch wenn die individuellen Vorteile deutlich bei RB liegen.

Das gilt völlig unabhängig davon, welche Formation Ralf Rangnick letztlich in das Hinspiel gegen Luhansk schickt. Die Personaldecke ist für die aktuellen englischen Wochen und vor allem angesichts des Bundesliga-Starts in Dortmund am Wochenende weiter relativ dünn. Sowieso nur 18 Feldspieler (plus Bruno). Halstenberg verletzt. Werner kämpft sich weiter mit Problemen durch die Vorbereitung und wartet immer noch auf seine ersten Pflichtspielminuten.  Sabitzer war zuletzt auch angeschlagen und fehlt in der Ukraine in jedem Fall, genauso wie Augustin und Kampl. Upamecano ist noch lange nicht richtig fit. Und einige andere Spieler haben in der frühen Phase der Saison schon ganz schön viel Einsatzzeiten gesammelt und bräuchten vielleicht auch mal eine Pause zwischendurch. Aber Akteure wie Saracchi und Demme sind derzeit aufgrund der fehlenden Neuzugänge und der Halstenberg-Verletzung noch relativ alternativlos.

Von daher wird Ralf Rangnick ganz schön puzzeln müssen, um in der Ukraine sein Team so zusammenzustellen, dass er dann auch in Dortmund seinem Mantra folgen kann und elf frische Spieler auf den Platz bringt. Dass man am Donnerstag erst sehr spät (21.30 Uhr Ortszeit, 20.30 Uhr deutscher Zeit) spielt und danach noch nach Hause fliegen will, kommt zur (in Sachen Frische) ungünstigen Ausgangslage noch hinzu. Einst nach dem Freiburg-Spiel hatte man solche Rückflugaktionen eigentlich noch als ungünstig beschrieben und sich vorgenommen, das nicht mehr so zu machen (Stichwort legendärer Open-Window-Effekt). Der Bundesliga-Start am Wochenende erfordert es aber wohl, den Zeitplan für die Reise in die Ukraine enger zu stricken.

Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Mvogo – Klostermann, Konaté, Orban, Saracchi – Demme, Ilsanker – Bruma, Forsberg – Cunha, Poulsen (Werner) – (denkbar wäre aber auch eine Umstellung auf ein 4-3-3)
  • Zorya Luhansk: Makharadze – Tymchyk, Vernydub, Svatok, Cheberko – Gordienko, Kharatin – Karavaev, Lednev, Khomchenovsky – Rafael (Kabaev)

Fazit: Luhansk klingt erstmal nach einer Aufgabe, die man lösen können müsste. Das ist wohl auch so, aber ganz so einfach sollte man es sich nicht vorstellen. Die Ukrainer verstehen es, Spiele eng zu halten und dann die sich bietenden Chancen zu nutzen. Auf RB Leipzig dürfte gegen läuferisch auf Augenhöhe agierende Gastgeber eine schwere Aufgabe warten, bei der Effizienz sehr hilfreich sein könnte. Gerade in Sachen Geschwindigkeit in der Offensive hätte man eine Waffe, um die Ukrainer sehr zu ärgern. Wird halt auch interessant, ob Luhansk in diese Falle läuft oder ob man es (was wahrscheinlicher ist) versteht, immer mit genügend Leuten hinterm Ball zu sein, um nicht hinterherlaufen zu müssen. Interessante Auswärtsaufgabe so kurz vor dem Bundesliga-Start. Und auch eine sehr wichtige, wenn man in die Gruppenphase der Europa League will.

[Wer das Spiel von RB Leipzig bei Zorya Luhansk nicht vor Ort verfolgen kann und am 23.08.2018, ab 20.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze den RB-Fans-Liveticker. Bilder gibt es live beim MDR, dort auch im normalen Livestream vom TV-Angebot und live bei DAZN.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Zorya Luhansk

  • keine

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Ralf Rangnick darf mit guter Laune in eine neue Saison gehen. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel von RB Leipzig bei Zorya Luhansk. Mit Ralf Rangnick.

12.41

So, nächste Runde, neues Glück. Europa-League-Playoffs in der Ukraine. Zwei Spiele sind es noch bis zur Gruppenphase.

12.45

Luhansk ist erneut kein Gegner, vor dem man extreme Angst haben muss. Herausforderung bleibt halt, dass man die beiden Spiele rund um den Bundesliga-Start einbetten muss und dass die Personaldecke immer noch dünn ist. Von der Seite her wird es schon eine Herausforderung, auch weil Luhansk einen sehr disziplinierten Fußball spielt. Vielleicht hat ja RB noch mal ein bisschen an Standards geschraubt und erleichtert sich die Dinge so ein bisschen..

12.50

Insgesamt durchaus bemerkenswert, wie RB die etwas zerhackte und schwierige Vorbereitung bewältigt hat. War in den bisher fünf Pflichtspielen natürlich nicht alles gut, aber man hat die Spiele, die in die Vorbereitung eingebettet wurden, dann doch insgesamt recht souverän gemeistert und alle sportlichen Ziele erreicht. Auch der Sieg in Köln war ja trotz mieser Voraussetzungen nach dem 0:1-Rückstand völlig verdient. Alles richtig gemacht, kann man im Nachhinein sagen. Mal sehen, ob man das nach den Luhansk-Spielen auch noch sagen kann..

13.04

Ralf Rangnick zu Köln: „Erste Halbzeit nicht die Mittel angewendet, die wir anwenden wollten. Kein Tiefgang. Keine Überzeugung. Bälle wurden vorn nicht gefordert und vom Mittelfeld auch nicht gespielt. 45 Minuten ohne Torchance. Dass wir es besser können, hat die zweite Halbzeit gezeigt.“ Einige Chancen gehabt. „Lehre für die Mannschaft muss sein, nicht erst in der zweiten Halbzeit gut zu spielen.“

Zu Luhansk: „Sehr körperbetont. Sieben Spieler der Startelf kommen aus dem Krisengebiet. Trainer seit 2011 im Amt.“ Der sieht seine Spieler als „richtige Männer“. „Wird ordentlich zur Sache gehen. Völlig andere Aufgabe als Häcken oder Craiova oder Köln. Braga hat gedacht, sie können es über schön spielen und bessere Einzelspieler erledigen und sind gescheitert. Wir müssen wissen, was auf uns zukommt und die richtigen Mittel anwenden.“

13.08

Rangnick: „Luhansk spielt seit 2014 nicht mehr im eigenen Stadion in der eigenen Stadt. Haben eine Wagenburgmentalität. Müssen uns auf eine wehrhafte Mannschaft einstellen. Wird nicht viele Abstände und nicht viel Zeit für uns geben, zum herumspielen.“

Zu Augustin: „Fährt nicht mit.“ Magen-Darm-Probleme. Einsatz auch am Sonntag unklar. Bei Werner lagen die Probleme zuletzt am Essen, aber nicht am hauseigenen. Bei Augustin weiß man es noch nicht so richtig.

Marcel Sabitzer fliegt auch nicht mit in die Ukraine. Vielleicht Sonntag dabei. Kampl auch ausfallend, weil Muskel zugemacht. Eventuell Sonntag wieder ein Thema.

Timo Werner fliegt mit. Ob er auch spielt, ist noch unklar. „Muss schauen, dass er in den Rhythmus kommt und gesund bleibt. Wichtig, dass er dabei sein kann und mit der Mannschaft mitfliegt. Braucht Spielminuten.“

13.12

Rangnick: Auch mit der Mannschaft über die Situation in der Ukraine und die Folgen für Zorya Luhansk (Männer, Wagenburgmentalität) geredet.

Noch nicht darüber nachgedacht, dass Lobanowski und Kiew (die einst bei Rangnick ein taktisches Aha-Erlebnis hervorriefen) mit der Ukraine zu tun haben und dass das jetzt nun eine Reise in die eigene Vergangenheit wäre.

„Wollen eins nach dem anderen gewinnen.“ Zu den wartenden Spielen gegen Luhansk und Dortmund.

„Im Abwehrbereich, im Tor und im Sturm zahlenmäßig und qualitativ gut besetzt. Selbst gegen Luhansk und ohne Augustin haben wir die Qual der Wahl. Genügend Alternativen. Verstärkungen brauchen wir im MIttelfeld. Kampl-Ausfall deswegen nicht eingeplant. Hoffentlich kann er am Sonntag spielen. Dann wäre er auch ausgeruht.“

13.16

Rangnick zum Reisestress: „War von Anfang an klar. Versuchen das professionell zu handhaben. Mannschaft hat sich dazu entschieden, gleich nach dem Spiel zurückzufliegen. Training am Freitag erst um 18 Uhr. Nur kurze Vorbereitungen auf die Spiele. Hat die Mannschaft bisher gut gemacht.“ Nächsten zwei Wochen noch mal professionell arbeiten und regenerieren.

„Morgen mit der ausgeruhtesten Mannschaft antreten und am Sonntag in Dortmund dasselbe.“ Weiß noch nicht, mit wem man gegen Luhansk spielt und was das dann für das Dortmund-Spiel bedeutet.

„Spiel für Spiel“ durch die Saison gehen. Frische Mannschaften aufs Feld stellen. Jede Position doppelt besetzen und dann viel durchwechseln. „Logisch bei vielleicht 20 Feldspielern, die aufs Feld zu schicken, die die größte Siegchance haben.“

13.19

Rangnick: Erik Majetschak darf aufgrund der Ausfälle mitfliegen und auf der Bank sitzen.

„Keiner der jungen Spieler ist bisher abgefallen, aber auch keiner ist meilenweit vor den anderen. Jeder ist hochmotiviert und jeder hat sich bisher gut verhalten.“ Majetschak dabei, weil er in der Offensive eine Option wäre. Zuletzt in der U19 gut gespielt. Reise in die Ukraine für ihn als Belohnung.

Kein neuer Stand bei Lookman und Rudy. RB-Angebot von 25 Millionen Euro für Lookman will Rangnick nicht bestätigen.

13.23

Rangnick zu Poulsen: „Herausragende Qualitäten.“ Passt auch wieder besser ins Pressingsystem und zur Anforderung der Balleroberung. „Messe ihn nicht an den Toren, sondern wichtiger ist, ob er Anteil daran hat, wie sich Spiele entwickeln. Gegner haben momentan nicht so viel Spaß mit ihm. Müssen aber aufpassen, ihn nicht zu viel ins Rennen zu schicken.“ Ob er in Luhansk oder in Dortmund in der Startelf steht oder in beiden Partien ist noch unklar.

Transfers: „Gibt auch alternative Überlegungen, aber die Frage wäre ob das Sinn macht.“ Verweist noch mal auf wirtschaftlichen Rahmen. „Müssen Geduld haben. Überlegen natürlich, was ist, wenn es mit dem einen nicht passt und was Alternativen wären.“

Zu Cunha: „Sehr froh, dass er da ist. Hat bisher alles erfüllt, was wir erwartet haben. Braucht wahrscheinlich sehr schnell keinen Dolmetscher mehr. Sehr gut integriert in der Mannschaft. Taktisch muss er noch lernen, aber er versucht die Dinge umzusetzen, die man ihm mitgibt. Mache ich mir keine Sorgen. Werden viel Freude an ihm haben. Hatte aber nur kurz Urlaub, deswegen drauf achten, dass er immer mal eine Pause kriegt.“

13.28

Rangnick zum Sportmuseum: Noch nichts dazu mitbekommen, weil grad zu viel um die Ohren. Wenn es mal sowas gibt, dann guckt er gern vorbei.

Zu Coltorti: „Habe mich mit ihm getroffen. Er hat sich entschieden, seine Karriere zu beenden und bei seiner Familie zu sein, weil die ihn braucht. Reiz, ein Jahr hier zu sein, war da.“ Aber nach „reiflicher Überlegung“ hat Coltorti festgestellt, dass er zu Hause mehr gebraucht wird. Abschiedsspiel für ihn in einem Jahr einen Tag nach dem letzten Bundesliga-Spiel. Kriegt einen verdienten Abschied.

Bei Marius Müller trotzdem unklar, ob er bleibt. Hängt eher an ihm. Wenn sich ein Verein bei ihm meldet, dann muss man darüber nachdenken. Dann müsste RB aber auch noch mal gucken, wen mal als Nummer 3 holt. Soll aber kein Torhüter aus einem Vertrag gekauft werden.

13.30

Rangnick: Kapitänswahl derzeit von Spiel zu Spiel in Abhängigkeit davon, wer spielt. Endgültig soll eventuell in der Länderspielpause Anfang September gewählt werden. Dann am besten einen Kreis an Kapitänen, aus denen dann einer jeweils die Binde trägt, je nachdem wer aufläuft. Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen diese Saison.

Irgendwas mit Prognosen zur WM-Analyse von Jogi Löw. Och ja, naja.

13.33

Dass war es von hier. Coltorti nun also doch endgültig raus. So wie Rangnick sagt auf eigenen Wunsch, weil die Familie wichtiger ist. Abschiedsspiel dann am Ende der Saison. Dass Müller bei passendem Angebot trotzdem gehen darf, erstaunt ein wenig, weil das eine Kaderbaustelle eröffnet, die man nicht eröffnen müsste.

Dass Kampl nicht mit in die Ukraine fliegt, ist angesichts der Personallage im Mittelfeld eher suboptimal. Da wird es schon mal arg eng auf der Position. Viel mehr als Demme/ Ilsanker geht da fast nicht, wenn man nicht auf 4-3-3 umstellt.

Augustin und Sabitzer fehlen auch. Wird ein lustiger Ausflug. Mal sehen, wie das dann aussieht. Viel Spaß mit dem Spiel. Gibt ja diesmal genug Möglichkeiten, es zu sehen.

Ein Gedanke zu „Ausgeglichenheit als Stärke“

  1. Was machst Du nachts?
    Obwohl, die Frage beantwortet sich ja, wenn man Deine Einschätzungen von Luhansk liest.
    Bei Buli oder CL bekommt man reichlich Informationen im Netz, aber wie schon Häcken, Craiova und Luhansk, da wird es verdammt schwer.

    Nun, ich dachte, der Kader geht auch Richtung BVB, aber nun stellt er sich von alleine auf.
    Na mal sehen, was raus kommt.

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