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Kaderrückblick RB Leipzig: Bundesliga 2016/2017 – Teil II

Weiter geht es mit der Saisonaufarbeitung. Diesmal mit Teil II der Betrachtungen zu den einzelnen Spielern des RB-Kaders. Nach den Torhütern und Verteidigern sind heute die Mittelfeldspieler und die Stürmer dran. Geordnet ist die Übersicht nach Positionen (Mittelfeld, Sturm) und innerhalb der Positionen nach Einsatzzeit. Wobei die Zuordnung zu den Positionen eher nach Spielertypen erfolgt. Marcel Sabitzer hat genaugenommen von der Position her dasselbe gespielt wie Emil Forsberg, ist aber trotzdem vom Typ her eher Stürmer. Gilt ähnlich für Burke.

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Transfer: Davie Selke

Für RB Leipzig und Werder Bremen ist der Transfer von Davie Selke eine Win-Win-Situation. Die einen kriegen viel entwicklungsfähiges Sturmtalent, das mit seiner Laufbereitschaft perfekt in die Spielphilosophie passen dürfte. Die anderen kriegen so viel Geld, wie sie vor einem Jahr nicht mal geträumt hätten und können damit an ihrem Kader bauen. Nur bei Davie Selke selbst bleibt vorerst die Frage, inwiefern der Schritt zurück in die zweite Liga zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere auch einen Rückschritt in seiner Entwicklung bedeutet oder ob die kommenden Jahre auch für ihn zu einer sportlichen Win-Situation werden. (Analyse nach dem Wechsel von Davie Selke nach Leipzig vom 01.04.2015 bei rotebrauseblogger.de)

Das ging am Ende dann doch erstaunlich schnell. Mit einem Wechsel von Davie Selke hatte man in dieser Sommerpause rechnen können. Dass es so schnell geht und es Hertha BSC wird, kam dann doch etwas überraschend. Zuvor hatte Ralf Rangnick eigentlich noch mal erklärt, dass man Zeit habe und auch die U21-EM (und vielleicht ja auch eine mögliche Wertsteigerung) abwarten kann. Das war dann zumindest Hertha eventuell doch zu heikel, sodass man sich den Stürmer noch vor der EM angelte. Was nicht zuletzt auch im Interesse von Selke selbst liegen dürfte. Trotz Interesse aus England.

Nach zwei Jahren Davie Selke in Leipzig muss man nicht allzusehr verbiegen, wenn man zu der Einsicht kommt, dass der Stürmer in dieser Zeit nicht zum alles überstrahlenden Gewinner geworden ist. Man mag mit Ralf Rangick darüber streiten können, dass sich Selke in den zwei Jahren trotzdem sportlich weiterentwickelt hat, aber insgesamt wäre viel mehr möglich gewesen, wenn regelmäßige Spielzeit dringelegen hätte.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2016/2017 – Teil 1

Sommerpause. Zeit für die entsprechenden Rückblicke auf die erste Saison von RB Leipzig in der Bundesliga. Los geht es heute mit dem ersten Teil mit Zahlen rund um die eingesetzten Spieler von RB Leipzig. Betrachtet werden nur die 34 Bundesligaspiele und nicht das DFB-Pokalspiel in Dresden. Teil 2 des Zahlenrundumblicks folgt dann irgendwann demnächst.

Eingesetzt wurden bei RB Leipzig insgesamt 21 Spieler. Das sind im Vergleich zur Winterpause zwei mehr. Bzw. drei, denn Kyriakos Papadopoulos ist als Winterabgang in der Liste der RB-Spieler nicht mehr drin. Zum Einsatz kamen zusätzlich zu den Hinrundenspielern noch Fabio Coltorti, der aufgrund eines Gulacsi-Ausfalls dann doch noch zu seinem Bundesliga-Debüt kam. Eingesetzt wurde auch Dayot Upamecano, der nach seiner Verpflichtung im Winter immerhin reichlich 660 Minuten sammelte. Nicht zu vergessen ist zudem Federico Palacios, der sich mit seinem Treffer in Dortmund gleich in die RB-Geschichtsbücher hätte eintragen können, wenn der Trefffer denn gezählt hätte.

Aus dem Profikader gar nicht eingesetzt wurden Keeper Marius Müller und Ken Gipson (dessen Zugehörigkeit zum Profikader aber eher formaler Natur war). Genauso wie die U23-Spieler Dominik Franke, Kamil Wojtkowski, Benjamin Bellot und Patrick Strauß durften sie aber zumindest mal auf der Bank sitzen. Müller teilte sich diese Rolle ja mit Coltorti. Zu Einsätzen kamen von den Nachwuchsspielern bis auf Palacios, der nächste Saison komplett bei den Profis eingegliedert wird, niemand. Durchlässigkeit von unten nach oben ist weiterhin nicht das hervorstechendste Merkmal von RB Leipzig. Ist aber auch schwierig, wenn dein Profiteam in der Bundesliga auf Platz 2 unterwegs ist.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018

So, die Saison ist in vielerlei Hinsicht für RB Leipzig schon vor dem letzten Spieltag gelaufen. Entsprechend kann man sich ja schon mit der Kaderplanung für die kommende Saison beschäftigen. Ralf Rangnick hat zuletzt auch angemerkt, dass man schon mittendrin sei und den Kontakt zu interessanten Spielern intensiviert hat.

Wobei man aus der Erfahrung der letzten Spielzeit auch lernen könnte, dass in der Praxis manche Dinge dann doch wieder erst relativ spät in Angriff genommen werden. Vielleicht ist dem ja diese Saison aber nicht so.

Zu tun gibt es allerdings reichlich für die Kaderplaner. Das hat nicht nur mit den potenziellen Neuzugängen zu tun, sondern auch damit, dass man einige Altlasten, Abgangswillige und Nachwuchsspieler versorgen muss. Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 weiterlesen

Neue Kreativität gefragt

Am Wochenende feierten nicht nur die Profis ihren Erfolg des Einzugs in die Champions Leauge. Im Nachwuchsbereich endete parallel für die U19 zumindest die aufgrund ihres schlechten Verlaufs und den Dissonanzen im Nachwuchsbereich mit den Abgängen von Renat Dadashov, Idrissa Touré und Vitaly Janelt quälend lange Bundesliga-Saison. Und die Saison für die U23 ist auch in den letzten Zügen.

Gerade in diesen zwei Mannschaften gibt es unheimlich viele Spieler, deren Zukunft nicht geklärt ist. Die U23 wird aufgelöst, sodass die dort spielenden Akteure genauso eine neue Heimat brauchen wie der ältere Jahrgang der U19, der mehr nicht zu großen Teilen einfach in die U23 übertreten kann.

Das stellt RB Leipzig vor die Frage, welche Talente man behalten will, um den Profi- und Champions-League-Kader breit genug aufzustellen, welche Talente vielleicht über Leihen gehalten werden und Spielpraxis bekommen und welche Talente komplett gehen. Da müssen viele Entscheidungen getroffen werden. Die Abgänge von U23-Kapitän Alexander Siebeck und von Anthony Barylla jeweils in die dritte Liga (Karlsruhe bzw. Zwickau) verweisen darauf, dass da im Hintergrund schon einiges gewerkelt wird. Auch Alexander Vogel war zuletzt im Probetraining beim Halleschen FC, dürfte also zu den Abgängen gehören.

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Sturmfragen

Veränderung im Kader ist seit spätestens einem Jahr verstärkt zentraler Begleiter bei RB Leipzig. Besonders deutlich wird dies im Sturm, wo in der kommenden Saison mit Yussuf Poulsen lediglich ein Spieler übrig bleiben wird, der auch schon in der dritten Liga Einsätze bei RB Leipzig gesammelt hat. Zusammen mit Terrence Boyd bleiben noch zwei übrig, die schon vor einem Jahr mit Leipzig die zweite Liga in Angriff nahmen.

Verbrannt hat man seitdem mit Ante Rebic, Yordy Reyna und wahrscheinlich auch Omer Damari drei Neuzugänge mit einem Marktwert von aktuell zusammen irgendwas jenseits der 7 Millionen, also ungefähr einem Viertel des Gesamtkadermarktwertes von RB Leipzig am Ende der Zweitligasaison. Verbrannt hat man auch Kapitän Daniel Frahn, dem man keine zweite Chance zum Ankommen in der zweiten Liga geben wollte bzw. konnte, sodass Frahn nach fünf Jahren voller beeindruckender Zahlen nun in Heidenheim sein Glück versucht.

Über die Jahre gesehen haben sich bei RB Leipzig im Sturm einige Spieler versucht, von denen viele nicht glücklich wurden. Carsten Kammlott, einst für viel Geld und mit viel Vorschusslorbeeren geholt, ist auch an der Erwartungshaltung gescheitert. Ein Nico Frommer an seinen Verletzungen. Ein Jochen Höfler an der Ungeduld der Verantwortlichen. Ein Christian Reimann an seinem unzureichenden Potenzial. Ein Roman Wallner an sich selbst und an fehlendem Integrationswillen seiner Kollegen. Ein Matthias Morys an seinen Leistungen. Ein Denis Thomalla an übergroßer Konkurrenz. Und ein Tom Nattermann und vorerst auch ein Federico Palacios Martinez an fehlenden Einsatzzeiten.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2014/2015

Sommerpause. Weiter Analysezeit. Heute in Zahlenform rund um alle bei RB Leipzig in dieser Saison eingesetzten Spieler . Betrachtet werden dabei nur die 34 Zweitligaspiele.

Insgesamt kamen in dieser Saison, der ersten in der zweiten Liga 29 Spieler zum Einsatz. Was durchaus sehr viele sind und andeutet, dass die Saison nicht so richtig glatt, sondern eher unruhig verlief. 14 Spieler, darunter zwei Keeper standen mindestens 1000 Minuten auf dem Platz, also hochgerechnet mehr als 11 volle Spiele. In allen Spielen dabei war niemand. Anthony Jung hätte es vielleicht geschafft, wenn er nicht einmal wegen Gelb und einmal wegen Gelb-Rot gesperrt gewesen wäre. Abgesehen davon hatte jeder Spieler im Saisonverlauf so seine Problemchen und kam auf maximal 30 Einsätze.

Benjamin Bellot schaffte es als einziger Spieler von RB Leipzig immerhin, bei allen Spielen dabei zu sein. 13mal stand er dabei auf dem Platz, 21mal musste er auf der Bank sitzen und seinem Torwartkollegen Fabio Coltorti beim Kicken zugucken. Diego Demme und auch etwas überraschend Stefan Hierländer standen in immerhin 33 Partien zumindest im Kader.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2015/2016

Schon seit 12 Tagen kann RB Leipzig auch rechnerisch nicht mehr aufsteigen und schaut sich das sportliche Treiben in der zweiten Liga als entspannter Zuschauer an. Nicht ganz so entspannt dürften die Tage für Ralf Rangnick sein, der mitten im intensivsten Teil der Kaderplanung bzw. der Fixierung von Verträgen mit interessierten Spielern stecken sollte. Nicht zu vergessen, dass er auch noch einen Trainer vorstellen muss, der ihm den Kader in der nächsten Saison betreut.

Im Gegensatz zu den zwei Sommerpausen zuvor gibt es in diesem Jahr kadertechnisch doch einige Baustellen, viele Fragezeichen und auf Zugangs- und Abgangsseite mehr als genug zu tun. Das fängt bei den Leihspielern an, von denen kaum einer für die kommende Saison eine Rolle im RB-Kader spielen wird und für die es entsprechend entweder neue Leih- oder finale Abgangslösungen geben muss.

Gleich fünf von insgesamt 10 Leihspielern haben Verträge mit RB Leipzig, die Ende 2016 auslaufen. Sprich, bei allen diesen Spielern müsste der Vertrag erst einmal verlängert werden, wenn man denn neue Leihoptionen im Kopf hat. Nicht zutreffen dürfte dies auf Matthias Morys, Clemens Fandrich und Mikko Sumusalo, bei denen es darum geht, dass RB Leipzig für sie Lösungen finden muss, die einen endgültigen Abgang ermöglichen. Alle drei sind bei ihren aktuellen Leihvereinen Großaspach, Aue und Rostock gut aufgehoben. Bei Fandrich und Sumusalo stellt sich nur die Frage, was mit ihnen bei Abstieg ihrer jetzigen Clubs passiert.

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25.Spieltag – 2.Bundesliga 2014/2015

Die zweite Liga könnte ja als Anschlussliga an die große Fußballwelt vor allem auch eine Ausbildungsliga sein. Nimmt man nur mal die Aufstellungen des letzten Wochenendes löst sich dieses Versprechen nicht wirklich ein. Im Schnitt waren die Zweitligaspieler am 24. Spieltag ein reichliches halbes Jahr jünger als ihre Kollegen in der Bundesliga. Nicht wirklich weltbewegend.

Im Fall der Fälle ist auch in der zweiten Liga (auch weil es tabellarisch meist relativ eng zugeht) den Beteiligten das Hemd des Nichtabstiegs oder des lockenden Aufstiegs wesentlich näher als der Rock der Spielerentwicklung. In Darmstadt reist man sehr gut mit der Taktik, eher auf Profis irgendwo zwischen Mitte und Ende 20 zu setzen. Auch Teams wie Karlsruhe und Frankfurt geht es mit alterstechnisch eher gediegeneren Fußballern recht gut.

Neben der Frage der sportlichen Ziele, die gerade unter Druck mit einer jungen Mannschaft auch mal verfehlt werden können, ist Jugendlichkeit natürlich auch etwas, was sich die Vereine leisten können müssen. Der Marktwert junger Talente ist im Normalfall recht hoch. Sodass das Paket aus Gehalt und möglicherweise sogar Ablöse für viele nur schwer stemmbar ist. Wenn man die Spieler nicht gerade aus dem eigenen Nachwuchs holt oder sich von Bundesligisten leiht.

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Schwieriges Wintertransferfenster?

Neulich irgendwo die These gelesen (im rasenden Informationsfluss ist sowohl Quelle als auch Thesenformulierer verloren gegangen), dass Wintertransfers im Gegensatz zu Sommertransfers normalerweise nicht so gut einschlagen würden, weil der Markt meistens keine guten Transfers hergebe und man oft eher aus der Not heraus einkaufe.

Klingt erst mal plausibel, ließ meinerseits aber gleich im Hinterkopf die Transfers bei RB Leipzig durchrattern und sie daraufhin abklopfen, ob sie gute oder eher nicht so gute Wintertransfers gewesen sein mögen. Nimmt man mal das formale Kriterium Einsatzzeit als Maßstab und teilt die Transfers in jene, die in ihrer Zeit bei RB Leipzig mehr als 50% der Einsatzzeit bestritten, sich also durchsetzen konnten und jene, die weniger Einsatzzeit bekamen, sich also nicht in der Stammelf durchsetzten, dann waren 42% aller Wintertransfers (fünf von zwölf) gelungene.

Diego Demme und Georg Teigl stehen dort aus der Transferperiode von vor einem Jahr auf der positiven Habenseite. Niklas Hoheneder und auch ein Roman Wallner sind bereits drei Jahre her und Thiago Rockenbach sogar schon vier. Die letzten drei wurden also in der Vor-Rangnick-Zeit geholt.

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