Schlagwort-Archive: Stefan Kutschke

21.Spieltag – 2.Bundesliga 2015/2016

Lange ist sie noch nicht her, die Winterpause in der zweiten Liga. Noch kürzer zurück liegt der Überblick über die Neuzugänge in der zweiten Liga hier im Blog. Dem heute noch als Abschluss über die Winterpausenaktivitäten ein Überblick über die Abgänge folgen soll.

Insgesamt 52 Spieler, im Schnitt pro Club reichlich 2,8,  verließen die Vereine aus den verschiedensten Gründen. Vom festen Wechsel über die Leihe bis hin zur Vertragsauflösung war alles dabei. Nicht mitgezählt werden dabei Spieler, die im Winter nach Leihe zurückkamen und gleich weiterwechselten oder verpflichtet und gleich weiterverliehen wurden.

Neben zwei Beendigungen von Leihgeschäften und entsprechender Rückkehr der Spieler zum Bundesligisten (Thommy, Schröter) und einem Wechsel in den Bundesliganachwuchs (Hober zum BVB II) gab es auch drei ‚echte‘ Wechsel aus der zweiten Liga in die Bundesliga.

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Throwback KW 21 bis 28

Lange hier im Blog nicht mehr auf die Zeit vor fünf Jahren zurückgeblickt. Eine Zeit, die wie manchmal bei RB Leipzig erst nach Saisonende so richtig spannend wurde. Zum Abschluss der ersten Vereinsspielzeit, an deren Ende man überlegen in die Regionalliga aufstieg, hatte man noch durch ein spätes Gegentor von Stephan Neigenfink (zuletzt beim VfL Halle in der fünften Liga aktiv) gegen den FC Sachsen Leipzig mit 1:2 verloren.

Es waren die einzigen beiden Gegentore und die einzigen Punktverluste in vier Liga-Derbys gegen Lok und FC Sachsen. Im Schnitt mehr als 10.000 Zuschauer wollten damals die sechs Stadtduelle in der fünftklassigen Oberliga sehen. Handgeschätzt drückten dabei im Schnitt 7.000 bis 8.000 Zuschauer Lok die Daumen, 5.000 bis 6.000 dem FC Sachsen und 2.000 bis 3.000 RB Leipzig. Für einen neugegründeten Verein wie RB gar keine schlechten Zahlen, die schon einen ersten Hinweis gaben, in welche Richtung es künftig gehen sollte.

Das Spiel gegen RB Leipzig war einer der letzten Tage, an dem man beim FC Sachsen noch was zu feiern hatte, denn ein Jahr später zog sich der Verein aus dem Spielbetrieb zurück. An diesem Tag feierte man sich noch mal selbst und den Triumph über das finanziell und sportlich überlegene U-Boot. Der damals noch durchaus RB-kritische MDR (glaubt man heutzutage gar nicht mehr) überschlug sich im Kommentar zum Spielbericht fast beim Rufen des Namens Neigenfink.

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Sturmfragen

Veränderung im Kader ist seit spätestens einem Jahr verstärkt zentraler Begleiter bei RB Leipzig. Besonders deutlich wird dies im Sturm, wo in der kommenden Saison mit Yussuf Poulsen lediglich ein Spieler übrig bleiben wird, der auch schon in der dritten Liga Einsätze bei RB Leipzig gesammelt hat. Zusammen mit Terrence Boyd bleiben noch zwei übrig, die schon vor einem Jahr mit Leipzig die zweite Liga in Angriff nahmen.

Verbrannt hat man seitdem mit Ante Rebic, Yordy Reyna und wahrscheinlich auch Omer Damari drei Neuzugänge mit einem Marktwert von aktuell zusammen irgendwas jenseits der 7 Millionen, also ungefähr einem Viertel des Gesamtkadermarktwertes von RB Leipzig am Ende der Zweitligasaison. Verbrannt hat man auch Kapitän Daniel Frahn, dem man keine zweite Chance zum Ankommen in der zweiten Liga geben wollte bzw. konnte, sodass Frahn nach fünf Jahren voller beeindruckender Zahlen nun in Heidenheim sein Glück versucht.

Über die Jahre gesehen haben sich bei RB Leipzig im Sturm einige Spieler versucht, von denen viele nicht glücklich wurden. Carsten Kammlott, einst für viel Geld und mit viel Vorschusslorbeeren geholt, ist auch an der Erwartungshaltung gescheitert. Ein Nico Frommer an seinen Verletzungen. Ein Jochen Höfler an der Ungeduld der Verantwortlichen. Ein Christian Reimann an seinem unzureichenden Potenzial. Ein Roman Wallner an sich selbst und an fehlendem Integrationswillen seiner Kollegen. Ein Matthias Morys an seinen Leistungen. Ein Denis Thomalla an übergroßer Konkurrenz. Und ein Tom Nattermann und vorerst auch ein Federico Palacios Martinez an fehlenden Einsatzzeiten.

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Umbruchsituation a.k.a. keine Führungsspielerdebatte

Meine Meinung zum Thema Typen und Führungsspieler ist klar. Und das schon seit 10 Jahren. Das ist meiner Meinung nach völlig überschätzt, das Thema. Du brauchst keine Bad Guys in der Mannschaft, an die du dich anlehnen kannst. Wir müssen die Mannschaft dahin entwickeln, dass jeder der 11, die auf dem Platz stehen, weiß, dass er Führungsaufgaben hat. Die Zeiten, wo man glaubte, man braucht diese Typen, die die Mannschaft führen, die sind schon lange vorbei. (Ralf Rangnick vor dem Spiel gegen Sandhausen in der Pressekonferenz.)

Das Thema Führungsspieler ist ein eher mühseliges. Schon allein deswegen, weil man im nicht selten über völlig unterschiedliche Dinge redet. Nimmt man es extrem, dann werden mit Führungsspieler jene gemeint, die wie van Bommel gelbe Karten sammelnd durchs Mittelfeld flogen. Auf dieses Extrem bezogen, macht es tatsächlich nicht erst heute wenig Sinn über Führungsspieler zu reden.

Andererseits gab es auch immer die Spieler, die vor allem in engen Situationen sichtbar blieben. Michael Ballack war so einer, der vor allem gerne Führungstore erzielte. Auch ein Daniel Frahn war noch vor nicht allzu langer Zeit dafür bekannt, dass er besonders gern und überdurchschnittlich oft zum 1:0 traf. Egal wie man sie nennen mag, es gibt in jedem Fall die Spieler, die sich unter Druck besonders wohl fühlen und vor allem auch wohler als andere.

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Schwieriges Wintertransferfenster?

Neulich irgendwo die These gelesen (im rasenden Informationsfluss ist sowohl Quelle als auch Thesenformulierer verloren gegangen), dass Wintertransfers im Gegensatz zu Sommertransfers normalerweise nicht so gut einschlagen würden, weil der Markt meistens keine guten Transfers hergebe und man oft eher aus der Not heraus einkaufe.

Klingt erst mal plausibel, ließ meinerseits aber gleich im Hinterkopf die Transfers bei RB Leipzig durchrattern und sie daraufhin abklopfen, ob sie gute oder eher nicht so gute Wintertransfers gewesen sein mögen. Nimmt man mal das formale Kriterium Einsatzzeit als Maßstab und teilt die Transfers in jene, die in ihrer Zeit bei RB Leipzig mehr als 50% der Einsatzzeit bestritten, sich also durchsetzen konnten und jene, die weniger Einsatzzeit bekamen, sich also nicht in der Stammelf durchsetzten, dann waren 42% aller Wintertransfers (fünf von zwölf) gelungene.

Diego Demme und Georg Teigl stehen dort aus der Transferperiode von vor einem Jahr auf der positiven Habenseite. Niklas Hoheneder und auch ein Roman Wallner sind bereits drei Jahre her und Thiago Rockenbach sogar schon vier. Die letzten drei wurden also in der Vor-Rangnick-Zeit geholt.

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Transfer(gerüchte): Demme, Palacio-Martinez, Sumusalo, Kutschke

Voll erwischt hat es die (Medien-)Welt rund um RB Leipzig in den letzten Tagen in Sachen Transfergerüchte. Die örtlichen und überregionalen Tageszeitungen warfen diverse neue Namen und Behauptungen auf den Markt über die sich dann Leute, die sich dafür interessieren, den Kopf heiß diskutieren. Keinen Sinn hätte es, sich mit allen Namen und Gerüchte hier an dieser Stelle zu beschäftigen. Dafür empfehle ich die Gerüchtebox in der Seitenleiste, die bei Interesse mit weiterführenden Infos verlinkt ist.

Sinn macht es aber, sich vier Namen vom Transferkarussell zu picken, die bereits verpflichtet wurden oder mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kommen werden. Mikko Sumusalo ist als Neuzugang bereits direkt nach dem Halle-Spiel kurz vor Weihnachten bestätigt worden. Dass Diego Demme in Leipzig spielen wird, hat Padaborn-Manager Michael Born der hiesigen BILD-Zeitung verraten [Update: inzwischen wurde der Transfer offiziell bestätigt]. Bei Federico Palacio-Martinez war es Wolfsburgs Manager Klaus Allofs, der dies bereitwillig ausplauderte [Update 08.01.2014: Der Transfer noch in der Winterpause wurde inzwischen offiziell bestätigt]. Bei beiden Spielern steht die offizielle Bestätigung durch RB Leipzig noch aus.

Die meistdiskutierte Personalie trifft allerdings einen alten Bekannten. Nämlich Stefan Kutschke, dessen möglichen Wechsel von Wolfsburg zurück nach Leipzig die LVZ seit einigen Wochen schon mit immer neuen Spekulationen und Berichten anheizt. Und damit eine hitzige Debatte über das Für und Wider eines solchen Transfers ausgelöst hat. Fakt ist, dass keine Seite, weder Kutschke, noch RB Leipzig und auch nicht Wolfsburg eine Wechselmöglichkeit dementiert hat. Fakt ist auch, dass RB Leipzig und Kutschkes Berater im Kontakt miteinander stehen und RB eine realistische Option ist. Sodass ein Wechsel potenziell möglich ist. Weswegen das Konglomerat an Argumenten an dieser Stelle einmal aufgedröselt und dann geschwiegen wird, bis die Transferperiode mit oder ohne Kutschke-Wechsel endet.

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Auf ein Neues in 2014

Keine drei Wochen sind es mehr, bevor es in der dritten Liga mit dem 22.Spieltag weitergeht. Und in den letzten 17 Ligaspielen am oberen Ende der Tabelle geklärt wird, welche zwei Teams sicher aufsteigen und wer zusätzlich noch in die Relegation darf bzw. je nach Sichtweise auch muss.

Drei Wochen, darin drückt sich auch einer der vielen schönen Seiten der dritten Liga aus. Nämlich dass es nach der Winterpause nicht so ein zähes Gewarte wie noch in der Regionalliga gibt, sondern man relativ zügig weitermacht. Wobei dies auch abhängig sein wird von den Wetterverhältnissen, denn der Logik der Wahrscheinlichkeit folgend, kommt der bisher ausgebliebene Winter noch und dürfte dann wohl auch einige Drittligaspiele kippen, da man davon ausgehen kann, dass auch in diesem Jahr die Rasenheizungen an der einen oder anderen Stelle aus Kostengründen gar nicht erst benutzt werden (so es denn eine gibt).

Der Auftakt am 25.01.2013 gegen Burghausen dürfte davon aber nicht betroffen sein. Denn dieser findet in der heimischen Red Bull Arena statt. Wobei man in Bezug auf die Winterfestigkeit des Bauwerks seit der Absage des Spiels gegen Lok vor einem knappen Jahr vorsichtig sein muss..

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Kaderschmiede RB Leipzig 2014

Letztlich scheint hinter der Kaderplanung ein Zweijahresplan für die dritte Liga zu stecken. Für das erste Jahr hat man einige Perspektivspieler verpflichtet, die in Verein und Zornigers System erst ankommen müssen. Tun sie das schnell, dann ist eventuell schon im ersten Jahr der Aufstiegskampf drin. (Kaderschmiede 2013/2014)

Sieben Spieler holte RB Leipzig im Sommer. Bis auf Willers (61 Drittligaspiele) hatte keiner davon relevante Drittliga- oder Bundesligaerfahrung. Bis auf Willers waren alle Spieler (Luge, Jung, Thomalla, Poulsen, Papadimitriou, Kimmich) vom Alter und Entwicklungsstand her talentierte Spieler, bei denen unklar war, wie sie ihr Potenzial kurzfristig abrufen. Keine fünf Monate später weiß man, dass zumindest Poulsen und Kimmich zu 100% funktionieren und kaum noch wegzudenken sind, während bis auf Papadimitriou alle anderen in unterschiedlicher Qualität ihre Rollen gefunden haben.

Fünf Monate später weiß  man auch, dass der erste Schritt im Umbau des Kaders zu einem mit Zweitligaqualität alles in allem ganz ordentlich funktioniert hat. Was sich auch im aktuellen Platz 2 in der Drittligatabelle ablesen lässt. Selbst bei zwei noch ausstehenden Rückrundenspielen bis zur Winterpause kann es unterm Weihnachtsbaum für RB Leipzig nicht mehr schlechter werden als Platz 3. Was man zum Saisonstart im Juli und den damaligen, vielen Unklarheiten (wie funktionieren die Neuzugänge, wie fängt man die fehlende Sommerpause auf, wie gelingt der Anpassungsprozess an die dritte Liga) nicht unbedingt erwarten musste.

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3.Liga: RB Leipzig vs. SC Preußen Münster 2:2

Nach dem Spiel von RB Leipzig gegen Preußen Münster kann man sich trefflich darüber streiten, ob das Glas nun halb voll oder halb leer ist. Denn einerseits hat RB Leipzig ein gutes Spiel gemacht und gegen einen Topfavoriten einen Punkt geholt. Andererseits war man über weite Teile des Spiels das wesentlich gefährlichere und bessere Team und schenkte die verdienten drei Punkte  durch Unaufmerksamkeiten (bzw. in ‚Trainer- und Spielersprache durch Passivität im Spiel gegen den Ball) ab, die Münster mit viel individueller Klasse zu zwei Toren nutzt.

Klar, man hat nun vier Punkte aus den ersten zwei Spielen (und ist in der bisherigen Vereinsgeschichte – Achtung nicht so ernst gemeinter Funfact – sogar immer aufgestiegen, wenn man in den ersten zwei Spielen vier Punkte holte) und das ist angsichts des Auftaktprogramms aller Ehren wert. Und angesichts der Leistung weiß man nun endgültig, dass RB Leipzig mit allen Teams dieser Liga mithalten und gegen sie gewinnen kann. Und trotzdem bleibt dieses leise Hadern, dass man doch auch die Punkte mitnehmen sollte, für die man so viel investiert und die man sich eigentlich verdient hat. Denn es ist ja immer noch Fußball und Punkte, die man nicht hat, hat man nicht, egal wie gut man gespielt hat.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Regionalliga 2012/2013

Nicht untergehen soll im Nachgang der Regionalligasaison, die angesichts der Schnelllebigkeit des Fußballgeschäfts fast schon unerinnerbar weit weg erscheint, der obligatorische Blick auf den Kader und jene Spieler, die in diesem agierten. Geordnet nach Positionen auf dem Feld und innerhalb dieser geordnet nach Einsatzzeiten. (Anmerkung: die Zahlen in der Klammer hinter den Spielern beziehen sich ausschließlich auf Regionalligaspiele.)

Tor

Fabio Coltorti (32 Jahre, 26 Spiele, 2340 Minuten): Hatte in der Hinrunde die Herzen der Anhänger im Hechtsprung erobert. In der Rückrunde war er weiter der verlässliche Rückhalt, bei dem vor allem die Präsenz auf dem Platz beeindruckt. Trotzdem wurde es alles in allem etwas ruhiger um seine Person. Anfang Mai wurde er von einem Magen-Darm-Virus dahingerafft und er machte von den letzten acht Spielen nur noch vier. Fabio Coltorti blieb über die gesamte Rückrunde ein nahezu fehlerloser Rückhalt, eine sichere Nummer 1, der am Ende durch die Erkrankung etwas die Puste auszugehen schien. Trotzdem war Coltorti immer und absolut zurecht unumstritten und wird dies auch im kommenden Jahr bleiben. Kaderrückblick RB Leipzig: Regionalliga 2012/2013 weiterlesen