Schlagwort-Archive: Yussuf Poulsen

2.Bundesliga: SpVgg Greuther Fürth vs. RB Leipzig 1:2

Das letzte Spiel von RB Leipzig im Jahr 2015 fand in Fürth statt. Und setzte den I-Punkt auf sehr gute erste 19 Spieltage der Saison 2015/2016. Durch ein verdientes, in der Entstehung aber verrücktes 2:1 geht RB Leipzig als Tabellenführer in die Winterpause und hielt acht Punkte Vorsprung auf Nürnberg auf Rang 3.

Ins Spiel gestartet waren die Gäste gegen in der Zentrale spielstarke Fürther nicht überraschend mit einem verstärkten Mittelfeld und entsprechend Diego Demme als zusätzlichem Sechser neben Stefan Ilsanker. Davie Selke musste dafür auf der Bank Platz nehmen, sodass Yussuf Poulsen alleinige Spitze blieb, nachdem er in den letzten zwei Wochen mit guten Leistungen für sich geworben hatte. Durch den Wechsel liefen die RasenBallsportler wieder in einem 4-2-3-1 auf, statt wie letzte Woche im sehr offensiven 4-1-3-2.

Bei der SpVgg Greuther Fürth ersetzte der zuletzt gesperrte Goran Sukalo den diesmal gesperrten Andreas Hofmann in der Mittelfeldzentrale. Zudem musste der etwas formschwache Tom Weilandt auf der Außenbahn für den agilen Stephan Schröck Platz machen.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2016

Ein Spiel noch bis zur Winterpause, in der dann ab dem 01.01.2016 die Transferperiode II, wie es im Fußballbeamtendeutsch so schön heißt, beginnt. Also jene Zeit beginnt, die den ganzen Januar dauert und in der noch mal Spieler von A nach B wechseln und Millionen verbrannt oder auch gut angelegt werden können.

Bei RB Leipzig hieß es in den letzten Wochen in Bezug auf die kommende Winterpause immer, dass man es eher ruhig angehen wird und gar nicht wirklich Neuzugänge plane. Nun ja, rund um den RasenBallsport mag man viele Sachen glauben. Dass eine ganze Wintertransferperiode lang kein Neuzugang zu verzeichnen ist, gehört aber ziemlich gewiss nicht dazu. Auch wenn es nicht immer so spektakulär zugehen mag wie letzte Saison, als man für Damari und Forsberg im Winter mal eben 10 Millionen Euro auf den Tisch legte.

Wie sehr man sich um Zugänge bemüht, wird auch davon abhängen, wie viele Spieler im Winter Bedarf anmelden, ihre unbefriedigende Situation im Kader gegen einen Spielzeit woanders einzutauschen. Faustformel dafür, ist das untere Drittel in der Liste der Einsatzzeiten abzuklappern.

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Jetzt geht wieder alles von vorne los

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen den FSV Frankfurt (13.12.2015, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Yussuf Poulsen.]

Noch vor der Winterpause beginnt nun also die Rückrunde und alles geht in der zweiten Liga wieder von vorne los. Zumindest was die Gegner angeht, denn tabellarisch hat sich das Feld seit Beginn der Saison nun doch einigermaßen in entsprechende Zonen aufgeteilt. Wobei es (wenn man von Freiburg, Leipzig und Duisburg absieht) für viele Teams immer noch einfach ist, von oben nach unten und von unten nach oben zu rutschen.

Auf RB Leipzig wartet im ersten Spiel der Rückrunde der FSV Frankfurt und damit das zweite Aufeinandertreffen mit Ex-Coach Tomas Oral. Bei dessen Rückkehr in die Red Bull Arena sind übergroße, sentimentale Aufwallungen nicht zu erwarten. Zu wenig prägend war das Oral-RB-Jahr bis auf die (auch beim FSV zu sehenden) kurzen Ecken trotz erstmaliger Qualifikation für den DFB-Pokal.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. MSV Duisburg 4:2

Wenn das Spiel des Zweiten gegen den in den vergangenen Spielen defensivstarken Tabellenletzten ansteht, erwartet man ein mühsames Spiel, bei dem vor allem die Frage steht, ob der Favorit den gegnerischen Abwehrverbund irgendwann geknackt kriegt. Dass man schließlich ein in Sachen Spielverlauf schwer zu toppendes 4:2 zu sehen bekommt, bei dem der Underdog eine verdiente, aber bittere Niederlage kassiert, ließ zumindest die Anhänger des Heimteams mit etwas zu hohem Puls, aber beseelt nach Hause gehen.

In die Partie gegangen war RB Leipzig mit Yussuf Poulsen für Dominik Kaiser. Was die offensive Ausrichtung des Teams noch mal deutlich erhöhte, wenn man bedenkt, dass mit Sabitzer neben den beiden Stürmern Selke und Poulsen noch einer auf dem Platz stand, der vornehmlich in Offensivaktionen am Strafraum denkt. Dazu Forsberg, ein Diego Demme mit vielen offensiven Freiheiten und zwei mitspielende Außenverteidiger. Viel mehr Offensive geht nicht.

Der MSV Duisburg versuchte es auf der anderen Seite nachvollziehbarerweise mit einer etwas defensiveren Formation. Kingsley Onuegbu, bisher mit optimaler Quote von zwei Toren aus zwei Spielen gegen RB Leipzig, musste auf die Bank. Dennis Grote kehrte nach Sperre ins Team zurück. Giorgi Chanturia blieb etwas überraschend im Team und kam über rechts, während Thomas Bröker Zlatko Janjic zentral-offensiv unterstützen sollte.

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Zwischen Zufriedenheit und leichtem Zweifeln

Fußballerisch ist RB Leipzig inzwischen auf einem guten Weg und hat in den letzten Wochen einiges richtig gemacht. Das spiegelt sich in vielen Dingen optisch und statistisch wider. Es beginnt zusammenzuwachsen, was von der individuellen Qualität her hervorragend ist, auch wenn sich das in den letzten fünf Spielen nicht in dazu passender Punkteausbeute niederschlug. Insgesamt fehlt es dem Team noch bei allen spielerischen Qualitäten an Abgeklärtheit und Stabilität. Sowohl im Defensivverhalten, als auch im Verwalten von Führungen und im konsequenten Ausspielen von Offensivsituationen. Im Gegensatz zu spieltaktischen Abläufen ist Abgeklärtheit schwierig zu trainieren (wobei spieltaktische Abläufe sicherlich eine wichtige Stütze für abgeklärtes Auftreten sind) und Teil einer Entwicklung, die schlicht Zeit braucht. Die aktuellen Probleme hinsichtlich der Stabilität verdeutlichten sich beim Spiel gegen Nürnberg in einem 60 bis 75 Minuten lang souveränen Auftreten und einem anschließenden Fast-Zusammenbruch. Man wird nach der Länderspielpause sehen, ob das Pendel künftig stärker Richtung Souveränität oder weiterhin oft Richtung fehlender Abgeklärtheit ausschlägt. (Auf gutem Wege, Bilanz nach 10 Spieltagen)

Fünf weitere Pflichtspiele hat es mit Beteiligung von RB Leipzig seit der letzten Länderspielpause gegeben. Neun Punkte hat man in vier Ligaspielen gesammelt. Nur Karlsruhe kommt mit zehn Zählern auf einen höheren Wert. Klingt erst mal ganz gut, so richtig weiß man aber immer noch nicht, in welche Richtung das Pendel ausschlägt. Denn 5:7  Tore in vier Ligaspielen plus einem Pokalspiel in den letzten Wochen verweisen auch darauf, dass man von Souveränität doch ein ganzes Stück entfernt ist.

Selbst wenn man von den 5:7 Toren die 0:3-Niederlage im Pokal in Unterhaching als Ausrutscher und Freakspiel mit einer auf zu vielen Positionen umgebauten Mannschaft (die aber trotzdem nicht auf diese Art verlieren darf) abzieht, bleiben 5:4 Tore in vier Ligaspielen, die auf eine gewisse offensive Ineffektivität und defensive Instabilität verweisen. Dies gilt vor allem, wenn man betrachtet, auf welchen Torschussbilanzen die Torstatistik beruht.

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Potenzial sucht Effektivität

Letztes Jahr im Juni gab Red Bull Salzburg die Verpflichtung des damals 20jährigen Massimo Bruno bekannt. Einen Fünfjahresvertrag gab es für den Belgier. Eine mittlere einstellige Millionensumme hat Ralf Rangnick für ihn damals wohl hingeblättert. Mit der Idee, dass in den fünf Vertragsjahren Bruno einerseits sportlich zurückzahlt und sich so entwickelt, dass bei einem eventuellen Weiterverkauf wirtschaftlicher Zahltag wäre.

Ein paar Wochen nach der Verpflichtung wurde bekannt, dass Bruno eigentlich von RB Leipzig gekauft und nur an Salzburg verliehen wurde. Ralf Rangnick meinte damals zu Brunos Situation: „Sollte Leipzig tatsächlich schon diese Saison in die Bundesliga aufsteigen, ist es vorstellbar, dass er nächstes Jahr in Leipzig spielt. Wenn nicht, ist es selbstverständlich auch möglich – und das sieht der Spieler auch so – dass er dann noch ein Jahr in Salzburg bleibt.“

In diesem Sommer, also ein Jahr später war der Verbleib in Salzburg offenbar keine Option mehr. Trotz  der Tatsache, dass Leipzig weiterhin in der zweiten Liga spielt. Bruno selbst flirtete ein wenig mit der spanischen, ersten Liga, um den von ihm angestrebten Weg in eine europäische Topliga gehen zu können. Am Ende setzte sich seine Vertragslage durch und er landete in Leipzig.

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Ein bisschen mehr Darmstadt wagen

Sinngemäß hatte Ralf Rangnick in der Pressekonferenz vor dem Spiel bei 1860 München von seinen Spielern gefordert, dass man bei Fouls nicht versuchen solle, auf den Beinen zu bleiben, sondern fallen müsse, um auch den entsprechenden Pfiff zu kriegen. Was irgendwie nach einer unfairen Anweisung klingt, ist eher das konsequente Eingehen auf so etwas wie die moderne Fußballlogik und Schiedsrichterlinie.

Man nehme prototypisch eine Szene aus dem Freiburg-Spiel, als Davie Selke im Strafraum bei einer Flanke (es möge auch ein Standard gewesen sein) von hinten von seinem Gegenspieler mit einem Arm deutlich umklammert und festgehalten wird. An den Ball, der durchaus in Selkes Richtung unterwegs war, konnte der Angreifer deshalb nicht entscheidend herankommen.

Einen (Elfmeter-)Pfiff gab es in dieser Situation nicht. Natürlich nicht möchte man hinzufügen, auch wenn die Aktion irgendwo im Mittelfeld wohl durchaus in einigen Fällen gepfiffen worden wäre. Denn für ein Foul fehlte ja das Hinfallen. Angesicht des sichtbar und eher fest denn locker um den Gegner geschlungenen Arms wäre ein Elfmeterpfiff schon sehr viel wahrscheinlicher gewesen, wenn Selke dem Druck des Arms folgend nach hinten umgefallen wäre.

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Synchrontänzer

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim 1.FC Heidenheim (18.09.2015, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Yussuf Poulsen. Ab 13 Uhr.]

Ein bisschen was von Murmeltier hat es ja schon. Vor einem knappen Jahr trafen sich die damaligen Aufsteiger Heidenheim und Leipzig in Sachsen zu ihrem ersten Zweitligaduell. Zweiter gegen Vierter hieß es damals. Ein 1:1 stand am Ende des Montagsspiels auf der Anzeigetafel. Diesmal trifft man sich zwei Spieltage früher in Heidenheim. Wieder ist das Duell Fünfter gegen Vierter eine Art Spitzenspiel, bei dem der Sieger Anschluss an die direkte Tabellenspitze halten kann.

Es ist die dritte Saison am Stück, die Heidenheim und Leipzig in derselben Liga verbringen. Mit keinem anderen Team verbindet die RasenBallsportler aktuell so viel. 2013/2014 rasten beide Teams gemeinsam durch die dritte Liga und stiegen am Ende punktgleich und direkt auf. In der vergangenen Saison trennten dann beide Teams bei unterschiedlichen Saisonverläufen zum Schluss gerade mal vier Punkte. 32 Punkte sammelten Heidenheim und Leipzig bisher in 21 Ligaspielen im Jahr 2015. Jeweils 11 Punkte stehen in der aktuellen Spielzeit zu Buche. Mehr an Synchrontanz können zwei Fußballteams wohl über jetzt schon reichlich zwei Spielzeiten nicht bieten. Zumal auch in der Bilanz der direkten Aufeinandertreffen eine völlig ausgeglichene Bilanz von jeweils einem Sieg plus zwei Unentschieden steht (bei einem mehr geschossenen Tor für RB Leipzig).

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Kaderschmiede RB Leipzig 2015/2016 – Update 3

Schon seit einer Woche ist die Transferliste nun geschlossen und damit der Kader von RB Leipzig komplett (wenn man nicht irgendwann noch in Panik einen vertraglosen Spieler verpflichtet). Trotz der Tatsache, dass bis auf Joshua Kimmich keiner der letztjährigen Stammspieler den Verein verlassen hat, liegt eine bewegte Transferperiode hinter dem Verein.

Insgesamt zehn neue Spieler stehen im Profikader. Irgendwas zwischen sieben und acht davon mit einer relativ klaren Idee und auch realistischen Chance, nicht nur für die Bank verpflichtet worden zu sein. Der Kader hat also in der Qualität deutlich hinzugewonnen, wenn fast ausschließlich Spieler verpflichtet wurden, die sofort Stammelfchancen haben. Bedeutet aber auch, dass hier gerade ein erheblicher Umbruch in den gewachsenen, sportlichen Hierarchien des Teams stattfindet.

Zehn Neuzugängen stehen elf Abgänge entgegen, wenn man nur die Spieler zählt, die in der Rückrunde der vergangenen Saison in Leipzig gespielt haben. Dazu kommen noch mal acht Spieler, die verliehen waren und nach ihrer vertragsgemäßen Rückkehr nach Leipzig keine sportliche Chance mehr hatten und entsprechend mit neuen Vereinen versorgt werden mussten. Mit Sumusalo und Palacios Martinez fanden zwei den Weg in die hauseigene U23, der Rest verstreute sich über die Welt.

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Erwartbar unbefriedigend

Die Länderspielpause scheint noch in vollem Gange, dabei sind es auch nur noch vier Tage bis der Ligenbetrieb wieder startet und es für RB Leipzig mit dem Spiel gegen den SC Paderborn weitergeht. In den ersten fünf Spielen der Saison haben die RasenBallsportler acht Punkte gesammelt. Was ungefähr dem entspricht, was man auf dem Rasen an sportlichen Leistungen gezeigt hat. Vielleicht wären ein, zwei Punkte weniger auch angemessen gewesen, aber im Grunde spiegeln acht Punkte (die Hälfte der Liga hat zwischen sechs und acht Punkten) ziemlich genau einen durchwachsenen Saisonstart wieder.

Fünf absolvierte Spieltage sind natürlich noch zu wenig, um ernsthafte Prognosen für den weiteren Saisonverlauf abzugeben (zumal die Transferperiode gerade erst abgelaufen ist und am Ende einige Clubs noch mal Veränderungen vornahmen). Und acht Punkte sind kein Grund, um in Panik auszubrechen. Nur so für den Hinterkopf sollte man allerdings festhalten, dass bspw. in der vergangenen Saison jene Teams, die am Ende die ersten drei Plätze belegten, mit mehr als acht Punkten aus fünf Spielen in die Saison starteten und dass 1,6 Punkte pro Spiel, die acht Punkte aus fünf Spielen bedeuten, nach 34 Spieltagen in den letzten 20 Spielzeiten nur einmal zum dritten Platz reichten. Und das ist auch schon wieder eine ganze Weile her (Mainz 2003/2004).

Die Zahlen unterstreichen letztlich nur den Augenschein, dass sich RB Leipzig in den verbleibenden 29 Spielen wird steigern müssen, um das, was die Konkurrenz von ihnen und sie selber von sich erwarten, nämlich den Aufstieg, am Ende auch erreichen zu können. Im Moment ist man in Bezug auf das spielerische und spieltaktische Auftreten ein durchschnittliches Zweitligateam mit überdurchschnittlicher individueller Besetzung.

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