Schlagwort-Archive: Yussuf Poulsen

Bayernjäger, Bayernjäger. Hey, hey. (Oder so.)

Nach Aufstiegen von RB Leipzig wiederholt sich das Spielchen regelmäßig, dass der bundesweite Journalismus seine ‚Was mit der … (hier die jeweilige Liga einsetzen) oder dem deutschen Fußball nun passiert‘-Texte aus der Schublade holt.

In der Vergangenheit war der Unterton eher düster und es drohte der Untergang der Fußballkultur und der alteingesessenen Clubs. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga hat sich, abgesehen von den üblichen Verdächtigen von Christoph Ruf bis 11 Freunde, vor allem bei der bundesweit publizierenden Presse der Wind ziemlich gedreht.

Exemplarisch dafür die Welt, die vor drei Jahren, vor dem Aufstieg Leipzigs in die dritte Liga in einer kritischen Auseinandersetzung mit den RB-Vereinsstrukturen noch im düsteren Ton davon sprach, dass „der deutsche Fußball auch Rasenballsport Leipzig verkraften müssen wird“. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga titelte nun das selbe Blatt und derselbe Journalist vergleichsweise euphorisch, dass „RB Leipzig eine große Chance für die Bundesliga ist“.

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Kampf um das erste Aufstiegsendspiel

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Arminia Bielefeld (29.04.2016, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz ein Tag vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Yussuf Poulsen.]

Der drittletzte Teil der siebenteiligen Zweitligaschlusssequenz. Für RB Leipzig steht ein Heimspiel gegen Arminia Bielefeld an. Zwei Siege braucht man noch aus den letzten drei Spielen, so Verfolger Nürnberg nicht patzt, um direkt aufzusteigen und nicht in die Relegation zu müssen. Sodass man sich mit einem Sieg gegen Bielefeld ein erstes Aufstiegsendspiel zu Hause gegen den Karlsruher SC eine Woche später erspielen könnte. Wenn das nicht mal als lohnendes Zwischenziel durchgeht.

Das mit dem Siegen ist gegen Bielefeld allerdings so eine Sache, denn nur Freiburg, Leipzig, Nürnberg und Bochum haben bisher in dieser Saison seltener ein Zweitligaspiel verloren als die Arminia. Und nur das Toptrio hat seltener ein Spiel mit mindestens zwei Toren Differenz verloren.

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2.Bundesliga: 1.FC Kaiserslautern vs. RB Leipzig 1:1

Leipzig in Kaiserslautern. Kein einfaches Spiel für RB im Aufstiegskampf. Drei Punkte sollten her, um Nürnberg auf Distanz zu halten. 60 Minuten lang tat man alles für die Planerfüllung. In Unterzahl geriet man in der letzten halben Stunde dann aber doch noch mal unter Druck, verlor in einigen Szenen die Kontrolle und musste sich schließlich verdientermaßen mit einem Punkt begnügen. Der am Ende ja durchaus auch noch was Wert sein könnte.

RB Leipzig begann mit einer leicht veränderten Startelf. Marcel Halstenberg kehrt nach Gelbsperre wieder auf die Position des Linksverteidigers zurück. Und im zentralen Mittelfeld kam Diego Demme zurück in die Mannschaft, was mit einer Umstellung auf ein System mit einem Stürmer und entsprechend eine Aufstellung ohne Selke verbunden war. So entstand wieder ein 4-2-3-1, das in den letzten Wochen und Monaten meist besser funktionierte als das alternative 4-2-2-2.

Kaiserslautern auf der anderen Seite ohne Überraschungen bei der Aufstellung. Die letzte relevante Entscheidung betraf die Frage nach einem oder zwei Stürmern. Man entschied sich wie schon vor einer Woche für Bödvarsson als alleinigen Stürmer, der von Alexander Ring zentral aus dem Mittelfeld Unterstützung bekommen sollte. Das ganz formierte sich in irgendwas zwischen einem 4-4-1-1 und 4-2-3-1 mit Außenbahnspielern, die auch immer wieder im Spiel gegen den Ball relativ hoch anliefen.

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2.Bundesliga: Fortuna Düsseldorf vs. RB Leipzig 1:3

Endspiel Nummer 2 von 7 im Aufstiegskampf für RB Leipzig. Nach der Niederlage von Nürnberg gegen Duisburg die Chance, wieder sechs Punkte zwischen sich und Platz 3 zu legen. Am Ende gelang dies, weil man schwachen ersten 40 Minuten souveräne 50 weitere folgen ließ und lange starken Gastgebern mit zwei blitzsauberen Toren rund um die Halbzeit den Zahn zog.

In die Partie gegangen war RB Leipzig mit der offensiven Variante und entsprechend Massimo Bruno und nicht Stefan Ilsanker in der Startelf statt Rani Khedira. Dominik Kaiser rutschte im 4-2-3-1 bzw. gegen den Ball eher 4-2-2-2 auf die Doppelsechs neben Diego Demme. Bruno sollte offensiv Akzente setzen, was nur im überschaubaren Rahmen gelang.

Die Gastgeber ersetzten die gelbgesperrten Demirbay und Schmitz wie erwartet. Der Sechser Fink rückte auf die Zehnerposition und machte so auf der Sechs einen Platz für Sobottka frei. Die Kampfeslust in Spielerform Bellinghausen rutschte von der linken Offensivposition auf die linke Defensivposition, sodass Sararer offensiv wieder mitspielen durfte. Und Akpoguma ergänzte das 4-2-3-1 bzw. gegen den Ball 4-4-2 kurzfristig auf der Innenverteidigerposition, weil Madlung verletzt ausfiel.

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Davie Selke und/oder Yussuf Poulsen?

Davie Selke oder Yussuf Poulsen? Oder Davie Selke und Yussuf Poulsen? Die Frage, welcher Stürmer aufläuft, war die bisherige Saison über beständiger Begleiter. Bis zur Winterpause starteten beide noch in 6 von 19 Spielen Seite an Seite. Seitdem reichte es in neun Spielen nur noch für einen gemeinsamen Startelfeinsatz.

Dass die beiden nur selten zusammen auflaufen, kann auch nicht weiter erstaunen. Nicht nur, weil in den sieben Spielen mit gemeinsamen Startelfeinsätzen RB Leipzig im Schnitt nur 1,71 Punkte erzielte, was deutlich unter den 2,11 Punkten ist, die man eigentlich im Saisonschnitt holt.

Vielmehr als dies ist es schlicht unheimlich schwierig beide gleichzeitig im Team unterzubringen, wenn alle Spieler im Kader fit sind. Davie Selke ist auf eine Rolle als zentraler Stürmer festgelegt. Yussuf Poulsen könnte auch mehr und anderes und den zweiten Stürmer spielen oder das rechte Glied in der offensiven Dreierkette im 4-2-3-1 oder den rechten Zehner im 4-2-2-2. Allerdings gibt es für diese Positionen jeweils andere und besser ins System passende Spieler. Sabitzer als zweiter Stürmer beispielsweise und Bruno oder Kaiser als rechte Offensivkraft.

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2.Bundesliga: SC Freiburg vs. RB Leipzig 2:1

Schon schräg. Da steht das absolute Topspiel zwischen Freiburg und Leipzig an. Zwei Mannschaften, die Fußball spielen können und wollen. Zwei Offensivreihen mit vielerlei Qualität. Man darf sich darauf freuen, wie man sich bespielt und bearbeitet und nach spielerischen Lösungen sucht, um den Gegner zu knacken. Und dann schneit es in Freiburg, als müsste man die weißeste Weihnacht seit Jahren nachholen und aus dem avisierten TopSPIEL wird ein Fight, in dem alles gefragt ist, nur nicht das gepflegte Passspiel.

Die veränderten Bedingungen änderten nur wenig an den jeweiligen Formationen. Auf Freiburger Seite ersetzte in der Innenverteidigung Höhn den verletzten Torrejon, für den er schon letzte Woche in der zweiten Halbzeit in Bielefeld gekommen war. Bei RB Leipzig kehrt Halstenberg für Jung nicht unerwartet in die Partie zurück. Zudem ersetzte schon etwas überraschender Khedira den letzte Woche indisponierten Ilsanker im zentralen Mittelfeld.

Dank des Schneefalls und des vergleichsweise stark mit Schnee bedeckten Platzes gab es eigentlich nur ein sinnvolles Mittel. Irgendwie und ohne größere Umwege (sprich Ballverlustmöglichkeiten) die Kugel an den gegnerischen Strafraum bringen und dort entweder darauf hoffen, dass die Verteidigung nicht gut klären kann, weil der Ball komische Wege nimmt oder der Stand der Verteidiger nicht gut ist, oder den zweiten Ball gewinnen oder den Gegner, wenn der den Ball gewinnt, gleich mit der vordersten Linie am Sechzehner zu pressen und Ballgewinne zu provozieren.

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Kein Abtasten

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen Eintracht Braunschweig (07.02.2016, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Yussuf Poulsen.]

Sieben Wochen Winterpause neigen sich langsam dem Ende zu. Sieben Wochen, die allseits zur Erholung und zum Kräftesammeln genutzt werden konnten. Und wie immer in der Winterpause auch zum Austausch von Personal genutzt wurden.

Während sich dabei bei RB Leipzig nur sehr wenig geändert hat und nur zwei Spieler mit wenig Einsatzzeiten abgegeben wurden (Tim Sebastian und leihweise Zsolt Kalmár), war die Veränderung in Braunschweig qualitativ schon etwas prägnanter. Gerade in der Offenisve hat man sich doch einigermaßen deutlich verändert.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2016 – Update 1

Stell dir vor, das Transferfenster schließt und RB Leipzig hat keinen einzigen Spieler verpflichtet. War bis vor ein paar Wochen schwer vorstellbar, ist aber nun Realität geworden. Mit intensiven Umbaumaßnahmen am Kader war sowieso nicht zu rechnen, dass es am Ende gar kein Neuzugang wurde, ist dann doch ein wenig überraschend.

Nicht nur wurde kein neuer Spieler geholt, es wurden sogar noch zwei abgegeben. Mit Tim Sebastian verließ ein verlässlicher Spieler den Verein, der in der zweiten Reihe und als Teamplayer durchaus eine Lücke hinterlässt. Mit Zsolt Kalmár ist zudem einer leihweise gegangen, der Spielpraxis braucht (u.a. weil er im Sommer mit Ungarn zur EM fahren will), in Leipzig zumindest in der zweiten Liga eher keine gekriegt hätte und entsprechend aus reiner Kaderplanungsperspektive kein ganz so großer Verlust ist.

Übrig geblieben sind 21 Feldspieler und 3 Torhüter. Wenn man davon noch Terrence Boyd abzieht, der nunmehr seit 15 Monaten verletzt ausfällt und wohl auch für den Rest dieser Saison keine Rolle spielen wird, ist man bei 20 Feldspielern, also ungefähr bei Optimalkadergröße. Allerdings plant man mit Stefan Hierländer nur noch sehr peripher. Und auch Strauß und Gipson wird man eher bei der U23 als bei den Profis sehen. Was am Ende 17 Feldspieler macht, die im engeren Sinne Chancen auf einen Platz in der Startelf haben. Wobei darunter auch noch zwei, drei sind (Khedira, Quaschner und Jung oder Teigl zum Beispiel), die angesichts der Konkurrenz auch erstmal kaum über Jokerrollen oder erste Wahl bei Verletzungen oder Ausfällen von Konkurrenten hinauskommen dürften.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie 2.Liga 2015/2016 – Teil II

Weiter geht es mit der Saisonaufarbeitung. Diesmal mit Teil II der Betrachtungen zu den einzelnen Spielern des RB-Kaders. Nach den Torhütern und Verteidigern sind heute die Mittelfeldspieler und die Stürmer dran. Geordnet ist die Übersicht nach Positionen (Mittelfeld, Sturm) und innerhalb der Positionen nach Einsatzzeit..

Mittelfeld

Stefan Ilsanker (26 Jahre, 19 Spiele, 1599 Minuten): Im Mittelfeld (bzw. aushilfsweise auch mal in der Innenverteidigung) bekam mit Stefan Ilsanker ein weiterer Neuzugang die meiste Einsatzzeit. Als Leader des Teams erwünscht, hat sich Ilsanker immer stärker zur zentralen Person im defensiven Mittelfeld entwickelt. Besondere Stärke des Österreichers ist das Verteidigen nach vorn und die Balleroberung im Gegenpressing. Unheimlich gutes Auge dafür, wann es im Umschaltspiel des Gegners Sinn macht, selbst einen Schritt nach vorn zu machen und den Gegner zuzustellen bzw. im schnellen Spiel zu stören. Beste Zweikampfwerte aller Mittelfeldspieler, die meisten Ballkontakte im ganzen Team. Stefan Ilsanker ist sicherlich kein Spielmacher, der technisch beschlagen die gegnerischen Reihen zerspielt, aber er ist derjenige im Team, der die Lücken stopft und Balance im Spiel herstellt. Auch als alleiniger Sechser prima besetzt. Man sollte nur nicht den Fehler machen, ihn mit der pressingresisten Ballmaschine Joshua Kimmich zu vergleichen, das wäre unfair. Tut man das nicht erhält man ein unheimlich mannschaftsdienliches, unheimlich gut zur Spielidee passendes Mittelfeldpuzzlestück. Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie 2.Liga 2015/2016 – Teil II weiterlesen

Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2015

Die Winterpause ist in vollem Gange. Zeit, um auf die Hinrunde zurückzublicken. Bzw. auf die Spiele, die bis Weihnachten absolviert wurden. Zahlen rund um die bei RB Leipzig eingesetzten Spieler. Betrachtet werden nur die 19 Zweitligaspiele.

Eingesetzt wurden bei RB Leipzig bisher 22 Spieler. Das sind zwei weniger als zum selben Zeitpunkt der Vorsaison. Insgesamt kamen vier Spieler aus dem Profikader noch gar nicht zum Einsatz. Zum einen die beiden Ersatzkeeper Peter Gulacsi und Benjamin Bellot und zum anderen der Langzeitverletzte Terrence Boyd und der ebenfalls mit Verletzungen kämpfende Patrick Strauß.

Fabio Coltorti verpasste als einziger RB-Spieler keine Spielminute. Marcel Sabitzer kam neben Coltorti als einziger in allen 19 Spielen zum Einsatz und spielte im Schnitt 88 Minuten, war also auch fast durchgängig dabei. Dem am nächsten kommt noch Innenverteidiger Willi Orban, der einmal gelbgesperrt passen musste und in den anderen 18 Partien keine Spielminute verpasste.

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