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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2013/2014

Heute wieder mal ein Beitrag zum Rückblick auf die vergangene Drittligasaison. Im Mittelpunkt sollen dabei die individuellen Daten der Spieler stehen.

Im Saisonverlauf durften alle 29 Spieler, die einen Profivertrag bei RB Leipzig haben oder hatten, mindestens einmal das Spielfeld betreten. Christos Papadimitriou, der in der Winterpause nach Liefering wechselte, sich aber auch dort nicht durchsetzen konnte, steht mit 26 Einsatzminuten am Ende der Tabelle. Ganz oben thront Dominik Kaiser mit 3247 Minuten. Eine Zahl, die wohl auch Yussuf Poulsen erreicht hätte, wenn sein Wecker durchgehend funktionsfähig gewesen wäre und er einmal nicht wegen eines Einsatzes bei der dänischen U21 gefehlt hätte.

Ähnlich viel Einsatzzeit wie Dominik Kaiser, nämlich 88 Minuten pro Spiel, hatte auch Diego Demme, der erst in der Winterpause zum Team kam, sich aber (auch wegen der Verletzung von Henrik Ernst) sofort unersetzlich machte. Nimmt man die Minuten pro Spiel als Maßstab, ergibt sich als Stammformation für die Saison: Coltorti – Müller, Hoheneder, Willers, Heidinger – Kimmich, Sebastian, Demme – Kaiser – Poulsen, Frahn.

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Transfers: Teigl, Judt, Schulz, Papadimitriou, Kammlott

Zwei Wochen sind es noch bis das Transferfenster wieder schließt. Zumindest auf der Abgangsseite dürfte man bei RB Leipzig nach vier Wechseln durch sein. Wenn man mal davon ausgeht, dass sich bei Thiago Rockenbach nicht noch was tut. Wonach es akutell nicht aussieht.

Vier Spieler haben RB Leipzig also in den letzten Wochen verlassen. Wobei nur der Abgang von Bastian Schulz einigermaßen überraschend kam. Im vergangenen Jahr noch Aufstiegsgarant, kam Schulz in der aktuellen Saison gerade in der zweiten Hälfte der Hinrunde, also insbesondere nachdem Joshua Kimmich seine Verletzung auskuriert hatte, kaum noch zum Zuge. 25 Minuten in den letzten 10 Spielen vor der Winterpause bei vier Einsätzen waren sicherlich weniger, als sich der 28jährige Mittelfeldmann ausgerechnet hatte. Zumal er in den 11 Spielen davor immer auflaufen durfte, achtmal sogar von Beginn an. Mit drei Treffern zeigte er sich dabei, wie schon im Vorjahr, durchaus abschlussstark.

Bastian Schulz gehörte nach dem schweren Jahr unter Peter Pacult, der ihn überhaupt erst verpflichtet hatte, unter Zorniger, nachdem er sich ins Team gekämpft hatte, lange Zeit überraschend zu den prägenden Personen auf dem Platz, weil er ausgewogen Defensive und Offensive entpuppte und ein sehr gutes Auge für freie Räume hatte, entpuppte sich als wichtig für die Teamchemie und war wie man nach dem Aufstieg lernte auch mitentscheidend für die Stimmung beim Feiern. Man hätte sich einen Bastian Schulz gut als erfahrenen Backup für das Mittelfeld vorstellen können. Quasi eine Mittelfeldausgabe von Tim Sebastian. Nicht mehr allererste Wahl, aber immer sofort da, wenn man ihn mal, für wieviele Minuten auch immer, braucht.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie 3.Liga 2013/2014

Eine Woche noch bis Weihnachten. Zeit schon mal für erste Bilanzen. Und da die Hinrunde schon vor dem Münster-Spiel beendet war, bietet es sich umso mehr an, sich einmal anzuschauen, wo die 25 Spieler von RB Leipzig aktuell stehen und wie sie die letzten knapp fünf Monate seit Saisonbeginn verbracht haben. (Anmerkung: Der Rückblick ist geordnet nach Positionen auf dem Feld und innerhalb dieser geordnet nach Einsatzzeiten. Die Zahlen in der Klammer hinter den Spielern beziehen sich ausschließlich auf Drittligaspiele bis zum 19. Spieltag plus DFB-Pokalpartie.)

Tor

Fabio Coltorti (33 Jahre, 18 Spiele, 1540 Minuten): In seinem zweiten Jahr mit RB Leipzig bleibt Coltorti der gewohnt sichere Rückhalt, der sich vor allem dadurch auszeichnet, dass er kaum Schwächen hat und immer da ist, wenn man ihn braucht. Von seiner Persönlichkeit, Ausstrahlung und Physis her mit einer unheimlichen Präsenz im eigenen Strafraum räumt er alles ab, was sich ihm in den Weg stellt. Mit seiner Emotionalität hat er es schon auf drei gelbe Karten gebracht. Ein Innenbandriss stoppte ihn im 17.Spiel vorerst auf dem Weg zu einer für einen Keeper ungewöhnlichen Gelbsperre. Als Torwart hinter einer einer hoch agierenden und viel wegfischenden Abwehr bekommt er nicht viele Gelegenheiten, sich durch spektakuläre Taten auszuzeichnen oder durch zehn Glanzparaden am Stück, den Sieg festzuhalten. Wenn mal was auf den Kasten kommt, dann sind es oft gleich Großchancen, bei denen man als Torhüter nicht immer viel ausrichten kann. Was zu der ziemlich absurden Situation führt, dass Fabio Coltorti beim Kicker nur den achtbesten Notenschnitt aller Drittligakeeper aufweist. Das Los dessen, der kaum auffällt. Was für die Mannschaft vor dem Torhüter aber auch insgesamt ein Kompliment ist. Die brenzligen Situationen, die es zu lösen gilt, löst Coltorti aber auch meist mit viel Ruhe und Klasse (spontan fällt nur das 0:1 in Chemnitz ein, bei dem ein Coltorti-Fehler ein spielverlaufentscheidende Komponente hatte). Klare, sehr gute Nummer 1, die hoffentlich zu Rückrundenbeginn wieder voll da ist. Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie 3.Liga 2013/2014 weiterlesen

Kaderschmiede RB Leipzig 2014

Letztlich scheint hinter der Kaderplanung ein Zweijahresplan für die dritte Liga zu stecken. Für das erste Jahr hat man einige Perspektivspieler verpflichtet, die in Verein und Zornigers System erst ankommen müssen. Tun sie das schnell, dann ist eventuell schon im ersten Jahr der Aufstiegskampf drin. (Kaderschmiede 2013/2014)

Sieben Spieler holte RB Leipzig im Sommer. Bis auf Willers (61 Drittligaspiele) hatte keiner davon relevante Drittliga- oder Bundesligaerfahrung. Bis auf Willers waren alle Spieler (Luge, Jung, Thomalla, Poulsen, Papadimitriou, Kimmich) vom Alter und Entwicklungsstand her talentierte Spieler, bei denen unklar war, wie sie ihr Potenzial kurzfristig abrufen. Keine fünf Monate später weiß man, dass zumindest Poulsen und Kimmich zu 100% funktionieren und kaum noch wegzudenken sind, während bis auf Papadimitriou alle anderen in unterschiedlicher Qualität ihre Rollen gefunden haben.

Fünf Monate später weiß  man auch, dass der erste Schritt im Umbau des Kaders zu einem mit Zweitligaqualität alles in allem ganz ordentlich funktioniert hat. Was sich auch im aktuellen Platz 2 in der Drittligatabelle ablesen lässt. Selbst bei zwei noch ausstehenden Rückrundenspielen bis zur Winterpause kann es unterm Weihnachtsbaum für RB Leipzig nicht mehr schlechter werden als Platz 3. Was man zum Saisonstart im Juli und den damaligen, vielen Unklarheiten (wie funktionieren die Neuzugänge, wie fängt man die fehlende Sommerpause auf, wie gelingt der Anpassungsprozess an die dritte Liga) nicht unbedingt erwarten musste.

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Kaderbreite als positiver Faktor

Jedenfalls hat RB Leipzig die Möglichkeit, mangelnde Frische in Kopf und Glieder aus den Tiefen des Kaders heraus auszugleichen. (Zwischen Rationalität und realistischem Traum)

So schmiss ich gestern fröhlich in den virtuellen Raum hinein. Bei einem 25er Kader, in dem so ziemlich jeder Spieler entweder bereits höherklassig Erfahrungen gesammelt und/oder entsprechendes Talent hat, zukünftig welche zu sammeln, keine ganz gewagte Behauptung.

Tatsächlich ist es so, dass RB Leipzig im Vergleich der Drittligateams die geringste Konstanz bei der Aufstellung hat. Sprich, jenes Team ist, dass von der ganzen Breite des Kaders am umfangreichsten Gebrauch macht. Lediglich sechs Spieler haben bisher mindestens zehn Startelfeinsätze auf dem Buckel, während es bei der Hälfte aller Teams der 3. Liga mindestens zehn Spieler sind, die schon zehnmal oder mehr zu Spielbeginn aufs Feld laufen durften. Nicht ganz zufällig gehört Spitzenreiter Heidenheim, die ja eigentlich auch wie RB über einen breiten Kader verfügen, zu den vier Teams, die mit 11 Spielern mit mindestens zehn Startelfeinsätzen über eine Art fest eingespielte Stammelf verfügen. Kaderbreite als positiver Faktor weiterlesen

Kaderschwankungen

Der bisherige Saisonverlauf von RB Leipzig als Aufsteiger in die dritte Liga ist geprägt von einigen Schwankungen. Starken Spielen folgen schwächere und dann wieder ganz starke. Und auch personell geht es immer mal wieder hin und her. Thiago Rockenbach wanderte zuletzt von der Tribüne in die Startelf und wieder zurück auf die Tribüne. Franke, der gegen Unterhaching noch nicht mal im Kader stand, startete plötzlich gegen Heidenheim. Und der bis dato gesetzte Linksverteidiger Anthony Jung fand sich am vergangenen Wochenende auf der Bank wieder.

Schaut man sich die Einsatzzeiten der RasenBallsportler an und vergleicht sie mit der letzten Saison, dann fällt auf, dass sich noch kein größerer, fester Mannschaftsstamm herausgeschält hat. Während im vergangenen Jahr (mit Kutschke) über die ganze Saison insgesamt 12 Spieler 50% und mehr der möglichen Einsatzzeiten bestritten, sind es in dieser Saison bisher nur acht.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2013/2014 – Update 1

Sechs Wochen sind vergangen seit hier im Blog ein erster Blick auf den möglichen Drittligakader von RB Leipzig geworfen wurde. Welche Spieler werden in die dritte Liga mitgehen, wo besteht noch Bedarf, wer muss gehen? Das waren ungefähr die zu beantwortenden Fragen. Das meiste der damaligen Prognosen hat sich bewahrheitet. Im groben wurden nur zwei Aussagen nicht von der Wirklichkeit bestätigt. Einerseits kam kein zusätzlicher Rechtsverteidiger. Dieser Posten wird künftig von Sebastian Heidinger als Backup besetzt. Und es kam kein robuster und erfahrener Mittelfeldspieler. Inwieweit letzteres im Laufe der Saison auf die Füße fallen wird, muss man sehen.

Als Neuzugänge verpflichtete RB Leipzig letztlich ganz viel Zukunft. 26, 22, 21, 20, 19, 19 und 18 Jahre sind die Neuzugänge Willers, Luge, Jung, Thomalla, Poulsen, Papadimitriou und Kimmich alt. Das Betätigungsfeld der ersten vier war in der vergangenen Saison vornehmlich die Regionalliga. Poulsen spielte in der dänischen zweiten Liga, Papadimitriou vornehmlich in einer griechischen Nachwuchsliga. Und Kimmich kommt aus der A-Jugend-Bundesliga.

Klar, RB Leipzig hat deutlich mehr als eine Millionen Euro auf dem Transfermarkt gelassen. Wer aber daraus schließt, dass man sich den sofortigen Durchmarsch eingekauft hat, guckt nur auf die Zahl und nicht auf den Typus der Neuverpflichtungen. Denn der Löwenanteil des Geldes wurde für Talente (Poulsen, Kimmich) ausgegeben, von denen man in diesem Alter nie genau weiß, ob die Entwicklung auch linear weiter nach oben geht oder nicht vielleicht auch stehen bleibt. Oder anders gesagt: Auch ein Carsten Kammlott hat kolportierte 600.000 Euro gekostet und schaffte nie den dauerhaften Durchbruch bei RB Leipzig. Eine Garantie für die Entwicklung einer großen Karriere resultiert bei Talenten aus keiner Ablösesumme der Welt.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Regionalliga 2012/2013

Nicht untergehen soll im Nachgang der Regionalligasaison, die angesichts der Schnelllebigkeit des Fußballgeschäfts fast schon unerinnerbar weit weg erscheint, der obligatorische Blick auf den Kader und jene Spieler, die in diesem agierten. Geordnet nach Positionen auf dem Feld und innerhalb dieser geordnet nach Einsatzzeiten. (Anmerkung: die Zahlen in der Klammer hinter den Spielern beziehen sich ausschließlich auf Regionalligaspiele.)

Tor

Fabio Coltorti (32 Jahre, 26 Spiele, 2340 Minuten): Hatte in der Hinrunde die Herzen der Anhänger im Hechtsprung erobert. In der Rückrunde war er weiter der verlässliche Rückhalt, bei dem vor allem die Präsenz auf dem Platz beeindruckt. Trotzdem wurde es alles in allem etwas ruhiger um seine Person. Anfang Mai wurde er von einem Magen-Darm-Virus dahingerafft und er machte von den letzten acht Spielen nur noch vier. Fabio Coltorti blieb über die gesamte Rückrunde ein nahezu fehlerloser Rückhalt, eine sichere Nummer 1, der am Ende durch die Erkrankung etwas die Puste auszugehen schien. Trotzdem war Coltorti immer und absolut zurecht unumstritten und wird dies auch im kommenden Jahr bleiben. Kaderrückblick RB Leipzig: Regionalliga 2012/2013 weiterlesen

Kaderschmiede RB Leipzig 2013/2014

Zwei Tage sind seit dem nervenaufreibenden und spektakulären Aufstieg vergangen. Und man weiß gar nicht, ob man eher zurück oder doch lieber vor oder doch lieber in sich oder doch nur auf das Hochwasser schauen soll.

Zeit für die Rückblicke wird noch ausreichend sein, in mich geschaut und mir versucht die Realität einer neuen dritten Liga zu vergegenwärtigen, habe ich auch genug (ohne dass ich es so richtig realisieren kann), das Hochwasser bestimmt die Themen an allen Enden und den Alltag zu vieler Menschen an viel zu vielen. Weswegen der Blick in die Zukunft übrig bleibt. Der zudem von Ralf Rangnick inspiriert wurde.

14 bis 15 Spieler werden bleiben. Die, die zuletzt weniger gespielt haben, können sich ja ausrechnen, dass es für sie nicht leichter wird. Die Positionen 15 bis 22 müssen wir dann neu besetzen, wovon zwei ganz junge Spieler sein werden, die zum erweiterten Kader gehören. (Ralf Rangnick gestern via BILD)

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Stürmender Optimismus

Alle Welt redet seit dessen Innenbandanriss über Daniel Frahn. Kommt er zurück und wenn ja zu welchem der Relegationsspiele. Und kann er dann auch wirklich gleich wieder 90 Minuten durchhalten oder wird er nur zu einem Teilzeiteinsatz kommen. Letztlich sind dies alles offene Fragen, die keiner rund um RB Leipzig halbwegs guten Gewissens beantworten kann.

Fakt ist aber, dass die RasenBallsportler seit Frahns Verletzung in zweieinhalb Ligaspielen fünf und in einem Sachsenpokal-Finale vier Tore erzielt haben. Und so gezeigt haben, dass Tore schießen auch ohne den Kapitän geht, auch wenn es mit Kapitän sicherlich leichter ist. All die Fragen rund um die Torgefährlichkeit des Teams sollen heute Anlass für ein paar Zahlen sein.

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Regionalliga: RB Leipzig vs. 1.FC Magdeburg 4:0

Nimmt man die bisherige Rückrunde, dann kann man sie als Maulen auf hohem Niveau abhaken. RB Leipzig fuhr viele und vor allem völlig ausreichend Punkte ein, konnte aber nur selten überzeugen, sodass im Umfeld ein wenig Unruhe ob der weiteren Saisonperspektiven aufkam. So werde das in der Relegation nichts, so der oft vernehmbare Tenor, während sich in anderen Staffeln die Aufstiegskandidaten immer wieder überraschende Punktverluste leisten.

Schon mit dem Hertha-Auswärtsspiel vor zwei Wochen, das man in einer wichtigen sportlichen Situation mit viel Herzblut gewann, war ein Wendepunkt in der Rückrunde erreicht, denn aus einer Saison, die sich nicht so richtig anfühlte wie ein Wettbewerb, weil die Konkurrenz meist dem Winter zum Opfer fiel, wurde plötzlich und auch aufgrund des näherrückenden Saisonfinales wieder eine etwas ernstere Angelegenheit.

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Regionalliga: ZFC Meuselwitz vs. RB Leipzig 0:0

Es war schon vorher klar, dass die Aufgabe ZFC Meuselwitz für RB Leipzig kein Osterspaziergang (damit ist die Osteranspielungsquote für diesen Artikel erfüllt..) werden würde. Als es eine Stunde vor Spielbeginn zu schneien begann und man den sowieso schon arg ramponierten Acker Rasen begutachtet hatte, wusste man, dass dem noch mehr Wahrheit inne wohnen würde, als man vorher gedacht hätte.

Von daher war durchaus einiges Erstaunen im Spiel, als auf dem Aufstellungsbogen nicht Stefan Kutschke als bewährte Luftkampfwaffe ins Spiel kam, sondern der eher bodenorientierte Matthias Morys. Und auch auf die Anwesenheit von Thiago Rockenbach hätte man nicht unbedingt sehr viele Euro gesetzt. Die Aufstellung sprach mit Fandrich, Rockenbach und Morys für den Versuch, die Partie auf spielerische Art und Weise zu lösen.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2013 – Update 1

Vor reichlich drei Wochen gab es an dieser Stelle einen ausführlichen Überblick über den Kader von RB Leipzig. Damals, vor Beginn der Testspiele und mit einer noch lange nicht geschlossenen Transferliste, mit dem Makel, dass das zukünftige Spielsystem, die vorgesehenen Positionen für die Neuzugänge Fandrich und Morys und mögliche weitere Neuzugänge noch nicht klar waren.

Inzwischen weiß man zumindest, dass es keine weiteren Neuzugänge gab, wenn man mal davon absieht, dass Medienberichte den polnischen Nachwuchsnationalspieler und Offensivmann Vincent Rabiega als Neuzugang von Hertha BSC vermelden. Wobei für mich klar scheint, dass dieser 17jährige Neuzugang bis auf weiteres im Nachwuchs (bspw. in der U19, die ja noch mal Richtung Bundesligaaufstieg angreifen soll) auftauchen und für die Profimannschaft kein Thema sein wird.

Zudem weiß man inzwischen, dass Clemens Fandrich auf allen offensiven Mittelfeldpositionen ein Thema ist, also auf der 10 eingesetzt werden könnte, aber auch als Alternative für die linke und vor allem die rechte Seite vorgesehen ist. Die einzige Position, die er wohl kaum bekleiden wird, ist die zentrale Sechs im 4-3-1-2 oder eine der beiden flachen Sechserpositionen im 4-4-2. Und bei Matthias Morys ist zwar ein Auftauchen als Stürmer wahrscheinlicher, aber auch den Linksaußen in besagtem 4-4-2 kann man sich vorstellen und hat er bei RB Leipzig in der Vorbereitung schon gespielt.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2013

An dieser frühen Stelle in der Vorbereitung und trotz noch drei Wochen geöffnetem Transferfenster lohnt vielleicht ein Blick in den aktuellen Kader von RB Leipzig, ein Blick der ja hier im Blog doch schon einiges an Tradition hat. Mit dem dabei gesammelten Wissen und den dabei entstandenen Fragen kann man als Zuseher sicher ganz gut in die in den nächsten 10 Tagen anstehenden drei Testspiele und anschließend in die Feinjustierung gehen.

Was die Kaderbetrachtung ein wenig schwierig macht, ist die offen erscheinende Taktikfrage. Die beiden Neuzugänge Morys und Fandrich legen den Verdacht nahe, dass Zorniger schon jetzt die Idee haben könnte, das von ihm präferierte 4-4-2 mit flacher Doppelsechs zu implementieren. Was völlig andere Anforderungen an die Besetzung der einzelnen Positionen und somit auch die Bevorzugung anderer Spieler mit sich brächte als im bisher genutzen 4-3-1-2. Wobei sich diese Aussage ausschließlich auf das Mittelfeld bezieht. Es ist von erheblichem Unterschied, einen flachen Sechser zu geben oder den zentralen Sechser in der bisherigen Dreierkette. Noch viel größer ist der Unterschied zwischen einem rechten Sechser in der Dreierkette und einem klassischen Außenspieler mit Druck auf dem gegnerischen Außenverteidiger im 4-4-2. Ich habe mich trotzdem zu einer Unterteilung nach Positionen durchgerungen und werde mögliche Implikationen der unterschiedlichen Systeme, wo nötig, andeuten.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie Regionalliga 2012/2013

Wie aller halbe Jahre üblich an dieser Stelle wieder ein Rückblick auf die einzelnen Spieler, die für RB Leipzig in der Hinserie der Regionalliga Nordost 2012/2013 aufliefen. Geordnet nach Positionen auf dem Feld und innerhalb dieser geordnet nach Einsatzzeiten. (Anmerkung: die Zahlen in der Klammer hinter den Spielern beziehen sich ausschließlich auf Regionalligaspiele.)

Tor

Fabio Coltorti (32, Jahre, 14 Spiele, 1260 Minuten): „Guter Typ, guter Torhüter, derzeit unumstrittene Nummer 1.“ Könnte Coltorti mit gemeint sein, oder? Das schrieb ich aber zu Pascal Borel vor ziemlich exakt einem Jahr. Nichts ist vergänglicher als der Ruhm früherer Fußballtage.. Vor diesem Hintergrund sollte man auch bei der Einschätzung der neuen Nummer 1 Fabio Coltorti etwas zurückhaltender sein. Coltorti ist aufgrund seiner Präsenz als Torwart, aber auch als verbaler Spielorganisator ein sehr wichtiges Puzzleteil im Gesamtbild RB Leipzig. Größere Fehlerbereich konnte man in den ersten 14 Spielen mit ihm nicht entdecken. Sowohl auf der Linie, in 1-gegen-1-Situationen oder bei Flanken sehr sicher. Mit einigen Paraden im 1-gegen-1 hat er entsprechend auch Punkte festgehalten (Zwickau zum Beispiel oder Neustrelitz fallen da spontan ein). Mit einigen schnellen Abstößen hat er sogar einen Scorerpunkt ergattert. Die RBL-Wiki (alle im Text genannten Torvorvorlagen von dort) weist zudem noch drei Torvorvorlagen nach dem Muster Abschlag Coltorti, Kopfball Kutschke, Tor Frahn aus. Keine schlechte Quote. Manchmal hatte ich aber, gerade gen Ende der Saison, den Eindruck, dass dieses Stilmittel – gerade gegen kopfballstarke Gegner – zu häufig eingesetzt wird. Ein wenig übersteuert schien manchmal auch der Einsatz beim Herauslaufen. In den meisten Spielen war es topgetimet und unheimlich wichtig in der Gefahrenabwehr, in einigen wenigen Fällen etwas übemotiviert. Dass die Gegner aus diesen Situationen mit leerem Tor nichts machten, war pures Glück. Im Spiel gegen die Hertha hätte dies bei drückender Überlegenheit mitten in der zweiten Hälfte einen Rückstand einbringen können. Aber trotzdem: Coltorti ist als Keeper und als Typ ein absoluter Gewinn für die Mannschaft, auch wenn die Qualitätsnagelprobe in der zweiten Halbserie noch aussteht. Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie Regionalliga 2012/2013 weiterlesen

Gefährliche Ausgangslagen

[Hier direkt unterm Text die Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel RB Leipzig gegen Carl Zeiss Jena im Liveticker. Mit Alexander Zorniger, Juri Judt und Christian Müller.]

Und jährlich grüßt das Murmeltier möchte man fast ausrufen. Denn wie schon in den letzten beiden Regionalliga-Jahren kommt es im letzten Heimspiel der Hinrunde in der Red Bull Arena zum Aufeinandertreffen mit der aussichtsreichsten Konkurrenz aus dem Bereich des NOFV. Vor zwei Jahren reiste Ende November der Chemnitzer FC an, um die damals trostlose sportliche Situation rund um RB Leipzig mit einem Unentschieden noch trostloser zu machen. 11 Punkte Rückstand hatte RB damals vor genau wie nach dem Spiel. Reichlich 4.000 Chemnitzer waren angereist, um die Häme gegen den als großen Favoriten in die Saison gegangenen RasenBallsport mal so richtig ausschütten und genießen zu können. Der Chemnitzer FC stieg am Ende des Jahres ungefährdet auf.

Ein Jahr später, also vor einem Jahr, kam Anfang Dezember der Hallesche FC als Tabellendritter mit vier Punkten Rückstand zum Tabellenführer RB Leipzig. Für die RasenBallsportler die Chance, einen direkten Konkurrenten abschütteln zu können. Heraus kam ein depremierender Tag, an dem die Gäste 90 Minuten lang um eine Klasse besser waren, was sich im Endstand von 1:0 für Halle ziemlich unzureichend ausdrückte. Etwa 5.000 Hallenser feierten die Auferstehung beim bösen Nachbarn wie die deutsche Meisterschaft. Am Ende der Saison sicherte sich der Hallesche FC knapp, aber nicht unverdient den Aufstieg.

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Regionalliga: FSV Optik Rathenow vs. RB Leipzig 2:4

4. Spieltag, ‚dank‘ Heimrechtstausch gegen Lok das dritte Auswärtsspiel und der dritte Auswärtssieg in Folge für RB Leipzig. Ein völlig verdienter. War das 2:2 zur Pause angesichts des Kräfteverhältnisse auf dem Rasen noch eine Farce, bogen die RasenBallsportler das Spiel nach der Pause zum letztlich mehr als gerechten Sieg um. Dass es schließlich ein (gerechtfertigter, weil der Arm da oben nun mal nichts zu suchen hat) Handelfer eine Viertelstunde vor Schluss sein sollte, der die Weichen gen Sieg stellte, mag als Randnotiz durchgehen, war aber bezeichnend für ein Spiel, in dem man nie und nimmer so lange um die drei Punkte hätte zittern dürfen.

Überraschung – zumindest für mich – zu Beginn, dass Niklas Hoheneder seine Nase von Anfang an in den böigen Rathenower Wind stecken durfte. Ich hatte da auf Tim Sebastian gesetzt, muss aber zugeben, dass Niklas Hoheneder seine Aufstellung zu 100% und völlig fehlerfrei gerechtfertigt hat.

Von der 1. Minute an gab es in diesem Spiel nur ein dominantes Team und das hieß RB Leipzig. Doch schon nach 5 Minuten kam die kalte ‚Och, nicht schon wieder‘-Dusche. Eine Fehlercoproduktion von Dominik Kaiser (Querschläger), Timo Röttger (zu kurze Kopfballrückgabe) und Fabio Coltorti (übermotiviertes Herauslaufen und in der Folge Gegnerumstoßen) führte zu einem völlig berechtigten Foulelfer, bei dem Coltorti Glück hatte, dass er nicht, wie von einigen Rathenower Spielern gefordert, Rot sieht. Aber er hatte zu Recht Glück, denn neben ihm standen noch Hoheneder und Franke, sodass Coltorti nicht letzter Mann war (trotzdem Glück, weil nicht jeder Schiedsrichter die Situation so genau sieht.)

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Kaderschmiede RB Leipzig 2012/2013 – Update 1

Zurück zum Sport heißt das Motto heute. Wird ja auch langsam wieder mal Zeit nach all der diskursiven Ablenkung der letzten Tage. Ich vermute, dass die aufgeworfenen Themenfelder irgendwann wieder anstehen werden, aber für den Moment soll es dann auch mal gut sein mit den Aufarbeitungen zum Derby und seinen rhetorischen Ausläufern.

Da sportlich gesehen in der Vorbereitung auf das samstägliche Auswärtsspiel bei Optik Rathenow noch nicht so viel spektakuläres ansteht, bleibt hier und heute nachdem das Transferfenster schon ein paar Tage geschlossen ist. (endlich) Zeit, den endgültigen Kader noch mal unter die (nicht ganz so scharfe) Lupe zu nehmen. Ich hatte dieses Unterfangen bereits Ende Juli in der ersten Kaderschmiede zur neuen Saison von RB Leipzig gewagt, von daher sei dies heute ein Update der damaligen Ausführungen.

Sehr viel getan hat sich seitdem nicht mehr. Mit Matthias Hamrol ist noch ein vierter Torhüter in den Kader gerutscht. Und mit Michael Schlicht darf ein knapp 19jähriger, variabel einsetzbarer Offensivgeist nach der langwierigen Verletzung von Tom Nattermann (eventuell die gesamte Hinrunde) zumindest bei den Profis mittrainieren, ohne formal zum Kader zu gehören (gegen Lok saß er aber sogar schon auf der Bank).

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Regionalliga: Lok Leipzig vs. RB Leipzig 1:3

Das erste Spiel zwischen Lok und RB Leipzig seit mehr als zwei Jahren, insgesamt das dritte und wiederum das erste, das sich aufgrund des großen Interesses und der aufgeladenen Stimmung tatsächlich wie ein Derby anfühlte. Fast 25.000 Zuschauer sind nicht nur neuer Viertligarekord, sondern auch das bestbesuchte Ligaspiel in Leipzig seit März 2004 als der FC Sachsen Leipzig zur Pflichtspiel-Eröffnung des neuen Zentralstadions vor 28.000 Zusehern der U23 von Dortmund mit 0:1 unterlag.

Wenn man nur die Zeit im Stadion nimmt, dann war das Spiel ein großes Fest, auf dem Rasen und auf den Rängen. Schon eine Stunde vor dem Anpfiff wärmten sich die beiden Fankurven in aufeinander Bezug nehmenden, abwechselnden Gesängen auf und sorgten mit dafür, dass die Aufregung minütlich stieg. Es ist schon ziemlich beeindruckend, wenn die Red Bull Arena (oder wie das Lok-Heft mit einem neuen, mir noch unbekannten Red-Bull-Vermeidungssynonym schrieb ‚größtes Leipziger Fußballstadion‘) mal auch nur halbwegs gut gefüllt ist (und knapp 25.000 Zuschauer sind eben letztlich trotzdem nur ein halb gefülltes Stadion..). Man spürt die Lust in Leipzig auf Fußball und glaubt auch ein bisschen die Wehmut zu spüren, dass diese Fußballfeste ’nur‘ in der vierten Liga stattfinden.

Feiertag in der Red Bull Arena | © GEPA pictures/ Kerstin Kummer

Während auf den Rängen insgesamt eine Patt-Situation mit Lautstärke- und Choreographievorteilen für Lok entstand, waren die Verhältnisse auf dem Platz an diesem Tag eigentlich von Beginn an eindeutig. Da RB Leipzig mit viel Kampfbereitschaft und Leidenschaft in das Spiel ging, hatte Lok auf dem wahrscheinlich wichtigsten Feld, auf dem sie sich hätten einen Vorteil verschaffen können, eben diesen nicht. Womit sie ihr aktuelles Potenzial angesichts des frühen Zeitpunkts der Arbeit unter einem neuen Trainer bereits aufgebraucht hatten.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2012/2013

Alexander Zorniger hat ja für RB Leipzig gestern via BILD das Ende der Transferzeit ausgerufen (auch wenn ich nicht glaube, dass er sich gegen einen talentierten U23-Spieler egal welcher Position, so er denn vorbeischwebt würde, wehren würde), sodass es langsam und endlich an der Zeit ist, das zu machen, was ich schon seit einiger Zeit machen will, nämlich mal den aktuellen Kader von RB Leipzig unter die Lupe zu nehmen.

Mit sieben Neuzugängen hat RB in der aktuellen Transferperiode bisher vergleichsweise zurückhaltend agiert. Letztes Jahr war man am Ende bei 10 Zugängen (plus drei weiteren im Winter), im Jahr davor waren es sogar 15(!) (plus Rockenbach im Winter). Und von den sieben Neuen dieses Jahres ist einer schon wieder weg (Mrowiec) und einer kommt aus dem eigenen Nachwuchs (Nattermann). Bleiben nur fünf Spieler, die dann demnach auch nicht für einen kompletten Kaderumbruch stehen. Mit Coltorti, Judt, Kaiser, Karikari und Koronkiewicz kommt jedenfalls eine interessante Mischung aus viel Klasse und Potenzial dazu.

Auf der anderen Seite verließen insgesamt zehn Spieler den Verein. Für Rosin, Watzka, Geißler und Lewerenz war das relativ früh in der Sommerpause klar. Buszkowiak und Laas spielten sowieso schon lange keine Rolle mehr in den Kaderplanungen. Und Borel, Wisio, Lagerblom und Rost wurde der Wechsel an der Spitze der sportlichen Verantwortlichkeit zum Verhängnis. Von den zehn Spielern war lediglich Borel die ganze vergangene Saison Stammspieler. Wisio durfte aufgrund fehlender Konkurrenz in der Rückrunde dauerhaft linksverteidigen. Und Geißler war mal drin und mal draußen. Alle anderen spielten aus ganz unterschiedlichen Gründen in der vergangenen Saison mehr oder weniger gar keine Rolle. Auch die Abgänge sprechen nicht für einen extremen Kaderumbruch.

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