Ultras vs. Aktiengesellschaften

„Der klassische Hooliganismus hat abgenommen. Gewalt entsteht heute eher situationsgebunden und heraus aus einigen Ultra-Gruppierungen. In Zeiten der Kommerzialisierung des Fußballs fühlen sich diese Fans mehr und mehr als reine Stimmungsmacher ausgenutzt, auf die – wenn es hart auf hart kommt – draufgeknüppelt wird. Die Ultras identifizieren sich vor allem mit sich selbst. Wer kann schon aus vollem Herzen Fan einer Aktiengesellschaft sein? Da liegt ein Problem. Der Protest und damit ein Teil der Gewalt ist heute viel mehr in der Kommerzialisierung und in einem sich gegenseitigen Hochschaukeln von Sicherheitsappart und Ultras zu sehen. Fan-Gewalt kann auch eine Reaktion auf die viel zu geringen Partizipationsmöglichkeiten für Fußballfans sein.“ (Gerd Dembowski gegenüber tagesschau.de)

Ultras vs. Aktiengesellschaften weiterlesen

Eigene Liga für zweite Mannschaften

Ich persönlich finde das Spielen gegen die zweiten Mannschaften von Proficlubs, also das was RasenBallsport Leipzig und seine Anhänger in der neuen Saison erwartet gar nicht unbedingt dramatisch. Nichtsdestotrotz verstehe ich das Klagen der Vereine, die auf jeden Euro aus den Eintrittsgeldern angewiesen sind und denen die zuschauertechnische Magerkost der Spiele gegen die U23-Teams gelinde gesagt auf die Nerven geht. Und ich finde, man könnte das Problem ganz schnell durch eine eigene Liga für zweite Mannschaften lösen.

Eigene Liga für zweite Mannschaften weiterlesen

Der richtige Trainer zur richtigen Zeit

Eine der großen Überraschungen der ersten RasenBallsport-Saison ist sicher die Personalie des Trainers. Kaum einer hätte beim Bekanntwerden der Red-Bull-Pläne für den Einstieg in den Leipziger Fußball im letzten Sommer gedacht, dass der Cheftrainer des SSV Markranstädt zukünftig als Cheftrainer von RB Leipzig auftreten darf. Und doch, irgendwie ist es der richtige Trainer zur richtigen Zeit.

Der richtige Trainer zur richtigen Zeit weiterlesen

Aufstieg

Euphorische Freude sieht natürlich anders aus – eher verbindet sich mit dem nun perfekten Aufstieg in die Regionalliga ein ‚der erste Schritt ist gemacht, denken wir über den nächsten nach‘-Gefühl – trotzdem von dieser Stelle an alle Spieler, Betreuer und Unterstützer von RasenBallsport Leipzig herzlichen Glückwunsch zum ersten sportlichen Erfolg der sehr jungen Vereinsgeschichte.

Transfergerüchte: Vujanovic

Radovan Vujanovic (Quelle: BILD, 27.04.2010): Vujanovic ist 28-jähriger Offensiv-Allrounder und steht seit 2 Jahren beim 1.FC Magdeburg unter Vertrag. Unklar ist, wie lange dieser Vertrag noch läuft. Bei transfermarkt.de heißt es, der Vertrag ende 2010, im Forum des 1.FCM geht man von einem Vertrag bis 2012 aus. Makulatur wird das ganze, wenn die sportlich Verantwortlichen in Magdeburg Vujanovic sowieso von der Gehaltsliste haben möchten. Für diesen Fall, also für den Fall, dass Vujanovic keine Ablöse kostet, wäre ein Wechsel zu RasenBallsport Leipzig zumindest denkbar.

Transfergerüchte: Vujanovic weiterlesen

Konkurrenzkampf

„Ich bin Innenverteidiger, brauche Zweikämpfe. In der Regionalliga werde ich da hoffentlich auch wieder spielen.“ (Ingo Hertzsch in der LVZ vom 26.04.2010)

Ich bin natürlich kein Prophet, aber wenn RasenBallsport Leipzig für die neue Saison tatsächlich nach Spielern der Sorte Di Gregorio Ausschau hält, dann könnte es auch für den Ex-Nationalspieler und RB Leipzig – Kapitän Ingo Hertzsch knapp werden mit einem Stammplatz in der Innenverteidigung. Zumal er nicht unbedingt zu den begnadetsten Spieleröffnern des Planeten gehört. Tjaja, der Konkurrenzkampf der neuen Saison könnte Spieler auf die Bank oder in ungeliebte Positionen spülen, die im Moment noch gar nichts davon ahnen..

Probleme, die andere gerne hätten

Möchte man auf legendäre Reporter-Sprüche zurückgreifen, hätte man am gestrigen Abend im Rückgriff auf DDR-Sport-Moderatoren-Legende Heinz-Florian Oertel den Fernsehzuschauer auffordern müssen, seine Kinder Ivica zu nennen. Doch erstens haben Sportereignisse (außer vielleicht WM-Endspiele) wohl kaum noch die gesellschaftliche Integrationskraft, dass solch ein Aufruf folgenreich wäre und zweitens möchte man wohl kaum, dass das eigene Kind Waldemar (wie von Heinz-Florian Oertel gefordert) oder Ivica (wie von niemandem gefordert) heißt.

Probleme, die andere gerne hätten weiterlesen

Keine Transfergerüchte mehr: Garbuschewski, Möckel

Naja, dass Garbuschewski zu RB Leipzig kommt, war ja kein richtiges Gerücht, aber nun sind auch die theoretischen Überlegungen ad acta zu legen, da Ronny Garbuschewski für ein weitere Jahr plus Option für mehr in Chemnitz unterschrieben [broken Link] hat, was für ihn vermutlich gar nicht so unvernünftig ist. Gar nicht mal unwahrscheinlich, dass die Option für mehr vom Aufstieg der Chemnitzer in die 3.Liga abhängt. Wenn dem so sein sollte, dann entspräche das zumindest der knurrig-kämpferischen Art mit der der Trainer der Himmelblauen Gerd Schädlich auf die vermutete Übermächtigkeit der RasenBallsportler in der kommenden Regionalliga-Saison zu reagieren pflegt („Ob es eine Übermannschaft ist, wird sich zeigen. Das Problem interessiert mich nicht.“ [broken Link]) und aus der man schließen kann, dass man nächstes Jahr für RasenBallsport Leipzig ein harter Gegner im Kampf um den Aufstieg wird.

Neben Garbuschewski wird ein weiterer Ex-Leipziger in diesem Jahr wohl definitiv nicht zurück nach Leipzig wechseln. Jens Möckel wird entgegen meines Wunsches oder entsprechend meiner Befürchtungen ein weiteres Jahr für Rot-Weiß Erfurt spielen, da der Verein eine entsprechende Vertragsoption gezogen [broken Link] hat.

Karrieresprung

Ach, lieber Guido Schäfer, ja, wir Leipziger Fußballfans haben sie gern (eigentlich ist der Plural leicht vermessen, aber sei es drum, hier geht es schließlich auch um Rhetorik) für all die vielen (mal mehr mal weniger) lustigen, oft investigativen und nie langweiligen Artikel, die Sie uns in den letzten Jahren geschenkt haben. Es gab Tage, da war man enttäuscht, wenn Ihr Namen nicht unter einem der Artikel zum lokalen Fußball zu finden waren. Und ganz ehrlich und ohne Ironie: ich verstehe es vollkommen, dass Sie dem Projekt RB Leipzig positiv gegenüberstehen, wie sie gegenüber der Allgemeinen Zeitung [broken Link] betonten, denn was kann Ihnen besseres passieren, als 10 Jahre in der fußballerischen Provinz auszuharren und plötzlich quasi von der Poleposition aus über eines der spannendsten bzw. zukünftig meistdiskutiertesten Teams berichten zu dürfen und so selbst zum gefragten Fußballfachmann und Interviewpartner zu werden. Das muss sich wirklich gut anfühlen. Herzlichen Glückwunsch, das haben Sie sich nach all den Jahren der Fußballdüsternis verdient. Obwohl, so düster waren die letzten Jahre auch nicht, wie Sie ja selbst richtig feststellen:

„Ich hatte hier mehr Skandale und legendäre Stories als ihr in Mainz. Hier ist so viel schief gegangen, das kann man sich gar nicht vorstellen. Also ist es nie langweilig gewesen.“ (Allgemeine Zeitung Mainz [broken Link], 23.04.2010)

In der Tat nicht und es bleibt zu hoffen, dass der Leipziger Fußball auch zukünftig nicht langweilig wird und Skandale und Legenden der unterhaltsamen Art produzieren möge.

RasenBallsport Leipzig vs. VfB Auerbach 1906 3:1

Entgegen des bei Vogtland-Sport [broken Link] formulierten Zieles, die Leipziger Dosen also Red Bull also RasenBallsport Leipzig ganz individuellen Formen der destruktiv-kreativen Verarbeitung zuzuführen, verlor der VfB Auerbach sein Auswärtsspiel bei RB Leipzig mit 1:3. Und das Warten auf die neue Saison und fußballbezogene Spannung geht somit weiter.

Links: RBL-Live-Ticker [broken Link], RBL-Bericht [broken Link], MDR-Bericht (broken Link), VfB-Bericht

rotebrauseblogger unterstützen