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Transfer: Davie Selke

Wenn am 1. April das Gerücht hitzig wird, dass ein Stürmer und 20jähriges Toptalent mit regelmäßigen Bundesligaeinsatzzeiten für einen hohen Millionenbetrag in die zweite Liga wechselt, dann fährt man eigentlich erst einmal ganz gut damit, ‚April, April‘ zu rufen. Wenn dabei aber RB Leipzig im Spiel ist, dann kann es gut sein, dass das ‚April, April‘ schnell verstummt. So geschehen bei Davie Selke, der für kolportierte 8 Millionen plus erfolgsabhängigem Zuschlag X nach Leipzig wechseln wird, wie alle Seiten heute offiziell bekanntgaben.

Das ganze passierte gerade einen Tag, nachdem Bremens Sportdirektor Rouven Schröder dem NDR noch erklärt hatte, dass er das offizielle Interesse von RB Leipzig an Selke „in der Form nicht bestätigen“ könne. Diese rhetorische Folklore wird nun torpediert durch einen Fünfjahresvertrag (also das Maximum des Möglichen), der im Sommer beginnt und 2020 endet.

Sieht man mal von den Stationen seiner frühen Jugend ab, ist RB Leipzig für Davie Selke nach Hoffenheim und Bremen der dritte Club, bei dem er anheuert. Dabei wechselte er zu einer Zeit nach Hoffenheim (2009), als dort der heutige RB-Sportdirektor Rangnick, von dem nur einen längeren Steinwurf entfernt er geboren wurde, noch als Cheftrainer der Profis das Sagen hatte (am Rande auch witzig, dass Selke einst auch in Gmünd in der Jugend trainierte, während Zorniger dort noch die Männermannschaft betreute).

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24.Spieltag – 2.Bundesliga 2014/2015

Man könne sich nun wieder komplett auf die Liga konzentrieren. So hört man es gern nach Pokalniederlagen rund um die entsprechenden Vereine. Ein nachvollziehbarer Versuch, nach einer sportlichen Niederlage wieder schnell die Reihen zu schließen und weiterzumachen. Aber auch ein Versuch mit überschaubar geistreichem Hintergrund. Denn dass ein Zweitligist es bspw. nicht schaffen soll, sich wegen dreier Pokalspiele in sieben Monaten auch auf die 24 Ligaspiele drumherum zu konzentrieren, klingt durchaus etwas abwegig.

Wie auch immer, seit vorgestern haben auch die letzten der 18 Zweitligisten alle Augen und Synapsen frei für den Zweitligaendspurt, der noch 11 Spieltage vorsieht, bis auch die letzte Entscheidung getroffen sein wird (mal von den Teams, die dann in die Relegation müssen, abgesehen). Vier Zweitligateams waren im DFB-Pokal in die Runde der letzten 16 vorgedrungen, alle mussten dort dem Bundesligisten den Vortritt geben. Alle verloren mit 0:2.

Jubeln durfte mit Manuel Junglas wenigstens einer in ganz zentraler Position, der in der Hinrunde in Aalen noch Zweitligafußball spielte, dort keine Zukunft mehr hatte und nach Bielefeld wechselte. Wo er Werder Bremen gleich zwei Tore einschenkte und dafür sorgte, dass die zweite Liga wenigstens ein klein wenig sportlichen Anteil an einem unterklassigen Pokalerfolg nahm.

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Testspiel: RB Leipzig vs. Werder Bremen 2:1

Testspiele gegen Bundesligisten sind immer so eine Sache. Letztlich kickt man gegen durchschnittlich motivierte Profis, während die eigene Motivation vergleichsweise hoch ist und hat immer mal die Chance, dass sich die individuelle Klasse der Gegenüber nicht durchsetzt und man einen, den Blick auf die Realitäten etwas verstellenden Sieg landet. Sehr hübsch, aber auch sehr wenig aussagekräftig.

Sollte nach dem gestrigen 2:1 von RB Leipzig gegen Werder Bremen jemand hypervenitlieren wollen, dann hat man ein paar gute Argumente, denjenigen wieder ein Stück gen Boden zurückzubefördern. Denn Werder Bremen steht noch mitten in der Vorbereitung und hat deshalb in Sachen Spritzigkeit und Athletik per se einen Nachteil in so einem Spiel. Einer, der sich insbesondere in Halbzeit 2 recht deutlich zeigte.

In Halbzeit 1 startete RB Leipzig sehr gut und setzte die Gäste von Beginn an unter Druck. Einige kleinere und größere Chancen waren die Folge. Dass Bremen, die in den ersten 45 Minuten quasi komplett mit ihrer ‚B‘-Elf (die sich, so Dutt nach dem Spiel, für höhere Aufgaben empfehlen sollte) antraten, auch gewillt war mitzumachen, zeigte Joseph Akpala nach 10 Minuten, als er an der Strafraumgrenze ein wenig herumtänzelte und den Ball dann trocken an die Latte zimmerte.

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Relegationswatch Teil 1: Regionalliga Nord

Drei Wochen noch bis regulär die Rückrunde der Regionalliga im Nordosten beginnen soll. Mal sehen, was der Winter dann so von dieser Idee halten wird. Glücklicherweise gibt es bis zum zweiten Märzwochenende nur ein Auswärtsspiel für RB Leipzig, nämlich das Spiel bei Union Berlin II (das heute für den 10.02.2013 angesetzt wurde), sodass dank Red Bull Arena kaum Spielausfälle zu erwarten sind.

In der Regionalliga Nordost werden die Rollen dann klar verteilt sein. RB Leipzig geht dank einigem Vorsprung in der Tabelle als absoluter Topfavorit in die Rückrunde, in der vor allem Jena mit langsam eingespielter und stabilerer Mannschaft noch mal zum Konkurrenten werden könnte. Beim FSV Zwickau, die mit zwei Siegen in Nachholespielen an Jena vorbeiziehen könnten, muss man mal abwarten. Als Aufsteiger dürfen sie ihre Durststrecke noch vor sich haben. Auf jeden Fall sollte es unwahrscheinlich sein, dass das Team an den Platz an der Sonne rücken kann.

Von immer größerem Interesse dürfte in der Rückrunde auch der Blick auf die anderen Staffeln und damit auf mögliche Relegationsgegner werden. Laut offizieller Vereinslinie ist das Schielen auf die Relegation ja verpönt, aber da ich hier ja ein bisschen Narrenfreiheit genieße, muss ich mich natürlich nicht darum scheren. Weswegen ich heute eine kleine, in unregelmäßigen Abständen erscheinende Serie beginne, in der die vier anderen Regionalligastaffeln und mögliche Relegationsgegner unter die Lupe genommen werden sollen. Beginnen wir heute einfach mal im Norden, in dem noch so einige Teams unterwegs sind, die man als Anhänger des einzig wahren RasenBallsports ja schon aus der vergangenen Spielzeit kennt. Relegationswatch Teil 1: Regionalliga Nord weiterlesen

Werder Bremen II vs. RasenBallsport Leipzig 1:0

Nachdem die Testspielserie letzte Woche kurz für ein Pflichtspiel unterbrochen wurde, ging es nun endlich wieder mal um nichts. Außer vielleicht um Stammplätze. Probetorwart Christopher Gäng durfte sich für 90 Minuten in den Kasten stellen, blieb dort aber offenbar weitgehend beschäftigungslos. Über seine Anstellung bei RB Leipzig wird wohl in den nächsten Tagen entschieden. Die Viererkette war dieselbe wie im ersten Pflichtspiel gegen Türkiyemspor. Das Mittelfeld wurde einer fast schon radikalen Neuordnung unterzogen. Lediglich Timo Rost durfte von Anfang an auf angestammtem Posten im defensiven Mittelfeld spielen. Maximilian Watzka rutschte auf der rechten Seite neu in die Startelf, Tom Geißler wich von der Mitte nach links aus und machte so Platz für Benjamin Baier. Daniel Frahn wiederum rutschte von seiner viel diskutierten Position auf der linken Außenbahn in den Sturm, wo er jetzt zusammen mit Carsten Kammlott bleibt oder nicht oder doch? Weiterhin erwähnenswert: das Comback von Paul Schinke nach mehrmonatiger Verletzung. Willkommen zurück auf dem Fußballplatz. Und auch erwähnenswert: Im 10. Freundschaftsspiel des Sommers traf RB Leipzig zum ersten Mal nicht in den Gegnerischen Kasten. Naja, ein Aufwärtstrend sieht wohl anders aus, statistisch gesehen..

Aufstellung 1. Halbzeit: Gäng – Ismaili, Kläsener, Sebastian, Müller – Watzka, Rost, Baier, Geißler – Kammlott, Frahn

Aufstellung ab 46. bzw. 60. bzw. 75. Minute: Gäng – Albert, Hertzsch, Sebastian, Franke – Laas, Bick, Baier, Schinke – Kutschke, Frahn

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