Schlagwort-Archive: SV Sandhausen

Was von der englischen Woche bleibt

Die letzte englische Woche der Saison ist vorüber. Auf Ergebnisebene extrem überraschend vielleicht nur die neun Punkte für 1860 München. Gerade noch nach sieben Spielen ohne Sieg, davon fünf Niederlagen am Stück, depremierter Abstiegskandidat mit neun Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und eine reichliche Woche später hat man den Rückstand komplett aufgeholt und den Nichtabstiegsplatz selbst belegt. Mehr als erstaunliches Comeback.

Das auch dazu führt, dass die schon so klar wirkenden Verhältnisse im Abstiegskampf komplett durchgewirbelt wurden. Denn plötzlich stecken auch Teams wie Sandhausen, Bielefeld oder Frankfurt wieder in ernsteren Schwierigkeiten bei nur noch zwischen vier und sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang.

Sandhausen übt sich im Angesicht der näherrückenden Abstiegsplätze immer noch trotzig im ‚Wer hätte vor der Saison denn geglaubt, dass wir trotz drei Punkte Abzug so gut dastehen würden‘-‚Alles ist gut‘-Sprech, hat aber in acht Rückrundenspielen nur vier Punkte geholt. Also so viel wie Paderborn und Duisburg im selben Zeitraum. Dazu kommen Scharmützel zwischen Präsident Machmeier und der Schiedsrichtergilde, der er absichtliche Benachteiligung des SV Sandhausen unterstellte. Nach Aluhut kommt Abstieg. Vielleicht. Zumindest tut Sandhausen inzwischen sportlich alles dafür.

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Zwischenbilanz: RB Leipzig in der Saison 2015/2016

Fakt ist, dass man bei Transferausgaben von über 20 Millionen Euro (wenn man Sabitzer und Bruno mitzählt), einigen Neuzugängen auf Erstliganiveau (Orban, Sabitzer, Selke, Ilsanker) und ja schon in den letzten zwei Transferperioden ordentlichen Investitionen nicht umhinkommt, als klarer Staffelfavorit in die Saison zu gehen. Auch wenn man sich da vereinsseits ein wenig dagegen sträubt. Zwei entscheidende Punkte werden darüber entscheiden, ob man diese Favoritenrolle mit Leben füllen kann. Einerseits wird die Frage sein, inwieweit die sehr junge Mannschaft (Durchschnittsalter im Sturm bspw. irgendwas um die 21 Jahre) trotzdem schon abgeklärt genug ist, um auch bei hitziger Atmosphäre zu bestehen. Andererseits bleibt abzuwarten, wie sich die nach den Abgängen vieler (nicht unbedingt sportlicher) Führungsspieler in ihren Hierarchien völlig neu zusammengesetzte Mannschaft im Saisonverlauf auch als soziale Gruppe zusammenfindet. (Vor dem Zweitligastart 2015/2016 – Teil II)

Die zweite Zweitligasaison von RB Leipzig brachte diverse Änderungen in der Besetzung des Teams und auf Seiten der sportlich Verantwortlichen. Etwas, was sich nicht nur darin niederschlug, dass der Club sich in seinem spielerischen Auftreten deutlich verändert zeigte, sondern auch darin, dass man in der Anfangsphase der Saison ein paar Probleme hatte, dominant und stabil aufzutreten und man sich in der Folge wie bei einem Steigerungslauf in Richtung höhere Tempostufen entwickelte und so auch zu einem absoluten Zweitligaspitzenteam zusammenwuchs.

Ab dem sechsten Spieltag begann RB Leipzig ungefähr, individuelle Klasse und mannschaftliches Auftreten zu Dominanz zu verbinden. Man hatte dann noch für ein paar Spiele Probleme, die Dominanz auch in Siege umzumünzen bzw. klare Führungen auch sicher ins Ziel zu bringen und machte es sich durch Fehleranfälligkeiten und Unaufmerksamkeiten im Defensivverhalten selber schwer. Aber nachdem auch dieses abgestellt war, wurde man endgültig zum Ligadominator und gewann neun der zehn letzten Spiele. In dieser Zeit verbesserte man sich von Platz 6 (sechs Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Freiburg) auf Platz 1 (drei Punkte Vorsprung auf Freiburg). Glatte acht Punkte mehr als das zweitbeste Team in dieser Phase (Nürnberg) holte man.

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Was von Spieltag 19 bleibt

19. und letzter Spieltag vor der Winterpause in der zweiten Bundesliga. Eigentlich ein guter Zeitpunkt für Besinnlichkeit und Ruhe. Nicht so in Paderborn, wo einige Spieler in so selten zu erlebender, offener Form die Suspendierungen von drei ihrer Kollegen kritisiert haben. Man kenne die Gründe für die Suspendierung nicht und sei solidarisch, auch wenn man die Entscheidung nicht ändern kann.

Manager Michael Born musste sich deswegen bei Sky diverse Fragen zur Situation gefallen lassen, auch wenn er schon nach der zweiten Frage keinen Bock mehr hatte auf eine Antwort. Man habe den Beteiligten und der Mannschaft die Hintergründe der Suspendierung erklärt, die darin bestünden, dass man die Hierarchie in der Mannschaft ändern wolle und blicke nun nicht mehr zurück.

Funktioniert natürlich eher schlecht, wenn wichtige Spieler des Teams am anderen Mikrofon praktisch parallel das völlige Gegenteil erzählen und die Situation so prekär ist, dass der Paderborner Pressesprecher ein Sky-Interview verzögert, um Kapitän Bakalorz noch mal zu briefen. Der daraufhin die ‚ist ein internes Thema‘-Karte zog.

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Was von Spieltag 18 bleibt

Das Aufregerthema des Spieltags wurde wohl in Sandhausen geboren, als Salim Khelifi ein Tor erzielte, trotzdem am anderen Ende des Spielfelds Aziz Bouhaddouz am Boden gelegen hatte und alle damit rechneten, dass der Ball ins Aus gespielt werden würde. Die unfairste Szene seit Erfindung der Verletzungsunterbrechung finden die einen. Es ist wie es ist fand manch anderer.

Fakt ist, dass so eine Situation schon seit längerem mal in der Luft liegt. Zu strategisch wird das Liegenbleiben nach nicht gepfiffenen Foulspielen bzw. Körperkontakten eingesetzt, um damit den gegnerischen Gegenstoß bestenfalls zu unterbinden. Und entsprechend war in der jüngeren Vergangenheit schon öfters mal zu beobachten, dass einfach weitergespielt wurde, wenn jemand am Boden liegenblieb und die Behandlung eben bei der nächsten Spielunterbrechung erfolgte bzw. der Ball erst dann ins Aus gespielt wurde, wenn er in eine neutrale Situation ohne erfolgsversprechende Angriffsoption gelangt war.

Das Spielen des Balles ins Aus hat ja zwei Fairnesshintergründe. Einerseits die Möglichkeit zu geben, dass der entsprechende Spieler behandelt werden kann, andererseits aus einer Verletzung des Gegners keinen Vorteil im Angriff zu ziehen. Bei schweren Zusammenstößen mit klar sichtbaren Verletzungsfolgen fordern im Normal beide Parteien eine Unterbrechung oder pfeift der Schiedsrichter selbst. Das war bei Bouhaddouz, der sich nach einem eher leichten Kontakt den Kopf hielt, aber auch schon bald wieder aufstand, als er merkte, dass das Spiel weiterlaufen würde, genausowenig der Fall, wie ein besonderer Vorteil für das Braunschweiger Umkehrspiel durch Bouhaddouz‘ Verletzung vorlag.

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18.Spieltag – 2.Bundesliga 2015/2016

Die Hälfte der Saison ist vorbei. Gemeinheim meint man, dass noch so viele Spiele zu spielen sind, dass der aktuelle Tabellenstand nicht so viel Aussagekraft hat und noch ganz viel passieren kann. Wenn man allerdings einen Blick auf die letzten 20 Spielzeiten seit Einführung der Dreipunktregel wirft, dann stellt man fest, dass sich am Tabellenbild zwischen Herbstmeisterschaft und Saisonfinale meist gar nicht mehr so viel ändert.

Denn in dieser Zeit landeten 45 der 60 Teams, die zur Halbzeit einen der ersten drei Plätze belegten, auch am Ende unter dem Toptrio. In den letzten zehn Jahren waren es sogar 24 von 30. Dabei belegt der Herbstmeister final im Schnitt Platz 2,1. Schlechter als Sechster wurde er nie (Aachen 2003/2004). 17 von 20mal stand am Ende der Aufstieg (einmal via Relegationssieg). In den letzten zehn Jahren verspielte nur Aue als Herbstmeister noch den Aufstieg (2010/2011) und das erstaunt vielleicht nicht ganz so, wenn man bedenkt, dass sie nach 17 Spielen sehr überraschend ganz oben standen und auch nur drei Punkte Vorsprung auf Platz 4 hatten.

Der Zweitplatzierte nach 17 Spielen landete in den vergangenen 20 Spielzeiten im Schnitt auf Platz 2,65. Zehnmal reichte es für Platz 1 oder 2. Weiter runter als bis auf Platz 7 ging es nie mehr (Kaiserslautern 2008/2009). Und auch für den Dritten nach 17 Spielen ging es im Laufe der Restsaison nicht mehr so richtig bergab, sodass am Ende im Schnitt Platz 3,55 stand. Immerhin achtmal gelang noch der Sprung auf Platz 1 oder 2. Schlechter als Neunter wurde es in der Abschlusstabelle nie und das ist auch schon einige Monde her (Hannover 2000/2001, VfB Leipzig 1995/1996).

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17.Spieltag – 2.Bundesliga 2015/2016

368 Tore sind in der zweiten Liga an 16 Spieltagen bisher gefallen. Jedes Team erzielte also im Schnitt reichlich 20 Tore. Der große Ausreißer nach oben ist der SC Freiburg, der bisher schon auf 36 Treffer kommt. Am unteren Ende der Skala tummeln sich mit 13 oder 14 Toren gleich vier Teams (Düsseldorf, 1860, Bielefeld, Duisburg).

Wenn man sich anschaut, wie viele Torschützen die einzelnen Teams haben, dann steht Nürnberg ganz vorn, bei denen im Saisonverlauf gleich 13 verschiedene Spieler bereits ein Tor erzielten. Im Schnitt hat jedes Team knapp neun Torschützen. Erstaunlich, dass ausgerechnet RB Leipzig mit dem in der Breite eigentlich sehr gut aufgestellten Kader die geringste Anzahl an Torschützen hat. Lediglich fünf verschiedene Spieler trugen sich bisher in die Torschützenliste ein.

Alle diese fünf Spieler trafen nicht nur einmal, sondern mindestens zweimal, sodass man diesbezüglich leicht über dem Schnitt der Liga (knapp über vier) liegt, was die Anzahl der Torschützen mit mehr als einem Treffer angeht. Neben Leipzig hat es auch Fürth geschafft, dass alle Torschützen bisher mehr als einmal getroffen haben. Nur dass es dort sieben sind und nicht nur fünf.

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16.Spieltag – 2.Bundesliga 2015/2016

Auch in dieser Saison ist die zweite Liga wieder eine, die vermehrt über Zweikämpfe und Fouls kommt. Das fällt besonders beim Vergleich mit den Erstligakickern auf. 224 Zweikämpfe gibt es in der zweiten Liga im Schnitt pro Spiel, in der ersten Liga sind es glatt mal 20 weniger.

Das gilt für Fouls ziemlich unisono. 16,3 Fouls begeht jeder Zweitligist pro Spiel. Ziemlich genau zwei weniger braucht jeder Erstligist pro 90 Minuten. Mit den 15,7 Fouls pro Spiel, die Sündenkarteianführer Darmstadt pro Spiel in der Bundesliga begeht, läge man in der zweiten Liga lediglich im unteren Drittel der Foultabellen.

Es kommt also nicht von ungefähr, dass Mannschaften und Spieler, die absteigen, davon sprechen, dass in der zweiten Liga ein anderer Fußball gespielt wird als in der ersten Liga. Das ist nicht nur ein Gefühl, sondern auch durch die Zahlen gedeckt. Wobei es da auch innerhalb der zweiten Liga noch Differenzen gibt.

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Was von Spieltag 15 bleibt

Der 15.Spieltag war Endstation für einen weiteren Zweitligatrainer. Als Sechsten in dieser Saison traf es Frank Kramer, dem ein 1:1 zu Hause gegen den neubetrainerten Tabellenletzten Duisburg nicht reichte. Trotz sieben Punkten aus den letzten fünf Spielen nach nur sechs Punkten aus den ersten zehn Spielen war man mit der Geduld am Ende. Wenn man sich das Auftreten der Mannschaft anschaut nicht ganz zu Unrecht.

Wobei man sich beim Blick auf Düsseldorf auch immer fragen kann, was eigentlich das Konzept ist. Als neuer Trainer wird nun Friedhelm Funkel gehandelt. Für den Winter sind Neuzugänge a la Charlison Benschop, Maximilian Beister und Zsoltan Stieber im Gespräch.

Einen sowieso schon wild mit ehemaligen Erstligaspielern und gescheiterten Erstligaspielern besetzten Kader mit weiteren Spielern dieser Kategorie aufblasen und dem Haufen einen Trainer vorsetzen, der letztmals vor vielen, vielen Monden bei der Frankfurter Eintracht erfolgreich gearbeitet hatte. Klingt nach einem interessanten Experiment und danach, dass der nächste Umbruch in Kader und/ oder auf sportlicher Entscheidungsebende nicht allzulang auf sich warten lassen wird.

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Was von Spieltag 14 bleibt

Spieltag 14 der zweiten Liga sah gleich fünf Unentschieden. Was natürlich jeden Sieg noch mal besonders wertvoll und jede Niederlage besonders bitter machte. Im vorderen Bereich waren es St. Pauli und Sandhausen, die mit ihren Siegen jeweils viel Boden gut machen konnten. An der Tabellenspitze hat sich dadurch erstmal ein Trio abgesetzt, das dort für mindestens einen Spieltag zusammenbleibt, da man vier Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz hat.

Punktetechnisch geht das Verfolgerfeld von Platz 4 bis Platz 12. Gerade mal vier Punkte trennen diese neun Mannschaften, aus deren Kreis sich jederzeit neue Aufstiegsanwärter herausschälen können. Karlsruhe, die in den letzten vier Spielen das heißeste Team der Liga waren, Braunschweig, Kaiserslautern, Bochum oder Nürnberg gehören sicherlich zu den Teams, die man auf der Rechnung haben muss.

Wobei man bei Bochum aktuell eher die vorige Saison nachspielt. Als man auch gut startete und dann über längere Zeit erfolg los blieb, bis der nicht so richtig gelittene Peter Neururer abtreten müsste. So weit ist es mit Gertjan Verbeek noch lange nicht, auch weil die Stimmung rund um den Verein noch recht entspannt scheint, aber Bochum ist in den letzten Spielen das punktetechnisch schlechteste Team der Liga gewesen. Nur ein Punkt aus den letzten vier Spielen, nur ein Sieg aus den letzten neun Spielen. Aus dem überlegenen Tabellenführer ist von den Daten her ein Abstiegskandidat geworden.

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2.Bundesliga: SV Sandhausen vs. RB Leipzig 1:2

RB Leipzig nach der Niederlage in Unterhaching mit der schweren Aufgabe beim SV Sandhausen. Vom Grundgedanken her sicherlich ein ähnliches Spiel mit einem auf Konter lauernden Gegner. Es wurde die erwartet schwere Aufgabe gegen einen verbissen verteididgenden Kontrahenten mit besserem und auch verdientem Ende für die Leipziger.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzgi nach den Ausfällen von Ilsanker und Forsberg mit Khedira und Bruno. Also relativ klaren Eins-zu-Eins-Wechseln statt Kaiser auf die Sechs zu ziehen und die Offenisvkette zu verändern.

Die Gastgeber mussten derweil eine im Vergleich zu den letzten Ligaspielen stark veränderte Viererkette in der Abwehr aufbieten, weil Paqarada und Kistner ausgefallen waren. Zudem saß Wooten angeschlagen nur auf der Bank und stand Kosecki verletzungsbedingt nicht mal im Kader. Für einen Verein wie den SV Sandhausen fast schon exorbitante Ausfälle.

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