Schlagwort-Archive: Marcel Sabitzer

Kaderschmiede RB Leipzig 2015/2016

Schon seit 12 Tagen kann RB Leipzig auch rechnerisch nicht mehr aufsteigen und schaut sich das sportliche Treiben in der zweiten Liga als entspannter Zuschauer an. Nicht ganz so entspannt dürften die Tage für Ralf Rangnick sein, der mitten im intensivsten Teil der Kaderplanung bzw. der Fixierung von Verträgen mit interessierten Spielern stecken sollte. Nicht zu vergessen, dass er auch noch einen Trainer vorstellen muss, der ihm den Kader in der nächsten Saison betreut.

Im Gegensatz zu den zwei Sommerpausen zuvor gibt es in diesem Jahr kadertechnisch doch einige Baustellen, viele Fragezeichen und auf Zugangs- und Abgangsseite mehr als genug zu tun. Das fängt bei den Leihspielern an, von denen kaum einer für die kommende Saison eine Rolle im RB-Kader spielen wird und für die es entsprechend entweder neue Leih- oder finale Abgangslösungen geben muss.

Gleich fünf von insgesamt 10 Leihspielern haben Verträge mit RB Leipzig, die Ende 2016 auslaufen. Sprich, bei allen diesen Spielern müsste der Vertrag erst einmal verlängert werden, wenn man denn neue Leihoptionen im Kopf hat. Nicht zutreffen dürfte dies auf Matthias Morys, Clemens Fandrich und Mikko Sumusalo, bei denen es darum geht, dass RB Leipzig für sie Lösungen finden muss, die einen endgültigen Abgang ermöglichen. Alle drei sind bei ihren aktuellen Leihvereinen Großaspach, Aue und Rostock gut aufgehoben. Bei Fandrich und Sumusalo stellt sich nur die Frage, was mit ihnen bei Abstieg ihrer jetzigen Clubs passiert.

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Zu kleines Problem für große Lösungen?

Ich ärgere mich darüber, dass es Statuten gibt, die dem Verein die Möglichkeit geben, ‚betriebsintern‘ Spieler hin und her zu schieben. Das kann ich mit meiner Empfindung von fairem Wettbewerb nicht nachvollziehen. (Peter Neururer vor dem Spiel seines VfL Bochum bei RB Leipzig)

Das merkwürdig mechanistische Bild, das man im Hause Red Bull Spieler, die im Kern auf der Basis ihrer eigenen Karriereinteressen und -ziele und entsprechend der Perspektiven, die ihnen in Verhandlungen aufgezeigt werden, Verträge unterschreiben, hin- und herschiebt, wurde hier im Blog ja vor wenigen Monaten bereits kritisch beleuchtet.

Letztlich bleibt es dabei, dass kein Spieler ein Vertrag hat, der gleichermaßen für Leipzig und Salzburg gilt und ohne seine Zustimmung den Verein wechseln müsste. Natürlich gibt es aber normale Leihverträge wie bei Bredlow und Prevljak, die von Leipzig nach Liefering verliehen wurden oder bei Sabitzer und Bruno, die auch leihweise in Salzburg spielen und entsprechend nach Ablauf des Leihvertrags wieder zurückkehren müssten.

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Spekulationen ohne faktische Basis

Themen aus Salzburg werden hier im Blog im Normalfall eigentlich ausgespart. Ganz einfach weil es letztlich nicht mein Tanzbereich ist und es mich auch nicht wirklich tangiert, was dort im sportlichen Alltag passiert. Das ändert sich meistens dann, wenn absehbar ist, dass Ereignisse in Salzburg auch direkte Auswirkungen auf die Entwicklung in Leipzig haben. Die Demission von Dietmar Beiersdorfer als Head of Global Soccer Red Bull (ein in seiner Monströsität immer noch großartiger Titel) 2011 war so ein Ereignis. Auch der Abgang von Ricardo Moniz als Salzburger Trainer hatte für RB Leipzig schwerwiegende Folgen, kam doch dadurch erst die Lawine mit Rangnick-Verpflichung und Pacult-Entlassung ins Rollen.

Das Aus von Red Bull Salzburg als FC Salzburg (als der der Club in europäischen Wettbewerben antritt) in der Champions League gehört auf den ersten Blick nicht unbedingt zu dieser Art Ereignisse. Im von einigen Spielern als wichtigster Karrierepartie charakterisierten Spiel bei Malmö FF mit 0:3 unterzugehen, ist erst einmal ein sportliches Desaster, das man alleinig in Salzburg aufarbeiten muss (siebenmal in neun Jahren an der Champions-League-Quali zu scheitern (im zwei Jahren durfte man nicht in die CL-Quali), geht ja vielleicht immerhin als Tradition durch).

Interessant, wenn man diesen leicht irreführenden Begriff benutzen will, wird die Geschichte für Leipzig nur, weil das öffentlich-virtuelle Rauschen direkt nach dem Spiel anfing, Spieler aus Salzburg nach Leipzig zu transferieren. Ganz so als wäre die Saison in Salzburg schon beendet. Und ganz so als ginge es jetzt darum, alles in einen Durchmarsch von RB Leipzig in die erste Liga zu stecken.

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Im Mittelfeld haben wir das Schlaraffenland

Drei Tage sind es noch bis zum Saisonstart. Zeit sich mal wieder zu einem Podcast zu versammeln und die aktuelle Lage rund um RB Leipzig zu besprechen. Es geht um Neuzugänge, die Konkurrenz in der Liga, Boykottankündigungen gegen RB Leipzig, die eigene Fanentwicklung und vieles, vieles mehr. Wie das genau aussieht, kann man sich unten in der Inhaltsübersicht anschauen.

Versammelt hatten sich gestern als Co-Gastgeber André Herrmann, Axel (Ex-RB-Fanradio) und meine Wenigkeit. Die zusammen die lockeren Vorgaben in Sachen Zeitmanagement fahren ließen und ein pickepackevolles Unterhaltungsprogramm verplauderten. Aber man kann sich die Sendung ja auch stückweise anhören oder anhand unten stehender Zeittabelle zwischen den Blöcken herumspringen.

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Mechanistische Weltbilder

Gestern Brasilien, heute Salzburg, morgen Leipzig, danach wieder zurück. Die Spieler in der Brause-Welt werden munter hin- und hergeschoben. (taz, 20.07.2014)

Es hat sich ein bisschen eingebürgert, die Wechsel zwischen Vereinen, die von Red Bull finanziert werden, als prototypische Schlechtheiten des Fußballs im Zeichen der Brause darzustellen. Natürlich zahle man keine Ablöse bei diesen Wechseln zwischen den Vereinen, so hieß es mal irgendwo auf die Wettbewerbsverzerrung abzielend. „Hin- und hergeschoben“ werden die derart marionettenhaft dargestellten Spieler, so findet die taz als Einleitung zu einem Text, der die ‚internen‘ Wechsel aufzählt.

Man braucht dabei schon ein recht mechanistisches Weltbild, um so zu tun, als hätte man es in der Welt des Ralf Rangnick mit Figuren zu tun, die man einfach zu neuen Ufern schicken könnte. Dass dies nicht ganz so einfach ist, beweist sich auch darin, dass es bis zur Winterpause 2013/2014 im Männerbereich mit Roman Wallner gerade mal einen Spieler gab, der zwischen Österreich und Deutschland wechselte. Und mit diesem Wechsel auch noch scheiterte.

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Transfers: Stefan Hierländer, Marcel Sabitzer

Gerade mal eine Woche ist es her, dass Ralf Rangnick im Rahmen des Star Talks bei Sport 1 erklärte, dass es in Sachen Neuverpflichtungen bei RB Leipzig noch ein bisschen dauern werde und man hoffe, dass man bis zum Beginn des Trainingslagers in Österreich Anfang Juli den Kader zusammen hat. Nur kurz darauf wurden dann Ende letzter Woche doch zwei Verpflichtungen bekannt gegeben. Beide aus Österreich. Mit Stefan Hierländer eine echte und mit Marcel Sabitzer eine (noch) nicht ganz so echte, da Sabitzer nach seiner Verpflichtung gleich nach Salzburg weiterverliehen wurde.

Stefan Hierländer (23 Jahre, zentrales Mittelfeld): Hierländer „weiß gar nicht, wie gut er ist“, soll Ralf Rangnick in seinem ersten Jahr als Verantwortlicher für die Aktivitäten bei Red Bull Salzburg und RB Leipzig über den Österreicher in Salzburger Diensten gesagt haben. Zu 100% Recht kann der Sportdirektor damit nicht gehabt haben, denn schon mit 17 war Hierländer mit größerem Glauben in seine fußballerischen Fähigkeiten den Schritt von Austria Kärnten ins Ausland und zu Sampdoria Genua gegangen.

Weil das in den jungen Jahren nicht sonderlich gut funktionierte, kam er schon nach drei Monaten zurück und spielte fortan zwei Jahre bei Austria Kärnten in der obersten Spielklasse Österreichs. Im ersten Jahr noch als Ergänzungsspieler, im zweiten Jahr bereits als Stammspieler, der in 30 Einsätzen neun Scorerpunkte mitnahm, aber den Abstieg seines Teams nicht verhindern konnte.

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