Schlagwort-Archive: Emil Forsberg

Bundesliga: RB Leipzig vs. FC Bayern München 4:5

Zweiter gegen Erster am vorletzten Spieltag der Bundesliga. Auch wenn es tabellarisch nicht mehr um sehr viel ging, war es dann doch noch mal ein hübsches Aufeinandertreffen zum Saisonende hin. Und aus RB-Sicht der Versuch, im Duell Nummer 2 zu zeigen, dass man näher dran ist, als man es beim 0:3 im Hinspiel war. Nach 90 spektakulären Minuten stand ein 4:5 und die trotzdem gesicherte Vizemeisterschaft auf der Anzeigetafel. Ein weinendes und ein lachendes Auge und entsprechend eine etwas ambivalente Stimmungslage.

Ralph Hasenhüttl schickte eine komplett unveränderte Elf in die Partie. Entsprechend spielten erneut Ilsanker und Bernardo auf den Außenverteidigerpositionen und ersetzte Dayot Upamecano den verletzten Willi Orban in der Innenverteidigung. Organisiert war man wie gewohnt in einem 4-2-2-2.

Bayern auf der anderen Seite stellte viermal um und spielte mit so etwas wie der bestmöglichen Elf. Rafinha, Sanches, Müller und Costa raus. Lahm, Alonso, Robben und Thiago rein. Organisiert war man im 4-2-3-1, wobei Thiago nicht nur auf der Zehn, sondern auch immer mal im Spielaufbau zu finden war.

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Marvin Compper schlägt Yussuf Poulsen

Vier Spiele, vier Siege. Das die Bilanz der jüngeren Vergangenheit bei RB Leipzig. Und das auch die Bilanz der letzten Spiele von Yussuf Poulsen, der nach Verletzung im Spiel gegen Darmstadt erst spät und nicht mehr spielentscheidend in die Partie kam, aber in den folgenden drei Spielen mit zwei Toren und zwei Vorlagen entscheidenden Anteil am Erfolg hatte. Zuvor war RB dreimal in Folge sieglos geblieben. Woraus man natürlich konstruieren könnte, dass Leipzig ohne Poulsen (punktetechnisch) schwächer ist als mit.

Wenn man den Dänen mit den anderen RB-Spielern, die mindestens 50% der Spielzeit auf dem Platz standen, vergleicht, dann relativiert sich seine Bilanz als entscheidender Spieler allerdings auch ein wenig. Denn im Vergleich gesehen, punktet RB Leipzig leicht unterdurchschnittlich, wenn Poulsen auf dem Platz steht.

2,10 Punkte hat RB Leipzig bisher im Schnitt geholt. Wenn Yussuf Poulsen vom Platz ging, waren es im ’nur‘ Schnitt 2,00 Punkte. Damit liegt er auf Augenhöhe mit einem Marcel Sabitzer und Willi Orban (in Abwesenheit des Innenverteidigers holte RB zwei Siege).

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Bundesliga: RB Leipzig vs. SV Darmstadt 98 4:0

Nach der Unterbrechung durch Länderspiele endlich wieder Bundesliga-Fußball. 26.Spieltag. Das letzte Saisonviertel bricht an. Zu Besuch war der designierte Absteiger Darmstadt 98. Mal wieder. Nach der dritten und der zweiten Liga nun auch in der Bundesliga. Zu holen gab es für die Gäste auch im dritten Gastspiel nichts. Mit einem 0:4 fuhren sie eine deutliche Niederlage ein, die durchaus verdient war. Nur dass die Null bis zum Ende stand, war reichlich absurd.

RB Leipzig veränderte die Formation gegenüber dem Spiel in Bremen gleich auf vier Positionen. Wobei manch Wechsel nicht ganz freiwillig war. So durfte Fabio Coltorti mit 36 seine Bundesliga-Premiere feiern, weil Peter Gulacsi sich am Tag vorher krank abgemeldet hatte und auch Marius Müller ausfiel. Den verletzten Timo Werner ersetzte Oliver Burke und nicht Davie Selke, weil Hasenhüttl jemanden im Team wollte, der eine ähnliche Geschwindigkeit einbringen kann. Naby Keita kam auch zurück ins Team. Dafür saß Upamecano auf der Bank, sodass aus drei Innenverteidigern wieder zwei Innenverteidiger wurden. Und Bernardo ersetzte Benno Schmitz.

Machte zu Beginn ein 4-1-2-2-1 mit Ilsanker als Sechser, Demme und Keita davor, Forsberg und Burke auf den Außen und Sabitzer zentral im Sturm. Das blieb aber nicht über die gesamte Spielzeit so. In der ersten Halbzeit war es irgendwann auch mal ein 4-2-2-2 mit Sabitzer und Burke in vorderster Front, Demme und Ilsanker als Doppelsechs und Forsberg und Keita außen, um vor allem defensiv mehr Breite zu haben. Nach der Pause spielte dann vornehmlich Burke im 4-1-2-2-1 ganz vorn und nicht mehr Sabitzer, der nun rechts auflief. Als zentrale Anspielstation in der Tiefe hatte Burke dann auch seine besten Szenen.

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Wundertüte mit viel individueller Klasse

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor dem Bundesliga-Spiel von RB Leipzig gegem den VfL Wolfsburg (11.03.2017, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Emil Forsberg.]

24. Spieltag der Bundesliga. RB Leipzig empfängt den VfL Wolfsburg, den man bereits zweimal im DFB-Pokal zu Besuch hatte. Und dem man beim zweiten Versuch vor zwei Jahren im Achtelfinale die Premiere einer ausverkauften Red Bull Arena bei einem RB-Spiel verdankte. Es war ein erstaunlich stimmungsvolles Duell damals zwischen den sogenannten Retortenvereinen. Trotz phasenweise recht deutlicher Überlegenheit des damals noch höherklassigen Vereins.

Nun trifft man sich also mal wieder in Leipzig. Und der VfL kommt als echte Wundertüte. In der Hinrunde war für Dieter Hecking nach dem Spiel gegen RB Leipzig Schluss. Für ihn kam Valerien Ismael zum Zuge, der zuvor in Nürnberg eher unglücklich ausgesehen hatte. Und auch in Wolfsburg trotz allerlei Durchhalteparolen nicht mal eine Halbserie schaffte. 15 Spiele in der Bundesliga, zwei Spiele im DFB-Pokal waren es schließlich. Ironischerweise wurde Ismael nach einem der besten Heimspiele seines Teams, als man gegen Werder Bremen fast 30 Torschüsse verbuchte und auf irrwitzige Art und Weise verlor, entlassen.

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Top-Trio Bayern, Dortmund, Leipzig

36 Tore fielen am vergangenen Spieltag in der Bundesliga. Das sind durchaus reichlich. Vier pro Spiel, zwei je Mannschaft. RB Leipzig und Augsburg waren also am Freitag stilbildender Prototyp des Spieltags.

Wie das aber eben immer so ist im Fußball, verteilen sich die Dinge nur selten so gleich. Es liegt in der Natur der Sache, dass im Normalfall die einen gleicher als die anderen sind. Sodass auch der Torerfolg in der Bundesliga sehr unterschiedlich verteilt ist. Dass Bayern fast viermal so viele Tore erzielt hat wie der SV Darmstadt 98 ist durchaus eine bemerkenswerte Differenz. Braunschweig war vor drei Jahren ein Team, dem es mit den Bayern so ähnlich ging.

Nun, das ist vielleicht nicht so spannend. Interessanter da vielleicht, wie sich der Torerfolg innerhalb der Mannschaften verteilt. Bei den Bayern gibt es diese Saison bereits 16 Torschützen. Was deutlich zeigt, dass das Team qualitativ sehr breit besetzt ist und sich das auch in der Offensive bzw. im Offensivspiel bemerkbar macht. Auch Dortmund und Hoffenheim sind mit je 13 Torschützen ganz oben dabei. Bremen wird seinem offensiven Ruf mit gleich 14 Torschützen gerecht.

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Bundesliga: FC Augsburg vs. RB Leipzig 2:2

Auswärtsspiel in Augsburg als Freitagabendaufgabe für RB Leipzig am 23. Spieltag. Es wurde ein überraschend unterhaltsames und kurzweiliges Spiel, das schließlich mit einem 2:2 zu Ende ging. Eher zu wenig aus RB-Sicht, wenn man vor allem die ersten 70 Minuten sieht.

In die Partie gegangen war Leipzig mit einer gegenüber dem Köln-Spiel unveränderten Aufstellung. Von der Formation her war es dem 4-3-3 gegen Köln ähnlich. Allerdings spielte man es eher asynchron. Denn Sabitzer agierte gegen den Ball etwas tiefer als es Forsberg tat. Sodass eher ein 4-1-3-2 entstand. Mit einem Forsberg, der teilweise fast als zweite Sturmspitze agierte und ansonsten im Zehnerraum viele Freiheiten bekam und einem Sabitzer, der oft neben Demme und Keita die Dreierkette vor Ilsanker bildete. Aber es konnte auch gern mal zum 4-1-4-1 oder 4-2-3-1 werden.

Augsburg auf der anderen Seite zauberte wegen diverser Ausfälle zwei Überraschungen aus dem Ärmel. Framberger ersetzte auf der rechten Seite den verletzten Verhaegh. Und Danso komplettierte die Abwehr auf der rechten Innenverteidigerposition, weil man mit Fünferkette spielen wollte.Bundesligapremiere, 18 Jahre. Spielte, als hätte er nie etwas anderes gemacht.

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Bundesliga: Borussia Mönchengladbach vs. RB Leipzig 1:2

Drei Auswärtsniederlagen hintereinander ohne eigenes Tor für RB Leipzig. Dazu die letzten beiden Ligaspiele verloren. Ein bisschen stellte sich vor dem Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach die Frage, ob aus Einzelereignissen nun doch ein Trend wird. Am Ende der 90 Minuten feierte RB eine Art Statement-Sieg gegen die aufkommenden Unkenrufe und Hoffenheim-Vergleiche, den man sich durch viel Aufwand und durch das bessere Agieren vor dem gegnerischen Tor auch verdiente.

Etwas überraschend, was Ralph Hasenhüttl in Mönchengladbach aufstellungstechnisch veranstaltete. Der eigentlich angekündigte Upamecano blieb auf der Bank. Dafür rückte Ilsanker neben den nach Gelbsperre zurückkehrenden Compper in die Innenverteidigung. Statt Orban/ Upamecano also Compper/ Ilsanker als Startduo. Keita rutschte von der Zehn für Ilsanker auf die Sechs, auf der er wirkungsvoller ist. Sabitzer spielte statt zweiter Spitze wieder auf der Stammposition auf der Zehn, die ihm auch näher liegt. Und Burke bekam dafür den Platz neben Werner im Sturm, wo er allerdings etwas wirkungslos blieb. Überraschend aber vor allem, Schmitz für Bernardo in die Startelf zu stellen. Wobei Schmitz seine Sache abgesehen von kleineren Wacklern sehr gut machte.

Am Ende war es das gewohnte 4-2-2-2-System, nachdem man vor dem Spiel noch rätseln durfte, ob Hasenhüttl eventuell eine Systemumstellung plant. Zumindest ließen sich seine Äußerungen, Upamecano, Ilsanker und Keita spielen zu lassen, entsprechend interpretieren, wenn man davon ausging, dass Keita nicht noch mal auf der Zehn spielen würde. Durch Upamecanos Bankplatz blieb es dann aber doch beim gewohnten System und Keita fand trotzdem einen Platz auf der Sechs.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. Hamburger SV 0:3

20.Spieltag in der Bundesliga. RB Leipzig empfing den Drittletzten der Tabelle, den Hamburger SV. Nach der Niederlage in Dortmund sollte mit allen rückkehrenden Stammspielern wieder der Weg in die Erfolgsspur gefunden werden. Am Ende stand eine nicht unverdiente Niederlage, weil man vor dem HSV-Tor zu umständlich agierte und in der ersten Halbzeit zweimal bei Ecken nicht gut verteidigte.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig dank der vielen Rückkehrer mit einigen Änderungen. Khedira, Kaiser und Selke landeten erwartungsgemäß auf der Bank. Compper fehlte dazu gelbgesperrt. Etwas überraschend stand auch Poulsen nicht in der Startelf. Denn Ralph Hasenhüttl hatte sich in der Abwehr für Neuzugang Dayot Upamecano als Compper-Ersatz entschieden. Ilsanker war nach starkem Spiel in Dortmund sowieso gesetzt, sodass irgendwo weiter vorn ein Spieler zu viel war. Das war dann überraschend Poulsen. Sodass Werner, Sabitzer, Forsberg und Demme wieder ins Team zurückkehrten. Das Duo Selke/ Poulsen vor einer Woche noch zusammen auf dem Platz, nun zusammen auf der Bank. Das hatten sie sich sicherlich auch beide etwas anders vorgestellt.

Der Hamburger SV veränderte seine Startelf im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel auf zwei Positionen. Sakai rückte rechts hinten für Diekmeier ins Team. Und Neuzugang Walace, der unter der Woche im DFB-Pokal seine gelungene Premiere gefeiert hatte, ersetzte Ekdal auf der Sechs.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017 – Update 1

Da ist sie auch schon vorbei, die Wintertransferperiode. Wobei das auch ein bisschen irreführend ist, denn international gesehen gibt es völlig verschiedene Transferfenster. Sodass prinzipiell ein Spieler fast das ganze Jahr irgendwohin wechseln könnte. Das ist für RB Leipzig aber ein rein theoretischer Fall. Denn nach insgesamt sechs Winterabgängen gibt es keine Abgangskandidaten mehr. Und auf Zugangsseite ist der Weg durch das in Deutschland nun geschlossene Transferfenster halt versperrt.

Gleich sechs Abgänge und nur ein Neuzugang gab es in den letzten Wochen. Das klingt natürlich ziemlich unbalanciert. Aber es relativiert sich, da auf der Abgangsseite zwei Spieler mit abgehandelt sind, die als Nachwuchsleute nicht wirklich zum Profikader von RB gehörten. Idrissa Touré und Vitaly Janelt verfügten aber über langfristige Profiverträge und müssen deswegen dann doch genannt werden, weil so auch die mögliche nächste Linie an Nachrückern aus dem Nachwuchs (aus nicht wirklich sportlichen Gründen) abgegeben wurde.

Neben Touré und Janelt ging auch noch Omer Damari, der genaugenommen auch nicht mehr zum Kader gehörte. Weil er seit eineinhalb Jahren auf Leihen unterwegs war und nun die nächsten eineinhalb Jahre leihweise in Israel verbringt. Hat auf den Profikader keine Auswirkungen.

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Spieler der Hinrunde: Emil Forsberg

Bei der Wahl zum Spieler des jeweiligen Fußballhalbjahrs wurde hier auch immer ein bisschen drauf geachtet, nicht immer in den üblichen Duktus von solchen Wahlen zu verfallen und immer auf den Offensivspieler zu schielen, der die meisten Tore beisteuerte oder am spektakulärsten spielte.

Entsprechend schafften es in der Vergangenheit auch immer wieder Verteidiger oder Fleißbienen wie Fabian Franke oder Tim Sebastian oder Diego Demme oder Bastian Schulz aufs virtuelle Cover der Bloglobhudelei. Auch in der abgelaufenen (bzw. fast abgelaufenen, wenn man das fehlende Spiel gegen Frankfurt formal richtig hinzuzählen wollte) Hinrunde der Bundesliga hätte es wieder Kandidaten für diese Rolle gegeben.

Ganz vornweg natürlich Diego Demme, der im Mittelfeld als Balancegeber und Bindeglied zwischen Defensive und Offensive nicht wegzudenken war. Gut die Räume geschlossen und dazu an unheimlich vielen Toren zumindest in der weiteren Vorbereitung als Passstation beteiligt. Das war schon mehr als ordentlich und noch mal eine Steigerung zur sowieso auch schon starken letzten Saison.

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