Auftakt in die letzten Wochen der Saison

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Hertha BSC (30.03.2019, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick. Ab 13.30 Uhr.]

Der letzte Saisonabschnitt beginnt. Noch acht Spiele stehen in der Bundesliga für die Teams auf dem Programm. Dazu kommt der DFB-Pokal für jene Klubs, die noch in diesem vertreten sind. So wie RB Leipzig, auf die mit den Spielen gegen Hertha und in Augsburg und in Leverkusen eine englische Woche wartet, die ein Stückweit schon die Richtung vorgibt für den Rest der Saison. Die Qualifikation für die Champions League steht über allem. Dem DFB-Pokal wird dazu durchaus auch eine gehobene Wichtigkeit zugeschrieben, wo man schon mal so weit gekommen ist und bereits vor der Winterpause aus der Europa League ausgeschieden war.

Für RB Leipzig geht es in dieser Saison also noch um recht viel. Für Hertha BSC geht es um vergleichsweise wenig. Im DFB-Pokal ist man nach dem knappen Ausscheiden gegen Bayern mal wieder zum Zuschauen verdammt, wenn die Teams ausgespielt werden, die dann im Hertha-Stadion den Titelträger ermitteln. Und in der Bundesliga ist man mit neun Siegen, acht Unentschieden und neun Niederlagen so etwas wie der Inbegriff des Liga-Durchschnitts. Sieben Punkte Rückstand auf die Plätze 6 und 7 sind schon ganz schön viel, um noch europäische Ambitionen anmelden zu können. Bei 15 Punkten Vorsprung auf Platz 16 passiert nach unten aber auch nichts mehr. Um für die restlichen Spiele noch mal Fahrt nach oben aufzunehmen, müsste man in Leipzig wohl schon mal ein Zeichen setzen und gewinnen.

Wie so oft bei Hertha in der jüngeren Vergangenheit kann man sich fragen, ob diese Existenz irgendwo relativ genau in der Mitte der Tabelle nun positiv oder negativ ist. Also ob mit diesem Platz einfach die Möglichkeiten des Klubs ausgereizt sind oder ob man sich dort im grauen Mittelmaß eingerichtet hat. Wenn nicht nur der Wunsch Vater des Gedankens ist, dann landet man wohl eher bei ersterer Interpretation.

Wenn man einen Blick auf die Länderspielabstellungen der letzten Woche wirft, dann kann der Weg von Hertha nicht schlecht sein. Insgesamt 14 Spieler musste man abstellen. Allein sieben Berliner waren in deutschen Nachwuchsnationalmannschaften unterwegs. Vier Spieler davon haben schon mindestens 200 Pflichspielminuten bei den Profis diese Saison gemacht. Dazu kommt mit Niklas Stark einer, der zum ersten mal von Jogi Löw eingeladen wurde. Das sind durchaus starke Bilanzen, die auch dafür sprechen, dass der Hertha-Weg konsequent auf (eigene) Talente zu setzen und diese zu entwickeln und nach und nach an Bundesliga-Niveau heranzuführen, aufgeht. Und hinter den Spielern, die schon nah am Profiteam sind, warten schon die nächsten Talente.

Mit diesem wirtschaftlich alternativlosen Ansatz (Hertha hatte letzte Saison einen Umsatz von rund 150 Millionen Euro, ist also recht weit von den Top 6 in Deutschland entfernt) der Nachwuchsausbildung fährt man in Berlin insgesamt sehr gut, weil man sich ein zukunftsfähiges Team zusammenbaut, das aber auch keine Probleme hat, sich in der Liga zu halten. Was in dem Bereich von Teams mit deutlich unter 200 Millionen Euro Umsatz keine Selbstverständlichkeit ist.

Dafür dass Hertha nun schon recht lange einen recht stabilen Fußball spielt, mit dem man eher auf Europapokal-Plätze als Richtung Abstiegskampf schielt, dafür steht Trainer Pal Dardai, der seit nunmehr vier Jahren das Team trainiert und damit hinter Christian Streich der zweitdienstälteste Coach der Bundesliga ist. Dardai steht für eine extrem ruhige Art des Coachens, macht aber durchaus auch mal klare Ansagen in Richtung der jungen Spieler und steht vor allem dafür, junge Spieler in das Bundesliga-Team einbauen zu können.

Hertha ist alterstechnisch nur ein Durchschnittsteam der Liga. Das liegt aber vor allem daran, dass man mit Jarstein, Kalou oder Ibisevic Spieler deutlich jenseits der 30 unter den Stammspielern hat. Spieler wie Lazaro, Maier, Stark, Mittelstädt, Grujic, Torunarigha oder Dilrosun stehen als maximal 23 Jahre alte Spieler dafür, dass Hertha ein durchaus junges Team ist. Von der Masse an Nachwuchsnationalspielern bis hoch in den U21-Bereich mal ganz abgesehen.

Es ist nicht unbedingt Spektakelfußball, den man von Hertha im Normalfall zu sehen kriegt (auch wenn diese Saison schon einige spektakuläre Spiele mehr dabei waren als in der Vergangenheit). Man ist vor allem ein Team, das davon lebt, dass man so gut es geht, hinter dem Ball mit vielen Spielern agiert, sodass man selten in Konter läuft oder bei gegnerischen Angriffen offen steht. Auf diese Art und Weise hält Hertha viele Spiele eng. Bei nur fünf Teams gehen die Spiele häufiger mit nur einem Tor Differenz aus. Gerade seit der Winterpause hat man sich in diesem Bereich der Kompaktheit hinter dem Ball noch mal verbessert und nur elf Großchancen zugelassen. Nur Bayern und Leipzig haben bessere Werte.

In die andere Richtung des Spielfelds stehen Pal Dardai und Hertha für eine gewisse Spielkultur. Mit Grujic oder Maier in der Zentrale oder einem Lazaro, der auf der rechten Seite der X-Faktor sein kann und die meisten Schlüsselpässe im Team spielt, hat man für die Entwicklung des Spiels aus der Abwehr heraus auch durchaus passende und ballsichere Spieler. Die Außenbahnen sind durchaus wichtig, aber viel läuft auch über die Zentrale, wo sich Selke in den letzten Jahren zu einem guten Kopfballspieler entwickelt hat (groß war er ja immer schon) und so auch eine Option für lange Bälle darstellt.

Sowieso ist das Kopfballspiel bei den Berlinern durchaus wichtig. Nur München und Hoffenheim haben mehr Abschlüsse per Kopf als Hertha. Für eine Mannschaft, die insgesamt nur durchschnittlich viele Torabschlüsse hat, ist das erstaunlich. Damit verbunden ist auch, dass die durchschnittlich häufigen Ecken und Flanken überdurchschnittlich oft einen Abnehmer finden. Bei Standards ist man entsprechend ganz gut. Bei defensiven Standards ist man erstaunlicherweise bei schon neun Gegentoren aber nicht so richtig gut.

Mit der Spielanlage, möglichst immer kompakt hinter dem Ball zu stehen, legt Hertha (fast schon traditionell unter Dardai) sehr viel weniger Laufstrecke zurück als der Rest der Liga. Es ist nicht gerade  sprintintensiver Pressingfußball, der in Berlin gespielt wird. Es ist ein recht ruhiger Fußball, der immer wieder aber auch genau die Momente findet, in denen man zuschlagen muss. Dazu findet ein Pal Dardai auch immer wieder Mittel, um die gegnerischen Stärken auszuschalten. Und sei es, indem man den Spielgestaltern quasi eine Manndeckung auf die Füße stellt.

Dass in Berlin aber versucht wird, Fußball zu spielen, zeigt sich auch daran, dass das Team schon sechs von 15 Rückständen aufgeholt und noch viermal Unentschieden gespielt und zweimal gewonnen hat. Mit Dortmund, Bayern, Hoffenheim und Wolfsburg holen nach Rückstand nur vier Teams mehr Punkte als Hertha. Nicht zufällig allesamt Teams, die von ihren Qualitäten am Ball leben. Dass Hertha auch schon sechsmal Führungen verspielt hat, erstaunt allerdings ein wenig angesichts des eigentlichen Setzens auf Kompaktheit hinter dem Ball. Könnte darauf hindeuten, dass die Mannschaft über 90 Minuten dann doch ein Problem mit Geschwindigkeit und Physis hat. Beim Spiel gegen Dortmund vor zwei Wochen wirkte Hertha nach 70 Minuten jedenfalls unheimlich platt.

In den letzten Jahren passte Hertha immer recht gut zur Spielanlage von RB Leipzig und wurde vom RB-Tempo oft überrannt. Noch nie haben die RasenBallsportler weniger als zwei Tore in einem Spiel gegen Hertha geschossen. Vier Siege und eine Niederlage stehen bei 17:6 Toren in der Bilanz. 3,4 Tore pro Spiel für RB gegen Hertha. Klar können historische Daten meist wenig Erkenntnisse für die Gegenwart liefern, aber da in allen Spielen bei Hertha Pal Darda an der Linie stand, bleibt halt dann doch ein Muster, das man nicht außer Acht lassen kann.

Nun, das klingt für die Offensivspieler von RB Leipzig doch vielversprechend. Zumal man mit Timo Werner ja einen (auch bei der Nationalelf unsichtbaren) kleinen Problemfall hat, der ein bisschen Selbstvertrauen gut brauchen kann. Ganz von selbst wird das mit dem Toreschießen aber auch nicht gehen, zumal in bisher fünf Pflichtheimspielen 2019 erst zwei RB-Tore stehen und in der Bundesliga noch kein einziger Heimsieg verbucht wurde. Zeit wird es für einen Dreier, auch angesichts der Ziele, die man in dieser Saison hat.

Länderspieltechnisch ist RB Leipzig ganz gut davon gekommen. Zwar waren 15 Spieler unterwegs (also einer mehr als bei Hertha, bei denen es aber auch Nachwuchskicker traf, die für Dardai keine wichtige Rolle spielen). Von den Stammspielern spielte aber nur einer am Dienstag noch und das war Yussuf Poulsen. Bei Hertha waren es insgesamt fünf Akteure, die gegen RB Einsatzchancen hatten und am Dienstag noch spielten (mit Darida verletzte sich einer davon sogar und fällt aus). Lediglich Orban und Sabitzer spielten von den RB-Feldspielern zwei komplette Spiele in der Länderspielpause. Allerdings waren sie damit schon am Sonntag fertig und beide dürften im RB-Kader die Spieler sein, die am wenigsten Probleme mit vielen Spielen haben. Insgesamt dürfte es RB mit den Belastungen der Länderspielwoche aufgrund der Verteil der Spiele besser getroffen haben als Hertha.

Wer dann am Ende bei RB auflaufen wird, ist aktuell noch schwer vorherzusagen. Es braucht einen Ersatz für Klostermann. Mukiele wäre die erste Alternative. Aber auch Adams oder Laimer können das spielen. Haidara wird langsam zur Alternative für einen Startelfeinsatz. Im Testspiel gegen Stettin spielte er allerdings meist auf der rechten Zehn (so wie in Salzburg) und nicht auf der linken, wo nach den erneuten Problemen bei der Nationalelf Forsberg zumindest nicht zwangsläufig eine Option für die Startelf ist. Im zentralen Mittelfeld hat man derweil das Luxusproblem, aus dem Trio Kampl, Demme Adams wohl einen auf die Bank setzen zu müssen. Auch kein leichter Job.

Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Gulacsi – Mukiele, Orban, Konaté, Halstenberg – Demme (Adams), Kampl (Adams) – Sabitzer, Forsberg (Haidara) – Werner, Poulsen
  • Hertha BSC: Jarstein – Stark, Lustenberger, Rekik – Lazaro, Grujic, Maier, Mittelstädt – Duda – Selke, Kalou

Fazit: Wichtiges Spiel für RB Leipzig so zum Auftakt der letzten Wochen der Saison. Mit Blick auf das Saisonziel Champions League muss der erste Heimdreier des Jahres 2019 auf der Prioritätenliste ganz oben stehen. Stabile, spielstarke, kompakt verteidigende und häufig auch effiziente Herthaner werden die Punkte aber auch nicht freiwillig in Leipzig lassen. Letzte Saison haben sie ja bereits die Erfahrung gesammelt, wie man (sogar in Unterzahl) in Leipzig gewinnen kann.

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen Hertha BSC nicht vor Ort verfolgen kann und am 30.03.2019, ab 18.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky.]

———————————————————————————–

Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Hertha BSC

———————————————————————————–

Ralf Rangnick. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

———————————————————————————–

Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen Hertha BSC. Mit Ralf Rangnick.

13.18

So, dann geht es dann mal wieder weiter nach dieser letzten Länderspielpause der Saison. Neun bis elf Spiele stehen für RB Leipzig noch auf dem Programm. Von enttäuschend bis hin zu sehr gut und emotional sind noch alle Saisonausgänge möglich. Ziel ist die Qualifikation für die Champions League. Und auf den Pokal schielt man hierzulande inzwischen mehr als nur heimlich.

13.20

Zum Auftakt der Schlussrunde in dieser Spielzeit steht das Heimspiel gegen Hertha an. Da ist nach dem 2:3 in der letzten Saison noch eine kleine Rechnung offen. Und viel mehr noch ist RB nach vier Heimspielen ohne Sieg und mit nur einem einzigen Tor mal wieder ein Heimdreier dran. Zumindest ist das Spiel gegen diese Saison durchaus spielstarke Herthaner eines, das man auf dem Weg zu Platz 3 oder 4 gewinnen sollte. Zumal die Restsaison mit den Auswärtsspielen in Leverkusen, Gladbach oder Bremen und mit den Heimspielen gegen Bayern oder Wolfsburg noch ordentliche Klippen mit sich bringt.

13.23

Durch die Länderspielpause ist RB abgesehen von der Klostermann-Verletzung recht gut gekommen. Mal sehen, ob es noch weitere relevante Ausfälle geben wird. Auf Hertha-Seite war die Länderspielpause etwas schwieriger, weil viele Spieler erst spät zurückkamen. Mit Ibisevic und Torunarigha sind zwei Spieler gesperrt (die rote Karte gegen Ibisevic beim Spiel gegen den BVB gehört schon jetzt zu den Highlights der Saison). Dilrosuno, Luckassen und Darida sind verletzt. Ansonsten dürften alle an Bord sein und Pal Dardai dürfte eine gute Elf aufbieten können. Inklusive eines sicherlich wieder sehr motivierten Davie Selke.

13.25

Im Heimbereich ist die Red Bull Arena schon länger ausverkauft. Da schlägt sich dann nun doch nieder, dass die Zahl der Heimspiele in der Rückrunde gering ist und der Tabellenplatz von RB gut. Im Gästeblock werden knapp 1.000 Plätze freibleiben. Rund 3.600 Fans wurden da angesagt.

13.31

Könnte sein, dass hier auch gleich der Transfer von Luan Candido bekanntgegeben wird. Zumindest meint die LVZ, dass heute noch die offizielle Verkündung kommen wird.

13.34

Ralf Rangnick: Klostermann, Upamecano und Smith Rowe nicht dabei. Poulsen erst morgen im Mannschaftstraining, weil Dienstagabend noch im Einsatz. Alle anderen sind fit und einsatzbereit.

13.36

Rangnick zu Upamecano: „Gestern noch mal Untersuchung. Heilungsverlauf ist zufriedenstellend. Wird aber noch drei, vier Wochen brauchen. Frühestens Ende April wieder dabei. Vorher schwierig.“

Zu Smith Rowe: „Gestern und heute teilweise mittrainiert. Schmerzfrei. Wenn das so bleibt, führen wir ihn weiter heran. Hoffentlich in ein, zwei Wochen eine Möglichkeit für den Kader.“

Nukan braucht auch noch zwei Wochen.

„Gehen bei Upamecano kein Risiko ein. Vergleichbar mit einem Bruch vom Heilungsverlauf her. Wir werden sehen. Er war gestern ein bisschen traurig, weil er dachte, es würde nur noch zwei Wochen dauern.“ Man müsse sehen, wie die Situation Ende April ist und wie viel Sinn dann welcher Weg macht.

13.38

Rangnick: Adams, Mukiele oder Laimer als Alternativen zu Klostermann. Bei Dreierkette auch eine offensive Alternative wie Sabitzer für die rechte Seite. Entscheide man nach dem Abschlusstraining.

Zu Hertha: „Sie haben eine gute Mischung aus defensiver Stabilität und mutigem Spiel nach vorn. Wir brauchen die Dinge, die uns defensiv auszeichnen und Situationen, die wir selbst herausspielen aus dem Ballbesitz oder dem Umschaltspiel. Müssen wir auf den Platz bringen und dann glaube ich dass wir den ersten Heimsieg 2019 in der Bundesliga einfahren werden.“

13.40

Rangnick: „Ob viele Tore fallen, hängt auch davon ab, wie der Gegner spielt. In Berlin haben wir immer viele Tore geschossen. Spielt auch keine Rolle, ob wir 1:0 gewinnen oder anders. Haben auch kein Effizienzproblem. Sind effizienter geworden. Schießen mehr Standardtore und kassieren weniger. Geht darum, noch mehr Chancen herauszuspielen und noch mehr Balleroberungen zu schaffen und die Qualität der Chancen zu erhöhen.“

„Forsberg und Haidara ernste Kandidaten für die Startelf. Auch Bruma ist im Kommen. Haben genug Spieler, die Chancen herausspielen oder auch nutzen können.“

13.44

Rangnick zu Werner: „Ist im Kommen. Von zwei Länderspielen eins durchgespielt. Gegen die Niederlande aufgrund des Spielverlaufs nicht zum Einsatz gekommen. War ich nicht so böse, weil wir hatten mit Klostermann schon einen Verletzten. Er hat auf Schalke getroffen. Bin mir sicher, dass der Trend nach oben zeigt und er am Samstag wie der Rest der Mannschaft in richtig gutes Spiel macht.“

Zu Forsberg: „Ganz kurz nur mit ihm gesprochen über die Rumänien-Auswechslung. Abreise hatte damit nichts zu tun. Wenn jedes mal bei einer Auswechslung ein Spieler, der seinen Trainer abklatscht, aber nicht anguckt, zum Eklat führt, dann hätten wir sehr viele Eklats. Wurde hochgepuscht die Geschichte.“ Gegen Rumänien gutes Spiel gemacht.

Lob für Selke. Richtiger Wechsel. „Hat sich da etabliert. Richtige Entscheidung getroffen. Er und Hertha und Dardai werden mit der Entwicklung zufrieden sein.“

13.48

Rangnick: „Gut, dass wir im Mittelfeld viele Alternativen haben. Konkurrenzkampf ist richtig ausgebrochen.“ Lob für Mukiele und seinen positiven Trend. „Laimer seit Wochen in bestechender Form. Macht es nicht einfach, die Mannschaft aufzustellen. Bin froh, dass wir die Auswahl haben.“ Verweist auch auf die englische Woche und dass man Alternativen brauche.

Zu Candido: „Nach meinen Infos ist alles gestern unterschrieben worden. Haben ihn ein halbes Jahr beobachtet in vielen Spielen. Spielt auch in der brasilianischen U20 und hat dort sehr auf sich aufmerksam gemacht. Kann links alles spielen. Offensiv und defensiv. Kriegen einen variabel einsetzbaren Spieler. Optimales körperliches Anforderungsprofil. Bin froh, dass er sich für uns entschieden hat.“ Deutet an, dass Halstenberg nächste Saison unter Nagelsmann auch in einer Dreierkette links spielen könnte.

13.52

Vertrag bis 2023 für Candido.

Rangnick: „Wäre zu wünschen, dass die Hauptstadt einen Verein hat, der ganz vorn mitspielt. Sehen sie aber auch als Konkurrenten und Mitbewerber. Würde Dardai und Widmayer es wünschen, wenn Hertha sich positiv entwickelt.“

Vielzahl an französischen Talenten: Vorteil von Frankreich ist ihre Kolonialgeschichte und dass damit Spieler mit anderen körperlichen Voraussetzungen in Frankreich leben. Aus dem Pariser Umfeld kommen auch viele Spieler noch vom Bolzplatzumfeld. Gibt es so in Deutschland höchstens noch in Berlin. „Gibt genügend Bolzplätze, aber keine Kinder mehr, die bolzen.“ „Ist aber ein gesellschaftliches Problem und keines des Fußballs. Zu viele übergewichtige Kinder“, weil die lieber Playstation spielen als rausgehen.

Ausbildung sei auch gut in Frankreich. Französische Klubs haben die Talente wie Keita selbst noch gar nicht so richtig auf dem Zettel. Das ist noch ein Vorteil der deutschen Klubs.

13.56

Rangnick: Noch mal Salzburg-Niederlage als „negatives Aha-Erlebnis“. Gute Entwicklung der Mentalität. „Spaß am Bällererobern. Haben die meisten Zweikämpfe.“ Im Umschalten aber noch „Luft nach oben“ im Entscheidungsmanagment, wann der Pass kommt und wann nicht.

Zu Bragantino: „Zu der Sache kann ich nichts sagen. Fällt nicht in unser Hoheitsgebiet. Habe ich auch nur gelesen. Wäre für die Zukunft spannend, was passiert, wenn man den Klub in die erste Liga bringen und zu einem guten Ausbildungsverein machen kann.“ Für viele Kinder ist Fußball die einzige Chance aus dem Elend herauszukommen. Scoutingtechnisch nicht nur Brasilien, sondern ganz Südamerika interessant.

Ob Rangnick selbst Vernetzung stärker zu seinem Geschäftsfeld macht, will er nicht kommentieren. Kann man ihn nach Saisonschluss noch mal fragen. Aktuell ausschließlich Trainer.

13.59

Rangnick: Noch mal Deutschland und die Veränderung, dass Kinder weniger draußen sind. In Brasilien wird dagegen noch gekickt. Pool an möglichen Talenten wird dadurch in Deutschland geringer. Gibt auch andere Möglichkeiten, sich zu entwickeln, als durch Fußballspielen oder Sport. Verweis auf die USA und dass dort Übergewichtigkeit eine Menge an chronisch Kranken produziert. Will mit seiner Stiftung auch dazu beitragen, dass sich Kinder bewegen. Bewegungsarmut wird gesellschaftlich gemacht und ist nicht angeboren.

14.01

Das war es von hier. Ralf Rangnick und das Thema Übergewichtigkeit und Kinder, die nicht mehr draußen kicken. Hertha-Spiel ist auch noch. Ausfalltechnisch ist alles soweit gut. Gewonnen werden soll zu Hause mal wieder. Na mal sehen, ob das klappt. Samstagabend-Topspiel. Ausverkauft. Bereit wäre alles für drei Punkte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.